{"id":10081,"date":"2021-09-10T17:03:21","date_gmt":"2021-09-10T15:03:21","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10081"},"modified":"2021-09-10T17:03:23","modified_gmt":"2021-09-10T15:03:23","slug":"feminismus-intersektionalitaet-und-klassenkampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10081","title":{"rendered":"Feminismus, Intersektionalit\u00e4t und Klassenkampf"},"content":{"rendered":"<p><em>Lutte de classe.<\/em> Der Erfolg der Demonstrationen vom 8. M\u00e4rz 2021 \u2013 nach denen vom November 2020 \u2013 gegen Gewalt gegen Frauen zeigt, dass sich ein Teil der Jugend mobilisiert, um ihren Widerstand gegen die fortbestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und M\u00e4nnern und gegen die Gewalt, der Frauen in der heutigen Gesellschaft ausgesetzt sind, zum Ausdruck zu bringen. In diesem Kontext<!--more--> der relativen Erneuerung der feministischen Bewegungen hat sich in Frankreich in den letzten Jahren der Begriff der Intersektionalit\u00e4t etabliert; dabei werden Gruppen von Menschen anhand des Zusammentreffens von Diskriminierungen definiert, denen sie gleichzeitig ausgesetzt sind (Sexismus, Rassismus&#8230;). Dies scheint vielen jungen Menschen, die sich gegen die Unterdr\u00fcckung von Frauen auflehnen, neue Perspektiven zu bieten. Viele sehen darin eine M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcr einen radikalen Feminismus zu engagieren, sich sowohl als Antirassistinnen als auch als Feministinnen zu definieren; einige wollen damit sogar das kapitalistische System in Frage stellen.<\/p>\n<p>Manchmal m\u00f6chte man sich als Feministin bezeichnen und sich gleichzeitig gegen politische Str\u00f6mungen stellen, die sich nur dann in den Feminismus h\u00fcllen, wenn es ihnen passt \u2013 insbesondere die extreme Rechte, die zwar gegen alle feministischen K\u00e4mpfe in Frankreich war, aber versucht hat, den zum Konsens gewordenen Begriff Feminismus wiederzugewinnen und zu vereinnahmen, um umso mehr Einwanderer, vor allem Muslime, anzugreifen. Es ist zweifellos auch eine Reaktion auf die Lektionen in \u00abrepublikanischem Feminismus\u00bb von Politikern wie Marl\u00e8ne Schiappa oder Fr\u00e9d\u00e9rique Vidal, der Ministerin f\u00fcr Hochschulbildung, die k\u00fcrzlich den \u00abIslamogauchismus, Postkolonialismus, Intersektionalit\u00e4t\u00bb geisselte, die angeblich an den Universit\u00e4ten herrschen. In der Regierung \u00e4ussert sich dieser ber\u00fchmte republikanische Feminismus allenfalls in Umfragen, in denen festgestellt wird, dass die Ungleichheiten zwischen Frauen und M\u00e4nnern nur geringf\u00fcgig abnehmen, dass Frauen immer noch niedrigere L\u00f6hne als M\u00e4nner haben und dass sie immer noch h\u00e4uslicher Gewalt ausgesetzt sind. Auf diese Umfragen folgen moralische Lektionen f\u00fcr M\u00e4nner, die lernen sollen, sich besser zu verhalten. Unterdessen \u00fcbt die Regierung nicht nur keinerlei Druck aus, um den Unternehmern die tats\u00e4chliche Lohngleichheit vorzuschreiben, sondern tut nicht einmal das, was unmittelbar davon abh\u00e4ngt, z. B. ausreichende Mittel f\u00fcr die Aufnahme von Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, bereitzustellen. Und ganz allgemein tr\u00e4gt ihre gesamte arbeiterfeindliche Politik dazu bei, die Situation der Frauen am Arbeitsplatz zu verschlechtern.<\/p>\n<p>Andererseits konzentrieren sich einige der aktuellen feministischen Bewegungen auf Probleme, die vor allem das Kleinb\u00fcrgertum und die sogenannten Mittelschichten betreffen, und fordern eine gr\u00f6ssere Sichtbarkeit von Frauen in den Medien, einen besseren Zugang zu den Grandes \u00c9coles [renommierte Hochschulen] und zu F\u00fchrungspositionen in Unternehmen. Selbst Aufrufe zur \u00abBefreiung des Wortes\u00bb, die sexuelle \u00dcbergriffe und sexistisches Verhalten anprangern, beispielsweise durch die #MeToo-Bewegung, haben f\u00fcr eine Frau, die \u00fcber ein gewisses Mass an finanzieller Unabh\u00e4ngigkeit verf\u00fcgt, nicht die gleiche Wirkung wie f\u00fcr eine Arbeiterin, die mit sexueller Bel\u00e4stigung durch ihren Chef konfrontiert ist, aber nicht auf ihren Lohn verzichten kann.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist es verst\u00e4ndlich, dass sich junge Menschen zu Bewegungen hingezogen f\u00fchlen, die den Anspruch erheben, radikaler zu sein. Der Aufstand gegen das Fortbestehen vielf\u00e4ltiger Formen der Unterdr\u00fcckung in der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, wie Rassismus und Sexismus, ist legitim. Doch Aktivistinnen, die sich als intersektional bezeichnen, bringen nicht nur diese Revolte zum Ausdruck: Ihre politischen Positionen zeigen, dass sie die F\u00e4higkeit der Arbeiterklasse in Frage stellen, alle Unterdr\u00fcckungen zu beenden, sowohl sexistische als auch rassistische. Sie versuchen nicht, die breite Masse der arbeitenden Frauen und M\u00e4nner anzusprechen, die als einzige gesellschaftliche Kraft in der Lage ist, das kapitalistische System zu st\u00fcrzen, das diese Unterdr\u00fcckungen hervorbringt und anheizt.<\/p>\n<p><strong>Intersektionalit\u00e4t, ein neuer Begriff f\u00fcr eine alte Tatsache<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff Intersektionalit\u00e4t wurde 1989 von der schwarzen amerikanischen Anw\u00e4ltin und Aktivistin Kimberley Crenshaw gepr\u00e4gt, um das Versagen sowohl der feministischen als auch der antirassistischen Bewegung bei der Ber\u00fccksichtigung der Situation schwarzer Frauen anzuprangern: Sie kritisierte die feministische Bewegung daf\u00fcr, dass sie sich nicht mit rassistischen Fragen befasst, die f\u00fcr schwarze Frauen von grundlegender Bedeutung sind, und die antirassistische Bewegung daf\u00fcr, dass sie die geschlechtsspezifische Unterdr\u00fcckung nicht ber\u00fccksichtigt, die im t\u00e4glichen Leben schwarzer Frauen ebenso wichtig ist wie der Rassismus. Die Feststellung, dass Unterdr\u00fcckungen kumulativ sind und dass eine schwarze Arbeiterin gleichzeitig mit Ausbeutung, Rassismus und Sexismus konfrontiert ist, war nicht neu, ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Trennung dieser K\u00e4mpfe in Sackgassen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die amerikanische Aktivistin Angela Davis veranschaulicht dies am Beispiel des Frauenwahlrechts, das in den Vereinigten Staaten 1920 nach jahrzehntelangem Kampf der Frauen erlangt wurde, jedoch nur weissen Frauen zugestanden wurde, da schwarze M\u00e4nner und Frauen bis 1965 ausgeschlossen waren. In den Fussstapfen von Kimberley Crenshaw und Angela Davis definieren die so genannten Black-Feminist-Aktivistinnen ihren Kampf als antirassistisch und antipatriarchalisch und manchmal auch als antikapitalistisch. Aber obwohl sie behaupten, dass all diese K\u00e4mpfe miteinander verbunden sind, wenden sie sich nicht an die Arbeiterklasse als Klasse.<\/p>\n<p>Dies ist auch in Frankreich bei Aktivistinnen der Fall, die einen intersektionellen Ansatz vertreten. Fran\u00e7oise Verg\u00e8s, die der Kommunistischen Partei der Insel La R\u00e9union nahesteht, verteidigt beispielsweise einen \u00abdekolonialen Feminismus\u00bb, der ihrer Meinung nach darauf abzielt, \u00abRassismus, Kapitalismus und Imperialismus zu zerschlagen\u00bb. Aber sie geht nie auf die Arbeiterklasse ein, und wenn sie \u00fcber die Ausbeutung schwarzer Frauen im Haushaltssektor in Frankreich spricht, dann nur, um sie mit dem Komfort weisser Frauen aus der Mittelschicht zu kontrastieren[1]. Rokhaya Diallo, eine Journalistin und Akademikerin, bezeichnet sich selbst als \u00abintersektionale und dekoloniale Feministin\u00bb und sagt, dass \u00abAntirassismus nur antikapitalistisch sein kann\u00bb, aber sie stellt keine Verbindung zwischen Antikapitalismus und Klassenkampf her und verortet ihren Kampf nicht unter dem Gesichtspunkt der Arbeiterbewegung. Die Idee, dass es eine \u00abKonvergenz der K\u00e4mpfe\u00bb zwischen Geschlecht, Klasse und Rasse geben sollte, taucht in Teilen der extremen Linken auf, manchmal in der Form, dass sie die Verbindung zwischen Patriarchat und Kapitalismus anprangert, aber was das konkret in Bezug auf politische Perspektiven bedeutet, bleibt bestenfalls sehr unklar. So fordert die Autorin in einem k\u00fcrzlich auf der NPA-Website ver\u00f6ffentlichten Artikel, der nicht den Anschein erwecken will, gegen eine Idee zu sein, die in den Mittelschichten in Mode ist, die Vers\u00f6hnung von Marxismus und Intersektionalit\u00e4t, ohne jedoch zu sagen, wie das geschehen soll[2].<\/p>\n<p>In der Tat reduziert sich die intersektionale Position, ausgehend von einer scheinbar radikalen Anprangerung des Gewichts von Rassismus und Sexismus, insbesondere wenn sie kumulativ sind, sehr oft auf die Feststellung, dass Frauen keine homogene soziale Gruppe bilden (was keine neue Entdeckung ist), dass weisse Frauen aus wohlhabenden Verh\u00e4ltnissen in den Medien und sogar in den feministischen Bewegungen st auftauchen als andere und dass den so genannten rassifizierten Frauen, d. h. denjenigen, die Opfer von Rassismus sind, mehr Raum und Sichtbarkeit gegeben werden muss; In dieser Kategorisierung fehlen gerade auch die Frauen der weissen Arbeiterklasse[3].<\/p>\n<p>Ausserdem geht das Konzept der Intersektionalit\u00e4t weit \u00fcber die Kreise hinaus, die sich selbst als Protestierende verstehen. In akademischen Kreisen wird es in der Diskriminierungsforschung verwendet[4]. Eine Vereinigung namens Gloria bietet sogar Schulungen zum Thema Intersektionalit\u00e4t in Unternehmen an, nachdem Gleichstellungschartas und andere Gimmicks es den Chefs erm\u00f6glichen, sich einen feministischen Anstrich zu verleihen. Dieser Gedanke kann daher von sehr unterschiedlichen Str\u00f6mungen aufgegriffen werden, was nicht verwunderlich ist: Die Feststellung, dass die in der kapitalistischen Gesellschaft bestehenden Unterdr\u00fcckungen vielf\u00e4ltig sind und sich gegenseitig aufaddieren, ist nicht revolution\u00e4r. Die Frage ist, wie man sie bek\u00e4mpfen kann.<\/p>\n<p><strong>Hinter allen Unterdr\u00fcckungen steht die Spaltung der Gesellschaft in Klassen<\/strong><\/p>\n<p>Und um die Unterdr\u00fcckung zu bek\u00e4mpfen, m\u00fcssen wir sie erst einmal verstehen. Kimberley Crenshaws Bild von der \u00dcberschneidung ist mehrdeutig: Sie deutet an, dass jede Unterdr\u00fcckung eine Strasse ist und dass eine schwarze Arbeiterin an der Kreuzung von drei Strassen steht, der des Rassismus, der m\u00e4nnlichen Herrschaft und der kapitalistischen Ausbeutung. Sie sagt aber nicht, ob diese Strassen alle breit sind oder woher sie kommen. Sie legt daher nahe, dass die Unterteilung in Geschlecht und Rasse mit der Unterteilung der Gesellschaft in Klassen gleichzusetzen ist, in dem Sinne, dass sie ebenfalls strukturell ist. Dies ist jedoch nicht der Fall. Nicht M\u00e4nner oder Weisse beherrschen die Welt, sondern die Bourgeoisie. Die Tatsache, dass die Bourgeoisie \u00fcberwiegend weiss und m\u00e4nnlich ist, bedeutet nicht, dass weisse M\u00e4nner aus der Arbeiterklasse f\u00fcr die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verantwortlich sind, und es bedeutet auch nicht, dass die Anwesenheit einer Frau wie Margaret Thatcher oder eines Schwarzen wie Barack Obama an der Spitze des Staates die Art der politischen und sozialen Herrschaft ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat die Bourgeoisie die Unterdr\u00fcckung der Frau nicht erfunden. Aber im Laufe seiner Geschichte hat der Kapitalismus alle Ungleichheiten genutzt, versch\u00e4rft und vertieft, soweit sie es ihm erm\u00f6glichten, die Lebensbedingungen der gesamten Arbeiterklasse zu verschlechtern: unterbezahlte Arbeit f\u00fcr Frauen, aber auch f\u00fcr Kinder oder eingewanderte Arbeiter und Arbeiterinnen. Es liegt nicht daran, dass der Kapitalismus per se sexistisch oder rassistisch ist, dass die Chefs und Chefinnen Frauen oder Einwanderer unterbezahlen: Es liegt daran, dass die kapitalistische Ausbeutung darauf beruht, dass die Lohnabh\u00e4ngigen einander konkurrieren, und dass sie zwangsl\u00e4ufig alle Elemente hervorruft, die diesen Wettbewerb versch\u00e4rfen k\u00f6nnen. Aber wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass das Ziel dieses Wettbewerbs darin besteht, die gesamte Arbeiterklasse auszubeuten. All diese Diskriminierungen belasten also nicht nur diejenigen, die sie direkt erleiden, sondern die gesamte Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>Diese wirtschaftlichen Diskriminierungen haben Folgen, die weit \u00fcber die Frage der Ungleichheiten in der Arbeitswelt hinausgehen. Wie uns die Gesundheitskrise vor Augen gef\u00fchrt hat, sind Frauen im Gesundheitswesen, im Handel und im Reinigungsgewerbe in der Mehrzahl und in den so genannten Frontberufen \u00fcberrepr\u00e4sentiert. Allerdings sind mehr Frauen als M\u00e4nner teilzeitbesch\u00e4ftigt oder leben von Auftr\u00e4gen und Kurzzeitvertr\u00e4gen und sind daher von der Explosion der Arbeitslosigkeit und dem R\u00fcckgang der Einkommen besonders stark betroffen. Dar\u00fcber hinaus werden die Aufgaben im Haushalt und bei der Kinderbetreuung nach wie vor stark von den Frauen wahrgenommen, und diese Aufgaben wurden durch die Gesundheitsmassnahmen, insbesondere durch die Schliessung von Schulen, noch weiter erschwert. Auch die Zeiten des Freiheitsentzugs w\u00e4hrend der Pandemie verschlimmerten die h\u00e4usliche Gewalt, was leider nicht \u00fcberraschend ist. Die b\u00fcrgerliche Gesellschaft, die auf Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen beruht, bringt eine Vielzahl von Vorurteilen mit sich, die auch zu gewaltt\u00e4tigem und herrschs\u00fcchtigem Verhalten im gesamten gesellschaftlichen Leben, sogar im privaten Bereich, f\u00fchren. Die Unterdr\u00fcckung der Frauen ist Ausdruck einer Gesellschaft, deren wichtigste Werte Macht und Individualismus sind. Sie betrifft alle Frauen, auch die nicht am st\u00e4rksten ausgebeuteten, aber sie kann nicht losgel\u00f6st von der Existenz von den Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen, also von der Herrschaft der Bourgeoisie, verstanden werden.<\/p>\n<p>Die Verwendung des Begriffs der Intersektionalit\u00e4t zur Beschreibung der vielf\u00e4ltigen Formen der Frauenunterdr\u00fcckung verweist also auf eine Realit\u00e4t: Eine Frau aus der Arbeiterklasse zu sein, mit einem niedrigen Gehalt und Rassismus konfrontiert, versch\u00e4rft alle anderen Probleme, denn die Freiheit, sein Leben zu w\u00e4hlen, einen missbrauchenden Ehemann zu verlassen, ist sehr begrenzt, wenn man nicht \u00fcber die Runden kommt. Aber die Frauen der Arbeiterklasse wissen das und haben es immer gelebt. Warum also ein neues Konzept einf\u00fchren, wenn nicht, um entsprechende politische Schlussfolgerungen zu ziehen? In Wirklichkeit f\u00fchrt der intersektionale Ansatz zu Positionen, die weit von einer revolution\u00e4ren Umgestaltung der Gesellschaft und sogar von den unmittelbaren Interessen der arbeitenden Frauen und M\u00e4nner entfernt sind.<\/p>\n<p><strong>Reaktion\u00e4re Positionen<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl intersektionelle Feministinnen, die gemeinsam Rassismus und Sexismus anprangern, behaupten, sich um Frauen aus der Arbeiterklasse zu k\u00fcmmern, sprechen sie nie \u00fcber sie als Arbeiterinnen, und die von ihnen vorgeschlagenen Perspektiven f\u00fchren dazu, dass sie in oft reaktion\u00e4re K\u00e4mpfe verwickelt werden.<\/p>\n<p>Wenn beispielsweise Frauen mit Migrationshintergrund in erster Linie als \u00abrassifizierte Frauen\u00bb und nicht als Arbeiterinnen betrachtet werden, verteidigen einige Aktivistinnen den islamischen Schleier. Da der Schleier h\u00e4ufiger von Frauen getragen wird, die sie als \u00abnicht-weiss\u00bb bezeichnen, ist es rassistisch, den Schleier als Symbol f\u00fcr die Minderwertigkeit der Frau zu betrachten. Feministinnen, die sich dagegen wehren, werden so auf die Seite eines neokolonialen weissen Feminismus gestellt. Das bedeutet, dass die K\u00e4mpfe der Frauen aus muslimischen Familien gegen das Tragen des Schleiers in Frankreich und anderswo in der Welt, vom Iran bis Saudi-Arabien, vergessen werden.<\/p>\n<p>Die Weigerung, in sozialen Klassen zu argumentieren, f\u00fchrt zu Irrwegen, wie der These eines m\u00e4nnlichen Privilegs oder eines Patriarchats, das unabh\u00e4ngig von sozialen Klassen ist, was dazu f\u00fchrt, dass M\u00e4nner insgesamt angeprangert werden und nicht diejenigen, die f\u00fcr die Ausbeutung verantwortlich sind und davon profitieren. Im Bereich des antirassistischen Kampfes ist das \u00c4quivalent das weisse Privileg, das weit verbreitete rassistische Vorurteile in der Bev\u00f6lkerung mit dem systemischen Rassismus der kapitalistischen Gesellschaft gleichsetzt[6]. Die k\u00e4mpferische Konsequenz kann nur darin bestehen, einen Arbeiter mit Macho- oder rassistischen Vorurteilen als Gegner zu behandeln und nicht daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass er ein Waffenbruder wird.<\/p>\n<p>Eine weitere Position, die sich aus diesem intersektionellen Ansatz ableitet, behauptet, alle Frauen in die K\u00e4mpfe einzubeziehen: Frauen, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen, legitimieren die Prostitution, die in \u00abSexarbeit\u00bb umbenannt wurde, und gingen sogar so weit, Aktivistinnen anzugreifen, die diese bei der letzten Demonstration am 8. M\u00e4rz in Paris anprangerten. Als ob man nicht gleichzeitig solidarisch mit den Prostituierten und gegen die Prostitution sein k\u00f6nnte, die nichts anderes ist als der Verkauf des K\u00f6rpers der Frauen!<\/p>\n<p>Diese Beispiele von Positionen zeigen, dass es nicht ausreicht, Unterdr\u00fcckungen anzuprangern, um sich die Mittel zu geben, sie zu bek\u00e4mpfen, und dass es nicht ausreicht, sich als radikal oder systemfeindlich zu bezeichnen, um es zu sein. Wenn der intersektionelle Ansatz darin besteht, zu sagen, dass alle K\u00e4mpfe gleich sind und dass das Recht, den Schleier in der Schule zu tragen, ebenso ein feministisches Ziel ist wie der Kampf f\u00fcr gleiche Bezahlung oder das Recht auf Abtreibung, f\u00fchrt er in Wirklichkeit zu kommunitaristischen und reaktion\u00e4ren Positionen, die zur Spaltung der Arbeiterinnen \u2013 und der M\u00e4nner mit ihnen \u2013 beitragen.<\/p>\n<p><strong>Feminismus und Klassenbewusstsein<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem ist: Wollen wir die Spaltungen, die es in der Gesellschaft und in der Arbeiterklasse gibt, aufgreifen oder wollen wir sie bek\u00e4mpfen? Der intersektionale Ansatz beharrt auf der Trennung. Im Gegenteil, f\u00fcr Marxisten und Marxistinnen besteht die einzige M\u00f6glichkeit, gegen die Unterdr\u00fcckung der Frauen zu k\u00e4mpfen, im Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung und die b\u00fcrgerliche Gesellschaftsordnung, die diese Unterdr\u00fcckung aufrechterh\u00e4lt, und daher im Kampf f\u00fcr die Einheit der Arbeiterklasse, damit sich die Arbeiter ihrer Klassenidentit\u00e4t jenseits von Unterschieden des Geschlechts, der Nationalit\u00e4t oder der Religion bewusst sind.<\/p>\n<p>Damit soll nicht die Vielfalt der Hintergr\u00fcnde und \u00dcberzeugungen in der Arbeiterklasse geleugnet werden. Aber die Lohnabh\u00e4ngigen sind eine Klasse mit gemeinsamen Interessen, und sie m\u00fcssen sich dessen bewusst sein, um ihre K\u00e4mpfe f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Es ist die Aufgabe der Revolution\u00e4re, die davon \u00fcberzeugt sind, dass die kapitalistische Gesellschaft gest\u00fcrzt werden muss und dass die Arbeiterklasse \u00fcber die Mittel dazu verf\u00fcgt, f\u00fcr dieses Klassenbewusstsein zu k\u00e4mpfen, weil die Spaltung in Klassen f\u00fcr die Strukturierung der Gesellschaft grundlegend ist und weil das Proletariat den Kapitalismus nur st\u00fcrzen kann, wenn es sich als Klasse organisiert. Es ist eine Falle, Spaltungen aufzugreifen und einzufrieren, die zur Versch\u00e4rfung der Ausbeutung aller beitragen.<\/p>\n<p>Die revolution\u00e4re Arbeiterbewegung hat es in ihrer Geschichte immer geschafft, diese Falle zu umgehen. Louise Michel schrieb: \u00abDas starke Geschlecht ist ebenso ein Sklave wie das schwache, und es kann nicht geben, was es nicht selbst hat; alle Ungleichheiten werden mit einem Mal fallen, wenn M\u00e4nner und Frauen sich dem entscheidenden Kampf stellen.\u00bb[7] In der sozialistischen Bewegung des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts verkn\u00fcpften Aktivistinnen wie Clara Zetkin den feministischen Kampf mit der sozialistischen Perspektive, indem sie beispielsweise einen internationalen Kampftag f\u00fcr die Rechte der Frauen ins Leben riefen, der noch heute jeden 8. M\u00e4rz begangen wird. Das heisst nicht, dass es damals keine Vorurteile in der Arbeiterklasse gab, auch keine sozialistischen, aber diese Aktivistinnen bek\u00e4mpften sie im Namen des Klassenbewusstseins.<\/p>\n<p>Sie stellten sich gegen die Suffragetten, die f\u00fcr ein Wahlrecht f\u00fcr b\u00fcrgerliche Frauen eintraten, w\u00e4hrend sie andere soziale und politische K\u00e4mpfe ablehnten, um allein dem feministischen Kampf Vorrang zu geben. Zur Frage der Erlangung des Frauenwahlrechts schrieb Rosa Luxemburg 1912: \u00abDas Frauenwahlrecht ist das Ziel. Aber die Massenbewegung, die dies erreichen kann, ist nicht nur Sache der Frauen, sondern ein gemeinsames Klassenanliegen der Frauen und M\u00e4nner des Proletariats. Der gegenw\u00e4rtige Mangel an Frauenrechten in Deutschland ist nur ein Glied in einer Kette, die das Leben der Menschen behindert [&#8230;]. Das Frauenwahlrecht ist f\u00fcr den gegenw\u00e4rtigen kapitalistischen Staat ein Schrecken und ein Gr\u00e4uel, denn dahinter stehen Millionen von Frauen, die den Feind von innen, d.h. die revolution\u00e4re Sozialdemokratie, st\u00e4rken w\u00fcrden. Wenn es nur um die Stimme der b\u00fcrgerlichen Frauen ginge, k\u00f6nnte der kapitalistische Staat nichts anderes als eine wirksame Unterst\u00fctzung der Reaktion erwarten. Viele dieser b\u00fcrgerlichen Frauen, die sich wie L\u00f6winnen im Kampf gegen \u00abm\u00e4nnliche Vorrechte\u00bb auff\u00fchren, w\u00fcrden wie folgsame Schafe im Lager der konservativen und klerikalen Reaktion wandeln, wenn sie das Wahlrecht h\u00e4tten. In der Tat w\u00e4ren sie sicherlich viel reaktion\u00e4rer als die m\u00e4nnliche Fraktion ihrer Klasse [&#8230;]. Der laufende Massenkampf f\u00fcr die politischen Rechte der Frauen ist nur eine der Ausdrucksformen und ein Teil des allgemeinen Kampfes des Proletariats f\u00fcr seine Befreiung. Darin liegt ihre St\u00e4rke und ihre Zukunft [&#8230;]. Indem wir f\u00fcr das Frauenwahlrecht k\u00e4mpfen, werden wir auch die Stunde n\u00e4her r\u00fccken, in der die gegenw\u00e4rtige Gesellschaft unter den Hammerschl\u00e4gen des revolution\u00e4ren Proletariats in Tr\u00fcmmer fallen wird\u00bb[8].<\/p>\n<p>Die Kommunistische Partei behauptete in ihren Anf\u00e4ngen auch, dass der Kampf f\u00fcr die Emanzipation der Frauen ein integraler Bestandteil des revolution\u00e4ren Kampfes sei, sie organisierte Frauenstreiks und stellte sogar Frauen bei Wahlen auf, als diese noch nicht einmal das Wahlrecht hatten. Die Stalinisierung der kommunistischen Bewegung f\u00fchrte ab den 1930er Jahren zu einer R\u00fcckkehr zu konservativen Ideen, insbesondere zur Familie. Ausserdem betonte Trotzki im \u00dcbergangsprogramm, dass die stalinistischen und reformistischen Arbeiterorganisationen nur an den oberen Schichten des Proletariats interessiert seien. Dieses Programm richtete sich im Gegenteil an die Arbeiter, die Jugend und die Frauen: Nachdem es daran erinnert hatte, dass \u00abdie Epoche des Kapitalismus in seinem Verfall den Frauen, sowohl als Arbeiterinnen als auch als Hausfrauen, die schwersten Schl\u00e4ge versetzt\u00bb, schloss es mit einem Aufruf an die Arbeiter: \u00abArbeiter aller L\u00e4nder, versammelt euch unter der Fahne der Vierten Internationale!\u00bb<\/p>\n<p>Es ist diese feministische Tradition, die wiederbelebt werden muss, die sich nicht der Illusion hingibt, dass Frauen oder M\u00e4nner sich von der Unterdr\u00fcckung befreien k\u00f6nnen, ohne der Herrschaft der Bourgeoisie und ihren Ungleichheiten, der Gewalt und den Vorurteilen ein Ende zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Gegen alle Unterdr\u00fcckung, der revolution\u00e4re kommunistische Kampf<\/strong><\/p>\n<p>Die Frauen, die sich auflehnen, treffen auf denselben Staat, der die Macht der Kapitalisten \u00fcber die gesamte Gesellschaft verteidigt. Um nur mal von Frankreich zu reden, es ist ein Staat, der in der Lage ist, eine monatelange Ausgangssperre \u00fcber die gesamte Bev\u00f6lkerung zu verh\u00e4ngen, aber nicht die Lohngleichheit gegen die Bosse durchzusetzen; ein Staat, der eine Polizei einsetzt, die von rassistischen und sexistischen Vorurteilen durchsetzt ist, weil ihre Hauptaufgabe darin besteht, die Ordnung der herrschenden Gesellschaftsschicht zu verteidigen. Den Kampf f\u00fcr die Emanzipation der Frauen bis zum Ende zu f\u00fchren, bedeutet also, bereit zu sein, die gesamte Gesellschaftsordnung in Frage zu stellen, vor allem die kapitalistische Ausbeutung, die die Grundlage aller sozialen Beziehungen ist. Und nur die Arbeiterklasse kann dies tun.<\/p>\n<p>Solange die Bosse das Recht haben zu entscheiden, wer arbeitet, f\u00fcr welchen Lohn, zu welchen Zeiten, an welchen Orten, und solange das Leben der Arbeiter vom Diktat dieser Bosse abh\u00e4ngt, werden dieselben Bosse die Mittel haben, das \u00dcberleben bestimmter Kategorien des Proletariats zu spalten und zu erpressen: Frauen, Immigranten, Jugendliche&#8230; Und solange diese Spaltungen bestehen bleiben, werden sie zu einer Vielzahl von Formen der Unterdr\u00fcckung f\u00fchren, auch im Bereich der Familie.<\/p>\n<p>Zu sagen, dass der feministische Kampf nur durch die Umgestaltung der gesamten Gesellschaft erfolgreich sein kann, bedeutet daher weder, die Bedeutung dieses Kampfes herunterzuspielen, noch ihn auf morgen zu verschieben, genauso wenig wie zu sagen, dass partielle \u00f6konomische K\u00e4mpfe keine dauerhafte Perspektive bieten k\u00f6nnen und partielle Streiks verhindern. Revolution\u00e4re m\u00fcssen alle K\u00e4mpfe f\u00fchren, aber auf eine Art und Weise, die das Klassenbewusstsein und die Organisierung der Arbeiter vorantreibt, und immer mit der Erkl\u00e4rung, dass eine auf Ausbeutung basierende Gesellschaft nicht gleichzeitig br\u00fcderlich und egalit\u00e4r sein kann. F\u00fcr einen m\u00e4nnlichen Lohnabh\u00e4ngigen ist der Kampf gegen die niedrigeren L\u00f6hne der Frauen von entscheidender Bedeutung, da diese L\u00f6hne als Vorwand f\u00fcr die Senkung der L\u00f6hne aller anderen verwendet werden k\u00f6nnen. Es ist auch wichtig, dass er sich gegen die Bel\u00e4stigung weiblicher Lohnabh\u00e4ngiger durch Vorgesetzte einsetzt: Der kleinliche Vorgesetzte, der es sich erlaubt, eine weibliche Angestellte zu bel\u00e4stigen, ist derselbe, der seinen m\u00e4nnlichen Kollegen wegen einer Lappalie bestraft. Der Kampf gegen Machogehabe und rassistisches Verhalten in der Arbeiterklasse bringt den Kampf um Bewusstsein voran, st\u00e4rkt unser Lager und ist Teil des t\u00e4glichen Kampfes f\u00fcr die Einheit der Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>Wenn sich also junge Menschen gegen diese Gesellschaft auflehnen, weil sie sehen, dass sie nicht in der Lage ist, die Rechte der Frauen voranzubringen oder den Rassismus zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, ist das nat\u00fcrlich eine gute Sache; aber die einzige Perspektive, die es ihnen erm\u00f6glicht, diese K\u00e4mpfe wirklich zu f\u00fchren, ist die Hinwendung zu kommunistischen Ideen und zur Arbeiterklasse, die als einzige die Grundlagen f\u00fcr eine wirklich egalit\u00e4re Gesellschaft legen kann, indem sie der kapitalistischen Ausbeutung ein Ende setzt.<\/p>\n<p><strong>Fussnoten<\/strong><\/p>\n<p>[1]\u00a0<em>Un f\u00e9minisme d\u00e9colonial<\/em>, La Fabrique, 2019.<\/p>\n<p>[2]\u00a0<a href=\"https:\/\/nouveaupartianticapitaliste.org\/actualite\/strategie\/lintersectionnalite-est-elle-soluble-dans-le-marxisme\">https:\/\/nouveaupartianticapitaliste.org\/actualite\/strategie\/lintersectionnalite-est-elle-soluble-dans-le-marxisme<\/a>\u00a0(29 avril 2021).<\/p>\n<p>[3]\u00a0Siehe als Beispiel die feministische Webseite <a href=\"https:\/\/lespotiches.com\/\">lespotiches.com<\/a>:\u00a0<em>\u00abDas Ziel besteht in der Entwicklung eines Feminismus, der nicht nur den Interessen der weissen Frauen, der cis-Geschlechtlichen und der Heterosexuellen\u00a0 dient, die den Mittel- oder Oberschichten angeh\u00f6ren.\u00bb<\/em>\u00a0Dabei werden als Beispiele der Unterdr\u00fcckung \u00ab\u00a0schwarze Frauen, die gleichzeitig dem Rassismus und dem Sexismus ausgesetzt sind, Muslima,\u00a0 die gleichzeitig dem Sexismus und der Islamophobie und oft auch dem Rassismus\u00a0 ausgesetzt sind oder dann Transgender-Frauen, die eine Mischung von Transphopie und Sexismus erleiden\u00bb.<\/p>\n<p>[4] Siehe als Beispiel die Einf\u00fchrung zum Buch\u00a0<em>Le genre du capital<\/em>\u00a0de C\u00e9line Bessi\u00e8re et Sibylle Gollac, das 2020 ver\u00f6ffentlicht wurde\u00a0: <em>\u00abUnsere Arbeit versteht sich als Teil einer intersektionalen Perspektive unter der sich gleichberechtigt verschiedene Unterdr\u00fcckungsformen verbinden.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>[5]\u00a0<a href=\"http:\/\/www.gloriaforbusiness.com\/\">www.gloriaforbusiness.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mensuel.lutte-ouvriere.org\/2021\/06\/30\/feminisme-intersectionnalite-et-lutte-de-classe_163726.html#_ftnref6\">[6]<\/a>\u00a0So ruft Rokhaya Diallo auf, \u00abauf das weisse Privileg zu verzichten\u00bb indem sie schreibt:\u00a0<em>\u00abWenn die Minderheiten\u00a0unterdr\u00fcckt werden, so ziehen die Mehrheiten aus deren Unterdr\u00fcckung einen Vorteil: wenn einer Araberin oder einer Schwarzen aufgrund ihrer Hautfarbe eine Wohnung verweigert wird, so wird sie ein Weisser bekommen, und dies ungeachtet seines antirassistischen Engagements. Auf ungeb\u00fchrliche Prvilegien verzichten w\u00e4re ein grosser Schritt in Richtung Gleichheit.\u00bb <\/em>( <a href=\"http:\/\/www.slate.fr\/story\/146466\/non-mixite-rokhaya-diallo\">http:\/\/www.slate.fr\/story\/146466\/non-mixite-rokhaya-diallo<\/a>). Als ob die Tatsache eines Verzichts auf eine Wohnung irgendetwas an der Grundtatsache \u00e4ndern w\u00fcrde\u00a0: der Mangel an ver\u00fcgbaren Wohnungen\u00a0!<\/p>\n<p>[7]\u00a0Louise Michel,\u00a0<em>M\u00e9moires<\/em>, chapitre XII, p. 136. ( <a href=\"https:\/\/fr.wikisource.org\/wiki\/M\u00e9moires_de_Louise_Michel\">https:\/\/fr.wikisource.org\/wiki\/M\u00e9moires_de_Louise_Michel<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mensuel.lutte-ouvriere.org\/2021\/06\/30\/feminisme-intersectionnalite-et-lutte-de-classe_163726.html#_ftnref8\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R. Luxemburg, \u00ab<a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/lu\/lua.htm\">Frauenwahlrecht und Klassenkampf<\/a>\u00bb, Mai 1912.<\/p>\n<p><em>#Bild: Oprah Winfrey ist eine US-amerikanische schwarze Frau deren Verm\u00f6gen auf \u00fcber 2.5 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt wird. Sie machte 2013 eine einfache Verk\u00e4uferin in einem Luxusladen in Z\u00fcrich 2013 in der sogenannten \u00abT\u00e4schligate\u00bb &#8211; Aff\u00e4re zur Schnecke. Wem n\u00fctzt hier die Intersektionalit\u00e4t? [Redaktion maulwuerfe.ch]. Bildquelle: Wikipedia<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/mensuel.lutte-ouvriere.org\/2021\/06\/30\/feminisme-intersectionnalite-et-lutte-de-classe_163726.html\"><em>mensuel.lutte-ouvriere.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 9. <\/em><em>September 2021; \u00dcbersetzung durch die Redaktion maulwuerfe.ch<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lutte de classe. Der Erfolg der Demonstrationen vom 8. M\u00e4rz 2021 \u2013 nach denen vom November 2020 \u2013 gegen Gewalt gegen Frauen zeigt, dass sich ein Teil der Jugend mobilisiert, um ihren Widerstand gegen die &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10082,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6],"tags":[72,61,45,14,4],"class_list":["post-10081","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","tag-feminismus","tag-frankreich","tag-neoliberalismus","tag-postmodernismus","tag-strategie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10081"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10083,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10081\/revisions\/10083"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}