{"id":10095,"date":"2021-09-16T09:29:24","date_gmt":"2021-09-16T07:29:24","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10095"},"modified":"2021-09-16T09:29:25","modified_gmt":"2021-09-16T07:29:25","slug":"interview-zur-chip-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10095","title":{"rendered":"Interview zur \u00bbChip-Krise\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><em>Im ersten Quartal 2021 wurden in der BRD eine Million Autos nicht gebaut, weltweit sollen es mehr als vier Millionen werden, weil Chips fehlten. Die Automultis \u2013 bzw. ihre Zulieferer \u2013 hatten ein Jahr zuvor wegen Corona ihre Bestellungen gedrosselt und sitzen nun auf dem Trockenen. Die Chip-Produktion kann nicht so schnell wieder hochgefahren werden; 70 Prozent aller Auto-Chips kommen von einem einzigen Hersteller aus Taiwan<\/em><!--more--> <em>&#8230; Dort herrscht Wassermangel, die Chip-Produktion verbraucht extrem viel Wasser und ist \u00fcberhaupt eine sehr umweltsch\u00e4dliche Produktion. Dazu kommen Transportprobleme. Und vor lauter Lieferdruck kam es jetzt noch zu einem Covid-Ausbruch in der Chipindustrie in Taiwan, weil man die Quarant\u00e4ne der Piloten auf drei Tage verk\u00fcrzt hatte, damit die Chips so schnell wie m\u00f6glich bei den weltweiten Abnehmern ankommen &#8230;<\/em><\/p>\n<p>In dem, was (nicht nur) die Autoindustrie \u00bbChipkrise\u00ab nennt, b\u00fcndeln sich so ziemlich alle Probleme des aktuellen Kapitalismus.<\/p>\n<p>Nicht von ungef\u00e4hr \u00fcberschlagen sich derzeit die Nachrichten \u00fcber \u00bbAuswege aus der Chipkrise\u00ab. Unter deutscher Federf\u00fchrung hat die EU Milliardeninvestitionen in die Chip-Fertigung angek\u00fcndigt. Anfang Juni feierte Bosch die Inbetriebnahme der \u00bbmodernsten Chipfabrik Europas\u00ab in Dresden \u2013 \u00bbnur\u00ab drei Jahre nach der dort erfolgten Grundsteinlegung! \u2013, und \u00bbbereits\u00ab Anfang 2022 rechnet man mit ersten verkaufbaren Chips aus dieser Fabrik, vor allem f\u00fcr die Autoindustrie und Fabrikautomatisierung (die in den n\u00e4chsten Monaten produzierten Chips werden in Bosch-Elektrowerkzeugen verbaut). Alles vollmundig, \u00bbvoll digitalisiert und vernetzt\u00ab, der Bosch-Chef Denner sagte: \u00bbMit Hilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz heben wir die Produktion von Halbleitern auf ein neues Level.\u00ab<\/p>\n<p>Im folgenden Interview mit einem Genossen, der schon Jahrzehnte in diesem Bereich t\u00e4tig ist, wird deutlich, dass hohe Automatisierung nur da m\u00f6glich ist, wo sie auf alte, stabile Prozesse aufsetzt. In Dresden benutzen sie zwar 300-mm-Wafers (\u00bbKekse\u00ab genannte Siliziumscheiben, auf denen die Chips entstehen), was der aktuelle Standard ist, aber die Chips werden im 90-nm-Prozess hergestellt \u2013 die neuen Fabriken in Taiwan produzieren in 5-nm-Prozessen.<\/p>\n<p><em>Wo werden heute Chips produziert?<\/em><\/p>\n<p>Siemens und Philips produzierten seit den 1950er Jahren Halbleiterbauelemente. Aus dem zu Philips geh\u00f6renden Valvo-Werk in Hamburg kamen 1966 die ersten Integrierten Schaltungen. 1985 begann der US-Hersteller LSI in Braunschweig mit der Produktion von Mikroprozessoren; 1992 machten sie zu: \u00bbzu hohe L\u00f6hne\u00ab angesichts des schwinds\u00fcchtigen Dollars machte die Produktion unrentabel.<a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fn1\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Halbleiterindustrie wurde nach und nach in den 1990ern nach Fernost (insbesondere Japan) ausgelagert.\u00a0<em>Infineon<\/em><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fn2\"><sup>2<\/sup><\/a>\u00a0fertigt nach wie vor auch selbst in Dresden und erweitert gerade in Villach (\u00d6sterreich) \u2013 daneben in Malaysia und China. 2005 erkl\u00e4rte der damalige\u00a0<em>Infineon<\/em>-Chef, man werde nichts im Bereich unter 90 Nanometer produzieren \u2013 und das best\u00e4tigt ja gerade wieder die Bosch-Fabrik in Dresden. Fabrik in Dresden.<\/p>\n<p>Auch in den USA begann das\u00a0<em>Outsourcing<\/em>\u00a0schon Anfang der 1990er Jahre; zu Beginn des Jahrhunderts standen in den USA noch 37 Prozent der Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Halbleiter, heute sind es etwa zw\u00f6lf Prozent der weltweiten Produktion. Die offizielle Begr\u00fcndung waren immer die Lohnkosten, obwohl das nicht das einzige Problem war. Zum Beispiel war auch die toxische Produktion in den USA unter Beschuss gekommen. Sie konnten sich nicht mehr erlauben, diese chemischen Prozesse in den USA zu machen.<\/p>\n<p>Es gibt zwei Produktionsmodelle: IDM (<em>Integrated Device Manufacturing<\/em>) und das\u00a0<em>Foundry<\/em>-Konzept (\u00bbSilizium-Schmelze\u00ab). Zuvor fertigten die Firmen selbst in ihren Fabriken. Anfang der 90er Jahre gewann das\u00a0<em>Foundry<\/em>-Konzept, also die Trennung von Design und Fertigung, mehr und mehr an Boden. Der Gr\u00fcnder und langj\u00e4hrige Chef von AMD, Jerry Sanders, stemmte sich lange gegen diese Entwicklung und wurde 1992 mit seinem Spruch ber\u00fchmt: \u00bbReal men have fabs!\u00ab<a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fn3\"><sup>3<\/sup><\/a>\u00a0Sp\u00e4ter hat auch AMD die Produktion ausgelagert; heute fertigt nur noch Intel in eigenen Fabriken. Mit dem\u00a0<em>Foundry<\/em>-Modell entstanden die Fabriken in S\u00fcdostasien. Heute gibt es nur noch in S\u00fcdkorea (<em>Samsung<\/em>), Taiwan (TSMC und UMC) und Festlandchina (SMIC) gro\u00dfe\u00a0<em>Foundries<\/em>, die in Lohnfertigung f\u00fcr ihre Auftraggeber produzieren. Diese Halbleiterwerke (<em>semiconductor fabrication plant<\/em>, kurz \u00bbfab\u00ab) sind rein prozessorientiert; der Prozess wird definiert durch die kleinste Strukturgr\u00f6\u00dfe, die eine Fabrik herstellen kann, die wird seit 1999 in Nanometer angegeben.<a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fn4\"><sup>4<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Diese Fabriken haben Abnehmer in unterschiedlichen Branchen. Dabei ist die Nachfrage schon immer zyklisch: Mal h\u00e4ngt alles an der Server-Infrastruktur, den sogenannten\u00a0<em>Data Centers<\/em>. Dann klemmt es an der Infrastruktur f\u00fcr Mobiltelefone, dann an Chips f\u00fcr die Mobiltelefone selber usw. Es gibt keine Firma, die alles abdeckt.\u00a0<em>Intel<\/em>\u00a0baut im Wesentlichen CPUs f\u00fcr PCs und Server.\u00a0<em>Samsung<\/em>\u00a0im Wesentlichen f\u00fcr Mobiltelefone.<\/p>\n<p><em>Mitte 2018 erreichte die weltweite Autoproduktion ihren H\u00f6chststand. Seither gingen die Abs\u00e4tze stark zur\u00fcck. 2019 litt die Autoindustrie unter Absatzproblemen. Trotzdem kam es bereits Ende 2019 \u2013 also vor Corona \u2013 zu Klagen \u00fcber lange Lieferfristen bei Chips (von der Bestellung bis zur Lieferung teilweise ein knappes Jahr). Verr\u00fcckterweise hat man dann mit Einsetzen der Pandemie die Bestellungen an Chips auch noch runtergefahren bzw. storniert \u2013 au\u00dfer Toyota, die hatten aus dem Tsunami 2013 gelernt und diesmal anders gehandelt. Im Fr\u00fchjahr 2021 kam es dann zu den bekannten Problemen: Ganze Werke wurden stillgelegt und die ArbeiterInnen in Kurzarbeit geschickt, weil Autos aufgrund von Chipmangel nicht gebaut werden konnten. Kannst du kurz erkl\u00e4ren, welche speziellen Chips die Autoindustrie braucht?<\/em><\/p>\n<p>Das wesentliche Bauteil sind die sogenannten MCUs (oder auch \u00bbMicrocontroller\u00ab), die sind in jedem Steuerger\u00e4t und jedem Sensor. Autos haben einen gro\u00dfen Bedarf an\u00a0<em>Speciality Chips<\/em>, die sehr robust sind und sehr hohe Temperaturen und Spannungen aushalten. W\u00e4hrend Computerchips f\u00fcr einen Temperaturbereich von 0 bis 85 Grad Celsius qualifiziert sind, ist hier die einfachste Anforderung -45 bis +125 Grad. Verbrennungsmotoren brauchen eine Z\u00fcndung; diese arbeitet mit Kilovolt, so eine hohe Spannung findet man in dem anderen Bereich \u00fcberhaupt nicht. Diese Chips werden auf alten Fertigungsstra\u00dfen produziert, die man nur daf\u00fcr aufrechterh\u00e4lt. Das sind meist noch 200-mm-Fabs (die Produktion mit Silizium-Scheiben von 200 mm Durchmesser begann 1992). Seit 2002 ist der Standard 300 mm. Auch TSMC hat noch 200-mm-Stra\u00dfen, und 70 Prozent aller Chips, die weltweit in Autos eingebaut werden, kommen von dort. Diese Fabriken k\u00f6nnen nicht so einfach die Produktion ausweiten; denn die Maschinen daf\u00fcr findet man h\u00f6chstens noch auf dem Gebraucht- oder Schrottmarkt (und dort explodieren gerade die Preise).<\/p>\n<p><em>Tesla<\/em>\u00a0hat dieses Problem weniger, die verwenden f\u00fcr ihre E-Autos weitgehend Chips, die auch in Handys sind. Diese Chips gehen in Richtung normaler Computerchips; wenn ein Auto keine Z\u00fcndung mehr hat, f\u00e4llt schon mal diese St\u00f6rquelle weg. Allerdings bekommen sie mit diesen Standardchips in der elektronischen Steuerung teilweise Qualit\u00e4tsprobleme.<\/p>\n<p>Als die Autoindustrie ihre Bestellungen runtergefahren hat, hat TSMC die Fertigungskapazit\u00e4ten f\u00fcr andere Kunden verwendet. Bis zu einem gewissen Herstellungsschritt schmei\u00dfen sie die Scheiben weg und starten einen neuen Prozess f\u00fcr einen anderen Auftraggeber, der zahlt. Runterfahren geht schnell! Und w\u00e4hrend Corona gab es einen unvorhersehbaren Bedarf von Leuten, die nun von zuhause arbeiteten oder an virtuelle Konferenzen teilnahmen. TSMC h\u00e4tte das Doppelte verkaufen k\u00f6nnen! Grafikkarten sind sehr viel teurer geworden.<\/p>\n<p><em>Die Just-in-time-Strategie der Autoindustrie ist an die Wand gefahren. Einerseits weil die Autoindustrie gegen\u00fcber den Chipherstellern bei weitem nicht so viel Macht wie gegen\u00fcber ihren anderen Zulieferern hat \u2013 sie sind einfach kein wichtiger Kunde! Andererseits haben sie viel zu viele Funktionen auf ihre direkten Zulieferer abgew\u00e4lzt: Lagerhaltung, Technologie-Entwicklung, aber auch das unternehmerische Risiko \u2013 und das k\u00f6nnen kleinere Firmen gar nicht mehr schultern. VW verklagt nun seine Zulieferer, sie h\u00e4tten im Fr\u00fchjahr 2020 mehr Chips bestellen \u2013 und im Voraus bezahlen \u2013 m\u00fcssen, und das ohne Abnahmegarantie!<\/em><\/p>\n<p>Und drittens dauert es mindestens 13 Wochen, eher 26 Wochen, bis Chips den Produktionsprozess durchlaufen haben. So kann JiT nicht funktionieren! \u2013 \u00dcbrigens geht es gar nicht um \u00bbauf Lager legen\u00ab im physikalischen Sinn. Die bestellten Chips werden bei TSMC aufbewahrt, in einer sogenannten die bank [<em>die<\/em>: englisch f\u00fcr W\u00fcrfel, Pl\u00e4ttchen. Gemeint ist der einzelne Chip]. Das hei\u00dft: Der Kunde bezahlt im Voraus, bekommt aber die Ware erst bei Bedarf.<\/p>\n<p><em>Wie l\u00e4uft nun der Herstellungsprozess konkret?<\/em><\/p>\n<p>Es ist ein fotochemischer Prozess. Speicherbausteine haben ca. neun Belichtungsschritte, Logik-Chips 13 bis 15. Die\u00a0<em>Wafer<\/em>\u00a0kommen vom Zulieferer. In der Fabrik werden sie zun\u00e4chst behandelt, um sie leitf\u00e4hig zu machen (<em>Dotierung<\/em>), dann werden die ganzen feinen \u00c4tzstrukturen aufgebracht, die eigentlich Metalllagen sind. Inzwischen sind das dreidimensional ge\u00e4tzte Strukturen. Man erzeugt Belichtungsmasken und bringt die auf die Scheiben auf, die werden belichtet, dann wird die Beschichtung wieder heruntergewaschen. Dann kommt der n\u00e4chste Prozess, es wird ge\u00e4tzt usw. So l\u00e4uft die ganze Fertigungskette durch bis zum Schluss. Das ist die Zentrallinie mit den Belichtungsautomaten. Der Durchlauf dauert mindestens zw\u00f6lf Wochen, mit jedem Schritt wird die Scheibe spezieller und teurer. Am Schluss werden die F\u00e4higkeiten ausgetestet und dann entschieden, ob der Chip in ein Auto oder nur in eine Waschmaschine kommt.<\/p>\n<p><em>Kommen bei TSMC die fertigen Chips raus oder nur die elektrisch kompletten Wafers?<\/em><\/p>\n<p>TSMC ist in erster Linie eine\u00a0<em>Wafer<\/em>-Fabrik, die Weiterverarbeitung (Zers\u00e4gen der Scheiben in einzelne\u00a0<em>dies<\/em>,\u00a0<em>Assembling<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Packaging<\/em>) machen andere bzw. sie machen das in einer eigenen Fabrik. AMD kauft zum Beispiel die komplette Scheibe. F\u00fcr andere Kunden macht TSMC aber auch\u00a0<em>Packaging<\/em>.<\/p>\n<p><em>Wie weit ist TSMC der Konkurrenz voraus, und wer kauft welche Chips?<\/em><\/p>\n<p>Im Moment verbaut nur\u00a0<em>Apple<\/em>\u00a05-nm-Chips,\u00a0<em>Nvidia<\/em>\u00a07 nm. Die Prozesse sind ein bis zwei Jahre auseinander. TSMC bietet seinen Kunden 3nm im zweiten Halbjahr 2022 an. Die erste Fab daf\u00fcr wird gerade hochgezogen. Und\u00a0<em>Apple<\/em>\u00a0hat diese 3-nm-Chips schon lange gebucht!<\/p>\n<p><em>Wie viele Leute arbeiten in einer Chip-Fabrik?<\/em><\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten einer Fab ist in Marketing und Prozessvorbereitung. In der Produktion sind nochmal etwas mehr als die H\u00e4lfte hochqualifizierte Prozessingenieure, auch die arbeiten bei TSMC in Zw\u00f6lf-Stunden-Schichten; dort gibt es nichts anderes als Produktion rund um die Uhr. Einstiegsgeh\u00e4lter liegen bei ungef\u00e4hr 100.000 USD, also hoch f\u00fcr Taiwan. Ein Viertel von allen sind Arbeiterinnen, also fast ausschlie\u00dflich Frauen in der direkten Produktion. Die bedienen Maschinen und transportieren die Produkte, greifen bei St\u00f6rungen ein. Denn das sind alles h\u00f6chst anf\u00e4llige Prozesse. In Taiwan arbeiten in zehn TSMC-Fabs 5428 \u00bbManager\u00ab, 24.809 \u00bbProfessionals\u00ab (das sind die Ingenieure), 17.414 \u00bbTechnicians\u00ab (auch \u00bboperators\u00ab genannt; das sind im Folgenden die Arbeiterinnen) und 4394 \u00bbAssistants\u00ab (also B\u00fcro und Putzfrauen).<a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fn5\"><sup>5<\/sup><\/a><\/p>\n<p><em>Das sind alles stark automatisierte Prozesse \u2013 trotzdem arbeiten also pro Fab unmittelbar im Reinraum etwa 1700 ArbeiterInnen?<\/em><\/p>\n<p><em>Stabile<\/em>\u00a0Prozesse lassen sich theoretisch hervorragend automatisieren. Aber denk nur mal an die ganzen Probleme mit der Robotik, wo sich Ingenieure wie ein Kind dr\u00fcber freuen k\u00f6nnen, wenn ein Roboter mal ein Ei aufnimmt, ohne es zu zerdeppern \u2013 was f\u00fcr einen Menschen \u00fcberhaupt kein Problem ist. Die Produkte sind hochempfindlich, und diese neuen Prozesse sind so kurzlebig, dass sie aus der Optimierung \u00fcberhaupt nicht mehr rauskommen. Alles muss hochflexibel sein, die sind st\u00e4ndig in der Entwicklung.<\/p>\n<p>Die Belichtungsprozesse laufen nat\u00fcrlich automatisiert, weil das manuell \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich ist. Die Maschinen daf\u00fcr sind extrem teuer. Bei allem anderen ist die Frage: Kann man das mit Software l\u00f6sen? Denn bis die fertig ist, sind zwei Generationen\u00a0<em>Apple<\/em>-Telefone durch. Da sind Menschen einfach schneller und viel flexibler. Bei der Produktion l\u00e4uft eigentlich dauernd irgendwas schief. Die Leute klettern tats\u00e4chlich in die Maschinen rein, um St\u00f6rungen zu beheben.<\/p>\n<p>Schon die rohen Scheiben sind hochempfindlich. Die\u00a0<em>Wafer<\/em>\u00a0werden von Hand getragen, das geht besser als mit dem Roboter, weil die Leute wissen, wie man die wie ein rohes Ei bewegt, von A nach B transportiert. Und zudem hast du bei Robotern immer das Problem mit Abrieb \u2013 das geht im Reinraum gar nicht! Also m\u00f6glichst keine bewegten Teile. Es ist ein riesiger Aufwand, \u00fcberhaupt ein Ger\u00e4t in so einen Reinraum reinzubringen, das kann Wochen dauern. In einen Reinraum mit Massenproduktion kommst du nach 15 Schleusen, das dauert eine Stunde, bis du den n\u00f6tigen Reinheitsgrad hast. Du kannst nicht einfach raus, musst eine Zw\u00f6lf-Stunden-Schicht durchhalten, ohne zu essen oder zu trinken \u2013 ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie das geht!<\/p>\n<p><em>Die Prozessingenieure m\u00fcssen nur selten in den Reinraum, \u00fcberwachen sie die Prozesse von au\u00dfen?<\/em><\/p>\n<p>Man kann es grob so zusammenfassen: Die Aufgabe der Arbeiterinnen \u00bban der Front\u00ab, also im Reinraum, ist es, den Aussto\u00df an Chips unter allen Widrigkeiten sicherzustellen; akute Probleme m\u00fcssen sie soweit m\u00f6glich direkt beheben, daf\u00fcr sind sie ausgebildet. Die Aufgabe der Prozessingenieure ist es, St\u00f6rf\u00e4lle\u00a0<em>in Zukunft<\/em>\u00a0zu verhindern. Also zum Beispiel Maschinen so umzuprogrammieren, dass man in Zukunft weniger eingreifen muss. Die Arbeit der Prozessingenieure und der Arbeiterinnen im Reinraum geht Hand in Hand, die Erfahrungen und Erkenntnisse werden in st\u00e4ndige Prozessverbesserungen, Nachjustieren und Neuprogrammierung der Maschinen usw. gegossen.<\/p>\n<p><em>Hast du einen \u00dcberblick \u00fcber die L\u00f6hne in Taiwan?<\/em><\/p>\n<p>Der Durchschnittslohn bei TSMC in Taiwan betrug 2019 ca. 59.000 USD \u2013 das durchschnittliche Haushaltseinkommen betrug 14.331 USD pro Jahr. Die Arbeiterinnen verdienen etwa das Dreifache eines taiwanesischen Durchschnittslohns, ihr Lohn ist allerdings variabel, 2019 bekamen sie 26 Monatsl\u00f6hne! Daf\u00fcr m\u00fcssen sie in Zw\u00f6lf-Stunden-Schichten arbeiten. Meist sind es junge Frauen, die nach einem qualifizierten Schulabschluss dort anfangen und dann nach vier, f\u00fcnf Jahren aufh\u00f6ren und heiraten. W\u00e4hrend in der Produktion gr\u00f6\u00dftenteils sehr junge Frauen arbeiten, sind die Prozessingenieure meist alte S\u00e4cke wie ich.<\/p>\n<p><em>Woher kommt eigentlich dieser wahnsinnige Druck, die Chips immer nochmal kleiner zu bauen und noch st\u00e4rker zu integrieren? Wer macht diesen Druck? Die Konkurrenz ja nicht.<\/em><\/p>\n<p>Es sind ja Lohnfertiger. Der Druck kommt vom Auftraggeber. 51 Prozent der Produktion von TSMC geht in Smartphones. Samsung baut seine eigenen Chips.<\/p>\n<p><em>Wenn Apple sagt: \u00bbWir wollen kleinere Chips\u00ab, k\u00f6nnte TSMC sagen: \u00bbDas rechnet sich nicht\u00ab?<\/em><\/p>\n<p>Wieso sollte ein Unternehmer sagen, er k\u00f6nne etwas nicht? Die kriegen alle Subventionen, wie fr\u00fcher die Atomindustrie, das geh\u00f6rt zum Gesch\u00e4ftsmodell. Halbleiter-Anbieter versuchen, zu den gleichen Kosten auf derselben Chip-Fl\u00e4che immer mehr Funktionalit\u00e4t unterzubringen, und das hei\u00dft eben jedes Jahr weniger Nanometer. F\u00fcr die Foundries ist das auch lukrativer.\u00a0<em>Apple<\/em>\u00a0seinerseits steht unter Druck, seine Kunden dazu zu bringen, alle zwei Jahre ihr Handy wegzuwerfen und sich ein neues zu kaufen.<\/p>\n<p><em>Wird also mit wahnsinnig viel Geld \u00bbvom Steuerzahler\u00ab eine technologische Entwicklung \u00fcber einen Kipppunkt hinaus weitergedr\u00fcckt?<\/em><\/p>\n<p>Es gibt zus\u00e4tzlichen Druck von einer anderen Seite her:\u00a0<em>Amazon<\/em>\u00a0lagert seine Rechenzentren schon nach Alaska aus, weil sie Probleme mit der K\u00fchlung haben. Kleinere Chipstrukturen brauchen viel weniger Strom und erzeugen weniger Hitze bei gleichzeitig h\u00f6herer \u00bbPerformance\u00ab! Und der kapitalistische Hunger nach mehr ist ungebremst: Kryptow\u00e4hrungen, immer mehr Pixel auf immer gr\u00f6\u00dferen TV-Schirmen,\u00a0<em>Virtual Reality<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Gaming<\/em>\u00a0in Echtzeit f\u00fcr die zu Hause Beschulten, selbstfahrende Riesen-LKWs auf schwedischen und anderen Stra\u00dfen usw. usf. \u2013 Deshalb 3 nm statt 5 nm statt 7 nm \u2013 und die 2 nm sind bereits erkennbar &#8230;<\/p>\n<p>Allerdings sind solche Chips mit immer feineren Strukturbreiten auch viel empfindlicher \u2013 das merken selbst die Betreiber gro\u00dfer Rechenzentren, wo nun vermehrt \u00bblaunenhafte\u00ab Prozessorkerne auftreten, die falsch rechnen.<\/p>\n<p><em>Bis die auf den Markt kommen, hat sich die Serverkapazit\u00e4t verdoppelt oder verdreifacht &#8230;<\/em><\/p>\n<p>Ja, vom Gesamtkapital aus ist das keine stabile Situation. Aber die Halbleiterei erm\u00f6glicht schnelleren Umstieg \u2013 zum Beispiel vom Verbrenner zum \u00adE-Motor \u2013 da braucht es \u00bbnur\u00ab noch Software. Das ist das Versprechen. Und das schnelle Wachstum von Firmen wie\u00a0<em>Apple<\/em>\u00a0oder\u00a0<em>Amazon<\/em>\u00a0war bei einem mechanischen Prozess nicht denkbar.<\/p>\n<p><em>Geopolitisch hat das zu der Situation gef\u00fchrt, dass nicht nur 70 Prozent aller in Autos verbauten Chips von \u00adeinem einzigen Hersteller in Taiwan kommen, sondern dass momentan auch nur dort der 3-nm-Prozess \u00adindus\u00adtriell beherrscht wird &#8230;<\/em><\/p>\n<p>Die gesamte Halbleiterindustrie ist in drei L\u00e4ndern konzentriert. Und es gibt zum Beispiel weltweit nur eine (niederl\u00e4ndische) Firma, die Belichter f\u00fcr diese neuen Prozesse baut! Sie selber hat wiederum 5000 Zulieferer &#8230; Das schafft extreme Abh\u00e4ngigkeiten. Wenn in der ganzen Kette irgendwas schiefgeht, fehlen Teile. Pandemie, Schiff im Suezkanal, Wasserknappheit &#8230; gar nicht zu reden von einem gr\u00f6\u00dferen Unfall oder Krieg &#8230; Die Fragilit\u00e4t der Globalisierung, die sie bisher einfach ignoriert hatten, ist schon beeindruckend! Deshalb jubeln die Strategen jetzt \u00fcber Bidens aggressive Chinapolitik. Denn was passiert, wenn Taiwan ein Teil Chinas werden sollte? Die taiwanesische Regierung hat vor zehn Jahren gesagt: TSMC ist unsere Lebensversicherung. Jetzt will TSMC sechs Fabriken in den USA bauen! Mit Subventionen nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>In Arizona stellen sie schon Leute f\u00fcr die neue 5-nm-Produktion ein und 3 nm ist f\u00fcr 2022 projektiert. Interessant wird sein, was f\u00fcr Leute sie da einstellen! Geht es um niedrige Lohnkosten oder Leute mit gutem Schulabschluss, die die Arbeit ein paar Jahre machen? Und wo finden sie solche Arbeiterinnen? Frauen in den USA, die gut ausgebildet sind, brauchen einen Karrierepfad. Die m\u00fcssen denen was bieten. Viel kann man da \u00fcber die Lohnh\u00f6he regeln, aber eben nicht alles! Und TSMC kann in den USA nicht das Dreifache des Durchschnittslohns bezahlen, wenn sie konkurrenzf\u00e4hige Chips auf den Markt bringen wollen! Vielleicht bringen sie ja auch einfach die Leute mit? Das weitere Problem ist die hohe Toxizit\u00e4t der Chip-Produktion&#8230;<\/p>\n<p><em>Wo f\u00e4llt der Wasserverbrauch an? Kann das Wasser wieder gereinigt werden?<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des gesamten Prozesses. Eine Fab in Taiwan braucht 15 Millionen Liter Wasser pro Tag. In Taichung hat die Regierung f\u00fcr TSMC 88 neue Brunnen gebohrt, damit die dortige Fab gen\u00fcgend Wasser hat. Die Taiwanesen mussten in den letzten Wochen im Haushalt Wasser sparen, an zwei Tagen in der Woche wird ihnen das Wasser abgestellt, damit die Fabriken laufen k\u00f6nnen. [Inzwischen wurde aufgrund des Wassermangels auch die Chipproduktion gedrosselt.] Erst jetzt hat TSMC damit begonnen, eine Reinwasseraufbereitungsanlage in Taiwan zu bauen, die Ende des Jahres in Betrieb gehen und mittelfristig die H\u00e4lfte des Wasserbedarfs aus Abw\u00e4ssern decken soll (die Anlage wird nat\u00fcrlich exklusiv f\u00fcr TSMC zur Verf\u00fcgung stehen \u2013 die Menschen vertragen ja auch unreineres Wasser als die Chips!). Au\u00dferdem brauchen die Chip-Fabriken drei Prozent des Gesamtstrombedarfs Taiwans. Die Aluminiumindustrie ist in der BRD die Industrie mit dem h\u00f6chsten Stromverbrauch: 8,1 Terawattstunden braucht die gesamte Aluminiumindustrie in der BRD pro Jahr. Aber 6,3 Terawattstunden eine einzige 3-nm-Fab von TSMC. Die neuen Belichter haben den 20-fachen Stromverbrauch der alten Maschinen.<\/p>\n<p><em>Wir haben in der Corona-Krise gelernt, dass in der BRD weder Masken noch Impfstoffe noch Halbleiter produziert werden k\u00f6nnen. Wie realistisch sind neue Chip-Fabriken im niedrigen Nanometer-Bereich in der BRD?<\/em><\/p>\n<p>Ich glaube nicht, dass die EU zehn Milliarden in die Hand nimmt \u2013 diese Zahl hat Intel genannt; TSMC hat sich noch nicht ge\u00e4u\u00dfert, ohne Subventionen im zweistelligen Milliardenbereich bauen die keine Fabrik. Und abseits der Subventionsfrage: Lassen sich diese Produktionsprozesse in der BRD heute noch hochziehen und produktiv beherrschen?<\/p>\n<p><em>Der 89-j\u00e4hrige Gr\u00fcnder und fr\u00fchere Chef von TSMC, Morris Chang, hat im Fr\u00fchjahr in einem Interview mit der\u00a0Asia Times\u00a0die \u00bbArbeitstier-Mentalit\u00e4t\u00ab der taiwanesischen ArbeiterInnen gefeiert \u2013 und ge\u00e4tzt, die USA h\u00e4tten zwar keinen Mangel an \u00bbbilligem Land und Strom\u00ab, aber an \u00bbkompetenten Technikern und Arbeiterinnen\u00ab, \u00bbdenn seit Jahrzehnten sind Industriejobs bei US-Amerikaner\u00adInnen nicht mehr popul\u00e4r\u00ab. Man k\u00f6nne zwar Manager nach Arizona schicken \u2013 aber diese allein seien nicht in der Lage, dort eine \u00e4hnliche Produktivit\u00e4t zu erreichen.<\/em><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fn6\"><em><sup>6<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>In dem Interview machte Chang auch deutlich, dass das gegenw\u00e4rtige globale technologische Wettrennen in der Chip-Produktion ausschlie\u00dflich zwischen S\u00fcdkorea (<em>Samsung<\/em>) und TSMC laufe, China sei trotz milliardenschwerer Subventionen mindestens f\u00fcnf Jahre zur\u00fcck \u2013 und werde weiter zur\u00fcckfallen, wenn es versucht, eine eigenst\u00e4ndige Technologie zu entwickeln.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Probleme bezweifle ich, dass die europ\u00e4ischen Kapitalisten diese \u00bbR\u00fcckverlagerung\u00ab \u00fcberhaupt anstreben.<em>\u00a0Infineon<\/em>\u00a0war hier ja recht deutlich; sie w\u00fcrden (bei ausgiebig sprudelnden Subventionen) auch in weitere 300-mm-<em>Fabs<\/em>\u00a0investieren, aber eben ausdr\u00fccklich nicht im einstelligen Nanometer-Bereich.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref1\">*<\/a>\u00a0Vor 36 Jahren hatten wir in der\u00a0<em>Wildcat<\/em>\u00a0(sie hie\u00df damals noch\u00a0<em>Karlsruher Stadtzeitung<\/em>) Heft 34, Januar 1985 einen Artikel aus\u00a0<em>Processed World<\/em>\u00a0\u00fcbersetzt: \u00bbChips of our lives\u00ab, der sich mit der Elektronikindustrie bzw. der Arbeit im Silicon Valley besch\u00e4ftigte \u2013 vom Systemanalytiker \u00fcber den Programmierer bis zur Leiterplattenbest\u00fcckerin im Reinraum. Er zerpfl\u00fcckt die Mythen \u00fcber die Mikroelektronikindustrie als sauber und wies drastisch auf die Vergiftung der ArbeiterInnen, die Umweltzerst\u00f6rung und vor allem die Arbeit f\u00fcr das Pentagon hin. Verankert war das Zeitschriftenprojekt eher im Tech-workers-Milieu und setzte auf deren Radikalisierung. In den folgenden Heften kamen Berichte \u00fcber unsere eigenen Versuche militanter Intervention in der Leiterplattenbest\u00fcckung bei Siemens. In Heft 40, November 1986, war ein weiterer Artikel aus\u00a0<em>Processed World<\/em>: \u00bbChemikalien laufen Amok im \u203aClean Room\u2039\u00ab \u00fcber die gesundheitssch\u00e4dliche Arbeit in der Halbleiterindustrie. Auff\u00e4llig ist, dass damals die Computerindustrie Thema in vielen linken Zeitschriften war \u2013 kurz bevor viele Linke selbst in der Software-Industrie landeten. Alle Ausgaben von\u00a0<em>Processed World<\/em>\u00a0sind auf\u00a0<a href=\"https:\/\/libcom.org\/\">libcom.org<\/a>\u00a0nachzulesen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref1\">[1]<\/a>\u00a0\u00bbProduktivit\u00e4tsmindernde Arbeitsgesetze und hohe Lohnkosten\u00ab, so der US-Hersteller LSI Logic Corp., zwingen zur Schlie\u00dfung der Chip-Fabrik in Braunschweig; damit ist das Konzept des Herstellers, seine 32-Bit-RISC-Mikroprozessoren, ASICs, ICs f\u00fcr die Bild- und Signalverarbeitung sowie PC-Chip-Sets und -Grafikprodukte marktnah zu produzieren, gescheitert. Die Wafers mit den Chips kamen damals allerdings aus den USA. Der Aufbau eines eigenen Lithographie-Prozesses h\u00e4tte die Kostenstruktur m\u00f6glicherweise verbessert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref2\">[2]<\/a>\u00a0Infineon wurde 1999 aus dem Siemens-Bauelementewerk ausgegliedert und an die B\u00f6rse gebracht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref3\">[3]<\/a>\u00a0Interessant: John East, \u00bbReal Men Have Fabs Jerry Sanders, TJ Rodgers, and AMD\u00ab,\u00a0<em>semiwiki.com<\/em>, 29. Juli 2019<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref4\">[4]<\/a>\u00a0Fr\u00fcher hatte das mal eine echte Bedeutung, konnte also nachgemessen werden. Heute ist das eine \u00bbvirtuelle Gr\u00f6\u00dfe\u00ab; siehe hierzu z.B: <a href=\"https:\/\/en.wikichip.org\/wiki\/\">https:\/\/en.wikichip.org\/wiki\/<\/a> technology_node.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref5\">[5]<\/a>\u00a0Alle TSMC-Fabs: 300 mm: Fab 12 (Hsinchu), Fab 14, Fab 18-1, Fab 18-3 und Fab 18-4 (Tainan), Fab 15 (Taichung), Fab 16 (Nanjing, VR); 200 mm: Fab 3, Fab 5 und Fab 8 (Hsinchu), Fab 6 (Tainan), Fab 10 (Shanghai, VR), Fab 11 (Camas, US), SSMC (Singapur, mit NXP).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html#fnref6\">[6]<\/a>\u00a0<em>Asia-Times<\/em>, \u00bbTSMC founder doubts US competence in chip-making\u00ab,\u00a0<em>asiatimes.com<\/em>, April 2021<\/p>\n<p><em>#Bild: Innenfoto eines Reinraums einer 300-nm-Fabrik von TSMC<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/108\/w108_chipkrise.html\"><em>wildcat.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 16. September 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Quartal 2021 wurden in der BRD eine Million Autos nicht gebaut, weltweit sollen es mehr als vier Millionen werden, weil Chips fehlten. 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