{"id":10377,"date":"2021-11-13T08:53:44","date_gmt":"2021-11-13T06:53:44","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10377"},"modified":"2021-11-13T08:53:45","modified_gmt":"2021-11-13T06:53:45","slug":"schweiz-die-pflegeinitiative-und-die-leisetreterei-der-gewerkschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10377","title":{"rendered":"Schweiz: Die \u00abPflegeinitiative\u00bb und die Leisetreterei der Gewerkschaften"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Schweiz ist in allen sozial-politischen Bereichen gepr\u00e4gt von den neoliberalen Verw\u00fcstungen der vergangenen 40 Jahre. Gerade der Pflege- und Gesundheitsbereich wurde marktkonform umgestaltet und in weiten Bereichen privatisiert. Als besonders folgenschwer f\u00fcr die breite Bev\u00f6lkerung, vor allem die wirtschaftlich schw\u00e4cheren Gruppen, erweisen sich einerseits die weitgehende Finanzierung der<\/strong><!--more--> <strong>Krankenversicherungen \u00fcber Kopfpr\u00e4mien, andererseits die sogenannte Fallkostenpauschale (DRG) und die neue Spitalfinanzierung. Diese Gegenreformen allein gen\u00fcgen, um die Last der vergleichsm\u00e4ssig guten Gesundheitsversorgung dem Pflegepersonal beziehungsweise der breiten Bev\u00f6lkerung aufzub\u00fcrden. Daran ver\u00e4ndert auch die Pflegeinitiative nur wenig. (Red.)<\/strong><\/p>\n<p><em>Benoit Blanc.<\/em> Die Initiant:innen verteidigen die eidgen\u00f6ssische Volksinitiative \u00abF\u00fcr eine starke Pflege (Pflegeinitiative)\u00bb, \u00fcber die am 28. November 2021 abgestimmt wird, indem sie den Zusammenhang zwischen einer ausreichenden Anzahl von qualifiziertem Personal, guten Arbeitsbedingungen und der Qualit\u00e4t der Pflege hervorheben. Sie weisen auch darauf hin, dass derzeit ein sehr hoher Anteil an professionellen Krankenpfleger:innen den Beruf nach nur wenigen Jahren Praxis aufgibt, weil sie von den Arbeitsbedingungen in den Krankenh\u00e4usern und Pflegeeinrichtungen ersch\u00f6pft sind.<\/p>\n<p>All dies ist unbestreitbar und seit langem sowohl durch die Erfahrung von Fachleuten als auch durch\u00a0<a href=\"https:\/\/sozialismus.ch\/arbeit\/2021\/schweiz-arbeitsbedingungen-im-paradies-des-kapitals\/\">wissenschaftliche Studien<\/a>\u00a0belegt. Das reicht aus, um f\u00fcr ein entschlossenes Ja zu dieser Initiative einzustehen. Auch wenn die Schweizerische Vereinigung der Pflegefachfrauen und -m\u00e4nner (SBK), die die Initiative lanciert hat, diese grundlegenden Fragen aus einem eher engstirnigen, sozialpartnerschaftlichen Blickwinkel betrachtet, und insbesondere den unverzichtbaren Beitrag der Pflegefachpersonen ausser Acht l\u00e4sst, die \u00fcber kein Pflegediplom verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die Initiative wirft aber dar\u00fcber hinaus auch weitere wichtige Fragen f\u00fcr die Gesundheitspolitik und die Sozialpolitik im Allgemeinen auf.<\/p>\n<p><strong>Weg mit den Fallpauschalen!<\/strong><\/p>\n<p>Es stellt sich unweigerlich die Frage, warum die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen so schlecht sind, dass sie f\u00fcr viele der dort arbeitenden Personen eine Quelle des Leidens darstellen.<\/p>\n<p>Die Arbeitsbedingungen von Pflegekr\u00e4ften sind schon lange unertr\u00e4glich. Aber die Situation hat sich in den letzten Jahren deutlich noch verschlechtert. Hauptgrund daf\u00fcr ist allerdings nicht die Covid-19-Pandemie, auch wenn diese die \u00dcberlastung in einigen Krankenhausabteilungen versch\u00e4rft hat.<\/p>\n<p>Die Ursache f\u00fcr diese Entwicklung liegt in der\u00a0<a href=\"https:\/\/sozialismus.ch\/positionen-der-bfs\/2020\/schweiz-die-oekonomisierung-des-gesundheitswesens\/\">neuen Spitalfinanzierung<\/a>, die 2012 f\u00fcr die somatische Akutversorgung in Kraft trat, sp\u00e4ter auf die psychiatrische Versorgung ausgeweitet wurde und 2022 nun f\u00fcr die Rehabilitationsversorgung in Kraft treten wird.<\/p>\n<p>Diese Finanzierung, die vom Parlament angenommen und leider nicht durch ein Referendum angefochten wurde, basiert auf dem System der DRGs (Diagnosis Related Groups = Fallpauschalen[1]), die pseudo-fixen Preisen f\u00fcr die verschiedenen Arten von Krankenhausbehandlungen entsprechen. Damit wird ein zunehmender finanzieller Druck auf die Spit\u00e4ler ausge\u00fcbt, der sie dazu zwingen soll, in finanzieller Hinsicht immer \u00abeffizienter\u00bb zu werden, d. h. ihre Leistungen zu immer geringeren Kosten zu erbringen. Das Modell, das den Spit\u00e4lern vorgegeben wird, ist jenes der industriellen Produktion, z. B. von Autos: Die DRGs sollen sie dazu zwingen, ihre Pflege-\u00abProzesse\u00bb zu \u00fcberdenken, um ihre \u00abProduktionsst\u00fcckkosten\u00bb zu senken, z. B. wie viel es \u00abkostet\u00bb, eine Patientin zu versorgen, die eine Bypass-Operation der Herzkranzgef\u00e4sse ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass die \u00abAnpassungsvariable\u00bb f\u00fcr die Spit\u00e4ler, die in diese Dynamik eingebunden sind, das Personal ist, und zwar in erster Linie das Pflegepersonal. Einerseits durch direkten Druck auf die Lohnsumme \u2013 sei es durch die Begrenzung des Lohnniveaus oder durch die Ersetzung von Mitarbeiter:innen mit Hochschulabschluss durch Mitarbeiter:innen mit weniger anerkannten Ausbildungsabschl\u00fcssen. Andererseits wird durch die Erh\u00f6hung der Arbeitsbelastung, die Flexibilisierung der auferlegten Arbeitszeiten, die Aufsplitterung der verschiedenen Aufgaben, die weitestgehende Reduzierung der f\u00fcr nicht abrechenbare Arbeitsschritte zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit\u2026 und die Erh\u00f6hung der Verwaltungszeit f\u00fcr die Dokumentation abrechenbarer Handlungen ins Unermessliche der Arbeitsdruck immer gr\u00f6sser. Kurz gesagt, es wird eine Situation geschaffen, die von den Pflegenden zu Recht als unertr\u00e4glich bezeichnet wird.[2]<\/p>\n<p>Das zweite ausdr\u00fcckliche Ziel der neuen Spitalfinanzierung \u2013 die angebliche Angleichung der Wettbewerbsbedingungen zwischen \u00f6ffentlichen und privaten Unternehmen in Bezug auf den \u00abMarktzugang\u00bb und die Finanzierung \u2013 verst\u00e4rkt diesen Effekt noch. Der private Sektor wird offen dazu ermutigt, seine Pr\u00e4senz im Spitalsektor zu erh\u00f6hen, denn dies sei \u00abeffizienter\u00bb. Er tut dies, indem er das Angebot an planbaren, nicht komplexen Eingriffen, wie z. B. orthop\u00e4dischen Eingriffen, erh\u00f6ht, und den Rest, insbesondere die komplexe Versorgung \u00e4lterer Menschen, den \u00f6ffentlichen Allgemeinspit\u00e4lern \u00fcberl\u00e4sst. J\u00fcngste Gerichtsentscheide zur Spitalplanung in den Kantonen Genf und Neuenburg haben best\u00e4tigt, dass das Spitalfinanzierungsgesetz gut geeignet ist, den Privatsektor in seinen Expansionsbestrebungen zu unterst\u00fctzen. Die automatische Folge davon ist, dass die finanzielle Belastung der \u00f6ffentlichen Spit\u00e4ler zunimmt, wof\u00fcr letztlich die Pflegekr\u00e4fte und weitere Spitalangestellte wie \u00c4rzt:innen, Hotellerie und der involvierten Subunternehmen z.B. aus Reinigung, Labors usw., zusammen mit den Patient:innen aufkommen. Zu erw\u00e4hnen ist noch, dass mit dieser neuen Spitalfinanzierung die Kantone nicht mehr f\u00fcr die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aufbau.org\/2020\/11\/30\/spitaldefizite-zahlen-bitte-alles-sofort-2\/\">Defizite der \u00f6ffentlichen Spit\u00e4ler<\/a>\u00a0aufkommen.<\/p>\n<p>Somit dr\u00e4ngt sich als Schlussfolgerung auf: Ein konsequenter Kampf f\u00fcr menschenw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen in Spit\u00e4lern, die f\u00fcr eine qualitativ hochwertige Versorgung unerl\u00e4sslich sind, muss auch einen Kampf gegen das derzeitige DRG-Modell der Spitalfinanzierung beinhalten. Die Gewerkschaften, insbesondere die Gewerkschaften der Pflegekr\u00e4fte, sollten sich dies zum Ziel setzen. Aber nicht nur sie. Noch als Staatsrat prangerte Pierre-Yves Maillard die negativen Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung an, die er als Vorsteher des Gesundheitsdepartements des Kantons Waadt direkt beobachtete. Als Pr\u00e4sident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) sollte er noch besser verstehen, wie wichtig es ist, dagegen anzuk\u00e4mpfen. Leider haben die Gewerkschaften seinerzeit weder die Einf\u00fchrung der Fallkostenpauschale noch die neue Spitalfinanzierung wirklich bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine sozialere Finanzierung<\/strong><\/p>\n<p>Das finanzielle Argument gegen die Forderung einer Aufwertung der Pflege ist, dass die Gesundheitsversorgung zu teuer ist. Der SBK macht das Spiel mit, und argumentiert, ganz wie \u00fcblich f\u00fcr die Organisationen der Lohnabh\u00e4ngigen, dass Investitionen in die Pflege Geld sparen w\u00fcrden. Dies \u00fcberzeugt jedoch kaum. Es ist besser, die Dinge beim Namen zu nennen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erstens: Das eigentliche Problem bei den Gesundheitsausgaben ist nicht die H\u00f6he der Ausgaben[3], sondern deren Finanzierung. Es ist das System der Kopfpr\u00e4mien, das die Krankenkassenpr\u00e4mien f\u00fcr einen grossen Teil der Bev\u00f6lkerung untragbar macht; die Finanzierung nach dem AHV-Modell mit einkommensproportionalen Beitr\u00e4gen w\u00fcrde dieses Problem l\u00f6sen. Wenn dazu noch die grossen Verm\u00f6gen in die Finanzierung einbezogen w\u00fcrden, best\u00fcnde noch mehr Freiraum f\u00fcr eine einigermassen egalit\u00e4re materielle Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung.<\/li>\n<li>Zweitens ist es sinnvoll, mehr in das Pflegepersonal zu investieren; das k\u00f6nnte einer Mehrheit der Bev\u00f6lkerung durchaus einleuchten. Denn dadurch wird der Zugang und die Qualit\u00e4tssicherung in einem f\u00fcr alle wesentlichen Bereich sichergestellt. Machen wir einen Vergleich: Jedes Jahr werden Milliarden f\u00fcr die milit\u00e4rische Landesverteidigung ausgegeben. F\u00fcr die Bef\u00fcrworter der Armee ist dies die notwendige Versicherungspr\u00e4mie, um die Sicherheit und Unabh\u00e4ngigkeit der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten.[4]\u00a0Doch seit Jahrzehnten (um nicht weiter zur\u00fcckzugehen) wird die Pr\u00e4mie p\u00fcnktlich bezahlt, ohne dass die Armee je eine gesellschaftlich n\u00fctzliche Aufgabe erf\u00fcllt h\u00e4tte. Die Forderung nach der Abschaffung der Armee ist nur schon daher legitim. Ganz anders f\u00fcr Investitionen in die Pflege: Diese schaffen die Voraussetzungen f\u00fcr eine unmittelbare Verbesserung der Qualit\u00e4t der Pflege. Und es ist eine Versicherungspolice f\u00fcr den Fall, wenn beispielsweise eine Pandemie das Gesundheitssystem durchr\u00fcttelt. Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre zeigen, dass es f\u00fcr das Personal und die Gesellschaft insgesamt teurer ist, Krankenh\u00e4user wie Fabriken zu konzipieren, die zu m\u00f6glichst niedrigen Kosten und just-in-time produzieren m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kollektive Festlegung angemessener Arbeitsbedingungen<\/strong><\/p>\n<p>Mit ihren \u00dcbergangsbestimmungen betritt die Initiative auch einen Bereich, der bisher zu sehr vernachl\u00e4ssigt wurde: die kollektive Festlegung angemessener Arbeitsbedingungen f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung einer \u00abausreichenden und qualitativ hochwertigen Pflege\u00bb (Art. 117c). Die Initiative verlangt von Bund und Kantonen einerseits den Erlass von Bestimmungen f\u00fcr eine \u00abangemessene Entl\u00f6hnung des Pflegepersonals\u00bb (Bst. b) und andererseits \u00abden Anforderungen der in der Pflege t\u00e4tigen Personen entsprechende Arbeitsbedingungen\u00bb (Bst. c). Diese Bestimmung bezieht sich insbesondere auf die Idee, Quoten von Pflegepersonal pro Patient:in oder pro Krankenhausbett festzulegen.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Die Initiative vertritt zu Recht den Gedanken, dass die Festlegung der Arbeitsbedingungen (Geh\u00e4lter, Personalausstattung und damit auch der Arbeitszeiten) nicht den Unternehmen oder den sogenannten Marktmechanismen (was auf dasselbe hinausl\u00e4uft) \u00fcberlassen werden sollte, sondern von der Gesellschaft auf der Grundlage von Zielen vorgenommen werden sollte, die diese als vorrangig ansieht \u2013 in diesem Fall die Gew\u00e4hrleistung einer qualitativ hochwertigen Pflege.<\/p>\n<p>Es erstaunt nicht, dass die Gegner:innen der Initiative sowie der in dieser Sache vom Sozialdemokraten Alain Berset gef\u00fchrte Bundesrat der Meinung sind, dass diese Forderung in der Verfassung nichts zu suchen hat. F\u00fcr sie ist die Festlegung der Arbeitsbedingungen eine Angelegenheit der Unternehmer:innen und muss es auch bleiben.<\/p>\n<p>Die Reaktion des SBK auf diesen Aufschrei war jedoch, diesen Aspekt der Initiative zugunsten einer konsensorientierten Aufwertung der Ausbildung zu d\u00e4mpfen. Dies ist ein weit verbreiteter \u2013 aber dennoch fehlgeleiteter \u2013 Reflex in der Welt der Gewerkschaftsf\u00fchrungen. Vielmehr ist es genau die gegenteilige Dynamik, die die Gewerkschaften f\u00f6rdern sollten: Sie sollten diese Forderung und deren Popularit\u00e4t als Grundlage f\u00fcr die Ausweitung auf alle T\u00e4tigkeitsbereiche nutzen. Die Gesellschaft und die direkt betroffenen Lohnabh\u00e4ngigen sollen die Kontrolle dar\u00fcber haben, was durch die Arbeit produziert wird, wie es produziert wird und unter welchen Bedingungen die Arbeit ausgef\u00fchrt wird. Ein altes \u2026. und aktuelles Programm.<\/p>\n<p><em>Der Text wurde am 8. November 2021 auf alencontre.org publiziert. Deutsche \u00dcbersetzung und kleine \u00c4nderungen durch die Redaktion sozialismus.ch.<\/em><\/p>\n<p><strong>Endnoten<\/strong><\/p>\n<p>[1]\u00a0<strong>Fallpauschalen:\u00a0<\/strong>Seit dem Jahr 2012 ist eine neue Spitalfinanzierung in Kraft. Es handelt sich um eine Finanzierung auf Grundlage des Systems der DRG (diagnosis related groups). Dieses erstmals Anfang der 1980er Jahre in den USA eingef\u00fchrte System beruht auf dem Prinzip, dass man zur Erzwingung von mehr Effizienz der Spit\u00e4ler globale Pseudopreise (Pauschalen) f\u00fcr jede typische Spitalbehandlung fixieren muss (z.B. die Behandlung einer Blinddarmentz\u00fcndung), anstatt die gelieferten Leistungen zu finanzieren (\u00dcbernachtungen, Mahlzeiten, Benutzung des Operationssaals, Honorare der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, Medikamente usw.).\u00a0Zu diesem Zweck werden alle in Spit\u00e4lern durchgef\u00fchrten Behandlungen in Gruppen \u2013 die DRG \u2013 eingeteilt, die aus Finanzsicht relativ homogen sein sollen (mehr als 1000 DRG\/Fallpauschalen in der Schweiz). Die H\u00f6he der R\u00fcckerstattung jeder dieser Gruppen basiert auf den Durchschnittskosten der Behandlung dieser Gruppe. Wenn also die effektiven Kosten einer spezifischen Behandlung h\u00f6her sind als der fixierte r\u00fcckerstattete Betrag, dann macht das Spital einen Verlust. Umgekehrt bringt dem Spital eine Behandlung mit geringeren Kosten einen Gewinn.<\/p>\n<p>[2]\u00a0Auch wenn der rechtliche Rahmen unterschiedlich ist, wirken im Bereich der h\u00e4uslichen Pflege und der Unterbringung \u00e4lterer Menschen in einem Alters- und Pflegeheim \u00e4hnliche Mechanismen, die die Ausgaben einschr\u00e4nken, und die Expansion des Privatsektors beg\u00fcnstigen, mit den gleichen Auswirkungen auf das Personal, insbesondere das Pflegepersonal.<\/p>\n<p>[3]\u00a0Nat\u00fcrlich werden im Gesundheitssektor riesige Gesch\u00e4fte gemacht, die zur Aufbl\u00e4hung der Ausgaben beitragen. Der Skandal um Impfstoffpatente ist eines der j\u00fcngsten Beispiele. Die derzeitige Politik des \u00abKampfes gegen den Anstieg der Gesundheitskosten\u00bb hat nichts mit dieser Realit\u00e4t zu tun, sondern zielt im Gegenteil ausdr\u00fccklich darauf ab, den Spielraum des privaten Kapitals im Gesundheitswesen zu vergr\u00f6ssern, das keine Skrupel hat, in diesem Bereich Gesch\u00e4fte zu machen (es ist geradezu seine Berufung!).<\/p>\n<p>[4]\u00a0Es sind auch andere Interessen mit der Existenz der Armee verbunden, von der Aufrechterhaltung der Ordnung bis hin zu den sehr eintr\u00e4glichen Gesch\u00e4ften, die sie einigen bietet. Offiziell wird ihre Existenz jedoch mit der milit\u00e4rischen Landesverteidigung begr\u00fcndet.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/sozialismus.ch\/schweiz\/2021\/die-schweizer-pflegeinitiative-und-die-leisetreterei-der-gewerkschaften\/\"><em>sozialismus.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 13. November 2021 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz ist in allen sozial-politischen Bereichen gepr\u00e4gt von den neoliberalen Verw\u00fcstungen der vergangenen 40 Jahre. Gerade der Pflege- und Gesundheitsbereich wurde marktkonform umgestaltet und in weiten Bereichen privatisiert. 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