{"id":10396,"date":"2021-11-17T09:19:05","date_gmt":"2021-11-17T07:19:05","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10396"},"modified":"2021-11-17T09:19:06","modified_gmt":"2021-11-17T07:19:06","slug":"russland-rabiates-vorgehen-gegen-aufarbeitung-des-grossen-terrors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10396","title":{"rendered":"Russland: Rabiates Vorgehen gegen Aufarbeitung des Grossen Terrors"},"content":{"rendered":"<p><em>Clara Weiss. <\/em><strong>Memorial, die russische Menschenrechtsorganisation und Forschungsgesellschaft, erhielt am 11. November ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, in der ihr ein Verfahren mit dem Ziel angek\u00fcndigt wurde, sie als angebliche \u201eausl\u00e4ndische Agentur\u201c aufzul\u00f6sen. Wie Memorial betont, gibt es f\u00fcr ihre Aufl\u00f6sung keinerlei juristische Grundlage. Gerichtstermine sind f\u00fcr den 23. und 25. November geplant.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Der Angriff auf Memorial ist nicht nur ein Angriff auf das historische Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung der ehemaligen Sowjetunion, sondern der ganzen internationalen Arbeiterklasse. Der stalinistische Gro\u00dfe Terror von 1936 bis 1938 forderte mehr als eine Million Todesopfer, weitere Millionen wurden in die Verbannung geschickt und verbrachten Jahre oder Jahrzehnte in Gefangenenlagern.<\/p>\n<p>Durch den systematischen Massenmord wollte die stalinistische B\u00fcrokratie das historische Bewusstsein der Arbeiterklasse \u00fcber die Oktoberrevolution ausl\u00f6schen. Unter den Opfern befanden sich fast der gesamte Kader der Bolschewistischen Partei, der die sozialistische Revolution von 1917 angef\u00fchrt hatte, tausende Angeh\u00f6rige der Linken Opposition, der sozialistischen Gegner des Stalinismus, Mitglieder der kommunistischen Bewegungen aus Deutschland, Griechenland, Jugoslawien, Ungarn, Polen, China und vielen weiteren L\u00e4ndern sowie Zehntausende von Intellektuellen, Arbeitern und Bauern aus der ganzen Sowjetunion.<\/p>\n<p>Memorial hat die umfassendste Datenbank \u00fcber die Opfer des Gro\u00dfen Terrors zusammengestellt und ver\u00f6ffentlicht. Diese Datenbank ist unverzichtbar f\u00fcr jede Forschungen zur Geschichte der Verbrechen des Stalinismus und der Geschichte der Russischen Revolution, wie auch der internationalen sozialistischen Bewegung in den 1920ern und 1930ern.<\/p>\n<p>Memorial unterst\u00fctzt zudem Angeh\u00f6rige der Opfer und Forscher bei der Suche nach archivierten Dokumenten von Opfern des Gro\u00dfen Terrors. Viele Dokumente befinden sich noch immer in den H\u00e4nden des FSB, der Nachfolgeorganisation des sowjetischen Geheimdienstes NKWD. Der Zugang zu diesen Dokumenten ist stark eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Der Versuch des russischen Staats, Memorial aufzul\u00f6sen, hat in Russland einen Aufschrei ausgel\u00f6st, da dort keine einzige Familie vom Gro\u00dfen Terror verschont wurde.<\/p>\n<p>Der Literaturkritiker und Poet Lew Oborin erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der Internetzeitung Meduza, Memorial habe ihm geholfen, etwas \u00fcber das Schicksal seines Urgro\u00dfvaters Wasili Pawlowitsch Oborin und dessen Frau herauszufinden, die beide Mitglieder der Linken Opposition waren. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eMein Urgro\u00dfvater wurde erschossen, aber wir wussten nicht wann genau oder wo er starb und begraben wurde. Wir wussten auch nichts \u00fcber seine fr\u00fchere Biografie (\u2026) Memorial hat enorm vielen Leuten geholfen, etwas \u00fcber ihre unterdr\u00fcckten Angeh\u00f6rigen zu erfahren. Ihnen ist es wichtig, die Opfer des Gro\u00dfen Terrors nicht zu vergessen.\u201c<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/obor.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/obor-1024x575.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10397\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/obor-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/obor-300x169.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/obor-768x431.jpg 768w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/obor.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption><em>Wasili Oborin (1887\u20131939), Arbeiter und in den 1920ern Mitglied der Linken Opposition, 1939 erschossen. (Archiv Zentra Memorial)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Komponistin Ksenia Kasanzewa erkl\u00e4rte gegen\u00fcber Meduza, Memorial habe ihr herauszufinden geholfen, was mit ihrem Urgro\u00dfvater Michail Nikolajewitsch Malama passierte, der 1937 verhaftet wurde. Die Datenbank von Memorial enthielt nicht nur Informationen \u00fcber ihn, die Organisation half ihr auch beim Zugang zu Archivmaterial \u00fcber Malama. Sie erkl\u00e4rte: \u201eOhne Memorial w\u00fcssten wir \u00fcberhaupt nichts. Als ich h\u00f6rte, dass man sie aufl\u00f6sen will, hatte ich das Gef\u00fchl, als w\u00fcrde mich das pers\u00f6nlich ersticken. Schlie\u00dflich ist das ein Versuch, mein Ged\u00e4chtnis auszul\u00f6schen.\u201c<\/p>\n<p>Die bekannte Schriftstellerin Liudmila Petruschewskaja k\u00fcndigte an, sie werde aus Protest gegen den Versuch, Memorial aufzul\u00f6sen, ihren Staatspreis zur\u00fcckgeben.<\/p>\n<p>Memorial wurde im Jahr 1989, inmitten der Todeskrise des Stalinismus gegr\u00fcndet. Unter den Gr\u00fcndern, mehreren bekannten sowjetischen Dissidenten, war auch der Physiker Andrei Sacharow. 1985 hatte der Generalsekret\u00e4r der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, die Politik der\u00a0<em>Perestroika<\/em>\u00a0angesto\u00dfen, deren Ziel die vollst\u00e4ndige Wiedereinf\u00fchrung des Kapitalismus in der Sowjetunion war. Damit reagierte die stalinistische B\u00fcrokratie auf eine Wirtschaftskrise und die drohende Gefahr einer Bewegung der Arbeiterklasse gegen ihre Herrschaft, die sich rasch in einem massiven Bergarbeiterstreik in der ganzen Sowjetunion \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Das politische und kulturelle Klima dieser Zeit war sehr widerspr\u00fcchlich. W\u00e4hrend die B\u00fcrokratie mit voller Kraft auf die Wiedereinf\u00fchrung des Kapitalismus zusteuerte, musste sie auch viele Verbrechen des Stalinismus zugestehen. Von Mitte bis Ende der 1980er wurden in der sowjetischen Presse zahllose historische Dokumente und literarische Werke ver\u00f6ffentlicht, die zuvor von der stalinistischen B\u00fcrokratie unterdr\u00fcckt worden waren. Millionen Menschen diskutierten dar\u00fcber. Diese Dokumente bildeten die zentrale Grundlage f\u00fcr wichtige neue Forschungen, vor allem die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/rogowin-paket-6-buecher\/00.html\">siebenb\u00e4ndige Geschichte<\/a>\u00a0der Linken Opposition des sowjetischen Historikers\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/topics\/historyCategory\/h-rogo\">Wadim Rogowin<\/a>.<\/p>\n<p>Die Krise der B\u00fcrokratie erm\u00f6glichte es dem Internationalen Komitee der Vierten Internationale, erstmals seit dem Gro\u00dfen Terror in der Sowjetunion zu intervenieren. Die jahrzehntelange Unterdr\u00fcckung der historischen Wahrheit und der trotzkistischen Bewegung, die Verr\u00e4tereien des Stalinismus und die unabl\u00e4ssigen Geschichtsf\u00e4lschungen hatten das sozialistische Bewusstsein der Arbeiterklasse nicht nur in der Sowjetunion, sondern weltweit, untergraben. Zudem war ein betr\u00e4chtlicher Teil der Intelligenzija scharf nach rechts gegangen und unterst\u00fctzte offen die Wiedereinf\u00fchrung des Kapitalismus. Unter diesen Bedingungen konnte die B\u00fcrokratie schlie\u00dflich 1991 die Sowjetunion aufl\u00f6sen und zur neuen herrschenden Klasse werden.<\/p>\n<p>In dieser politischen Atmosph\u00e4re wurde Memorial gegr\u00fcndet. Allerdings setzten viele ihrer Gr\u00fcnder den Stalinismus zu Unrecht mit dem Sozialismus gleich, und sie nutzten den Gro\u00dfen Terror als Anklage gegen den Marxismus. Die Organisation unterhielt traditionell enge Beziehungen zur liberalen Opposition in Russland. Vor kurzem ver\u00f6ffentlichte sie eine Erkl\u00e4rung, in der sie den bekennenden Rassisten und rechten Putin-Gegner Alexei Nawalny als politischen Gefangenen unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p>Dies mindert jedoch ihre Bedeutung als Forschungsinstitution in keiner Weise.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfe Terror muss auf aufgrund seiner politischen, wirtschaftlichen und intellektuellen Folgen zu den wichtigsten Ereignissen des 20. Jahrhunderts gez\u00e4hlt werden. In einem Klima antimarxistischer und antisozialistischer Reaktion in den Jahrzehnten nach Aufl\u00f6sung der Sowjetunion hat Memorial h\u00f6chst wichtige historische Arbeiten verteidigt.<\/p>\n<p>Der Angriff des russischen Staats auf Memorial kommt sich zu einem Zeitpunkt, in dem sich dieses Klima aufl\u00f6st. Das Wiederaufleben des Klassenkampfs und das soziale Klima sowie die politische Katastrophe, die der Kapitalismus geschaffen hat \u2013 am verheerendsten in der Pandemie \u2013 haben die Bedingungen f\u00fcr ein wachsendes Interesse an der Geschichte der Russischen Revolution und des Kampfs von Trotzki und der Linken Opposition gegen den Stalinismus geschaffen, und dieses Interesse lebt auch in Russland selbst wieder auf.<\/p>\n<p>Im Jahr 2018 wurden bisher unbekannte\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2018\/09\/04\/link-s04.html\">Dokumente<\/a>\u00a0der sowjetischen Linken Opposition aus den fr\u00fchen 1930ern entdeckt, die die enorme politische St\u00e4rke und Aktivit\u00e4t der Opposition bis zum Gro\u00dfen Terror verdeutlichen. Auch sie l\u00f6sten gro\u00dfes Interesse aus. Der wichtigste russische Fernsehsender Kultura strahlte eine ernsthafte einst\u00fcndige Diskussion \u00fcber die Arbeiten von Alexander Woronski aus, dem wichtigsten sowjetischen Literaturkritiker der 1920er Jahre und prominenten Mitglied der Linken Opposition. Seine Schriften wurden zur Grundlage mehrerer Generationen sowjetischer Poeten und Schriftsteller.<\/p>\n<p>Die russische Oligarchie, die aus der konterrevolution\u00e4ren stalinistischen B\u00fcrokratie hervorgegangen ist, reagiert \u00e4u\u00dferst sensibel auf solche Kurswechsel und Entwicklungen. Sie ist sich durchaus bewusst, dass ein erneutes Aufleben der internationalen Arbeiterklasse die Grundlagen f\u00fcr die Wiederherstellung der historischen Wahrheit \u00fcber die Oktoberrevolution und den Kampf der trotzkistischen Bewegung gegen den Stalinismus schaffen wird. Genau das versucht sie durch eine Mischung aus neostalinistischen Verf\u00e4lschungen und staatlicher Unterdr\u00fcckung zu verhindern.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017, zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution, finanzierte der russische Staat eine\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2019\/03\/09\/pers-m09.html\">gro\u00dfe TV-Serie<\/a>\u00a0\u00fcber Leo Trotzki, die vor antisemitischen Verleumdungen und Geschichtsf\u00e4lschungen nur so strotzte. Die russische Oligarchie verteidigt au\u00dferdem systematisch Stalin und seine Verbrechen. Gleichzeitig sind Personen und Institutionen, die den Gro\u00dfen Terror untersuchen, zunehmend mit direkter staatlicher Unterdr\u00fcckung konfrontiert. Memorial hat seit Jahren mit hohen Geldstrafen zu k\u00e4mpfen und wurde bereits im Jahr 2013 als \u201eausl\u00e4ndische Agentur\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2020\/05\/26\/russ-m26.html\">Juri Dmitrijew<\/a>, der an Ausgrabungen am Massenhinrichtungsplatz in Sandarmoch gearbeitet hat und Leiter der Memorial-Abteilung der Region Karelien war, sitzt bereits wegen offensichtlich vom Staat fingierter Anklagen im Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Sollte der Angriff auf Memorial erfolgreich sein, so h\u00e4tte das be\u00e4ngstigende Konsequenzen. Wenn Memorial aufgel\u00f6st werden kann, dann m\u00fcsste jeder, der Geschichtsforschung \u00fcber die Verbrechen des Stalinismus und die Geschichte der sozialistischen Bewegung betreibt, sofort mit staatlichen Repressalien rechnen. Arbeiter auf der ganzen Welt m\u00fcssen dies bedingungslos verurteilen und diesen Angriff zur\u00fcckweisen.<\/p>\n<p><em>#Titelbild: Schie\u00dfplatz von Butowo-Poligon nahe Moskau, wo 1937\u2013 1938 mehr als 20.000 Menschen erschossen wurden (WSWS Media)<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2021\/11\/16\/memo-n16.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 17. November 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clara Weiss. Memorial, die russische Menschenrechtsorganisation und Forschungsgesellschaft, erhielt am 11. November ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, in der ihr ein Verfahren mit dem Ziel angek\u00fcndigt wurde, sie als angebliche \u201eausl\u00e4ndische Agentur\u201c aufzul\u00f6sen. 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