{"id":10410,"date":"2021-11-19T14:41:38","date_gmt":"2021-11-19T12:41:38","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10410"},"modified":"2023-10-30T15:45:11","modified_gmt":"2023-10-30T13:45:11","slug":"die-arbeit-der-frauen-in-den-ersten-zivilisationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10410","title":{"rendered":"Die Arbeit der Frauen in den ersten Zivilisationen"},"content":{"rendered":"<p><em>Rosemarie N\u00fcnning. <strong>\u00ab<\/strong><\/em><strong>Schicke mir unbedingt den Gegenwert meines Stoffes in Silber, damit ich Gerste kaufen kann.\u00bb<\/strong> Eine Frau in Assur an ihren Mann in einer fernen Handelskolonie, um 1900 v. Chr.<\/p>\n<p><strong>\u00abDu presst st\u00e4ndig \u00d6l, mahlst Gerste, backst grosse Brote. Arbeiterin, Kind des Elends, Nachkomme der Armen.<\/strong>\u00bb Aus einem fiktiven Streit zwischen altbabylonischen Frauen, ca. 1800 v. Chr.<!--more--><\/p>\n<p>Die von Frauen geleistete Arbeit, insbesondere die Arbeit im Haushalt und im Gesundheitswesen, hat in den letzten Jahren in der feministischen und linken Debatte viel Aufmerksamkeit erfahren.[1] Vieles davon wurde unter dem Begriff \u00abReproduktionsarbeit\u00bb subsumiert. Mit der Coronavirus-Pandemie sind auch die vielen Frauen, die in Superm\u00e4rkten, Kaufh\u00e4usern und Versandh\u00e4usern arbeiten, in den Blickpunkt ger\u00fcckt; hinzu kommen nat\u00fcrlich Millionen von Frauen in Verwaltung, Industrie und Handwerk. Die Diskussion um die Sorgearbeit hat oft dazu gef\u00fchrt, dass diese letztgenannten Arbeiterinnen vergessen wurden. Dadurch wird das Bild vermittelt, dass Frauen haupts\u00e4chlich f\u00fcr \u00abreproduktive\u00bb T\u00e4tigkeiten innerhalb und ausserhalb der Familie zust\u00e4ndig sind, und dass dies das Hauptergebnis der Unterdr\u00fcckung von Frauen ist, die vor vielen tausend Jahren entstanden ist.<\/p>\n<p>Betrachtet man die Geschichte der Frauenarbeit, so ergibt sich ein anderes Bild. Die Familie bzw. der Privathaushalt war von den fr\u00fchesten Zivilisationen bis zum Beginn der modernen Industrialisierung ein Ort der Produktion und Reproduktion. Fast alle Frauen waren nicht nur mit der Pflege, sondern auch mit produktiver Arbeit besch\u00e4ftigt \u2013 und das nicht nur im Haushalt. Dieser Aufsatz soll die Vielfalt der Frauenarbeit im alten Mesopotamien aufzeigen, einer fr\u00fchen Zivilisation, \u00fcber die wir schriftliche Zeugnisse haben.<\/p>\n<p>In der marxistischen Theorie spielt das Werk von Friedrich Engels eine entscheidende Rolle f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Entstehung von Frauenunterdr\u00fcckung. Sein Ansatz soll daher hier kurz skizziert werden, um dann zu zeigen, dass seine Theorie durch die historischen Befunde im Wesentlichen best\u00e4tigt wird.<\/p>\n<p><strong>\u00abDie welthistorische Niederlage des weiblichen Geschlechts\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Engels war einer der ersten, der begriff, dass die Entstehung der Frauenunterdr\u00fcckung untrennbar mit der Entstehung der Klassengesellschaft verbunden ist. In den \u00abprimitiven kommunistischen Gesellschaften\u00bb, wie Engels und Karl Marx die klassenlosen Gesellschaften nannten, wurden noch keine \u00dcbersch\u00fcsse an Lebensmitteln oder anderen G\u00fctern produziert, die man sich privat h\u00e4tte aneignen k\u00f6nnen. In diesen kleinen Wander- und Sammlergruppen gab es keine Herrschaft und auch keine Trennung zwischen einer \u00f6ffentlichen und einer privaten Sph\u00e4re. Die Beschaffung von Materialien und Nahrungsmitteln sowie deren Nutzung, Verarbeitung und Verbrauch waren eine \u00ab\u00f6ffentliche und gesellschaftlich notwendige Industrie\u00bb, erkl\u00e4rte Engels.[2] Produktion und Reproduktion des Lebens fielen zusammen und waren untrennbar.<\/p>\n<p>In diesen Gesellschaften gab es eine begrenzte Arbeitsteilung zwischen Frauen und M\u00e4nnern. Frauen blieben in der Regel n\u00e4her bei ihren kleinen J\u00e4ger- und Sammlergruppen, da sie kleine Kinder stillen, versorgen und sch\u00fctzen mussten. Dies f\u00fchrte jedoch nicht zu einer Diskriminierung. Jede T\u00e4tigkeit war notwendig. Diese Gesellschaften waren \u00abegalit\u00e4r\u00bb und es gab noch keinen Begriff von \u00abFamilie\u00bb. Dies konnte unter anderem die marxistische Anthropologin Eleanor Burke Leacock durch Feldforschung in den 1950er und 1960er Jahren bei den Montagnais-Naskapi, einem kanadischen Ureinwohnervolk, best\u00e4tigen.[3]<\/p>\n<p>Erst mit der Entwicklung der Produktionsmittel und der Schaffung eines gesellschaftlichen \u00dcberschusses nahm die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung einen anderen Charakter an. Die Steigerung der gesellschaftlichen Produktivit\u00e4t vollzog sich vor allem in der erweiterten Dom\u00e4ne der M\u00e4nnert\u00e4tigkeit. Dies f\u00fchrte zu einer einseitigen Kontrolle \u00fcber das von den M\u00e4nnern erzeugte \u00dcberschussprodukt. In Gesellschaften, die auf Bodenbearbeitung und Viehzucht basierten, ist das bekannteste Beispiel daf\u00fcr der Ochsenpflug mit seinem schweren Geschirr, der eisernen Pflugschar und der S\u00e4maschine. Mit der Einf\u00fchrung dieses Ger\u00e4ts konnte die landwirtschaftliche Produktion erheblich gesteigert werden, aber es wurde haupts\u00e4chlich von M\u00e4nnern bedient.[4]<\/p>\n<p>Mit der Entwicklung des Privateigentums, der Klassengesellschaft und der m\u00e4nnlichen Vorherrschaft entwickelte sich die Familie schliesslich zu einer vom \u00f6ffentlichen Bereich getrennten Privatsph\u00e4re. In ihr herrschte die \u00abpatriarchalische\u00bb Macht eines m\u00e4nnlichen Haushaltsvorstands \u2013 des Vaters oder Ehemanns \u2013 \u00fcber alle Mitglieder des Haushalts, seien es Ehefrauen, T\u00f6chter, S\u00f6hne sowie m\u00e4nnliche und weibliche Bedienstete. Engels argumentierte, dass Frauen in einem langen historischen Prozess dem Diktat der Monogamie unterworfen wurden, um einen rechtm\u00e4ssigen Erben \u00abvon unbestrittener Vaterschaft\u00bb hervorzubringen, der das Recht h\u00e4tte, den privat angeh\u00e4uften Reichtum zu erben.[5] Das \u00abPatriarchat\u00bb hatte also eine materielle Grundlage; es war eine Institution, die zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Phase der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung entstand. Es handelte sich nicht, wie es heute meist verstanden wird, um einen ewigen Gegensatz und ein immerw\u00e4hrendes Machtungleichgewicht zwischen M\u00e4nnern und Frauen.<\/p>\n<p>Engels beschrieb die \u00abwelthistorische Niederlage des weiblichen Geschlechts\u00bb wie folgt: \u00abDer Mann \u00fcbernahm das Kommando auch im Haus; die Frau wurde erniedrigt und zur Knechtschaft reduziert; sie wurde zur Sklavin seiner Lust und zu einem blossen Instrument der Kindererzeugung\u00bb.[6] Diese polemische \u00dcbertreibung wird oft zitiert, f\u00fchrt aber auch zu dem Missverst\u00e4ndnis, dass die Produktion nur noch \u00f6ffentlich und die Dom\u00e4ne des Mannes, w\u00e4hrend die Fortpflanzung privat und die Dom\u00e4ne der Frau sei.<\/p>\n<p>Ob dies der Fall war, soll im Folgenden untersucht werden. Es stellt sich auch die Frage, was es bedeutet, in einer Klassengesellschaft von Frauenunterdr\u00fcckung und Patriarchat zu sprechen. Schliesslich musste die Familie, die sich herausbildete, je nach Klassenzugeh\u00f6rigkeit einen sehr unterschiedlichen Charakter annehmen. W\u00e4hrend die patriarchalische Kontrolle f\u00fcr diejenigen, die \u00fcber vererbbaren Reichtum verf\u00fcgten, von grosser Bedeutung war, konnte sie f\u00fcr die Armen der Gesellschaft, M\u00e4nner wie Frauen, immer nur von eingeschr\u00e4nkter Bedeutung sein.<\/p>\n<p><strong>Der Haushalt der Wohlhabenden<\/strong><\/p>\n<p>In Mesopotamien, einem Land zwischen den Fl\u00fcssen Tigris und Euphrat im heutigen Irak und den angrenzenden L\u00e4ndern, entwickelte sich vor etwa 6.000 Jahren eine Kultur, die der marxistische Anthropologe Vere Gordon Childe als \u00aburbane Revolution\u00bb bezeichnete.[7] Auf der wirtschaftlichen Grundlage von Viehzucht und Ackerbau entstanden Stadtstaaten mit Privateigentum, das durch das institutionelle Eigentum von Tempel und Palast dominiert wurde. Mit der aufbl\u00fchenden Wirtschaftst\u00e4tigkeit und einer komplexeren Sozialstruktur entstand eine umfangreiche Schriftkultur. Hunderttausende von gebrannten Tontafeln mit Keilschrift sind uns \u00fcberliefert. Sie enthalten die Buchf\u00fchrung der Tempel- und Palastwirtschaft \u00fcber die Arbeit und die Zuteilung von Materialien und Vorr\u00e4ten, und sp\u00e4ter wurden auch Inventare und Mitteilungen aus privaten Haushalten gefunden. Viele dieser Artefakte stammen aus der Zeit vor etwa 4.000 Jahren. Hier finden wir Hinweise auf das damalige Leben, die Arbeit und die Organisation der Arbeit.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit dem wohlhabenderen patriarchalischen Haushalt. Dieser ist als sozio\u00f6konomische Einheit zu betrachten, \u00e4hnlich wie der \u00abOikos\u00bb in der klassischen griechischen Gesellschaft, der Haussklaven, Vieh und Land umfasste. Der Hauskomplex konnte weit \u00fcber 100 Quadratmeter gross sein, obwohl die Gr\u00f6sse des Hauses nicht bedeutete, dass im Vergleich zu kleineren H\u00e4usern proportional mehr Platz pro Person zur Verf\u00fcgung stand.[8] Dieser Haushalt war ein Ort des Konsums, der Reproduktion und der Produktion. W\u00e4hrend, grob gesagt, die M\u00e4nner f\u00fcr die Erzeugung von Rohstoffen und den eventuellen Handel mit daraus hergestellten Waren zust\u00e4ndig waren, oblag es den Frauen, diese Materialien zu verarbeiten.[9] In diesen Gesellschaften waren die Frauen im Rahmen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung im Wesentlichen dem \u00abHaushalt\u00bb zugeordnet. Dennoch waren sie nicht nur \u00abreproduktiv\u00bb t\u00e4tig; ihre Arbeit beschr\u00e4nkte sich nicht auf Kochen, Putzen, Waschen und Kindererziehung. Ausserdem arbeiteten sie nicht nur im Haushalt.<\/p>\n<p>Als die \u00dcberschussproduktion in den ersten Zivilisationen Mesopotamiens zunahm, erweiterte sich auch die produktive Rolle der Frauen im reicheren patriarchalischen Haushalt. Wenn zum Beispiel mehr Gerste geerntet wurde, konnten mehr Waren im Haushalt produziert werden. \u00dcbersch\u00fcssige Gerste erm\u00f6glichte es den Frauen, Bier zu brauen und damit sowohl ihren eigenen Bedarf zu decken als auch Tavernen als haushaltsnahe T\u00e4tigkeit zu betreiben. Dank gr\u00f6sserer Schafherden und verbesserter Zucht konnte mehr Wolle gesponnen und zu Garn und Stoffen verarbeitet werden. Dies war in erster Linie die Aufgabe der Frauen, vielleicht unter Beteiligung der T\u00f6chter und eines oder zweier Sklaven. In reicheren H\u00e4usern, in denen es bis zu ein paar Dutzend Weber geben konnte, war die \u00abFrau des Hauses\u00bb die Leiterin dieser Produktion. \u00dcbersch\u00fcssige Stoffe wurden oft von den M\u00e4nnern auf monatelange Handelsexpeditionen mitgenommen, w\u00e4hrend die Ehefrauen, die sich mit den Herstellungstechniken und der unterschiedlichen Qualit\u00e4t der produzierten Stoffe auskannten, die Gesch\u00e4fte zu Hause f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Dies ist f\u00fcr den Stadtstaat Assur im n\u00f6rdlichen Mesopotamien, der Handelsbeziehungen mit dem tausend Kilometer entfernten Kanesh in Anatolien unterhielt, sehr gut dokumentiert. Assyrische Kaufleute hielten sich f\u00fcr Wochen oder Monate in dieser Handelskolonie auf. In Kanesch haben Arch\u00e4ologen mehr als 22.000 Tontafeln entdeckt, die urspr\u00fcnglich in den Haushalten des Handelsviertels aufbewahrt wurden.<\/p>\n<p>Anhand solcher Dokumente hat die Historikerin Allison Thomason 29 T\u00e4tigkeiten aufgelistet, die von 80 Frauen ausge\u00fcbt wurden, die vor etwa 3 900 Jahren in Assur lebten.[10] Zu den T\u00e4tigkeiten dieser in Assur zur\u00fcckgelassenen Ehefrauen geh\u00f6rten das Schreiben von Briefen, das Anheuern von Schreibern, der Kauf von Wolle, das Abschliessen von Vertr\u00e4gen mit Wollwalkern und F\u00e4rbern, die Herstellung von Textilien, Verhandlungen mit Kaufleuten und das Zusammenstellen von Eselskarawanen. Gelegentlich unternahmen sie sogar eigene Reisen und kauften oder verkauften Eigentum wie Sklaven und H\u00e4user. Ausserdem erwarteten sie vom Ehemann eine Zahlung, in der Regel in Form von Silber, als Gegenleistung f\u00fcr ihre Erzeugnisse und um den Haushalt f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Dies ist auf einer Tontafel festgehalten, auf der Lamassi, eine Frau aus Assur, an ihren Mann in Kanesch schrieb: \u00abSchicke mir den Gegenwert meines Stoffes in Silber, damit ich Gerste kaufen kann!\u00bb[11] Erst am Ende ihrer Aufz\u00e4hlung der T\u00e4tigkeiten dieser Frauen erw\u00e4hnt Thomason die Betreuung von Kindern und \u00e4lteren Menschen.<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer langen Abwesenheit war es assyrischen Kaufleuten in der Handelskolonie Kanesh erlaubt, eine zweite Frau zu heiraten, auch wenn sie der ersten nicht gleichgestellt war. Es gibt Belege daf\u00fcr, dass diese Frau neben ihrer T\u00e4tigkeit im Haus auch an den Handelsgesch\u00e4ften ihres Mannes sowie an der Landwirtschaft und Viehzucht beteiligt war. Die Textilproduktion geh\u00f6rte offenbar nicht zu ihren Aufgaben; dies blieb in Assur das Vorrecht der ersten Frau. Der Assyriologin C\u00e9cile Michel zufolge war sie jedoch f\u00fcr das Eintreiben von Schulden, den Kauf von Ochsen und die Aufzucht von Schweinen zust\u00e4ndig.[12] Angesichts dieser Befunde stellt Thomason auch die Frage, wie sinnvoll die Unterscheidung zwischen \u00abprivat\u00bb und \u00ab\u00f6ffentlich\u00bb wirklich ist, wenn viele T\u00e4tigkeiten von Frauen eindeutig mit der \u00ab\u00f6ffentlichen\u00bb Sph\u00e4re verwoben waren und Frauen dort sehr pr\u00e4sent waren.[13]<\/p>\n<p><strong>Wohnen und Kinder<\/strong><\/p>\n<p>Es liegt in der Natur der Sache, dass reiche Haushalte in einer Klassengesellschaft in der Minderheit sind. Man sch\u00e4tzt, dass die Haushalte in den mesopotamischen Stadtstaaten dieser Zeit im Durchschnitt klein waren, mit Wohneinheiten von 30 bis 60 Quadratmetern.[14] Hier bestand eine Familie aus einem Mann, einer Frau und ein paar Kindern. Vor etwa 4.000 Jahren, w\u00e4hrend der letzten Periode der sumerischen Stadt Ur (bekannt als \u00abdritte Dynastie\u00bb oder \u00abUr-III\u00bb-Periode), ist eine Familie mit drei S\u00f6hnen und zwei T\u00f6chtern dokumentiert; eine andere mit zwei T\u00f6chtern und einem Sohn; und eine Witwe mit f\u00fcnf Kindern.[15] Anhand von \u00abRationslisten\u00bb konnten in der Stadt Nabada (heute Tell Beydar) im Nordosten Syriens einige Ein-Personen-Einheiten identifiziert werden, doch sch\u00e4tzt man, dass im Durchschnitt vier bis f\u00fcnf Personen zu einem Haushalt geh\u00f6rten.[16] Diese kleinen Haushalte k\u00f6nnen kaum als wirtschaftliche Einheiten betrachtet werden. Die Menschen, die in ihnen lebten, einschliesslich der Kinder, die alt genug waren, um zu arbeiten, standen in erster Linie im Dienst des Palastes und des Tempels.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang sollte auf ein etwas irref\u00fchrendes Argument von Childe hingewiesen werden. Er argumentiert, dass mit dem \u00dcbergang von der Nahrungssuche zum Ackerbau die Notwendigkeit einer Begrenzung der Kinderzahl wegfiel, da jedes Kind auch als zuk\u00fcnftiger Arbeiter angesehen wurde, der oft schon in jungen Jahren eingesetzt werden konnte.[17] Doch auch wenn die dauerhafte Besiedlung und die verbesserten Produktionsmittel zu einem Bev\u00f6lkerungswachstum f\u00fchrten, so war dieses doch notwendigerweise begrenzt. In den beengten Wohnverh\u00e4ltnissen der fr\u00fchen St\u00e4dte war eine hohe Kinderzahl nicht erstrebenswert. Ausserdem konnten reichere Haushalte immer auf Sklaven zur\u00fcckgreifen, wie schon Engels betont hatte, und waren daher nicht auf die Arbeitskraft ihrer Kinder angewiesen.[18] Dennoch vermutet Bertrand Lafont, dass eine gr\u00f6ssere Kinderzahl eher in den Familien der Herrscher zu finden war.[19] Marten Stol vermutet drei Kinder als Durchschnitt und sechs bis acht in h\u00f6her gestellten Familien.[20]<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich schreibt die Assyriologin Claudia Wunsch, dass es \u00fcblich war, Kinder auf der Strasse auszusetzen, wenn die Eltern in Not waren. Dies geschah auch in F\u00e4llen, in denen das Kind nicht \u00ablegitim\u00bb war, d. h. entweder nicht vom Ehemann gezeugt wurde oder auf andere Weise ausserhalb der Ehe gezeugt wurde.[21] In einer Zeit ohne wirksame Geburtenkontrolle war das Aussetzen nichts weniger als eine soziale Einrichtung. Wer es sich leisten konnte, ein Findelkind aufzuziehen, konnte es adoptieren, um einen Erben zu haben, als zuk\u00fcnftige Arbeitskraft oder um im Alter materiell versorgt zu werden. In Anwesenheit von Zeugen wurde es als eigenes Kind anerkannt und mit der Redewendung \u00abaus dem Maul eines Hundes genommen\u00bb, also \u00abvon der Strasse aufgelesen\u00bb, beschrieben.[22]<\/p>\n<p>Wenn Reichtum vererbt werden sollte, waren Kinder f\u00fcr die Erbfolge von gr\u00f6sster Bedeutung, wie Engels richtig erkannte. Die gesamte Konstruktion des patriarchalischen Haushalts drehte sich um diese Frage. Masamichi Yamada zufolge erhielten T\u00f6chter, wenn es keine m\u00e4nnlichen Erben gab, manchmal sogar den offiziellen Rechtsstatus \u00abMann und Frau\u00bb, \u00abFrau und Mann\u00bb, \u00abMann\u00bb oder \u00abSohn\u00bb, um das Verm\u00f6gen ihres Vaters erben zu k\u00f6nnen.[23] In Ermangelung von Nachkommen gab es auch die M\u00f6glichkeit, Kinder zu adoptieren.<\/p>\n<p>Die Historikerin Ilse Seibert beschreibt auch die gelegentliche Praxis, eine Tochter mit einer Mitgift dem Tempel zu \u00abweihen\u00bb, um den Familienbesitz zu sichern. Sie musste kinderlos bleiben und in einem eigenen Tempelviertel leben. Sie konnte ihr eigenes Gesch\u00e4ft f\u00fchren, und das Verm\u00f6gen, das sie anh\u00e4ufte, fiel sp\u00e4ter an ihren Herkunftshaushalt zur\u00fcck, da sie keinen Erben hatte.[24]<\/p>\n<p>Kinder galten erst in zweiter Linie als Arbeitskr\u00e4fte, obwohl sie schon fr\u00fch als solche eingesetzt wurden. Ihre dritte wichtige Funktion bestand darin, ihre Eltern materiell abzusichern, wenn sie alt wurden.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcllerinnen und Weberinnen<\/strong><\/p>\n<p>Wo arbeiteten Frauen \u2013 und M\u00e4nner und Kinder \u2013 ohne nennenswerten eigenen Haushalt in diesen fr\u00fchen St\u00e4dten? Sowohl M\u00e4nner als auch Frauen geh\u00f6rten zu den st\u00e4ndigen Arbeitskr\u00e4ften im Tempel, im Palast und im Haushalt des Statthalters. Zu diesen Arbeitskr\u00e4ften geh\u00f6rten auch Kriegsgefangene, Bettler und sogar ganze Familien, die sich in Schuldknechtschaft befanden. Die grossen Wirtschaftseinheiten verlangten von der Bev\u00f6lkerung Dienstleistungen im Gegenzug f\u00fcr die Zuteilung von Lebensmitteln, Wolle, Kleidung und anderen Dingen. Sie verf\u00fcgten \u00fcber Werkst\u00e4tten und andere Arbeitsr\u00e4ume. Sie setzten vor allem Frauen in der Verarbeitung von Getreide und Wolle ein. Stol nennt 90 M\u00fcllerinnen im Palast von Ebla in Nordsyrien, die Mehl mahlen mussten.[25] In Tell Gudeda, ebenfalls in Nordsyrien, wurde ein Raum mit 40 Quern \u2013 einer schweren Handm\u00fchle aus zwei Steinen \u2013 gefunden.[26] Es handelte sich um harte, k\u00f6rperliche Arbeit, die Frauen in Gruppen verrichten mussten.<\/p>\n<p>Ein noch gr\u00f6sserer Bereich der Frauenarbeit war die Weberei. Aus Verwaltungsunterlagen geht hervor, dass im Dorf Guabba, das zum Stadtstaat Lagash im S\u00fcden des heutigen Irak geh\u00f6rte, \u00fcber 4.000 Frauen in der Weberei besch\u00e4ftigt waren. Etwa 1.800 Kinder, vermutlich die der Frauen, und einige M\u00e4nner waren ebenfalls besch\u00e4ftigt.[27] In der Weberei von Girsu, einer Stadt unweit von Lagash, gab es mehr als 1.000 Frauen und etwa 600 Kinder.[28] F\u00fcr diesen von Frauenarbeit dominierten Sektor war die \u00abDame von Girsu\u00bb, die Frau des Stadtherrn, zust\u00e4ndig. Darin spiegelt sich eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung auf den h\u00f6chsten Ebenen der Gesellschaft wider, und \u00e4hnliche soziale Beziehungen gab es auch in anderen St\u00e4dten.[29] Herden und Vieh hingegen geh\u00f6rten \u00fcberwiegend in die Dom\u00e4ne der m\u00e4nnlichen Herrscher. Diese Arbeitsteilung spiegelte sich auch in der babylonischen Mythologie wider. Obwohl der Gott Enki die Grundlagen der Zivilisation schuf \u2013 Wasser, Bew\u00e4sserung, Ackerbau und Viehzucht, Ziegelherstellung und Gesetze \u2013 war die G\u00f6ttin Uttu f\u00fcr die Weberei zust\u00e4ndig. In dieser mythologischen Erz\u00e4hlung wurde die Weberei als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Menschwerdung gefeiert, da die Herstellung von Kleidung die \u00dcberwindung der Nacktheit erm\u00f6glichte.[30]<\/p>\n<p>Die Arbeiterinnen in den Webereien wurden in gr\u00f6sseren Einheiten mit m\u00e4nnlichen oder manchmal sogar weiblichen Aufsehern zusammengefasst. Kinder arbeiteten ab dem Alter von f\u00fcnf oder sechs Jahren, und f\u00fcr Hirtengehilfen und andere junge Diener gab es Kinderrationen aus dem Tempel. In seinem grundlegenden Werk \u00fcber die neosumerische Textilindustrie sch\u00e4tzt Hartmut Waetzold die L\u00e4nge des Arbeitstages auf etwa 12 Stunden. Es ist m\u00f6glich, dass Unterk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, da die Arbeiter manchmal in andere Gebiete versetzt wurden, und es kann auch eine direkte Versorgung mit Lebensmitteln gegeben haben.[31] Es gibt Belege f\u00fcr grosse B\u00e4ckereien wie die in Nabada aus der Zeit vor etwa 4.500 Jahren. Direkt neben einem Tempel befanden sich drei R\u00e4ume, von denen einer zum Mahlen von Getreide diente und die beiden anderen mit grossen \u00d6fen ausgestattet waren.[32] In einem der grossen R\u00e4ume wurden \u00dcberreste von elf Brotback\u00f6fen gefunden.[33] Es gibt Hinweise darauf, dass man Brot auch kaufen konnte.<\/p>\n<p>Es gab eine Vielzahl weiterer T\u00e4tigkeiten, die von Frauen ausserhalb des Hauses ausgef\u00fchrt wurden. Genau wie die M\u00e4nner hatten sie oft unterschiedliche Aufgaben. Sie pressten \u00d6l, schleppten Ziegelsteine, zogen Transportboote auf den Kan\u00e4len, be- und entluden Schiffe und bewachten die Stadttore. Frauen verrichteten Feld- und Deicharbeiten sowie das Rupfen und K\u00e4mmen von Schafen zur Gewinnung von Wolle, was haupts\u00e4chlich Frauenarbeit war. Es gab auch einige Schriftstellerinnen und \u00c4rztinnen.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, wie das \u00abFamilienleben\u00bb derjenigen aussah, die in den grossen Wirtschaftseinheiten arbeiteten, oder ob sie \u00fcberhaupt ein solches hatten. Was mit den Kindern geschah, wenn ihre Eltern ausser Haus arbeiteten, oder wenn die Kinder noch nicht selbst zu arbeiten begannen, bleibt ebenfalls unbekannt. Als Enteignete hinterliessen sie keine Zeugnisse \u2013 wie das sumerische Sprichwort sagte: \u00abDie Armen sind die Stummen im Land\u00bb.[34]<\/p>\n<p><strong>Die Unterdr\u00fcckung der Frauen und die Klassenfrage<\/strong><\/p>\n<p>Frauen wurden in diesen Gesellschaften unterdr\u00fcckt, und sie hatten keinen gleichberechtigten Zugang zu wirtschaftlichen und politischen Institutionen. Dies belegen Rechtskodizes wie der des babylonischen Herrschers Hammurabi vor rund 3 800 Jahren. Diese in Keilschrift auf eine Steins\u00e4ule geschriebenen Rechtsspr\u00fcche zeugen vom patriarchalischen Recht; Frauen werden vor allem in ihrer Abh\u00e4ngigkeit vom Mann erw\u00e4hnt und als an der Seite des Vaters, des Bruders, des Ehemanns und des Herrn stehend bezeichnet.[35]<\/p>\n<p>Die Ideologie der Herrscher ordnete die Frauen dem privaten Bereich des Hauses zu. Ein Sprichwort lautete: \u00abDas Haus, in dem es Bier gibt, ist ihr Platz. Im Haus, wo es Essen gibt, ist sie die grosse K\u00f6chin\u00bb.[36] Frauen, die das Essen nicht selbst zubereiteten, galten als diesem Archetypus unangemessen. In einem Text, der einen Streit zwischen Frauen schildert, wird geklagt: \u00abSie kauft immer Bier und bringt Fertiggerichte mit nach Hause\u00bb.[37] Dieses ideologische Ideal der babylonischen Hausfrau stand jedoch im Widerspruch zur Realit\u00e4t der vielen armen Frauen, die f\u00fcr die Tempel, die Pal\u00e4ste und die wohlhabenden patriarchalischen Haushalte arbeiten mussten. Selbst in wohlhabenden Familien, in denen die Frauen haupts\u00e4chlich auf den Haushalt beschr\u00e4nkt waren, waren sie dennoch produktiv t\u00e4tig und verarbeiteten die anfallenden \u00dcbersch\u00fcsse, h\u00e4ufig um ein Handelsgut herzustellen.<\/p>\n<p>Wie stark die Frauen unterdr\u00fcckt wurden, war also eine Klassenfrage. Eine \u00abLady of Girsu\u00bb hatte vielleicht nicht die Kontrolle \u00fcber den Bereich der Erzeugung von \u00dcberschussprodukten wie Getreide und Wolle. Sie verwaltete jedoch die Sph\u00e4re der Verarbeitung dieses \u00dcberschussprodukts. In den reicheren Haushalten gab es in der Regel Ammen zum Stillen und Kinderm\u00e4dchen f\u00fcr die Erziehung der Kinder. F\u00fcr die Hausarbeit konnte die Hausherrin M\u00e4gde kaufen. Eine mittellose Frau hingegen musste unter Umst\u00e4nden ein Kind aussetzen oder in den Schuldendienst gehen. Stol folgert daraus:<\/p>\n<p><em>Die Freiheit einer Frau war begrenzt, und zwar umso mehr, wenn sie oder ihre Eltern arm waren. T\u00f6chter reicher Familien &#8230; konnten dagegen in grosse Gesch\u00e4fte verwickelt sein und verantwortungsvolle Aufgaben haben.<\/em>[38]<\/p>\n<p>Zwischen einer \u00abLady of Girsu\u00bb und einer Palastweberin bestand also ein grosser Unterschied: Die eine organisierte die Ausbeutung, die andere war die Ausgebeutete.<\/p>\n<p>Auch die Arbeit der armen Frauen in der \u00ab\u00f6ffentlichen Industrie\u00bb, wo ein grosser Teil der Konsumg\u00fcter produziert wurde, wurde bel\u00e4chelt. Ein Sprichwort lautete: \u00abDu presst st\u00e4ndig \u00d6l, mahlst Gerste, backst grosse Brote&#8230; Arbeiterin, Kind des Elends, Nachkomme der Armen\u00bb.[39] Darin spiegelt sich eine herablassende Haltung gegen\u00fcber den Armen im Allgemeinen wider, \u00e4hnlich wie wir sie heute kennen. Ein weiteres Beispiel ist das Sprichwort: \u00abAls Tochter eines armen Mannes wird ihre Vulva von keinem Manne gesch\u00e4tzt\u00bb.[40] Darin kommt die Vorstellung zum Ausdruck, dass eine Tochter aus einem armen Haushalt, die keinen Reichtum in eine Ehe einbringen konnte, nicht einmal zum Kinderkriegen geeignet war.<\/p>\n<p>Die welthistorische Niederlage des weiblichen Geschlechts in Verbindung mit der Entstehung von Klassengesellschaften bedeutete auch, dass eine Klasse von ausgebeuteten und armen Menschen entstand. Sowohl M\u00e4nner als auch Frauen geh\u00f6rten zu dieser Klasse. Aus diesem Grund spiegelte der Kodex von Hammurabi nicht nur das patriarchalische Recht wider, sondern stellte auch ein Klassenrecht dar, das sowohl f\u00fcr weibliche als auch f\u00fcr m\u00e4nnliche Mitglieder der Gesellschaft galt.<\/p>\n<p>Um zum Anfang zur\u00fcckzukehren: Die Arbeit der Frauen war bereits in den ersten Zivilisationen vielf\u00e4ltig \u2013 und zwar \u00fcber die Jahrtausende hinweg bis in die Gegenwart. Sie war nicht nur \u00abreproduktiv\u00bb und fand in einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche statt. Aber sie war und ist bis heute von den Klassenverh\u00e4ltnissen gepr\u00e4gt. Das ist auch der Grund, warum der Kampf gegen die Unterdr\u00fcckung der Frau nicht nur eine Frauenfrage ist. Er muss ein gemeinsamer Kampf sein, der auf Klassenbasis gegen alle Unterdr\u00fcckung und das gesamte Ausbeutungssystem gef\u00fchrt wird.[41]<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>[1] Ich m\u00f6chte Einde O&#8217;Callaghan f\u00fcr die \u00dcbersetzung des Originalmanuskripts dieses Ausatzes ins Englische danken. Ausserdem danke ich Rick Kuhn, Sheila McGregor und Sascha Radl, die die ersten Entw\u00fcrfe kritisch gelesen und kommentiert haben. Die Verantwortung f\u00fcr das Endergebnis liegt nat\u00fcrlich bei mir.<\/p>\n<p>[2] Engels, 1988, S. 137.<\/p>\n<p>[3] Siehe Leacock, 1981. Dieses Buch enth\u00e4lt auch eine sehr hilfreiche Bewertung des Aufsatzes von Engels, dessen Schlussfolgerungen Leacock mit ihren Forschungen abgeglichen hat. Das Buch enth\u00e4lt auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem strukturalistischen Theoretiker Claude L\u00e9vi-Strauss, der leider einen starken Einfluss auf die Ethnologie und Anthropologie ausge\u00fcbt hat. F\u00fcr eine andere Einsch\u00e4tzung von Engels siehe Harman, 1994.<\/p>\n<p>[4] Siehe Childe, 1962; Harman, 1999, S. 18. Siehe auch Engels, 1988, S. 92.<\/p>\n<p>[5] Engels, 1988, S. 125.<\/p>\n<p>[6] Engels, 1988, S. 120-121.<\/p>\n<p>[7] Childe, 1962; Childe, 2016. Siehe auch Maisels, 1993.<\/p>\n<p>[8] Postgate, 1994, S. 63. Postgate bezieht sich auf Ausgrabungen in Abu Salabikh, einer etwa 4.500 Jahre alten Stadt, und in Nippur. Beide liegen im heutigen Irak.<\/p>\n<p>[9] Stol, 2016, S. 339.<\/p>\n<p>[10] Thomason, 2013; Michel, 2014.<\/p>\n<p>[11] Siehe Michel, 2010; Michel, 2018, S. 193-208.<\/p>\n<p>[12] Michel, 2008.<\/p>\n<p>[13] Thomason f\u00fchrt das Bild der \u00f6ffentlichen Sph\u00e4re mit m\u00e4nnlicher kommerzieller und industrieller T\u00e4tigkeit und weiblicher T\u00e4tigkeit in der privaten Sph\u00e4re auf das 18. Jahrhundert zur\u00fcck. Es entstand als Reaktion auf die industrielle Revolution und den damit einhergehenden \u00abKult der weiblichen H\u00e4uslichkeit, der Teil der Bildung einer b\u00fcrgerlichen Identit\u00e4t war\u00bb (Thomason, 2013, S. 107).<\/p>\n<p>[14] Postgate, 1994.<\/p>\n<p>[15] Lafont, 2013.<\/p>\n<p>[16] Sallaberger und Pruss, 2015, S. 107, 109.<\/p>\n<p>[17] Childe, 1962, S. 61-62. Childe st\u00fctzte sein Argument auf den Ackerbau. Es findet sich auch in Koch und Stolz, 2015, S. 21, wo argumentiert wird, dass sowohl der \u00abDruck auf die Frauen als auch in gewissem Masse die Eigenmotivation\u00bb der Frauen, Kinder zu bekommen, zunahm, weil mehr Kinder eine h\u00f6here Produktivit\u00e4t bedeuteten. Wahrscheinlich in Anlehnung an Childe, wenngleich im Allgemeinen im Widerspruch zur Argumentation seines Werks, findet sich das Argument auch in Chris Harmans <em>A Peoples History of the World<\/em>: \u00abJe gr\u00f6sser die Kinderzahl, desto gr\u00f6sser die Fl\u00e4che, die in Zukunft gerodet und bebaut werden konnte. Gr\u00f6ssere Familien wurden bevorzugt\u00bb -Harman, 1999, S. 13. In eine sp\u00e4tere historische Periode \u00fcbertragen, findet sich dieser Gedankengang auch in Silvia Federicis <em>Caliban and the Witch: Frauen, der K\u00f6rper und die primitive Akkumulation.<\/em> Federici zufolge hatte die industrielle Revolution einen schier unstillbaren Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften, der nur durch die Unterwerfung der Frauen zum Zweck des Geb\u00e4rens von vielen Kindern befriedigt werden konnte. Dieses erstaunlich mechanische Verst\u00e4ndnis der Produktivit\u00e4tssteigerung steht in krassem Gegensatz zu einer jahrtausendelangen Lebenswirklichkeit, in der Massen armer Menschen von ihren jeweiligen Klassengesellschaften in ein Schattendasein als \u00dcberschussbev\u00f6lkerung gedr\u00e4ngt wurden. In der Tat erm\u00f6glichte die Produktivit\u00e4tssteigerung durch Dauersiedlung, Ackerbau und Viehzucht eine wachsende Bev\u00f6lkerung, aber eine wachsende Bev\u00f6lkerung konnte niemals allein zu einer Steigerung der Produktivit\u00e4t f\u00fchren.<\/p>\n<p>[18] \u00abDie Steigerung der Produktion in allen Zweigen &#8211; Viehzucht, Ackerbau, Haushandwerk &#8211; gab der menschlichen Arbeitskraft die F\u00e4higkeit, ein gr\u00f6sseres Produkt zu erzeugen, als zu ihrem Unterhalt notwendig war&#8230; Es war nun w\u00fcnschenswert, neue Arbeitskr\u00e4fte heranzuziehen. Der Krieg lieferte sie; Kriegsgefangene wurden zu Sklaven gemacht.\u00bb -Engels, 1988, S. 182. Zu den versklavten Kriegsgefangenen gesellten sich die Mittellosen, die in Schuldknechtschaft gezwungen wurden.<\/p>\n<p>[19]\u00a0Lafont, 2013.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-20-backlink\">20<\/a>]\u00a0Stol, 2016, pp152-154.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-21-backlink\">21<\/a>]\u00a0Wunsch, 2003.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-22-backlink\">22<\/a>]\u00a0Wunsch, 2003, 178.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-23-backlink\">23<\/a>]\u00a0Yamada, 2014.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-24-backlink\">24<\/a>]\u00a0Seibert, 1973, pp19-20. See also Jursa, 2015, pp69-70;\u00a0Assante, 1999.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-25-backlink\">25<\/a>]\u00a0Stol, 2016, p350.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-26-backlink\">26<\/a>]\u00a0Rova, 2014, p146.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-27-backlink\">27<\/a>]\u00a0Vermaak, 2008, p465.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-28-backlink\">28<\/a>]\u00a0Steinkeller,\u00a02018, p141, footnote 11.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-29-backlink\">29<\/a>]\u00a0Sv\u00e4rd and Luukko, 2009.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-30-backlink\">30<\/a>]\u00a0Stol, 2016, p344.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-31-backlink\">31<\/a>]\u00a0Waetzold, 1972; Waetzold, 1988, p36.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-32-backlink\">32<\/a>]\u00a0Paulette, 2015, p68.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-33-backlink\">33<\/a>]\u00a0Sallaberger and Pruss, 2015, p101.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-34-backlink\">34<\/a>]\u00a0Selz,\u00a02010, p9.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-35-backlink\">35<\/a>]\u00a0D\u00e9mare-Lafont, 2011, p240.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-36-backlink\">36<\/a>]\u00a0Stol, 2016, p339.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-37-backlink\">37<\/a>]\u00a0Matuszak, 2018, p238. The quarrel was very probably invented by Babylonian scribes.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-38-backlink\">38<\/a>]\u00a0Stol,\u00a01995, p140.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-39-backlink\">39<\/a>]\u00a0Matuszak, 2018, p239.<\/p>\n<p>[<a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/#footnote-10080-40-backlink\">40<\/a>]\u00a0Selz, 2010, p9.<\/p>\n<p>[<a href=\"41\">41<\/a>]\u00a0Sieh\u00a0<a href=\"https:\/\/refema.hypotheses.org\/\">https:\/\/refema.hypotheses.org<\/a>\u00a0f\u00fcr hilfreiches Material zu den Geschlechterrollen in Mesopotamien.<\/p>\n<p><strong>Referenzen<\/strong><\/p>\n<p>Assante, Julia, 1999, \u201cThe kar.kid\/harimtu: Prostitute or Single Woman?\u201d, in Manfried Dietrich and Oswald Loretz (eds),\u00a0<em>Ugarit-Forschungen, Band 30<\/em>\u00a0(Ugarit-Verlag).<\/p>\n<p>Childe, Vere Gordon, 1962 [1936],\u00a0<em>Man Makes Himself<\/em>\u00a0(New American Library).<\/p>\n<p>Childe, Vere Gordon, 2016 [1923],\u00a0<em>What Happened in History<\/em>\u00a0(Delhi).<\/p>\n<p>D\u00e9mare-Lafont, Sophie, 2011, \u201cJuristische Aspekte der Stellung assyrischer Frauen\u201d, in Johannes Renger (ed),\u00a0<em>Assur\u2014Gott, Stadt und Land: 5. <\/em><em>Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft<\/em>\u00a0(Harrassowitz).<\/p>\n<p>Engels, Friedrich, 1988 [1884],\u00a0<em>The Origin of the Family, Private Property and the State. With an Introduction and Notes by Eleanor Burke Leacock<\/em>\u00a0(International Publishers).<\/p>\n<p>Federici, Silvia, 2009,\u00a0<em>Caliban and The Witch: Women, The Body and Primitive Accumulation<\/em>\u00a0(Autonomedia).<\/p>\n<p>Harman, Chris, 1994, \u201cEngels and the Origin of Human Society\u201d,\u00a0<em>International Socialism 65<\/em>\u00a0(winter),\u00a0<a href=\"http:\/\/www.marxists.org\/archive\/harman\/1994\/xx\/engels.htm\">www.marxists.org\/archive\/harman\/1994\/xx\/engels.htm<\/a><\/p>\n<p>Harman, Chris, 1999,\u00a0<em>A People\u2019s History of the World<\/em>\u00a0(Bookmarks).<\/p>\n<p>Jursa, Michael, 2015,\u00a0<em>Die Babylonier: Geschichte, Gesellschaft, Kultur<\/em>\u00a0(C H Beck).<\/p>\n<p>Koch, Rhonda, and Oskar Stolz, 2015, \u201cEine marxistische Theorie der Frauenunterdr\u00fcckung\u201d,\u00a0<em>theorie21<\/em>, issue 5.<\/p>\n<p>Lafont, Bertrand, 2013, \u201cWomen Economic Activities at Home and Outside Home During the Ur III Period\u201d, Carnet de REFEMA (16 April),\u00a0 <a href=\"https:\/\/refema.hypotheses.org\/389\">https:\/\/refema.hypotheses.org\/389<\/a><\/p>\n<p>Leacock, Eleanor Burke, 1981,\u00a0<em>Myths of Male Dominance: Collected Articles on Women Cross-Culturally<\/em>\u00a0(Monthly Review).<\/p>\n<p>Maisels, Charles Keith, 1993,\u00a0<em>The Near East: Archaeology in the \u201cCradle of Civilization\u201d<\/em>\u00a0(Psychology Press).<\/p>\n<p>Matuszak, Jana, 2018, \u201cThe Ideal Housewife According to Sumerian Literary Texts\u201d, in Brigitte Lion and C\u00e9cile Michel (eds),\u00a0<em>The Role of Women in Work and Society in the Ancient Near East<\/em>\u00a0(De Gruyter).<\/p>\n<p>Michel, C\u00e9cile, 2008, \u201cLes Assyriens et leurs femmes anatoliennes\u201d, in J G Dercksen,\u00a0<em>Anatolia and the Jazira during the Old Assyrian Period<\/em>\u00a0(Nederlands Instituut voor het Nabije Oosten).<\/p>\n<p>Michel, C\u00e9cile, 2010, \u201cLohnende Bigamie\u201d, in\u00a0<em>Spektrum der Wissenschaft<\/em>, volume 5, issue 10,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/magazin\/lohnende-bigamie\/1038854\">www.spektrum.de\/magazin\/lohnende-bigamie\/1038854<\/a><\/p>\n<p>Michel, C\u00e9cile, 2014, \u201cConsiderations on the Assyrian Settlement at Kanesh\u201d,\u00a0<em>Journal of Cuneiform Studies Supplemental Series<\/em>, number 4.<\/p>\n<p>Michel, C\u00e9cile, 2018, \u201cWomen Work, Men are Professionals in the Old Assyrian Archives\u201d, in Brigitte Lion and C\u00e9cile Michel (eds),\u00a0<em>The Role of Women in Work and Society in the Ancient Near East<\/em>\u00a0(De Gruyter).<\/p>\n<p>Paulette, Tate, 2015, \u201cGrain Storage and the Moral Economy in Mesopotamia\u201d, University of Chicago,\u00a0 <a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/2sc52xc2\">https:\/\/tinyurl.com\/2sc52xc2<\/a><\/p>\n<p>Postgate, Nicholas, 1994, \u201cHow Many Sumerians Per Hectare? 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Who Was Not King?<\/em>\u00a0(Institute of Archaeology of the Academy of Sciences of the Czech Republic).<\/p>\n<p>Steinkeller, Piotr, 2018, \u201cCare for the Elderly in Ur III Times\u201d,\u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Assyriologie und Vorderasiatische Arch\u00e4ologie<\/em>, volume 108, issue 2.<\/p>\n<p>Stol, Marten, 1995, \u201cWomen in Mesopotamia\u201d,\u00a0<em>Journal of the Economic and Social History of the Orient<\/em>, volume 38, number 2.<\/p>\n<p>Stol, Marten, 2016,\u00a0<em>Women in the Ancient Near East<\/em>\u00a0(De Gruyter).<\/p>\n<p>Sv\u00e4rd, Saana, and Mikko Luukko, 2009, \u201cWho Were the \u2018Ladies of the House\u2019 in the Assyrian Empire\u201d,\u00a0<em>Studia Orentalia 106<\/em>.<\/p>\n<p>Thomason, Allison Karmel, 2013, \u201cHer Share of the Profits: Female Textile Entrepreneurs at Kultepe\/Kanesh in the Early Second Millennium BC\u201d, in Marie-Louise Nosch, Henriette Koefoed and Eva Andersson Strand,\u00a0<em>Textile Production and Consumption in the Ancient Near East: Archaeology, Epigraphy, Iconography<\/em>\u00a0(Oxford University Press).<\/p>\n<p>Vermaak, Petrus S, 2008, \u201cGuabba, the Meluhhan Village in Mesopotamia\u201d,\u00a0<em>Journal for Semitics<\/em>, volume 17, issue 2.<\/p>\n<p>Waetzold, Hartmut, 1972,\u00a0<em>Untersuchungen zur Neusumerischen Textilindustrie<\/em>\u00a0(Istituto per l\u2019Oriente).<\/p>\n<p>Waetzold, Hartmut, 1988, \u201cDie Situation der Frauen und Kinder anhand ihrer Einkommensverh\u00e4ltnisse zur Zeit der III. Dynastie von Ur\u201d,\u00a0<em>Altorientalische Forschungen<\/em>, volume 15.<\/p>\n<p>Wunsch, Claudia, 2003, \u201cFindelkinder und Adoption nach neubabylonischen Quellen\u201d,\u00a0<em>Archiv f\u00fcr Orientforschung<\/em>, volume 50.<\/p>\n<p>Yamada, Masamichi, 2014, \u201cThe Women Designated \u2018Man and Woman\u2019 in Emar and Ekalte\u201d, Carnet de REFEMA (30 September),\u00a0 <a href=\"https:\/\/refema.hypotheses.org\/1142\">https:\/\/refema.hypotheses.org\/1142<\/a><\/p>\n<p><em>#Titelbild: Frauen auf einem Heiratsmarkt im antiken Babylon; <a href=\"https:\/\/mronline.org\/2021\/10\/26\/womens-work-in-the-first-civilisations\/\">Women\u2019s work in the first civilisations | MR Online<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/isj.org.uk\/women-first-civilisations\/\"><em>isj.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 19. November 2021; \u00dcbersetzung durch Redaktion maulwuerfe.ch; die Referenzen sind in den Englischen Quellen belassen. Eine sp\u00e4tere, von der Autorin verfasste, deutsche Version ist unter\u00a0 http:\/\/isj.org.uk\/frauenarbeit-zivilisationen\/ zu finden.<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rosemarie N\u00fcnning. \u00abSchicke mir unbedingt den Gegenwert meines Stoffes in Silber, damit ich Gerste kaufen kann.\u00bb Eine Frau in Assur an ihren Mann in einer fernen Handelskolonie, um 1900 v. 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