{"id":10422,"date":"2021-11-22T17:25:06","date_gmt":"2021-11-22T15:25:06","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10422"},"modified":"2021-11-22T17:36:02","modified_gmt":"2021-11-22T15:36:02","slug":"spanien-arbeiter-in-direktem-kampf-gegen-schwer-bewaffnete-polizei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10422","title":{"rendered":"Spanien: Arbeiter in direktem Kampf gegen schwer bewaffnete Polizei"},"content":{"rendered":"<p>\u201c<em>Seit Dienstag, den 16.11.2021 befinden sich die Arbeiter:innen der Metallindustrie in der spanischen Stadt C\u00e1diz und dem Nachbarort Puerto Real bis auf unbestimmte Zeit im Streik. Der Aufruf der Gewerkschaften dazu richtet sich an ca. 20.000 Besch\u00e4ftige in der Region, nachdem langwierige Verhandlungen und vorangegangene kurze, friedliche Streiks keine L\u00f6sungen erzielten. Anders als zuvor gehen die Streikenden diesmal kompromisslos<\/em><!--more--> <em>und k\u00e4mpferisch vor. Seit Dienstag Mitternacht legten sie nicht nur die Lohnarbeit nieder, sondern errichteten an den Zug\u00e4ngen zu zentralen Produktionsst\u00e4tten und Industrieh\u00e4fen Barrikaden. Die Polizei reagierte prompt mit dem Einsatz bereits vorher aus anderen Regionen zusammengezogener Spezialeinheiten. Ganz im Sinne der Arbeitgeberverb\u00e4nde versuchten sie, den Protest bereits in der ersten Nacht im Keim zu ersticken. Dabei gingen sie mit \u00e4u\u00dferst brutaler Repression vor, auf Steinw\u00fcrfe und brennendes Sperrholz folgten Gummigeschosse und Tr\u00e4nengas. Der Widerstand konnte aber bisher nicht gebrochen werden. Entschlossen und militant setzen sich die Arbeiter:innen aktuell zur Wehr und haben sogar seitdem die Fernverkehrsstra\u00dfe und Bahnstrecke in C\u00e1diz besetzt<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/resistance-international.de\/kaempferischer-streik-in-suedspanien\">Bericht vom 17. November 2021 bei Resistance<\/a>&nbsp;\u2013 siehe weitere Informationen zu den Hintergr\u00fcnden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>\u201eWir sind Arbeiter, keine Kriminellen!\u201c \u2013 Blockaden und Stra\u00dfenk\u00e4mpfe bei Metallstreik im spanischen C\u00e1diz \/ C\u00e1diz war nur der Anfang: Unmut \u00fcber Verarmung bringt landesweit ArbeiterInnen auf die Stra\u00dfe&nbsp;<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>\u201eWir sind Arbeiter, keine Kriminellen!\u201c \u2013 Blockaden und Stra\u00dfenk\u00e4mpfe bei Metallstreik im spanischen C\u00e1diz<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>In der Region rund um die spanische Kleinstadt C\u00e1diz findet seit Montag ein unbefristeter Streik der Metallarbeiter:innen statt. Bei Demonstrationen kommt es zu Konfrontationen mit der Polizei. Stra\u00dfen, Fabriken und Zugverbindungen werden blockiert. Dennoch erh\u00e4lt der Streik eine breite Unterst\u00fctzung. Am Dienstag wollen sich auch Studierende anschlie\u00dfen. Die spanische Stadt C\u00e1diz liegt im S\u00fcdwesten Spaniens, Marokko kann man von dort aus in einer Stunde per Schiff erreichen. Seit der Weltwirtschaftskrise 2008\/2009 hat sich die Lage der Arbeiter:innenklasse in und um die Stadt massiv verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 23,16% \u2013 weit \u00fcber dem nationalen Durchschnitt von 14,57 %. Unter Jugendlichen sind es fast 40%, die arbeitslos sind. Rund 120.000 Einwohner leben in der C\u00e1diz, das auch als touristischer Ort bekannt ist. Doch es gibt vor allem einen umfassenden Metallsektor um die Stadt herum. In diesem kommt es derzeit zu heftigen Klassenk\u00e4mpfen, die auf den gesamten spanischen Staat ausstrahlen. (\u2026) Der Streik hat mittlerweile nationale und internationale Aufmerksamkeit erregt \u2013 auch durch die Heftigkeit der Stra\u00dfenk\u00e4mpfe. Die Fabriken wurden \u2013 ebenso wie zentrale Zufahrtsstra\u00dfen und Hauptstra\u00dfen in der Stadt \u2013 mit brennenden Barrikaden blockiert. Die Arbeiter:innen sehen dies als Kampf zwischen zwei Klassen: In einem Video ist die Parole \u201eEs lebe der Kampf der Arbeiterklasse\u201c zu h\u00f6ren. (\u2026) Die Metallarbeitergewerkschaft von C\u00e1diz erkl\u00e4rte auf einer Pressekonferenz, dass ihr Kampf \u2013 der unbefristete Streik f\u00fcr die Erhaltung der Kaufkraft der Arbeiter:innen \u2013 zu einer \u201eReferenz\u201c f\u00fcr andere Sektoren und Gebiete des Landes werde, ein Faktor, der \u201euns dazu zwingt, aufzustehen\u201c und den Kampf nicht aufzugeben, ohne dass Forderungen erf\u00fcllt worden seien. \u201eEs gibt eine nationale Bewegung, die erwartet, was passiert\u201c, sagte der Provinzsekret\u00e4r f\u00fcr Industrie der \u201eUni\u00f3n General de Trabajadores\u201c (UGT), Antonio Montoro, der erkl\u00e4rte, dass viele andere Sektoren dar\u00fcber nachdenken, warum sie den Kampf f\u00fcr einen Inflationsausgleich aufgegeben h\u00e4tten und Tarifvertr\u00e4ge mit nur 1% Lohnsteigerung unterzeichneten. Derweil versuchen rechte Medien die Ausschreitungen als \u201ekriminell\u201c darzustellen, was von den Arbeiter:innen aufgegriffen wird: Auf Demonstrationen rufen sie deshalb: \u201eWir sind Arbeiter, keine Kriminellen!\u201c.<br \/>\nIn der Zwischenzeit geht der Streik weiter, und die Demonstrierende planen bereits f\u00fcr diesen Samstagmorgen eine Streikpostenkette vor den Toren des Unternehmens \u201eNavantia San Fernando\u201c. Ebenfalls f\u00fcr diesen Samstag hat die Gewerkschaft \u201eConfederaci\u00f3n General del Trabajo\u201c \u201eCGT\u201c zu einer Demonstration ab 17.00 Uhr in C\u00e1diz aufgerufen. Tats\u00e4chlich scheint der Streik auch andere Teile der Gesellschaft zu mobilisieren. Die Gewerkschaftsb\u00fcnde UGT und CCOO (\u201eComisiones Obreras\u201c) rufen zu einer Massendemonstration am kommenden Dienstag um 11.00 Uhr in Cadiz auf, am selben Tag, an dem die Studierendenvereinigung einen Unistreik zur Unterst\u00fctzung der Metallarbeiter:innen vorgeschlagen hat<\/em>.\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/perspektive-online.net\/2021\/11\/wir-sind-arbeiter-keine-kriminellen-blockaden-und-strassenkaempfe-bei-metallstreik-im-spanischen-cadiz\/\">Beitrag vom 20. November 2021 bei Perspektive Online<\/a><\/li>\n<li>Siehe auch einen (span.)&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.20minutos.es\/noticia\/4898684\/0\/sindicatos-protestan-apoyo-huelga-metal-firmar-convenio-cambiar-modelo-industrial\/\">Bericht vom 20.11.21 bei 20minutos.es<\/a>&nbsp;&nbsp;von den Demos am Samstag und ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/iDiarioES\/status\/1462704388213022720\">Video von IzquierdaDiario.es auf Twitter<\/a><\/li>\n<li><strong>C\u00e1diz war nur der Anfang. Spanien: Nach eskaliertem Streik der Metallarbeiter in C\u00e1diz bringt Unmut \u00fcber Verarmung landesweit Besch\u00e4ftigte auf die Stra\u00dfe<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Rund 29.000 Metallarbeiter in der s\u00fcdspanischen Provinz C\u00e1diz in S\u00fcdspanien sind am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten. Sie hatten sich mit den Unternehmen nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen k\u00f6nnen. Betriebe von Airbus, Navantia, Alestis, Acerinox und Dragados sind von dem Arbeitskampf betroffen, aber auch zahlreiche kleine und mittlere Subunternehmen. Die Gewerkschaften UGT und CCOO, die zum Streik aufgerufen hatten, erkl\u00e4rten am Donnerstag in einer Mitteilung, die \u00adFabriken seien zur Zeit \u00bbpraktisch leer\u00ab. (\u2026) Skandal\u00f6se 75 Prozent der Stellen in dem Sektor seien lediglich befristet, erkl\u00e4rte der Sekret\u00e4r f\u00fcr Industrie in der UGT, Antonio Montoro, am Mittwoch. In der vergangenen Woche hatten Arbeiter durch die Errichtung von Barrikaden wichtige Stra\u00dfen und Eisenbahnverbindungen der Provinz blockiert. Die Polizei ging brutal dagegen vor. Am Mittwoch demonstrierte nun der B\u00fcrgermeister von Cadiz, Jos\u00e9 Mar\u00eda Gonz\u00e1lez Santos (B\u00fcrgerplattform \u00bbAdelante C\u00e1diz\u00ab), gemeinsam mit den Arbeitern und rief per Megaphon: \u00bbWir m\u00fcssten C\u00e1diz in Flammen setzen, damit sie uns in Madrid h\u00f6ren!\u00ab Die Arbeiter seien keine Delinquenten, sondern k\u00e4mpften hier, \u00bbum ihre Familien ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen\u00ab. Die Partei \u00bbAdelante C\u00e1diz\u00ab ist eine Abspaltung von Podemos. In der Vergangenheit hatte Gonz\u00e1lez S\u00e1ntos den Bau von Kriegsschiffen f\u00fcr Saudi-Arabien in seiner Provinz mit dem Hinweis verteidigt, es gehe dabei um den Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen. (\u2026) Als erste gingen die Metallarbeiter aus C\u00e1diz wegen des sinkenden Lebensstandards auf die Stra\u00dfe. Inzwischen sind viele ihrem Beispiel gefolgt. Am Mittwoch kam es in der galicischen Region Marina Lucense zu einem Generalstreik. In mehreren St\u00e4dten protestierten insgesamt 70.000 Einwohner gegen die steigenden Preise, den Arbeitsplatzmangel und K\u00fcrzungen im Gesundheitsbereich. Ein Vorgeschmack auf gr\u00f6\u00dfere, landesweite Proteste. Kurz vor Weihnachten, n\u00e4mlich vom 20. bis zum 22. Dezember, wollen die Lkw-Fahrer die Arbeit niederlegen. Ihre Kosten sind allein, was die Treibstoffe angeht, in den vergangenen Monaten um rund 30 Prozent gestiegen, erkl\u00e4rte das Nationale Komitee f\u00fcr den Stra\u00dfentransport (Comit\u00e9 Nacional del Transporte por Carretera, CNTC). Zudem wolle die Regierung eine Art Mautgeb\u00fchr einf\u00fchren, deren H\u00f6he vom Grad der Verschmutzung abh\u00e4ngen soll, die die Fahrzeuge verursachen. Der Unmut dar\u00fcber ist gro\u00df. In vielen F\u00e4llen w\u00fcrden Existenzgrundlagen zerst\u00f6rt. Rund die H\u00e4lfte der Lkw-Fahrer im Lande sind Selbst\u00e4ndige. Und schlie\u00dflich haben inzwischen auch die Landwirte einen Streik angek\u00fcndigt<\/em>\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/414921.widerstand-gegen-teuerung-c%C3%A1diz-war-nur-der-anfang.html\">Artikel von Carmela Negrete in der jungen Welt vom 20.11.2021<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanien: PSOE\/Podemos-Regierung mobilisiert Polizei gegen streikende Metallarbeiter<br \/>\n<\/strong>\u201c\u2026&nbsp;<em>Der Kampf hat sich in kurzer Zeit zu einer Rebellion gegen die Gewerkschaftsb\u00fcrokratien entwickelt. Er hat zum Zusammensto\u00df mit der spanischen Regierung gef\u00fchrt, die aus einer Koalition der sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Espa\u00f1ol (PSOE) mit der pseudolinken Podemos besteht. Arbeiter haben das Industriegebiet Puerto Real besetzt und aus Industrieger\u00e4ten, brennenden Autos und Eisenbahnschienen Barrikaden errichtet, um die Polizei aus dem Gebiet fernzuhalten. An den Fabriktoren brennen Lagerfeuer. Die Streikposten haben die gesamte Produktion zum Erliegen gebracht. Der Streik betrifft u.a. die Milit\u00e4rwerft Navantia, den Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, den Baumaschinenkonzern Dragados, den Zulieferer Alestis und den Stahlkonzern Acerinox, sowie deren Subunternehmen. Auch Arbeiter der Petrochemiewerke in La Linea, Algeciras und Los Barrios haben die Arbeit niedergelegt, und Streikposten blockieren die wichtigen Autobahnstrecken. (\u2026) Die PSOE\/Podemos-Regierung steht jedoch auf Seiten des Metall-Arbeitgeberverbands von C\u00e1diz (FEMCA). Dieser lehnt alle Zugest\u00e4ndnisse ab und will nur eine Lohnerh\u00f6hung von 0,5 Prozent zulassen. Die Gewerkschaften (die Podemos-nahe CCOO und die PSOE-nahe UGT) fordern f\u00fcr dieses Jahr zwei Prozent und f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr drei Prozent, was jedoch noch deutlich unter der Inflationsrate liegt und eine massive Reallohnsenkung f\u00fcr die Arbeiter bedeuten w\u00fcrde. (\u2026) Mittlerweile geben die Gewerkschaftsspitzen offen zu, dass sie die Kontrolle \u00fcber die Situation verloren haben und nicht wissen, wie sie die Arbeiter dazu bringen sollen, den Streik abzubrechen. Das w\u00fcrde bedeuten, Lohnsenkungen und Arbeitsplatzabbau zu akzeptieren. Der Regionalsekret\u00e4r der stalinistischen CCOO, Fernando Grimaldi, erkl\u00e4rte: \u201eDie Leute sind \u00e4u\u00dferst w\u00fctend. Wir wissen nicht, wie wir das unter Kontrolle halten k\u00f6nnen.\u201c (\u2026) Die nationalen Gewerkschaftsb\u00fcnde UGT und CCOO forderten die Streikenden in einer Stellungnahme auf, die Blockaden der Autobahnen zu beenden: \u201eWir m\u00fcssen diesen Konflikt gut organisieren, deshalb halten wir es f\u00fcr notwendig, unser Vorgehen auf die Zug\u00e4nge zu den wichtigsten Arbeitsst\u00e4tten zu konzentrieren. Daher bitten wir darum, die Autobahnblockaden einzustellen<\/em>.\u201c\u2026\u201d&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2021\/11\/19\/pode-n19.html\">Artikel von Alejandro L\u00f3pez und Alex Lantier vom 20.11.2021 bei wsws<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Dritter Tag des Metallarbeiterstreiks in C\u00e1diz: Scheitern der Verhandlungen und Fortsetzung der Streikposten und Barrikaden<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Die Sitzung des Verhandlungstisches in Sevilla dauerte zw\u00f6lf Stunden, aber es kam zu keiner Einigung. Infolgedessen haben die Arbeiter am Donnerstag die Barrikaden, die Verkehrsblockaden und die Konzentrationen vor den Toren von Traktorunternehmen wie Navantia, Airbus und Alestis wieder aufgenommen. Die Mahnwachen haben die Zufahrt nach C\u00e1diz \u00fcber die Carranza-Br\u00fccke blockiert, bis ein starker Polizeieinsatz eintraf, um die Demonstranten zu vertreiben und den Verkehr wiederherzustellen. Die Nationalpolizei, die in den letzten zwei Tagen hart gegen die Arbeiter vorgegangen ist, die auch heftigen Widerstand geleistet haben, hat einen starken Einsatz ab dem fr\u00fchen Morgen auf der Industriestra\u00dfe nach C\u00e1diz vorbereitet. (\u2026) Der CCOO-Vertreter ist besorgt, und zwar nicht, weil die Forderungen der Arbeitnehmer nicht erf\u00fcllt werden, sondern weil die Belegschaft beginnt, sich zu radikalisieren und bereit ist, den Kampf selbst in die Hand zu nehmen, um den Bossen das Handwerk zu legen. Deshalb hat die Regierung, ein direkter Vertreter der Bosse, die Polizei und die Bereitschaftspolizei geschickt, um die Arbeiter anzugreifen.<br \/>\nDie Metallarbeiter streiken seit vier Tagen, weil die Arbeitgeber sich weigern, Lohnerh\u00f6hungen zu gew\u00e4hren, die es ihnen erm\u00f6glichen w\u00fcrden, ihre inflationsbedingten Verluste auszugleichen. W\u00e4hrend CCOO und UGT am Verhandlungstisch Erh\u00f6hungen von 2, 2,5 und 3 % fordern, verlangen andere Gewerkschaften, wie die CGT, Erh\u00f6hungen von 6 und 7 %.<br \/>\nAber sie k\u00e4mpfen auch f\u00fcr ein Ende von Prekarit\u00e4t und Arbeitgeberwillk\u00fcr,&nbsp;f\u00fcr einen angemessenen Tarifvertrag und eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit von vier auf zehn Stunden pro Jahr im Rahmen des neuen Tarifvertrags, f\u00fcr Mindestwerte des TTP Plus, f\u00fcr eine Lohnrevisionsklausel am Jahresende entsprechend dem kumulierten VPI am Jahresende, einen Mindestlohn von 1500 Euro in der Branche, neben anderen Forderungen. Und auch gegen die Schlie\u00dfung von Airbus Puerto Real, gegen die Entlassungen bei Alestis und gegen die Vernichtung von Arbeitspl\u00e4tzen in der Zulieferindustrie, die die Schlie\u00dfung des Werks in Puerto Real mit sich bringen w\u00fcrde, wie die CGT vorschl\u00e4gt.<br \/>\nDer Arbeitgeberverband beklagt sich wie \u00fcblich und sagt, dass diese grundlegenden Forderungen zum \u201cVerschwinden der Industrie in C\u00e1diz f\u00fchren w\u00fcrden, die dann mit der Industrie anderer Provinzen konkurrieren m\u00fcsste, die eine g\u00fcnstigere Ausgangssituation haben\u201d. Nichts k\u00f6nnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Seit Jahren verdienen sie ihr Geld auf Kosten der \u00dcberausbeutung, des Missbrauchs und der Prekarit\u00e4t der Metallarbeiter.<br \/>\nDie Metaller haben in diesen Tagen gezeigt, dass sie die Kraft haben, diesen Kampf zum Sieg zu f\u00fchren. Der Schl\u00fcssel ist das Vertrauen in die eigene St\u00e4rke. Und vor allem, dass keine Entscheidung, die nicht von der Versammlung getroffen wird, in die H\u00e4nde der am Verhandlungstisch teilnehmenden F\u00fchrungen gelegt wird<\/em>.\u201d Maschinen\u00fcbersetzung des (span.)&nbsp;<a href=\"https:\/\/sindicalismo.org\/2021\/11\/18\/tercer-dia-de-huelga-del-metal-en-cadiz-se-rompen-las-negociaciones-y-continuan-los-piquetes-y-barricadas\/\">Beitrags vom 18.11.21 bei sindicalismo<\/a><\/li>\n<li>Siehe im&nbsp;<a href=\"https:\/\/resistance-international.de\/kaempferischer-streik-in-suedspanien\">o.g. Bericht<\/a>&nbsp;auch noch zu den Hintergr\u00fcnden: \u201c\u2026&nbsp;<em>Die Streikenden treiben nicht nur die Debatten um marginale Lohnerh\u00f6hungen, wie sie die Gewerkschaften und Arbeitgeberverb\u00e4nde rechtlich f\u00fchren: In der Provinz C\u00e1diz herrscht eine Arbeitslosenquote von fast 30 Prozent, viele Menschen k\u00f6nnen sich auch durch Lohnarbeit nur ein Leben am Existenzminimum finanzieren. Wie \u00fcberall hat auch hier die Coronakrise diese Lage vor allem f\u00fcr diese Teile der Bev\u00f6lkerung stark erschwert. Die Metallindustrie stellt einen der gr\u00f6\u00dften regionalen Arbeitgeber dar. Nun will der internationale Riesenkonzern Airbus seine Fertigungsanlage in Puerto Real in eine f\u00fcr sie lohnendere Stadt umlegen. Gegen die Schlie\u00dfung formiert sich seit dem Sommer ein breiter Widerstand. Die Begr\u00fcndung: Verluste durch die Coronakrise. Und das, obwohl der Konzern (im Gegensatz zu z.B. Boeing) mittlerweile wieder Gewinne verzeichnen kann. Die Lohnerh\u00f6hungen von gerade mal 0,5 Prozent, die der Arbeitgeberverband \u201eFemca\u201c vorschl\u00e4gt, kann also nur wie blanker Hohn erscheinen. Sie stellen die legitimen und verzweifelten Proteste als simple Akte des \u201eVandalismus\u201c dar. Sie beklatschen die einr\u00fcckenden und brutal agierenden Spezialeinheiten. All dies passiert unter den Augen der sozialdemokratischen spanischen Zentralregierung von Pedro S\u00e1nchez, dessen Partei sich als \u201esozialistisch\u201c bezeichnet und vor der Wahl falsche Versprechen gab, die Lage der Arbeiter:innenklasse zu verbessern<\/em>\u2026\u201d<\/li>\n<li>Bilder und Vides auf Twitter gibt es u.a. bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/CTM97560609\">Sindicato del metal de la Bah\u00eda de C\u00e1diz<\/a>&nbsp;und unter #HuelgaDelMetal oder #HuelgaIndefinida, siehe auch ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/partizanGreece\/status\/1460612443772706824\">Video der Auseinandersetzung mit der Polizei<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/spanien\/arbeitskaempfe-spanien\/kaempferischer-streik-nicht-nur-fuer-lohnerhoehungen-in-der-metallindustrie-in-suedspanien-brennende-barrikaden-gegen-schwer-bewaffnete-polizeikraefte\/\">labournet.de&#8230;<\/a> vom 22. November 2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cSeit Dienstag, den 16.11.2021 befinden sich die Arbeiter:innen der Metallindustrie in der spanischen Stadt C\u00e1diz und dem Nachbarort Puerto Real bis auf unbestimmte Zeit im Streik. 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