{"id":10494,"date":"2021-12-06T18:18:50","date_gmt":"2021-12-06T16:18:50","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10494"},"modified":"2021-12-06T18:18:51","modified_gmt":"2021-12-06T16:18:51","slug":"haltet-das-maul-und-arbeitet-mehr-die-moerderisch-corona-politik-von-amazon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10494","title":{"rendered":"\u201eHaltet das Maul und arbeitet mehr\u201c \u2013 die m\u00f6rderisch Corona-Politik von Amazon"},"content":{"rendered":"<p><em>Dossier: <\/em>\u201e\u2026\u00a0<em>Unsere franz\u00f6sische Schwestergewerkschaft CNT-AIT berichtet von einem Streik bei mehreren Amazon-Lagern. Eine konstruktive, praktische und nicht-ideologische Information dar\u00fcber, wie bestimmte ArbeiterInnen in Frankreich auf die Situation der Corona-Virus-Epidemie reagieren. ArbeiterInnen von drei unterschiedlichen Amazon-Standorten in Frankreich (Nord, Ost und S\u00fcd-Ost) haben einen wilden Streik<\/em><!--more--> <em>begonnen, um das Fehlen von Schutzma\u00dfnahmen (keine Seife, keine angemessenen Handwaschgelegenheiten mit ber\u00fchrungslosen Wasserh\u00e4hnen, keine hydroalkoholischen Gels, kein Einhalten des 1,5 Meter-Sicherheitsabstands am Arbeitsplatz, \u2026) anzuprangern. Streik ist die Waffe der ArbeiterInnen. Die Bosse wollen, da\u00df wir durch die Arbeit sterben, wir bevorzugen Direkte Aktionen und Streiks f\u00fcr unsere Leben!.<\/em>..\u201c \u2013 aus der\u00a0<a href=\"https:\/\/emrawi.org\/?Frankreich-Steik-in-Amazon-Lagern-740\">Meldung \u201eFrankreich: Streik in Amazon-Lagern\u201c am 20.\u00a0M\u00e4rz\u00a02020 bei Emrawi<\/a>\u00a0\u00fcber die Streiks bei Amazon in Frankreich \u2013 die keineswegs die einzigen Streiks und Widerstandsaktionen der letzten Tage waren, was eine Reaktion von zunehmend mehr Belegschaften auf den Kurs des Unternehmens ist, seine \u201eChance\u201c mit dem Versandgesch\u00e4ft w\u00e4hrend der Epidemie konsequent profitabel auszunutzen und daf\u00fcr immer intensiver die Arbeitsbelastung zu erh\u00f6hen. Siehe dazu auch gewerkschaftliche Gegenaktivit\u00e4ten und Streikberichte aus Italien und den USA, Polen und der Slowakei (f\u00fcr Deutschland siehe unser Dossier Amazon:<strong>\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/politik\/alltag\/gesundheit\/gesundheitsschutz\/amazon-in-corona-zeiten-krank-zur-arbeit-ver-di-fordert-mehr-ruecksicht-auf-gesundheit-der-beschaeftigten-und-tarifvertragliche-regelungen\/\"><strong>In Corona-Zeiten krank zur Arbeit? ver.di fordert mehr R\u00fccksicht auf Gesundheit der Besch\u00e4ftigten und tarifvertragliche Regelungen<\/strong><\/a><strong>):<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Amazons Geheimniskr\u00e4merei: Versteckte Pandemie in den USA durch zu wenige Meldungen von Corona-F\u00e4llen (27 von 20 Tsd) am Arbeitsplatz \u2013 Studie und Protest\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201c<em>Ein neuer Bericht des Strategic Organizing Center (SOC) zeigt, dass Amazon, obwohl es im Oktober 2020 \u00f6ffentlich bekannt gab, dass es landesweit fast 20.000 COVID-F\u00e4lle unter seinen Mitarbeitern festgestellt hatte, der OSHA f\u00fcr das gesamte Jahr 2020 nur 27 F\u00e4lle von \u201cAtemwegserkrankungen\u201d (die Kategorie, in der COVID-F\u00e4lle gemeldet werden) gemeldet hat. Das bedeutet, dass Amazon gegen\u00fcber der OSHA behauptet hat, dass fast keine der Zehntausenden von COVID-19-Infektionen unter seinen Mitarbeitern arbeitsbedingt waren \u2013 eine Leistung, die so au\u00dfergew\u00f6hnlich ist, dass sie unglaublich ist. Amazon, der zweitgr\u00f6\u00dfte private Arbeitgeber in den USA, hat das Leben von Arbeitnehmern gef\u00e4hrdet, indem es der OSHA Informationen \u00fcber COVID-19-F\u00e4lle in seinen Einrichtungen vorenthielt und damit die F\u00e4higkeit der Beh\u00f6rde untergrub, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen und das Unternehmen f\u00fcr unsichere Bedingungen zur Verantwortung zu ziehen. Die SOC, die International Brotherhood of Teamsters, das Warehouse Workers Resource Center und das Awood Center haben eine Beschwerde an den stellvertretenden Arbeitsminister Douglas Parker gesandt, in der sie die OSHA auffordern, Amazons beunruhigendes Muster irref\u00fchrender oder grob unvollst\u00e4ndiger Informationen zu COVID-19-F\u00e4llen in seinen Lagerh\u00e4usern zu untersuchen<\/em>.\u201d (Engl.)\u00a0<a href=\"https:\/\/thesoc.org\/what-we-do\/hidden-pandemic-amazons-secrecy-and-obstruction-during-the-covid-19-crisis\/\">Meldung des Strategic Organizing Center vom 30.11.2021<\/a>\u00a0\u00a0zu:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/thesoc.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Hidden-Pandemic-Amazons-Secrecy-And-Obstruction-During-The-COVID-19-Crisis.pdf\">Studie vom November 2021<\/a>: Hidden Pandemic: Amazon\u2019s Secrecy And Obstruction During The COVID-19 Crisis<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/thesoc.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/SOC-OSHA-Letter__113021.pdf\">Schreiben an den stellvertretenden Arbeitsminister Douglas Parker<\/a>\u00a0vom Strategic Organizing Center, der International Brotherhood of Teamsters, dem Awood Center und dem Warehouse Worker Resource Center<\/li>\n<li>Siehe auch den letzten Beitrag:<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>[USA] Amazon soll Mitarbeitern Corona-F\u00e4lle verheimlicht haben: 500.000 US-Dollar Geldstrafe<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>In den USA musste sich Amazon mit der Anschuldigung auseinandersetzen, Corona-Infektionen unter den Mitarbeitern verheimlicht zu haben. Hat Amazon zu wenig f\u00fcr die Sicherheit seiner Angestellten getan, indem Corona-F\u00e4lle unter den Mitarbeitern verheimlicht wurden? \u2013 Diesen Vorwurf muss sich der Online-Riese in den USA, genauer gesagt im US-Bundesstaat Kalifornien, vom zust\u00e4ndigen Generalstaatsanwalt gefallen lassen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Mitarbeiter moniert, dass das Benachrichtigungssystem im Falle von Covid-Infektionen nur l\u00fcckenhaft sei, sie zu sp\u00e4t vor Ausbr\u00fcchen in Teams gewarnt oder auch gar nicht informiert worden seien. Als Reaktion auf diese Vorw\u00fcrfe hat sich der Konzern nun bereit erkl\u00e4rt, insgesamt 500.000 US-Dollar zu zahlen. Diese Summe sei zwar f\u00fcr einen milliardenschweren Konzern wie Amazon vergleichsweise gering, doch im Vergleich mit anderen Geldbu\u00dfen, mit denen Unternehmen bisher aufgrund von Verst\u00f6\u00dfen gegen die Corona-Sicherheit belegt wurden, sei sie durchaus als hoch einzustufen.\u00a0\u00a0Neben der Zahlung stimmte Amazon einer \u00dcberwachung zu und versprach, in Zukunft die Verbraucherschutzgesetze der Bundesstaaten noch besser durchzusetzen: Unter anderem solle die Art und Weise verbessert werden, wie sowohl Mitarbeiter als auch lokale Gesundheitsbeh\u00f6rden \u00fcber F\u00e4lle von Corona-Infektionen in den eigenen Teams benachrichtigt werden, hei\u00dft es bei der\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.latimes.com\/business\/story\/2021-11-15\/amazon-covid-outbreak-workplace-safety-right-to-know-penalty\"><em>Los Angeles Times<\/em><\/a><em>\u00a0\u00a0mit Verweis auf die entsprechende Vereinbarung. Konkret habe Amazon zugestimmt, seine Mitarbeiter in den logistischen Zentren innerhalb eines Tages \u00fcber neue Corona-F\u00e4lle zu informieren. Auch die genaue Anzahl registrierter F\u00e4lle solle in diesem Zuge offengelegt werden<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/unternehmen\/2920-amazon-soll-mitarbeitern-corona-faelle-verheimlicht-haben-geldstrafe.html\">Beitrag von Tina Plewinski vom 16. November 2021 im Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<li><strong>[USA] \u201cMegacycle\u201d: KollegInnen im Chicagoer Amazon-Verteilzentrum streikten am 7. April gegen die 10,5-Stunden-Schichten<br \/>\n<\/strong>In Chicago haben Amazon-Nachtarbeiter am Mittwoch, 7.4..21, ihren Job niedergelegt, um gegen das zu protestieren, was als \u201cMegacycle\u201d bekannt ist. Die 10-st\u00fcndige Arbeitsschicht, die im vergangenen Jahr in den USA eingef\u00fchrt wurde, war f\u00fcr Amazon-Mitarbeiter mit gesundheitlichen Problemen und f\u00fcr Mitarbeiter mit Tagesverpflichtungen wie Kinderbetreuung verheerend. In verwandten Nachrichten stellte das National Labour Relations Board fest, dass Amazon zwei Mitarbeiter illegal entlassen hatte, nachdem sie das Unternehmen \u00f6ffentlich aufgefordert hatten, Bedenken hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in seinen Lagern auszur\u00e4umen und bessere Richtlinien zum Klimaschutz zu erlassen. So eine kurze Zusammenfassung des\u00a0<a href=\"https:\/\/www.democracynow.org\/2021\/4\/8\/headlines\/amazon_overnight_workers_in_chicago_walk_off_job_to_protest_grueling_10_hour_overnight_shifts\">Beitrags vom 8.4.21 bei Democracy Now!<\/a>: \u201cAmazon Overnight Workers in Chicago Walk Off Job to Protest Grueling 10+ Hour Overnight Shifts\u201d. Siehe dazu:<\/p>\n<ul>\n<li>die Berichterstattung von\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/AUchicagoland\">Amazonians United Chicagoland auf Twitter<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>und dort insbesondere dern\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/AUchicagoland\/status\/1380186570997821440\/photo\/1\">Erkl\u00e4rung zum Streik<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Einblicke in die Arbeitsbedingungen in Chicago liefert auch \u201cPrimed for Struggle: Organizing Inside Amazon. \u201c<em>We\u2019re not sitting around waiting for anyone to recognize us as a union in order to be or act as a union.\u201d An Amazon worker in Chicago talks to Rampant about what it will take to unionize the behemoth<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/rampantmag.com\/2021\/03\/primed-for-struggle-organizing-inside-amazon\/\">Interview von Dana Blanchard vom 11.3.2021 Rampart-Magazin<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Siehe zur Vorgeschichte unsere Meldung von Anfang Februar weiter unten: [USA] In einem Chicagoer Amazon-Verteilzentrum sollen die Mitarbeiter nun 10,5 Stunden am St\u00fcck arbeiten \u2013 dagegen regt sich Protest<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>[Kanada] Amazon muss schon wieder Logistikzentrum wegen Corona schlie\u00dfen<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Das Coronavirus sorgt speziell auch in der Logistikbranche weiter f\u00fcr Schlagzeilen. In Kanada musste Amazon ein Zentrum nun vor\u00fcbergehend schlie\u00dfen. Trotz steigender Impfzahlen ist die Pandemie noch l\u00e4ngst nicht vor\u00fcber und bereitet dem Handel und der Logistik weiterhin Sorgen. Auch bei Amazon gibt es derzeit wieder einen Vorfall rund um das Infektionsgeschehen:\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.theverge.com\/2021\/3\/13\/22328874\/amazon-ordered-temporarily-close-canada-toronto-increase-coronavirus\"><em>Laut TheVerge<\/em><\/a><em>\u00a0musste der Online-Riese in der N\u00e4he von Toronto, Kanada, nun eines seiner Fulfillment-Zentren vor\u00fcbergehend dicht machen. Die zweiw\u00f6chige Schlie\u00dfung sei auf Anordnung der zust\u00e4ndigen Gesundheitsbeh\u00f6rde erfolgt. Zwar habe eine Untersuchung der ans\u00e4ssigen Gesundheitsbeh\u00f6rden ergeben, dass die Rate der Covid-Infektionen innerhalb der Region zur\u00fcckgegangen sei, allerdings habe sich die Lage bei Amazon vor Ort entgegengesetzt entwickelt: In der Einrichtung selbst sei die Zahl an Infektionen \u201eerheblich gestiegen\u201c. Um die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen, seien sofortige Ma\u00dfnahmen und dementsprechend eben auch eine Schlie\u00dfung notwendig. Ein Sprecher von Amazon habe sich gegen\u00fcber TheVerge skeptisch gezeigt, dass die erhobenen Daten tats\u00e4chlich eine Schlie\u00dfung des Logistikzentrums n\u00f6tig machen. Daher plane der Konzern, gegen die Entscheidung der Gesundheitsbeh\u00f6rde Berufung einzulegen<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/unternehmen\/2558-amazon-logistikzentrum-corona-schliessen.html\">Beitrag von Tina Plewinski vom 15. M\u00e4rz 2021 im Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<li><strong>[USA] New York reicht Klage gegen Amazon ein \u2013 wegen mangelnden Corona-Schutzes<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Sind Amazons Mitarbeiter in Zeiten von Corona ausreichend gesch\u00fctzt? Diese Frage wird nun auch auf rechtlichem Parkett nachgegangen. Der US-Bundesstaat New York hat Klage gegen den Online-Riesen Amazon eingereicht. Der Grund: Amazon habe demnach gegen geltendes Arbeitsrecht des Staates versto\u00dfen und es vers\u00e4umt, in den vergangenen Monaten ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen sowie seine Mitarbeiter ausreichend vor dem Coronavirus zu sch\u00fctzen,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/New-York-klagt-gegen-Amazon-Mangelnder-Arbeitsschutz-in-Pandemie-5058358.html\"><em>schreibt Heise Online<\/em><\/a><em>\u00a0mit Verweis auf Aussagen der New Yorker Generalstaatsanw\u00e4ltin Letitia James. Doch nicht nur vermeintlich unzureichende Schutzma\u00dfnahmen werden dem Konzern im Rahmen der Klage vorgeworfen. Amazon habe laut den Anschuldigungen \u201eMitarbeiter widerrechtlich gefeuert und diszipliniert\u201c. Dabei st\u00fcnden besonders jene Mitarbeiter im Fokus, die sich zuvor kritisch gegen\u00fcber den Arbeitsbedingungen ge\u00e4u\u00dfert hatten. \u201eAmazon hat den Profit \u00fcber die Menschen gestellt\u201c, wird Letitia James au\u00dferdem zitiert. Wie\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2021\/feb\/17\/amazon-sued-new-york-failure-protect-workers-pandemic-claims\"><em>der Guardian berichtet<\/em><\/a><em>, hatte James bereits im M\u00e4rz des vergangenen Jahres eine Untersuchung gegen Amazon eingeleitet, nachdem es Beschwerden \u00fcber mangelnde Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr die Mitarbeiter gab. Im Rahmen dieser Untersuchung seien insbesondere zwei New Yorker Logistikeinrichtungen mit einer Teamgr\u00f6\u00dfe von insgesamt 5.000 Mitarbeitern in den Fokus ger\u00fcckt worden: eine in Queens, die andere in Staten Island \u2013 beide Standorte h\u00e4tten zum Zeitpunkt der Kritik im Zentrum der US-amerikanischen Pandemie gelegen. Jene Untersuchungen h\u00e4tten gezeigt, dass Amazon mit seinen Gesundheits- und Sicherheitsma\u00dfnahmen gegen das Recht im US-Bundesstaat verstie\u00df.\u00a0(\u2026) Ganz \u00fcberraschend kommt die Klage gegen Amazon nicht. Bereits in der vergangenen Woche sei Amazon laut Heise vor Gericht gezogen: mit dem Ziel, die Klage durch Generalstaatsanw\u00e4ltin Letitia James zu verhindern. Dabei kritisierte der Konzern, dass James ihre Befugnisse \u00fcberschreite und ihr eine \u201eRegulierung der Arbeitsplatzsicherheit\u201c nicht zustehe, hei\u00dft es weiter<\/em>.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2528-new-york-reicht-klage-gegen-amazon-ein-wegen-mangelndem-corona-schutz.html\">Beitrag von Tina Plewinski vom 19. Februar 2021 im Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<li><strong>[USA] In einem Chicagoer Amazon-Verteilzentrum sollen die Mitarbeiter nun 10,5 Stunden am St\u00fcck arbeiten \u2013 dagegen regt sich Protest<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Amazon hat gut zu tun: Immer mehr Menschen bestellen in der Coronapandemie online. Das hei\u00dft vor allem f\u00fcr die Mitarbeiter in den Logistikzentren: Gas geben. In den USA sollen in einem Chicagoer Verteilzentrum\u00a0die Mitarbeiter sogar 10,5-Stunden-Schichten schieben \u2013 nicht ganz freiwillig,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.vice.com\/en\/article\/y3gk3w\/amazon-is-forcing-its-warehouse-workers-into-brutal-megacycle-shifts\"><em>wie Vice berichtet<\/em><\/a><em>. Im Januar teilte Amazon demnach den Mitarbeitern des\u00a0Lagerhauses\u00a0DCH1 in Chicago mit, dass der Standort geschlossen werde. Sie k\u00f6nnten zwar in einem anderen Logistikzentrum vor Ort weiterarbeiten \u2013 m\u00fcssten dort daf\u00fcr allerdings 10,5-Stunden-Nachtschichten in Kauf nehmen, in Amazon-Kreisen als \u201eMegacycle\u201c bekannt. Diese l\u00e4uft von 1:20 Uhr bis 11:50 Uhr. Einige der betroffenen Amazon-Mitarbeiter gehen nun\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/docs.google.com\/forms\/d\/e\/1FAIpQLSfa0MTP6JEXd6IohvmFObn38oKHWrWLBoVApsYVluD-NKXAuw\/viewform\"><em>mit einer Petition\u00a0<\/em><\/a><em>dagegen vor: Sie fordern vor allem, dass die Arbeitszeit angepasst wird, damit sich die Angestellten auch um die Familie k\u00fcmmern k\u00f6nnen. \u201eDer neue Zeitplan ist vor allem f\u00fcr viele M\u00fctter, diejenigen, die \u00e4ltere Angeh\u00f6rige pflegen, und andere, die in den Morgenstunden zu Hause sein m\u00fcssen, nicht praktikabel\u201c, sagte ein Mitarbeiter. Viele Eltern m\u00fcssten sich au\u00dferdem wegen der Coronapandemie und geschlossener Schulen zu Hause um ihre Kinder k\u00fcmmern. Au\u00dferdem solle Amazon den Lohn um zwei Dollar erh\u00f6hen und sich um die Bef\u00f6rderung zum neuen Standort k\u00fcmmern. \u201eAmazons \u00c4nderung der Schichtpl\u00e4ne der Lieferstationen st\u00fcrzt unser Leben ins Chaos\u201c hei\u00dft es in der Petition. \u201eSie lassen uns zwei Wochen Zeit, um uns zwischen der Versorgung unserer Familie und einem Job zu entscheiden.\u201c Eine Mitarbeiterin erkl\u00e4rte au\u00dferdem: \u201eWir m\u00fcssen diese Option w\u00e4hlen oder unsere Jobs verlieren. Es ist keine echte Option. Sie sagen uns im Grunde \u2019Ihr seid gefeuert\u2019.\u201c.<\/em>..\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2512-amazon-logistik-mitarbeiter-zehn-stunden-schicht.html\">Artikel \u201cAmazon treibt Logistik-Mitarbeiter in Zehn-Stunden-Schicht\u201d von Markus G\u00e4rtner vom 05. Februar 2021 beim Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<li><strong>USA: Klage von Amazon gefeuerter KollegInnen vom NLRB zugelassen<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.buzzfeednews.com\/article\/carolineodonovan\/amazon-worker-retaliation-coronavirus\">\u201eThis Fired Worker Said Amazon Retaliated Against Her. Now The Company Is Facing Charges\u201c voon Caroline O\u2019Donovan am 04. Dezember 2020 bei Buzzfeed<\/a>\u00a0berichtet davon, dass eine Kollegin von insgesamt sechs, die wegen ihrer Proteste gegen das Verhalten des Unternehmens im Zuge der Arbeitsdiktate w\u00e4hrend der Epidemie entlassen worden waren, mit ihrer Klage vom NLRB zugelassen worden ist. Courtney Bowden \u2013 die tats\u00e4chlich in einer Amazon-Niederlassung in (Achtung!) dem St\u00e4dtchen K\u00f6nig von Preu\u00dfen (King of Prussia) im Bundesstaat Pennsylvania arbeitete, wurde laut ihrer Klage von der Unternehmensleitung zun\u00e4chst bedroht und dann entlassen, weil sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen \u00fcber die zunehmend gef\u00e4hrlichen Arbeitsbedingungen bei Amazon zu Epidemie-Zeiten geredet hatte und f\u00fcr Aktionen argumentiert. Dass die Klage zugelassen wurde und ein Anh\u00f6rungsverfahren er\u00f6ffnet, so wird in dem Bericht unterstrichen, werde zwar nicht zu einer gr\u00f6\u00dferen Strafe f\u00fcr das Unternehmen f\u00fchren \u2013 sei aber f\u00fcr die Verteidigung der Rechte der Besch\u00e4ftigten von ganz zentraler Bedeutung, weswegen der Vorgang von vielen bei Amazon und auch in den Gewerkschaften sehr aufmerksam verfolgt werde.<\/li>\n<li><strong>Lockdown Interviews \u2013 Amazon<br \/>\n<\/strong><em>\u201cIm November h\u00f6rten wir von Wildcat-Aktionen von ArbeiterInnen bei Amazon in Polen. GenossInnen in Croydon und Bristol schrieben Flugbl\u00e4tter, um die gute Nachricht unter den einheimischen Amazon-ArbeiterInnen zu verbreiten. In der Zwischenzeit sprachen wir mit einem Freund, der bei Amazon in Schottland arbeitet \u2013 wo es den ArbeiterInnen noch immer an Selbstvertrauen fehlt, \u00e4hnliche Schritte zu unternehmen. Das Interview k\u00f6nnt ihr unten lesen. Es ist Teil einer gr\u00f6\u00dferen Serie und wird Teil einer Brosch\u00fcre werden, die Anfang 2021 in Umlauf gebracht werden soll. Wir wollen in die sich entwickelnden K\u00e4mpfe gegen den gegenw\u00e4rtigen Angriff auf L\u00f6hne und Arbeitspl\u00e4tze eingreifen und die selbst\u00e4ndige Organisierung der Arbeiterinnen und Arbeiter f\u00f6rdern. Kopf hoch! Ich arbeite in einem Sortierzentrum in Schottland. Dort habe ich Anfang September begonnen, bei Adecco zu arbeiten. Die meisten Leute im Lager sind LeiharbeiterInnen. Covid spielt dort, wo ich arbeite, eine gro\u00dfe Rolle. In dieser Region sind so viele arbeitslos oder beurlaubt, dass Amazon davon profitieren kann. (\u2026) Das ist im Moment das Frustrierendste; sie setzen Gesundheit und Sicherheit als Waffe gegen einen ein. Das ist ein wichtiges Werkzeug in ihrer Hand, um Menschen im Lagerhaus zu diskriminieren. Es gibt Leute, deren Aufgabe es ist, mit einem gro\u00dfen Stock herumzulaufen und \u201c2 Meter Abstand\u201d zu schreien. Wir nennen sie die \u201c2-Meter-Nazis\u201d. Gleichzeitig gibt es auch Kontrolleure, die einen in \u00fcberf\u00fcllte G\u00e4nge zur Arbeit schicken. Sie setzen dich unter Druck und sagen: \u201cEs tut mir leid, aber du musst das tun\u201d. Wenn du Streit mit ihnen hast, melden sie dich. Wir hatten letzte Woche ein Treffen mit einem gro\u00dfen Betriebsleiter, den wir normalerweise kaum sehen. Er sagte, er sei entsetzt \u00fcber das Chaos und den Mangel an Social Distancing im Lagerhaus. Er erz\u00e4hlte uns, dass er an seinem ersten Tag nach seinem Urlaub 50 Fahrer entlassen habe, weil sie sich nicht an die Social-Distancing-Regeln hielten. Er hat uns verarscht, er hat keine 50 Fahrer entlassen, aber er wollte uns Angst einjagen. Das andere Problem ist, dass sie h\u00e4ufig Schichten streichen. Sie stellten im Oktober und November zu viele Leute ein, um auf die Weihnachtszeit vorbereitet zu sein, was dazu f\u00fchrte, dass vor Dezember viele Schichten gestrichen wurden. Im Durchschnitt eine Schicht pro Woche. Manchmal werden die Leute vor der T\u00fcr nach Hause geschickt. Oder sie lassen einen hereinkommen und sagen: \u201cSetzen Sie sich in die Kantine und warten Sie\u201d. Dann sagen sie: \u201cEntschuldigung, jemand hat Mist gebaut, Sie m\u00fcssen nach Hause gehen\u201d. Sie bieten dir an, dir f\u00fcr diesen Tag Urlaub zu geben \u2013 wenn du genug Urlaub angesammelt hast \u2013 oder sie machen sich \u00fcber dich lustig und sagen: \u201cIch kann Ihnen einen Tag Urlaub geben\u201d, nat\u00fcrlich unbezahlt! Das ist nur eine h\u00f6fliche Art zu sagen: \u201cVerpiss dich\u201d. Sie haben die Macht \u00fcber dich. Es gibt eine Vereinbarung, dass Amazon h\u00f6here Stundens\u00e4tze bezahlt als die anderen Lagerh\u00e4user im Industriegebiet, aber das bedeutet nicht viel, wenn sie deine Schichten streichen. Abgesehen von den Schichten ist der Kampf um die p\u00fcnktliche Bezahlung der \u00dcberstunden, wie ein st\u00e4ndiger Guerillakrieg mit dem Unternehmen\u2026\u201c<\/em>\u00a0anonyme Interviews in dt. \u00dcbersetzung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.autonomie-magazin.org\/2020\/12\/lockdown-interviews-amazon\/\">am 07.12.2020 im Autonomie Magazin<\/a>\u00a0dokumentiert. Das Original wurde bei\u00a0<a href=\"https:\/\/letsgetrooted.wordpress.com\/\">Let\u00b4s Get Rooted!<\/a>\u00a0auf Englisch ver\u00f6ffentlicht.<\/li>\n<li><strong>[USA] Corona-Klage gegen Amazon: Gefeuerter Mitarbeiter zieht vor Gericht<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Der Ex-Mitarbeiter und Streikf\u00fchrer Chris Smalls klagt wegen nicht ausreichender Corona-Schutzma\u00dfnahmen gegen Amazon. Die Coronapandemie bringt Amazon zwar immense Gewinne \u2013 aber auch jede Menge \u00c4rger vor Gericht. Ein Ex-Mitarbeiter hat gegen Amazon Klage eingereicht,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/techcrunch.com\/2020\/11\/12\/amazon-faces-lawsuit-alleging-failure-to-provide-ppe-to-workers-during-pandemic\/\"><em>wie Techcrunch berichtet<\/em><\/a><em>. Er wirft seinem alten Arbeitgeber vor, die Mitarbeiter nicht ausreichend vor dem Coronavirus zu sch\u00fctzen.\u00a0Amazon habe zeitweise w\u00e4hrend der Covid-19-Pandemie seine Mitarbeiter \u2013 vor allem Latinos und Persons of Color \u2013 unter anderem nicht bzw. zu sp\u00e4t mit pers\u00f6nlicher Schutzausr\u00fcstung ausgestattet, so einer der Vorw\u00fcrfe. Damit h\u00e4tte das Unternehmen sowohl gegen Menschenrechtsgesetze von New York City sowie gegen Bundes- und Staatsgesetze versto\u00dfen. \u201eIch war ein loyaler Arbeiter und habe alles f\u00fcr Amazon gegeben, bis ich kurzerhand entlassen und wie Abfall weggeworfen wurde, weil ich darauf bestand, dass Amazon seine engagierten Arbeiter vor Covid-19 sch\u00fctzt\u201c, erkl\u00e4rte Christian Smalls.\u00a0Smalls ist kein Unbekannter im\u00a0Aufbegehren gegen Amazon: Der ehemalige Lagerarbeiter hatte unter anderem in der\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2107-protest-corona-amazon-streikfuehrer-raus.html\"><em>Corona-Zeit einen Streik angef\u00fchrt<\/em><\/a><em>\u00a0, wurde daraufhin von Amazon \u2013 aus proklamierten anderen Gr\u00fcnden \u2013 entlassen; sp\u00e4ter protestierte er mit anderen Demonstranten\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2347-amazon-demonstranten-boykott-prime-day.html\"><em>vor Jeff Bezos\u2019 Villa<\/em><\/a><\/li>\n<li><em>. Auch der bekannte US-B\u00fcrgerrechtler Jesse Jackson unterst\u00fctzt die Klage. \u201eChris\u2019 Fall ist ein klassisches Beispiel daf\u00fcr, wie die Gier und Gef\u00fchllosigkeit von Unternehmen Gemeinden uns\u00e4glichen und unn\u00f6tigen Risiken aussetzen kann\u201c, sagt der Aktivist<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2408-corona-klage-amazon-mitarbeiter-gericht.html\">Beitrag von Markus G\u00e4rtner vom 13. November 2020 im Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<li><strong>[USA] Mangelnde Corona-Ma\u00dfnahmen bei Amazon? Gericht weist Klage ab<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Im Fall einer Klage rund um vermeintlich ungen\u00fcgende Corona-Ma\u00dfnahmen darf sich Amazon nun freuen. In den USA wurde am Montag, dem 2.November, eine Klage gegen Amazon durch einen Bundesrichter am Bezirksgericht f\u00fcr den New Yorker Eastern District abgewiesen. Eingereicht wurde die Klage im vergangenen Juni von vier Mitarbeitern des Versandh\u00e4ndlers aus dem Fulfillment-Zentrum in Staten Island, New York. Sie warfen ihrem Arbeitgeber vor, ungen\u00fcgende Ma\u00dfnahmen im Kampf gegen Corona getroffen und so die Mitarbeiter nicht genug vor einer Ansteckung gesch\u00fctzt zu haben. Indem Amazon \u201edie Richtlinien zur \u00f6ffentlichen Gesundheit in Bezug auf das Coronavirus nicht befolgt\u201c habe, seien auch die Familienmitglieder der Mitarbeiter vor Ort einem erh\u00f6hten Krankheitsrisiko ausgesetzt worden, so der Vorwurf laut CNBC. Grunds\u00e4tzlich h\u00e4tte Amazon demnach die Produktivit\u00e4t im Logistikzentrum \u00fcber die Sicherheit des Personals gestellt. Als weiterer Punkt im Rahmen der Klage wurde der Vorwurf gelistet, dass der Konzern auch gegen das New Yorker Arbeitsrecht versto\u00dfen und Corona-Krankengeld nicht \u201erechtzeitig\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt h\u00e4tte. (\u2026) Auch Brian Cogan, der Richter am zust\u00e4ndigen Bezirksgericht, sah Amazon offenbar im Recht. Er wies die Klage der Mitarbeiter zur\u00fcck: \u201eOhne Zweifel w\u00e4re es der beste Schutz gegen eine Ansteckung am Arbeitsplatz, [das Logistikzentrum] JFK8 w\u00e4hrend der Pandemie vollst\u00e4ndig zu schlie\u00dfen und den Mitarbeitern weiterhin L\u00f6hne und Leistungen zu bieten\u201c, zitiert CNBC Cogan. \u201eAber jemand muss ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung eines bestimmten Betriebsniveaus und einem gewissen Ma\u00df an Schutzma\u00dfnahmen finden.\u201c Das Urteil wurde unter anderem von mitarbeiternahen Interessengruppen kritisiert und beispielsweise als \u201everheerend\u201c f\u00fcr die Angestellten des Online-Riesen bezeichnet. Der Schritt zur Berufung wurde offengehalten<\/em>.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/unternehmen\/2396-mangelnde-corona-massnahmen-amazon-gericht-weist-klage-ab.html\">Beitrag von Tina Plewinski vom 04. November 2020 im Amazon-Watchblog<\/a>\u00a0(siehe Infos zur Klage weiter unten)<\/li>\n<li><strong>Coronavirus: Kalifornien untersucht Arbeitssicherheit in Amazon-Lagern \u2013 Jeff Bezos verdient 13 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Tages<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>In Kalifornien wird untersucht, ob Amazon seine Mitarbeiter ausreichend vor dem Coronavirus sch\u00fctzt. Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon aufgrund der Arbeitsbedingungen in seinen Logistiklagern in der Kritik steht. Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, Xavier Becerra, die kalifornische Division of Occupational Safety and Health (Abteilung f\u00fcr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) und das US-Gesundheitsministerium in San Francisco haben Untersuchungen eingeleitet, um Amazons Praktiken bez\u00fcglich der Coronapandemie zu pr\u00fcfen. Es wird untersucht, ob Amazon seine Mitarbeiter ausreichend vor dem Virus sch\u00fctzt. (\u2026) Ausl\u00f6ser ist eine Klage der Amazon-Mitarbeiterin Chiyomi Brent vom 11. Juni. Sie arbeitet im Fulfillment Center in San Francisco und wirft Amazon vor, die Besch\u00e4ftigten \u201eunn\u00f6tigen Risiken\u201c auszusetzen. Sie behauptet etwa, dass Amazon unsichere Arbeitspraktiken verlange, zum Beispiel das Teilen von Equipment. Au\u00dferdem werde keine zus\u00e4tzliche Zeit erlaubt, um sicheres Social Distancing zu erm\u00f6glichen. Ethan Schulman, zust\u00e4ndiger Richter am Obersten Gerichtshof in San Francisco, hat im Zuge der Vorw\u00fcrfe jedoch keine einstweilige Verf\u00fcgung erlassen, die zu einer Schlie\u00dfung des Logistiklagers gef\u00fchrt h\u00e4tten. (\u2026) Amazon muss sich seit Monaten immer wieder Kritik an seinem Umgang mit dem Coronavirus gefallen lassen. Seit Mai l\u00e4uft bereits eine Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft. Barbara Chandler, Amazon-Mitarbeiterin in Staten Island, New York,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2183-coronavirus-mitarbeiter-klagen-amazon.html\"><em>hat Klage eingereicht<\/em><\/a><em>, weil sie im April selbst am Coronavirus erkrankte und kurz darauf ihr Cousin starb, der im selben Haushalt wohnte. Auch die Aktion\u00e4re erh\u00f6hten bereits im Mai den Druck auf Amazon, die Bem\u00fchungen zum Schutz vor dem Coronavirus zu erh\u00f6hen<\/em>.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2248-kalifornien-arbeitssicherheit-amazon-lager.html\">Beitrag von Christoph Pech vom 28. Juli 2020 im Amazon-Watchblog<\/a>\u00a0\u00a0\u2013 pikant dazu:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Jeff Bezos verdient 13 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Tages. Wieder einmal bricht der Amazon-Chef s\u00e4mtliche Rekorde mit seinem Verm\u00f6gen<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>F\u00fcr Amazon l\u00e4uft es in der Krise gut: Aufgrund von Gesch\u00e4ftsschlie\u00dfungen und Angst vor Ansteckung in station\u00e4ren Gesch\u00e4ften werden noch mehr Waren online eingekauft. Bereits Anfang Juli kletterte die Amazon-Aktie nach oben und lie\u00df Bezos Verm\u00f6gen so auf einen Rekordwert von rund 170 Milliarden US-Dollar ansteigen, doch diesen Spitzenbetrag \u00fcbertrifft er nun erneut. (\u2026) Jeff Bezos ist ohnehin schon der reichste Mann der Welt und k\u00f6nnte wohl im Jahr 2026 der erste Billion\u00e4r der Menschheitsgeschichte werden. Hier scheint er in jedem Fall auf einem guten Weg zu sein: Allein im aktuell noch laufenden Kalenderjahr ist sein Verm\u00f6gen schon um 74 Milliarden angestiegen und liegt jetzt bei 189,3 Milliarden US-Dollar<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/jeff-bezos\/2243-jeff-bezos-milliarden-dollar-ein-tag.html\">Beitrag von Hanna Behn vom 22. Juli 2020 im Amazon-Watchblog<\/a>\u00a0\u2013 m\u00f6glich nicht zuletzt, weil Amazon in den USA die Corona-Lohnerh\u00f6hung wieder\u00a0gestrichen hat, s.u.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Tod durch Coronavirus: US-Mitarbeiter klagen gegen Amazon \/ USA: Amazon streicht Corona-Lohnerh\u00f6hung wieder\u00a0<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Tod durch Coronavirus: US-Mitarbeiter klagen gegen Amazon<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Amazon-Mitarbeiter in New York haben den E-Commerce-Riesen verklagt und werfen ihm vor, durch unzureichende Schutzma\u00dfnahmen indirekt schuld am Tod eines Familienmitglieds zu sein. Barbara Chandler arbeitet in Amazons JFK8-Fulfillment-Zentrum in Staten Island, New York. Nachdem sie im M\u00e4rz an dem Coronavirus erkrankte, starb im April ihr Cousin, der im selben Haushalt wohnte. Sie gibt Amazon die Schuld daran und hat gemeinsam mit anderen Arbeitern Klage eingereicht,\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/uk.reuters.com\/article\/us-health-coronavirus-amazon-com-lawsuit\/amazon-is-sued-over-warehouses-after-new-york-worker-brings-coronavirus-home-cousin-dies-idUKKBN23A3FI\"><em>wie Reuters UK berichtet<\/em><\/a><em>. Die Logistik-Mitarbeiterin klagt \u00fcber die Arbeitsbedingungen bei Amazon in der Coronakrise: Der \u2013 auch von anderen oft geh\u00f6rte \u2013 Vorwurf: Der Konzern tue zu wenig f\u00fcr den Schutz seiner Mitarbeiter in den Logistikzentren vor einer m\u00f6glichen Ansteckung. Amazon stelle die Produktivit\u00e4t \u00fcber die Sicherheit. Das Unternehmen habe die rund 5.000 Mitarbeiter in dem New Yorker Lager gezwungen, in \u201eschwindelerregendem Tempo\u201c zu arbeiten \u2013 die eigentlich von Amazon eingef\u00fchrten Sicherheitsma\u00dfnahmen h\u00e4tten so nicht eingehalten werden k\u00f6nnen, hei\u00dft es. Amazon habe das Lager zu einem \u201eOrt der Gefahr\u201c gemacht. (\u2026) Die Kl\u00e4ger wollen Amazon mit einer einstweiligen Verf\u00fcgung dazu bringen, dass das Unternehmen die Gesetze zur Arbeitssicherheit einh\u00e4lt. Amazon hat sich bisher zu dem Fall nicht ge\u00e4u\u00dfert<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2183-coronavirus-mitarbeiter-klagen-amazon.html\">Artikel von Markus G\u00e4rtner vom 04. Juni 2020 im Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Amazon streicht Corona-Lohnerh\u00f6hung wieder<br \/>\n<\/strong>\u201c\u2026 \u201e<em>Wir wollen den Lohn, bis die Masken verschwinden.\u201c Viele Mitarbeiter in den US-Verteilzentren f\u00fcrchten eh schon das Ansteckungsrisiko und kritisieren den ihrer Meinung nach unzureichenden Schutz \u2013 jetzt verlieren sie auch noch das kurzfristig erlangte Geld. \u201eEs bringt mich um, dass sich das Unternehmen nicht darum k\u00fcmmert, was eine Lohnk\u00fcrzung f\u00fcr die Moral bedeutet\u201c, sagte ein anonymer Arbeitnehmer aus South Carolina gegen\u00fcber Business Insider. \u201eFast alle sind sehr entt\u00e4uscht und ver\u00e4rgert\u201c, meint ein Mitarbeiter aus Indiana. \u201eWir wollen den Lohn, bis die Masken verschwinden.\u201c Ein weiterer Amazon-Angestellter sagt: \u201eUnter den gegenw\u00e4rtigen Umst\u00e4nden sollten sie den Lohn eigentlich erh\u00f6hen, anstatt ihn wegzunehmen.\u201c (\u2026) Schon zwischendurch zog Amazon Kritik auf sich, als es statt der Lohnerh\u00f6hung die Mitarbeiter mit \u201eDanke\u201c-Shirts abspeisen wollte, wie der Standard berichtete. Mittlerweile gibt es in den Amazon-Lagern in den USA mindestens acht Corona-Todesf\u00e4lle, die Anzahl der Infizierten ist unklar, Amazon gibt dazu keine Zahlen bekannt. Eine Gruppe von Amazon-Mitarbeitern in New York hat gerade erst Klage wegen eines Corona-Todesfalles eingereicht<\/em>.\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2185-amazon-streicht-corona-lohnerhoehung-wieder.html\">Artikel von Markus G\u00e4rtner vom 05. Juni 2020 im Amazon-Watchblog<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Nebenbei den erk\u00e4mpften Corona-Bonus streichen: Da bekommt Amazon Protest \u2013 in den USA, wie in der BRD<br \/>\n<\/strong>Bonus-Zahlungen w\u00e4hrend der f\u00fcr Amazon so profittr\u00e4chtigen Epidemie-Zeit: Das war das Zugest\u00e4ndnis der Unternehmensleitung an die weltweit sich ausbreitenden Proteste und Aktionen gegen seine Profitjagd auf Kosten der Sicherheit der Besch\u00e4ftigten. Und weil die Aktion\u00e4re ja das Wichtigste sind (und zur Zeit gerade fast \u00fcberall ohnehin die \u201eNachfrage\u201c nach Jobs w\u00e4chst und wenn sie noch so \u00fcbel sind) soll dieser Bonus nun wieder gestrichen werden. Was nicht nur Emp\u00f6rung, sondern auch weiteren Widerstand entstehen l\u00e4sst. In dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/amazon-cuts-2-dollar-hazard-pay-bezos-150-billion-2020-6?r=DE&amp;IR=T\">Beitrag \u201eAmazon drops $2 coronavirus pay rise for warehouse workers as CEO Jeff Bezos\u2019 fortune nears $150 billion\u201c am 03. Juni 2020 von Isobel Hamilton beim Business Insider<\/a>\u00a0wird dieser antisoziale Schritt aus den USA berichtet und in Zusammenhang mit der \u201eAktienentwicklung\u201c gebracht\u2026 Siehe dazu auch eine Meldung \u00fcber eine Protestaktion in Leipzig:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eAmazon stopped paying the risk-bonus for no reason, which pisses us off. There are many cases around the globe. Yesterday, workers hung a transparent in front of Amazon\u2019s warehouse in Leipzig. It says: \u201cMore money in the long run \u2013 collective bargaining contract now!\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/AmazonWorkersIn\/status\/1268963164739297281\">am 05. Juni 2020 im Twitter-Kanal von Amazon Workers International<\/a>\u00a0berichtet (mit Foto) von der Protestaktion in Leipzig mit der Forderung nach tarifvertraglicher Erh\u00f6hung (statt \u201egro\u00dfz\u00fcgiger\u201c Boni, die dann wieder zur\u00fcck genommen werden)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Sammelklage in den USA: Amazon vor Gericht \/ Internationale Proteste bei Amazon: Gegen den \u00fcberm\u00e4chtigen Riesen\u00a0<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Amazon vor Gericht: Besch\u00e4ftigte in den USA wollen den Konzern auf Einhaltung des Arbeitsschutzes verpflichten<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Kaum ein Konzern hat so von der Coronakrise profitiert wie Amazon. Nun ziehen Angestellte des Onlineriesen in den USA vor Gericht, teilte die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag mit. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, nicht genug f\u00fcr die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu tun. Laut Anklageschrift habe Amazon in seinem Umschlagzentrum \u00bbJFK8\u00ab in Staten Island, einem Bezirk der Metropole New York, die Sicherheit von 5.000 Besch\u00e4ftigten gef\u00e4hrdet \u2013 zugunsten der Produktivit\u00e4t. Die Angestellten seien gezwungen gewesen, mit \u00bbschwindelerregendem Tempo\u00ab zu arbeiten, auch wenn es ihnen dadurch nicht m\u00f6glich war, die Abstandsregeln einzuhalten, sich die H\u00e4nde zu waschen und ihre Arbeitspl\u00e4tze regelm\u00e4\u00dfig zu desinfizieren. Barbara Chandler ist eine Kl\u00e4gerin. Sie sagte dem Bericht zufolge, sie sei im M\u00e4rz positiv auf den Covid-19-Erreger getestet worden, und sie habe mehrere Mitglieder ihres Haushalts angesteckt. Darunter auch einen Cousin, der Anfang April an den Folgen der Krankheit verstarb. Chandler macht den Konzern daf\u00fcr verantwortlich, weil die vom Unternehmen eingef\u00fchrten Sicherheitsvorkehrungen aufgrund des hohen Arbeitsdrucks nicht eingehalten h\u00e4tten werden k\u00f6nnen. Gemeinsam mit anderen Amazon-Besch\u00e4ftigten will sie nun mit einer einstweiligen Verf\u00fcgung erreichen, dass das Unternehmen die Gesetze zur Arbeitssicherheit einh\u00e4lt<\/em>\u2026\u201d\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/379627.sammelklage-amazon-vor-gericht.html\">Artikel von Bernd M\u00fcller in der jungen Welt vom 05.06.2020<\/a><\/li>\n<li><strong>Proteste bei Amazon: Gegen den \u00fcberm\u00e4chtigen Riesen<br \/>\n<\/strong><em>\u201cIn Deutschland, Frankreich und den USA organisiert sich die Amazon-Arbeiterschaft. Denn w\u00e4hrend der Onlineh\u00e4ndler zu den grossen Gewinnern der Coronakrise z\u00e4hlt, sind seine Angestellten den Risiken der Pandemie ausgesetzt. (\u2026) Die Angst vor einer Covid-19-Infektion kommt nicht von ungef\u00e4hr. Dort, wo sie arbeiten, beim Versandzentrum in Winsen (Luhe) s\u00fcdlich von Hamburg, gab es bis Ende April mehr als f\u00fcnfzig Coronaf\u00e4lle, womit der Amazon-Standort von den Gesundheitsbeh\u00f6rden offiziell als Hotspot eingestuft wurde. Seither gibt es offiziell zwar keine neuen F\u00e4lle, die Furcht ist aber geblieben: \u00abDie Stimmung in der Belegschaft ist miserabel, jeder hat Angst vor jedem\u00bb, sagt Olivia Meyer. Ihr Vorwurf: Amazon habe viel zu sp\u00e4t gehandelt. Ein Sprecher von Amazon Deutschland teilt hingegen mit, man tue alles, um die Besch\u00e4ftigten so weit wie m\u00f6glich zu sch\u00fctzen (\u2026)<\/em>\u00a0<em>Eine andere Sprache sprechen die Ergebnisse einer Umfrage, die die Gewerkschaft Verdi Anfang April unter Amazon-Besch\u00e4ftigten in Deutschland durchgef\u00fchrt hat: Die H\u00e4lfte der Befragten sagt, Abstand halten w\u00e4hrend der Arbeitszeit sei kaum m\u00f6glich. Lediglich jede vierte Person meint, Abstand halten sei sowohl bei Schichtbeginn als auch w\u00e4hrend der Schicht grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. (\u2026) Amazon scheint ein \u00fcberm\u00e4chtiger Riese, dagegen wirken die Ansatzpunkte f\u00fcr Widerstand der Besch\u00e4ftigten mikroskopisch klein. Doch es gibt sie: Durch die Pandemie k\u00f6nnten sich die Kampfbedingungen f\u00fcr die ArbeiterInnen verbessern. Gewerkschaftsaktivist Christian Kr\u00e4hling arbeitet seit mehr als zehn Jahren am Amazon-Standort im hessischen Bad Hersfeld. \u00abDie Unzufriedenheit vieler Arbeiterinnen und Arbeiter mit der Gesch\u00e4ftsleitung ist im Zuge der Coronapandemie merklich gestiegen\u00bb, sagt er. Ein Indiz: Es seien mehr KollegInnen als sonst \u00fcblich in die Gewerkschaft eingetreten. Viele Besch\u00e4ftigte h\u00e4tten etwa beim Zwei-Euro-Bonus gesehen, dass Lohnerh\u00f6hungen, wenngleich wie in diesem Fall tempor\u00e4re, doch m\u00f6glich seien. Darum f\u00fchrt Kr\u00e4hling die umstrittene Regelung gegen die Leitung ins Feld und fordert mit seinen aktiven KollegInnen, dass der Bonus genauso wie \u00dcberstundenzuschl\u00e4ge zuk\u00fcnftig obligatorisch gezahlt wird. Ein weiterer positiver Effekt f\u00fcr die aktive Belegschaft: Wegen des Umgangs Amazons mit der Coronakrise haben sich in Deutschland GewerkschaftsaktivistInnen aus verschiedenen Standorten besser vernetzt denn je. So fand bereits im M\u00e4rz ein deutschlandweites Treffen der gewerkschaftlichen Vertrauensleute statt; per Videokonferenz tauschten sie sich \u00fcber den Umgang der jeweiligen StandortleiterInnen und die Fallzahlen aus und besprachen, ob und wie gemeinsame Aktionen gestartet werden k\u00f6nnen. Amazons Umgang mit der Krise k\u00f6nnte noch eine weitere f\u00fcr die Leitung unerw\u00fcnschte Folge haben, meint Jean-Fran\u00e7ois B\u00e9rot. Der Arbeiter in einem Amazon-Versandzentrum s\u00fcdlich von Paris sieht in der aktuellen Krise gute Voraussetzungen daf\u00fcr, dass sich die Belegschaft \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg vernetzt. \u00ab\u00dcberall haben Amazon-Besch\u00e4ftigte die gleichen Probleme. In Frankreich, den USA und in Deutschland haben sie Angst, sich mit Corona anzustecken\u00bb, sagt B\u00e9rot. Auch ausserhalb Frankreichs haben Amazon-Besch\u00e4ftigte mitbekommen, wie B\u00e9rot und seine MitstreiterInnen lautstark vor dem Amazon-Werk dessen Schliessung gefordert hatten. Als sich der Konzern dann nach einem Gerichtsbeschluss gezwungen sah, seine grossen Lagerzentren tats\u00e4chlich dichtzumachen, haben ArbeiterInnen in anderen L\u00e4ndern gesehen, was m\u00f6glich ist. (\u2026) Mittlerweile tauschen sich t\u00e4glich Amazon-ArbeiterInnen aus etwa einem Dutzend Staaten im Rahmen der Organisation aus. Dass sie unabh\u00e4ngig von den grossen Gewerkschaften funktioniert, sieht Kr\u00e4hling als Vorteil: \u00abF\u00fcr konkrete Aktionen ist es leichter, wenn sich die Besch\u00e4ftigten von vor Ort austauschen, weil sie den Laden besser kennen.\u00bb Ausserdem k\u00f6nnten schneller Aktionen anlaufen, weil keine komplizierten b\u00fcrokratischen H\u00fcrden genommen werden m\u00fcssten. \u2026\u201c<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2023\/proteste-bei-amazon\/gegen-den-uebermaechtigen-riesen\">Artikel von Sebastian Friedrich vom 04.06.2020 bei der WoZ \u2013 Die Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Eine polnische Amazon-Arbeiterin, alleinerziehende Mutter, stirbt: Ein Opfer der Profitjagd. Wie vorher ein Kollege in den USA \u2013 der dort auch nicht das erste Opfer war<br \/>\n<\/strong>\u201e<em>In der Nacht von Sonntag auf Montag kollabierte und verstarb im Amazon-Werk bei Pozna\u0144 eine Frau bei der Arbeit. Gewerkschaften kritisieren das brutale Akkordsystem, die miserablen Arbeitsbedingungen und die \u00fcber 10-st\u00fcndigen Schichten<\/em>\u201c- so der\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/kapturak\/status\/1263533046998990848\">Tweet am 21. Mai 2020 bei kapturak<\/a>\u00a0\u00fcber das Todesopfer in Polen, deren Schicksal leider keineswegs einzigartig ist \u2013 im Mai 2020 war schon zuvor ein Kollege aus einem Lager Amazons in den USA verstorben \u2013 am 05. Mai 2020 in der Niederlassung Staten Island, in den USA hatte es auch im April 2020 bereits Todesopfer gegeben. Zu dem Tod der polnischen Kollegin hei\u00dft es im Thread bei kapturak au\u00dferdem \u2013 unter anderem \u2013 noch: \u201e<em>Amazon hat als Druckmittel zuletzt viele kurzbefristete Arbeitsvertr\u00e4ge abgeschlossen, teilweise nur f\u00fcr 2 Wochen! \u201cDie Leute f\u00fcrchten sich, dass man ihnen bei schlechten Ergebnissen die Vertr\u00e4ge nicht verl\u00e4ngert\u201d berichtet Maria Malinowska von der Basisgewerkschaft\u00a0pracownicza\u201c<\/em>\u00a0und<em>\u00a0\u201e\u201cDer Effekt ist, dass auch jemand, dem es nicht gut geht, durch die Stockwerke hetzt, um die Norm zu erf\u00fcllen.\u201d Ca. 70% der Amazon-Angestellten hat prek\u00e4re Vertr\u00e4ge. Genauso wie auch die Verstorbene 40j\u00e4hrige, alleinerziehende Mutter von 5 Kindern<\/em>\u201c. Siehe dazu die Meldung \u00fcber den Tod eines Kollegen bei Amazon in den USA, sowie eine etwas seltsamere gewerkschaftliche Reaktion darauf:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.theverge.com\/2020\/5\/5\/21248427\/amazon-warehouse-worker-coronavirus-death-new-york-covid-19\">\u201eAn Amazon warehouse worker in New York has died of COVID-19\u201c von Josh Dzieza am 05. Mai 2020 bei The Verge<\/a>\u00a0war die Meldung \u00fcber den Tod in der Niederlassung JFK8 \u2013 ein Betrieb, der bereits wegen seiner Arbeitsbedingungen als erster in den USA bestreikt worden war, mit der Reaktion des Unternehmens, Streikende zu entlassen, der (auch im LabourNet bereits verschiedentlich berichtete\/erw\u00e4hnte) \u201eFall\u201c von Christian Smalls \u2013 begleitet zudem von rassistischen Kommentaren der Berater der Gesch\u00e4ftsleitung\u2026 (Siehe dazu : \u201e<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=171615\">Streik am 1. Mai 2020 bei Amazon New York \u2013 und eine globale Erkl\u00e4rung (samt Forderungskatalog) von Amazon-Besch\u00e4ftigten<\/a>\u201c am 04. Mai 2020 im LabourNet Germany)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.uniglobalunion.org\/news\/passing-a-staten-island-amazon-worker-should-be-a-wake-call-amazon\">\u201eThe passing of a Staten Island Amazon worker should be a wake-up call for Amazon\u201c am 06. Mai 2020 bei UNI Global Union<\/a>\u00a0war die erste gewerkschaftliche Stellungnahme zum Tod des Kollegen in den USA \u2013 die jetzt schon ein bisschen \u201eirritierend\u201c wirkt, weil ja ein Appell an Amazon, aufzuwachen, auch bedeutet, das Unternehmen habe bisher nichts von seinen Arbeitsbedingungen gewusst\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/usa\/arbeitskaempfe-usa\/streik-am-1-mai-2020-bei-amazon-new-york-und-eine-globale-erklaerung-samt-forderungskatalog-von-amazon-beschaeftigten\/\">Streik am 1. Mai 2020 bei Amazon New York \u2013 und eine globale Erkl\u00e4rung (samt Forderungskatalog) von Amazon-Besch\u00e4ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/usa\/arbeitskaempfe-usa\/21-april-2020-zahlreiche-amazon-niederlassungen-in-den-usa-bestreikt-fuer-sicherheit-fuer-lohnfortzahlung\/\">[21. April 2020] Zahlreiche Amazon-Niederlassungen in den USA bestreikt: F\u00fcr Sicherheit, f\u00fcr Lohnfortzahlung<\/a><\/li>\n<li><strong>Corona @ Amazon. Covid 19: (fehlende) Schutzma\u00dfnahmen, Streiks und Organisierung im \u00a0internationalen Ma\u00dfstab<br \/>\n<\/strong>Ein Gespr\u00e4ch mit Christian Kr\u00e4hling, Vertrauensleutesprecher von ver.di bei Amazon in Bad Hersfeld, \u00fcber die Situation in Deutschland und weltweit.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.organisieren-gewinnen.de\/index.php?id=103\">Video des Interviews von Ende April 2020 von und bei OKG<\/a>: Teil 1 \u00fcber die Streiks in den USA, Repression, einem kollektiven sick out, dem Recht der Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen fernzubleiben, \u2026 und Teil 2: Warum ist es in Deutschland ruhiger? Wie steht es um die internationale Vernetzung? Was sind Forderungen? Und: wie geht es weiter?<\/li>\n<li><strong>Der Widerstand gegen Amazons Profitjagd auf Kosten der Besch\u00e4ftigten geht weiter: In den USA trotz Entlassungsterror, in Frankreich angefeuert durch ein Gerichtsurteil zugunsten SUD Solidaires<br \/>\n<\/strong>Bei Amazon, egal wo, \u201edarf\u201c man vor allen Dingen eines: Arbeiten. M\u00f6glichst viel und lange. Und eines \u201edarf\u201c man ganz und gar nicht: Die Gesch\u00e4ftemacherei des Konzerns auf Kosten der Belegschaften kritisieren. Der gro\u00dfe Krisengewinnler Amazon will sich schlie\u00dflich seine blendenden Gesch\u00e4fte nicht vermiesen lassen. In den USA sind deswegen \u2013 wieder einmal \u2013 Besch\u00e4ftigte, die \u00f6ffentlich Kritik \u00e4u\u00dferten, entlassen worden, was neue Auseinandersetzungen hervorbringt, weil die Betroffenen und ihre Kolleginnen und Kollegen das selbstverst\u00e4ndlich nicht so ohne weiteres hinnehmen wollen. In Frankreich hatten Kritiker des Gesch\u00e4ftsgebarens von Amazon auch den juristischen Weg eingeschlagen \u2013 und haben nun mit einem ersten Urteil einen Erfolg erzielt: Das Unternehmen muss seine T\u00e4tigkeit auf lebenswichtige Bereiche einschr\u00e4nken. Zur Entwicklung von Protest und Widerstand bei Amazon in den USA und Frankreich (siehe zu Amazon-Frankreich auch ausf\u00fchrlicher den heutigen Beitrag von Bernard Schmid) sechs aktuelle Beitr\u00e4ge:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.wired.com\/story\/amazon-workers-pandemic-risks-own-words\/?utm_source=twitter&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=onsite-share&amp;utm_brand=wired&amp;utm_social-type=earned\">\u201e9 Amazon Workers Describe the Daily Risks They Face in the Pandemic\u201c am 10. April 2020 bei Wired<\/a>\u00a0ist eine Sammlung von insgesamt eben 9 Interviews mit Amazon-Besch\u00e4ftigten quer durch die\u00a0<strong>USA<\/strong>\u00a0(darunter auch von Tochterunternehmen Whole Foods) \u00fcber ihre Arbeitsbedingungen in Zeiten von Corona. Interviews, die einerseits zeigen, wie r\u00fccksichtslos ein Kurs durchgezogen wird, sich an der Krise zu bereichern \u2013 und das mit durchaus unterschiedlichen Facetten \u2013 und die andererseits aber auch durch die jeweiligen kurz notierten anschlie\u00dfenden weiteren Entwicklungen nach den Interviews deutlich machen, dass das Unternehmen aufgrund wachsender Kritik und wachsenden Widerstandes in der Tat zu (bisher meist kleineren) Zugest\u00e4ndnissen gezwungen worden ist und nach Ansicht der Interviewten auch weiterhin gezwungen werden kann.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/technology\/2020\/04\/13\/amazon-workers-fired\/\">\u201eAmazon fires two tech workers who criticized the company\u2019s warehouse workplace conditions\u201c von Jay Greene am 15. April 2020 in der Washington Post online<\/a>\u00a0berichtet von der Entlassung zweier Designerinnen am vergangenen Freitag, von denen eine, Emily Cunningham eine Aktivistin der Gruppierung Amazon Employees for Climate Justice ist, die auch die Sicherheitszust\u00e4nde w\u00e4hrend\u00a0 der Epidemie scharf kritisiert hatte, die andere, Maren Costa eine der Unterst\u00fctzerinnen. Zus\u00e4tzlich best\u00e4tigte ein Amazon-Sprecher auch eine weitere Entlassung unabh\u00e4ngig davon \u2013 alle drei h\u00e4tten \u201eregelm\u00e4\u00dfiger Verst\u00f6\u00dfe gegen die Betriebsordnung\u201c schuldig gemacht, so die freche Begr\u00fcndung. Eine Betriebsordnung, die da wohl lautet \u201eHalts Maul und arbeite schneller\u201c. Das ganze geschah vor dem Hintergrund, dass in nicht weniger als 74 Niederlassungen Amazons quer durch die USA inzwischen offiziell registrierte erkrankte Besch\u00e4ftigte zu verzeichnen sind.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.buzzfeednews.com\/article\/carolineodonovan\/amazon-fired-employee-involved-in-workplace-organizing-in\">\u201eAmazon Fired An Employee Involved In Workplace Organizing In Minnesota, Sources Say\u201c von Caroline O\u2019Donovan am 14. April 2020 bei Buzzfeed<\/a>\u00a0ist der Bericht \u00fcber die im obigen Beitrag erw\u00e4hnte dritte Entlassung eines Aktivisten \u2013 auch er f\u00fcr mehr Sicherheit am Arbeitsplatz \u2013 bei Amazon, hier in Minneapolis. Alle drei Betroffenen sind sich im \u00fcbrigen darin einig, dass diese Ma\u00dfnahmen als exemplarisch gedacht sind zur Einsch\u00fcchterung weiteren Protests.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/docs.google.com\/forms\/d\/e\/1FAIpQLSfuadRhxbRzL0j_n8P12bKI0fW3oaYkpWh1wD7HGYBZ6HZZcA\/viewform\">\u201eAmazon employees: Hear from warehouse workers, fired tech workers, and Naomi Klein\u201c hier am 14. April 2020 bei Google.docs<\/a>\u00a0dokumentiert, ist die Einladung zu einer Video-Veranstaltung gewesen, die von den Amazon Employees for Climate Justice organisiert werden sollte zum Thema Epidemie und auf der neben Aktivistinnen auch Naomi Klein sprechen sollte. Dies ist nach Mutma\u00dfung der Gruppe der direkte Anlass f\u00fcr die Entlassungen gewesen \u2013 zumal direkt im Anschluss daran in allen internen Netzen der Hinweis auf diese Veranstaltung gel\u00f6scht worden sei. Mit dieser Ver\u00f6ffentlichung ruft due Gruppierung der Amazon-Besch\u00e4ftigten dazu auf, sich an der nachwievor geplanten Veranstaltung am 16. April zu beteiligen\u2026<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/luttesinvisibles\/photos\/a.253025261786616\/918314781924324\/?type=3&amp;__tn__=-R\">\u201eUN BEAU SUCCES JURIDIQUE N\u2019AUTORISANT AMAZON QU\u2019A LIVRER DES PRODUITS INDISPENSABLES\u201c am 14. April 2020 bei Luttes Invisibles<\/a>\u00a0(Facebook) ist ein Kommentar von Mickael Wamen (einer der Aktivsten der Ex-Goodyear-Belegschaft) zum Urteil des Gerichts in Nanterre\/<strong>Frankreich<\/strong>, das Amazon darauf beschr\u00e4nkt, nur noch lebenswichtige G\u00fcter, Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneprodukte verkaufen zu d\u00fcrfen. Das Urteil folgt dem Paragraphen L 4121-1 des franz\u00f6sischen Arbeitsgesetzes und gilt f\u00fcr zumindest einen Monat. Wamen bewertet dies als bedeutenden Erfolg f\u00fcr die Aktiven, die das juristische Verfahren angestrengt haben \u2013 und stellt die Frage, ob dies nicht auch auf adere Unternehmen wie etwa Auto- und Flugzeugbauer ausgedehnt werden k\u00f6nne\u2026<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/solidaires.org\/AMAZON-Premiere-victoire-syndicale?fbclid=IwAR0elNfWIKXrEZ_AHgybC1xAYCFmhbiRM-hNnKmIuI2TdcvykNRj6OcTi9c\">\u201eAMAZON: Premi\u00e8re victoire syndicale\u201c am 14. April 2020 beim Gewerkschaftsbund SUD Solidaires<\/a>\u00a0ist eine Stellungnahme der alternativen F\u00f6deration zu dem Urteil, das als ein erster gewerkschaftlicher Sieg bewertet wird. SUD Solidaires hatte gemeinsam mit der Organisation \u201cLes Amis de la Terre\u201d die Klage eingereicht. Es wird in der Erkl\u00e4rung auch darauf verwiesen, dass das Gericht die sofortige Umsetzung durch das Unternehmen angeordnet habe, ansonsten stehe pro Tag Verzug ein Bu\u00dfgeld von 1 Million Euro zu erwarten (was mit der Behauptung des Unternehmens zu tun hat, es h\u00e4tte diese Einschr\u00e4nkung bereits vorgenommen).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=169415\">\u201cWachsende Kritik und neue lokale Streikaktionen in den USA: Amazon muss erste Zugest\u00e4ndnisse machen \u2013 die noch lange nicht reichen\u201d<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=168631\">Der Streik bei Amazon in New York \u2013 und die illegale Reaktion des Unternehmens \u2013 sind Teil eines immer sch\u00e4rferen Klassenkampfes um die Reaktion auf Corona in den USA auch in anderen Branchen<\/a><\/li>\n<li><strong>Amazon-Besch\u00e4ftigte fordern weltweit die Schlie\u00dfung bei vollem Lohnausgleich \u2013 und einen Beitrag des Unternehmens f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Gesundheitssysteme<br \/>\n<\/strong>\u201e<em>W\u00e4hrend die Corona-Virus-Pandemie bereits tausende Menschenleben gekostet hat und noch viele weitere kosten wird, bleiben die Amazon-Lager rund um die Uhr in Betrieb. Regierungen ordnen einerseits Kontaktsperren bzw.\u00a0social distancing\u00a0an, andererseits zwingen sie die ArbeiterInnen zur Fortsetzung der Arbeit. Amazon-Pakete werden weiter in St\u00e4dte geliefert, die aufgrund der hohen Verbreitung des Virus vom Rest der Welt abgeschottet wurden, wodurch die LieferantInnen erh\u00f6hter Gefahr ausgesetzt sind.. In L\u00e4ndern, in denen es in der \u00d6ffentlichkeit verboten ist, sich zu versammeln, darf Amazon wie ein \u201eStaat im Staat\u201c agieren und genie\u00dft weiter alle Freiheiten des Marktes, w\u00e4hrend wir als ArbeiterInnen in geschlossenen R\u00e4umen zu Tausenden gef\u00e4hrdet werden. LKW-FahrerInnen und Kuriere, die meist f\u00fcr Subunternehmen t\u00e4tig sind, transportieren das Corona-Virus zwischen den Lagern. Nicht nur riskiert Amazon, dass wir, die ArbeiterInnen, selbst angesteckt werden, sondern auch dass unsere Familien sich infizieren. Auf diese Weise verbreitet sich der Virus immer weiter in die Gesellschaft.<\/em>..\u201c \u2013 so beginnt die\u00a0<a href=\"https:\/\/amworkers.wordpress.com\/2020\/03\/24\/amazon-workers-international-erklarung-in-zeiten-der-corona-virus-pandemie\/\">\u201eErkl\u00e4rung in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie\u201c von Amazon Workers International in deutscher Fassung am 24. M\u00e4rz 2020 bei Amazing Workers<\/a>, die in einem Forderungskatalog aus 6 Punkten m\u00fcndet, worin unter anderem die Schlie\u00dfung der Zentren bei vollem Lohnausgleich gefordert wird \u2013 und: \u201e<em>Amazon gibt einen Teil der Milliardengewinne, die von uns in den letzten Jahren erarbeitet wurden, an die Gemeinwesen zur\u00fcck. Daf\u00fcr sollen die \u00f6ffentlichen Gesundheitssysteme der L\u00e4nder, in denen Amazon t\u00e4tig ist, mit 20 Milliarden Dollar unterst\u00fctzt werden<\/em>\u201c. Siehe dazu drei aktuelle Beitr\u00e4ge \u00fcber die weitere Zuspitzung der Arbeitshetze bei Amazon in mehreren L\u00e4ndern \u2013 und den wachsenden Widerstand dagegen, sowie zwei Beitr\u00e4ge, die die aktuelle Offensive Amazons unter Ausnutzung der Epidemie konkret nachvollziehen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.rassegna.it\/articoli\/covid-19-si-fermano-i-lavoratori-di-amazon-torino\">\u201eCovid-19, si fermano i lavoratori di Amazon\u201c am 24. M\u00e4rz 2020 bei Rassegna Sindacale<\/a>\u00a0meldet den Streik der Turiner Niederlassung Amazons in\u00a0<strong>Italien<\/strong>, deren T\u00e4tigkeit, so jene Gewerkschaften im Betrieb, die den \u201eDreierpakt\u201c (gro\u00dfe Verb\u00e4nde, Unternehmerverband, Regierung) unterzeichnet hatten, gegen eben dieses Abkommen versto\u00dfe. Mit dem Streik ab dem gestrigen Dienstag soll erreicht werden, dass auch Amazon nur noch \u201elebenswichtige G\u00fcter\u201c ausliefern darf\u2026<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gmb.org.uk\/news\/%E2%80%98petrified%E2%80%99-amazon-workers-left-%E2%80%98300-strong-crowds%E2%80%99\">\u201e\u2018Petrified\u2019 Amazon workers left in \u2018300 Strong Crowds\u2019\u201c am 24. M\u00e4rz 2020 bei der Gewerkschaft GMB\u00a0<\/a>berichtet von den Zust\u00e4nden in den\u00a0<strong>britischen Lagerh\u00e4usern<\/strong>, in denen es an den allereinfachsten Dingen fehlt, beginnend bei Desinfektionsmitteln \u2013 aber daf\u00fcr \u201edarf\u201c in Gruppen von bis zu 300 Besch\u00e4ftigten gearbeitet werden, trotz allen Kontaktsperren, die nun auch in Gro\u00dfbritannien verh\u00e4ngt worden seien\u2026<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/solidaires.org\/Courrier-a-la-Ministre-du-Travail-sur-la-situation-a-Amazon\">\u201eCourrier \u00e0 la Ministre du Travail sur la situation \u00e0 Amazon\u201c am 20. M\u00e4rz 2020 beim Gewerkschaftsbund SUD Solidaires<\/a>\u00a0ist ein (offener) Brief der Gewerkschaft SUD Commerce an die Arbeitsministerin Frankreichs, aufgrund der Zust\u00e4nde in den Niederlassungen des Unternehmens in\u00a0<strong>Frankreich<\/strong>\u00a0diese zu schlie\u00dfen, um die Gesundheit der Besch\u00e4ftigten zu sch\u00fctzen.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Der-weltgroesste-Corona-Profiteur-article21664237.html\">\u201eDer weltgr\u00f6\u00dfte Corona-Profiteur\u201c von Wolfram Weimer am 24. M\u00e4rz 2020 bei n-tv<\/a>\u00a0fasst die wirtschaftlichen Ergebnisse des Arbeitszwangs f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten und die \u201eReaktion\u201c von Amazon \u00a0so zusammen: \u201e\u2026\u00a0<em>Der Konzern hat binnen 10 Tagen um etwa 100 Milliarden Euro an Marktwert zugelegt. Sein Gr\u00fcnder und Hauptaktion\u00e4r Jeff Bezos ist damit in nicht einmal zwei Wochen um gut 10 Milliarden Euro reicher geworden. Kein Mensch auf der Welt hat mehr vom Coronavirus profitiert als der ohnedies reichste Mann der Welt. Finanziell am zweitbesten geht es dieser Tage Bezos geschiedener Frau MacKanzie Bezos. Sie ist in den vergangenen zehn Tagen um knapp 4 Milliarden Euro reicher geworden. Die Scheidung nach 25 Jahren Ehe brachte ihr jede Menge Amazon-Aktien ein \u2013 und die \u00fcberstehen die Coronakrise besser als Gold. Denn Amazon profitiert von der Pandemie nicht aus spekulativen Gr\u00fcnden. Es ist das Kerngesch\u00e4ft des Onlineh\u00e4ndlers, das derzeit boomt wie nie zuvor. (\u2026) Doch nun breitet sich das Virus so stark aus, dass auch immer mehr Mitarbeiter und Paketzusteller sich anstecken und erkranken. F\u00fcr sie legt der Konzern nun einen \u201cAmazon Relief Fund\u201d (Amazon Linderungs Fonds) auf. Damit soll Paketboten und anderen Mitarbeitern geholfen werden, sofern sie positiv auf das Coronavirus getestet oder an Covid-19 erkrankt sind. Den eigenen US-Mitarbeitern wird im Fall einer Erkrankung nun mit gro\u00dfer Geste eine zweiw\u00f6chige Lohnfortzahlung gew\u00e4hrt \u2013 hierzulande eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit auch ohne Pandemie. Der \u201cLinderungs-Fonds\u201d hat ein Gesamtvolumen von sp\u00e4rlichen 25 Millionen Dollar. Das hat Bezos in einer halben Stunde verdient<\/em>\u2026\u201c<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/amazon-und-die-pandemie-zwei-dollar-risikopraemie-a-d81aed17-f917-4b32-bb6d-66e0bc24d479\">\u201eDer Krisengewinner\u201c von Ines Z\u00f6ttl am 23. M\u00e4rz 2020 bei Spiegel online<\/a>\u00a0zur selben Entwicklung \u2013 und wer sie \u201etr\u00e4gt\u201c: \u201e\u2026\u00a0<em>Beim Biosupermarkt Whole Foods in Washington kaufen die ein, die es sich leisten k\u00f6nnen: \u00dcberwiegend wei\u00dfe Mittelschichtamerikaner mit guten Jobs, die f\u00fcrs \u00d6kogem\u00fcse bereitwillig ein paar Dollar mehr hinlegen. Doch in diesen Tagen sind in der Whole-Foods-Filiale im Stadtteil Capitol Hill auffallend viele junge Afroamerikaner unterwegs. Das Handy in der einen Hand packen sie mit der anderen Rote Bete, Sojamilch oder Lavendel-Shampoo in ein halbes Dutzend T\u00fcten, die sich im Einkaufswagen stapeln. Sie kaufen ein, aber nicht f\u00fcr den eigenen Haushalt \u2013 sondern im Auftrag der Prime-Mitglieder von Amazon. Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus<\/em>\u00a0<em>hatte der Konzern, der vor drei Jahren Whole Foods \u00fcbernommen hat, begonnen, seinen Lebensmittel-Lieferservice in Amerikas St\u00e4dten mit Wucht auszubauen. Nun aber ist die Nachfrage ganz ohne Zutun des Unternehmens explodiert. Statt selbst einzukaufen, bestellen viele Amerikaner Nudeln, Pesto und Parmesan sicherheitshalber lieber per Klick vom heimischen Sofa aus \u2013 soweit die Ware vorr\u00e4tig ist. Die meisten Bringdienste haben eine \u201cKontaktfrei\u201d-Option eingef\u00fchrt, mit der jede pers\u00f6nliche Interaktion zwischen K\u00e4ufer und Kurier vermieden werden kann<\/em>\u2026\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rassegna.it\/articoli\/amazon-piu-tutele-in-due-stabilimenti-su-tre\">\u201eAmazon, pi\u00f9 tutele in due stabilimenti su tre\u201c von Patrizia Pallara am 19. M\u00e4rz 2020 bei Rassegna Sindacale<\/a>\u00a0berichtet auch aus\u00a0<strong>Italien<\/strong>\u00a0von Streiks in drei Lagern Amazons \u2013 von denen zwei bereits erfolgreich waren, indem die jeweiligen Leitungen Zugest\u00e4ndnisse machen mussten, was Ausstattung mit Hygienemitteln, Bedingungen in Arbeitspausen und Abst\u00e4nden von Personen w\u00e4hrend der Arbeit betrifft.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/medium.com\/@dch1united\/amazonians-united-wins-pto-for-all-amazon-workers-f17e6ffbb192\">\u201eAmazonians United Wins PTO for all Amazon Workers\u201c am 22. M\u00e4rz 2020 bei Amazonians United<\/a>\u00a0berichtet von den erfolgreichen Aktivit\u00e4ten \u2013 rund um eine neue Initiative von Besch\u00e4ftigten aus\u00a0<strong>Chicago<\/strong>\u00a0\u2013 f\u00fcr zus\u00e4tzliche bezahlte freie Zeit im Angesicht aktueller Mehranforderungen: Eine Aktion, die sowohl in Chicago, als auch in Sacramento erfolgreich war und dies aufgrund (bei Amazon Aktionen durchaus nicht selbstverst\u00e4ndlicher) massiver Beteiligung der jeweiligen Mehrheit der Belegschaft.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.amazon-watchblog.de\/kritik\/2094-coronavirus-kritik-und-proteste-gegen-amazon-frankreich.html\">\u201eCoronavirus: Kritik und Proteste gegen Amazon Frankreich\u201c von Markus G\u00e4rtner am 20. M\u00e4rz 2020 beim Amazon-Watchblog<\/a>\u00a0berichtet zu den Bedingungen in\u00a0<strong>Frankreich<\/strong>\u00a0und anderen L\u00e4ndern: \u201e\u2026\u00a0<em>Einerseits profitiert Amazon durch die steigenden Online-Bestellungen vom Coronavirus, andererseits greift die Pandemie auch die Struktur des E-Commerce-Riesen an. Die ersten Coronaf\u00e4lle bei Mitarbeitern in spanischen und US-amerikanischen Verteilzentren sind aufgetreten. Amazon steht dort wegen des vermeintlich nachl\u00e4ssigen Umgangs mit der Gefahr bereits in der Kritik: Die spanischen Logistiklager wurden einfach weiter betrieben, in den USA klagten Mitarbeiter unter anderem \u00fcber unzureichenden Schutz vor dem Coronavirus.\u00a0 Auch in Frankreich haben Mitarbeiter und Gewerkschaften sich \u00fcber Druck und\u00a0fehlende Schutzma\u00dfnahmen von Amazon beschwert,\u00a0wie der Radiosender France Inter berichtet. Der Vorwurf: Amazon drohe den Mitarbeitern in den Lagern mit Verdienstausfall, wenn diese aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu Hause blieben. Auch der franz\u00f6sische\u00a0Wirtschaftsminister\u00a0Bruno Le Maire hat sich eingeschaltet und wettert gegen Amazon:\u00a0\u201eDieser Druck ist inakzeptabel, und wir werden es Amazon wissen lassen\u201c.\u00a0Im Amazon-Lager Saran bei Orleans protestierten rund 300 Mitarbeiter gegen die Bedingungen und forderten eine Schlie\u00dfung des Amazon-Zentrums, wie Reuters berichtet. \u201eWir f\u00fchlen uns wirklich unsicher und ich habe Kollegen, die mit Angst zur Arbeit erscheinen\u201c, sagt\u00a0Richard Vives von der Gewerkschaft CAT. Laut dem Gewerkschafter Julien Vincent bef\u00e4nden sich 30 bis 40 Prozent der franz\u00f6sischen Amazon-Mitarbeiter in den Verteilzentren derzeit nicht auf Arbeit \u2013 entweder aus Angst vor dem Virus oder weil sie ihre Kinder betreuen m\u00fcssen. Amazon sucht in Frankreich nach Zeitarbeitern und bietet an, auch die L\u00f6hne in der Coronakrise zeitweise erh\u00f6hen, hei\u00dft es..<\/em>.\u201c<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/375008.arbeitszwang-bei-amazon-frankreich-unertr%C3%A4glicher-druck.html\">\u201eUnertr\u00e4glicher Druck\u201c von Hansgeorg Hermann am 23. M\u00e4rz 2020 in der jungen welt<\/a>\u00a0direkt zu den Entwicklungen bei Amazon in\u00a0<strong>Frankreich<\/strong>: \u201e\u2026\u00a0<em>Die Chefs der franz\u00f6sischen Filiale des Onlinegiganten hatten ihren Lohnabh\u00e4ngigen in den vergangenen Tagen mit Abmahnung und Entlassung gedroht, falls sie ihren Arbeitsplatz wegen der Bedrohung durch das Virus verlassen w\u00fcrden. Die Besch\u00e4ftigten am Standort Lille im Norden des Landes hatte Amazon mit einer Botschaft per E-Mail gewarnt: \u00bbDie hygienischen Bedingungen entsprechen den Regeln, die Arbeitssituation enth\u00e4lt keinerlei schwere oder unmittelbare Gefahr, unsere Position entspricht jener der Regierung.\u00ab Das von Staatschef Emmanuel Macron und seinem Premier \u00c9douard Philippe zu Wochenbeginn vielfach zitierte \u00bbRecht auf R\u00fcckzug\u00ab werde von Amazon als \u00bbunerlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz\u00ab eingestuft und mit Entlassung bedroht, erkl\u00e4rte Tatiana Campagne von der Gewerkschaftsvereinigung SUD.<\/em>..\u201c<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.laboursolidarity.org\/Amazon-Poland-management-puts?lang=en\">\u201eAmazon Poland: management puts staff at risk\u201c am 21. M\u00e4rz 2020 bei Labour Solidarity<\/a>\u00a0ist die Dokumentation des Alternativen Gewerkschaftlichen Netzwerkes f\u00fcr Solidarit\u00e4t und Kampf \u00a0einer \u2013 gemeinsamen \u2013 Stellungnahme der polnischen OZZ Inicjatywa Pracownicza und der NSZZ Solidarno\u015b\u0107 gegen das Verhalten der Unternehmensleitung in den polnischen Amazon Lagern, die, anstatt der Forderung nach Schlie\u00dfung nachzukommen, stattdessen provokativ und gef\u00e4hrdend einen (minimalen) Bonus f\u00fcr \u00dcberstunden in\u00a0<strong>Polen<\/strong>\u00a0anbot\u2026<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.laboursolidarity.org\/Slovaquie-temoignages-du-syndicat\">\u201eT\u00e9moignages du syndicat Modern\u00e9 Odbory Amazon et qui sont implant\u00e9s sur l\u2019entrep\u00f4t Amazon de Sered\u201c am 20. M\u00e4rz 2020 ebenfalls bei Labour Solidarity<\/a>\u00a0dokumentiert den Bericht der alternativen Betriebsgewerkschaft Moderne Odbory \u00fcber die Entwicklungen im\u00a0<strong>slowakischen<\/strong>\u00a0Amazon-Lager Sered. Auch hier wurde die verbreitete Forderung nach Schlie\u00dfung nicht nur rundweg abglehnt, sondern auch weiterhin der Arbeitsdruck erh\u00f6ht. Es gab zwar einige kleinere Zugest\u00e4ndnisse, die Ziele des Unternehmens aber sind deutlich \u2013 auch hier werden Zeitarbeits-Besch\u00e4ftigte gesucht\u2026<\/li>\n<li>Siehe f\u00fcr\u00a0<strong>Deutschland<\/strong>:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=164732\">Amazon: In Corona-Zeiten krank zur Arbeit? ver.di fordert mehr R\u00fccksicht auf Gesundheit der Besch\u00e4ftigten und tarifvertragliche Regelungen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/arbeitskaempfe-frankreich\/haltet-das-maul-und-arbeitet-mehr-die-ruecksichtslose-politik-von-amazon-ruft-immer-mehr-widerstand-hervor-weltweit\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 6. Dezember 2021 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dossier: \u201e\u2026\u00a0Unsere franz\u00f6sische Schwestergewerkschaft CNT-AIT berichtet von einem Streik bei mehreren Amazon-Lagern. Eine konstruktive, praktische und nicht-ideologische Information dar\u00fcber, wie bestimmte ArbeiterInnen in Frankreich auf die Situation der Corona-Virus-Epidemie reagieren. ArbeiterInnen von drei unterschiedlichen Amazon-Standorten &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10495,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,5],"tags":[25,29,87,121,45,17],"class_list":["post-10494","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-international","category-kampagnen","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitskaempfe","tag-arbeitswelt","tag-covid-19","tag-neoliberalismus","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10494"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10496,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10494\/revisions\/10496"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}