{"id":10507,"date":"2021-12-10T09:14:21","date_gmt":"2021-12-10T07:14:21","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10507"},"modified":"2021-12-10T09:14:22","modified_gmt":"2021-12-10T07:14:22","slug":"sudan-mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10507","title":{"rendered":"Sudan: Mangelnde Berichterstattung und stereotype Bilder"},"content":{"rendered":"<p><em>Alexander\u00a0Waiblinger. <\/em><strong>Wenig h\u00f6rt man in den gro\u00dfen Medien Deutschlands \u00fcber die politische Lage im Sudan nach dem versuchten Milit\u00e4rputsch am 25. Oktober 2021. Einer der wenigen Beitr\u00e4ge, die es hierbei bis in die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien Deutschlands geschafft haben, ist ein aktueller \u201eKrisenbericht\u201c aus der Tagesschau noch vom Tag des Putsches selbst unter der \u00dcberschrift: \u201eMilit\u00e4rputsch im Sudan:<\/strong><!--more--><strong> Premier festgesetzt\u201c.<\/strong><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><strong>\u00a0Wie leider so oft schafft es somit nur eine krisenbehaftete, verk\u00fcrzte Rhetorik im konkreten Zusammenhang mit dem sich an der Schnittstelle zwischen Subsahara-Afrika und der arabischsprachigen Welt befindenden Land in gro\u00dfe Teile der deutschen Medienlandschaft. Komplexe soziopolitische Hintergr\u00fcnde der aktuellen Situation werden nur unzureichend erw\u00e4hnt und positive Entwicklungen der seit 2019 andauernden sudanesischen Revolution<\/strong><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><strong>\u00a0fast schon kategorisch ausgeblendet.<\/strong><\/p>\n<p>So erf\u00e4hrt man innerhalb Deutschlands kaum etwas \u00fcber die seit dem 25. Oktober stattfindenden, Millionen von Menschen mobilisierenden Proteste f\u00fcr \u201eFreiheit, Frieden und Gleichheit\u201c,<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0ganz nach dem Motto, dass Geschehnisse aus vermeintlich weit entfernten Flecken der Erde uns nichts angehen, bis gefl\u00fcchtete Menschen an den EU-Au\u00dfengrenzen anklopfen und f\u00fcr unsch\u00f6ne Bilder sorgen. Nicht einmal die teilweise erfolgreiche R\u00fcckg\u00e4ngigmachung des Putsches am 21. November 2021 durch massive Stra\u00dfenproteste, Generalstreiks und das Aufbegehren einer starken Zivilgesellschaft hat es fast einen Monat sp\u00e4ter bis in die aktuellen 15 Minuten der Sendung geschafft, die f\u00fcr viele Deutsche als eine der wichtigsten Informationsquellen gilt.<\/p>\n<p>Diese Art von medialer Behandlung bestimmter Weltregionen zeigt auf vielfache Art und Weise vom Globalen Norden hin zum Globalen S\u00fcden verlaufende, ungleich verteilte Machtstrukturen auf und verst\u00e4rkt in Europa vorhandene stereotype Bilder von \u201edemokratieunf\u00e4higen arabischen L\u00e4ndern\u201c und der \u201eallgegenw\u00e4rtigen afrikanischen Misere\u201c. \u00c4hnliche Tendenzen der zumeist nur krisenbezogenen Besch\u00e4ftigung mit bestimmten Weltregionen (vor allem mit gro\u00dfen Teilen Afrikas und des arabischen Raums) lassen sich leider auch in linken Gruppierungen und Organisationen finden. Dabei w\u00e4re es genau f\u00fcr diese wichtig, sich mit sozialen Bewegungen und basisdemokratischen Initiativen im Globalen S\u00fcden auseinanderzusetzen, diese zu unterst\u00fctzen und gegenseitig voneinander zu lernen. Stereotypisierte Bilder aufzubrechen, Hintergr\u00fcnde der komplexen politischen Situation des Landes aufzuzeigen, Diskrepanzen und Spannungen nachzuvollziehen und eine weitere Besch\u00e4ftigung mit einer Region anzusto\u00dfen, die leider viel zu oft unter den Tisch f\u00e4llt, ist mir somit ein Anliegen in diesem Artikel.<\/p>\n<p><strong>Was passiert derzeit eigentlich im Sudan?<\/strong><\/p>\n<p>Am 25. Oktober 2021 unternahmen die sudanesischen Streitkr\u00e4fte unter der F\u00fchrung General Abdel Fattah al-Burhans gegen den zivilen Teil der nach der sudanesischen Revolution 2018\/2019 etablierten \u00dcbergangsregierung einen Putschversuch. Die 2019 etablierte halb-zivile, halb-milit\u00e4rische \u00dcbergangsregierung,<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0welche das Land innerhalb einer Vierjahresfrist zu den ersten demokratischen Wahlen seit 1986 f\u00fchren sollte, wurde unter F\u00fchrung al-Burhans abgesetzt. Im Zuge dessen wurden zahlreiche einflussreiche Politiker:innen, Journalist:innen, Vorsitzende zivilgesellschaftlicher Organisationen, Berufsverb\u00e4nde, Revolutionskomitees, sowie Aktivist:innen, Lehrer:innen und Universit\u00e4tsprofessor:innen festgenommen, unter ihnen auch der Kopf des zivilen Teils der Regierung, Premierminister Abdalla Hamdok. Ebenfalls wurde vom Milit\u00e4r ein landesweiter Ausnahmezustand ausgerufen und unter fadenscheinigen Begr\u00fcndungen Internet- und Telefonverbindungen blockiert, um die Bev\u00f6lkerung daran zu hindern, sich gegen den Coup zu organisieren.<\/p>\n<p>Dieser Milit\u00e4rputsch erfolgte nicht zuf\u00e4llig genau zum jetzigen Zeitpunkt. Ganz konkret fand der versuchte Staatsstreich nur wenige Wochen vor der Abgabe des Postens des Vorsitzenden des sogenannten \u201e<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sovereignty_Council_of_Sudan\">Sovereignty Councils<\/a>\u201c von Seiten der bewaffneten Streitkr\u00e4fte an eine Person aus dem zivilen Teil der Regierung statt, was die prim\u00e4re Motivation dieser am eigenen Machterhalt untermauert. Die versuchte Machtergreifung wurde unter der Begr\u00fcndung der fehlenden wirtschaftlichen Verbesserungen seit 2019 gerechtfertigt und st\u00fctzt sich ebenfalls auf die (vermeintliche) Unterst\u00fctzung dieses durch Teile der sudanesischen Bev\u00f6lkerung. Dass diese beiden Narrative die soziopolitische Realit\u00e4t komplett verk\u00fcrzen, zeigt sich daran, dass sich bereits im Nachgang dieser von Anh\u00e4ngern des\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umar_al-Baschir\">alten Milit\u00e4rregimes<\/a>\u00a0organisierten Demonstrationen sich zehntausende Menschen auf den Stra\u00dfen Khartums versammelten, um sich wiederum f\u00fcr die zivile Transition auszusprechen. Auch waren in den letzten Monaten erste Stabilisierungen der W\u00e4hrung des Landes zu beobachten, nachdem Premierminister Abdalla Hamdok es nach langwierigen Verhandlungen schaffte, den Sudan von der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.state.gov\/state-sponsors-of-terrorism\/\">US-Liste staatlicher Sponsoren von Terrorismus<\/a>\u00a0streichen zu lassen.<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Bei den von gro\u00dfen Teilen der Zivilbev\u00f6lkerung getragenen Protesten, die nun seit etwa einem Monat t\u00e4glich im Sudan stattfinden, wurden durch Sch\u00fcsse mit scharfer Munition auf Protestierende und massive Gewalteinwirkung von Sicherheitskr\u00e4ften gegen\u00fcber Demonstrierenden bereits mehr als 40 Menschen get\u00f6tet und mehrere Hundert teilweise schwer verletzt. Besonders schwer wiegt dabei ein von Sicherheitskr\u00e4ften ausgef\u00fchrtes Massaker am 17. November, auf das allein schon fast die H\u00e4lfte der Opfer f\u00e4llt, und das Milit\u00e4r genau wie Polizeikr\u00e4fte auch gezielt Krankenh\u00e4user, in denen verwundete Demonstrant:innen behandelt wurden, attackierte, diese verhaftete und \u00c4rzt:innen daran hinderte, Patient:innen weiter zu behandeln. Trotz allem mobilisieren zivilgesellschaftliche Organisationen seit dem 25. Oktober 2021 im Rahmen mehrerer \u201eMarches of the Millions\u201c Hunderttausende Menschen (an einzelnen Tagen sogar mehr als vier Millionen allein in Khartum) auf die Stra\u00dfe und demonstrierten friedlich gegen die unrechtm\u00e4\u00dfige Machtergreifung des Milit\u00e4rs. Gro\u00dfe Teile der durch den zivilen Teil der Regierung gestellten Politiker:innen, ebenso Botschafter:innen im Ausland, die vorherige Au\u00dfenministerin Mariam Al-Sadiq Al-Mahdi und Mitarbeitende in verschiedenen Ministerien blieben w\u00e4hrend des letzten Monats dem verhafteten Premierminister Abdalla Hamdok und den sich aus der kritischen Zivilgesellschaft zusammensetzenden \u201e<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Forces_of_Freedom_and_Change\">Forces of Freedom and Change<\/a>\u201c treu und weigerten sich, jeglichen Machtanspruch des Milit\u00e4rs anzuerkennen.<\/p>\n<p>Ein bemerkenswerter Faktor des Widerstands der multiethnischen sudanesischen Bev\u00f6lkerung<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0gegen die sich selbst vorwiegend als \u201eAraber\u201c verstehende milit\u00e4rische Elite des Landes ist aus meiner Sicht besonders die basisdemokratische Organisation in sogenannten Revolutionskommitees, welche sich im urbanen und l\u00e4ndlichen Raum bildeten und durch welche Demonstrationen und Widerstand gezielt dezentral und unter Einbezug fast aller Bev\u00f6lkerungsgruppen organisiert werden konnte. Des Weiteren l\u00e4sst sich besonders eine enorm hohe Beteiligung von Frauen und Jugendlichen bei den Demonstrationen beobachten, welche zwei der gesellschaftlichen Gruppen sind, die besonders unter der vergangenen Milit\u00e4rherrschaft Omar Al-Bashirs litten.<\/p>\n<p>Der in den letzten Wochen immer gr\u00f6\u00dfer werdende Druck durch Stra\u00dfenproteste und internationale Kritik am Vorgehen des Milit\u00e4rs f\u00fchrte letztendlich zu einem teilweisen Einlenken dieses am 21. November 2021, als General al-Burhan mit dem festgesetzten Premierminister Abdalla Hamdok eine \u00dcbereinkunft zur Reetablierung Hamdoks als Premierminister unterschrieb. Im Zuge dessen wurden auch einige der w\u00e4hrend der Demonstrationen verhafteten Menschen wieder freigelassen. Die Proteste der Zivilgesellschaft der im ganzen Sudan existierenden \u201eRevolutionskommitees\u201c sowie der \u201eForces of Freedom and Change\u201c setzten sich jedoch auch noch in den letzten Tagen fort und zeigen, dass die starke Bewegung auf der Stra\u00dfe keine weiteren Verhandlungen oder Kompromisse mit dem Milit\u00e4r eingehen will und Hamdoks \u00dcbereinkunft mit dem Milit\u00e4r von vielen Menschen nicht akzeptiert wird. F\u00fcr viele Sudanes:innen ist die Zeit der Milit\u00e4rdiktaturen und Kompromisse mit Autokraten und Kriegsverbrechern<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0wie al-Burhan abgelaufen und das Momentum f\u00fcr eine umfassende auf basisdemokratischen Strukturen basierende Demokratisierung des Landes angebrochen. Innerhalb derer sollen bisherige Machthabende \u00f6ffentlich angeklagt und verurteilt werden.<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen und Quellen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0Tagesschau-Beitrag vom 25.10.2021 ( <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0clMtx1FcSY\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0clMtx1FcSY<\/a>)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sudanese_Revolution\">Sudanesische Revolution 2019<\/a>, aus dem Arabischen \u0627\u0644\u062b\u0648\u0631\u0629 \u0627\u0644\u0645\u0633\u062a\u0645\u0631\u0629, w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt die andauernde Revolution.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref3\">[3]<\/a>\u00a0Aus dem Arabischen (\u062d\u0631\u064a\u0629 \u0633\u0644\u0627\u0645 \u0648\u0639\u062f\u0627\u0644\u0629), einem der wichtigsten Slogans von Demonstrierenden w\u00e4hrend der sudanesischen Revolution 2019 und der aktuellen Proteste.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref4\">[4]<\/a>\u00a0Praktisch wurde das Land w\u00e4hrend der Transitionsphase zwar mehrheitlich von Minister:innen aus dem zivilen Teil regiert (bis auf das Innen- und Verteidigungsministerium, welche von Milit\u00e4rs besetzt wurden), jedoch einigten sich zivile und milit\u00e4rische Kr\u00e4fte im Zuge der Revolution zur Schaffung eines halb-zivilen, halb-milit\u00e4rischen \u201eSovereignty Council\u201c, in dessen H\u00e4nden gro\u00dfe Teile der politischen Macht w\u00e4hrend der Transitionsphase liegen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref7\">[7]<\/a>\u00a0Eines der ma\u00dfgeblichen Kriterien f\u00fcr das Streichen des Sudan von der Liste terrorunterst\u00fctzender L\u00e4nder durch die USA war eine diplomatische Anerkennung des israelischen Staates und millionenhohe Zahlungen an die Opfer der Terroranschl\u00e4ge Al-Qaidas; zuvor hatten die seit 1997 anhaltenden massiven Wirtschaftssanktionen der USA und anderer westlicher L\u00e4nder vor allem die Lebensumst\u00e4nde der normalen Bev\u00f6lkerung extrem verschlechtert und internationalen Zahlungsverkehr innerhalb des Landes so gut wie unm\u00f6glich gemacht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref9\">[9]<\/a>\u00a0Obwohl der Sudan eine sehr diverse, multiethnische Bev\u00f6lkerung hat, bevorzugte in der Vergangenheit die englische Kolonialpolitik stets \u201earabisch-muslimische\u201c Bev\u00f6lkerungsteile vor anderen \u201eafrikanischen\u201c Minderheiten, was eine Identifikation anhand ethnischer Kriterien etablierte, welche bis heute ein ma\u00dfgeblicher Ausl\u00f6ser f\u00fcr viele gewaltvolle Konflikte um Ressourcenverteilung und politische Teilhabe ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/#_ftnref10\">[10]<\/a>\u00a0Gemeint sind hier vor allem die Kriegsverbrechen von Seiten des sudanesischen Milit\u00e4rs und paramilit\u00e4rischer Gruppen, wie der Janjaweed, w\u00e4hrend des Darfur Krieges, deren Verantwortliche bis heute nicht verurteilt wurden, unter ihnen auch der Putschist General Abdel Fattah al-Burhan.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/mangelnde-berichterstattung-und-stereotype-bilder\/\"><em>diefreiheitsliebe.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 10. Dezember 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alexander\u00a0Waiblinger. Wenig h\u00f6rt man in den gro\u00dfen Medien Deutschlands \u00fcber die politische Lage im Sudan nach dem versuchten Milit\u00e4rputsch am 25. Oktober 2021. 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