{"id":10551,"date":"2021-12-16T10:04:27","date_gmt":"2021-12-16T08:04:27","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10551"},"modified":"2021-12-16T10:04:29","modified_gmt":"2021-12-16T08:04:29","slug":"kuba-kritisiert-demokratiegipfel-der-us-regierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10551","title":{"rendered":"Kuba kritisiert &#8222;Demokratiegipfel&#8220; der US-Regierung"},"content":{"rendered":"<p><em>Edgar G\u00f6ll.<\/em> Mit scharfen Worten hat Kubas Regierung den von US-Pr\u00e4sident Joe Biden unl\u00e4ngst veranstalteten zweit\u00e4gigen virtuellen &#8222;Demokratiegipfel&#8220; kritisiert. Zur Teilnahme waren in erster Linie befreundete Regierungen eingeladen. Als Referenten waren zudem Dissidenten und Systemgegner aus Staaten anwesend, welche die USA als ihre Gegner betrachten, wie Nicaragua, Belarus und Venezuela. Offizielle<!--more--> Vertreter aus Russland und China waren nicht eingeladen.<\/p>\n<p>Vom Au\u00dfenministerium der Republik Kuba kam nun eine radikale Analyse und Kritik jener Konferenz: &#8222;Die Regierung der Vereinigten Staaten hat es vers\u00e4umt, ein Treffen einzuberufen, das die Zusammenarbeit und die Suche nach L\u00f6sungen f\u00fcr dringendste und schwerwiegendste Probleme, von denen die Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung betroffen ist, f\u00f6rdern sollte.&#8220;<\/p>\n<p>Die Biden-Regierung gebe sich keine M\u00fche, um Hunger, Unterern\u00e4hrung, Armut oder zunehmende Ungleichheiten, ungesunde Lebensbedingungen, Migrationsprobleme, Drogenhandel, organisierte und grenz\u00fcberschreitende Kriminalit\u00e4t, das Wettr\u00fcsten oder den Klimawandel anzugehen. Noch nicht einmal eine konzertierte Reaktion auf die Corona-Pandemie sei diskutiert worden.<\/p>\n<p>Weiter hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung: &#8222;Tatsache ist, dass die Vereinigten Staaten nicht in der Lage w\u00e4ren, eine L\u00f6sung zu finden, solange ihre Politik ein wesentlicher Teil dieser ernsten Probleme ist.&#8220;<\/p>\n<p>Entsprechend sei das einzige konkrete Ergebnis der Konferenz die Zusage gewesen, 400 Millionen US-Dollar f\u00fcr die politische Unterwanderung souver\u00e4ner Staaten bereitzustellen.<\/p>\n<p>Das Motto &#8222;Demokratie&#8220; werde zur Verteidigung des Kapitalismus missbraucht und gelte offenbar nur f\u00fcr Regierungen, welche\u00a0die hegemoniale Autorit\u00e4t der USA nicht in Frage stellen. Damit diene diese Gipfelinszenierung der Spaltung und dem Zweck, die internationale Aufmerksamkeit von den dr\u00e4ngenden Herausforderungen abzulenken, mit denen die USA selbst konfrontiert seien.<\/p>\n<p>&#8222;Ein Land, in dem Geld weitaus wichtiger ist als der Wille der B\u00fcrger, in dem der freie Verkauf und der unverantwortliche Einsatz t\u00f6dlicher Waffen sowie die Einmischung in die inneren Angelegenheiten souver\u00e4ner Staaten bef\u00f6rdert werden, in dem Rassismus systemimmanent ist und Krieg das profitabelste aller Gesch\u00e4fte ist, hat der internationalen Gemeinschaft nichts beizubringen&#8220;, konstatiert Kubas Regierung.<\/p>\n<p>Mehr als 80 L\u00e4nder wurden nicht eingeladen, &#8222;darunter auch Kuba, was nicht \u00fcberrascht, da wir eine Nation sind, die sich seit fast 63 Jahren erfolgreich gegen die Unterwerfungsversuche der USA gewehrt und ihr unver\u00e4u\u00dferliches Recht auf freie Selbstbestimmung wirksam verteidigt hat&#8220;, hei\u00dft es in dem Dokument weiter.<\/p>\n<p>Auf einem Gipfel, der dazu bestimmt sei, den Kapitalismus und die zentrale Rolle der USA bei dessen Aufrechterhaltung zu st\u00e4rken, solle niemand die Anwesenheit des sozialistischen Kubas erwarten, hei\u00dft es in dem Dokument weiter.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/12\/255992\/kuba-kritisiert-demokratiegipfel-der-usa\"><em>amerika21.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 16. Dezember 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Edgar G\u00f6ll. Mit scharfen Worten hat Kubas Regierung den von US-Pr\u00e4sident Joe Biden unl\u00e4ngst veranstalteten zweit\u00e4gigen virtuellen &#8222;Demokratiegipfel&#8220; kritisiert. Zur Teilnahme waren in erster Linie befreundete Regierungen eingeladen. 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