{"id":10611,"date":"2021-12-27T09:20:24","date_gmt":"2021-12-27T07:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10611"},"modified":"2021-12-27T09:20:25","modified_gmt":"2021-12-27T07:20:25","slug":"smood-streik-ein-fatales-manoever-der-unia-buerokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=10611","title":{"rendered":"Smood-Streik: Ein fatales Man\u00f6ver der UNIA-B\u00fcrokratie"},"content":{"rendered":"<p><em>Samuel Minski. <\/em><strong>Die Kurier:innen des Lieferdienstes Smood in der Schweiz sind im unbefristeten Streik! Nun hat die kantonale Schlichtungsstelle sich eingeschaltet, alle Kampfma\u00dfnahmen wurden ausgesetzt. Wie geht es nun weiter?<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Seit dem 2. November befinden sich Kurier:innen des Lieferdienstes Smood in der Schweiz in einem unbefristeten Streik. Angefangen in Yverdon, hatte sich der Streik in den ersten zwei Wochen auf mehrere St\u00e4dte ausgeweitet. Seither herrscht jedoch Stillstand. Am 6. Dezember hat sich nun die kantonale Schlichtungsstelle eingeschaltet. In der Konsequenz wurden alle Kampfmassnahmen ausgesetzt. Ob die beh\u00f6rdliche Mediation erfolgreich sein wird, ist fraglich. Ebenso was danach aus dem Streik wird. Die UNIA-Streikleitung f\u00fchrt ein riskantes Man\u00f6ver an.<\/p>\n<p>Eigentlich liest es sich wie ein vorbildlicher Kampf: Die Kurier:innen in Yverdon haben genug von den Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen durch Smood. Sie kontaktieren die UNIA und erkl\u00e4ren ihre Kampfbereitschaft. Die Gewerkschaft \u00fcbernimmt die F\u00fchrung und lanciert eine Gegenoffensive. Zuerst fordert sie mit dem Mandat der Kurier:innen Verhandlungen. Die Smood-Gesch\u00e4ftsleitung ignoriert sie. Die Lieferant:innen und die UNIA-F\u00fchrung beschlie\u00dfen darauf, in den Streik zu treten. Eine Mehrheit der Kurier:innen in Yverdon schlie\u00dft sich an, und der Streik weitet sich sogar auf andere St\u00e4dte aus: Neuenburg, Nyon, Sion, Martigny, Lausanne, Vevey, Montreux, Freiburg und schlie\u00dflich Genf. Schweizweit kommt es zu Protestaktionen. Eine Petition mit \u00fcber zw\u00f6lf tausend Unterschriften wird an Smood \u00fcbergeben. Die Medien berichten ausf\u00fchrlich \u00fcber den Fall und sympathisieren mit den Forderungen der Streikenden. Smood kommt an den Verhandlungstisch und verlautet, den Stundenlohn und die Spesenverg\u00fctung anheben zu wollen. Der Arbeitskampf scheint erfolgreich.<\/p>\n<p><strong>Ungewisser Ausgang<\/strong><\/p>\n<p>Doch dann der Stillstand. Das Wachstum des Streiks stagniert, die Aufmerksamkeit der Medien verfliegt, die Verhandlungen zwischen der UNIA und Smood werden ergebnislos abgebrochen. Der Lieferdienst l\u00e4uft unterdessen ununterbrochen weiter. Die Boykott-Aufrufe der Gewerkschaft scheinen kaum Geh\u00f6r zu finden. Letztlich schaltet sich die kantonale Schlichtungsstelle in Genf ein. Der unbefristete Streik und alle weiteren gegen das Unternehmen gerichteten Handlungen werden in der Folge ausgesetzt. Die staatliche Schlichtungsbeh\u00f6rde sch\u00fctzt so vor allem die Interessen von Smood und nicht die Streikenden. Und dabei kann sie nicht einmal eine Einigung erzwingen, sondern dient lediglich der Mediation. Ein Monat nach seinem Beginn ist der Streik damit vorerst beendet \u2013 ohne vertragliche Zusicherungen und ohne Aussicht auf eine \u00dcbereinkunft. Die Forderungen der Streikenden bleiben vorerst unerf\u00fcllt, und Smood kann das wichtige Weihnachtsgesch\u00e4ft ohne weitere St\u00f6rungen aufnehmen. Ein einseitiger Waffenstillstand.<\/p>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich zu hoffen, dass es unter der staatlichen Vermittlung zu einer f\u00fcr die Streikenden akzeptablen Erf\u00fcllung ihrer Forderungen kommt. Ob Smood zu einer solchen jedoch Hand bietet, ist fraglich. Bereits vor Beginn des Streiks befand sich das Unternehmen n\u00e4mlich in Gespr\u00e4chen mit der Gewerkschaft Syndicom \u00fcber den Abschluss eines Gesamtarbeitsvertrages<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/smood-streik-ein-riskantes-manoever-der-unia-buerokratie\/#f1\"><strong><sup>1<\/sup><\/strong><\/a>. Anf\u00e4nglich anerkannte es die Gewerkschaft UNIA daher auch nicht als rechtm\u00e4\u00dfige Vertretung der Streikenden an. Dass Smood mittlerweile auf Verhandlungen mit der UNIA eingegangen ist, zeugt nicht zwingend davon, dass der Betrieb unter Druck steht. Es ist vielmehr eine taktische Anpassung, nachdem der Versuch der Negierung des Streiks am wachsenden Widerstand der Streikenden gescheitert ist. Dass dahinter kein aufgezwungenes Interesse an einer Einigung steht, davon zeugt der erfolglose Abbruch der Verhandlungen. Es handelt sich wohl eher um einen Teil einer bewussten \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Smood hat als Teil ihrer Gegenkampagne \u00fcber die Medien ein Entgegengekommen bei den L\u00f6hnen signalisiert und auf die Gespr\u00e4che mit Syndicom verwiesen. Dar\u00fcber hinaus vermeidet es Smood jedoch, durch weitere Kommentare eine f\u00fcr sie ung\u00fcnstige Debatte zu befeuern. Dazu passt auch, dass sich der von der UNIA angefeindete CEO bedeckt h\u00e4lt. Die Taktik des Stillhaltens und der selektiven Kommentare scheint seither aufzugehen. Die mediale Aufmerksamkeit ist nach und nach zur\u00fcckgegangen. Die Intervention des Schiedsgerichts und die mit dieser verbundene Kommunikationssperre ist damit nicht nur \u00f6konomisch sondern auch medial ganz im Interesse des Unternehmens. Die UNIA ist mit dem beh\u00f6rdlichen Verfahren definitiv in der Defensive angelangt \u2013 ein unmittelbarer Sieg ist mehr als ungewiss.<\/p>\n<p><strong>Eine andere Lesart<\/strong><\/p>\n<p>Wie kam es nach den anf\u00e4nglichen Durchbr\u00fcchen zu diesem R\u00fcckzugsgefecht? Die UNIA ist bem\u00fcht, den bisherigen Kampf als gewerkschaftlichen Siegeszug darzustellen. Viel eher ist er aber ein Zeugnis einer gef\u00e4hrlichen Ungeduld der gewerkschaftlichen B\u00fcrokratie. Nach Jahren vergeblicher Organisierungsbem\u00fchungen kontaktieren Arbeiter:innen die gr\u00f6\u00dfte ihnen bekannte Gewerkschaft. Die Kampfbereitschaft ist hoch. Die zust\u00e4ndigen Gewerkschaftsb\u00fcrokrat:innen wittern ihre Chance: Smood ist keinem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt, es finden jedoch entsprechende Diskussionen mit der Konkurrenzgewerkschaft Syndicom statt. Mit einem Arbeitskampf k\u00f6nnte die UNIA sich einen Platz am Verhandlungstisch und damit auch einen Anteil an den zuk\u00fcnftigen Vollzugskostenbeitr\u00e4gen sichern.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/smood-streik-ein-riskantes-manoever-der-unia-buerokratie\/#f2\"><strong><sup>2<\/sup><\/strong><\/a>\u00a0Dass die UNIA-F\u00fchrung erkl\u00e4rt, von solchen Verhandlungen nichts gewusst zu haben, macht die Konkurrenz unter den B\u00fcrokratien der Gewerkschaften nur noch tragischer. Die UNIA \u00fcbernimmt die Vertretung der sechs Lieferant:innen in Yverdon. Als Smood die UNIA-Delegation ignoriert, wird umgehend der unbefristete Streik ausgerufen. Mit einer Minderheit der Lieferant:innen in einer einzelnen Stadt sucht die Gewerkschaftsf\u00fchrung die Entscheidungsschlacht. Die Hoffnung ist, dass Smood nach diesem \u00dcberraschungsangriff aufgibt oder der Streik w\u00e4chst. Ersteres schl\u00e4gt fehl. Doch es gelingt eine ph\u00e4nomenale Ausweitung des Streiks. Nicht nur gewinnen sie eine Mehrheit f\u00fcr den Streik in Yverdon, der Streik weitet sich gar auf insgesamt elf St\u00e4dte aus. Eine einzigartige Entwicklung.<\/p>\n<p>Aber was nach einem Durchbruch in der Organisierung aussieht, ist Ausdruck mangelhafter Organisierungsbem\u00fchungen im Vornherein. Wenn ein Streik sich unkoordiniert derart rasch ausbreitet, dann heisst das auch, dass davor nicht gen\u00fcgend Anstrengungen unternommen wurden, die Arbeiter:innen an den anderen Orten zu mobilisieren. Mit den kampfbereiten Lieferant:innen h\u00e4tte die Gewerkschaftsf\u00fchrung eine Organisierungs-Kampagne an der Basis beginnen k\u00f6nnen. Dass die Lieferant:innen dies nach Ausbruch des Streiks selbst so erfolgreich in die Hand nahmen, zeugt vom ungenutzten Potential in diesem Sektor, in dem zuerst eine Basis h\u00e4tte aufgebaut werden k\u00f6nnen. Teil einer solchen Organisierungskampagne w\u00e4ren auch begrenzte Streikaktionen gewesen. Bereits ein Warnstreik in Yverdon h\u00e4tte offensichtlich dazu gereicht, weitere Arbeiter:innen in anderen St\u00e4dten zu gewinnen. In diesen h\u00e4tten dann weitere Warnstreiks folgen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die Organisierung unter und durch die Kurier:innen rasch vorangeschritten und die Berichterstattung aufrechterhalten worden w\u00e4re. Von Beginn an h\u00e4tten h\u00e4ufige Versammlungen der interessierten Lieferant:innen aus allen St\u00e4dten organisiert werden m\u00fcssen, an denen diese selbstst\u00e4ndig \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte beraten und entschieden h\u00e4tten. Am Ende einer solchen Gegenoffensive h\u00e4tte auch der Entscheid zum unbefristeten Streik stehen k\u00f6nnen. Aber dieser w\u00e4re der H\u00f6hepunkt einer l\u00e4ngerfristig angelegten Taktik der Selbstorganisierung gewesen. Solche \u00dcberlegungen spielten aber keine Rolle. Die Gewerkschaftsb\u00fcrokratie hat auf einen raschen Sieg durch einen Sturmangriff spekuliert.<\/p>\n<p>Das Man\u00f6ver aber ist gescheitert. Der Angriff zog sich hin und ist nun sistiert. Der Gang vor das Schiedsgericht erinnert stark an den verlorenen SPAR-Streik von 2013. Auch damals hatte die UNIA, ohne in einer akuten defensiven Situation zu sein oder \u00fcber eine eigentliche Basis im Sektor zu verf\u00fcgen, einen unbefristeten Arbeitskampf begonnen. Auch da f\u00fchrte dies nicht zum erhofften Durchbruch, und so war es damals die Gewerkschaft selbst, welche vergeblich versuchte, das Schiedsgericht anzurufen, um den Streik m\u00f6glichst ohne Gesichtsverlust abbrechen zu k\u00f6nnen. Das jetzige Einigungsverfahren wird nun voraussichtlich bis in das n\u00e4chste Jahr andauern, und am Ende wird das Ergebnis in jedem Fall schlechter ausfallen, als es m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Im schlimmsten und nicht unwahrscheinlichen Fall wird der Smood-Streik ohne vertragliche Einigung abgebrochen. Zweifelsfrei wird die UNIA-F\u00fchrung dann die medial bereits erfolgten Zugest\u00e4ndnisse wie h\u00f6here L\u00f6hne oder auch einen allf\u00e4lligen, sp\u00e4teren GAV-Abschluss als ihren Sieg darzustellen versuchen. Angesichts einer derart g\u00fcnstigen Ausgangslage und der Opfer, welche die Arbeiter:innen im Streik erbringen, sind die Opportunit\u00e4tskosten allerdings gewaltig. Von einer gewerkschaftlichen Erfolgsgeschichte kann nicht gesprochen werden.<\/p>\n<p><strong>Fehlende Kritik<\/strong><\/p>\n<p>Die B\u00fcrokrat:innen, ob in der UNIA oder in der Syndicom, bilden mit ihrem Schwanken zwischen Abenteurertum und Def\u00e4tismus ein Hindernis. Verwunderlich ist aber weniger das Vorgehen der Gewerkschaftsf\u00fchrungen als die unkritische Unterst\u00fctzung, welche die UNIA-B\u00fcrokratie seit Beginn des Streiks im sozialistischen Lager geniesst. Die Partei\u00a0<em>solidarit\u00e9S<\/em>\u00a0erkl\u00e4rte als erste Organisation ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Streikenden und kommentiert den Streik seither regelm\u00e4\u00dfig. Neben dem Kampfgeist der Kurier:innen betont sie die zweifelsfrei zentrale Rolle der UNIA-Sekret\u00e4r:innen in der Ausweitung des Streiks. Eine Kritik an der Gewerkschaftsf\u00fchrung erfolgt nur indirekt: die Gewerkschaft sei vom Streik \u00fcberrascht worden und erhalte nun\u00a0<a href=\"https:\/\/solidarites.ch\/journal\/399-2\/une-lutte-exemplaire\/\"><strong>\u201ceine gro\u00dfe Lektion in Sachen Mut und Wiederentdeckung von Kampfpraktiken.\u201d<\/strong><\/a>\u00a0[eigene \u00dcbersetzung]. Relativ viel Aufmerksamkeit erh\u00e4lt der Streik auch bei der Organisation<em>\u00a0der Funke<\/em>. Diese bemerkt zwar den kritischen Streikbeginn, sieht dann aber vor allem die St\u00e4rke der Streikenden in der \u00dcberwindung der anf\u00e4nglichen Isolation. Von einer Kritik an einer mangelnden Vorbereitung oder einem riskanten Man\u00f6vrieren seitens der Gewerkschaftsf\u00fchrung ist jedoch nichts zu lesen. Im Gegenteil: Die UNIA gehe<strong>\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/www.derfunke.ch\/htm\/de\/deutsch\/arbeiterinnenbewegung\/streikposten-ich-habe-viel-geopfert-und-jetzt-fordere-ich-meine-rechte-ein\/\"><strong>\u201cmit den richtigen Linien in den Kampf\u201d.<\/strong><\/a>\u00a0Der Aufruf, keine Hoffnung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.derfunke.ch\/htm\/de\/deutsch\/berichte\/smood-streik-auf-fribourg-ausgedehnt-6-lektionen-aus-dem-besuch-beim-streikposten\/\"><strong>\u201cin eine Petition, Appelle an die Gesch\u00e4ftsleitung oder Hinterzimmerverhandlungen\u201d<\/strong><\/a>\u00a0zu setzen, wirkt daneben wie eine Floskel. Auff\u00e4llig ist aber auch die tiefe Aufmerksamkeit \u00fcberhaupt, welche der einzige Streik in der Schweiz in der sonstigen Linken au\u00dferhalb der Gewerkschaftspresse erh\u00e4lt. Neben solidarit\u00e9S und der Funke hat kaum eine andere Gruppierung ausf\u00fchrlicher Position bezogen. Die\u00a0<em>Bewegung f\u00fcr den Sozialismus<\/em>\u00a0ver\u00f6ffentlichte zwar vor Streikbeginn\u00a0<a href=\"https:\/\/sozialismus.ch\/arbeit\/2021\/die-unia-ist-nicht-maechtig-aber-maechtig-buerokratisch\/\"><strong>einen Artikel, in dem sie die B\u00fcrokratie in der UNIA angriff,<\/strong><\/a>\u00a0wendet diese Kritik dann aber nicht auf den aktuellen Arbeitskampf an, sondern f\u00fchrte lediglich ein Interview mit den Streikenden. In den linken Zeitschriften<em>\u00a0WOZ<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Gauchebdo<\/em>\u00a0gab es hingegen einige Artikel zum Streik. \u00dcber eine Berichterstattung, eine Darstellung der Missst\u00e4nde, die Teilung der Forderungen und Interviews gehen aber all diese Beitr\u00e4ge nicht hinaus. Es fehlt an einer Kritik der Gewerkschaftsb\u00fcrokratie und ihrem riskanten Vorgehen.<\/p>\n<p>Die Kurier:innen sind mit all ihrem Mut und ihrer Kraft in den Kampf getreten. Statt zu schweigen oder zu fliehen, haben sie sich zum Widerstand entschieden \u2013 f\u00fcr sich, ihre Familien, ihre Kolleg:innen, und kommende Kurier:innen. Sie bilden die Avantgarde des Klassenkampfes. Ihrem Streik kommt in einem Land wie der Schweiz, das kaum Streiks kennt, eine historische Bedeutung zu. Ihre langfristige Organisierung muss unterst\u00fctzt werden mit Versammlungen, Mobilisierungen und Kampfaktionen frei von den kurzfristig angelegten wie riskanten M\u00e4n\u00f6vern der Gewerkschaftsf\u00fchrungen. Das Schlichtungsverfahren bietet hierf\u00fcr auch eine Gelegenheit: W\u00e4hrend die UNIA-F\u00fchrung und die Smood-Leitung unter Aufsicht des Staates verhandeln, k\u00f6nnen die Lieferant:innen ihre eigene Organisierung in immer breiteren Versammlungen vorantreiben. Die sozialistischen Organisationen m\u00fcssen diese Arbeiter:innen in ihrem Kampf unterst\u00fctzen \u2013 gegen die B\u00fcrokratie und f\u00fcr die Selbstorganisierung.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/smood-streik-ein-riskantes-manoever-der-unia-buerokratie\/#f1_text\"><strong>1<\/strong><\/a>. Vergleichbar mit einem Tarifvertrag in Deutschland.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/smood-streik-ein-riskantes-manoever-der-unia-buerokratie\/#f2_text\"><strong>2<\/strong><\/a>. Allen Arbeitenden, die einem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen, werden sog. Vollzugskostenbeitr\u00e4ge von ihrem Lohn abgezogen und den Vertragspartner:innen \u00fcberwiesen. Damit sollen die Einhaltung des GAV abgesichert, aber auch verg\u00fcnstigte Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten finanziert werden. Sie machen einen grossen Teil der Einnahmen der Gewerkschaften aus.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/smood-streik-ein-riskantes-manoever-der-unia-buerokratie\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 27. Dezember 2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samuel Minski. Die Kurier:innen des Lieferdienstes Smood in der Schweiz sind im unbefristeten Streik! Nun hat die kantonale Schlichtungsstelle sich eingeschaltet, alle Kampfma\u00dfnahmen wurden ausgesetzt. Wie geht es nun weiter?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10492,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,3],"tags":[25,29,26,4],"class_list":["post-10611","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kampagnen","category-schweiz","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitskaempfe","tag-gewerkschaften","tag-strategie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10611"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10611\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10612,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10611\/revisions\/10612"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}