{"id":11211,"date":"2022-05-04T13:57:51","date_gmt":"2022-05-04T11:57:51","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=11211"},"modified":"2022-05-04T13:57:53","modified_gmt":"2022-05-04T11:57:53","slug":"ukraine-krieg-hafenarbeiter-weltweit-boykottieren-russische-schiffe%ef%bf%bc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=11211","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Hafenarbeiter weltweit boykottieren russische Schiffe\ufffc"},"content":{"rendered":"<p><em>Dossier.<\/em> Russland und Ukraine spielen eine tragende Rolle im weltweiten Seeverkehr. Laut der UNCTAD Erhebung von 2021 stellt Russland ca. 10% die Ukraine ca. 4% der etwa 1,9 Millionen Seefahrer:innen. Damit stehen sie auf Platz zwei bzw. sechs der weltweiten Rangliste. Durch den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=197318\">Ukrainekrieg<\/a>\u00a0wird der maritime Transport empfindlich getroffen. Die gr\u00f6\u00dften Reedereien<!--more--> wie die d\u00e4nische Maersk oder die chinesische COSCO weigern sich, russische Fracht aufzunehmen. Einige Regierungen haben Sanktionen gegen russische Reedereien verh\u00e4ngt, andere nur gegen russische Produkte, andere betreiben bisher keinen Boykott des Seehandels mit Russland. Verschiedene russische \u00d6lfrachter werden bereits von einem Hafen zum n\u00e4chsten umgeleitet. (Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/a5ce82db-8d15-4c78-a539-403a9cab9114\">Artikel von Neil Hume und Harry Dempsey am 9. M\u00e4rz 2022 in Financial Times<\/a>: \u201cRussian tankers at sea despite \u201abig unknown\u2018 over who will buy oil\u201d) Seit Beginn des Krieges erkl\u00e4ren daher weltweit verschiedene Hafengewerkschaften ihre Solidarit\u00e4t mit den Kolleg:innen der Ukraine. Sie wollen weder russische Ladungen, noch russisches \u00d6l oder russische Schiffe anr\u00fchren. Gleichzeitig setzen sie Regierungen unter Druck, Sanktionen zu erlassen. Im Folgenden ein\u00a0<strong>\u00dcberblick von Anne Engelhardt vom 13.3.2022 aus bisher 8 L\u00e4ndern und l\u00e4nder\u00fcbergreifend\/international<\/strong>\u00a0\u2013 siehe\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Australien\">Australien<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Belgien\">Belgien<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#D%C3%A4nemark\">D\u00e4nemark<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Grossbritannien\">Grossbritannien<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#international\">l\u00e4nder\u00fcbergreifend\/international<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Kanada\">Kanada<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Neuseeland\">Neuseeland<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Niederlande\">Niederlande<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#USA\">USA<\/a>\u00a0und nun neu\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/#Schweden\">Schweden<\/a>:\u00a0<strong>Schwedische und Niederl\u00e4ndische Hafenarbeiter:innen weigern sich den Gas-Tanker Sunny Liger zu entladen \u2013 schwedischer Arbeitgeberverband will Hafengewerkschaft verklagen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Australien:<\/strong><\/p>\n<p>Die Australische Maritime Union (MUA) setzte in einem Schreiben zumindest die Regierung unter Druck, russische Schiffe an der Ab- und Einreise zu hindern. Sie schreibt in einer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mua.org.au\/news\/maritime-union-calls-action-against-russia%E2%80%99s-imperial-invasion-ukraine\">Stellungnahme vom 3. M\u00e4rz<\/a>:\u00a0<em>\u201eNach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und den r\u00fccksichtslosen Angriffen Pr\u00e4sident Putins sowohl auf st\u00e4dtische Gebiete auf dem ukrainischen Festland als auch auf internationale Seeleute an Bord von Schiffen in ukrainischen Hoheitsgew\u00e4ssern hat sich die Maritime Union of Australia in einem Schreiben an den australischen Premierminister gewandt, in dem sie dringend sinnvolle Schritte in unserer eigenen Region fordert, um Druck auf Russlands wirtschaftliche, soziale und strategische Interessen auszu\u00fcben.\u00a0Wir fordern Scott Morrison auf, formelle und praktische Sanktionen in Australiens Einflussbereich zu verh\u00e4ngen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dies sollte in Form eines nationalen Embargos gegen alle in Russland registrierten Schiffe oder Schiffe, die sich mehrheitlich im Besitz oder unter der Kontrolle russischer Unternehmen oder Einzelpersonen befinden oder die eine \u00fcberwiegend russische Ladung bef\u00f6rdern, geschehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die MUA verurteilt unmissverst\u00e4ndlich Putins ungerechtfertigte Aggression und Invasion in der Ukraine, und wir sprechen den unschuldigen Einwohner:innen der Ukraine, deren Leben durch diesen v\u00f6llig unmoralischen Akt des Imperialismus bedroht ist, unsere Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung aus.\u201c\u00a0<\/em>Verglichen wird die Situation mit Repressionen w\u00e4hrend u. a. des Angriffskrieges der USA in Vietnam, bei denen die Gewerkschaft ebenfalls ein Embargo forderte.<\/p>\n<p><strong>Belgien:<\/strong><\/p>\n<p>Im Belgischen Zeebr\u00fcgge ist ein russischer Gastanker nach einer zweit\u00e4gigen Blockade durch Schlepper:innen und Stauer:innen am 8. M\u00e4rz doch entladen worden. Der Manager des Hafens Tom Hautekiet appelierte an die EU ein kollektives Embargo einzuf\u00fchren. Solange es dieses nicht gebe, w\u00fcrden sich H\u00e4fen die unangetasteten russischen Frachter nur gegenseitig zuschieben.\u00a0<em>\u201eDie Hafenverwaltung von Zeebr\u00fcgge richtet jetzt einen Apell an die Europ\u00e4ische Union, so schnell wie m\u00f6glich einen Beschluss zum Umgang mit russischen Schiffen in europ\u00e4ischen H\u00e4fen zu fassen. Jetzt, da russische Tanker in britischen H\u00e4fen nicht mehr anlegen d\u00fcrfen, suchen sie nach Ausweichh\u00e4fen in der N\u00e4he \u2013 H\u00e4fen, wie z.B. D\u00fcnkirchen in Nordfrankreich oder Zeebr\u00fcgge in Belgien.\u201c\u00a0<\/em>(Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vrt.be\/vrtnws\/de\/2022\/03\/08\/russischer-tanker-trotz-ethischer-bedenken-von-hafenarbeitern-in\/\">Artikel von Andreas Kockartz vom 08. M\u00e4rz. 2022 in Flanderninfos.be<\/a>)<\/p>\n<p><strong>D\u00e4nemark:<\/strong><\/p>\n<p>In D\u00e4nemark hat die der Havnearbejdernes Landsklub, dass sie keine russische Fracht anr\u00fchren wird.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Entscheidung der Hafenarbeiter hat zur Folge, dass russische Schiffe weder \u00fcber die an Bord befindlichen G\u00fcter verf\u00fcgen noch neue G\u00fcter laden k\u00f6nnen. Das wird Russland im Handel treffen.\u201c\u00a0<\/em>(Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/arbejderen.dk\/fagligt\/danske-havnearbejdere-vi-vil-ikke-betjene-russiske-skibe\/\">Arbejderen.dk am 04. M\u00e4rz 2022<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Grossbritannien:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>In England hat die Regierung dazu aufgerufen, weder Russische Produkte, noch \u00d6l zu entladen. Auch russische Schiffe sollen blockiert werden. Dies geschah, nachdem die Gewerkschaft UNITE die Regierung in einem Brief vom 28.02 informiert, dass sie bereit sind bei s\u00e4mtlichen Blockaden gegen russische Schiffe zu helfen. Trotz der Entscheidung der Regierung, das Embargo rechtskr\u00e4ftig zu unterst\u00fctzen, k\u00f6nnen russische Produkte weiterhin \u00fcber Schiffe in die H\u00e4fen gelangen, die unter anderer Flagge fahren. Hier sind die Hafenarbeiter:innen selbst aktiv geworden, um dieses Schlupfloch zu schlie\u00dfen. In s\u00fcdenglischen Kent haben sich Hafenarbeiter:innen geweigert die russischen \u00d6lladungen anzur\u00fchren. Das betroffene Schiff wurden daraufhin umgeleitet. Die Hafenbesch\u00e4ftigten werden dabei von der Gewerkschaft UNITE und dem Gewerkschaftskongress unterst\u00fctzt. (Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.express.co.uk\/news\/uk\/1575516\/Kent-dockers-block-Russian-gas-tanker-ship-boycott-UK-Ukraine-war-latest\">Artikel von Ellie Cook vom 04. M\u00e4rz 2022 im Express<\/a>)<\/li>\n<li><strong>Hafenarbeiter in Kent haben sich geweigert, einen Tanker mit russischem Gas zu entladen, und aus Solidarit\u00e4t mit der Ukraine ihn gezwungen, woanders anzulegen<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Gewerkschaft fordert Schlie\u00dfung des Schlupflochs, durch das russische Fracht auf anderswo registrierten Schiffen nach Gro\u00dfbritannien gelangen kann Hafenarbeiter, die geschworen hatten, einen Tanker mit russischem Gas nicht zu entladen, der in den fr\u00fchen Morgenstunden des Freitags in einem Hafen der Themsem\u00fcndung einlaufen sollte, haben einen Sieg errungen, nachdem das Schiff umgeleitet wurde, wie der Guardian berichtet. Die Boris Vilkitskiy war auf dem Weg zur Isle of Grain mit einer Ladung verfl\u00fcssigten Erdgases (LNG) f\u00fcr Centrica, den Eigent\u00fcmer von British Gas, aufgrund einer offensichtlichen Schlupflochregelung des Verkehrsministeriums f\u00fcr Schiffe mit russischer Beteiligung. Nachdem die von der Gewerkschaft Unison vertretenen Hafenarbeiter jedoch gewarnt hatten, dass sie sich gegen jede Anweisung, bei der Verbringung des Gases an Land zu helfen, auflehnen w\u00fcrden, wird das Schiff nicht mehr an der Anlage in Kent anlegen<\/em>.\u00a0<em>(\u2026) \u201cF\u00fcr die Besch\u00e4ftigten des Grain-Terminals wird dies eine Erleichterung sein\u201d, sagte Matt Lay, der nationale Energiebeauftragte von Unison. \u201cAber auch wenn es so aussieht, als ob die Intervention der Gewerkschaft erfolgreich war und diese Schiffe abgewiesen wurden, bleibt ein grunds\u00e4tzliches Problem bestehen.\u201d Er wies darauf hin, dass Schiffe, die russisches \u00d6l und Gas transportieren, immer noch in britischen H\u00e4fen anlegen k\u00f6nnen, weil das Verbot des Verkehrsministeriums nicht die Herkunft der Schiffsladung abdeckt, obwohl Verkehrsminister Grant Shapps Anfang der Woche erkl\u00e4rt hatte, die Ma\u00dfnahme erstrecke sich auf \u201calle Schiffe mit irgendeiner russischen Verbindung\u201d. \u201cDie Regierung muss sofort handeln, um dieses Schlupfloch zu schlie\u00dfen und zu verhindern, dass russische Waren weiterhin unter dem Deckmantel eines anderen Landes nach Gro\u00dfbritannien gelangen\u201d, so Lay. W\u00e4hrend die Boris Vilkitskiy nicht mehr an der Isle of Grain anlegen wird, lag ein Tanker namens Pluto am Donnerstag im Hafen von Foyle vor Anker, w\u00e4hrend die Seacod, die \u00d6l vom Primorsk-Terminal bringt, auf das 30 % der russischen \u00d6lexporte entfallen, vor Liverpool vor Anker lag<\/em>\u2026\u201d \u00a0Maschinen\u00fcbersetzung aus dem (engl.)\u00a0<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/business\/2022\/mar\/03\/tanker-russian-gas-diverted-kent-dockers-refuse-cargo-loophole-ships\">Artikel von Rob Davies vom 3.3.2022 in The Guardian<\/a>\u00a0\u2013 siehe auch die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.unison.org.uk\/news\/press-release\/2022\/03\/russian-tankers-heading-for-kent-must-be-stopped-says-unison\/\">Unison-Erkl\u00e4rung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>l\u00e4nder\u00fcbergreifend\/international<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Europ\u00e4ische und die Internationale Transportarbeitergewerkschaften ETF und ITF haben sich einen Tag nach dem Krieg,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/vom%20https:\/www.itfglobal.org\/en\/news\/transport-unions-call-immediate-ceasefire-and-withdrawal-russian-military-ukraine\">am 25.02.2022 in einer Stellungnahme<\/a>\u00a0f\u00fcr die sofortige Waffenruhe ausgesprochen. Da insbesondere Transportinfrastrukturen unter Beschuss stehen, sind vor allem auch Besch\u00e4ftigte im Transportsektor betroffen.<\/li>\n<li>Peter Crumlin, der Pr\u00e4sident der Internationalen Transportarbeitergewerkschaft (ITF) erkl\u00e4rte in einer Stellungnahme:\u00a0<em>\u201eArbeiter:innen auf der ganzen Welt ergreifen entschieden Opposition zur Russlands Invasion der Ukraine, inklusive tausende Hafenarbeiter:innen, die sich mit den Menschen in der Ukraine solidarisieren und Putins Aggressionen verurteilen. [\u2026] Wie in jedem Krieg befinden sich Hafen- und andere Transportarbeiter:innen in der Schusslinie, trotz des enormen Risikos, um das Land am Laufen zu halten.\u201c<\/em>\u00a0Der Gewerkschaftsvorsitzende der Maritimen Transportarbeitergewerkschaft der Ukraine (MTWTU) Oleg Grygoriuk bedankte sich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung seiner Br\u00fcder und Schwestern. Insbesondere die Hafenstadt Mariupol steht seit Tagen unter Beschuss und ist von russischen Truppen eingekesselt, wovon auch Hafenarbeiter:innen der Stadt betroffen sein d\u00fcrften. Ein Frachtschiff soll vor der Stadt beschossen worden sein. Es scheitern momentan immer wieder Bem\u00fchungen, die ca. 400.000 verbliebenen Bewohner:innen aus der Stadt zu evakuieren. Ukrainische H\u00e4fen m\u00fcssen laut der ukrainischen maritimen Verwaltung bis zum Ende des Krieges ihren Betrieb einstellen. Siehe die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.itfglobal.org\/en\/news\/itf-dockers-unite-against-putins-ukraine-invasion\">Pressemitteilung von ITF vom 03. M\u00e4rz 2022<\/a><\/li>\n<li>Laut Shipping Herald sch\u00e4tzt die ITF, dass etwa 1.522 Schiffe mit russischer Flagge, von denen die Mehrheit Container Schiffe sind, und weitere russische Frachter unter anderen Flaggen auf hoher See unterwegs sind. (Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2022-03-04\/dock-workers-and-shipping-lines-widen-boycott-of-russian-trade\">K Oanh Ha am 4. M\u00e4rz in Bloomberg<\/a>)<\/li>\n<li>Auch der International Dockworkers\u2018 Council (IDC) ruft in einem kurzen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/InternationalDockworkersCouncil\/photos\/a.560745213962055\/4908290612540805\/\">Statement vom 27.02.2022 auf Facebook<\/a>\u00a0dazu auf, diesen und jeden Krieg zu beenden. Sie schreiben, dass die weltweite Familie der Hafenarbeiter:innen an \u201eAktionen zur Beendigung des Krieges und zur Durchsetzung von Sanktionen und Handelsblockaden gegen russische Schiffe\u201c arbeite.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kanada:<\/strong><\/p>\n<p>Als Reaktion auf den Krieg hat die Regierung in Kanada russischen Fracht- und Fischereischiffen verboten, in den H\u00e4fen des Staates einzulaufen. Allerdings kam dieses Statement erst, nachdem die International Longshore &amp; Warehouse Union Canada (ILWU) die kanadische Regierung in einem Schreiben bat, es Frankreich und England nachzutun und ebenfalls ein Verbot russischer Schiffe zu erwirken. Siehe den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.itfglobal.org\/sites\/default\/files\/2022-03\/ILWU%20Ukraine%20Statement%20-%20%20Feb%202022.pdf\">Brief der ILWU Kanada vom 28.02.2022<\/a>\u00a0an Premier Minister Trudeau<\/p>\n<p><strong>Neuseeland:<\/strong><\/p>\n<p>Ebenfalls solidarisch haben sich die Maritime Union und die Rail and Maritime Transport Union Neuseelands erkl\u00e4rt. Der Generalsekret\u00e4r der Rail an Maritime Transport Union betonte, dass es wichtig sei, dass Boykotte und Protestaktionen der Hafenarbeiter:innen \u201enicht gegen die russische Besatzung gerichtet waren, sondern gegen die Aggression und die Kriegsentscheidungen\u201c der russischen Regierung.<\/p>\n<p>Craig Harrison, der Gewerkschaftssekret\u00e4r der Maritime Union wies daraufhin, dass viele Schiffe, die unter sogenannten Billigflaggen f\u00fchren \u2013 also Schiffen, die in L\u00e4ndern mit schlechteren Arbeitsbedingungen,niedrigeren L\u00f6hnen und Steuern, registriert sind \u2013 h\u00e4ufig Besch\u00e4ftigte aus der Ukraine und Russland an Bord haben. Die Gewerkschaft hatte sich aufgrund dessen bereits mit den schlechten Arbeitsbedingungen russischer und ukrainischer Besatzungen befasst und Crewmitgliedern beider Nationen bei Organisation der Heimkehr geholfen. (Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.rmtunion.co.nz\/\">Stellungnahme von RMTUnion Neuseeland vom 01. M\u00e4rz 2022<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Niederlande:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>In Rotterdam und Amsterdam boykottieren Hafenarbeiter:innen das L\u00f6schen der \u201aSunny Liger\u2018\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/niederlande-hafenarbeiter-boykottieren-loeschung-von-tanker-mit-russischem-gasoel-a-ffcfd9d1-e8c4-4b45-a277-7efff435a19c\">Meldung vom 30. April 2022 im Spiegel online<\/a>\u00a0(\u201eHafenarbeiter verweigern Entladung von Tanker mit russischem Gas\u00f6l\u201c):\u00a0<em>\u201e\u2026 Die \u201aSunny Liger\u2018 hatte vergangene Woche im russischen Hafen Primorsk Gas\u00f6l geladen: ein Vorprodukt zur Herstellung von Diesel und Heiz\u00f6l. Als sie einige Tage sp\u00e4ter Schweden ansteuerte, boykottierten Hafenarbeiter in G\u00f6teborg laut Medienberichten die L\u00f6schung des Schiffs \u2013 woraufhin die \u201aSunny Liger\u2018 nach Rotterdam auswich. Als die ukrainische Botschaft in den Niederlanden die \u00d6ffentlichkeit auf den Tanker und seine Fracht aufmerksam machte, blies die Hafengewerkschaft FNV zum Boykott. \u201aDas Schiff ist kein normaler Kunde des Rotterdamer Hafens, und ich rufe die Hafenarbeiter auf, sich davon fernzuhalten\u2018, sagte der Gewerkschaftsf\u00fchrer Niek Stam. Nachdem die \u201aSunny Liger\u2018 wegen des Boykotts nach Amsterdam umgesteuert hatte, appellierte die FNV an die dortigen Docker, das Schiff nicht zu l\u00f6schen. Offenbar mit Erfolg. Am Samstagmittag lag es vor dem Amsterdamer Hafen vor Anker, wie Daten des Portals Vesselfinder zeigten\u2026\u201c<\/em>\n<ul>\n<li><em>A<\/em>m\u00a0<a href=\"http:\/\/www.laboursolidarity.org\/Dutch-and-Swedish-dockers-refuse?lang=en\">1. Mai 2022 schrieb Patrick Le Tr\u00e9hondat auf Labour Solidarity<\/a>\u00a0\u00fcber die Blockade (\u201eDutch and Swedish dockers refuse to unload Russian diesel cargo\u201c):\u00a0<em>\u201eAm Vorabend des 1. Mai zeigen schwedische und niederl\u00e4ndische Hafenarbeiter:innen einen sch\u00f6nen internationalistischen Geist. Sie weigerten sich, einen 42.000 Tonnen schweren russischen Dieseltanker, die Sunny Liger, im Amsterdamer Hafen zu entladen, einen Tag nachdem eine \u00e4hnliche Aktion von Hafenarbeiter:innen am Freitag, dem 29. April, das Einlaufen des Schiffes in den Hafen von Rotterdam verhindert hatte. Schwedische Hafenarbeiter:innen hatten sich bereits geweigert, den Tanker zu entladen, der dann in die Niederlande fuhr. Der 42.000-Tonnen-Tanker Sunny Liger lag am Samstag, den 30. April, vor Amsterdam vor Anker, w\u00e4hrend die Hafengesellschaften \u00fcberlegten, ob sie in die niederl\u00e4ndische Hauptstadt einlaufen sollten. (\u2026) Der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Tanker verlie\u00df vor einer Woche Primorsk in der N\u00e4he von St. Petersburg, Russland, mit dem Ziel Amsterdam, wie MarineTraffic.com berichtet. Der FNV-Vertreter Niek Stam schlie\u00dft nicht aus, dass es zu einer Demonstration im Hafen kommen k\u00f6nnte, wenn das Schiff anlegt. Die Unruhe rund um die Anwesenheit des Schiffes k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Demonstranten ins Wasser springen, um die Einfahrt des Schiffes zu blockieren, bef\u00fcrchten die Schleppermatrosen\u2026\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Elf \u00d6ltanker und 40 weitere russische Schiffe steuern im M\u00e4rz auf den niederl\u00e4ndischen Hafen Rotterdam zu. Im Gegensatz zu England hat die niederl\u00e4ndische Regierung bisher keinen Boykott russischer Frachter erlassen. Die Niederl\u00e4ndische gr\u00f6\u00dfte Hafenarbeitergewerkschaft FNV Havens hat daher beschlossen, den Boykott eigenst\u00e4ndig durchzuf\u00fchren. Niek Stam, ein Sprecher der Gewerkschaft sagte: \u201eEs klebt Blut an dem \u00d6l, Blut an der Kohle, Blut an dem Gas.\u201c Die Gewerkschaft stellt sich auf einen Rechtsstreit mit der Regierung und \u00d6lfirmen ein. (Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.source-material.org\/blog\/dutch-dockers-prepare-for-legal-battle-over-russia-oil\">Source Material, 04. M\u00e4rz 2022<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Schweden<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schwedische und Niederl\u00e4ndische Hafenarbeiter:innen weigern sich den Gas-Tanker Sunny Liger zu entladen \u2013 schwedischer Arbeitgeberverband will Hafengewerkschaft verklagen\u00a0<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>In Rotterdam und Amsterdam boykottieren Hafenarbeiter:innen das L\u00f6schen der \u201aSunny Liger\u2018<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/niederlande-hafenarbeiter-boykottieren-loeschung-von-tanker-mit-russischem-gasoel-a-ffcfd9d1-e8c4-4b45-a277-7efff435a19c\">Meldung vom 30. April 2022 im Spiegel online<\/a>\u00a0(\u201eHafenarbeiter verweigern Entladung von Tanker mit russischem Gas\u00f6l\u201c):\u00a0<em>\u201e\u2026 Die \u201aSunny Liger\u2018 hatte vergangene Woche im russischen Hafen Primorsk Gas\u00f6l geladen: ein Vorprodukt zur Herstellung von Diesel und Heiz\u00f6l. Als sie einige Tage sp\u00e4ter Schweden ansteuerte, boykottierten Hafenarbeiter in G\u00f6teborg laut Medienberichten die L\u00f6schung des Schiffs \u2013 woraufhin die \u201aSunny Liger\u2018 nach Rotterdam auswich. Als die ukrainische Botschaft in den Niederlanden die \u00d6ffentlichkeit auf den Tanker und seine Fracht aufmerksam machte, blies die Hafengewerkschaft FNV zum Boykott. \u201aDas Schiff ist kein normaler Kunde des Rotterdamer Hafens, und ich rufe die Hafenarbeiter auf, sich davon fernzuhalten\u2018, sagte der Gewerkschaftsf\u00fchrer Niek Stam. Nachdem die \u201aSunny Liger\u2018 wegen des Boykotts nach Amsterdam umgesteuert hatte, appellierte die FNV an die dortigen Docker, das Schiff nicht zu l\u00f6schen. Offenbar mit Erfolg. Am Samstagmittag lag es vor dem Amsterdamer Hafen vor Anker, wie Daten des Portals Vesselfinder zeigten\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Am\u00a0<a href=\"http:\/\/www.laboursolidarity.org\/Dutch-and-Swedish-dockers-refuse?lang=en\">1. Mai 2022 schrieb Patrick Le Tr\u00e9hondat auf Labour Solidarity<\/a>\u00a0\u00fcber die Blockade (\u201eDutch and Swedish dockers refuse to unload Russian diesel cargo\u201c):\u00a0<em>\u201eAm Vorabend des 1. Mai zeigen schwedische und niederl\u00e4ndische Hafenarbeiter:innen einen sch\u00f6nen internationalistischen Geist. Sie weigerten sich, einen 42.000 Tonnen schweren russischen Dieseltanker, die Sunny Liger, im Amsterdamer Hafen zu entladen, einen Tag nachdem eine \u00e4hnliche Aktion von Hafenarbeiter:innen am Freitag, dem 29. April, das Einlaufen des Schiffes in den Hafen von Rotterdam verhindert hatte. Schwedische Hafenarbeiter:innen hatten sich bereits geweigert, den Tanker zu entladen, der dann in die Niederlande fuhr. Der 42.000-Tonnen-Tanker Sunny Liger lag am Samstag, den 30. April, vor Amsterdam vor Anker, w\u00e4hrend die Hafengesellschaften \u00fcberlegten, ob sie in die niederl\u00e4ndische Hauptstadt einlaufen sollten. (\u2026) Der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Tanker verlie\u00df vor einer Woche Primorsk in der N\u00e4he von St. Petersburg, Russland, mit dem Ziel Amsterdam, wie MarineTraffic.com berichtet. Der FNV-Vertreter Niek Stam schlie\u00dft nicht aus, dass es zu einer Demonstration im Hafen kommen k\u00f6nnte, wenn das Schiff anlegt. Die Unruhe rund um die Anwesenheit des Schiffes k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Demonstranten ins Wasser springen, um die Einfahrt des Schiffes zu blockieren, bef\u00fcrchten die Schleppermatrosen\u2026\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Schwedischer Arbeitgeberverband droht Hafenarbeiter:innengewerkschaft \u201ewegen Sympathie-Blockade f\u00fcr ukrainische Hafenarbeiter zu verklagen\u201c<br \/>\n<\/strong><em>\u201eAm gestrigen Mittwoch erhielt die schwedische Hafenarbeiter:innengewerkschaft von der Arbeitgeberorganisation Swedish Ports einen Einspruch gegen eine so genannte Friedenspflicht. In einem Schreiben behauptet der schwedische Hafenverband, dass die seit dem 28. M\u00e4rz andauernde Sympathie-Blockade der Gewerkschaft gegen russische Waren und Interessen illegal ist und sofort beendet werden muss. Der Arbeitgeberverband argumentiert unter anderem, dass die Blockade \u201asehr schwerwiegende Folgen f\u00fcr den Arbeitgeber:innen haben kann, z. B. indem die Waren der Kund:innen des Hafens auf andere H\u00e4fen umgeleitet werden oder ein bestimmter Anruf \u00fcberhaupt nicht mehr nach Schweden kommt\u2018 und dass \u201adie Folge ist, dass die Gesch\u00e4ftsbeziehungen des Hafens dauerhaft beeintr\u00e4chtigt werden k\u00f6nnen\u2018. Die Gewerkschaft der Hafenarbeiter:innen hat heute die rechtlichen Einw\u00e4nde des schwedischen Hafens schriftlich zur\u00fcckgewiesen. Seit Mitte M\u00e4rz ist allen Beteiligten klar, dass es sich bei dem Arbeitskampf um einen Akt des Mitgef\u00fchls f\u00fcr die bedr\u00e4ngten Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft in den geschlossenen und vielfach besetzten ukrainischen H\u00e4fen handelt. Die Blockade sollte daher nicht als allgemeine symbolische politische Demonstration verstanden werden, sondern als Unterst\u00fctzung f\u00fcr k\u00e4mpfende Gewerkschaften in einem fremden Prim\u00e4rkonflikt. Die H\u00e4fen Schwedens haben die Frist f\u00fcr die Einreichung eines Einspruchs gegen die Lebendigkeit des Konflikts in Friedenszeiten l\u00e4ngst verpasst, so dass dieser Einspruch keine rechtliche Wirkung hat. Die angek\u00fcndigte Sympathie-Blockade wird also wie in fr\u00fcheren schwedischen H\u00e4fen fortgesetzt. \u201aIch bin wirklich \u00fcberrascht, dass sie diesen Einwand jetzt erheben. Der schwedische Hafenverband hat bereits fr\u00fcher von der Regierung klare Sanktionen gegen den russischen Seeverkehr gefordert, aber da dies bisher nicht geschehen ist, unterst\u00fctzt er die wenigen Mitgliedsunternehmen, die nicht bereit sind, auch nur einen Cent an Gesch\u00e4ftseinnahmen zu opfern, um unsere Hafenarbeiterkolleg:innen zu unterst\u00fctzen, die an vorderster Front im Krieg in der Ukraine stehen, sagt der Vorsitzende der Hafenarbeitergewerkschaft Martin Berg. \u201aWir k\u00f6nnen nat\u00fcrlich nicht von unserer anhaltenden Sympathie-Blockade abr\u00fccken, wenn die ukrainischen Gewerkschaften uns eindeutig auffordern, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um russische Interessen in europ\u00e4ischen H\u00e4fen zu unterbinden und zu einem russischen R\u00fcckzug beizutragen. Die Misshandlungen und Zerst\u00f6rungen in den Hafenst\u00e4dten der Ukraine gehen bekanntlich weiter\u2018, so Unionspr\u00e4sident Berg weiter,\u201c<\/em>\u00a0in der\u00a0<a href=\"http:\/\/hamn.nu\/article\/2907\/Arbetsgivarorganisationen-hotar-stamma-Hamnarbetarforbundet-for-sympatiblockad-for-Ukrainas-hamnarbetare.html\">Stellungnahme der Schwedischen Hafenarbeiter:innen vom 28. April 2022<\/a>\u00a0\u00a0(schwedisch, Maschinen\u00fcbersetzung).<\/li>\n<li><strong>Schwedische Hafenbesch\u00e4ftige wollen auch nach neuem, aber \u201everw\u00e4sertem\u201c EU-Sanktionspaket die Blockade aufrechterhalten<br \/>\n<\/strong>In einer\u00a0<a href=\"http:\/\/hamn.nu\/article\/2903\/Hamnarbetarforbundets-sympatiblockad-for-Ukraina-oforandrad-tillsvidare.html\">Pressemitteilung vom 19. April 2022 schreibt die schwedische Hafenarbeiter:innengewerkschaft<\/a>\u00a0(schwedisch, Maschinen\u00fcbersetzung):\u00a0<em>\u201eLetzte Woche hat die EU als Reaktion auf Russlands anhaltende Invasion in der Ukraine das Sanktionspaket Nr. 5 vorgelegt. Dazu geh\u00f6rt ein Verbot f\u00fcr Schiffe unter russischer Flagge, EU-H\u00e4fen anzulaufen, und ab August 2022 ein Einfuhrverbot f\u00fcr russische Kohle. Der Vorstand der schwedischen Hafenarbeitergewerkschaft diskutierte heute \u00fcber m\u00f6gliche \u00c4nderungen der eigenen Blockade als Reaktion auf die neuen Sanktionen der EU. Wir haben das neue Sanktionspaket der EU analysiert und stellen fest, dass es sehr verw\u00e4ssert ist. \u201aF\u00fcr uns in den H\u00e4fen w\u00fcrde ein Verbot nur f\u00fcr Schiffe unter russischer Flagge bedeuten, dass wir im Vergleich zu unserer jetzigen Blockade deutlich zu kurz greifen. Die Situation in der Ukraine mit Morden und Angriffen auf Zivilist:innen zeigt, dass unsere Sympathiema\u00dfnahmen weiterhin notwendig sind\u2018, sagt Martin Berg, Vorsitzender der schwedischen Hafenarbeiter:innengewerkschaft. (\u2026) \u201aErst vor wenigen Tagen wurden wir von einer der zentralen Gewerkschaftsorganisationen in der Ukraine mit einem Dankesch\u00f6n und der Bitte kontaktiert, unsere Ma\u00dfnahmen beizubehalten. Sie riefen auch zu gr\u00f6\u00dferer Einigkeit in Bezug auf das Einfuhrverbot f\u00fcr russische Energieprodukte wie \u00d6l und Gas auf. Es muss mehr getan werden, um Putins Kriegskasse zu stutzen. Unsere Blockade bleibt vorerst bestehen, und wir fordern andere Organisationen und die schwedische Regierung dringend auf, diesem Beispiel zu folgen\u201c, so Berg weiter.\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>In Europa werden momentan 270 russische Schiffe oder Schiffe mit russischer Fracht pro Monat von Hafenarbeiter:innen blockiert \u2013 auch schwedische Kolleg:innen beteiligen sich <\/strong><em>\u201e\u2026 Aus Solidarit\u00e4t mit der Ukraine hat eine der beiden gro\u00dfen schwedischen Hafenarbeiter:innengewerkschaften, Hamnarbetarf\u00f6rbundet, Ende M\u00e4rz den seltenen Schritt getan, sich zu weigern, Schiffe mit Verbindungen zu Russland zu ber\u00fchren. Der 150 Meter lange Massengutfrachter, der unter der Flagge der Bahamas von einer schwedischen Tochtergesellschaft der russischen Reederei Baltic Shipping mit Sitz in Sankt Petersburg betrieben wird, ist eines der ersten Schiffe, die von diesem Boykott betroffen sind. \u201aWir blockieren alle Waren, die mit Russland und dem Regime zu tun haben\u2018, sagte Rolf Lyktoft, der die \u00f6rtliche Niederlassung der Gewerkschaft leitet, gegen\u00fcber AFP. (\u2026) In Helsingborg w\u00fcnscht sich Rolf Lyktoft, dass die Bewegung seiner 1.400 Genoss:innen, die in Bezug auf die Waren noch immer symbolisch ist, sich ausweitet. \u201aWir hoffen, dass der IDC (International Dockers\u2018 Council) beschlie\u00dft, einen Schritt weiter zu gehen, und dass wir weltweit beschlie\u00dfen, keine russischen Waren anzufassen\u2018, sagte er. Die Hafenverwaltung h\u00e4lt sich bedeckt, aber es gelang ihr schlie\u00dflich, die Baltic Performer am Montag zu entladen, am Ende des Tages und au\u00dfer Sichtweite. Das f\u00fcr Samstag erwartete Schiff, das aus S\u00fcdamerika zur\u00fcckkehrte, konnte nicht aufgenommen werden, da sich nicht gen\u00fcgend Mitarbeiter zum Entladen bereit erkl\u00e4rten, so dass es seine Ankunft verschieben musste. Die von der schwedischen Gewerkschaft gew\u00e4hlte Blockade umfasst Schiffe unter russischer Flagge, Schiffe, die einem russischen Unternehmen geh\u00f6ren und unter einer anderen Flagge fahren, oder sogar Schiffe, die nach Russland fahren oder aus Russland kommen\u2026\u201c<\/em>\u00a0(engl.)\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tellerreport.com\/news\/2022-04-05-in-european-ports--the-thorny-issue-of-the-blocking-of-russian-ships.HyQiNv6FQq.html\">AFP-Meldung am 5. April 2022 auf Tellerreport.com<\/a>\u00a0(\u201eIn European ports, the thorny issue of the blocking of Russian ships\u201d), siehe dazu:\n<ul>\n<li><strong>Schwedische Hafenarbeiter:innen stimmen mehrheitlich \u00fcber Blockade russischer Schiffe ab<br \/>\n<\/strong>Eine der beiden gro\u00dfen schwedischen Hafenarbeiter:innengewerkschaften \u201eSvenska Hamnarbetarf\u00f6rbundet\u201c, die dem IDC angeh\u00f6ren, haben in einer Urabstimmung entschieden, die Blockaden gegen russische G\u00fcter und Schiffe fortzuf\u00fchren. Sie schreiben in der entsprechenden (swe)\u00a0<a href=\"http:\/\/hamn.nu\/article\/2899\/Hamnarbetarforbundets-medlemsomrostning-avslutad-Starkt-stod-for-fortsatt-blockad.html\">Stellungnahme vom 30. M\u00e4rz 2022<\/a>:\u00a0<em>\u201e\u2026 Gestern endete die Mitgliederabstimmung der schwedischen Hafenarbeiter:innenvereinigung \u00fcber die Sympathie-Blockade gegen russische Schiffe, russische Fracht und den Seeverkehr von und nach Russland w\u00e4hrend der laufenden Invasion in der Ukraine. Gem\u00e4\u00df der demokratischen Grundstruktur der Gewerkschaft hat die Gewerkschaftsf\u00fchrung das Mandat, \u00fcber kurzfristige Konfliktma\u00dfnahmen wie eine Sympathieblockade zu entscheiden. L\u00e4ngerfristige Arbeitskampfma\u00dfnahmen m\u00fcssen jedoch einer Abstimmung der Mitglieder unterzogen werden. Deshalb haben die Mitglieder der Hafenarbeitergewerkschaft in den Ortsverb\u00e4nden im ganzen Land nun die M\u00f6glichkeit, selbst \u00fcber weitere Solidarit\u00e4tsaktionen zur Unterst\u00fctzung der Zivilbev\u00f6lkerung der Ukraine zu entscheiden. Das Ergebnis war eine sehr deutliche Unterst\u00fctzung durch die Mitglieder in allen Zweigstellen von Lule\u00e5 im Norden bis Malm\u00f6 im S\u00fcden. Eine sehr gro\u00dfe Mehrheit hat f\u00fcr die Fortsetzung des Arbeitskampfes gegen russische Interessen in schwedischen H\u00e4fen gestimmt, um unsere Kolleg:innen in den angegriffenen ukrainischen Hafenst\u00e4dten zu unterst\u00fctzen, so der Gewerkschaftsvorsitzende Martin Berg. \u201aWir haben auch das Gef\u00fchl, dass unsere Initiative in der \u00d6ffentlichkeit viel Unterst\u00fctzung findet. Wir glauben, dass es in Schweden eine starke Meinung gibt, die zivilen Druckmittel, die es gibt, zu nutzen, um dem Putin-Regime die M\u00f6glichkeit zu nehmen, diesen Krieg zu finanzieren\u2018, so Berg weiter.\u201c<\/em><\/li>\n<li><strong>Auch die zweite schwedische Transportarbeiter:innengewerkschaft stimmt f\u00fcr Blockaden und beendet damit Spaltungsversuche der Arbeitgeber<br \/>\n<\/strong><em>\u201eGestern Abend gab die schwedische Transportarbeiter:innengewerkschaft bekannt, dass sie den schwedischen Arbeitgeberverband der H\u00e4fen vor einer Blockade russischer Schiffe, Schiffe unter russischer Flagge und Schiffe unter russischer Kontrolle gewarnt hat. Die schwedische Hafenarbeiter:innengewerkschaft begr\u00fc\u00dft die Ank\u00fcndigung, die dazu beitr\u00e4gt, den Druck auf die politischen Vertreter:innen zu erh\u00f6hen, damit diese handeln und die schwedischen H\u00e4fen w\u00e4hrend der laufenden Invasion in der Ukraine f\u00fcr russische Interessen schlie\u00dfen. (\u2026) Gestern lief ein Schiff mit Roheisen aus Russland im Hafen von K\u00f6ping ein. Nach Angaben von Arbeitgebervertretern sollte das Schiff urspr\u00fcnglich den Hafen von Halmstad anlaufen, wo die meisten der Arbeiter:innen der schwedischen Hafenarbeiter:innengewerkschaft angeh\u00f6ren, wurde aber umgeleitet. Die Hafenarbeiter:innengewerkschaft hat derzeit keine Mitglieder im Hafen von K\u00f6ping, hat aber den Hafenbetreiber M\u00e4larhamnar AB \u00fcber unseren Standpunkt zu den aktuellen Arbeitskampfma\u00dfnahmen gegen das betreffende Schiff informiert. Die Hafengesellschaft hat jedoch nicht auf das Schreiben geantwortet, und der Vorstandsvorsitzende von M\u00e4larhamnars hat die Absicht, die K\u00e4hne zu entladen, gegen\u00fcber den Medien damit begr\u00fcndet, dass die Gewinne der Hafengesellschaft an die Ukraine gespendet werden sollen. Nach Ansicht der Hafenarbeiter:innengewerkschaft verst\u00f6\u00dft das Vorgehen von M\u00e4larhamnar gegen die guten Gepflogenheiten auf dem schwedischen Arbeitsmarkt. Ein symbolisches Geldgeschenk an die Ukraine hat weder Auswirkungen auf die Gewinnspannen des russischen Roheisenexporteurs noch auf die Einnahmen des Putin-Regimes aus dem Warenexport nach Schweden. Die Gewerkschaft wird auch mit dem schwedischen Industrieunternehmen, das das Roheisen importiert, Kontakt aufnehmen, um die Situation zu besprechen. Anfang dieser Woche erkl\u00e4rte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Hafens von Helsingborg gegen\u00fcber dem schwedischen Radio Ekot, dass er versuchen wolle, das einlaufende russische Schiff Baltic Performer mit Hilfe von Mitgliedern der Transportarbeiter:innengewerkschaft zu entladen, um die Blockade durch die Hafenarbeiter:innengewerkschaft zu umgehen. Das Schiff befindet sich derzeit im \u00c4rmelkanal und wird voraussichtlich am Samstag, den 2. April, den Hafen von Helsingborg anlaufen\u2026\u201c<\/em>\u00a0Aus der\u00a0<a href=\"http:\/\/hamn.nu\/article\/2900\/Hamn-valkomnar-Transports-beslut-att-varsla-om-blockad-mot-ryska-fartyg.html\">Stellungnahme der Hamnarbetarf\u00f6rbundet vom 31. M\u00e4rz 2022<\/a>\u00a0(swe.).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>USA<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>ILWU-Hafenarbeiter laden oder l\u00f6schen keine russische Fracht, die in alle 29 US-Westk\u00fcstenh\u00e4fen ein- oder ausgeht<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Ab sofort werden #ILWU Hafenarbeiter keine russische Fracht laden oder l\u00f6schen, die in alle 29 US-Westk\u00fcstenh\u00e4fen ein- oder ausgeht. Mit dieser solidarischen Aktion mit den Menschen von #Ukraine senden wir eine starke Botschaft aus, dass wir die russische Invasion unmissverst\u00e4ndlich verurteilen\u201c, sagte der internationale Pr\u00e4sident der ILWU, Willie Adams. \u201eDie Hafenarbeiter an der Westk\u00fcste sind stolz darauf, unseren Teil dazu beizutragen, sich denjenigen auf der ganzen Welt anzuschlie\u00dfen, die mutig Stellung beziehen und Opfer f\u00fcr das Wohl der Ukraine bringen<\/em>.\u201c\u2026\u201d (engl.)\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/ilwulongshore\/status\/1499425659772416003\">Thread der ILWU Coast Longshore Division vom 3.3.2022<\/a><\/li>\n<li><strong>Hafenarbeiter der Westk\u00fcste an russische Fracht: Njet!<br \/>\n<\/strong>\u201c<em>Russische Seeladungen haben bereits Schwierigkeiten, auf den Markt zu gelangen, da Industrie und Gewerkschaften den offiziellen Regierungssanktionen mit eigenen inoffiziellen Embargos zuvorkommen. Die International Longshore and Warehouse Union, die rund 20.000 Hafenarbeiter in den H\u00e4fen der Westk\u00fcste vertritt, erkl\u00e4rte letzte Woche, sie werde keine russischen Frachtimporte oder -exporte be- oder entladen. \u00a0\u201cMit dieser Solidarit\u00e4tsaktion mit dem ukrainischen Volk setzen wir ein deutliches Zeichen, dass wir die russische Invasion unmissverst\u00e4ndlich verurteilen\u201d, twitterte der internationale Pr\u00e4sident der ILWU, Willie Adams. (\u2026) \u201cObwohl der Anteil des Hafenhandels mit Russland relativ gering ist, ist der Hafen von Long Beach mit der ILWU und der Stadt Long Beach solidarisch\u201d, so der Hafen von Long Beach in einer Erkl\u00e4rung. Aber die Hafenarbeiter und die H\u00e4fen werden nicht einmal mehr die M\u00f6glichkeit haben, \u00d6lladungen abzulehnen, da Pr\u00e4sident Joe Biden am Dienstag ein Verbot f\u00fcr russische \u00d6l- und Gasimporte angek\u00fcndigt hat.<br \/>\nDie International Longshore Association, die die Hafenarbeiter an der Ostk\u00fcste vertritt, hat am 25. Februar eine Erkl\u00e4rung abgegeben, in der sie den \u201cm\u00f6rderischen Angriff\u201d des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin auf die Ukraine verurteilt, aber kein Embargo gegen russische Fracht verh\u00e4ngt hat<\/em>\u2026\u201d Maschinen\u00fcbersetzung aus dem (engl.)\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freightwaves.com\/news\/west-coast-dockworkers-to-russian-cargo-nyet?p=406655\">Artikel von Eric Kulisch vom 8.3.2022 bei FreightWaves.com<\/a>, siehe dazu:<\/p>\n<ul>\n<li>Statement by Harold J. Daggett, President, International Longshoremen\u2019s Association On Russia\u2019s Attack of Ukraine\u00a0<a href=\"https:\/\/ilaunion.org\/2022\/02\/statement-by-harold-j-daggett-president-international-longshoremens-association-on-russias-attack-of-ukraine\/\">vom 25.2.2022 bei der ILA<\/a><\/li>\n<li>und f\u00fcr aktuelle Meldungen die\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/ilwulongshore\">ILWU Coast Longshore Division auf Twitter<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Siehe f\u00fcr den Hintergrund das Dossier im LabourNet Germany:\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=197318\"><strong>Keine Waffenlieferungen in die Ukraine! Friedenspolitik statt Krieg!<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Wir erinnern an unser ebenso internationales Dossier\u00a0<a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=150887\">Hafenarbeiter: \u201eDass wir in Genua die Waffenlieferung an Saudi-Arabien bestreikt haben, entspricht der Tradition: Das haben wir auch schon bei Lieferungen f\u00fcr den Krieg gegen Vietnam und gegen den Irak gemacht\u201c<\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/gewerkschaften-australien\/hafenarbeiterinnen-weltweit-boykottieren-aus-protest-gegen-den-krieg-in-der-ukraine-russische-schiffe\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 4. Mai 2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dossier. Russland und Ukraine spielen eine tragende Rolle im weltweiten Seeverkehr. Laut der UNCTAD Erhebung von 2021 stellt Russland ca. 10% die Ukraine ca. 4% der etwa 1,9 Millionen Seefahrer:innen. 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