{"id":11443,"date":"2022-07-22T18:29:21","date_gmt":"2022-07-22T16:29:21","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=11443"},"modified":"2022-07-22T18:29:23","modified_gmt":"2022-07-22T16:29:23","slug":"stauffenberg-ein-nazi-wollte-hitler-toeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=11443","title":{"rendered":"Stauffenberg: Ein Nazi wollte Hitler t\u00f6ten \u00a0"},"content":{"rendered":"<p><em>Hans Krause. <\/em><strong>Stauffenberg wird zu Unrecht als Held gefeiert. Denn er war ein Faschist, der den Krieg liebte, solang seine Armee gewann.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Waren alle Deutschen Nazis? Nat\u00fcrlich nicht, sind sich die meisten einig,<!--more--> denn es gab ja auch Widerstand. Doch als Beispiel daf\u00fcr wird h\u00e4ufig ausgerechnet Claus von Stauffenberg aufgef\u00fchrt, der Hitler lange unterst\u00fctzt hatte und ihn 1944 nur st\u00fcrzen wollte, weil der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/ein-reich-in-truemmern\/\">Krieg verloren war<\/a>.<\/p>\n<p>\u00bbDer Gedanke des F\u00fchrertums (\u2026) verbunden mit dem einer Volksgemeinschaft, (\u2026) der Kampf gegen den Geist der Gro\u00dfst\u00e4dte, der Rassengedanke und der Wille zu einer neuen deutschbestimmten Rechtsordnung erscheinen uns gesund und zukunftstr\u00e4chtig\u00ab, schrieb Stauffenberg Anfang der 1930er-Jahre, noch vor der Macht\u00fcbertragung an die Nazis. Heute wird er gefeiert, weil er die Bombe ablegte, die Hitler beinahe get\u00f6tet h\u00e4tte. Doch Stauffenberg konnte dem Diktator nur so nah kommen, weil er sein langj\u00e4hriger Anh\u00e4nger gewesen war.<\/p>\n<p><strong>Stauffenberg als rechter Pfadfinder<\/strong><\/p>\n<p>Geboren wurde Stauffenberg 1907 als Sohn reicher Adliger im familieneigenen Schloss Jettingen bei Augsburg. Sein Vater Alfred von Stauffenberg war in Stuttgart bis zur Revolution 1918 Leiter des Hofstaats von Wilhelm II., K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg. W\u00e4hrend seiner Kindheit wohnte Claus am Stuttgarter Hof und in einem weiteren Schloss der Familie in Albstadt.<\/p>\n<p>Er war aktiv in der B\u00fcndischen Jugend, einer deutschlandweiten Pfadfinder-Organisation, die eine rechte Umgestaltung anstrebte. Der Verband wollte eine neue Elite patriotischer M\u00e4nner ausbilden, die sp\u00e4ter die Gesellschaft f\u00fchren sollte. \u00a0Als Jugendlicher schrieb Stauffenberg selbst Gedichte und geh\u00f6rte zum Unterst\u00fctzer-Kreis des rechten Dichters Stefan George.<\/p>\n<p>Dort wurde \u00fcber eine angeblich \u00fcbersinnliche Kraft des deutschen Volkes gesprochen, die es allen anderen \u00fcberlegen mache. Propagandaminister Joseph Goebbels bot George nach der Machtergreifung 1933 die Leitung einer nationalsozialistischen Deutschen Akademie f\u00fcr Dichtung an. George lehnte jedoch ab.<\/p>\n<p><strong>Offizierssch\u00fcler und Jahrgangsbester<\/strong><\/p>\n<p>Stauffenberg begann 1926 nach dem Abitur die Ausbildung zum Armee-Offizier, schloss als Jahrgangsbester ab und wurde 1930 zum Leutnant ernannt. Er wurde nie Mitglied der NSDAP, unterst\u00fctzte jedoch bereits bei der Pr\u00e4sidentenwahl 1932 Adolf Hitler gegen Wahlsieger Paul von Hindenburg. Am 30. Januar 1933, dem Tag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, nahm Stauffenberg an einer Demonstration zur Feier dieses Ereignisses Teil. Sp\u00e4ter stand er einem K\u00fcnstler Modell f\u00fcr eine riesige Soldatenstatue der Nazi-Regierung.<\/p>\n<p>Stauffenberg glaubte, die Nationalsozialisten f\u00fchrten eine notwendige Bewegung der nationalen Erneuerung an, die mit der Demokratie der Weimarer Republik aufr\u00e4umen m\u00fcsse. F\u00fcr einen entscheidenden Teil dieser Erneuerung hielt er auch die \u00bbBereinigung der deutschen Rasse\u00ab und das \u00bbAusmerzen j\u00fcdischen Einflusses\u00ab.<\/p>\n<p><strong>\u00bbDas einzig braune Familienmitglied\u00ab<\/strong><\/p>\n<p>In der Wehrmacht unter Hitler schrieb Stauffenberg milit\u00e4rwissenschaftliche Studien und wurde 1937 zum Rittmeister bef\u00f6rdert. Ein Verwandter beschrieb ihn damals in Anspielung auf die Parteifarbe der NSDAP als das \u00bb<a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/geschichte\/sein-wahres-gesicht-76041\">einzig braune Mitglied der Familie<\/a>\u00ab.<\/p>\n<p>1938 war er an der Besetzung des Sudetenlandes beteiligt. Den Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 empfand Stauffenberg als \u00bbErl\u00f6sung\u00ab. Er wurde im Krieg gegen Polen eingesetzt und schrieb von dort seiner Frau Nina: \u00bbDie Bev\u00f6lkerung ist ein unglaublicher P\u00f6bel. Viele Juden und viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlf\u00fchlt. Die Gefangenen sind (\u2026) in Deutschland gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und gen\u00fcgsam.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Nicht gegen den Krieg, nur gegen Verlieren<\/strong><\/p>\n<p>1940 wurde Stauffenberg zum Hauptmann ernannt und nahm am Krieg gegen Frankreich teil. 1941 unterst\u00fctzte er das Zusammenlegen des Oberbefehls des Heeres und der gesamten Wehrmacht auf Hitler und wurde zum Major bef\u00f6rdert. Erste Zweifel an der Hitler-Regierung hatte Stauffenberg damals nicht wegen Politik, Ideologie oder dem Krieg an sich, sondern weil er speziell den Krieg gegen die Sowjetunion nicht f\u00fcr gewinnbar hielt.<\/p>\n<p>Zudem vertrat er die Vorstellung, die osteurop\u00e4ischen V\u00f6lker w\u00fcrden dankbar unter der g\u00fctigen Herrschaft Nazi-Deutschlands leben k\u00f6nnen. Diese Dankbarkeit sah Stauffenberg aber durch die Ermordung von Millionen Zivilisten, Kriegsgefangenen und insbesondere der Juden gef\u00e4hrdet. Er glaubte, die Hitler-Regierung verrate die wahren Ideale des Nationalsozialismus. Trotzdem k\u00e4mpfte Stauffenberg weiter f\u00fcr die Wehrmacht und wurde im Januar 1943 zum Oberstleutnant ernannt.<\/p>\n<p>Im Mai 1943 wurde Stauffenberg mit dem Deutschen Kreuz in Gold f\u00fcr besondere Leistungen im Krieg ausgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Milit\u00e4rdiktatur statt Demokratie<\/strong><\/p>\n<p>Erst im Herbst 1943, als die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/zweiter-weltkrieg-antifaschismus\/\">US-amerikanische und britische Armee<\/a>\u00a0bereits in Italien gelandet und die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/unter-falscher-flagge\/\">sowjetische<\/a>\u00a0bis Wei\u00dfrussland vorgedrungen war, hielt Stauffenberg den deutschen Krieg endg\u00fcltig f\u00fcr verloren und nahm in Berlin erstmals Kontakt mit anderen Offizieren auf, die Hitler st\u00fcrzen wollten.<\/p>\n<p>Auch diese standen dem Nationalsozialismus ganz \u00fcberwiegend nahe. So ermordete die Einsatzgruppe B in der Sowjetunion unter dem Kommando von Stauffenbergs sp\u00e4terem Mitverschw\u00f6rer SS-Gruppenf\u00fchrer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hitler-attentat-am-20-juli-1944-so-antisemitisch-war-der.1079.de.html?dram:article_id=360880\">Arthur Nebe<\/a>\u00a0mindestens 40.000 Zivilisten. Wolf-Heinrich von Helldorf war Polizeipr\u00e4sident von Berlin und wurde von Goebbels 1938 gelobt: \u00bbHelldorf \u00fcberreicht mir eine Aufstellung der gegen die Juden getroffenen Ma\u00dfnahmen. (\u2026) Auf diese Weise treiben wir die Juden (\u2026) aus Berlin heraus.\u00ab<\/p>\n<p>Die Gruppe um Stauffenberg strebte nach der Ermordung Hitlers eine Milit\u00e4rdiktatur an, die Krieg und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/ausloten-der-abgruende-marxismus-und-der-holocaust\/\">Holocaust<\/a>\u00a0beenden sollte. Ausdr\u00fccklich lehnte sie jedoch auch langfristig jede Form von Demokratie ab, ausgedr\u00fcckt durch ihre Parole: \u00bb<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hitler-attentat-am-20-juli-1944-stauffenberg-wollte-keine-parlamentarische-demokratie-1.1417403\">Kein zur\u00fcck zu Weimar!<\/a>\u00ab.<\/p>\n<p><strong>Stauffenberg zweifelte am Sinn des Attentats<\/strong><\/p>\n<p>Dass sich ihre Forderung \u00fcber die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/aufstieg-den-abgrund\/\">Ausdehnung Deutschlands<\/a>\u00a0im Juli 1944 auf das Gebiet vor der Nazi-Herrschaft beschr\u00e4nkte, lag nicht an der Ablehnung von Eroberungen durch Krieg, sondern an der milit\u00e4risch aussichtslosen Lage von Deutschland. Noch im Mai hatten die Verschw\u00f6rer nach der Ermordung Hitlers Friedensverhandlungen auf der Grundlage eines Deutschlands geplant, zu dem auch \u00d6sterreich, das italienische S\u00fcdtirol und das tschechoslowakische Sudetenland geh\u00f6ren sollten. Das franz\u00f6sische Elsass-Lothringen sollte ein eigenst\u00e4ndiger Staat und eine starke Wehrmacht erhalten werden.<\/p>\n<p>Als die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/zweiter-weltkrieg-antifaschismus\/\">Alliierten Armeen<\/a>\u00a0im Juni in Frankreich landeten, zweifelte Stauffenberg zun\u00e4chst, ob es noch Sinn machte, Hitler zu st\u00fcrzen. Denn er sah f\u00fcr die neue deutsche Regierung keine ausreichend starke Verhandlungsposition mehr.<\/p>\n<p>Und auch im Juli sollte der Krieg nach dem Staatsstreich vorerst weitergef\u00fchrt werden. So hie\u00df es in dem vorbereiteten\u00a0<a href=\"https:\/\/www.gdw-berlin.de\/fileadmin\/bilder\/publikationen\/begleitmaterialien\/Faksimiles_PDFs_deutsch\/FS_10.3_DE_2.Aufl-RZ-web.pdf\">Aufruf an die Wehrmacht<\/a>: \u00bbSoldaten! Noch ist die Stunde nicht gekommen, sich dem Gedanken des Friedens hinzugeben. Noch m\u00fcssen wir k\u00e4mpfen (\u2026), bis ein ehrenvoller Ausgang des Krieges gesichert ist.\u00ab<\/p>\n<p><strong>\u00bbWir verachten die Gleichheitsl\u00fcge\u00ab<\/strong><\/p>\n<p>Einige Tage vor dem Attentat legten die Verschw\u00f6rer einen gemeinsamen Eid ab, in dem es unter anderem hei\u00dft: \u00bbWir bekennen uns (\u2026) zu den gro\u00dfen \u00dcberlieferungen unseres Volkes, die (\u2026) in germanischem Wesen das abendl\u00e4ndische Menschentum schufen. Wir wollen eine neue Ordnung, (\u2026) verachten aber die Gleichheitsl\u00fcge und fordern die Anerkennung der naturgegebenen R\u00e4nge.\u00ab Mit \u00bbGleichheitsl\u00fcge\u00ab war die Gleichwertigkeit aller Menschen und mit \u00bbnaturgegebenen R\u00e4ngen\u00ab die angebliche \u00dcberlegenheit des deutschen Volkes gemeint.<\/p>\n<p>Nachdem Hitler das Attentat am 20. Juli \u00fcberlebte, konnten der Staatsstreich verhindert und die Offiziere um Stauffenberg verhaftet und ermordet werden. Sein letzter Ausruf vor der Erschie\u00dfung war: \u00bbEs lebe das heilige Deutschland!\u00ab<\/p>\n<p>War der Widerstand gegen die Nazis also selbst rechtsradikal? Keineswegs. Denn die Offiziere um Stauffenberg waren nur ein sehr kleiner Teil der vielen Menschen, die sich gegen die Hitler-Diktatur wehrten. Die meisten kamen aus der Arbeiterbewegung, insbesondere dem kommunistischen Teil.<\/p>\n<p><strong>Robert Havemann arbeitete im Widerstand<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl viele Kommunisten, Sozialdemokratinnen und Gewerkschafter kurz nach der Macht\u00fcbernahme verhaftet wurden, gelang es immer wieder, illegale Widerstandsgruppen zu organisieren. So war die B\u00e4stlein-Jacob-Abshagen-Gruppe mit 300 Mitgliedern in \u00fcber 30 Betrieben die gr\u00f6\u00dfte Widerstandsgruppe in Hamburg. Sie unterst\u00fctzte Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene, verteilte Flugbl\u00e4tter gegen die Nazi-Herrschaft und sabotierte die R\u00fcstungsproduktion in den Werften. Etwa die H\u00e4lfte der Mitglieder wurde verhaftet, 70 von ihnen hingerichtet.<\/p>\n<p>Die \u00bb<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.der-badische-bahnhof-in-basel-der-badische-bahnhof-unikum-und-unikat.c6fea1b2-1aa5-40f9-b29f-fda3308356d8.html\">Transportkolonne Otto<\/a>\u00ab schmuggelte ab 1933 aus der Schweiz politische Zeitungen und Flugbl\u00e4tter, Lebensmittel und sogar Waffen f\u00fcr Verfolgte \u00fcber Rhein und Bodensee nach S\u00fcdwestdeutschland. In Berlin versteckte die Widerstandsgruppe \u00bbEurop\u00e4ische Union\u00ab ab 1943 Verfolgte und beschaffte gef\u00e4lschte Ausweise, Nahrungsmittel und Informationen f\u00fcr die Flucht. Gr\u00fcndungsmitglied war der Kommunist und sp\u00e4tere SED-Kritiker in der DDR Robert Havemann.<\/p>\n<p><strong>\u00bbDie innere Front\u00ab regelm\u00e4\u00dfig verteilt<\/strong><\/p>\n<p>Ebenfalls in Berlin gab es den Schulze-Boysen\/Harnack-Kreis, ein Netzwerk aus etwa 100 Menschen, das ebenfalls Verfolgten zur Flucht verhalf und Flugbl\u00e4tter \u00fcber die Kriegsverbrechen der Wehrmacht verbreitete. Ab 1941 wurde die regelm\u00e4\u00dfige Druckschrift \u00bbDie innere Front\u00ab verteilt, mit Informationen \u00fcber die Niederlagen der Armee und die wirtschaftliche Lage in Deutschland, ebenso wie mit\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mythoselser.de\/texts\/schulze-boysen-innerefront.pdf\">Aufrufen zum Widerstand<\/a>\u00a0und ausl\u00e4ndischen Radiofrequenzen.<\/p>\n<p>Dutzende weitere illegale Organisationen und viele tausend Einzelpersonen versteckten Verfolgte, verbreiteten Informationen, sabotierten Betriebe oder \u00fcberbrachten Lebenszeichen von Kriegsgefangenen an Angeh\u00f6rige, w\u00e4hrend die Nazi-Regierung behauptete, die sowjetische Armee w\u00fcrde alle gefangenen deutschen Soldaten sofort ermorden.<\/p>\n<p><strong>H\u00e4tte Stauffenberg den Krieg beendet?<\/strong><\/p>\n<p>Hinzu kommt der Widerstand von Millionen Menschen in den von Deutschland eroberten Gebieten. In Frankreich, Italien, Jugoslawien,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/griechenland-immer-wieder-aufgestanden\/\">Griechenland<\/a>\u00a0und vielen anderen L\u00e4ndern k\u00e4mpften Hunderttausende teils bewaffnet gegen die deutsche Besatzung, zerst\u00f6rten Waffen und Material, t\u00f6teten deutsche Soldaten und unterst\u00fctzten die Alliierten Armeen mit entscheidenden Informationen.<\/p>\n<p>Niemand wei\u00df, was die Offiziere um Stauffenberg tats\u00e4chlich erreicht h\u00e4tten, w\u00e4re der Anschlag auf Hitler am 20. Juli 1944 gegl\u00fcckt. Vielleicht h\u00e4tten sie die Nazi-Regierung tats\u00e4chlich gest\u00fcrzt, den Krieg verk\u00fcrzt und Millionen Menschenleben gerettet. Vielleicht aber w\u00e4re ihr Staatsstreich trotzdem gescheitert, ein Nachfolger h\u00e4tte die F\u00fchrer-Position eingenommen und Krieg und Holocaust w\u00e4ren unver\u00e4ndert weitergelaufen.<\/p>\n<p><strong>Der wirklichen Antifaschisten gedenken<\/strong><\/p>\n<p>Sicher ist jedoch, dass das Hitler-Attentat der einzige Versuch der Stauffenberg-Gruppe war, den Lauf der Geschichte zu \u00e4ndern und ihre Mitglieder zuvor f\u00fchrend an den Massenmorden der Wehrmacht beteiligt waren. Kommunisten und Sozialdemokratinnen, Gewerkschafter, christliche Gemeinden und Widerstandsk\u00e4mpfer dagegen hatten bereits seit 1933 daran gearbeitet, Menschen zu retten, die Wehrmacht zu schw\u00e4chen und den Krieg zu verk\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Ihre Taten scheinen vielleicht weniger aufregend, sie kamen nicht an die Person Adolf Hitler heran und sie lassen sich nicht auf einen einzelnen Gedenktag wie den 20. Juli festlegen. Doch verdienen diese wirklich antifaschistischen Widerstandsk\u00e4mpferinnen und -k\u00e4mpfer eher ein Gedenken als die Gruppe um Stauffenberg, die Hitler nur st\u00fcrzen wollte, um den Nationalsozialismus zu retten.<\/p>\n<p><em>#Bild: Dauerausstellung \u00bbDeutsche Milit\u00e4rgeschichte 1867 bis heute\u00ab in der Abt. Milit\u00e4rarchiv Freiburg i. Breisgau, Gemeinfrei,\u00a0 <\/em><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=43696055\"><em>https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=43696055<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.marx21.de\/stauffenberg-ein-nazi-wollte-hitler-toeten\/\"><em>marx21.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 22. Juli 2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Krause. Stauffenberg wird zu Unrecht als Held gefeiert. Denn er war ein Faschist, der den Krieg liebte, solang seine Armee gewann.\u00a0<br \/>\nWaren alle Deutschen Nazis? 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