{"id":12307,"date":"2022-12-12T11:20:09","date_gmt":"2022-12-12T09:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12307"},"modified":"2022-12-12T11:20:41","modified_gmt":"2022-12-12T09:20:41","slug":"die-vereinigten-staaten-blasen-zur-gemeinsamen-attacke-auf-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12307","title":{"rendered":"Die Vereinigten Staaten blasen zur gemeinsamen Attacke auf China"},"content":{"rendered":"<p><em>Markus Siira. <\/em><strong>Europa soll mit ins Boot \u2013 besser gesagt ins Kriegsschiff! Im Namen von \u201eDemokratie\u201c und \u201eFreiheit\u201c wird den Menschen derzeit ein weiteres Feindbild eingepeitscht: China. Unabh\u00e4ngig von der wachsenden Kriegsgefahr h\u00e4tte das verheerende Folgen f\u00fcr die Wirtschaft. <\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten \u00fcben Druck auf ihre europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten aus, eine h\u00e4rtere Haltung gegen\u00fcber China einzunehmen. Nachdem die EU-Staaten mit ihren Gesch\u00fctzen in einen hybriden Krieg gegen Russland hineingezogen wurden, will Washington nun, dass sich seine unterw\u00fcrfigen Vasallen dem Kampf gegen China anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die <em>Financial Times <\/em>berichtet von Gespr\u00e4chen zwischen den USA und ihren NATO-Verb\u00fcndeten. Demnach hat Washington in den letzten Wochen Lobbyarbeit bei den Mitgliedern des transatlantischen B\u00fcndnisses betrieben, um chinafeindliche \u00c4u\u00dferungen zu versch\u00e4rfen und \u00fcber Worte hinaus konkrete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um Peking in die Schranken zu weisen.<\/p>\n<p>Zu Beginn seiner Amtszeit bezeichnete Pr\u00e4sident Joe Biden den Kampf gegen China als seine \u201eoberste au\u00dfenpolitische Priorit\u00e4t\u201c, doch vor dieser \u201eobersten Priorit\u00e4t\u201c m\u00fcsse Russland in eine langwierige Milit\u00e4rintervention in der Ukraine verwickelt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Konflikt in der Ukraine auch im Winter weiter ausgetragen wird, bem\u00fcht sich Washington darum, China auf die Tagesordnung des NATO-Milit\u00e4rb\u00fcndnisses zu setzen. Jetzt ist es an der Zeit, die EU- und angels\u00e4chsischen L\u00e4nder f\u00fcr eine konkretere Unterst\u00fctzung der hegemonialen Ambitionen US-Amerikas in der sogenannten indopazifischen Region zu gewinnen.<\/p>\n<p>Auf ihrem Gipfeltreffen in Madrid im Juni einigte sich die NATO auf ein neues \u201estrategisches Konzept\u201c, um \u201edie systemischen Herausforderungen durch China\u201c anzugehen. Diese Woche werden die NATO-Au\u00dfenminister und ihre amerikanischen Gastgeber in Bukarest (Rum\u00e4nien) weiter \u00fcber das Thema diskutieren.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen, politischen und milit\u00e4rischen Entwicklungen Chinas wurden von dem B\u00fcndnis als \u201eHerausforderung\u201c f\u00fcr die \u201eInteressen, die Sicherheit und die Werte\u201c des Westens bezeichnet. Sobald die NATO-Minister ihre Gespr\u00e4che gef\u00fchrt haben, werden die westlichen (Schein-)Medien mit Sicherheit eine aggressivere Kampagne gegen China f\u00fchren.<\/p>\n<p>Inmitten der US-Kriegspl\u00e4ne hat die EU paradoxerweise nach Wegen gesucht, die Handelsbeziehungen mit China zu st\u00e4rken. Wichtige NATO-L\u00e4nder wie Deutschland und Frankreich z\u00f6gern, ihre Positionen gegen\u00fcber China vollst\u00e4ndig mit Washington abzustimmen.<\/p>\n<p>\u201eEs hei\u00dft, dass die USA eine gewisse Tendenz zur Dominanz haben, nicht nur in Bezug auf China, sondern in Bezug auf alles\u201c, sagte ein hochrangiger EU-Beamter gegen\u00fcber einer Wirtschaftszeitung, f\u00fcgte aber hinzu, dass sich Europa letztendlich der Position der USA anschlie\u00dfen werde. Washington f\u00fchrt und Br\u00fcssel jammert nur, wie immer.<\/p>\n<p>Zwar beansprucht die russische Operation in der Ukraine weiterhin die Aufmerksamkeit der USA und ihrer europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten, doch hat Washington deutlich gemacht, dass es sich dabei um eine \u201evor\u00fcbergehende Atempause von der langfristigen Verlagerung der strategischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik auf die Bek\u00e4mpfung Chinas handelt\u201c.<\/p>\n<p>Im vergangenen Monat ver\u00f6ffentlichte die Regierung Biden ihre Nationale Sicherheitsstrategie, in der es unverbl\u00fcmt hei\u00dft, dass China und nicht Russland eine \u201esicherheitspolitische Priorit\u00e4t\u201c darstelle, obwohl Letzteres eine \u201eunmittelbare und anhaltende\u201c Bedrohung bedeute.<\/p>\n<p>Die geopolitischen Konflikte werden also in naher Zukunft nicht abnehmen, sondern eher zunehmen. Neben dem Hass auf Russland werden die Europ\u00e4er auch gegen China aufgehetzt \u2013 nat\u00fcrlich im Namen von \u201eDemokratie\u201c und \u201eFreiheit\u201c.<\/p>\n<p><em>#Bild: F\u00fcr die Kameras ein freundlicher H\u00e4ndedruck und ein L\u00e4cheln, hinter den Kulissen verst\u00e4rken die USA den Aggressionskurs gegen China. Foto: Xi Jinping und Joe Biden beim G20-Gipfel auf Bali, 14. November 2022.Foto: <\/em><a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/kurzmeldung\/die-vereinigten-staaten-blasen-zur-gemeinsamen-attacke-auf-china\/\"><em>White House<\/em><\/a><em>, Lizenz: Public domain , <\/em><a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/kurzmeldung\/die-vereinigten-staaten-blasen-zur-gemeinsamen-attacke-auf-china\/attachment\/president_biden_met_with_president_xi_of_the_prc_before_the_2022_g20_bali_summit\/\"><em>Mehr Infos<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/kurzmeldung\/die-vereinigten-staaten-blasen-zur-gemeinsamen-attacke-auf-china\/\"><em>hintergrund.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 12. Dezember 2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Markus Siira. Europa soll mit ins Boot \u2013 besser gesagt ins Kriegsschiff! Im Namen von \u201eDemokratie\u201c und \u201eFreiheit\u201c wird den Menschen derzeit ein weiteres Feindbild eingepeitscht: China. 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