{"id":12419,"date":"2023-01-05T10:22:30","date_gmt":"2023-01-05T08:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12419"},"modified":"2023-01-05T10:22:31","modified_gmt":"2023-01-05T08:22:31","slug":"athena-der-nihilismus-im-aufstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12419","title":{"rendered":"<strong>Athena: Der Nihilismus im Aufstand<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>David Reisinger.<\/em> Im 21. Jahrhundert ist die kulturelle Kritik des Kapitalismus zur Ware degradiert. W\u00f6chentlich ein neues Lied, monatlich ein neues Buch, halb-j\u00e4hrlich ein neuer Film, der die Ungerechtigkeit der Welt anprangert. Was all diesen Kulturprodukten gemein ist: Sie erreichen wenig. Die Linzer Jugendlichen, welche sich unter dem Aufruf<!--more--> \u201eMorgen wird Linz zu Athena\u201c zu Mini-Ausschreitungen versammelten, durchbrachen diese Logik. Die Netflix Produktion Athena inspirierte sie zum Aufstand. Im Unterschied zur kulturellen Kritik des Kapitalismus belehrt Athena nicht, sondern zeigt wie man revoltiert.<\/p>\n<p>Die Handlung des Films ist schnell erz\u00e4hlt und orientiert sich an den Aufst\u00e4nden gegen Polizeigewalt der vergangenen Jahrzehnte. Ein junger Mann wird von der Polizei erschossen. Die M\u00f6rder werden gedeckt, daraufhin greifen Jugendliche aus seinem Viertel Athena die Polizeistation an. Erinnerungen an die brennende Polizeistation in Minneapolis nach der Ermordung von George Floyd dr\u00e4ngen sich auf. Nach dem erfolgreichen Angriff auf die Polizeistation verbarrikadieren sich die Jugendlichen in ihrem Viertel. Mit Molotowcocktails, Feuerwerksk\u00f6rper und im Notfall mit blo\u00dfen F\u00e4usten und Tritten wird die Polizei angegriffen. Die Aufst\u00e4ndischen wechseln zwischen Angst, Hass, Zerst\u00f6rungswut, Begeisterung, \u00dcbermut alles \u00fcberschattet von ihrem Nihilismus. Jeder wei\u00df hier wird nicht f\u00fcr ein besseres Morgen sondern gegen die Unertr\u00e4glichkeit des Jetzt gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><strong>Aufstand statt Plenum<\/strong><\/p>\n<p>Politische Forderungen, basisdemokratische Plena, Treffen mit dem B\u00fcrgermeister, Medieninterviews, Utopien; all diese Kommunikationsstrategien, die f\u00fcr moderne linke Aktivist_innen Protest ausmachen, fehlen v\u00f6llig. Taten, nicht Worte, sind die Sprache des Aufstandes, ist die unmissverst\u00e4ndliche Botschaft des Films.<\/p>\n<p>Die Weigerung des Films an das Nein gegen die jetzige Ordnung, das Ja zu einer anderen anzuschlie\u00dfen, ist eine gro\u00dfe St\u00e4rke. Am Ende bleibt der Konsument verst\u00f6rt zur\u00fcck: War der Aufstand richtig, war die Gewalt legitim, die Gef\u00e4hrdung der eigenen Eltern und Freunde hinzunehmen? Ist der Hass auf die Polizei jugendlicher \u00dcbermut oder Produkt rassistischer Erfahrung? Will der Film zum Aufstand animieren oder davor warnen, diese Frage k\u00f6nnen sich die Zuseher_innen nur selbst beantworten. In der Fokussierung auf die Revolte als reinen Akt der K\u00f6rper, ohne sich um politische Legitimationen zu scheren, erinnert Athena an den grandiosen Film Joker. \u00c4hnlich wie Athena wurden die Joker-Masken in den Massenaufst\u00e4nden vom Libanon \u00fcber Irak bis Chile 2019 zum Symbol der Verweigerung.<\/p>\n<p><strong>Kunst soll entsetzen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie einfachste surrealistische Handlung besteht darin, mit Revolvern in den F\u00e4usten auf die Stra\u00dfe zu gehen und blindlings so viel wie m\u00f6glich in die Menge zu schie\u00dfen. Wer nicht wenigstens einmal im Leben Lust gehabt hat, auf diese Weise mit dem derzeit bestehenden elenden Prinzip der Erniedrigung und Verdummung aufzur\u00e4umen \u2013 der geh\u00f6rt eindeutig selbst in die Menge und hat den Wanst st\u00e4ndig in Schu\u00dfh\u00f6he\u201c, sp\u00f6ttelte der linksradikale Schriftsteller Andre Breton im zweiten Manifest des Surrealismus.<\/p>\n<p>Breton brachte mit diesem Zitat zum Ausdruck, worum es guter Kunst auch gehen muss. Weder durch h\u00fcbsche Gedichte oder gelungene Naturmalerei die trostlose Wirklichkeit veredeln, noch sich als bessere Politik aufzuspielen und nach Antworten f\u00fcr die Probleme unserer Zeit suchen. Viel eher war Kunst f\u00fcr Breton der manisch-w\u00fctende kleine Bruder der Politik, der tun darf, was in der Politik fehl am Platz ist: Verst\u00f6ren, entsetzen, verkl\u00e4ren, verwirren, verborgene Begierden offenlegen, Angst einfl\u00f6ssen oder die Realit\u00e4t in die Luft sprengen. Offensichtlich ist Athena kein surrealistisch motivierter Film, daf\u00fcr ist die Handlung zu real. Trotzdem gelingt dem Film, worauf der Surrealismus abzielte: Keine blo\u00dfe Realit\u00e4tsbeschreibung und keine Glorifizierung des Lebens in der Unterschicht, wie es im HipHop gelegentlich vorkommt, sondern Angriff auf die Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Liberale Hassen den Film<\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel die gute Gesellschaft zu entsetzen hat Athena ohne Frage erreicht. Der liberale Mainstream findet den Film widerlich. Stefan Weiss echauffierte sich im Standard \u00fcber die Gewaltverherrlichung und die Heroisierung der aufst\u00e4ndischen Massen. \u00c4hnlich entsetzt zeigte sich das Wochen-Magazin Weekend \u201eNetflix muss sich hier auch den Vorwurf gefallen lassen, dass Action und Drama mit brandhei\u00dfen sozialen Themen verkn\u00fcpft wird\u201c. Genauso negativ waren die Reaktionen im Guardian oder der New York Times. Alle sind sich einig, technisch ist der Film gelungen, die Kameraf\u00fchrung mitreisend, der Sound brillant und die Actionszene gelungen, aber die Art und Weise wie der Film das brisante Thema behandelt, ist unproduktiv.<\/p>\n<p>Was sich diese vorbildlichen Mitglieder unserer Gesellschaft w\u00fcnschen, w\u00e4re ein Film, der ihnen erkl\u00e4rt, woher die Wut kommt. Am besten, indem er die L\u00f6sungen f\u00fcr die Wut am Silbertablett serviert. Wir haben Problem mit Rassismus bei der Polizei, es braucht mehr migrantische Polizisten oder noch besser eine Community Polizei. Es gibt zu wenig Arbeitspl\u00e4tze, wir brauchen staatliche Ausbildungsstellen. Die Jugendlichen wissen nichts mit ihrer Zeit anzufangen und dealen mit Drogen, wir brauchen mehr Sozialarbeiter. Ein Film, welcher Riots in solch einer Art und Weise verdaulich macht, w\u00fcrde ohne Zweifel die Feuilletons mit wohlmeinenden Rezensionen \u00fcberschwemmen. Gleichzeitig w\u00e4re er todlangweilig und zum Aufstand w\u00fcrde er ganz sicher niemanden inspirieren.<\/p>\n<p><strong>Vergesst die Utopien<\/strong><\/p>\n<p>Die Philosophin Donatella Di Cesare stellt in ihrem lesenswerten Buch Die Zeit der Revolte die Frage: \u201eWas eint die Revolten des 21. Jahrhunderts?\u201c. \u201eW\u00e4hrend die Aufst\u00e4ndischen von 1848 die Freiheit und die Republik anvisierten, w\u00e4hrend die Revolution\u00e4re von 1917 vom Ideal des Kommunismus geleitet waren und w\u00e4hrend diejenigen, die im Laufe der 1960er und 1970er Jahre auf die Stra\u00dfe gingen, noch glaubten, dass sehr bald schon eine andere Welt m\u00f6glich sein werde\u201c, ist dieser Glaube in den heutigen Aufst\u00e4nden besch\u00e4digt. Zu tief sitzen die Niederlagen von Utopien einer befreiten Gesellschaft. Die Revolten des 21. Jahrhunderts konzentrieren sich auf den destruktiven Angriff gegen die \u00f6ffentliche Ordnung, nicht auf die Schaffung neuer Utopie-R\u00e4ume. Riots sind Ausdruck dieser Desillusionierung.<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich argumentierte der kommunistische Theoretiker Alain Badiou in seinem Werk The Rebirth of History, Times of Riots and Uprisings. Die Aufst\u00e4nde des 21. Jahrhunderts von den f\u00fcr Athena inspirierenden Banlieue Aufst\u00e4nde in Frankreich 2005 \u00fcber die Unruhen in Griechenland 2008 und die \u00e4gyptischen Revolutionen waren gepr\u00e4gt von dem Slogan \u201eSie alle m\u00fcssen verschwinden. Alle hei\u00dft alle\u201c.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon ob wir diesen Thesen v\u00f6llig zustimmen, treffen Badiou und Di Cesare definitiv einen Punkt, wenn wir uns auf Riots konzentrieren. Im Unterschied zur Revolution zeichnen sich diese dadurch aus, dass die Massen noch nicht von einer kollektiven Idee ergriffen wurden. Ob Paris, Athena, London oder die Anf\u00e4nge der \u201eBlack Lives Matters\u201c-Revolte, linke Aktivist_innen spielten eine untergeordnete Rolle und die wenigsten der Aufst\u00e4ndischen werden nach der Revolte zur revolution\u00e4ren Linken \u00fcbergewechselt sein. Darum, spontane Aufstandsprozesse leben im ersten Moment von diesem Gef\u00fchl der Verweigerung. Athena vermittelt dieses Gef\u00fchl auf gelungene Art und Weise.<\/p>\n<p><strong>Die Polizei symbolisiert die Macht<\/strong><\/p>\n<p>Di Cesare folgt der poststrukturalistischen Philosophie, wenn sie behauptet, die Macht sei heute schwieriger konkret zu fassen als im 19 oder 20. Jahrhundert. Multinationale Konzerne treten an die Stelle nationaler Kapitalisten, Supra-nationale Institutionen wie die EU an die Stelle nationaler Staaten, permanente \u00dcberwachung und Selbstoptimierung an die Stelle von Strafen und direkter Herrschaft. Auch wenn diese Grundthesen hinterfragenswert sind, hat Di Cesare recht, wenn sie als erstes Ziel des Aufstandes die Begegnung mit der Macht formuliert. Der Aufstand zwingt die Macht dazu, sichtbar zu werden: \u201ehinter der Maske des Bereitschaftshelms, der den Polizisten sch\u00fctzt\u201c.<\/p>\n<p>Die eindeutige Identifikation der Polizei mit der Macht und damit der Ungerechtigkeit der aktuellen Gesellschaft d\u00fcrfte einer der Gr\u00fcnde sein, warum Athena Jugendliche zum K\u00e4mpfen inspiriert. Gerade prek\u00e4r lebende, junge Menschen waren in den letzten Jahren mit einer Unzahl an Ungerechtigkeiten konfrontiert. W\u00e4hrend Corona verjagten sie die Polizisten aus den \u00f6ffentlichen R\u00e4umen, geringe Jobaussichten, steigende Preise, miserable Noten in einem schulischen Leistungssystem, rassistische Polizeikontrollen, wenig Zukunftsperspektive im Angesicht des Klimawandels. Die konkreten Schuldigen f\u00fcr diese einzelnen Ungerechtigkeiten sind gar nicht so leicht auszumachen, doch die Polizei ist \u00fcberall. Sie kontrolliert den \u00f6ffentlichen Raum und symbolisiert somit die falsche gesellschaftliche Herrschaft. Ein Angriff auf die Polizei ist damit immer ein Angriff auf die Gesellschaft.<\/p>\n<p>Ausgehend von diesen \u00dcberlegungen sehen wir, warum selbst solidarische Linke die Wirkung des Films nicht verstehen wollen. Das \u00f6sterreichische BigSibling Kollektiv hat die Abschaffung der Polizei als Ziel, steht damit dezidiert aufseiten der aufst\u00e4ndischen Jugendlichen und schrieb f\u00fcr den Mosaik Blog eine gr\u00f6\u00dftenteils lesenswerte Rezension. Ihre Kritik, dass sich der Film nur auf M\u00e4nner als Akteure des Aufstandes fokussiert ist berechtigt. Davon abgesehen scheitert der Text aber darin, die Botschaft des Filmes zu verstehen. Sie schreiben: \u201eDeshalb ist der Film, trotz des hochpolitischen Themas Polizeigewalt, nicht politisch. Wir sehen w\u00fctende, gewaltt\u00e4tige und aggressive cis-M\u00e4nner of Color. Die Darstellung festigt ein rassistisches Bild. Durch das Fehlen von Hintergrundszenen, die die Missst\u00e4nde und den institutionellen Rassismus der Polizei thematisieren, wird die Wut der Aufst\u00e4ndischen gegen\u00fcber der Polizei als fehlplatziert dargestellt und entpolitisiert. (\u2026)Es wird jedoch nicht klar, woher diese Wut stammt. (\u2026) Wir verstehen am Ende des Films die Motive der Aufst\u00e4ndischen nicht. Die Ermordung Idirs wirkt wie ein Einzelfall. Der Aufstand wie ein Rachefeldzug.\u201c<\/p>\n<p>In jedem Aufstand gegen Polizeimorde steckt das Element der Rache. Die Polizei hat meinen Freund oder jemanden, dem ich mir nahe f\u00fchle, get\u00f6tet, daf\u00fcr will ich Rache. \u201eHeute haben wir den Spie\u00df umgedreht, heute hatte die Polizei zum ersten Mal Angst vor uns\u201c, solche oder \u00e4hnliche Erkl\u00e4rungen findet man in nahezu allen Interviews mit Aufst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Davon abgesehen niemand, au\u00dfer angehende Akademiker_innen und Menschen die dieser Gesellschaft positiv gegen\u00fcberstehen, fragt nach den Gr\u00fcnden, warum die Polizei verhasst ist. Eine reale Begegnung reicht v\u00f6llig aus. W\u00e4hrend die liberale und progressive linke Gesellschaft nach dem Konsum des Films verwirrt nach Gr\u00fcnden fragt, verstehen die Ausgeschlossenen der kapitalistischen Gesellschaft die Gr\u00fcnde von selbst. In diesem Film geht es um uns und wir brauchen niemanden, der uns unser Leben erkl\u00e4rt. Der Film zeigt uns eine Vision, in der wir der Staatsgewalt nicht machtlos ausgel\u00f6st sind.<\/p>\n<p>Das linksradikale Ill Will Magazin fasst treffend zusammen: \u201eIndem der Film zeigt, was sch\u00f6n und was h\u00e4sslich an einem notwendigen Aufstand ist, will er den Zuschauer und seine kleinen, festgefahrenen Schlussfolgerungen herausfordern. Dem guten Gewissen der Linken sagt er so etwas wie: \u201eIhr, die ihr uns im Stich gelassen habt, mit eurer vermeintlich gro\u00dfen universellen Mission, euren falschen Versprechungen und eurer Vetternwirtschaft, seht euch die Radikalit\u00e4t der unentzifferbaren Wut an, die in uns wohnt\u201c. Dem schlechten Gewissen der Rechten und ihren Ressentiments spuckt der Film ein gro\u00dfes \u201eFuck you\u201d entgegen: \u201eDu solltest deine Fresse halten. Wenn jemand deinen kleinen Bruder umgebracht h\u00e4tte, w\u00fcrdest du dich r\u00e4chen; tats\u00e4chlich hast du jahrelang von nichts anderem als Rache gesprochen. Wir sind jetzt die Polizei, wir sind der wahre Ausnahmezustand.\u201c<\/p>\n<p><strong>Dialektik des Spektakels<\/strong><\/p>\n<p>Der marxistische Theoretiker und K\u00fcnstler Guy Debord versuchte in den 60er-Jahren mit seinem Buch Die Gesellschaft des Spektakels den Kapitalismus durch eine Fokussierung auf seine Kulturproduktion zu analysieren. Sehr vereinfacht sind zwei Grundthesen seiner Arbeit: 1. Das Spektakel (die Kulturproduktion und alles, was mit ihr zusammenh\u00e4ngt) versucht die Menschen in passive Konsument_innen zu verwandeln. Die Kulturproduktion besetzt die Freizeit als ehemaligen nicht-kapitalistischen Bereich und entsch\u00e4digt die Menschen scheinbar f\u00fcr die Eint\u00f6nigkeit der Lohnarbeit. Im Spektakel wird der Ausbruch aus der Realit\u00e4t zelebriert, der im echten Leben nicht stattfinden kann. Ein Beispiel f\u00fcr diese These w\u00e4re, dass Menschen heutzutage weniger Sex haben und weniger aufputschende Drogen nehmen als in vergangenen Jahrzehnten, obwohl sich die gegenw\u00e4rtige Kulturproduktion um nichts anderes als Sex, Drogen und Gewalt dreht.<\/p>\n<p>Daran ankn\u00fcpfend formuliert Debord, dass der Kapitalismus das Sein ins Haben verwandelt und im Spektakel das Haben zum Erscheinen degradiert wird. Das soll bedeuten, dass es dem Kapitalismus in seiner Anfangsphase darum ging, den materiellen Besitz an die Stelle des erf\u00fcllten Lebens zu setzen. Im Spektakel wird das materielle Haben nun durch das Erscheinen erg\u00e4nzt. Ein Beispiel hierf\u00fcr w\u00e4ren Instagram und TikTok Stars, die objektiv weder reich noch Elite sind, aber in ihren Videos daf\u00fcr gefeiert werden, dass sie sich als reiche Elite darstellen. Rapper, welche die dicken Autos nur f\u00fcr die Videodrehs leihen und in Wahrheit in alten VWs herumfahren.<\/p>\n<p>Athena durchbricht dieses Prinzip. Der Aufstand bricht aus dem Spektakel aus und manifestiert sich in den Stra\u00dfen \u00d6sterreichs. Hier wird nicht passiv Kulturproduktion konsumiert, sondern aktiv gehandelt, nicht gespielt man w\u00e4re aufst\u00e4ndisch, sondern real der Staat angegriffen. Dass es dem Film gelingt, an die reale Wut anzukn\u00fcpfen und ihr den Mut zur Revolte vermittelt, gen\u00fcgt, um zu ahnen, es ist ein Meisterwerk.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"http:\/\/linkswende.org\/athena-der-nihilismus-im-aufstand\/\"><em>linkswende.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 5. Januar 2023 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>David Reisinger. Im 21. Jahrhundert ist die kulturelle Kritik des Kapitalismus zur Ware degradiert. 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