{"id":12598,"date":"2023-02-11T10:01:59","date_gmt":"2023-02-11T08:01:59","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12598"},"modified":"2023-02-11T10:02:00","modified_gmt":"2023-02-11T08:02:00","slug":"deutschland-auf-der-verliererseite-im-krieg-der-usa-gegen-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12598","title":{"rendered":"<strong>Deutschland auf der Verliererseite im Krieg der USA gegen Russland<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p>Thomas Kaiser. <strong>Jacques Baud \u00fcber die nach seiner Sicht von Medien und Politikern verzerrte milit\u00e4rische Lage in der Ukraine und warum diese missbraucht wurde, um zu versuchen, Russ\u00adland zu vernichten.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><em>Jacques Baud hat einen Master in \u00d6konometrie und ein Nachdiplomstudium in internationaler Sicherheit am Hochschul\u00adinstitut f\u00fcr internationale Beziehungen in Genf absolviert. Er war Oberst der Schweizer Armee, arbeitete f\u00fcr den Schweizerischen Strategischen Nachrichtendienst und war Berater f\u00fcr die Sicherheit der Fl\u00fcchtlingslager in Ost-Zaire w\u00e4hrend des Ruanda-Krieges, arbeitete u.a. f\u00fcr die Nato in der Ukraine und ist Autor mehrerer B\u00fccher \u00fcber Nachrichtendienste, asymmetrische Kriegsf\u00fchrung, Terrorismus und Desinformation. Das von Thomas Kaiser gef\u00fchrte Interview erschien im Schweizerischen Online-Magazin <\/em><a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/\"><em>Zeitgeschehen im Fokus<\/em><\/a><em> (Nr. 2 vom 10. Februar). Wir danken, das Interview \u00fcbernehmen zu d\u00fcrfen.<\/em><\/p>\n<p>Bauds Analysen und Einsch\u00e4tzungen zum Ukraine-Krieg und seine Ursachen setzen sich von der Regierungspolitik der westlichen Staaten und der in den meisten westlichen Medien vertretenen Positionen ab. Dort gilt er deswegen als Verschw\u00f6rungstheoretiker und Vertreter von prorussischer Propaganda. Wir finden, dass er als Ex-Milit\u00e4r, Ex-Geheimdienstler und Ex-Nato-Mitarbeiter interessante und begr\u00fcndete Einsichten und Analysen bietet, auch und gerade wenn man anderer Meinung ist.<\/p>\n<p><strong><em>Thomas Kaiser: <\/em><\/strong><em>In den Mainstream-Medien wird momentan das Bild vermittelt, dass Russland durch den Widerstand der Ukrainer milit\u00e4risch nicht weiterkommt. K\u00f6nnen Sie diese Aussage best\u00e4tigen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Nein. Das war seit Beginn des Konflikts nie der Fall und ist es auch heute noch nicht. Die Russen und ihre Verb\u00fcndeten in den Donbas-Republiken sind sicherlich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vorger\u00fcckt, je nachdem, wie gut die ukrainische Verteidigung war, aber sie sind immer vorger\u00fcckt. Ich erinnere daran, dass die einzigen Vorst\u00f6\u00dfe der ukrainischen Armee (in Charkow und Cherson) m\u00f6glich waren, weil die Russen zuvor entschieden hatten, dass diese Gebiete das Risiko einer Verteidigung nicht wert waren. Die Ukrainer konnten dann nach dem Abzug der russischen Truppen vorr\u00fccken. Die R\u00fcckeroberung dieser Gebiete erfolgte daher ohne Schlacht. Allerdings wurden die ukrainischen Truppen von der russischen Artillerie empfangen und erlitten sehr hohe Verluste, w\u00e4hrend die Russen praktisch keine Verluste erlitten. In Cherson machten die ukrainischen Truppen die gleiche Erfahrung wie die russischen und r\u00e4umten die Stadt, kurz nachdem sie sie \u201ezur\u00fcckerobert\u201c hatten!<\/p>\n<p>Seit Februar 2022 versuchen unsere Medien (insbesondere: RTS oder NZZ in der Schweiz, LCI, France 5 oder BFM TV in Frankreich), uns glauben zu machen, dass die Ukraine siegt, dass die russischen Truppen unf\u00e4hig sind, schlecht gef\u00fchrt werden und schwere Verluste erleiden. Heute k\u00f6nnen wir feststellen, dass dies alles v\u00f6llig falsch war.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Fehler, den man in einem Krieg machen kann, ist, den Gegner zu untersch\u00e4tzen und die eigenen F\u00e4higkeiten zu \u00fcbersch\u00e4tzen. Unsere Medien haben uns dazu verleitet.<\/p>\n<p>Unsere Medien \u2013 und sogar unser Milit\u00e4r! \u2013 verstehen unter Krieg gro\u00dfe Pfeile auf einer Landkarte und territoriale Eroberungen. Das war die Logik der Westm\u00e4chte im Irak oder in der Sahelzone, aber es ist nicht die Logik der Russen in der Ukraine. Wie Winston Churchill sagte: \u201eEgal wie besch\u00e4ftigt ein Kommandant mit der Ausarbeitung seiner eigenen \u00dcberlegungen ist, manchmal ist es notwendig, den Feind zu ber\u00fccksichtigen.\u201c Seit dem 24.\u2009Februar 2022 haben unsere Medien und Politiker die Realit\u00e4t am Boden durch ein Propaganda-Narrativ ersetzt, das nicht darauf abzielt, die Situation zu verstehen, sondern die Stimmung gegen Russland zu mobilisieren.<\/p>\n<p>In der Ukraine haben die Russen immer gesagt, dass es ihr Ziel sei, die Bedrohung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung des Donbas durch \u201eEntmilitarisierung\u201c und \u201eEntnazifizierung\u201c zu neutralisieren. Beide Ziele beabsichtigten, eine L\u00f6sung f\u00fcr die Sicherheit der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung im Donbas zu erreichen.<\/p>\n<p>Russlands Ziel war es also \u2013 durch eine politische Einigung oder durch Zerst\u00f6rung \u2013 , ein Potenzial zu neutralisieren, und nicht, Gebiete zu \u00fcbernehmen. Diese L\u00f6sung h\u00e4tte aus dem Minsker Abkommen kommen sollen, doch die Westm\u00e4chte haben sich ausdr\u00fccklich geweigert, das von ihnen unterzeichnete Abkommen umzusetzen. Daher beschloss Russ\u00adland, diese L\u00f6sung durch eine milit\u00e4rische Intervention zu erzwingen.<\/p>\n<p>Davon abgesehen hat Russland immer gesagt, dass es eine Verhandlungsl\u00f6sung bevorzugt. Aus diesem Grund hat es alle Verhandlungsvorschl\u00e4ge akzeptiert, die Selenskij im Februar 2022, M\u00e4rz 2022 und August 2022 vorschlug. Diese Bem\u00fchungen wurden von der Europ\u00e4ischen Union und Gro\u00dfbritannien systematisch verhindert, da sie \u2013 im Gegenteil \u2013 den Konflikt mit Waffen anheizten. Die Russen haben also begriffen, dass der einzige Weg aus dem Konflikt darin besteht, die milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten der Ukraine systematisch und methodisch zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das Ziel der \u201eEntnazifizierung\u201c richtete sich nicht gegen die ukrainische Regierung, wie unsere Propaganda behauptet, sondern explizit gegen die ultra-nationalistischen und neonazistischen paramilit\u00e4rischen Milizen, deren Bedrohung <a href=\"https:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/ukrainealert\/the-azov-regiment-has-not-depoliticized\/\">sehr real ist<\/a>, deren Existenz aber von westlichen Sympathisanten <a href=\"https:\/\/youtu.be\/bEv4-IJsl9k?t=414\">geleugnet wird<\/a>. Nach Angaben <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/russia-nazi-demand-for-ukraine-dropped-in-ceasefire-talks-2022-3\">des russischen Milit\u00e4rs selbst<\/a> wurde dieses Ziel Ende M\u00e4rz mit der Einnahme von Mariupol, der Heimat des Asow-Regiments, dessen Verbrechen von unseren Medien akzeptiert und sorgf\u00e4ltig vertuscht wurden, erreicht. Die Neutralisierung der milit\u00e4rischen Bedrohung (Entmilitarisierung) h\u00e4tte bereits am 25.\u2009Februar 2022 erreicht werden k\u00f6nnen, indem die von Wolodymyr Selenskij vorgeschlagenen, aber von der Europ\u00e4ischen Union verhinderten Verhandlungen, fortgesetzt worden w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Da die Option der Verhandlungen vom Westen abgelehnt wurde, bleibt den Russen nur die endg\u00fcltige Vernichtung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Dies geschieht nun logischerweise, und die Russen haben es wahrscheinlich nicht mehr sehr eilig mit der Aufnahme von Verhandlungen.<\/p>\n<p>Die Westm\u00e4chte haben nie Frieden schlie\u00dfen wollen, und es gibt Kr\u00e4fte in der ukrainischen Regierung, die Selenskij dazu dr\u00e4ngen, ihre Politik zu machen. Heute haben wir sogar die Best\u00e4tigung von Generalmajor Kirill Budanow, dem Leiter des ukrainischen Milit\u00e4rnachrichtendienstes (GUR), dass Denys Kireyev, einer der ukrainischen Verhandlungsf\u00fchrer (und Mitglied des GUR), Ende Februar sowie einige andere Pers\u00f6nlichkeiten, die Verhandlungen bef\u00fcrworteten, vom ukrainischen Staatssicherheitsdienst (SBU) eliminiert wurden. Ich hatte dies bereits in meinem Buch \u201eOperation Z\u201c geschrieben, doch dieses Mal wird es vom <a href=\"https:\/\/www.radiosvoboda.org\/a\/\u0432\u0431\u0438\u0432\u0441\u0442\u0432\u043e-\u043a\u0456\u0440\u0454\u0454\u0432\u0430\/32233661.html?fbclid=IwAR3zfrvdT_41ghRz3SqR2VDotNb1Zw1Yo0LtQNXBpPiQBC3ZjVxUffTDOjg\">Direktor der GUR selber best\u00e4tigt<\/a>. Wieder einmal haben die Journalisten des \u201eBlick\u201c oder des Westschweizer Fernsehens (die mich immerhin als \u201ePutin-AgentM bezeichnet haben) gelogen.<\/p>\n<p><em>Die Lieferung von schwerem milit\u00e4rischem Ger\u00e4t, was Selenskij schon lange fordert, soll die Ukraine in die Lage versetzen, die von den Russen kontrollierten Gebiete wieder zur\u00fcckzuerobern. Ist das Wunschdenken?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Ja. Zun\u00e4chst einmal ist das Beharren des Westens auf der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ein Eingest\u00e4ndnis, dass die Situation nicht zu seinem Vorteil ist. Und das geschah nicht an einem Tag. Die Hauptkapazit\u00e4ten der ukrainischen Armee wurden im Sommer 2022 zerst\u00f6rt. Deshalb fordert Selenskij seit dieser Zeit Waffen. Mit anderen Worten: Unsere Medien, Diplomaten und Politiker haben systematisch \u00fcber die Lage und die F\u00e4higkeiten der Ukraine gelogen.<\/p>\n<p>In den USA geben heute sogar General Mark Milley, der Vorsitzende des <a href=\"https:\/\/www.foxnews.com\/politics\/milley-urges-ukraine-negotiate-russia-saying-chances-total-military-victory-unlikely\">Joint Chiefs of Staff<\/a>, und <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/opinions\/2023\/01\/24\/blinken-ponders-post-ukraine-war-order\/\">Au\u00dfenminister Anthony Blinken<\/a> zu, dass eine R\u00fcckeroberung der von Russland eingenommenen Gebiete unrealistisch ist. In einer vertraulichen Anh\u00f6rung teilte das Pentagon dem Streitkr\u00e4fteausschuss des US-Repr\u00e4sentantenhauses mit, dass die Ukraine nicht \u00fcber die Kapazit\u00e4ten verf\u00fcge, um die <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2023\/02\/01\/ukraine-crimea-russia-pentagon-00080799\">Krim zur\u00fcckzuerobern<\/a>.<\/p>\n<p>Erstens muss man auf gesellschaftlicher Ebene daran erinnern, dass sich die Menschen in diesen Regionen (Krim, Donbas und S\u00fcdukraine) nicht als Ukrainer f\u00fchlen, weil die Ukrainer in Kiew sie nie als Ukrainer betrachtet haben. Unsere Sicht ist verzerrt, weil unsere Medien Gesetze wie das, das den B\u00fcrgern der Ukraine je nach ihrer ethnischen Herkunft unterschiedliche Rechte einr\u00e4umt, <a href=\"https:\/\/apnews.com.ua\/ua\/news\/nardep-vid-slugi-narodu-seminskii-zayaviv-pro-pozbavlennya-konstitutciinikh-prav-rosiyan-yaki-prozhivaiut-v-ukraini\/\">unterst\u00fctzt haben<\/a>. Wir weigern uns zu verstehen, dass das 2014 in Kiew errichtete Regime in diesen Regionen nie legitim war.<\/p>\n<p>Man darf nicht vergessen, dass die Krim-Bev\u00f6lkerung im Januar 1991 in einem Referendum erreicht hatte, dass sie von Moskau und nicht mehr von Kiew verwaltet werden sollte. Als die Ukraine unabh\u00e4ngig wurde, war die Krim also Moskau untergeordnet, ohne Teil Russlands zu sein. Es war die Ukraine, die 1995 beschloss, die Krim zu annektieren, indem sie ihre Verfassung gewaltsam abschaffte und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/CI22-w0i-RM\">ihren Pr\u00e4sidenten st\u00fcrzte<\/a>. Im Jahr 2014 nutzten die Krimbewohner einfach die Illegitimit\u00e4t der neuen Regierung in Kiew und die Abschaffung des Gesetzes \u00fcber die Amtssprachen, um erneut den Anschluss an Moskau zu fordern. Es ist daher vorstellbar, dass die Ukraine, wenn sie die russischen Gebiete zur\u00fcckerobern w\u00fcrde, auf sehr starken Widerstand in der Bev\u00f6lkerung sto\u00dfen w\u00fcrde, so als ob die Russen versuchen w\u00fcrden, den westlichen Teil der Ukraine einzunehmen.<\/p>\n<p><em>Wahlzettel vom 20.\u2009Januar 1991. Als die Ukraine im Dezember 1991 unabh\u00e4ngig wurde, stand die Krim unter der Kontrolle Moskaus. Es war die Ukraine, die die Krim 1995 buchst\u00e4blich annektieren musste, indem sie den gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten <\/em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CI22-w0i-RM\"><em>gewaltsam st\u00fcrzte<\/em><\/a><em>. <\/em><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:1991_Crimean_referendum_ballot.jpg\"><em>Bild<\/em><\/a><em>: Crimean Regional Soviet <\/em><\/p>\n<p>Zweitens: Milit\u00e4risch gesehen best\u00e4tigte sogar der Chef der ukrainischen Streitkr\u00e4fte, General Saluschnij, in einem Interview mit dem \u201eEconomist\u201c am 15.\u2009Dezember 2022, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, diese Gebiete zur\u00fcckzuerobern, wenn sie nicht \u201e300 Kampfpanzer, 600 bis 700 Sch\u00fctzenpanzer, 500 Artilleriegesch\u00fctze\u201c <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/zaluzhny-transcript\">erhalte<\/a>.<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass die ukrainische Armee nicht auf einen Bewegungskrieg gegen einen mechanisierten Gegner vorbereitet wurde. Sie wurde seit 2014 von der Nato modernisiert und ausgebildet, litt aber unter der mangelnden Erfahrung des Westens in diesem Bereich, der nur mit technologisch unterlegenen Armeen und mit Situationen der Aufstandsbek\u00e4mpfung konfrontiert war.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund gab es seit Beginn der russischen Offensive im Februar 2022 keine grossen Panzerschlachten wie in Kursk im Jahr 1943. Die Ukrainer f\u00fchren einen Infanteriekrieg in Sch\u00fctzengr\u00e4ben oder in \u00fcberbauten Gebieten. Dies war in Mariupol, Sjewjerodonezk oder Bachmut zu sehen. Ich schlie\u00dfe daraus, dass die Bereitstellung von Panzern, umso mehr von westlichen Panzern, mit denen die Ukrainer nicht v\u00f6llig vertraut sind, die Situation nicht grundlegend ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Ich denke, dass die Ukraine zum jetzigen Zeitpunkt selbst mit erneuerter Ausr\u00fcstung nicht mehr in der Lage ist, die von den Russen eingenommenen Gebiete zur\u00fcckzuerobern. Ich m\u00f6chte au\u00dferdem daran erinnern, dass es dem Westen um das Territorium geht, den Russen jedoch um das Potenzial. Wie ich bereits sagte, kann man zwar im besten Fall Gebiete zur\u00fcckerobern, aber man erh\u00e4lt nie die verlorenen Menschenleben zur\u00fcck. Gegenw\u00e4rtig dr\u00e4ngt der Westen die Ukrainer, das ihnen verbliebene Humankapital aufs Spiel zu setzen. Unsere Intellektuellen sehen darin ein gro\u00dfes Romanepos (es ist leicht, mit dem Leben anderer Menschen Krieg zu f\u00fchren), aber man muss bedenken, dass die Ukraine sich wieder aufbauen muss.<\/p>\n<p>Nun hat die Ukraine seit 1990 bereits einen Grossteil ihrer Bev\u00f6lkerung verloren, und es ist unwahrscheinlich, dass diese Bev\u00f6lkerung in ein korruptes und zerst\u00f6rtes Land zur\u00fcckkehrt. Zu diesem demografischen Defizit wird der Verlust der treibenden Kr\u00e4fte des Landes, die wir heute sehen, hinzukommen.<\/p>\n<p><em>Welchen Effekt werden die neu gelieferten Panzer auf den Kriegsverlauf haben?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Zun\u00e4chst einmal gibt es einen politischen Effekt \u2013 im Westen. Als Selenskij nach Washington reiste, bat er um Abrams M1-Kampfpanzer. Die Amerikaner lehnten ab, forderten Deutschland aber auf, Leopard-2-Panzer zu liefern. Olaf Scholz antwortete ziemlich logisch, dass Deutschland nur dann Panzer liefern w\u00fcrde, wenn die Amerikaner zuerst zustimmen w\u00fcrden. Zun\u00e4chst schlug ein amerikanischer Politiker vor, dass die USA nur einen einzigen M1-Panzer liefern sollten, um die deutsche Entscheidung <a href=\"https:\/\/abcnews.go.com\/Politics\/mccaul-calls-us-send-abrams-tank-ukraine-spur\/story?id=96584865\">zu provozieren<\/a>! Die Amerikaner haben sehr gut verstanden, dass das politische Verhalten Deutschlands unterw\u00fcrfig und korrupt ist.<\/p>\n<p>Die Fortsetzung wurde von der Washington Post enth\u00fcllt und von der europ\u00e4ischen Presse so gut wie gar nicht <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2023\/01\/28\/inside-story-biden-ukraine-tanks\/\">aufgegriffen<\/a>. Und das aus gutem Grund! So genehmigte Joe Biden die Lieferung von 31 M1-Panzern. Wie erwartet genehmigte Scholz daraufhin den Reexport von Leopard-2 durch die europ\u00e4ischen L\u00e4nder und gestattete die Lieferung einer bestimmten Anzahl dieser Panzer. Zu diesem Zeitpunkt erkl\u00e4rten die USA, dass die M1 zu viel Technologie enthielten, die nicht in die H\u00e4nde der Russen fallen d\u00fcrfe, und dass die Panzer nicht sofort geliefert werden k\u00f6nnten. Tats\u00e4chlich werden es neue Panzer sein, die speziell f\u00fcr die Ukraine gebaut werden, mit einem geringeren Schutz (da die Zusammensetzung der Panzerung der US-Version als geheim eingestuft ist), die erst in einem Jahr <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/davidaxe\/2023\/01\/27\/the-tungsten-m-1-how-ukraines-tanks-will-differ-from-americas\">geliefert werden k\u00f6nnen<\/a>.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Die USA haben Scholz \u201e\u00fcber den Tisch gezogen\u201c!!! Dies zeigt, wie es um die Beziehungen zwischen den Nato-Mitgliedern tats\u00e4chlich steht. Man wei\u00df schon, dass es ein Nato-Mitglied war, das die Nord-Stream-Gaspipelines zerst\u00f6rt hat. Es ist also Deutschland, das den Preis f\u00fcr den von den Amerikanern gegen Russland gef\u00fchrten Krieg zahlt. Die Amerikaner haben Recht: Wenn man einen \u201eDummen\u201c gefunden hat, kann man ihn auch gleich ausbeuten, vor allem, wenn das deutsche Volk das ohne Diskussionen akzeptiert. Jedes Land ist f\u00fcr sein Schicksal selbst verantwortlich. Das gilt f\u00fcr die Ukrainer genauso wie f\u00fcr die Deutschen.<\/p>\n<p>Auf einer milit\u00e4rischen Ebene sollte daran erinnert werden, dass die Ukrainer <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-60798352\">im Februar 2022 knapp 1000 Kampfpanzer<\/a> hatten. Zu dieser Zahl kommen laut dem Westen und unseren Medien im Jahr 2022 noch mehr als <a href=\"https:\/\/www.oryxspioenkop.com\/2022\/02\/attack-on-europe-documenting-equipment.html\">500 erbeutete russische Kampfpanzer<\/a> und etwa 600 vom Westen erhaltene Panzer hinzu. Dar\u00fcber hinaus ist festzustellen, dass nur die Russen Panzer verlieren. Wir sollten also eine klare \u00dcberlegenheit der Ukraine haben. Doch heute br\u00e4uchte die Ukraine, wenn man General Saluschnij glauben darf, <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/zaluzhny-transcript\">300 Panzer, um durchzuhalten<\/a>, und der Westen wird bis zum Sommer 2023 nur einen kleinen Teil dieser Zahl liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich bin selber Kommandant eines Leopard-2-Bataillons gewesen. Es ist eine formidable und hervorragende Waffe. In der Schweiz k\u00f6nnen wir Panzerbesatzungen in weniger als vier Monaten ausbilden, also ist es durchaus m\u00f6glich, dass die Ukrainer dasselbe tun. Das Problem ist nicht wirklich die technische Ausbildung der Panzerbesatzungen. Der schwierigste Teil ist die F\u00e4higkeit, den Panzer in das Gefechtssystem zu integrieren und mit operativer Koh\u00e4renz zu operieren.<\/p>\n<p>Die Panzertechnik hat sich in den letzten 20 bis 30 Jahren nicht wirklich entwickelt. Die Bewaffnung, die Mobilit\u00e4t und der Schutz haben sich verbessert, aber nicht grundlegend ver\u00e4ndert. Was sich weiterentwickelt hat, ist die Technologie, die es erm\u00f6glicht, Panzer in ein Waffenverbundsystem zu integrieren (battlefield management system oder BMS). Dies gibt der gepanzerten Waffe ihre tats\u00e4chliche Wirksamkeit. Betrachtet man die verschiedenen Generationen des Leopard-2-Panzers, so stellt man eine radikale Ver\u00e4nderung zwischen den Versionen A4-A5 der 1980er und 1990er Jahre und den Versionen A6-A7 der Jahre 2005 bis 2020 fest.<\/p>\n<p>Bei den Fahrzeugen, die der Ukraine versprochen werden, handelt es sich jedoch haupts\u00e4chlich um Leopard-2A4 und sogar Leopard-1, die nur eine alte Technologie (ohne BMS) aufweisen und deren Munition offenbar <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article140083741\/Bundeswehr-Kampfpanzern-fehlt-wirksame-Munition.html\">gegen die russischen T-90 nicht wirksam<\/a> ist. Es f\u00e4llt auf, dass der Westen seine modernste Ausr\u00fcstung nicht hergeben will, weil er den Ukrainern nicht vertraut und bef\u00fcrchtet, dass die Russen westliche Hochtechnologie wie die Chobham-Panzerung der britischen Challenger-Panzer in die H\u00e4nde bekommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Bei den Leopard-Panzern ist es noch dramatischer, denn die Deutschen haben festgestellt, dass die Vorbereitung der Panzer f\u00fcr die Ukraine l\u00e4nger dauern wird als erwartet (vielleicht ist dies eine Antwort auf die amerikanische T\u00e4uschung?), sie werden nur Leopard-1-Panzer aus den 1960er und 1980er Jahren mit einer 105-mm-Kanone liefern \u2013 f\u00fcr die es an Munition mangelt!<\/p>\n<p>Die Russen haben ihre Waffensysteme vollst\u00e4ndig in den sogenannten \u201eAufkl\u00e4rungs-Schlag-Komplex\u201c (Razvedivatel\u2019no Udarnyy Kompleks oder RUK) integriert, bei dem es sich um ein Managementsystem handelt, das ihre Waffensysteme zu einem einzigen Kampfsystem zusammenfasst. Dadurch sind sie in der Lage, mit erheblich schw\u00e4cheren Kr\u00e4ften als die Ukrainer effektiv zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Nach der Vernichtung des gr\u00f6\u00dften Teils ihres Potenzials im Jahr 2022 ist die ukrainische Armee heute eine bunte Ansammlung von Material unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen F\u00e4higkeiten und Logistikketten. Das Problem der Ukrainer ist nicht wirklich der Mangel an Waffen, sondern die F\u00e4higkeit, diese in eine optimale und effiziente F\u00fchrungsstruktur zu integrieren. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Haubitze M777, die vom Westen als \u201eWunderwaffe\u201c gesehen wurde, aber ihr volles Potenzial nicht ausnutzen konnte, da sie nur als \u201enormale\u201c Haubitze eingesetzt wird.<\/p>\n<p>Das ist auch das Problem der Raketenabwehrkapazit\u00e4ten. Seit dem 2.\u2009M\u00e4rz berichten unsere Medien, dass die Russen ihre Raketenreserven ersch\u00f6pft haben. Wir hielten es daher nicht f\u00fcr sinnvoll, den Ukrainern Raketenabwehrsysteme zu geben. Ab Oktober 2022, nach dem Bombenanschlag auf die Kertsch-Br\u00fccke, begannen die Russen, die elektrische Infrastruktur zu zerst\u00f6ren (wie es die Nato in Serbien, die Amerikaner im Irak, in Syrien und in Libyen getan hatten). Der Westen schickte daher dringend Luftabwehrraketen. Aber diese Waffensysteme, die aus mehreren L\u00e4ndern stammen, sind nicht wirklich interoperabel und befinden sich nicht in einem integrierten Kampff\u00fchrungssystem. Das Ergebnis: Bei jedem Angriff werden mehrere Raketen auf ein einziges Ziel abgefeuert. Die Russen haben das Problem sehr gut verstanden und schicken mit ihren Raketen \u201eLockv\u00f6gel\u201c ins Rennen. Dadurch feuern die Ukrainer bei jedem russischen Angriff viel mehr Raketen ab als n\u00f6tig, und ihr Potenzial nimmt rapide ab.<\/p>\n<p>Letztendlich konnte das westliche Material nicht mit der russischen F\u00e4higkeit, sie zu zerst\u00f6ren, mithalten. Am 24.\u2009Januar k\u00fcndigte Estland an, dass es alle seine 155-mm-Haubitzen \u2013 das hei\u00dft 24\u2009FH-70 \u2013 an die Ukraine <a href=\"https:\/\/www.thedefensepost.com\/2023\/01\/24\/estonia-sending-howitzers-ukraine\/\">verschenken<\/a> w\u00fcrde. Eine Woche sp\u00e4ter, am 31.\u2009Januar, <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/deutschland-zahlt-den-preis-fuer-den-von-den-amerikanern-gegen-russland-gefuehrten-krieg\/(https:\/www.france24.com\/fr\/europe\/20230131-en-direct-macron-re%C3%A7oit-le-ministre-de-la-d%C3%A9fense-ukrainien-kiev-r%C3%A9clame-des-avions-de-combat\">bot Frankreich 12 CAESAR-Haubitzen an<\/a>, zus\u00e4tzlich zu den 18, die es bereits an die Ukraine geliefert hatte. Laut der Website Moonofalabama, die die Ank\u00fcndigungen des russischen Generalstabs zusammenz\u00e4hlte, soll die russische Armee in derselben Woche 40 gezogene Haubitzen, 32 selbstfahrende Haubitzen und 8 Mehrfachraketenwerfer <a href=\"https:\/\/www.moonofalabama.org\/2023\/01\/Nato-continues-its-disarmament.html\">zerst\u00f6rt<\/a> haben. Diese Zahlen sind schwer zu best\u00e4tigen, zeigen aber, dass die westlichen Waffenlieferungen kaum ausreichen, um die ukrainischen Verluste auszugleichen.<\/p>\n<p><em>Welche Folgen wird das auf die Zahl der Toten und Verwundeten haben?\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Wir haben die Russen in die Lage gebracht, das gesamte ukrainische Potenzial systematisch zerschlagen zu m\u00fcssen. Die Hauptverantwortlichen daf\u00fcr sind diejenigen, die uns verweigert haben, das Massaker an Zivilisten im Donbas zwischen 2014 und 2022 zu verurteilen, die uns \u00fcber das Minsker Abkommen desinformiert haben, damit es nicht umgesetzt wird, und die, die die wahren Gr\u00fcnde f\u00fcr die russische Intervention verschwiegen haben: Es sind unsere Medien, die dogmatisch und ideologisch sind und vom Blut anderer leben.<\/p>\n<p>Von Beginn ihrer Operation an war es sehr klar, dass die Russen die Verluste auf beiden Seiten minimieren wollten. Dies hatte das Pentagon zu Beginn des Konflikts festgestellt, wie das US-Magazin Newsweek <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/putins-bombers-could-devastate-ukraine-hes-holding-back-heres-why-1690494\">berichtete<\/a>. Dies wurde am 23.\u2009Januar dieses Jahres auf der ukrainischen Website Mriya von Oleksej Arestowitsch (bis vor kurzem milit\u00e4rischer Berater des Pe\u00e4sidialamts \u2013 Die Red.) <a href=\"https:\/\/en.mriya.news\/58331-they-didnt-want-to-kill-anyone-arestovich-spoke-about-the-beginning-of-the-nwo\">best\u00e4tigt<\/a>: Die Russen \u201eversuchten, einen intelligenten Krieg zu f\u00fchren\u201c, indem sie versuchten, die Verluste so gering wie m\u00f6glich zu halten. Bei \u201eden wenigen, die Widerstand leisteten [\u2026], eliminierten sie sie nicht einmal, sondern boten an, sich zu ergeben, die Seiten zu wechseln, zu verstehen etc. Sie wollten niemanden t\u00f6ten.\u201c<\/p>\n<p>Heute haben die Russen verstanden, dass die Westm\u00e4chte, auch wenn es einen Verhandlungsprozess g\u00e4be, diesen nutzen w\u00fcrden, um den Konflikt einzufrieren und ihn sp\u00e4ter wieder aufzunehmen, wie sie es mit dem Minsker Abkommen getan haben. Die Russen wissen, dass das Wort des Westens keinen Wert hat. 1990 hatte April Glaspie, die amerikanische Botschafterin im Irak, Saddam Hussein gesagt, dass <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/1990\/09\/23\/world\/confrontation-in-the-gulf-excerpts-from-iraqi-document-on-meeting-with-us-envoy.html\">die Amerikaner keine Einw\u00e4nde gegen eine Invasion in Kuwait erheben<\/a> w\u00fcrden. Sie hatte gelogen. 2015 unterzeichneten die USA, Russland, China, Frankreich, das Vereinigte K\u00f6nigreich, Deutschland, die Europ\u00e4ische Union (EU) und der Iran das Wiener Abkommen (besser bekannt unter seiner angels\u00e4chsischen Abk\u00fcrzung: JCPOA). Der Iran, Russland und China <a href=\"https:\/\/www.theamericanconservative.com\/iaea-confirms-iranian-compliance-for-the-fifteenth-time\/\">hielten sich an das Abkommen<\/a>, der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/05\/08\/world\/middleeast\/trump-iran-nuclear-deal.html\">Westen nicht<\/a>. Im Jahr 2020 hatten sich die Amerikaner und die Taliban <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Agreement-For-Bringing-Peace-to-Afghanistan-02.29.20.pd\">auf ein Datum f\u00fcr den Abzug der USA geeinigt<\/a>. Die Amerikaner hielten sich nicht an ihr Wort und verschoben das Datum einseitig um mehr als vier Monate. Und im November 2022 best\u00e4tigten Angela Merkel und Fran\u00e7ois Hollande gegen\u00fcber Russland, dass Deutschland und Frankreich L\u00e4nder sind, deren Wort wertlos ist\u2009\u2026<\/p>\n<p>Bevor man an den Verhandlungstisch geht, muss also erst einmal wieder Vertrauen aufgebaut werden. Waffenlieferungen tragen dazu nicht bei. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass der Westen die gleiche Position vertritt wie der Schweizer Botschafter in Kiew, der <a href=\"https:\/\/www.rts.ch\/info\/suisse\/13567448-claude-wild-la-suisse-nest-pas-neutre-dans-le-conflit-en-ukraine.html\">Verhandlungen als \u201ePr\u00e4mie f\u00fcr den Aggressor\u201c<\/a> sieht! Zum Gl\u00fcck denken die Taliban, die Syrer, die \u00c4gypter, die Iraker, die Libanesen, die Libyer und viele andere nicht so, denn dann k\u00f6nnte man die Vereinten Nationen schlichtweg abschaffen!<\/p>\n<p>Da niemand im Westen dieses Vertrauen wiederherstellen will, werden die Russen das ukrainische Potenzial systematisch zerst\u00f6ren. Im Oktober 2022 <a href=\"https:\/\/tass.ru\/armiya-i-opk\/16090805\">erkl\u00e4rte<\/a> General Surowikin, der Befehlshaber der Streitkr\u00e4ftegruppe im Gebiet der milit\u00e4rischen Sonderoperation in der Ukraine: \u201eWir haben eine andere Strategie. [\u2026] Wir suchen nicht nach einer hohen Vorw\u00e4rtsgeschwindigkeit, wir schonen jeden einzelnen unserer Soldaten und \u201azermalmen\u2018 methodisch den vorr\u00fcckenden Feind.\u201c<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dem, was unsere \u201eExperten\u201c sagen, hat die Ukraine ein enormes Personalproblem. Sie hat seit Februar 2022 acht Mobilmachungsaktionen durchgef\u00fchrt und kommt nun an das Ende ihres Potenzials und ist gezwungen, auf die Zwangsrekrutierung ihrer B\u00fcrger zur\u00fcckzugreifen. Diese Personalkrise ist nicht neu und hat die ukrainische Armee dazu veranlasst, ein <a href=\"https:\/\/www.kyivpost.com\/post\/5943\">h\u00e4rteres Gesetz gegen Desertion und Dienstverweigerung<\/a> zu fordern. Dieses Gesetz wurde von Selenskij <a href=\"https:\/\/www.kyivpost.com\/post\/11498\">im Januar 2023 unterzeichnet<\/a>.<\/p>\n<p>Ein Neonazi-Politiker aus der Westschweiz hatte mich als \u201ePutinversteher\u201c bezeichnet, weil ich auf die Selbstmorde in der ukrainischen Armee vor 2022 hingewiesen hatte. Heute kann er seine Schimpfw\u00f6rter an britische Parlamentarier richten, weil diese selbst festgestellt haben, dass die <a href=\"https:\/\/www.politics.co.uk\/parliament\/ukrainian-soldiers-are-committing-suicide-due-to-war-stress-says-duncan-smith\/\">Selbstmordrate dort alarmierend hoch<\/a> ist. Wir haben also schwachsinnige Politiker, die sich selbst mit ihren L\u00fcgen blenden, anstatt die Probleme vorauszusehen!<\/p>\n<p>Die Zwangsrekrutierungen scheinen in erster Linie Minderheiten zu betreffen, insbesondere die <a href=\"https:\/\/pestisracok.hu\/mint-a-barmokat-ugy-fogdossak-ossze-a-ferfiakat-karpataljan-nezze-meg-helyszini-videoriportunkat\/\">magyarische Minderheit<\/a>. Das hat <a href=\"https:\/\/euroweeklynews.com\/2023\/01\/24\/shocking-claims-of-ethnic-hungarians-being-forcibly-drafted-into-ukrainian-military-in-transcarpathia\/\">Ungarns Zorn<\/a> erregt. Heute sind <a href=\"https:\/\/europeanconservative.com\/articles\/news\/97-of-hungarians-reject-brussels-sanctions-against-russia\/\">97\u2009% der Ungarn gegen die EU-Sanktionen gegen Russland<\/a>.<\/p>\n<p>Was derzeit geschieht, ist, dass nicht nur das ukrainische Milit\u00e4rpotenzial langsam zermahlen wird, sondern dass die Verluste an Menschenleben den Wiederaufbau der Ukraine \u00fcber ein oder zwei Generationen hinweg beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten. Die Kombination aus einer dezimierten Erwerbsbev\u00f6lkerung, zerst\u00f6rter Infrastruktur und verst\u00e4rkter Emigration droht, die Ukraine zu einem Land zu machen, das am Tropf h\u00e4ngt, mit Kosten, die der Westen kaum lange tragen kann.<\/p>\n<p><em>Die deutsche Aussenministerin Baerbock hat in einer Rede vor dem Europarat gesagt: \u00abWir k\u00e4mpfen einen Krieg gegen Russland.\u00bb Seither versucht man, diese Aussage zu korrigieren, dass man nicht im Krieg sei, sondern nur die Ukraine bei der Selbstverteidigung unterst\u00fctze. Ist Deutschland nicht schon lange im Krieg gegen Russ\u00adland? Die Aussage von Baerbock gibt doch die wahren Ziele des Westens bekannt, nicht prim\u00e4r der Ukraine zu helfen, sondern Russ\u00adland zu bek\u00e4mpfen und niederzuringen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Seit 2014 wei\u00df man, dass der Westen versucht, nicht die Ukraine zu verteidigen, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2014\/apr\/30\/russia-ukraine-war-kiev-conflict\">sondern Russland zu zerst\u00f6ren<\/a>. Das hatte auch der franz\u00f6sische Wirtschaftsminister Bruno Lemaire am 1.\u2009M\u00e4rz 2022 bekr\u00e4ftigt, der <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Ntzacqlm-Ac\">von einem \u201etotalen Krieg\u201c gesprochen<\/a> hat. Es ist also nichts Neues und wurde bereits Anfang Februar 2022 in dem demokratisch orientierten US-Medium Jacobin <a href=\"https:\/\/jacobin.com\/2022\/02\/maidan-protests-neo-nazis-russia-Nato-crimea\">erl\u00e4utert<\/a>.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2019 hat Oleksej Arestowitsch in einem Interview mit dem ukrainischen Sender \u201eApostrof\u201c sehr deutlich die <a href=\"https:\/\/youtu.be\/1xNHmHpERH8\">Mechanik der Ereignisse erkl\u00e4rt<\/a>.<\/p>\n<p>Das Ziel der Ukrainer ist es, der Nato beizutreten. Einige Nato-Mitglieder sind jedoch sehr zur\u00fcckhaltend, da die bestehenden Spannungen mit Russland bedeuten, dass das Risiko, Artikel 5 aktivieren zu m\u00fcssen, hoch ist. Das ist in etwa so, als w\u00fcrde man eine Versicherung f\u00fcr ein Risiko abschlie\u00dfen, das mit einer Wahrscheinlichkeit von 100\u2009% eintritt! Die L\u00f6sung besteht also darin, dass Russland in einen Konflikt hineingezogen wird, der seinen endg\u00fcltigen Fall herbeif\u00fchrt. Arestowitsch sah diese Konfrontation sogar f\u00fcr 2021 bis 2022 vor!<\/p>\n<p>Das Schema dieser Strategie wurde von der Rand Corporation in einem Dokument mit dem Titel <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/deutschland-zahlt-den-preis-fuer-den-von-den-amerikanern-gegen-russland-gefuehrten-krieg\/(https:\/www.rand.org\/pubs\/research_reports\/RR3063.html\">\u201eExtending Russia: Competing from Advantageous Ground\u201c<\/a> entwickelt: Es ging darum, einen Vorwand zu finden, um Russland mit Sanktionen zu belegen, die so hoch sind, dass seine Wirtschaft sie nicht \u00fcberleben w\u00fcrde. Um dies zu erreichen, wird die Ukraine als \u201eK\u00f6der\u201c benutzt. Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass dies das Muster ist, das im Februar und M\u00e4rz 2022 zu beobachten war.<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass die westlichen Politiker die Warnungen desselben Dokuments nicht beachten wollten, in dem davor gewarnt wurde, dass dies \u201ezu unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen menschlichen Verlusten, Gebietsverlusten und Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men f\u00fcr die Ukraine f\u00fchren k\u00f6nnte\u00bb und dass diese Strategie \u201edie Ukraine in einen unvorteilhaften Frieden dr\u00e4ngen k\u00f6nnte\u201c.<\/p>\n<p>Im Klartext: Die westlichen L\u00e4nder und die Ukraine haben sich auf eine Strategie eingelassen, von der alle schon 2019 wussten, dass die Ukrainer den Preis daf\u00fcr zahlen w\u00fcrden! Die Ukraine wurde missbraucht, um zu versuchen, Russ\u00adland zu vernichten. Gleichzeitig sollte durch Gespr\u00e4che zur F\u00f6rderung der Entwicklung von Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen Russ\u00adland zerst\u00fcckelt werden (der von den Amerikanern offiziell verwendete Begriff lautet: dekolonisieren).<\/p>\n<p>So haben die Sanktionen, die die russische Bev\u00f6lkerung, einschlie\u00dflich der <a href=\"https:\/\/www.lefigaro.fr\/international\/comptes-bancaires-bloques-insultes-vandalisme-le-quotidien-des-russes-de-france-20220422\">Auslandsrussen<\/a>, wie Flugverbindungen oder den Warenverkehr betreffen, <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/69390)\">Wladimir Putins Aussagen<\/a>, dass der Westen versuche, Russland zu zerst\u00f6ren, nur best\u00e4tigt. Die Ma\u00dfnahmen des Westens haben daher nur das Vertrauen der russischen Bev\u00f6lkerung in ihre F\u00fchrung gest\u00e4rkt. Die Popularit\u00e4t von Wladimir Putin, die im September 2022 bei 77\u2009% lag, stieg im Januar 2023 auf 82\u2009%.<\/p>\n<p>Es war ein strategischer Fehler, Russland nicht zum Jahrestag der Befreiung des Lagers Auschwitz einzuladen, sondern Vertreter einer Regierung, die die \u201eTaten\u201c von Stepan Bandera, einem Kollaborateur der Nazis w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, feiert. Eine weitere Gelegenheit f\u00fcr die Europ\u00e4er, der Gro\u00dfv\u00e4ter von Ursula von der Leyen, Olaf Scholz oder Chrystia Freeland zu gedenken. Das <a href=\"https:\/\/youtu.be\/I-yCq8M9ab0\">hat sogar Arno Klarsfeld schockiert<\/a>, einen Nazij\u00e4ger, der Russland nicht wohlgesonnen ist.<\/p>\n<p><em>Es ist offensichtlich, dass man von Seiten der Nato eine Eskalation des Krieges anstrebt. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, \u00e4u\u00dferte sich in einem Interview, dass man eine Atommacht, also Russland, nicht besiegen k\u00f6nne. Wie beurteilen Sie diese Aussage?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Zun\u00e4chst einmal m\u00fcssen wir mit den Begriffen genau sein. Einige Nato-L\u00e4nder sind in unterschiedlichem Ma\u00dfe in diesen Konflikt verwickelt, aber nicht die Nato als B\u00fcndnis oder als Struktur.<\/p>\n<p>Zweitens glaube ich nicht, dass die Nato-Staaten eine Eskalation herbeif\u00fchren wollen. Ihr Problem ist, dass sie in ihrem Narrativ gefangen sind und nicht wissen, wie sie daraus ausbrechen k\u00f6nnen, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Wir haben bereits in fr\u00fcheren Interviews gesehen, dass das offizielle Narrativ lautet, dass die Ukraine den Krieg gewinnt und Russland ihn verliert. Doch heute zeigt die Realit\u00e4t auf dem Schlachtfeld, dass dies schon lange nicht mehr stimmt. Gerade heute br\u00e4uchte man ein glaubw\u00fcrdiges neutrales Land, das den Ukrainern, dem Westen und den Russen einen Ausweg aus dieser Krise bieten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ich bin mir nicht sicher, ob man eine Atommacht nicht besiegen kann. Niemand ist unbesiegbar. Es stellen sich zwei Fragen: \u201eZu welchem Preis?\u201c und \u201eSteht der zu zahlende Preis in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zu dem Nutzen, den man daraus zieht?\u201c<\/p>\n<p>Nehmen wir an, dass Russland eine Diktatur ist, <a href=\"https:\/\/www.institutmontaigne.org\/analyses\/la-chute-de-la-maison-russie\">was sogar erbitterte Anti-Putin-Analysten nicht behaupten wollen<\/a>. Ist ein Regimewechsel in Russland die Zerst\u00f6rung Europas wert? Ist das nicht ein Problem, das die Russen selber entscheiden und l\u00f6sen m\u00fcssen? Nun f\u00e4llt auf, dass die Popularit\u00e4t Wladimir Putins nur zunimmt und die Russen anscheinend keinen Regimewechsel anstreben. Tats\u00e4chlich hat die im Westen offen zu Tage getretene Russophobie das Vertrauen der russischen Bev\u00f6lkerung in Putin nur noch weiter gest\u00e4rkt. Man fragt sich fast, ob primitive und schwachsinnige Artikel \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/imperialismus-revanchismus-fetischismus-der-ukraine-krieg-ist-kein-krieg-zwischen-ethnien-sondern-zwischen-generationen-ein-gigantischer-oedipaler-konflikt-ld.1720903\">den \u201eFetisch\u201c des Buchstabens \u201eZ\u201c auf russischen Panzern<\/a> nicht dazu dienen sollen, den Widerstandswillen des russischen Volkes zu st\u00e4rken!<\/p>\n<p>Es ist leicht, mit dem Geld und dem Leben anderer Menschen Krieg zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><em>Wie hat Russland auf die verst\u00e4rkten Waffenlieferungen reagiert, und was k\u00f6nnte von russischer Seite die n\u00e4chste Eskalationsstufe sein?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Russlands Ziel ist es, die Bedrohung f\u00fcr die Menschen im Donbas und in Russland zu neutralisieren. Je mehr man also diese Bedrohung sch\u00fcrt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Konflikt beendet wird. Je gr\u00f6\u00dfer die Reichweite der Waffen ist, die man an die Ukraine liefert, desto mehr muss Russland die Tiefe des ukrainischen Territoriums kontrollieren. Das <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2022\/jul\/20\/russia-may-seek-to-occupy-more-territory-in-ukraine-says-foreign-minister\">sagte<\/a> Au\u00dfenminister Sergej Lawrow im Juli 2022, und das <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/russia-responds-west-reportedly-giving-ukraine-longer-range-weapons-1778546\">wiederholte<\/a> er am 2.\u2009Februar. Es w\u00e4re gut, wenn wir auf das h\u00f6ren w\u00fcrden, was die Russen sagen, anstatt \u00fcberrascht zu sein, wenn sie das tun, was sie angek\u00fcndigt haben!<\/p>\n<p>Derzeit tun wir alles, was wir k\u00f6nnen, um Russland dazu zu bringen, die Ukraine vollst\u00e4ndig zu zerst\u00f6ren. Was die Frage der \u201eAngreiferpr\u00e4mie\u201c betrifft, so h\u00e4tte man zwischen 2014 und 2022 dar\u00fcber nachdenken und das Minsker Abkommen umsetzen m\u00fcssen, was niemand \u2013 vor allem die Ukrainer \u2013 tun wollte!<\/p>\n<p><em>Die Ukraine verlangt jetzt zus\u00e4tzlich Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe von den Nato-Staaten. Halten Sie das f\u00fcr ein m\u00f6gliches Szenario?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Das westliche Verhalten ist so irrational, dass alles m\u00f6glich ist! Wir werden von fanatischen Dummk\u00f6pfen regiert, die das Massaker an der russischsprachigen Zivilbev\u00f6lkerung im Donbas zwischen 2014 und 2022 hingenommen haben, die Minsker Vereinbarungen unterzeichnet haben, obwohl sie wussten, dass sie diese nicht einhalten w\u00fcrden. Wie kann man sich vorstellen, dass sie in wenigen Monaten gereift sein k\u00f6nnten?<\/p>\n<p>Das Problem, den Ukrainern Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe zur Verf\u00fcgung zu stellen, besteht darin, dass sie weder \u00fcber Flugpl\u00e4tze noch \u00fcber sichere Milit\u00e4rh\u00e4fen zum Auftanken verf\u00fcgen. Sie m\u00fcssten daher auf Nato-Territorium stationiert werden. Mit anderen Worten w\u00fcrde dies eine direkte Beteiligung der Nato-Staaten an diesem Konflikt bedeuten.<\/p>\n<p>Die westlichen L\u00e4nder sind nicht wegen der Waffenlieferungen involviert, sondern wegen ihrer Einbindung in die Logistikkette der ukrainischen Armee. Wir befinden uns derzeit bereits an der Grenze, da die westlichen L\u00e4nder, insbesondere Frankreich und die USA, technisch gesehen Teil der ukrainischen Logistik sind, indem sie besch\u00e4digte Waffen reparieren und einen Munitionsstrom bereitstellen.<\/p>\n<p><em>Warum gibt es au\u00dfer Ihnen und General Kujat keine vern\u00fcnftigen Milit\u00e4rs, die sich f\u00fcr einen sofortigen Stopp des Krieges einsetzen, um dem Blutvergie\u00dfen ein Ende zu setzen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Hier muss man nuancieren. Zun\u00e4chst einmal muss daran erinnert werden, dass die Streitkr\u00e4fte in einem Rechtsstaat in der Regel der politischen Macht untergeordnet sind. Das Milit\u00e4r f\u00fchrt die Entscheidungen der politischen Macht aus, aber es ist nicht seine Aufgabe, die Politik zu machen. Dies erkl\u00e4rt, warum fast alle Milit\u00e4rs, die sich zu Wort melden, nicht mehr im Dienst sind.<\/p>\n<p>Abgesehen davon l\u00e4sst sich feststellen, dass Milit\u00e4rs im Allgemeinen eine differenziertere Sicht auf den Krieg haben als Politiker; dass angels\u00e4chsische Milit\u00e4rs eine ausgewogenere Sicht haben als ihre europ\u00e4ischen Kollegen; und dass Europ\u00e4er aus dem \u201ealten \u00adEuropa\u201c (Westeuropa) den Konflikt professioneller analysieren als ihre Kollegen aus dem \u201eneuen Europa\u201c (Osteuropa), wie Donald Rumsfeld es ausdr\u00fccken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Problem ist die geistige Unabh\u00e4ngigkeit, mit der das Milit\u00e4r arbeitet. Ein Milit\u00e4r muss mit den Realit\u00e4ten des Feldes arbeiten, um das von der Politik vorgegebene Ziel zu erreichen. Das Problem ist, dass im Westen niemand wei\u00df, was in der Ukraine erreicht werden soll. In der Schweiz scheint die Meinung des Milit\u00e4rs der Propaganda aus Kiew nachgebildet zu sein. Zusammenfassend k\u00f6nnte man sagen, dass je weniger operative Erfahrung man hat, desto wichtiger ist das, was Kiew sagt, in der Analyse.<\/p>\n<p><em>Hat das Schweizer Milit\u00e4r Sie einmal kontaktiert, um von Ihren Erfahrungen und Analysen zu profitieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Baud:<\/strong> Nein, niemals. Aber man muss auch die positive Seite sehen! Wenn ich die miserable Qualit\u00e4t des <a href=\"https:\/\/www.newsd.admin.ch\/newsd\/message\/attachments\/72369.pdf\">\u201eSicherheitsberichts Schweiz 2022\u201c<\/a> sehe, der im September ver\u00f6ffentlicht wurde, bin ich froh, dass ich nicht beteiligt war! Ich bedauere nur, dass dieser Bericht nicht die richtigen Schl\u00fcsse zieht und letztendlich den Interessen der Schweiz zuwiderl\u00e4uft!<\/p>\n<p><em>#Bild: Zerst\u00f6rungen bei Maryinka. Bild: StratCom_AFU <\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/deutschland-zahlt-den-preis-fuer-den-von-den-amerikanern-gegen-russland-gefuehrten-krieg\/\"><em>overton-magazin.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 11. Februar 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Kaiser. Jacques Baud \u00fcber die nach seiner Sicht von Medien und Politikern verzerrte milit\u00e4rische Lage in der Ukraine und warum diese missbraucht wurde, um zu versuchen, Russ\u00adland zu vernichten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12600,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6],"tags":[39,41,18,22,27,19,46],"class_list":["post-12598","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","tag-deutschland","tag-europa","tag-imperialismus","tag-politische-oekonomie","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12598"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12601,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12598\/revisions\/12601"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}