{"id":12624,"date":"2023-02-15T16:20:08","date_gmt":"2023-02-15T14:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12624"},"modified":"2023-02-15T16:20:09","modified_gmt":"2023-02-15T14:20:09","slug":"portugals-antikrisenbewegung-mit-grossdemos-und-streiks-seit-oktober-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12624","title":{"rendered":"<strong>Portugals Antikrisenbewegung mit Gro\u00dfdemos und Streiks seit Oktober 2022<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Dossier. <\/em>In Portugal hat die Inflation dazu gef\u00fchrt, dass der Mindestlohn real an Wert verliert. Als sie einsetzte, waren viele Menschen noch nicht mal mit den Konsequenzen der Pandemie, geschweige denn der vorherigen K\u00fcrzungswelle fertig geworden. Zwar plant die Regierung der Partido Socialismo bis 2030 ein Programm, das 600.000 Menschen aus der Armut holen soll, aber<!--more--> das ist angesichts der aktuellen Entwicklung mit den klassischen Reformpl\u00e4nen schwer umzusetzen (siehe dazu auch den port. <a href=\"https:\/\/expresso.pt\/sociedade\/2022-10-16-Pobreza-inflacao-esta-a-encolher-salario-minimo-de-705-para-639-por-mes-1b51f8d6\">Artikel von Raquel Albuquerque vom 17. Oktober 2022 im Expresso.pt<\/a> (\u201ePobreza: infla\u00e7\u00e3o est\u00e1 a \u2018encolher\u2019 sal\u00e1rio m\u00ednimo de \u20ac705 para \u20ac639 por m\u00eas\u201d). Als Reaktion hatte der gr\u00f6\u00dfere Gewerkschaftsdachverband CGTP-IN f\u00fcr den 15. Oktober 2022 erste Demonstrationen in Porto, Lissabon und Funchal organisiert. F\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst ruft die Gewerkschaft Frente Comum de Sindicatos (FC) zu einem landesweiten Streik am 18. November \u2013 einem Tag vor der Haushaltsabstimmung \u2013 auf. Hierzu weitere Details:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Mehr Geld und Preiskontrollen. Portugal: Inflation bef\u00f6rdert Streikwelle im Bildungs- und Gesundheitssektor, im Verkehr und der Verwaltung \u2013 Protesttag am 9. Februar <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201e<em>Unbeachtet von den Konzernmedien findet in Portugal zur Zeit eine Reihe von Streiks und Demonstrationen statt, die das Land jeden zweiten Tag lahmlegen. Am Donnerstag rief der gr\u00f6\u00dfte Gewerkschaftsbund CGTP, der der kommunistischen Partei nahesteht, zu einem landesweiten Protesttag in verschiedenen Bereichen innerhalb des \u00f6ffentlichen Dienstes und der privaten Wirtschaft auf. In mindestens 16 St\u00e4dten fanden Demonstrationsz\u00fcge statt. Die Portugiesen fordern h\u00f6here L\u00f6hne und Renten, einen Ausgleich f\u00fcr die Inflation sowie unterschiedliche Verbesserungen \u2013 je nach Sektor. In zahlreichen \u00f6ffentlichen und privaten Arbeitsst\u00e4tten fanden Kundgebungen statt. Die CGTP-Generalsekret\u00e4rin Isabel Camarinha k\u00fcndigte am Donnerstag in Lissabon vor Pressevertretern eine \u00bbsehr gro\u00dfe Intensivierung des Kampfes\u00ab an, den man angesichts der \u00bbVerschlechterung des Lebens und Arbeitsbedingungen\u00ab f\u00fchren m\u00fcsse. Die Gewerkschaft fordert eine Erh\u00f6hung der L\u00f6hne um mindestens zehn Prozent. Der Mindestlohn solle auf 850 Euro monatlich angehoben werden. Derzeit liegt er bei 740 Euro brutto. Die Preise und Gewinne in der Finanz-, Logistik- und Energiebranche m\u00fcssen nach dem Willen der Gewerkschaft kontrolliert werden.<br \/>\nK\u00e4mpfe finden gerade in mehreren Branchen statt. Im Bahnverkehr begannen letzten Mittwoch Arbeitsniederlegungen, die bis zum 21. Februar andauern sollen. Am landesweiten Protesttag am vergangenen Donnerstag war der Streik der staatlichen Eisenbahngesellschaft Comboios de Portugal (CP) \u00bbvollst\u00e4ndig\u00ab, wie die konservative Tageszeitung Diario de Noticias meldete. An dem Tag fuhren laut CP lediglich sieben Z\u00fcge von geplanten 1.182. Ant\u00f3nio Domingues vom Nationalen Verband der Lokf\u00fchrer der portugiesischen Eisenbahnen (SMAQ) erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, der Vorschlag des Unternehmens betrage weniger als die H\u00e4lfte von dem, was 2022 an Inflation zu verzeichnen war. Er w\u00fcrde Reallohnk\u00fcrzungen bedeuten, die drastischer w\u00e4ren als die, die sie w\u00e4hrend des Diktats der Troika von EU-Kommission, Europ\u00e4ischer Zentralbank und IWF hinnehmen mussten.<br \/>\nDie portugiesischen Lehrer, die seit Monaten protestieren, haben erneut einen Streik f\u00fcr den 2. und 3. M\u00e4rz angek\u00fcndigt. Am Sonnabend demonstrierten 150.000 von ihnen in Lissabon. Auf der anschlie\u00dfenden Kundgebung auf dem Pra\u00e7a do Com\u00e9rcio appellierte CGTP-Generalsekret\u00e4rin Camarinha an die Regierung, dass diese sich nicht nur auf Zahlen fokussieren d\u00fcrfe. Schule, Gesundheitswesen und andere \u00f6ffentliche Dienstleistungen verl\u00f6ren so an Qualit\u00e4t. Es findet eine \u00bbDesinvestition und Unterfinanzierung statt, basierend auf einem Haushalt, der nur f\u00fcr die gro\u00dfen M\u00e4chte der Europ\u00e4ischen Union richtig ist, aber nicht f\u00fcr die Portugiesen und f\u00fcr die Entwicklung unseres Landes<\/em>\u00ab. <em>(\u2026) Geplant sind weitere Arbeitsniederlegungen im Gesundheitswesen sowie in der Verwaltung. Am 8. und 9. M\u00e4rz sollen die \u00c4rzte streiken<\/em>\u2026\u201c <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/444904.teuerung-mehr-geld-und-preiskontrollen.html\">Artikel von Carmela Negrete in der jungen Welt vom 14.02.2023<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Siehe <a href=\"https:\/\/www.cgtp.pt\/\">beim Gewerkschaftsbund CGTP<\/a> eine Video- und Fotogalerie der Streiks und Kundgebungen gegen die hohe Inflation und f\u00fcr Lohnerh\u00f6hungen am 9. Februar und ebd. <a href=\"https:\/\/www.cgtp.pt\/informacao\/comunicacao-sindical\/18487-pelo-aumento-geral-dos-salarios-2\">den Aufruf<\/a><\/li>\n<li>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/?p=208909\">Mehr Respekt, mehr Gehalt: Lehrkr\u00e4ftestreik in Portugal mobilisiert Tausende f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Portugal: Landesweiter Streik im \u00f6ffentlichen Dienst gegen steigende Lebenshaltungskosten<br \/>\n<\/strong>\u201e<em>Am Freitag, dem 18. November, hatten die Gewerkschaften in Portugal zu einem eint\u00e4gigen Streik der Besch\u00e4ftigten des \u00f6ffentlichen Dienstes aufgerufen. Betroffen war das Gesundheitswesen, viele Schulen blieben geschlossen und der M\u00fcll blieb liegen. Der Streik fand statt eine Woche bevor die Regierung den neuen Staatshaushalt beschlie\u00dfen wird. Die Gewerkschafter beklagen, dass durch die Preissteigerungen die Besch\u00e4ftigten bereits einen Monatslohn verloren haben. Die Gewerkschaften fordern 10 Prozent mehr Lohn angesichts der 10-Prozent-Inflation, die Regierung hat eine Lohnerh\u00f6hung von 3,6 Prozent vorgesehen und erkl\u00e4rt, n\u00e4chstes Jahr werde die Inflation nur 4 Prozent betragen<\/em>!\u201c <a href=\"https:\/\/www.rf-news.de\/2022\/kw46\/landesweiter-streik-im-oeffentlichen-dienst-gegen-steigende-lebenshaltungskosten\">Meldung vom 19.11.2022 in den Rote-Fahne-News<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufruf der FC f\u00fcr einen landesweiten Streik im \u00f6ffentlichen Sektor am 18. November 2022<br \/>\n<\/strong><em>\u201eDer Gipfel der FC, der gestern tagte, bewertete den Verhandlungsprozess mit der Regierung und die Notwendigkeit, den Kampf der ArbeiterInnen zu entwickeln. Angesichts eines Vorschlags f\u00fcr Gehaltsanpassungen, der nicht unmittelbar auf den Kaufkraftverlust im Jahr 2022 reagiert und der f\u00fcr 2023 die Verarmung der Besch\u00e4ftigten der \u00f6ffentlichen Verwaltung weiter versch\u00e4rfen wird, beschloss die FC<br \/>\n1- Einberufung einer nationalen Vollversammlung f\u00fcr den 27. Oktober um 11 Uhr vor dem Parlament<br \/>\n2- Aufruf f\u00fcr einen landesweiten Streik der Besch\u00e4ftigten in der \u00f6ffentlichen Verwaltung f\u00fcr den 18. November<br \/>\nDie Frente Comum hat Vorschl\u00e4ge unterbreitet, n\u00e4mlich die reale Erh\u00f6hung der L\u00f6hne \u2013 10 % mit einem Minimum von 100 Euro \u2013 und bekr\u00e4ftigt, dass die Regierung Zeit, Raum und Haushaltsmittel hat, um auf die Probleme der Arbeitenden zu reagieren. Da wir uns keiner Zwangsl\u00e4ufigkeit gegen\u00fcbersehen, fordern wir von der Regierung Ma\u00dfnahmen, um diese Eskalation der Verarmung und des Abbaus des \u00f6ffentlichen Dienstes zu stoppen, da sie die soziale Funktion des Staates gef\u00e4hrden.\u201c <\/em><a href=\"https:\/\/fb.watch\/gcSTFY8Jly\/\">Facebook-Post der FC vom 17. Oktober 2022<\/a> (pt.)<br \/>\n<em>\u201eEs wird immer schwieriger, ein Gehalt zu strecken, das nicht bis zum Monatsende reicht, w\u00e4hrend sich allein in der ersten H\u00e4lfte dieses Jahres die Gewinne der wichtigsten Banken, Wirtschaftskonzerne in Handel und Dienstleistungen und Energie, im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt haben und 2,3 Milliarden Euro erreichten\u201c <\/em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/frentecomum.oficial\/photos\/pcb.633864431602658\/633863631602738\/\">Facebook-Post der FC vom 12. Oktober 2022<\/a> (pt.)<\/li>\n<li><strong>Tausende demonstrierten am 15. Oktober 2022 in Lissabon und Porto gegen den sozialen Notstand<br \/>\n<\/strong><em>\u201eUnter dem Slogan \u201eGehalts- und Rentenerh\u00f6hungen nationaler Notstand! Gegen den Anstieg der Lebenshaltungskosten und den Angriff auf die Rechte\u201c waren heute Nachmittag Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Lissabon und Porto auf den Stra\u00dfen und zeigten ihre Unzufriedenheit und den organisierten Kampf, der von den Arbeitspl\u00e4tzen ausging, vereint und mit der Zuversicht, dass die allgemeine Erh\u00f6hung der L\u00f6hne und Renten als entscheidende Elemente f\u00fcr die Aufwertung der Arbeit und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und f\u00fcr den Aufbau eines neuen Entwicklungsmodells des Landes m\u00f6glich, dringend und notwendig ist. Wir fordern sofortige Antworten auf die sich verschlechternde Situation der Arbeitenden und Rentner:innen durch den brutalen Anstieg der Lebenshaltungskosten\u2026\u201c <\/em><a href=\"http:\/\/www.cgtp.pt\/informacao\/comunicacao-sindical\/18049-milhares-de-trabalhadores-na-rua-pelo-aumento-dos-salarios-e-das-pensoes\">Pressemitteilung der CGTP-IN vom 15. Oktober 2022<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>(\u201eMilhares de trabalhadores na rua pelo aumento dos sal\u00e1rios e das pens\u00f5es\u201d)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>F\u00fcr die Erh\u00f6hung von L\u00f6hnen und Renten: CGTP-IN demonstriert in Porto und Lissabon<br \/>\n<\/strong><em>\u201eDie CGTP-IN ruft f\u00fcr diesen Samstag zu einer landesweiten Demonstration unter dem Motto \u201eL\u00f6hne und Renten anheben \u2013 nationaler Notstand! Gegen die steigenden Lebenshaltungskosten und den Angriff auf die Rechte\u201c. Laut der Zentralgewerkschaft zielt der Protest darauf ab, die \u201esofortige Reaktion auf die Forderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Erh\u00f6hung der Geh\u00e4lter aller Besch\u00e4ftigten um 90 Euro, au\u00dferordentliche Erh\u00f6hungen, auch von Geh\u00e4ltern, die zwar aktualisiert wurden, deren Revision aber bereits von der Inflation aufgezehrt wurde\u201c zu fordern. (\u2026) Es sei daran erinnert, dass die CGTP sich geweigert hat, die im Rahmen des Sozialen Dialogs erzielte mittelfristige Vereinbarung \u00fcber Einkommen, L\u00f6hne und Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu unterzeichnen, und auch die Ma\u00dfnahmen im Staatshaushalt kritisiert hat\u2026\u201c <\/em><a href=\"https:\/\/rr.sapo.pt\/noticia\/pais\/2022\/10\/15\/cgtp-sai-a-rua-em-manifestacao-nacional\/303770\/\">Agenturmeldung von sapo vom 15. Oktober 2022<\/a> (\u201eCGTP sai \u00e0 rua em manifesta\u00e7\u00e3o nacional\u201c)<\/li>\n<li><strong>Aufruf der CGTP-IN f\u00fcr die Demonstrationen am 15. Oktober 2022 \u2013 u.a. f\u00fcr einen Mindestlohn von 800 Euro<br \/>\n<\/strong><em>\u201eDer Kontext, in dem wir leben, ist durch einen brutalen Transfer des von den Arbeitenden geschaffenen Wohlstands an das Kapital gekennzeichnet. Nach Jahren der Ausbeutung der Pandemie nutzt das Kapital Krieg und Sanktionen, Inflation und Spekulation, um die Ausbeutung zu steigern, mehr Gewinne anzuh\u00e4ufen und mehr Macht und Reichtum zu konzentrieren. W\u00e4hrend Arbeitende und Rentner:innen an Kaufkraft verlieren und ihre Lebensbedingungen weiter verschlechtert werden, scheffelt das Gro\u00dfkapital weiterhin gigantische Dividenden. Das Geld, das der Mehrheit fehlt, bleibt f\u00fcr die kleine Minderheit \u00fcbrig, die Unternehmen und strategische Sektoren kontrolliert. Der von der Regierung vorgelegte \u201ePlan zur Bew\u00e4ltigung des Preisanstiegs\u201c geht nicht auf die strukturellen Probleme des Landes ein und ist v\u00f6llig unzureichend, um die allt\u00e4glichen Schwierigkeiten der Arbeitende und Rentner:innen zu l\u00f6sen. Ein Plan, der die Gewinne der gro\u00dfen Unternehmen und der Wirtschafts- und Finanzgruppen unangetastet l\u00e4sst, der den brutalen Transfer des von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geschaffenen Reichtums an das Kapital, der sich in diesem Jahr versch\u00e4rft hat, nicht umkehrt und der die sich versch\u00e4rfenden Ungleichheiten nicht beseitigt. Die Zuweisung von 125 \u20ac f\u00fcr jede Person mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von bis zu 2.700 \u20ac, 50 \u20ac f\u00fcr jedes Kind\/jeden Jugendlichen und eine halbe Rente f\u00fcr Rentner sind sehr unzureichende Ma\u00dfnahmen. Diese Betr\u00e4ge, die nicht ausreichen, um den in den ersten 10 Monaten dieses Jahres aufgelaufenen Kaufkraftverlust auszugleichen, m\u00f6gen den Monat Oktober entlasten, aber sie vernachl\u00e4ssigen die Tatsache, dass die Bed\u00fcrfnisse der Arbeitenden und ihrer Familien, die nicht einmalig, sondern dauerhaft sind, nur mit einer allgemeinen Lohnerh\u00f6hung erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Was die Rentnerinnen und Rentner betrifft, so ist eine sofortige au\u00dferordentliche Erh\u00f6hung aller Renten erforderlich, die die Kaufkraft wiederherstellt und ihre Aufwertung sicherstellt, und keine Ma\u00dfnahmen, die scheinbar mit der einen Hand etwas geben, aber mit der anderen viel mehr nehmen!<br \/>\nAuf der anderen Seite haben die Regierung, die Arbeitgeber und die UGT eine \u201eVereinbarung\u201c unterzeichnet, deren angebliches Ziel es ist, die Einkommen, L\u00f6hne und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu verbessern, was ein Fehler ist. In der Privatwirtschaft werden die L\u00f6hne nicht per Dekret, sondern durch Tarifverhandlungen festgelegt, und in dem vorgelegten Text unternimmt die Regierung nichts, um die Hindernisse zu beseitigen, die Tarifverhandlungen blockieren und Erpressungen durch Arbeitgeber erm\u00f6glichen. Es ist offensichtlich, wie die Arbeitgeber das Verfallsdatum nutzen, um zu versuchen, den Verlust von Rechten durchzusetzen und das Fehlen des Grundsatzes der g\u00fcnstigsten Behandlung der Arbeitnehmerin\/des Arbeitnehmers auszunutzen, um zu versuchen, Arbeitsbedingungen unterhalb des allgemeinen Rechts festzulegen. (\u2026)<br \/>\nHeute, bei dieser landesweiten Demonstration, bringen wir unsere Unzufriedenheit und den organisierten Kampf aus den Betrieben auf die Stra\u00dfe, vereint und mit der Zuversicht, dass die allgemeine Erh\u00f6hung der L\u00f6hne und Renten als entscheidende Elemente f\u00fcr die Aufwertung der Arbeit und der Arbeitnehmer und f\u00fcr den Aufbau eines neuen Entwicklungsmodells des Landes m\u00f6glich, dringend und notwendig ist.<br \/>\nDeshalb und als Reaktion auf die sich verschlechternde Situation der Arbeitnehmer und Rentner aufgrund des brutalen Anstiegs der Lebenshaltungskosten fordern wir unverz\u00fcglich<br \/>\n\u2013 Die Erh\u00f6hung der L\u00f6hne f\u00fcr alle Arbeitnehmer um 90 \u20ac;<br \/>\n\u2013 Au\u00dferordentliche Erh\u00f6hungen von Geh\u00e4ltern, die aktualisiert wurden, deren \u00c4nderung aber bereits von der Inflation aufgefangen wurde;<br \/>\n\u2013 Die au\u00dferordentliche Erh\u00f6hung des nationalen Mindestlohns auf 800<br \/>\n\u2013 Die au\u00dferordentliche Erh\u00f6hung aller Renten und Pensionen, die die Kaufkraft wiederherstellt und ihre Valorisierung gew\u00e4hrleistet<br \/>\n\u2013 Die Erh\u00f6hung der Sozialhilfezahlungen;<br \/>\n\u2013 Die Aufhebung der sch\u00e4dlichen Normen der Arbeitsgesetzgebung;- Die Festlegung von Preisobergrenzen f\u00fcr wichtige Waren und Dienstleistungen;<br \/>\n\u2013 Die Erhebung einer Steuer auf die kolossalen Gewinne der gro\u00dfen Unternehmen;<br \/>\nHeute, am 15. Oktober, weisen wir auf dieser gro\u00dfen nationalen Demonstration den Angriff auf die Rechte zur\u00fcck und verpflichten uns, die Einheit zu st\u00e4rken und den Kampf f\u00fcr die Aufwertung der Arbeit und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme des Volkes und des Landes weiter zu intensivieren, indem wir alle Formen des Kampfes durchf\u00fchren, die zur Erreichung unserer Ziele notwendig sind\u2026\u201c <\/em><a href=\"http:\/\/www.cgtp.pt\/informacao\/comunicacao-sindical\/18047-resolucao-15-de-outubro-de-2022\">Protestresolution der CGTP-IN vom 15. Oktober 2022<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/portugal\/politik-portugal\/inflation-portugals-antikrisenbewegung-wieder-erwacht-grossdemos-und-streiks-seit-oktober-2022\/\"><em>labournet.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 15. Februar 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dossier. In Portugal hat die Inflation dazu gef\u00fchrt, dass der Mindestlohn real an Wert verliert. 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