{"id":12629,"date":"2023-02-16T10:24:58","date_gmt":"2023-02-16T08:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12629"},"modified":"2023-02-16T10:25:00","modified_gmt":"2023-02-16T08:25:00","slug":"haltung-oder-gleichmut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12629","title":{"rendered":"<strong>Haltung oder Gleichmut?<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Lorenza Colzato und Bernhard Hommel. <\/em><strong>Eines wissen wir ganz sicher: Die Chinesen werden \u00fcberwacht, haben Angst vor der Staatsmacht und leiden. Ist das wirklich so?<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht war das ein ganz gro\u00dfer Fehler! Das schoss uns durch den Kopf, als wir im Oktober 2022 in Shanghai landeten, um die kommenden vier Jahre<!--more--> an der <em>Shandong Normal University <\/em>in Jinan zu arbeiten. Im Zuge der Olympischen Winterspiele hatte sich die Berichterstattung \u00fcber China vervielfacht und niemand lie\u00df auch nur ein einziges gutes Haar an dem Land. Von sch\u00e4tzungsweise zw\u00f6lf Dokumentarsendungen \u00fcber China in der ARD-Mediathek waren alle, ohne jede Ausnahme kritisch \u00fcber die allgemeine Lage im Lande, die Organisation der Spiele, den Umgang mit der Corona-Pandemie, mit den Athleten und Berichterstattern und vieles, vieles mehr.<\/p>\n<p>Als einzigen positiven Aspekt in einer der Sendungen blieb uns die Bemerkung eines Athleten in Erinnerung, dass die freiwilligen Helfer doch eigentlich ganz nett zu ihnen gewesen w\u00e4ren. Im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft wurden weitere Berichte \u00fcber die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in China gedruckt und gesendet\u2014positive Meldungen irgendwelcher Art sind uns allerdings nicht in Erinnerung.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Berichterstattung mit dem Facebook-Daumen<\/strong><\/p>\n<p>Ganz anders der chinesische Umgang mit anderen L\u00e4ndern. Des Chinesischen noch nicht m\u00e4chtig, m\u00fcssen wir uns zun\u00e4chst auf englischsprachige Ver\u00f6ffentlichungen der chinesischen Seite beschr\u00e4nken; aber in China lebende chinesisch sprechende europ\u00e4ische Freunde konnten unsere Beobachtungen bislang unabh\u00e4ngig best\u00e4tigen. Chinesen sind sowohl privat als auch in der \u00f6ffentlichen Kommunikation zun\u00e4chst einmal mit sich selbst besch\u00e4ftigt. China liegt Ihnen am Herzen, andere L\u00e4nder interessieren sie in der Regel weniger.<\/p>\n<p>Obwohl sie beispielsweise Deutschland wegen ihrer Wissenschaft, ihrer Technologie, ihrer Produkte und, kurioserweise, ihrer Eisenbahn besonders sch\u00e4tzen und bewundern. Vor allem haben sie keine Ratschl\u00e4ge parat, wie andere L\u00e4nder sich verhalten und wof\u00fcr sie sich interessieren sollten. Einige wichtige Sendungen befassen sich sehr wohl mit der Frage, wie andere L\u00e4nder China einsch\u00e4tzen, welche Tipps f\u00fcr die Entwicklung des Landes sie haben und wie sie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes prognostizieren. In diesem Zusammenhang wurde zum Beispiel Rudolf Scharping, von dem wir seit Jahren nichts mehr geh\u00f6rt haben, in einem ausf\u00fchrlichen englischen Interview zurate gezogen. Aber Ratschl\u00e4ge f\u00fcr andere haben Chinesen in der Regel nicht anzubieten. Sie halten das f\u00fcr deren Sache, so unser Eindruck.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Deutsche und die deutschen Medien ist es dagegen von immenser Bedeutung, \u201eHaltung zu zeigen\u201c\u2014immer, \u00fcberall und zu jedem Thema. Jede zweite \u00c4u\u00dferung deutscher Au\u00dfenpolitiker befasst sich mit der Frage, wie andere L\u00e4nder sich verhalten sollten, was sie alles falsch machen, warum das eine sehr schlechte Sache sei und wie Deutschland darauf reagieren m\u00fcsse. Auch die Berichterstattung operiert unentwegt mit dem Facebook-Daumen, der allerdings in Bezug auf andere L\u00e4nder in der Regel nach unten zeigt. Dabei stellen sich uns als Psychologen die folgenden drei Fragen.<\/p>\n<p><strong>Zeitlich verz\u00f6gerte Bilder aus Katar?<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Frage betrifft den Wahrheitsgehalt des deutschen Umgangs mit anderen. Schlie\u00dflich k\u00f6nnte es sein, dass tats\u00e4chlich in Deutschland alles super l\u00e4uft und in fast allen anderen L\u00e4ndern eben nicht. Dann w\u00e4re eine gewisse Asymmetrie in der Berichterstattung unvermeidlich, weil sie schlichtweg die Realit\u00e4t abbilden w\u00fcrde. Sp\u00e4testens seit den folgenden zwei Beobachtung haben wir daran allerdings erhebliche Zweifel.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der M\u00e4nner-Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft in Katar verfolgten wir eine Reihe von Spielen im chinesischen Fernsehen. Gleichzeitig unternahmen wir den Versuch, deutschsprachige Kommentare der Spiele im Internet ausfindig zu machen, um etwas mehr Hintergrundinformationen zu bekommen. Wobei wir in der ARD-App und anderswo auf die offenbar hochrangige Meldung stie\u00dfen, dass die chinesische Regierung die \u00dcbertragung aus Katar zeitlich verz\u00f6gern w\u00fcrde, um Bilder mit Zuschauern ohne Maske herauszuschneiden (um Kritik an ihrer Coronapolitik zu vermeiden).<\/p>\n<p>Wenn man auch nur eine grobe Ahnung h\u00e4tte, wie zeitaufw\u00e4ndig eine derartige Zensurma\u00dfnahme schon rein technisch w\u00e4re, was man bei Angestellten der ARD eigentlich voraussetzen sollte, h\u00e4tte diese Meldung eigentlich Skepsis ausl\u00f6sen m\u00fcssen. Auch kann man sich fragen, auf welchen zwei unabh\u00e4ngigen Quellen eine derartige Nachricht beruhen k\u00f6nnte. Noch schwerwiegender war jedoch die Tatsache, dass die \u00dcbertragungen im chinesischen Fernsehen und in der ARD-Mediathek praktisch synchron liefen und, nat\u00fcrlich, in beiden jede Menge unmaskierte Fans zu sehen waren. Von der vermeintlichen Zensur also keine Spur.Die andere Beobachtung bezieht sich auf die Berichte \u00fcber Demonstrationen gegen die <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/gesellschaft\/der-grassierende-corona-humor-im-reich-der-mitte\/\">Coronama\u00dfnahmen in China<\/a>.<\/p>\n<p>Bei n\u00e4herem Nachlesen war lediglich von \u201ehunderten\u201c von Demonstranten die Rede, und dies offenbar nur in Peking und Shanghai, was bei einer Bev\u00f6lkerung von knapp anderthalb Milliarden nicht unbedingt so beeindruckend klingt, als dass sich eine chinesische Regierung davon einsch\u00fcchtern lassen w\u00fcrde. Zudem waren die Demonstranten ausschlie\u00dflich im Dunkeln und von hinten abgebildet, in Gruppen von ungef\u00e4hr 15 Personen. Wenig sp\u00e4ter war dann in mehreren Medien davon die Rede, dass die chinesische Regierung \u201enach Protesten\u201c die Coronama\u00dfnahmen eingestellt h\u00e4tte, was ohne jeden Beleg eine kausale Beziehung zwischen diesen zwei Beobachtungen suggeriert. Und, so bef\u00fcrchten wir, auch durchaus suggerieren soll. Mit der Wahrheit hat auch die Frage zu tun, was eigentlich nicht berichtet wird \u2013damit werden wir uns in weiteren Beitr\u00e4gen noch detailliert besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Ausgerechnet Deutschland!<\/strong><\/p>\n<p>Die zweite unserer Fragen ist schwerer zu beantworten: warum machen deutsche Medien das? Woher haben sie das Mandat zur Emp\u00f6rung \u00fcber andere? England h\u00e4tte sich aufgrund seiner jahrhundertealten demokratischen Tradition ein gewisses Recht verdient, und auch Frankreich und die Vereinigten Staaten haben sich historische Verdienste in diesem Bereich erworben (und durch ihre kolonialen Machenschaften auch wieder verspielt).<\/p>\n<p>Aber Deutschland, das sich vor historisch noch nicht allzu langer Zeit ohne eigenes Bem\u00fchen durch Andere in eine demokratische Verfassung hat zwingen lassen m\u00fcssen? Ausgerechnet wir sind jetzt wieder diejenigen, die ganz genau wissen, an welchem Wesen die Welt zu genesen hat?<\/p>\n<p>Ausgerechnet Deutschland, das sich vor gut 100 Jahren die politische Schw\u00e4che der chinesischen Regierung dadurch zu Nutze machte, dass es ihr das Kiautschou-Gebiet abpresste? Erst pl\u00fcndern wir andere L\u00e4nder aus, und dann erkl\u00e4ren wir ihnen, wie sie mit durch uns mitverschuldetem Hunger und wirtschaftlicher Not umzugehen haben? Warum Politiker und Medienschaffende das f\u00fcr eine angemessene Idee halten, ist schwer zu verstehen. Es scheint, als ob wir unsere fr\u00fchere, erst obrigkeitsgl\u00e4ubige und dann offen faschistische Gesinnung nachtr\u00e4glich mustersch\u00fclerhaft \u00fcberkompensieren wollen. Das ist verst\u00e4ndlich, und auch ein bisschen sympathisch, aber dass andere L\u00e4nder daf\u00fcr nicht b\u00fc\u00dfen wollen, kann man irgendwie auch verstehen.<\/p>\n<p>Noch wichtiger erscheint uns allerdings die dritte Frage: was macht das alles mit uns? Auch hinsichtlich dieser Frage haben uns zwei Beobachtungen weitergeholfen. Zum einen ist es f\u00fcr einen Europ\u00e4er auff\u00e4llig, wie ruhig, gleichm\u00fctig und besonnen Chinesen im Alltag agieren. Und dies selbst unter extremen Bedingungen, wie w\u00e4hrend der Coronama\u00dfnahmen. In Jinan stiegen die Fallzahlen im November hinreichend an, um drastischere Ma\u00dfnahmen auszul\u00f6sen. Teile der Stadt und das universit\u00e4re Gebiet wurden abgesperrt, Restaurants geschlossen, und nur wenige Gesch\u00e4fte f\u00fcr den allt\u00e4glichen Bedarf blieben ge\u00f6ffnet. F\u00fcr die nun t\u00e4glichen PCR-Tests standen die Leute in unserem Viertel oft 1-2 Stunden an, manchmal bei -10\u00b0. Dies ohne irgendwelche Entgleisungen, bei freundlichen Gespr\u00e4chen auf der Stra\u00dfe, mit spontan auftauchenden H\u00e4ndlern, die Wartende mit frisch zubereitetem Popcorn und N\u00fcssen versorgten, und dass man \u00e4ltere Leute vorlie\u00df, die nicht gut zu Fu\u00df waren, war selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p><strong>Gleichmut aus Fernost<\/strong><\/p>\n<p>Es ist dieser scheinbar unendliche Gleichmut, diese Geduld und diese enorme Anpassungsf\u00e4higkeit, die uns zunehmend auffiel. Zun\u00e4chst im Gegensatz, im offensichtlichen Kontrast zu unserer eigenen Art, unserer eigenen Ungeduld, unserer Zielstrebigkeit, auch in Situationen, in denen sie gar keine Funktion haben kann, weil die Umst\u00e4nde es nicht zulassen. Zun\u00e4chst konnten wir kaum verstehen, warum sich eigentlich niemand aufregt, sich wenigstens beklagt, die Umst\u00e4nde anprangert, auf seinem Recht besteht. Die in deutschen Medien vielfach unterstellten \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen schienen es nicht zu sein, die die Menschen von all dem abhielten, denn bis heute haben wir noch keine Kameras, polizeilichen Ma\u00dfnahmen, Regelkontrollen o. \u00e4. mehr in der \u00d6ffentlichkeit ausfindig machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Weder Aufruhr, noch Demonstrationen haben wir wahrgenommen, und die paar Ordnungskr\u00e4fte, denen wir habhaft werden konnten, waren mit Einlasskontrolle besch\u00e4ftigt. Aber dann machten wir unsere zweite Beobachtung: diese Einstellung ist offenbar ansteckend. Nach einigen Wochen, manchmal schon nach einigen Tagen im Land merkt man n\u00e4mlich selbst als Europ\u00e4er, wie der eigene Gleichmut beinah t\u00e4glich zunimmt. Wie man ruhiger wird, geduldiger, mit sich selbst und mit anderen.<\/p>\n<p>Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Selbstbeobachtung nicht unplausibel. Im Vergleich zu anderen Primaten verf\u00fcgen Menschen \u00fcber gut funktionierende F\u00e4higkeiten zur Selbstkontrolle. Wir k\u00f6nnen uns langfristig Dinge vornehmen, Pl\u00e4ne entwickeln und diese Pl\u00e4ne auch langfristig verfolgen. Weil wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und alles andere ausblenden k\u00f6nnen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Emotionen ausl\u00f6sende Reize. Emotionale Reize k\u00f6nnen sich alte, fest verdrahtete Hirnstrukturen zu Nutze machen, wie die Amygdala, die urspr\u00fcnglich zur besonders schnellen und effektiven Vermeidung von nat\u00fcrlichen Gefahren, wie zum Beispiel Schlangen oder Spinnen, gedient haben.<\/p>\n<p>Durch das richtige \u201eFraming\u201c braucht es daf\u00fcr gar nicht mal Reize, die selbst emotionalen Gehalt haben. Denn Reize werden in der Regel nicht objektiv, nicht ausschlie\u00dflich in Bezug auf ihren tats\u00e4chlichen Informationsgehalt verarbeitet, sondern in Bezug auf und relativ zu unseren Erwartungen. So wird der Gewinn eines Geldbetrags dann von einem positiven zu einem negativen emotionalen Erlebnis, wenn wir eigentlich einen h\u00f6heren Betrag erwartet haben. Je weniger wir also erwarten, je bescheidener wir sind, desto gl\u00fccklicher und zufriedener kann uns eine Erfahrung machen. Und umgekehrt: je mehr wir erwarten, je h\u00f6her unsere Anspr\u00fcche sind, desto mehr Entt\u00e4uschungen werden wir notwendigerweise erfahren, desto ungl\u00fccklicher und unzufriedener werden wir.<\/p>\n<p><strong>Bis zehn z\u00e4hlen?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Binsenweisheit, in der Tat, aber vielleicht auch eine Perspektive f\u00fcr eine sch\u00f6nere, ges\u00fcndere Zukunft. Denn je mehr wir uns anma\u00dfen, ungeachtet unseres Wissens und unserer Kompetenz zu allem eine Haltung zu haben, eine Haltung haben zu m\u00fcssen, ein gewisserma\u00dfen nat\u00fcrliches Recht zur Beurteilung von allem und jedem zu haben, je h\u00f6her unsere Anspr\u00fcche an andere, deren Einhaltung wir weder kontrollieren noch beeinflussen k\u00f6nnen, desto ungl\u00fccklicher, desto emp\u00f6rter, w\u00fctender m\u00fcssen wir werden.<\/p>\n<p>Warum sollten wir das f\u00fcr eine gute Idee halten? Welches Mandat, welches Verdienst gibt uns das Recht, andere selbstbestimmte V\u00f6lker mit unseren eigenen, erst relativ kurzfristig erworbenen moralischen Einsichten zu behelligen und uns unentwegt in die Art und Weise einzumischen, wie sie ihre zum Teil gewaltigen Probleme l\u00f6sen. Probleme, die wir oft mitverschuldet haben und f\u00fcr deren L\u00f6sung wir noch keinerlei Kompetenz haben nachweisen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Wir verstehen schon, dass dieser Gedanke im Endeffekt auch zur v\u00f6lligen Gleichg\u00fcltigkeit, zur Amoralit\u00e4t f\u00fchren kann\u2014mit fatalen Folgen. Das ist bei den Chinesen aber keineswegs der Fall, also muss es auch Mittelwege geben. Vielleicht haben sie ja gelernt, das bekannte (wahlweise Franz von Assisi oder Reinhold Niebuhr zugeschriebene) Gelassenheitsgebet in ihren Alltag zu integrieren, in dem man um die Gelassenheit bittet, Dinge hinzunehmen, die man nicht \u00e4ndern kann,\u00a0den Mut, Dinge zu \u00e4ndern, die man \u00e4ndern kann,\u00a0und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Ganz im Gegensatz zu uns. Lassen Sie uns damit experimentieren: wenn wir das n\u00e4chste Mal das Bed\u00fcrfnis haben, anderen zu erkl\u00e4ren, was und wie sie es tun sollen, und uns emp\u00f6ren wollen, wenn sie das nicht tun, wollen wir dann alle zun\u00e4chst mal bis zehn z\u00e4hlen?<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/leben-im-widerspruch\/haltung-oder-gleichmut\/\"><em>overton-magazin.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 15. Februar 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lorenza Colzato und Bernhard Hommel. 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