{"id":12789,"date":"2023-03-18T18:44:56","date_gmt":"2023-03-18T16:44:56","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12789"},"modified":"2023-03-18T18:44:57","modified_gmt":"2023-03-18T16:44:57","slug":"identitaetspolitik-eine-sackgasse-im-kampf-gegen-unterdrueckung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12789","title":{"rendered":"<strong>Identit\u00e4tspolitik: eine Sackgasse im Kampf gegen Unterdr\u00fcckung<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Funke. <\/em><strong>Wir erkl\u00e4ren, warum die heute so dominante \u00abIdentit\u00e4tspolitik\u00bb Frauen, LGBT oder Schwarze nicht von der Unterdr\u00fcckung befreien kann \u2013 egal wie radikal ihre Rhetorik manchmal sein mag. Was wir brauchen, sind die Methoden des revolution\u00e4ren Klassenkampfes.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die Krise des Kapitalismus gibt uns 1001 Gr\u00fcnde, in den Kampf zu treten gegen dieses verrottete System und seine schlimmsten Ausw\u00fcchse. Dazu geh\u00f6ren all die verschiedenen Formen von Unterdr\u00fcckung, die tief in der Klassengesellschaft verwurzelt sind: Frauenunterdr\u00fcckung, Rassismus, Unterdr\u00fcckung und Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und viele mehr.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren haben wir weltweit ein Aufbl\u00fchen der K\u00e4mpfe gegen verschiedene Formen der Unterdr\u00fcckung gesehen, teils mit einem echten Massencharakter. Das ist eine unglaublich inspirierende und gesunde Entwicklung! Sie birgt ein grosses revolution\u00e4res Potenzial in sich. Insbesondere in der Jugend gibt es auch in der Schweiz einen breit verankerten Willen, gegen Frauenunterdr\u00fcckung und alle Unterdr\u00fcckung zu k\u00e4mpfen. Es versteht sich von selbst, dass wir diesen Anspruch bedingungslos unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Aber wir m\u00fcssen auch die folgende Tatsache feststellen: In den Kreisen, die heute in den Bewegungen gegen Unterdr\u00fcckung den Ton angeben, dominieren Ideen und Methoden, die diese heroischen K\u00e4mpfe in eine Sackgasse f\u00fchren. Wir sprechen von der sogenannten \u00abIdentit\u00e4tspolitik\u00bb.<\/p>\n<p>Seien wir ganz klar: Wir lehnen diese Ideen nicht deshalb ab, weil wir <em>gegen <\/em>den Kampf f\u00fcr die Befreiung sind. Ganz im Gegenteil! Gerade <em>weil<\/em> wir es wirklich ernst meinen mit der Befreiung, ist es unsere absolute Pflicht<em>, <\/em>all jene Ideen zu bek\u00e4mpfen, die den Unterdr\u00fcckten im Kampf f\u00fcr die eigene Befreiung nicht nur nichts zu bieten haben, sondern diesem schaden.<\/p>\n<p>Als Marxisten k\u00e4mpfen wir gegen <em>alle <\/em>Formen der Unterdr\u00fcckung. Aber wir tun das von einem <em>Klassenstandpunkt<\/em> aus. Wir sagen: Der Kampf gegen Unterdr\u00fcckung kann nur als Teil des revolution\u00e4ren Kampfes der Arbeiterklasse siegreich sein. F\u00fcr den Sturz des Kapitalismus und f\u00fcr den Aufbau des Sozialismus!<\/p>\n<p><strong>Was ist Identit\u00e4tspolitik?<\/strong><\/p>\n<p>Die Identit\u00e4tspolitik als Mittel zur Bek\u00e4mpfung von Unterdr\u00fcckung setzt bei der \u00abIdentit\u00e4t\u00bb eines Individuums auf der Grundlage von gemeinsamen Erfahrungen der Unterdr\u00fcckung an: Frauen, Homosexuelle, Transmenschen, Schwarze und People of Colour etc.<\/p>\n<p>Ihre typischen Forderungen sind \u00abRepr\u00e4sentation\u00bb und \u00abSichtbarmachung\u00bb durch Methoden wie Quoten zur Bevorzugung unterdr\u00fcckter Gruppen (\u00abpositive Diskriminierung\u00bb), gendergerechte Sprache und \u00c4hnliches.<\/p>\n<p>Das Grundproblem der Identit\u00e4tspolitik kommt von ihrer verkehrten Methode, die wir in der Philosophie als \u00absubjektiven Idealismus\u00bb kennen. So basiert die Identit\u00e4tspolitik auf der Vorstellung, dass nur wer eine bestimmte Unterdr\u00fcckung selbst erf\u00e4hrt, sie auch verstehen kann: Nur Frauen k\u00f6nnen Frauenunterdr\u00fcckung verstehen. Und nur wer sie selbst erf\u00e4hrt, kann auch gegen Frauenunterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen oder darf dar\u00fcber sprechen, <em>wie <\/em>der Kampf gef\u00fchrt werden soll. Doch das ist theoretisch schlicht falsch und hat praktisch extrem sch\u00e4dliche Konsequenzen f\u00fcr den Kampf gegen Unterdr\u00fcckung.<\/p>\n<p>Es ist falsch zu sagen, dass man Unterdr\u00fcckung nur verstehen kann, wenn man sie selbst erf\u00e4hrt. W\u00e4re dem so, wie k\u00f6nnte ein Arzt dann eine Krankheit diagnostizieren, die er nicht selbst erfahren h\u00e4tte? Ein guter Arzt mit einem wissenschaftlichen Verst\u00e4ndnis der menschlichen Anatomie kann \u2013 auf der Grundlage der Schilderung der Symptome, Labortests etc. \u2013 ein Urteil f\u00e4llen, mit welcher Krankheit wir es zu tun haben, und wie man sie bek\u00e4mpfen kann. Umgekehrt kann ich an einer Krankheit leiden und weiss genau, wie es sich <em>anf\u00fchlt<\/em>, krank zu sein. Aber ohne wissenschaftliches Medizinstudium habe ich nicht die geringste Ahnung, was f\u00fcr eine Krankheit den Symptomen zugrunde liegt \u2013 geschweige denn, wie ich sie bek\u00e4mpfen kann.<\/p>\n<p>Wenn die Unterdr\u00fcckung auf die subjektive Erfahrung reduziert wird, ist keine Analyse und kein Verst\u00e4ndnis der objektiven, materiellen Ursachen dieser Unterdr\u00fcckung m\u00f6glich. Damit ist es offensichtlich auch unm\u00f6glich zu wissen, wie wir die Ursachen der Unterdr\u00fcckung bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen. Die notwendige Konsequenz ist die absolute <em>Ohnmacht<\/em>.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke des Marxismus liegt dagegen darin, dass er in der Klassengesellschaft die materielle Grundlage und Ursache der Unterdr\u00fcckung erkennt \u2013 und mit ihr die Mittel zur wirklichen Befreiung. <em>Das<\/em> ist die m\u00e4chtige theoretische Waffe, die wir brauchen!<\/p>\n<p><strong>Warum ist Unterdr\u00fcckung eine Klassenfrage?<\/strong><\/p>\n<p>Der Marxismus erkl\u00e4rt <em>erstens<\/em>, dass jede spezifische Form der Unterdr\u00fcckung nur auf ihrer Klassengrundlage <em>verstanden <\/em>werden kann. Und <em>zweitens, <\/em>dass der Sieg im Kampf gegen Frauenunterdr\u00fcckung nur m\u00f6glich ist als <em>Teil <\/em>des Kampfes der <em>ganzen <\/em>Arbeiterklasse f\u00fcr den Sturz des Kapitalismus und den Aufbau des Sozialismus.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind in ihrer Essenz simpel. Jede Unterdr\u00fcckungsform hat ihre Eigenheiten und ihre eigenen historischen Ursachen, die wir spezifisch analysieren m\u00fcssen. Das hat der Marxismus immer getan und hier ist nicht der Platz daf\u00fcr, die verschiedenen Unterdr\u00fcckungsformen einzeln anzuschauen. Aber alle Formen der Unterdr\u00fcckung haben ihre Wurzel und die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Fortexistenz in der Klassengesellschaft. Menschen unterdr\u00fccken einander nicht einfach so.<\/p>\n<p>In allen Klassengesellschaften in der Geschichte lebt eine herrschende Klasse von der Ausbeutung der Arbeit der Massen. W\u00e4hrend Erstere im \u00dcberfluss leben, haben Letztere kaum das N\u00f6tigste zum \u00dcberleben. Dieser Mangel und Armut bilden den N\u00e4hrboden f\u00fcr die Unterdr\u00fcckung: der Kampf gegeneinander um die Kr\u00fcmel.<\/p>\n<p>Die herrschende Klasse braucht diese Spaltung. Solange es den Kapitalismus gibt, gibt es k\u00fcnstlichen Mangel, der die Menschen spaltet und in die gegenseitige Konkurrenz treibt. Solange die Kapitalisten an der Macht sind, werden sie diese Spaltung aktiv f\u00f6rdern und uns gegeneinander ausspielen, um ihre Herrschaft aufrechtzuerhalten. Keine einzige Form der Unterdr\u00fcckung kann an ihrer Wurzel bek\u00e4mpft werden <em>innerhalb des Kapitalismus. <\/em>Das macht aus dem Kampf gegen jede einzelne Unterdr\u00fcckung eine <em>revolution\u00e4re <\/em>Frage zum Sturz des Kapitalismus.<\/p>\n<p>Und das stellt direkt die Folgefrage: Welche gesellschaftliche Kraft hat objektiv die F\u00e4higkeit, den Kapitalismus zu st\u00fcrzen? Darauf gibt es nur eine einzige korrekte Antwort: die Arbeiterklasse. <em>Sie<\/em> schafft den gesamten Reichtum der kapitalistischen Gesellschaft und h\u00e4lt dieses System am Laufen. <em>Sie <\/em>hat deshalb als Kollektiv die potenzielle Macht, sowohl die kapitalistische Profitmacherei zum Halt zu bringen als auch die Produktion ohne die Kapitalisten weiterzuf\u00fchren und neu zu organisieren: f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Menschen und nicht den Profit!<\/p>\n<p>Deshalb betonen wir die Einheit der Arbeiterklasse. <em>Nur<\/em> die vereinte Arbeiterklasse kann den Kapitalismus st\u00fcrzen, der die Massen ausbeutet und in Unterdr\u00fcckung h\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Klasse trumpft immer<\/strong><\/p>\n<p>Klasse ist damit auch nicht einfach eine weitere \u00abIdentit\u00e4t\u00bb neben anderen Identit\u00e4ten. Sie steht weder analytisch noch praktisch auf der gleichen Ebene wie andere Unterdr\u00fcckungsformen. Sie ist <em>grundlegend<\/em> f\u00fcr sie. Die Klassenlinien sind die wesentlichen Trennlinien in der Gesellschaft: Sie geben \u00fcberhaupt erst den Rahmen, <em>in dem<\/em> sich der Kampf gegen Unterdr\u00fcckung abspielt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind die Linien der Unterdr\u00fcckung nicht identisch mit den Klassenlinien. Einerseits wird beispielsweise die Frauenunterdr\u00fcckung auch innerhalb der Arbeiterklasse durch Sexismus oder Gewalt reproduziert. Andererseits betrifft Frauenunterdr\u00fcckung nicht nur Frauen der Arbeiterklasse, sondern Frauen <em>aller <\/em>Klassen, genauso wie Imperialismus oder Rassismus alle Klassen einer unterdr\u00fcckten Nation betreffen.<\/p>\n<p>Aber die Bedingungen, unter denen die Menschen verschiedener Klassen leben, sind sehr verschieden \u2013 und damit auch ihre objektiven Interessen, Ziele und Kampfmethoden.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite haben M\u00e4nner der Arbeiterklasse objektiv kein Interesse an der Frauenunterdr\u00fcckung, egal was sie sich selbst einbilden m\u00f6gen. Sie haben wie die Frauen ein Interesse an der Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen. Deswegen k\u00f6nnen und m\u00fcssen sie auf der Grundlage ihrer gemeinsamen Klasseninteressen vereint werden. Sexismus und Frauenunterdr\u00fcckung schaden den m\u00e4nnlichen Arbeitern dabei nur selbst.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite haben Frauen der herrschenden Klasse \u00fcberhaupt kein Interesse am Sturz der Klassengesellschaft. Sie profitieren von ihr. B\u00fcrgerliche und kleinb\u00fcrgerliche Frauen haben denn auch immer in erster Linie f\u00fcr rechtliche Gleichstellung und ihre eigenen \u00abKarrieren\u00bb gek\u00e4mpft. Als Marxisten unterst\u00fctzen wir jeden Kampf f\u00fcr gleiche Rechte und Freiheiten.<\/p>\n<p>Aber der Kampf der proletarischen Frauen, d.h. der grossen Mehrheit, kann nicht bei solchen rechtlichen Ver\u00e4nderungen stehen bleiben. Ein Recht auf dem Papier bedeutet wenig, wenn man nicht die materiellen Mittel hat, davon Gebrauch zu machen. Was verbessert wirklich die Stellung der arbeitenden Frau in der Gesellschaft? Was reduziert ihre Abh\u00e4ngigkeit vom Mann? Es sind h\u00f6here L\u00f6hne, Jobsicherheit, die Zur\u00fccknahme von Sparmassnahmen, ein kostenloses Gesundheitssystem, l\u00e4ngerer Elternurlaub, Kitas, bezahlbarer Wohnraum, etc.<\/p>\n<p>Doch das sind alles Klassenfragen! Die Kapitalistenklasse ist nicht bereit, diese Kosten zu tragen und damit ihre Profite zu schm\u00e4lern. Und genau das ist der entscheidende Punkt. Sobald es um solche handfesten materiellen Verbesserungen geht, die <em>wirklich <\/em>die Lebensbedingungen der lohnabh\u00e4ngigen <em>Mehrheit<\/em> der Frauen verbessern, oder sobald der Kampf mit den proletarischen Methoden von Massenbewegungen, Streiks, Fabrikbesetzungen etc. gef\u00fchrt wird, wollen die b\u00fcrgerlichen Frauen sehr schnell nichts mehr vom Kampf mit anderen Frauen wissen. Sie entbl\u00f6ssen ihr wirkliches Gesicht und zeigen, auf welcher Seite sie stehen: auf der Seite ihrer Klasse \u2013 nicht auf der Seite der Mehrheit der Frauen aus der Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>In den entscheidenden Fragen und Momenten des Kampfes sind die Klasseninteressen entscheidend und trumpfen <em>immer<\/em> \u00fcber die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer unterdr\u00fcckten Gruppe.<\/p>\n<p>Deshalb haben wir nicht das geringste Vertrauen in b\u00fcrgerliche und kleinb\u00fcrgerliche Frauen im Kampf gegen Frauenunterdr\u00fcckung! Wir unterst\u00fctzen alle Forderungen nach demokratischen Rechten, gegen Sexismus, Gewalt an Frauen und allen Angelegenheiten, die alle Frauen betreffen. Aber wir sind niemals bereit, die Frauenbewegung der F\u00fchrung b\u00fcrgerlicher und kleinb\u00fcrgerlicher Frauen und deren Methoden wie der Identit\u00e4tspolitik zu unterwerfen.<\/p>\n<p><strong>Klassenpolitik vs. Identit\u00e4tspolitik<\/strong><\/p>\n<p>Der Kampf gegen Unterdr\u00fcckung kann nur siegreich sein, wenn er mit dem Programm und den Methoden der sozialistischen Arbeiterbewegung gef\u00fchrt wird. Genau in diesem Sinne sagen wir mit voller \u00dcberzeugung: Der Kampf gegen die Unterdr\u00fcckung ist der Klassenfrage immer <em>untergeordnet<\/em>.<\/p>\n<p>Diese \u00abUnterordnung\u00bb bedeutet nicht eine Geringsch\u00e4tzung der Anliegen spezifisch unterdr\u00fcckter Gruppen. Ganz im Gegenteil! Nur indem wir die Frauenunterdr\u00fcckung als <em>Teil <\/em>des gr\u00f6sseren <em>Ganzen <\/em>der Klassengesellschaft sehen, nehmen wir den Kampf gegen Frauenunterdr\u00fcckung wirklich ernst und sind f\u00e4hig ihn zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ob es einem gef\u00e4llt oder nicht, die Wahrheit ist: Frauen k\u00f6nnen sich nicht als Frauen befreien, Schwarze nicht als Schwarze, LGBT nicht als LGBT \u2013 sondern nur als <em>Teil<\/em> der Arbeiterklasse im gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus, f\u00fcr den Sozialismus.<\/p>\n<p>Die spezifische Unterdr\u00fcckung <em>losgel\u00f6st<\/em> von der Klassenfrage anzuschauen oder Identit\u00e4t <em>\u00fcber<\/em> die Klasse zu stellen, f\u00fchrt dagegen direkt in die hoffnungslose Sackgasse der Identit\u00e4tspolitik.<\/p>\n<p>Nehmen wir als Beispiel die Gewalt gegen Frauen. Als Marxisten leugnen wir keine Sekunde, dass Frauen von M\u00e4nnern geschlagen werden \u2013 auch in der Arbeiterfamilie. Blenden wir den gr\u00f6sseren Zusammenhang der Klassengesellschaft jedoch einfach aus, dann bleibt notwendigerweise nichts anderes \u00fcbrig, als bei dieser Feststellung stehenzubleiben: Es ist ein Konflikt zwischen der unterdr\u00fcckten Frau und dem unterdr\u00fcckenden Mann, Mann gegen Frau.<\/p>\n<p>Aber die Grundlage der Frauenunterdr\u00fcckung liegt in den gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen <em>ausserhalb<\/em> der Beziehungen zwischen den Geschlechtern: Es sind die Armut, Konkurrenz, Ausbeutung und \u00dcberbelastung der kapitalistischen Verh\u00e4ltnisse, die ein von Grund auf menschenfeindliches Klima und giftige zwischenmenschliche Beziehungen schaffen. M\u00e4nner und Frauen der Arbeiterklasse haben ein gemeinsames Interesse, gegen diese miserablen Bedingungen anzuk\u00e4mpfen. Es sind die Kapitalisten, die diese Verh\u00e4ltnisse aufrechterhalten wollen, um weiter ihre Profite zu machen.<\/p>\n<p>Das grundlegende Problem bei allen Fragen der Identit\u00e4tspolitik ist letztlich das Folgende: Indem Unterdr\u00fcckung von Standpunkt der <em>subjektiven Erfahrung<\/em> angegangen wird, wird die <em>objektive Klassengrundlage<\/em> aller Formen von Unterdr\u00fcckung systematisch ausgeblendet. Als notwendige Konsequenz davon werden die Konfliktlinien in der Gesellschaft falsch gezogen.<\/p>\n<p>Statt die Konfliktlinie zwischen den Herrschenden und den Unterdr\u00fcckten, zwischen der Kapitalistenklasse und der Arbeiterklasse in all ihrer Vielfalt zu ziehen, wird die Konfliktlinie zwischen verschiedenen Identit\u00e4ten gezogen. Statt zu betonen, was die Arbeiterklasse vereint im Kampf gegen die Herrschenden, betonen sie mit ihrem Fokus auf Identit\u00e4t, was uns voneinander unterscheidet.<\/p>\n<p>Die Konsequenzen davon sind f\u00fcr den Kampf gegen Unterdr\u00fcckung absolut verheerend, wie wir gleich ausf\u00fchren werden: <em>Erstens<\/em> lenkt es davon ab, wer wirklich von der Unterdr\u00fcckung profitiert und gegen wen wir k\u00e4mpfen m\u00fcssen: die Kapitalisten und ihr System. Stattdessen wird der Konflikt in die Bahn einer v\u00f6llig oberfl\u00e4chlichen Symbolpolitik geleitet, die der herrschenden Klasse sogar noch die M\u00f6glichkeit gibt, sich einen fortschrittlichen Anstrich zu geben. <em>Zweitens<\/em> wird die einzige Kraft, die tats\u00e4chlich gegen Unterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen kann, entlang von Linien der Identit\u00e4t gespalten: die Arbeiterklasse.<\/p>\n<p><strong>\u00abRepr\u00e4sentation\u00bb: Die Ablenkung vom wirklichen Kampf<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die Klassengrundlage ausgeblendet wird, dann <em>kann<\/em> kein effektiver Kampf gegen die materielle Grundlage der Unterdr\u00fcckung gef\u00fchrt werden. Und wenn kein effektiver Kampf gegen die materielle Grundlage gef\u00fchrt werden kann, dann bleibt notwendigerweise nur v\u00f6llig oberfl\u00e4chliche und nutzlose Symbolpolitik \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Statt f\u00fcr materielle Verbesserungen zu k\u00e4mpfen, soll die unterdr\u00fcckte Gruppe einfach \u00abrepr\u00e4sentiert\u00bb werden. Entsprechend fordern sie Quoten auf der Grundlage der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten Gruppe, damit unterdr\u00fcckte Gruppen repr\u00e4sentiert werden, oder \u00abgendergerechte Sprache\u00bb, um die Unterdr\u00fcckten in der Sprache \u00absichtbar\u00bb zu machen.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist, dass das \u00fcberhaupt kein Kampf gegen Unterdr\u00fcckung ist. Unterdr\u00fcckte einfach zu repr\u00e4sentieren ist schlicht ein anderes <em>Ziel <\/em>als wirklich gegen Unterdr\u00fcckung zu k\u00e4mpfen. Zu glauben, es sei ein <em>Mittel<\/em> gegen Unterdr\u00fcckung, stellt die Realit\u00e4t auf den Kopf: Unterdr\u00fcckte Gruppen sind nicht unterdr\u00fcckt, weil sie unterrepr\u00e4sentiert oder unsichtbar sind. Sie sind unterrepr\u00e4sentiert, weil sie unterdr\u00fcckt sind! Die Lebensbedingungen der Unterdr\u00fcckten werden nicht einmal angetastet, wenn sich das Geschlecht, die Hautfarbe oder die Sexualit\u00e4t einer Person in irgendeiner x-beliebigen Position (oder in der Sprache) ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Als in den USA die \u00abBlack Lives Matter\u00bb-Proteste gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze zum ersten Mal ausbrachen, forderten viele Aktivisten die Einstellung von mehr schwarzen und weiblichen Polizisten. Fast zehn Jahre sind seither vergangen. Vielerorts wurde diese Forderung erf\u00fcllt. Mit welchem Resultat? Die f\u00fcnf Polizisten, die den Afroamerikaner Tyre Nichols vor wenigen Wochen brutal ermordet haben, sind allesamt schwarz. Die Vorsteherin des zust\u00e4ndigen Polizeidepartements ist eine schwarze Frau.<\/p>\n<p>Solche \u00abVer\u00e4nderungen\u00bb bringen das Unterdr\u00fcckungssystem der Herrschenden nicht nur keineswegs ins Wanken \u2013 sie schaden! <em>Erstens<\/em> lenken sie vom wirklichen Feind und vom Klassencharakter der kapitalistischen Institutionen ab. In diesem Fall: Sie lenken davon ab, dass die Polizei als Institution notwendigerweise rassistisch ist, weil ihre Funktion die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ausbeutungs- und Unterdr\u00fcckungsverh\u00e4ltnisse ist. Sie sch\u00fcren die Illusion, dass sich etwas ver\u00e4ndert, wenn nur unterdr\u00fcckte Gruppen \u00abrepr\u00e4sentiert\u00bb w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Damit geben sie der herrschenden Klasse <em>zweitens<\/em> sogar noch die M\u00f6glichkeit, sich als fortschrittlich zu pr\u00e4sentieren, ohne auch nur das geringste echte Zugest\u00e4ndnis zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Unterdr\u00fcckten machen zu m\u00fcssen! Banken und Grosskonzerne werben mit l\u00e4chelnden Personen unterschiedlicher Geschlechter und Hautfarbe, benutzen gendergerechte Sprache und h\u00e4ngen Regenbogenflaggen auf. Joe Biden\u2019s Kapitalistenregierung prahlt mit ihrer \u00abDiversit\u00e4t\u00bb \u2013 w\u00e4hrend sie an der Spitze des reaktion\u00e4rsten kapitalistischen Staates auf dem Planeten steht, der die Massen weltweit ins Elend treibt.<\/p>\n<p>Was wir brauchen ist nicht \u00abRepr\u00e4sentation\u00bb verschiedener Identit\u00e4ten in den Institutionen, die das System aufrechterhalten, das tagt\u00e4glich die Bedingungen der Unterdr\u00fcckung produziert. Was wir brauchen, ist ein Kampf <em>gegen <\/em>diese Bedingungen und <em>gegen<\/em> die kapitalistischen Institutionen! Was wir brauchen sind mehr Menschen, die Teil einer revolution\u00e4ren Organisation sind, die ein inhaltliches Programm hat, <em>wie<\/em> man gegen Unterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen kann und das auch tats\u00e4chlich tut!<\/p>\n<p><strong>\u00abPrivilegien\u00bb: Die Spaltung der Arbeiterklasse<\/strong><\/p>\n<p>Unter den Vertretern der Identit\u00e4tspolitik gibt es nat\u00fcrlich auch eine radikalere, anti-kapitalistische Schicht. F\u00fcr sie ist bereits klar, dass wir nicht Repr\u00e4sentation in Verwaltungsr\u00e4ten von Konzernen oder in kapitalistischen Regierungen fordern sollten.<\/p>\n<p>Doch auch sie \u00fcbernehmen die genau gleiche Repr\u00e4sentations-Logik: Innerhalb der Bewegung gegen Unterdr\u00fcckung sollen F\u00fchrungen aus unterdr\u00fcckten Individuen zusammengestellt sein. Die Identit\u00e4t wird \u00fcber das inhaltliche Programm gestellt, <em>wie<\/em> wir gegen Unterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen. Wer selbst eine bestimmte Unterdr\u00fcckung erf\u00e4hrt, wird automatisch f\u00fcr fortschrittlich erkl\u00e4rt \u2013 egal was f\u00fcr ein Programm die Person vertritt. Wer sich hingegen einsetzen will im Kampf gegen Unterdr\u00fcckung und Verantwortung \u00fcbernehmen will, aber nicht das richtige Geschlecht oder Hautfarbe hat, wird mit einem Shitstorm konfrontiert.<\/p>\n<p>Den spaltenden Charakter dieser Logik sehen wir exemplarisch in jenen Teilen der Frauenbewegung, die cis-M\u00e4nner von ihren Events und Demonstrationen ausschliessen. Statt den cis-M\u00e4nnern der Arbeiterklasse zu erkl\u00e4ren, dass sie ein gemeinsames Interesse mit den Frauen ihrer Klasse haben, und Frauenfeindlichkeit ihnen nur selber schadet, wird ihnen vermittelt: \u00abIhr habt keinen Platz und keine Stimme in unserem Kampf, weil ihr Frauenunterdr\u00fcckung sowieso nie verstehen k\u00f6nnt (oder gar an ihr Schuld seid)\u00bb. Statt die Einheit der Klasse im Kampf zu schaffen, dr\u00e4ngt die Identit\u00e4tspolitik einen Teil der Klasse in die Passivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Als Marxisten sagen wir: Wir brauchen den <em>aktiven<\/em> Kampf der <em>gesamten <\/em>Arbeiterklasse. Wichtig ist, welchen Standpunkt die Person vertritt: ob sie sich auf die Seite der Arbeiterklasse stellt und den Kampf gegen Unterdr\u00fcckung aufnimmt. F\u00fcr uns stehen die Ideen und der Klassenstandpunkt, den diese Idee vertreten, <em>immer <\/em>\u00fcber der Identit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der spaltende Charakter der Identit\u00e4tspolitik wird umso deutlicher bei der Auffassung der sogenannten \u00abPrivilegien\u00bb. Wir haben bereits erkl\u00e4rt: Wenn die Klassengrundlage weggestrichen wird, muss die Konfliktlinie notwendigerweise zwischen verschiedenen Teilen der Arbeiterklasse gezogen werden. Indem sie die Unterdr\u00fcckung auf die subjektive Erfahrung reduzieren, sind notwendigerweise alle, die eine bestimmte Unterdr\u00fcckung nicht selbst erfahren, \u00abprivilegiert\u00bb und profitieren von dieser Unterdr\u00fcckung. In dieser Logik wird die gesamte Arbeiterklasse in verschiedenem Mass zu Unterdr\u00fcckern.<\/p>\n<p>Das ist nicht nur analytisch komplett falsch, es ist vor allem auch \u00e4usserst sch\u00e4dlich f\u00fcr den Kampf. Weisse cis-M\u00e4nner der Arbeiterklasse sind <em>nicht<\/em> privilegiert. Es ist <em>kein<\/em> \u00abPrivileg\u00bb, wenn f\u00fcr einen lohnabh\u00e4ngigen Mann zus\u00e4tzlich zu seiner miserablen Existenz in der Lohnsklaverei nicht noch eine geschlechtliche, eine ethnische oder eine sexuelle Unterdr\u00fcckung dazukommt! Ein lohnabh\u00e4ngiger Mann profitiert nicht davon, dass die lohnabh\u00e4ngigen Frauen noch h\u00e4rter ausgebeutet werden. Die \u00dcberausbeutung und zus\u00e4tzliche Unterdr\u00fcckung bestimmter Schichten der Arbeiterklasse ist vielmehr das Mittel der herrschenden Klasse, <em>uns alle unten zu halten<\/em> und die Lebensbedingungen von <em>allen <\/em>zu dr\u00fccken. Die einzigen, die davon profitieren, ist die herrschende Kapitalistenklasse!<\/p>\n<p>Statt zu zeigen, dass es im Interesse der gesamten Arbeiterklasse ist, sich gegen die Kapitalisten zu vereinen, erkl\u00e4ren die Vertreter der Identit\u00e4tspolitik den \u00abweissen cis-M\u00e4nnern\u00bb, sie seien Schuld, dass es anderen noch schlechter geht. Das ist die gr\u00f6sste Hilfe f\u00fcr die Kapitalisten, die man sich denken kann: W\u00e4hrend verschiedene unterdr\u00fcckte Teile der Arbeiterklasse sich gegenseitig die Schuld zuweisen, sind die Kapitalisten fein raus. Sie schauen ruhig l\u00e4chelnd zu, wie sich die Arbeiterklasse gegenseitig die K\u00f6pfe einschl\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Wie Marxisten k\u00e4mpfen und wof\u00fcr<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeiterklasse ist die einzige Kraft, die den Kapitalismus und damit die Grundlage f\u00fcr die Aufrechterhaltung aller Unterdr\u00fcckung st\u00fcrzen kann. Deshalb f\u00fchren Marxisten den Kampf gegen Unterdr\u00fcckung vom konsequenten Standpunkt der ganzen Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>Wir heben immer und \u00fcberall hervor, dass die gesamte Arbeiterklasse objektiv das gemeinsame Interesse hat, gegen die miserablen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Kapitalismus anzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Wir sagen: Fortschrittlich ist alles, was die Einheit der Arbeiterklasse f\u00f6rdert, das Bewusstsein ihrer kollektiven St\u00e4rke und ihren Organisationsgrad hebt. R\u00fcckschrittlich ist alles, was die Arbeiterklasse spaltet und die Klassenlinien vernebelt.<\/p>\n<p>In genau diesem, absolut entscheidenden Sinn, ist die gesamte Identit\u00e4tspolitik nicht nur nutzlos im Kampf gegen Unterdr\u00fcckung. Sie ist sch\u00e4dlich und reaktion\u00e4r, weil sie den Kampf der Arbeiterklasse behindert. Identit\u00e4tspolitik und Klassenpolitik sind inkompatibel und einander direkt entgegengesetzt.<\/p>\n<p>Wir bauen eine revolution\u00e4re marxistische Organisation auf, die den Kapitalismus bek\u00e4mpft. In dieser Aufgabe ist es uns v\u00f6llig egal, welches Geschlecht, welche Hautfarbe, welche Herkunft oder sexuelle Orientierung jemand hat. In unseren Reihen haben alle ihren Platz, die bereit sind, mit den Ideen und Moralvorstellungen der Klassengesellschaft zu brechen und den Standpunkt der Arbeiterklasse im Kampf gegen den Kapitalismus einzunehmen. Und ausnahmslos alle in diesen Reihen haben die Pflicht, den Kampf gegen <em>alle <\/em>Formen der Unterdr\u00fcckung als Teil unseres gemeinsamen Kampfes zu verstehen und ihn zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nur eine sozialistische Gesellschaft kann die Unterdr\u00fcckung ein f\u00fcr alle Mal beenden: Weil es keine herrschende Klasse mehr geben wird, die zur Aufrechterhaltung ihres Ausbeutungssystems ein Interesse an der Spaltung der Unterdr\u00fcckten hat, um sie niederzuhalten. Und weil eine sozialistische Planwirtschaft problemlos <em>alle<\/em> grundlegenden Bed\u00fcrfnisse <em>aller <\/em>Menschen wird befriedigen k\u00f6nnen, die die Menschen heute geknechtet halten. Damit wird der N\u00e4hrboden entzogen werden f\u00fcr die Konkurrenz und all die vergifteten menschlichen Beziehungen, die uns heute gegeneinander aufreiben. Eine Welt von <em>freien<\/em> Menschen <em>ohne<\/em> Unterdr\u00fcckung wird Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Das ist unser Standpunkt. Wir sind \u00fcberzeugt: Das ist das beste und m\u00e4chtigste, was irgendjemand der gesamten globalen Arbeiterklasse, den rund 3,8 Milliarden Frauen und jedem einzelnen Unterdr\u00fcckten dieses Planeten anbieten kann.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.derfunke.ch\/htm\/de\/theorie\/identitaetspolitik-eine-sackgasse-im-kampf-gegen-unterdrueckung\/\"><em>derfunke.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 18. M\u00e4rz 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funke. Wir erkl\u00e4ren, warum die heute so dominante \u00abIdentit\u00e4tspolitik\u00bb Frauen, LGBT oder Schwarze nicht von der Unterdr\u00fcckung befreien kann \u2013 egal wie radikal ihre Rhetorik manchmal sein mag. 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