{"id":12849,"date":"2023-03-30T11:01:47","date_gmt":"2023-03-30T09:01:47","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12849"},"modified":"2023-03-30T11:01:49","modified_gmt":"2023-03-30T09:01:49","slug":"die-kaempfenden-massen-in-frankreich-brauchen-eine-organisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12849","title":{"rendered":"<strong>Die k\u00e4mpfenden Massen in Frankreich brauchen eine Organisation!<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Juan Chingo. <\/em><strong>Der historische Streik- und Aktionstag des 23. M\u00e4rz hat den vorrevolution\u00e4ren Moment in Frankreich best\u00e4tigt.<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Verabschiedung der Rentenreform durch den Verfassungsartikel 49.3 am Parlament vorbei hat die Entschlossenheit des aktivsten Teils der Arbeiter:innenklasse<!--more--> \u2013 des Teils, der im Kampf ist und die Zukunft des Landes in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt \u2013, einen Sprung gemacht. Der kraftvolle und massive Streik- und Aktionstag am Donnerstag, den 23. M\u00e4rz, best\u00e4tigt und verst\u00e4rkt den vorrevolution\u00e4ren Moment, der nach dem antidemokratischen Putsch der Regierung Macron\/Borne er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>Die Intersyndicale (Koordination der F\u00fchrungen der Gewerkschaftsdachverb\u00e4nde) ist noch nicht \u00fcberwunden, aber sie ist heute mit einer anderen Art von Bewegung konfrontiert als noch bei den ersten acht Aktionstagen. Es handelt sich um eine Massenbewegung, die sie nur schwer kontrollieren und kanalisieren kann. Der Kampf der Massen setzt sich aus drei Elementen zusammen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>a) Die Verbindung zwischen Radikalisierung und Massivit\u00e4t und die Entwicklung der Spontaneit\u00e4t<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Bei allen Mobilisierungen war eine neue Entschlossenheit festzustellen, eine \u201eGelbwesten-Atmosph\u00e4re\u201c, wie sie in Matignon [dem Amtssitz des franz\u00f6sischen Premierministers, A.d.\u00dc.] beschrieben wird. W\u00fctende Arbeiter:innen beginnen, sich in ihren Aktionen von den ruhigen und friedlichen, von der Intersyndicale organisierten Demonstrationen abzugrenzen. Unser Korrespondent <a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/Lyon-Chambery-Calais-Le-Havre-la-spontaneite-gagne-les-manifs-intersyndicales-partout-en-France\">Arthur Nicola<\/a> konnte diesen Stimmungswandel in der Arbeiter:innenstadt Le Havre unter den Demonstrant:innen bezeugen:<\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend vor Beginn der Demonstration M\u00fcll in Brand gesteckt wurde, teilte sich die Demonstration schnell in zwei Teile: auf der einen Seite der \u00f6rtliche gewerkschafts\u00fcbergreifende Zug und auf der anderen Seite ein Demonstrationszug, der vor allem aus Streikenden der lokalen Gewerkschaft Harfleur (UL) und anderen Sektoren der Stadt bestand. Fr\u00e9d\u00e9ric Bichot, Co-Sekret\u00e4r der UL, erkl\u00e4rte vor unserem Mikrofon: \u201eWenn wir heute einer geordneten Route folgen, st\u00f6ren wir niemanden. Aber wir sehen, dass sie nicht mehr der Realit\u00e4t des Kampfes entspricht, heute beginnen wir einen h\u00e4rteren Kampf\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Wie ein anderer Demonstrant aus Le Havre sagt: \u201eEs ist ein gutes Gef\u00fchl, wirklich zu demonstrieren\u201c.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>b) Der Auftritt der Jugend<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Jugendlichen an Universit\u00e4ten und Gymnasien, die bisher nicht in der Lage waren, sich intensiv in den Kampf einzubringen, begannen nach der Anwendung des Verfassungsartikels 49.3 massiv in den Kampf einzutreten, emp\u00f6rt \u00fcber die antidemokratische Brutalit\u00e4t des Pr\u00e4sidenten. Dies zeigte sich bei den n\u00e4chtlichen Demonstrationen in Paris, aber auch in Stra\u00dfburg, Rennes oder Nantes, um nur einige St\u00e4dte zu nennen. Dies war auch in den vorangegangenen Tagen bei den zahlreichen Vollversammlungen in mehreren Universit\u00e4ten wie Le Mirail in Toulouse, Paris 1, Montaigne in Bordeaux oder der Paul Valery in Montpellier zu beobachten. Am Donnerstag, den 23. M\u00e4rz, demonstrierten nach Angaben von Universit\u00e4ts- und Hochschulorganisationen 500.000 junge Menschen, davon 150.000 in Paris. An den Demonstrationen beteiligten sich auch Universit\u00e4ten, die es bisher nicht gewohnt waren, zu mobilisieren, wie die Assas de Paris, mehrere Ingenieurschulen wie die Agro Paris Tech und die INSA Toulouse sowie neue Gymnasien.<\/p>\n<p>Mehrere Faktoren sind f\u00fcr diesen Sprung verantwortlich. Die Studierenden waren von den Ausgangssperren w\u00e4hrend der Pandemie und der von der Regierung verordneten langen Schlie\u00dfung von Fakult\u00e4ten schwer betroffen. Hinzu kommen die nicht eingehaltenen Versprechen bez\u00fcglich der Reform der Stipendienvergabe, die einem gro\u00dfen Teil der Studierenden in Schwierigkeiten aufgrund fehlender Mittel nicht zugute kommt. Ebenso die Weigerung des Parlaments, das Mittagessen an den Universit\u00e4ten bei einem Euro zu belassen, was angesichts der zunehmenden Prekarit\u00e4t und Armut der Studierenden ein gro\u00dfes Problem darstellt. Unter den noch J\u00fcngeren sorgt die m\u00f6gliche Reform der Nationalen Dienstpflicht (SNU, eine Art Wehr- oder Zivildienst, A.d.\u00dc.) f\u00fcr die Sch\u00fcler:innen, die bei der Demonstration in Paris sehr pr\u00e4sent waren, f\u00fcr gro\u00dfer Besorgnis. In diesem Zusammenhang war die Entscheidung Macrons, sich nach Massendemonstrationen mit Gewalt durchzusetzen, ein echter Schlag ins Gesicht. Wie ein von <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/societe\/article\/2023\/03\/23\/reforme-des-retraites-dans-les-corteges-la-jeunesse-amplifie-sa-mobilisation_6166751_3224.html\">Le Monde<\/a> zitierter Student aus Paris 1 sagt: \u201eWenn die Regierung dazu gezwungen ist und die demokratische Meinungs\u00e4u\u00dferung des franz\u00f6sischen Volkes auf der Stra\u00dfe nicht respektiert, welche politische Zukunft erwartet uns junge Menschen dann?\u201c<\/p>\n<ol>\n<li><strong>c) Gleichzeitige Streiks in mehreren strategischen Sektoren<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Seit dem 7. M\u00e4rz kommt es in mehreren strategischen Sektoren zu verl\u00e4ngerbaren Streiks (\u201egr\u00e8ves r\u00e9conductibles\u201c, d.h. Streiks, bei denen regelm\u00e4\u00dfig in Vollversammlungen \u00fcber die Fortf\u00fchrung des Streiks abgestimmt wird, A.d.\u00dc.). Dies gilt f\u00fcr die Energie- und Gasarbeiter:innen, die Arbeiter:innen in den \u00d6lraffinerien und \u00d6lterminals, die Roh\u00f6l in den H\u00e4fen aufnehmen und lagern, ebenso der Streik der Hafenarbeiter:innen, der Eisenbahner:innen (wenn auch in geringerem Umfang als in den anderen Sektoren) und dem Streik der M\u00fcllabfuhr. Dieser Streik ist zum Hauptsymbol des Kampfes geworden, da sich der M\u00fcll seit Wochen in den Stra\u00dfen von Paris stapelt (was wiederum das Verbrennen von M\u00fclltonnen und die zahlreichen Br\u00e4nde bei den Protesten beg\u00fcnstigt hat) und die M\u00fcllwerker:innen und Kanalreiniger:innen zu den wahren Helden dieses sozialen Konflikts geworden sind. Aber wir m\u00fcssen auch die M\u00fcllwerker:innen mehrerer anderer St\u00e4dte hinzuf\u00fcgen, die sich ebenfalls im Kampf befinden oder befunden haben, wie in Nantes, Saint-Brieuc oder sogar Antibes und Poitiers.<\/p>\n<p>Wie wir bereits geschrieben haben, haben diese Streiks nach dem antidemokratischen 49.3-Dekret mit der totalen Stilllegung der Total-Raffinerie in der Normandie, der gr\u00f6\u00dften in Frankreich, und dem wilden Streik in der Zugwerkstatt von Chatillon, der den Betrieb der Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge (TGV) auf dem gesamten westlichen Teil Frankreichs beeintr\u00e4chtigt, einen Sprung gemacht. Obwohl mehrere dieser strategischen Sektoren die \u00fcblichen Avantgardesektoren anderer gro\u00dfer Protestbewegungen sind, ist dies das erste Mal, dass ihre Streiks fast gleichzeitig stattfinden, was die Wirkung der Bewegung verst\u00e4rkt, Das ist anders als 2019, als diese Streiks nicht koordiniert waren, oder 2016 oder 2010. Damals wurden nur ein oder zwei dieser Sektoren wirklich mobilisiert.<\/p>\n<p>In Verbindung mit der politischen Krise, die nach dem 49.3-Dekret ausgebrochen ist und die <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/ein-vorrevolutionaerer-moment-in-frankreich\/\">wir bereits letzte Woche beschrieben haben<\/a>, erkl\u00e4rt das Zusammentreffen dieser drei Elemente, die vereint gegen Macron auf die Stra\u00dfe gehen, die aktuelle St\u00e4rke und Dynamik der Bewegung. Auch wenn das Ausma\u00df der Gewalt nicht das Niveau der Gelbwesten erreicht, ist vielleicht noch nie seit 1968 eine soziale Bewegung in ihrer Konfrontation mit der Macht so weit gegangen.<\/p>\n<p><strong>Warum eine st\u00e4rkere Organisierung der k\u00e4mpfenden Sektoren notwendig ist, um den Kampf zu gewinnen<\/strong><\/p>\n<p>Die St\u00e4rke und Dynamik des gegenw\u00e4rtigen Kampfes gibt der Avantgarde der Bewegung Moral und Kraft. Sie glaubt, dass es m\u00f6glich ist, dass Macron nachgibt und seine Reform zur\u00fcckzieht, wie es 2006 bei Jacques Chirac der Fall war. Damals musste der damalige franz\u00f6sische Pr\u00e4sident sein \u201eGesetz \u00fcber den ersten Arbeitsvertrag\u201c zur\u00fcckziehen, obwohl es damals nicht nur schon angenommen, sondern Chirac bereits verk\u00fcndet worden war. Im Gegensatz zu 2006 ist die Situation heute jedoch v\u00f6llig anders. Die starke Mobilisierung, die damals von der Jugend angef\u00fchrt wurde, war, obwohl sie in ihren Kampfmethoden sehr radikalisiert war, eher anti-neoliberal als antikapitalistisch gepr\u00e4gt. W\u00e4hrenddessen war das Regime der F\u00fcnften Republik st\u00e4rker als das heute, obwohl es gerade die ersten Schocks der organischen Krise erlitten hatte. Dazu geh\u00f6rte der Einzug von Jean-Marie Le Pen in die Stichwahl im Jahr 2002 und vor allem der Sieg des NEIN in der Volksabstimmung \u00fcber den europ\u00e4ischen Verfassungsvertrag im Jahr 2005 oder die Revolte der Banlieues im selben Jahr. Und schlie\u00dflich funktionierte die traditionelle Zweiparteien-Abwechslung zwischen rechten und sozialdemokratischen Parteien an der Regierung noch. So konnte ein Sieg der sozialen Bewegung noch in einen institutionellen Rahmen aufgefangen werden, wie es bei den vorgezogenen Wahlen unter Chirac und dem Wahlsieg der \u201epluralen Linken\u201c unter F\u00fchrung der sozialdemokratischen PS der Fall war.<\/p>\n<p>Heute kann Macron nicht nachgeben. Wenn er angesichts der Schw\u00e4che seiner Pr\u00e4sidentschaft und der schweren Krise des Regimes der F\u00fcnften Republik und seiner zunehmenden Polarisierung nach links und rechts nachgibt \u2013 wie von den Gewerkschaften bis hin zu La France Insoumise gefordert \u2013, w\u00fcrde sich eine vorrevolution\u00e4re Situation auftun. Bei den Gelbwestenprotesten war die herrschende Klasse \u00fcberrascht von einer spontanen und explosiven Mobilisierung, die jedoch das Lohnverh\u00e4ltnis nicht in Frage stellte. In ihren Reichenvierteln und an den Orten der Macht ging aufgrund des Ausma\u00dfes der Gewalt die Angst um. So \u00fcbten die Gro\u00dfkapitalist:innen Druck auf Macron aus, teilweise nachzugeben \u2013 w\u00e4hrend dieser R\u00fcckzug der Macht aufgrund der Politik der Gewerkschaftsf\u00fchrungen, die gegen\u00fcber den Gelbwesten eine feindselige Haltung einnahmen, nicht sofort von der Arbeiter:innenbewegung ausgenutzt werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtige Situation ist explosiver, sowohl wegen der Krise von oben, als auch wegen der Kraft und des objektiv \u2013 und auf der Ebene einer breiten Avantgarde auch zunehmend subjektiv \u2013 antikapitalistischen Charakters der Mobilisierung von unten. So kann selbst ein teilweiser R\u00fcckzug Macrons die Entwicklung der revolution\u00e4ren Mobilisierung der Massenbewegung nur f\u00f6rdern. Gleichzeitig ist selbst ein Teilkompromiss wie der von der Intersyndicale angestrebte \u2013 die <a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/Mettre-sur-pause-Laurent-Berger-ne-veut-il-plus-le-retrait-de-la-reforme\">am Freitag durch Laurent Berger zu einer Pausierung der Rentenreform aufrief<\/a> und so die Forderung nach R\u00fccknahme der Reform aufgab \u2013 aufgrund der <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/steht-frankreich-vor-einem-massenstreik-der-die-regierung-besiegen-kann\/\">nach 2008 verst\u00e4rkten neoliberalen Unnachgiebigkeit<\/a> inakzeptabel.<\/p>\n<p>Diese Unnachgiebigkeit der Bosse wird durch die Aussicht auf neue Finanzkrisen \u2013 wie der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank in den Vereinigten Staaten gezeigt hat \u2013 und den Anstieg der Staatsverschuldung aufgrund steigender Zinss\u00e4tze verst\u00e4rkt. Die franz\u00f6sische Bourgeoisie wird versuchen, diese Krisen dem Proletariat aufzub\u00fcrden, wie die aktuelle Reform zeigt und wie es von den bonapartistischsten Teilen des Regimes gefordert wird. Unter diesen nationalen und internationalen Bedingungen w\u00fcrde die Zustimmung zu einem Teilr\u00fcckzug einen beunruhigenden Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr das Regime darstellen.<\/p>\n<p>All dies unterstreicht, dass die erfolgreiche R\u00fccknahme der Reform heute unausweichlich mit einer Niederschlagung Macrons einhergehen muss. Dieser Kampf gegen die zentrale Figur der F\u00fcnften Republik, in der sich die reaktion\u00e4rsten Elemente versammeln, impliziert ein viel h\u00f6heres Niveau des Kampfes als bisher, einen Sprung in der Verallgemeinerung des Streiks auf die Gesamtheit der Arbeiter:innen \u2013 mit anderen Worten, die Konkretisierung des politischen Generalstreiks. Das Verdienst des Aufstands der Gelbwesten ist es, diese Frage hinter dem Slogan \u201eMacron, tritt zur\u00fcck\u201c und durch die Ausrichtung ihrer Demonstrationen gegen den Elys\u00e9e-Palast aufgeworfen zu haben. Aber aufgrund der Abwesenheit der zentralen Sektoren der Arbeiter:innenbewegung war die Gelbwestenbewegung nicht in der Lage, sie zu l\u00f6sen. Die tiefgreifenden und ausgedehnten Kr\u00e4fte der gegenw\u00e4rtigen Bewegung \u2013 nicht nur in den verschiedenen Schichten des Proletariats, sondern jetzt auch in der Jugend \u2013 beginnen, die Kraft zu schaffen, um die Frage zu l\u00f6sen. Die Voraussetzung daf\u00fcr ist ein Sprung in der Organisation der Massen im Kampf. Diese Schw\u00e4che bleibt die Achillesferse der gegenw\u00e4rtigen Bewegung.<\/p>\n<p><strong>Ein dringend zu l\u00f6sendes Problem: die Organisation der Sektoren im Kampf<\/strong><\/p>\n<p>Die Aktionskomitees f\u00fcr den Generalstreik sind ein m\u00e4chtiges Instrument zur Organisierung der k\u00e4mpfenden Massen. Ihre Aufgabe ist es, den Verteidigungskampf der arbeitenden Massen zu vereinheitlichen und gleichzeitig den Massen das Bewusstsein ihrer eigenen St\u00e4rke zu vermitteln, um gegen Macron und den kapitalistischen Staat in die Offensive zu gehen. Unmittelbar bedeutet dies, die folgenden Aufgaben der Bewegung zu organisieren:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>a) Aufrechterhaltung der Streikposten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Tatsache, dass der Streik noch nicht verallgemeinert wurde, macht es zu einer Aufgabe ersten Ranges, die Fortschritte der Bewegung in Richtung Generalstreik aufrechtzuerhalten. Dieses Element ist nicht nur wichtig f\u00fcr das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis und die M\u00f6glichkeit, die Wirtschaft lahmzulegen, sondern auch f\u00fcr die St\u00e4rkung der Moral der Bewegung als Ganzes. Wie eine Aktivistin und Lehrerin aus Montpellier sagt: \u201eDie Tatsache, dass es Sektoren gibt, die mit Blockaden streiken, motiviert uns, wir glauben daran\u201c. Genau aus diesen verschiedenen Gr\u00fcnden hat die Regierung die Zwangsverpflichtung der Arbeiter:innen der Raffinerien beschleunigt. Am Tag nach dem Aktionstag am Donnerstag war es ihr gelungen, die gr\u00f6\u00dfte M\u00fcllverbrennungsanage Europas in Ivry und zentrale Bastion des Streiks der M\u00fcllarbeiter:innen zu r\u00e4umen. [A.d.\u00dc.: <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/liveticker-was-passiert-in-frankreich\/\">Am Dienstag<\/a> nahmen die Streikenden die Blockade der M\u00fcllverbrennungsanlage in Ivry wieder auf.]<\/p>\n<p>\u00dcber soziale Netzwerke, Beziehungen \u00fcber die Gewerkschaften und zwischen Aktivist:innen in den Hochburgen des Kampfes wie Le Havre, Fos sur Mer in Marseille oder Saint Nazaire in der N\u00e4he von Nantes setzen Hunderte von Arbeiter:innen, Gewerkschafter:innen, Studierenden und Solidarit\u00e4tsaktivist:innen ihren K\u00f6rper den Drohungen der Ordnungskr\u00e4fte aus \u2013 mit gemischten Ergebnissen. Aber es mangelt nicht an Kr\u00e4ften, um diese Provokationen zu stoppen: Statt Hunderten sollten wir Tausende sein und die Ordnungskr\u00e4fte zum R\u00fcckzug zwingen.<\/p>\n<p>Nehmen wir das Beispiel von Le Havre. Am 23. M\u00e4rz mobilisierten 50.000 Menschen in den Stra\u00dfen von Le Havre zu einer \u00e4u\u00dferst militanten Demonstration, wie oben beschrieben. Wenn die CGT der Raffinerie, des Hafens oder der lokalen Gewerkschaften zur Wahl von Vertreter:innen f\u00fcr ein st\u00e4dtisches Aktionskomitee f\u00fcr den Generalstreik nach Fabriken, B\u00fcros, Betrieben oder Werkst\u00e4tten aufrufen w\u00fcrde, g\u00e4be es sicherlich Tausende von K\u00e4mpfer:innen, die den ganzen Tag \u00fcber Streikposten aufstellen w\u00fcrden, d.h. streng disziplinierte Kampfabteilungen von Arbeiter:innen und Studierenden, um einen Streikabbruch zu verhindern.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>b) Verallgemeinerung des Streiks auf die gesamte Klasse<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir haben die St\u00e4rke und die strategischen Positionen aufgezeigt, die im Moment im unbefristeten Streik sind. Sie sind zwar betr\u00e4chtlich und gr\u00f6\u00dfer als in jeder anderen sozialen Bewegung der letzten Jahrzehnte. Aber um den Streik zu verallgemeinern und zu gewinnen, ist es notwendig, andere strategische Sektoren einzubeziehen, die im Moment am Rande geblieben sind. Das gilt vor allem f\u00fcr die derzeitige proletarische Masse, die aus Millionen von prek\u00e4r oder niedrig bezahlten Arbeiter:innen besteht. Viele dieser Sektoren demonstrieren an den Aktionstagen, zu denen die Intersyndicale aufgerufen hat, oder unterst\u00fctzen die Bewegung und rufen zu ihrer St\u00e4rkung auf, wie die Umfragen seit dem 7. M\u00e4rz zeigen.<\/p>\n<p>In Ermangelung eines verl\u00e4ngerbaren Streiks in diesen Sektoren besteht die Politik der Gewerkschaftsf\u00fchrungen der Intersyndicale jedoch darin, das Repertoire an Aktionen auf Demonstrationen zu beschr\u00e4nken, die angesichts der Gewalt der Bourgeoisie und ihres krisengesch\u00fcttelten Staates immer ohnm\u00e4chtiger sind. Sie erkl\u00e4ren, dass diese Arbeiter:innen nicht zu viele Streiktage ertragen und ihre niedrigen L\u00f6hne opfern k\u00f6nnten. Doch nichts k\u00f6nnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Arbeiter:innen sind bereit, gro\u00dfe Opfer zu bringen, wenn sie ein Programm und Perspektiven sehen, die es ihnen erm\u00f6glichen, ihre miserablen Lebens- und Arbeitsbedingungen qualitativ zu ver\u00e4ndern. Das zeigt einer der Held:innen dieser sozialen Bewegung, ein M\u00fcllarbeiter aus Ivry, der an seinem achten Streiktag erkl\u00e4rte: \u201eIch verdiene 2.000 Euro netto, wenn ich nachts arbeite, und damit komme ich nicht einmal \u00fcber die Runden. Am Ende des Monats und in den folgenden Monaten werde ich weinen. Wir haben keine Streikkasse eingerichtet, um die Bewegung nicht zu beflecken. Wir streiken aus \u00dcberzeugung.\u201c<\/p>\n<p>Es ist diese \u00dcberzeugung und eiserne Entschlossenheit, die die Intersyndicale der Mehrheit der arbeitenden Bev\u00f6lkerung, die die Reform mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit ablehnt, nicht vermitteln kann. Indem sie sich weigert, den Kampf zu politisieren und den Forderungskatalog um alle Herzensforderungen der am meisten ausgebeuteten Sektoren unserer Klasse zu erweitern \u2013 wie niedrige L\u00f6hne, Inflation und die gleitende Skala der L\u00f6hne, Arbeitsbedingungen und eine Vielzahl von Forderungen, die heute im Land diskutiert werden \u2013 boykottiert die Intersyndicale bewusst den Eintritt der explosivsten Sektoren unserer Klasse in die Bewegung. Dies w\u00fcrde eine revolution\u00e4re Dynamik des Kampfes bekr\u00e4ftigen, die die Intersyndicale mit allen Mitteln vermeiden will, da sie bef\u00fcrchtet, von den k\u00e4mpfenden Massen \u00fcberholt zu werden. Aber diese tiefen Sektoren des Proletariats werden nicht mit voller Kraft in den Kampf eintreten, wenn ihnen niemand eine Siegesperspektive gibt, sie mit einem offensiven Programm und einer eisernen Entschlossenheit aufruft, es zu erreichen. Die Aktionskomitees, an der Seite der k\u00e4mpferischen Gewerkschaften oder der branchen\u00fcbergreifenden Koordinierungsversammlungen, wenn es sie wirklich gibt \u2013 auch wenn sie sich im Vergleich zu 2010 schw\u00e4cher entwickelt haben \u2013, die die wichtigsten k\u00e4mpfenden Sektoren vereinen, h\u00e4tten die Autorit\u00e4t, diesen Aufruf zu machen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>c) Den Kampf selbst in die Hand nehmen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In der ersten Phase dieser Bewegung haben die Gewerkschaftsf\u00fchrungen der Intersyndicale den Arbeiter:innen die Entscheidungsgewalt entzogen: die Versammlungen in den Betrieben. Durch die Festlegung einer einzigen begrenzten Forderung und eines Zeitplans f\u00fcr Aktionen, die von oben beschlossen wurden, hat die Intersyndicale die Initiative der Massenbewegung passiviert. Nach der Durchsetzung der Rentenreform per Dekret ist die Spontaneit\u00e4t der Massen im Kampf erwacht. Es ist an der Zeit, dass der Kampf von seinen wirklichen Protagonist:innen angef\u00fchrt wird. Die Aktionskomitees sind das einzige Mittel, um der B\u00fcrokratie die Kontrolle \u00fcber die Bewegung zu entrei\u00dfen, ihren Widerstand zu brechen, den Kampf auf ein politisches Terrain zu heben, das die Massen in ihrem Kampf gegen den kapitalistischen Staat und das reaktion\u00e4re Regime der F\u00fcnften Republik entwaffnet. Sie k\u00f6nnen so auch die Moral und den Heroismus der K\u00e4mpfer:innen st\u00e4rken, indem sie aus ihrem Bewusstsein die F\u00fcgsamkeit und Passivit\u00e4t entfernen, die ihnen von den Gewerkschaftsbossen, insbesondere dem kriecherischsten von ihnen, Laurent Berger, eingeimpft wurde.<\/p>\n<p>Alle drei Elemente zusammen machen die Aktionskomitees des Generalstreiks zu einem unverzichtbaren Instrument f\u00fcr den Sieg. Oder anders ausgedr\u00fcckt, die Bedingung f\u00fcr den Sieg des Proletariats ist die \u00dcberwindung der gegenw\u00e4rtigen F\u00fchrung. Die Einheit der Intersyndicale, die nicht nur zu Beginn der Bewegung, sondern auch heute noch selbst von vielen Basisgewerkschafter:innen als Schl\u00fcssel zum Sieg dargestellt wird, ist eine Torheit, ein Verbrechen angesichts der immer deutlicher werdenden Sackgasse der Strategie der F\u00fchrungen der Gewerkschaftsdachverb\u00e4nde. Gegen diesen Weg der Niederlage m\u00fcssen wir uns wehren, indem wir die Aktionskomitees f\u00fcr den Generalstreik verallgemeinern.<\/p>\n<p>Auf seinem letzten landesweiten Treffen, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wir-brauchen-ueberall-aktionskomitees-das-netzwerk-fuer-den-generalstreik-ruft-in-frankreich-zur-organisierung-an-der-basis-auf\/\">an dem zahlreiche Sektoren teilgenommen haben<\/a>, hat das Netzwerk f\u00fcr den Generalstreik einen Aufruf zur Organisierung an die k\u00e4mpfenden Sektoren, an die k\u00e4mpferischen Gewerkschaften und an die interprofessionellen Koordinierungen, die es m\u00f6glicherweise gibt, gerichtet:<\/p>\n<p><em>Um in die Offensive zu gehen und zu gewinnen, werden spontane Demonstrationen oder gar Blockaden jedoch nicht ausreichen. Nur die Ausweitung des verl\u00e4ngerbaren Streiks auf m\u00f6glichst viele Sektoren, unterst\u00fctzt durch Solidarit\u00e4tsaktionen von au\u00dfen, die zu einem weitgehenden Lahmlegen der Wirtschaft f\u00fchren, kann die Regierung zum R\u00fcckzug bewegen. Dennoch verstrickt sich die Intersyndicale in eine Strategie isolierter Aktionstage, die bereits alle ihre Grenzen und ihre Wirkungslosigkeit aufgezeigt hat. Deshalb ist es an der Zeit, dass wir unsere Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir m\u00fcssen unsere Streiks koordinieren und mit einer echten Politik des aktiven Streiks all jene abholen, die noch nicht im Streik sind. Wir m\u00fcssen ein breites Solidarit\u00e4tsnetzwerk aufbauen, das in der Lage ist, der Repression, die auf unsere Streikposten und die Aktivist:innen der Bewegung niederprasselt, entgegenzutreten. Daf\u00fcr und weil sie auf der anderen Seite sehr gut organisiert sind, m\u00fcssen wir uns auch selbst organisieren. In Vollversammlungen an unseren Arbeits- und Studienorten, aber auch in branchen\u00fcbergreifenden Zusammenschl\u00fcssen mit dem erkl\u00e4rten Ziel, \u00fcberall auf eine Verallgemeinerung des Streiks zu dr\u00e4ngen. Dies ist nach wie vor der schw\u00e4chste Punkt der Bewegung und muss dringend behoben werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb schlagen wir allen Sektoren, die sich in einem verl\u00e4ngerbaren Streik befinden, den k\u00e4mpferischen Gewerkschaften und Verb\u00e4nden, den branchen\u00fcbergreifenden Vollversammlungen, wo es sie gibt, der mobilisierten Jugend sowie allen, die zu dieser Perspektive beitragen wollen, vor, \u00fcberall und ab sofort einheitliche Aktionskomitees f\u00fcr den Generalstreik ins Leben zu rufen, die sich landesweit untereinander koordinieren. Dies ist die einzige M\u00f6glichkeit, um zu verhindern, dass die Wut, die sich derzeit ausdr\u00fcckt, sich unter den Schl\u00e4gen der Repression in einer Vielzahl von Einzelk\u00e4mpfen aufl\u00f6st, und um sie in einen Sieg zu verwandeln, den wir alle brauchen.<\/em><\/p>\n<p>Um zu zeigen, dass es sich nicht nur um eine Rede oder eine Absichtserkl\u00e4rung handelt, mobilisierte eine gro\u00dfe Delegation des Netzwerks aus der Region Paris, um die von der Zwangsverpflichtung bedrohten Raffinerien in Le Havre konkret zu unterst\u00fctzen, und versammelte <a href=\"https:\/\/www.laizquierdadiario.com\/Los-huelguistas-de-la-refineria-de-Normandia-retoman-los-piquetes-contra-la-policia\">sich vor Ort mit vielen lokalen Mitgliedern des Netzwerks<\/a>. Wie <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1936\/06\/entscheid.htm\">Trotzki 1936 \u00fcber eine Bewegung sagte<\/a>, die weiter fortgeschritten war als die gegenw\u00e4rtige (wie der Streik mit Fabrikbesetzungen im Jahr 1936), was aber f\u00fcr den gegenw\u00e4rtigen Moment des Klassenkampfes seine vollst\u00e4ndige G\u00fcltigkeit beh\u00e4lt: \u201eDie Organisation, die in der heutigen Streikbewegung keine St\u00fctzpunkte findet, die sich nicht fest mit den k\u00e4mpfenden Arbeitern zu verbinden versteht, ist des Namens einer revolution\u00e4ren Organisation unw\u00fcrdig\u201c. Dies ist der Leitfaden, an dem wir uns bei R\u00e9volution Permanente orientieren, stolz darauf, zur Organisation und zum Bewusstseinsfortschritt eines Teils der k\u00e4mpfenden Arbeiter:innen beitragen und n\u00fctzlich sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel erschien zuerst auf Franz\u00f6sisch bei <\/em><a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/Comites-d-action-pour-la-greve-generale-les-masses-en-lutte-ont-besoin-de-s-organiser\"><em>R\u00e9volution Permanente<\/em><\/a><em> und auf Spanisch bei <\/em><a href=\"https:\/\/www.laizquierdadiario.com\/Francia-Comites-de-accion-por-la-huelga-general-las-masas-en-lucha-necesitan-una-organizacion\"><em>Ideas de Izquierda<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/aktionskomitees-fuer-den-generalstreik-die-kaempfenden-massen-in-frankreich-brauchen-eine-organisation\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 30. M\u00e4rz 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Juan Chingo. Der historische Streik- und Aktionstag des 23. 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