{"id":12868,"date":"2023-04-02T10:12:28","date_gmt":"2023-04-02T08:12:28","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12868"},"modified":"2023-04-02T10:12:29","modified_gmt":"2023-04-02T08:12:29","slug":"frankreichs-jugend-auf-der-strasse-von-der-wut-zur-revolutionaeren-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12868","title":{"rendered":"<strong>Frankreichs Jugend auf der Stra\u00dfe: von der Wut zur revolution\u00e4ren Kraft<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p>Die Mobilisierung gegen die Durchsetzung des Artikel 49.3 der franz\u00f6sischen Verfassung und mit ihm die verhasste Rentenreform ergreift nun auch die Jugend. Tausende junge Franz\u00f6s:innen tragen nun ihren Zorn in Form von spontanen Massenmobilsierungen und Generalversammlungen auf die Stra\u00dfen. Von Paris bis nach Montpellier schlie\u00dft sich die Jugend der Bewegung an<!--more--> und ist gekommen um zu bleiben.<\/p>\n<p><strong>80 Hochschulen besetzt, mehrere hundert Oberstufen werden mobilisiert: Die Jugend ist auf der Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>Am Donnerstag den 23. M\u00e4rz konnte niemand die massive Beteiligung der Jugend an den Protesten ignorieren. Schon am Morgen waren 80 Universit\u00e4ten und Schulen blockiert, sowie einige hunderte Oberstufen im ganzen Land. Zum Vergleich: Am 7. M\u00e4rz waren nur 40 Bildungseinrichtungen blockiert, die Mobilisierung erf\u00e4hrt nun einen echten Sprung. Es findet daher eine gewaltige und wichtige Mobilisierung in allen St\u00e4dten des Landes statt: Von Paris, \u00fcber Tours, Angers, Caen, Grenoble, Toulouse, Albi, Nizza, Chamb\u00e9ry, Rennes, Lille bis Marseille. \u00dcberall brachten gro\u00dfe Demonstrationen hunderte bis tausende Jugendliche auf die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe der Bewegung hat vergangene Woche erneut ihr Potenzial entfaltet, das weit \u00fcber die Grenzen der Universit\u00e4ten oder Schulen hinausgeht. Die Studierenden der juristischen Fakult\u00e4t Panth\u00e9on-Assas in Paris haben ihr Institut besetzt und haben es aus dem Anlass zum \u201cRoten Assas\u201d umbenannt. Das erste Mal seit 53 Jahren. Wie beim \u201cAssas\u201d haben Studierende an anderen Universit\u00e4ten sich wie nie zuvor mobilisiert, so zum Beispiel die Uni Lyon 3 oder die Kapitols-Universit\u00e4t in Toulouse. Die Studierenden der Ingenieursschulen haben sich in einem noch nie dagewesenen Ausma\u00df den Massenprotesten angeschlossen. Wie auch bei L\u2019INSA in Toulouse, wo sich diese Woche mehr als 150 Personen zu einer Generalversammlung versammelt haben und einen Teil der Schule besetzen, aber auch bei ENTPE in Paris. F\u00fcr die 22-j\u00e4hrige C\u00e9cile, die von der Huffington Post befragt wurde, \u201eist der 49.3 eine Vorgehensweise, die nicht mehr hingenommen wird, ebenso wie die Polizeigewalt\u201c.<\/p>\n<p>Der von zahlreichen Medien kommentierte Eintritt der Jugend in den Kampf markiert einen neuen Wendepunkt in der Situation. F\u00fcr St\u00e9phane Sirot, Historiker, Soziologe und Spezialist f\u00fcr soziale Bewegungen, geht die Mobilisierung der Jugend weit \u00fcber die Rentenfrage hinaus: \u201eSeit der Verabschiedung des 49.3 durch die Regierung, besch\u00e4ftigt sie die Frage der Demokratie\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Der Eintritt der Jugend auf die B\u00fchne der Proteste verdunkelt ein ohnehin schon d\u00fcsteres Bild f\u00fcr Macron, zumal sie sich explizit gegen seine Figur und den Autoritarismus der F\u00fcnften Republik, den er verk\u00f6rpert, stellt. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Ifop ist Macrons Beliebtheitsgrad bei den 18- bis 25-J\u00e4hrigen noch nie so niedrig gewesen. Die Mcfly- und Carlito-Videos (PR-Aktion auf Youtube mit Macron) und die PR-Aktionen reichen nicht mehr aus, um eine ganze Generation zum Schweigen zu bringen, die einen hohen Preis f\u00fcr die Austerit\u00e4tspolitik der Regierung bezahlt hat: Senkung der Sozialhilfen, Abschaffung der 1-Euro-Mahlzeiten, katastrophales Management der Gesundheitskrise. Die Regierung hat vermehrt ihre Versprechen gebrochen, greift die Budgets der Kunst- und Architekturschulen, aber auch der Universit\u00e4ten an und weigert sich, die Stipendien oder die Sozialhilfe zu erh\u00f6hen. Es ist die ganze aufgestaute Wut der Generation, die w\u00e4hrend der COVID-19 Pandemie \u201egeopfert\u201c wurde, die sich heute auf der Stra\u00dfe ausdr\u00fcckt. Bisher hatte diese Not morbide Ausdrucksformen gefunden. Der Ausdruck dieser Wut der Jugend durch Mobilisierung und kollektive Organisation ist bereits ein Sieg f\u00fcr die Tausenden von jungen Menschen.<\/p>\n<p>Der massive Eintritt der Jugendlichen in die Mobilisierung l\u00e4sst sich auch durch ein allgemeines Gef\u00fchl erkl\u00e4ren, dass \u201ees Zeit ist, so weit zu gehen\u201c, denn auch wenn der 49.3 ein autorit\u00e4rer Durchmarsch ist, so ist er doch auch ein Zeichen f\u00fcr eine Regierung, die schw\u00e4cher denn je ist. W\u00e4hrend der Streik in den Raffinerien, im Energiesektor oder auch im Transportwesen aufrechterhalten und erneuert werden kann, erscheint die Aussicht auf einen Sieg gegen die Regierung f\u00fcr Tausende von Jugendlichen plausibel. Diese Entschlossenheit zum Sieg zeigte sich in den spontanen Demonstrationen, die in Paris, Montpellier, Lyon oder auch Bordeaux entstanden, aber auch in den Generalversammlungen, Blockaden und Universit\u00e4tsbesetzungen, die in den letzten Tagen immer h\u00e4ufiger wurden.<\/p>\n<p><strong>\u201eMacron d\u00e9mission\u201c: Die Jugend lehnt das Macron-Regime und seine brutale Unterdr\u00fcckung ab<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem undemokratischen Angriff der Regierung hat die Mobilisierung gegen die Rentenreform eine gro\u00dfe Wende genommen. Als Zeichen einer ersch\u00fctterten Regierung wurde mit dem 49.3 noch mehr \u00d6l ins Feuer gegossen. Nun entbrennt ein Kampf gegen das gesamte Projekt Macrons durch die Arbeiter:innenklasse und die Jugend, der sich in den Stra\u00dfen zeigt.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe der aktuellen Mobilisierung und die Einrichtungen, die sich auf bisher nie dagewesene Weise mobilisieren, legen den Grundstein daf\u00fcr, dass das Ausma\u00df der Proteste der letzten Studierendenbewegung im Jahr 2018 \u00fcbertroffen wird. Dies sind Elemente, die eine Bewegung ank\u00fcndigen k\u00f6nnten, deren Ausma\u00df mit dem Kampf gegen den CPE (Contrat Premi\u00e8re Embauche) im Jahr 2006 vergleichbar ist. Ein wichtiger Unterschied zur damaligen Bewegung liegt in der heute weitgehend verbreiteten antikapitalistischen Gesinnung, w\u00e4hrend die Mobilisierung von 2006 von einem eher bescheidenen antiliberalen Denken gepr\u00e4gt war.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer breiten Infragestellung der Legitimit\u00e4t Macrons in der Bev\u00f6lkerung und der politischen Institutionen insgesamt, d\u00fcrfte es der Regierung schwer fallen, die Bestrebungen der Jugend in institutionelle Bahnen zu lenken, und sie hat derzeit keinen anderen Weg als den der brutalen Repression. Seit der Ank\u00fcndigung des 49.3 wurden Tausende Demonstrant:innen, darunter viele Jugendliche verhaftet und in Gewahrsam genommen. Auch bei Blockaden von Universit\u00e4ten wie in Stra\u00dfburg und Lille oder an Gymnasien wird die Polizei massiv repressiv eingesetzt.<\/p>\n<p>Aus Angst vor einer Verbindung zwischen der Wut der Jugendlichen und der Arbeiter:innenbewegung versucht die Regierung, die Studierendenmobilisierung im Keim zu ersticken. Abel, ein Dozent in Paris 8, meint: \u201eSie versuchen, diese Spontanit\u00e4t der Jugend zu zerst\u00f6ren, um zu verhindern, dass sie sich ausbreitet, und dass die Arbeiter sie aufgreifen und daraus Mut sch\u00f6pfen.\u201c In diesem Sinne ist auch die brutale Unterdr\u00fcckung der Demonstration zu verstehen, die von der Pariser Inter-facs (fakult\u00e4ts\u00fcbergreifende Versammlung von Studierenden\u201d von der Universit\u00e4t Tolbiac aus organisiert wurde, um die streikenden M\u00fcllarbeiter:innen an ihrem Streikposten zu unterst\u00fctzen, bei der f\u00fcnf Student:innen festgenommen wurden.<\/p>\n<p>Zu Macrons Nachteil, radikalisiert die Polizeigewalt die Demonstrierenden zunehmend weiter, denn sie sehen den direkten Zusammenhang zwischen dem autorit\u00e4ren 49.3 und der Repression, zumal auch innerhalb der Universit\u00e4ten die Pr\u00e4sidien versuchen, die Mobilisierung daran zu hindern, sich zu strukturieren, indem sie administrative Schlie\u00dfungen und den \u00dcbergang ins Fernstudium erzwingen.<\/p>\n<p>Um die Bewegung erfolgreich zu st\u00e4rken und sich gegen die Repressionen der Polizei und der Universit\u00e4tspr\u00e4sidien zu wehren, ist Selbstorganisierung unsere wichtigste Taktik. Sie kann Hunderte von Student:innen vor Polizeistationen und auf Streikposten mobilisieren und so die staatliche Repression in die Schranken weisen, wie es am vergangenen Freitag bei der Raffinerie in der Normandie der Fall war.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr den Aufbau und die Koordinierung einer massiven Student:innenbewegung, um Macrons Politik ein Ende zu setzen<\/strong><\/p>\n<p>Heute ist klar, dass die Jugend eine gro\u00dfe Rolle bei der radikaleren und spontanen Art der Mobilisierungen spielt. Aber \u00fcber die mobilisierten Jugendlichen hinaus sind es Tausende von Arbeiter:innen, die sich bei der Ank\u00fcndigung des 49.3 f\u00fcr eine radikalere Art des Protests entschieden haben. Wilder Streik in Ch\u00e2tillon, spontane Demonstrationen, Stopp des Versands in die Normandie: Die Grundlagen f\u00fcr eine politische Bewegung gegen Macron, die F\u00fcnfte Republik und das gesamte System, das er verk\u00f6rpert, sind gelegt.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang k\u00f6nnten die Spontanit\u00e4t und Radikalit\u00e4t einer Studierendenbewegung eine Rolle spielen, um die \u201cIntersyndicale\u201d unter Druck zu setzen, die ihre Strategie des institutionellen Drucks beibeh\u00e4lt, indem sie nun mit einer Klage vor dem Verfassungsrat oder dem Referendum der geteilten Initiative wedelt und auf der Organisation isolierter Streiktage beharrt. Eine Strategie der Niederlage, die auch von Louis Boyard vertreten wird, der gegen\u00fcber BFMTV erkl\u00e4rte, dass es einen \u201eAusweg aus der Krise durch die Wahlurnen\u201c geben m\u00fcsse. Schlimmer noch, der Generalsekret\u00e4r der CFDT, Laurent Berger, zeigt sich nun bereit, die Forderung nach R\u00fccknahme der Reform zu liquidieren und die Bewegung zu verraten, indem er der Regierung vorschl\u00e4gt, \u201eeine Pause einzulegen\u201c, um \u201eeinen Kompromiss\u201c zu finden.<\/p>\n<p>Um all diese Sackgassen zu \u00fcberwinden, die in keiner Weise den Ambitionen der streikenden Sektoren und der Jugendlichen auf der Stra\u00dfe entsprechen, die Macron und seine Reform aus dem Weg r\u00e4umen wollen, muss die Studierendenbewegung mit den Strategien der Niederlage brechen und darauf hinarbeiten, an der Seite der Arbeiter:innen in den strategischen Sektoren die Streiks auszuweiten. Denn auch wenn die Radikalit\u00e4t auf den Stra\u00dfen allein nicht ausreicht, um den Sieg herbeizuf\u00fchren, ist ihre Verbindung mit der Ausweitung des Streiks auf die gesamte Wirtschaft \u00fcber die bereits mobilisierten Sektoren hinaus, eine zentrale Aufgabe der Bewegung, die erreicht werden kann, sofern eine Massenbewegung der Studierenden aufgebaut wird, die an der Seite der Arbeiter:innen k\u00e4mpft. In diesem Sinne ist die Verteidigung der laufenden verl\u00e4ngerbaren Streiks gegen die Repression, wie es die Jugendlichen in Paris getan haben, indem sie die M\u00fcllarbeiter:innen vor den TIRUs im Arbeitskampf unterst\u00fctzten, ein Beispiel f\u00fcr Solidarit\u00e4t, das auf alle unterdr\u00fcckten Sektoren auszuweiten, entscheidend ist.<\/p>\n<p>Um der Studierendenbewegung zu erm\u00f6glichen, in dieser Situation eine Rolle zu spielen, ist es notwendig, die n\u00e4chste nationale Studierendenkoordination (Versammlung), die am Wochenende des 1. April in Paris stattfinden wird, aufzubauen und zu erweitern. Alle mobilisierten Jugendlichen im ganzen Land m\u00fcssen ein demokratisches Organ schaffen, um die Mobilisierungen zu diskutieren und zu koordinieren, ohne auf die Vorgaben der Intersyndicale zu warten. Der Aufbau dieser Koordination von unten, in jeder mobilisierten Vollversammlung und Universit\u00e4t des Landes, ist eine zentrale Herausforderung f\u00fcr die Bewegung. In einer Zeit, in der die Intersyndicale versucht, die Mobilisierung auszul\u00f6schen und einen Kompromiss mit der Regierung anstrebt, muss die Jugend darauf hinarbeiten, die Bewegung an der Seite der Arbeitnehmer:innen zu versch\u00e4rfen. Im Jahr 2016 war es dem Aufruf der nationalen Studierendenkoordination zu verdanken, dass die Intersyndicale teilweise gezwungen war, zur Mobilisierung am 9. M\u00e4rz 2016 aufzurufen. Der Aufbau einer solchen nationalen Koordination, die alle mobilisierten Sch\u00fcler:innen und Student:innen an den Schulen und Universit\u00e4ten vertritt, kann eine Schl\u00fcsselrolle beim Aufbau einer erfolgreichen Strategie ohne Kompromisse mit der Regierung spielen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Pr\u00e4sidien die Unis schlie\u00dfen, um zu verhindern, dass sich die Organisation der Studierenden strukturiert, m\u00fcssen die Vollversammlungen weiter aufgebaut werden, um die Hochschulen zu offenen Orten zu machen, die im Dienste der Mobilisierung stehen. Dies ist ein erster Schritt, um f\u00fcr eine andere Art von Universit\u00e4ten zu k\u00e4mpfen, die f\u00fcr alle und jeden offen sind und in denen die Wissenschaft der Bev\u00f6lkerung und nicht den kapitalistischen Profiten dient.<\/p>\n<p>Denn in diesem Kampf, der mittlerweile \u00fcber die Rentenreform hinausgeht, ist es m\u00f6glich, die Rente mit 60 Jahren bei vollem Lohnsatz, die Anpassung der L\u00f6hne an die Inflation oder auch die Einf\u00fchrung eines von den Arbeitgeber:innen finanzierten Studierendeneinkommens zu erreichen. Angesichts der zutiefst undemokratischen Handlungen der F\u00fcnften Republik ist es auch notwendig, die Abschaffung des Senats und der Nationalversammlung zu erk\u00e4mpfen, um den Aufbau einer einzigen, st\u00e4ndig abw\u00e4hlbaren Versammlung der Arbeiter:innen voranzutreiben.<\/p>\n<p>Es geht darum, all diese Forderungen durchzusetzen, indem wir uns f\u00fcr den Aufbau einer massiven Studierendenbewegung an der Seite der Arbeiter:innen einsetzen. K\u00e4mpfen wir gemeinsam f\u00fcr einen roten April, um gegen die Zukunft des Elends und der \u00f6kologischen Krise zu k\u00e4mpfen, f\u00fcr die Macron und seine Polizei stehen!<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer franz\u00f6sischen Schwesterorganisation R\u00e9volution Permanente.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/frankreichs-jugend-auf-der-strasse-wie-sich-die-wut-in-eine-revolutionaere-kraft-verwandeln-kann\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 2. April 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mobilisierung gegen die Durchsetzung des Artikel 49.3 der franz\u00f6sischen Verfassung und mit ihm die verhasste Rentenreform ergreift nun auch die Jugend. 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