{"id":12931,"date":"2023-04-17T11:58:10","date_gmt":"2023-04-17T09:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12931"},"modified":"2023-04-17T11:58:11","modified_gmt":"2023-04-17T09:58:11","slug":"auf-kommando-des-cia-chefs-wie-der-ukraine-krieg-am-15-april-2014-begann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12931","title":{"rendered":"<strong>Auf Kommando des CIA-Chefs: Wie der Ukraine-Krieg am 15. April 2014 begann<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Thomas R\u00f6per.<\/em> Der k\u00fcrzliche Jahrestag des Beginns des Krieges in der Ukraine ist eine gute Gelegenheit, noch einmal auf die Ereignisse Mitte April 2014 zur\u00fcckzublicken. Ich werde dazu eine weitere Leseprobe aus meinem Buch \u00fcber die Ukraine-Krise 2014 ver\u00f6ffentlichen, in dem ich die Chronologie der Ereignisse vom Beginn des Maidan im November 2013 bis zur Unterzeichnung des Zweiten Minsker<!--more--> Abkommens im Februar 2015 auf fast 700 Seiten und mit fast tausend Quellen im Detail nachgezeichnet habe.<\/p>\n<p><strong>Die Vorgeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Ende Februar fand in Kiew der Maidan-Putsch statt. \u00dcber die Ereignisse des Maidan und warum das per Definition ein aus den USA gelenkter Putsch war, habe ich in meinem Buch \u00fcber die Ukraine-Krise 2014 ausf\u00fchrlich berichtet und im Februar habe ich \u2013 ebenfalls aufgrund des neunten Jahrestages der Ereignisse \u2013 bereits eine 15-teilige Serie mit Leseproben aus dem Buch ver\u00f6ffentlicht. Die Teile, in denen es um den Putsch des Jahres 2014 in Kiew geht, finden Sie <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/teil-5-die-todesschuesse-des-maidan\/\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/teil-6-machtwechsel-in-kiew\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/teil-7-auslaendische-lenkung-des-maidan\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Nach dem Maidan spaltete sich die Krim von der Ukraine ab und beschloss, sich mit Russland zu vereinigen. Wie das abgelaufen ist und warum das keine \u201erussische Annexion\u201c sondern eine Sezession, also eine Abspaltung der Krim von der Ukraine war, die von der absoluten Mehrheit der Bev\u00f6lkerung seit Jahren gew\u00fcnscht wurde, k\u00f6nnen Sie in Leseproben aus dem Buch <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/teil-9-die-situation-auf-der-krim\/\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/teil-10-das-referendum-auf-der-krim\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/teil-11-nach-dem-referendum\/\">hier<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, zu erw\u00e4hnen, dass es im Donbass bereits seit Dezember 2013 Proteste gegen den Kiewer Maidan, die sogenannte \u201eAnti-Maidan-Bewegung\u201c, gegeben hat. Nach dem Putsch Ende Februar 2014 verst\u00e4rkten sich die Proteste nicht nur auf der Krim, sondern auch im Donbass und der S\u00fcdukraine. Auch St\u00e4dte wie Odessa, Melitopol oder Mariupol verweigerten der neuen Kiewer Maidan-Regierung den Gehorsam. All das verlief jedoch friedlich, es gab kaum Gewalt und vor allem keine Toten.<\/p>\n<p>Das \u00e4nderte sich im April 2014, denn am 15. April 2014 begann die Kiewer Maidan-Regierung die \u201eAnti-Terror-Operation\u201c in den rebellierenden Gebieten und setzte Panzer gegen die Demonstranten in der damaligen Ost- und S\u00fcdukraine in Marsch. Diese \u201eAnti-Terror-Operation\u201c war der Beginn des Krieges in der Ukraine, in den Russland im Februar 2022 eingegriffen hat. Der Krieg dauerte zum Zeitpunkt von Russlands Eingreifen \u2013 unbeachtet von den westlichen Medien \u2013 bereits fast acht Jahre lang.<\/p>\n<p>Dass es Kiew war, das diesen Krieg angefangen hat, wird deutlich, wenn man sich die Chronologie der Ereignisse des Fr\u00fchjahres 2014 anschaut. W\u00e4hrend des Maidans wurde vom Westen gefordert, die ukrainische Regierung d\u00fcrfe keine Gewalt gegen die Maidan-Demonstranten anwenden, sondern solle ihre Forderungen ernst nehmen und erf\u00fcllen. Nach dem Maidan war es anders und niemand forderte von der durch den Putsch an die Macht gekommenen Maidan-Regierung, mit den Demonstranten im S\u00fcden und Osten der Ukraine zu verhandeln. Zwei Monate lang verweigerte Kiew jedes Gespr\u00e4ch mit den Demonstranten und schickte dann im April \u2013 anstatt einer Verhandlungsdelegation \u2013 Panzer und Kampfflugzeuge gegen die damals noch unbewaffneten Demonstranten.<\/p>\n<p>Das war \u00fcbrigens kaum eine Entscheidung, die Kiew unabh\u00e4ngig getroffen hat, denn der damalige CIA-Chef war extra nach Kiew gereist und nahm an der entscheidenden Sitzung des ukrainischen Sicherheitsrates, auf der die \u201eAnti-Terror-Operation\u201c beschlossen wurde, teil. Er wird auf der Sitzung kaum den Kaffee serviert haben, sondern er d\u00fcrfte den Krieg im Donbass angeordnet haben, der den Interessen der USA entsprach: Die USA wollten (und wollen bis heute) Russland und die Ukraine dauerhaft voneinander trennen, wie Geostrategen in Washington seit den 1990er Jahren offen erkl\u00e4ren. Und was k\u00f6nnte zwei eigentlich eng verbundene Bruderv\u00f6lker effektiver gegeneinander aufbringen, als ein blutiger Krieg?<\/p>\n<p>Kommen wir nun zur Chronologie der Ereignisse von Mitte April 2014, wie Sie sie in meinem Buch \u00fcber die Ukraine-Krise nachlesen k\u00f6nnen. In dem Buch sind die Quellen zu den genannten Zitaten und Ereignissen alle angegeben.<\/p>\n<p><strong>Ausrufung der \u201eAnti-Terror-Operation\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beginn der Leseprobe:<\/strong><\/p>\n<p>Am 13. April beschloss der Nationale Sicherheitsrat der Ukraine die Antiterror-Operation im Osten der Ukraine. Dar\u00fcber berichtete die ukrainische Agentur \u201eUkrinform\u201c unter der \u00dcberschrift: \u201eTurtschynow: Der Sicherheitsrat hat beschlossen, das Milit\u00e4r in die Antiterror-Operation einzubinden\u201c In diesem heute im Netz nicht mehr verf\u00fcgbaren Artikel wurde ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat hat eine gro\u00dfangelegte Antiterror-Operation unter Einbeziehung der Armee beschlossen. Das berichtet der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident Alexander Turtschynow in seiner Videoansprache an das ukrainische Volk.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Es mag ungl\u00fccklich formuliert sein, aber es ist merkw\u00fcrdig, dass der Sicherheitsrat dies beschlossen hat und der Pr\u00e4sident es lediglich verk\u00fcndete. Gegen eine ungl\u00fcckliche Formulierung spricht allerdings, dass es alle ukrainischen Medien so meldeten. Hatten in Kiew in diesen Tagen die Hardliner um den Sicherheitsratsvorsitzenden Andrij Parubij von der \u201eSwoboda\u201c das Sagen und die f\u00fchrenden Politiker um Turtschynow wurden von ihnen getrieben? Oder gab es noch andere Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass nun anscheinend der Sicherheitstrat der Regierung den Kurs vorgab? Zur Antwort auf diese Frage kommen wir etwas sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Moskau reagierte auf die Ausrufung der Anti-Terror-Operation am gleichen Tag, wie \u201eRia Novosti\u201c schrieb:<\/p>\n<p><em>\u201eRussland verurteilt den Einsatz von Gewalt unter Einbeziehung von K\u00e4mpfern des Rechten Sektors gegen Demonstranten in der S\u00fcdost-Ukraine und ruft den Westen dazu auf, Kiew davon zu \u00fcberzeugen, sich von Neonazis zu distanzieren, erkl\u00e4rt das Au\u00dfenministerium Russlands in einer Mitteilung, die Ria Novosti am Sonntag erhalten hat. Au\u00dferdem bezeichnen russische au\u00dfenpolitische Beobachter den Ukas des \u00dcbergangspr\u00e4sidenten Turtschynow, die Armee gegen Demonstranten einzusetzen, als Verbrechen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Interessant war die Berichterstattung des Westens, exemplarisch sei der deutsche Nachrichtensender \u201eN-TV\u201c vom 13. April zitiert. Dort wurde unter der \u00dcberschrift \u201eTote bei \u201eAnti-Terror-Einsatz\u201c in der Ukraine\u201c geschrieben:<\/p>\n<p><em>\u201eNach der Besetzung mehrerer \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude in der Ost-Ukraine gehen ukrainische Sicherheitskr\u00e4fte nach Angaben der Regierung gegen pro-russische Gruppen vor. Dabei gab es dem Innenministerium zufolge \u201eTote und Verletzte auf beiden Seiten\u201c Ein Geheimdienstagent sei get\u00f6tet und f\u00fcnf weitere Menschen seien verletzt worden, bei den \u201eSeparatisten\u201c habe es eine unbekannte Zahl an Opfern gegeben, so Innenminister Awakow. \u2026 Einheiten aller Sicherheitskr\u00e4fte des Landes seien beteiligt, schrieb Awakow. Er forderte die Bewohner von Slawjansk auf, das Stadtzentrum zu r\u00e4umen, in ihren H\u00e4usern zu bleiben und sich von den Fenstern fernzuhalten. Reporter berichteten von Milit\u00e4r-Hubschraubern, die zeitweise \u00fcber der Stadt zu sehen waren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Davon, dass Kiew ausdr\u00fccklich mit der Armee gegen die Demonstranten vorgehen wollte, las man an diesem Tag in der deutschen Presse kein Wort, lediglich die Umschreibung, dass \u201eEinheiten aller Sicherheitskr\u00e4fte\u201c beteiligt wurden. Die Regierungen im Westen reagierten mit Schuldzuweisungen an Moskau. Man muss sich fragen, warum der Westen und die westliche Presse die versuchten R\u00e4umungen des Maidan durch die Polizei so heftig kritisiert hatten, nun aber zu einem Einsatz der Armee gegen Demonstranten schwiegen.<\/p>\n<p><strong>Erste Gefechte<\/strong><\/p>\n<p>Am 13. April berichtete \u201eRIA Novosti\u201c unter der \u00dcberschrift \u201eVor Einsatz in Slawjansk: CIA-Chef soll heimlich Kiew besucht haben\u201c von einem Besuch des CIA-Chefs Brennan in Kiew:<\/p>\n<p><em>\u201eDer CIA-Chef John Brennan hat am Samstag zu Geheimgespr\u00e4chen in Kiew geweilt, erfuhr RIA Novosti aus ukrainischen Sicherheitskreisen. \u2026 \u201eEr (Brennan) war hier unter einem anderen Namen. Nach seinen Treffen mit Sicherheitschefs wurde die Operation in Slawjansk beschlossen\u201c \u2026 Der russische Parlamentarier Nikolai Kowaljow h\u00e4lt diese Meldungen f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig. \u201eF\u00fcr einen derart ranghohen Chef gibt es keine Notwendigkeit in die Ukraine zu reisen, und schon gar nicht unter falschem Namen\u201c, kommentierte Kowaljow, einst Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Am 14. April best\u00e4tigte Washington jedoch den Besuch, wie \u201eRIA Novosti berichtete\u201c:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Wei\u00dfe Haus hat best\u00e4tigt, dass der CIA-Chef John Brennan am vergangenen Wochenende zu einem Besuch in der Ukraine geweilt hatte. \u2026 Zuvor hatte ein ranghoher Mitarbeiter der ukrainischen Sicherheitskr\u00e4fte der Nachrichtenagentur RIA Novosti mitgeteilt, dass sich Brennan am Samstag in Kiew mit Vertretern der ukrainischen Milit\u00e4r- und Sicherheitsstrukturen getroffen hatte. Gleich darauf k\u00fcndigte das ukrainische Innenministerium eine Sonderoperation gegen die Anh\u00e4nger des F\u00f6deralismus in \u00f6stlichen Regionen der Ukraine an.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ab dem 15. April berichteten dann auch die deutschen Medien dar\u00fcber. So schrieb der \u201eSpiegel\u201c am 15. April:<\/p>\n<p><em>\u201eEine brisante Enth\u00fcllung russischer Medien: CIA-Chef John Brennan war auf geheimer Mission in Kiew. Moskau bezichtigt den Geheimdienstchef prompt, einen Einsatz gegen Separatisten in der Ostukraine organisiert zu haben. Die USA spielen den Besuch herunter. \u2026 Angesichts der Vorhaltungen aus Russland sah sich das US-Au\u00dfenministerium zu seiner Erkl\u00e4rung gen\u00f6tigt. John Kerrys Sprecherin Jennifer Psaki best\u00e4tigte am Montag, dass Brennan tats\u00e4chlich in Kiew war \u2013 angeblich zu einem Routinebesuch.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Artikel besch\u00e4ftigte sich dann auch damit, dass Washington bestritt, der Besuch k\u00f6nnte etwas mit der zeitgleich angek\u00fcndigten \u201eAntiterror-Operation\u201c zu tun haben. Interessant war der letzte Absatz:<\/p>\n<p><em>\u201eWas genau Brennan mit seinem Blitzbesuch in Kiew bezweckte, d\u00fcrfte also erst deutlich werden, wenn sich die Ukraine-Krise weiter zuspitzen sollte.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Da sich die Krise schon in den n\u00e4chsten Tagen massiv zuspitzte, ist es schade, dass der \u201eSpiegel\u201c sp\u00e4ter zu dieser Frage nicht zur\u00fcckgekehrt ist, die er hier selbst aufgeworfen hatte.<\/p>\n<p>Die \u201eWelt\u201c berichtete am 16. April unter dem Titel \u201eWie die CIA Kiew mit Geheim-Informationen hilft\u201c dar\u00fcber und schrieb:<\/p>\n<p><em>\u201eRussische Medien hatten zuvor berichtet, Brennan sei unter falschem Namen in die Ukraine gereist. In Kiew habe er sich mit den neuen \u201eMachthabern\u201c in \u201egeheimen Gespr\u00e4chen\u201c \u00fcber die Krise in der Ostukraine beraten, berichtete die Agentur Interfax. Der Geheimdienstchef habe Kiew nahegelegt, Antiterrorma\u00dfnahmen gegen die Separatisten im Osten des Landes einzuleiten, meldete die Agentur weiter. Ukrainische Zeitungen vermuteten hingegen, bei den Gespr\u00e4chen sei es um den Austausch von Geheimdienstinformationen gegangen. Vergangene Woche dr\u00e4ngte Nato-General Philip Breedlove den Westen, mehr milit\u00e4risches Aufkl\u00e4rungsmaterial wie Satellitenbilder an die Ukraine weiterzugeben. \u2026 Der ukrainische Geheimdienst SBU und die CIA w\u00fcrden bereits eng zusammenarbeiten, behauptet Wladimir Golub, Abgeordneter der Kommunistischen Partei im ukrainischen Parlament. Die Amerikaner h\u00e4tten den ukrainischen Geheimdienst \u00fcbernommen, sagt Golub. Dar\u00fcber w\u00fcrden die Abgeordneten im Parlament angeblich offen sprechen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir werden wahrscheinlich nie herausbekommen, was bei diesem Besuch in Kiew besprochen wurde. Aber dass just an dem Tag, an dem Brennan mit dem Sicherheitsrat sprach, dieser die Antiterror-Operation ausrief, kann kaum ein Zufall sein. Wir erinnern uns an die Formulierung, dass der Sicherheitsrat die Operation beschlossen und \u00dcbergangspr\u00e4sident Turtschynow dies lediglich verk\u00fcndet h\u00e4tte. Wenn ein so wichtiger Gast wie der CIA-Chef in die Ukraine kommt und mit dem Sicherheitsrat spricht, der just in dem Moment auch die Anti-Terror-Operation beschlie\u00dft, ist es kaum vorstellbar, dass er in die Beratungen \u00fcber die zu ergreifenden Ma\u00dfnahmen nicht eingebunden war.<\/p>\n<p>Am 15. April begann die Antiterror-Operation. Das \u201eManager Magazin\u201c schrieb unter dem Titel \u201eErste Gefechte in der Ost-Ukraine\u201c:<\/p>\n<p><em>\u201eMit einem Sondereinsatz gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes hat die Ukraine den Zorn Moskaus auf sich gezogen \u2013 zwei Tage vor internationalen Krisengespr\u00e4chen in Genf. Es kam zu ersten Gefechten. \u2026 Nach schweren Gefechten h\u00e4tten die Regierungseinheiten den Flugplatz von Kramatorsk rund 80 Kilometer n\u00f6rdlich der Stadt Donezk unter ihre Kontrolle gebracht, sagte Interimspr\u00e4sident Alexander Turtschynow am Dienstag. Das russische Staatsfernsehen berichtete von mindestens vier Toten. \u2026 Die USA verteidigten das milit\u00e4rische Eingreifen der Ukraine gegen die Separatisten. \u2026 Bereits am fr\u00fchen Morgen hatten Regierungskr\u00e4fte das Feuer auf Stra\u00dfensperren bei Slawjansk er\u00f6ffnet. Dabei seien mehrere Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher der prorussischen Separatisten. Bewaffnete h\u00e4tten die Stadt umstellt, die moskautreuen \u201eSelbstverteidigungskr\u00e4fte\u201c bereiteten sich auf einen Angriff vor. \u2026 Ziel des Vorr\u00fcckens im Norden des ostukrainischen Gebiets Donezk sei der \u201eSchutz der B\u00fcrger vor Terroristen, die das Land zerrei\u00dfen wollen\u201c. \u2026 \u201eDie Soldaten haben hohen Kampfgeist und hohe Bereitschaft, die Ukraine an der Front zu verteidigen\u201c sagte der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Andrej Parubij. Moskau forderte von der ukrainischen Regierung einen sofortigen Stopp des Einsatzes und warnte vor einem Scheitern der f\u00fcr Donnerstag geplanten Gespr\u00e4che in Genf.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Nur zwei Tage sp\u00e4ter wollte man sich in Genf zu Friedensgespr\u00e4chen treffen, eigentlich kein Zeitpunkt, die Situation noch zu eskalieren. Der \u201eSondereinsatz\u201c war aber genau das: Eine weitere Eskalation, die nun zu den ersten echten Gefechten f\u00fchrte. Im Westen wurde jedoch nicht Kiew kritisiert, dass f\u00fcr diese Eskalation verantwortlich war, in dem es Truppen anstatt Verhandlungsdelegationen schickte, sondern Moskau. Und das obwohl es von Seiten Kiews nicht einen Versuch gegeben hatte, mit den Rebellen zu verhandeln.<\/p>\n<p>Der \u201eSpiegel\u201c berichtete unter dem Titel \u201eFlughafen Kramatorsk: \u201eWir haben Angst, dass sie auf uns schie\u00dfen\u201c\u201c:<\/p>\n<p><em>\u201e\u201cSie nennen uns Terroristen! Sie nennen uns ausl\u00e4ndische Provokateure! Aber ich bin Ukrainerin. Ich bin in Kramatorsk geboren\u201c ruft eine junge Frau mit langen blonden Haaren aufgebracht und streckt ihren Ausweis in die Fernsehkameras des russischen Senders \u201eErster Kanal\u201c Dem Kreml-treuen Sender sind die Szenen hochwillkommen, scheinen sie doch Wladimir Putins Version zu best\u00e4tigen, dass die russischsprachigen Ukrainer im Osten von der neuen Regierung in Kiew bedroht werden. \u2026 Die ukrainische Regierung wiederum behauptet dreist, sie sei im Osten auf dem Vormarsch, denn sie muss endlich Erfolge vorweisen. Doch kann davon keine Rede sein. \u2026 \u201eWir haben Angst davor, was sie als N\u00e4chstes tun werden\u201c sagt der 25-j\u00e4hrige Konstantin aus Kramatorsk \u00fcber die eingeflogenen ukrainischen Soldaten. Seine Worte lassen erahnen, wie tief das Land inzwischen gespalten ist. F\u00fcr Konstantin sind die ukrainischen Soldaten Fremde. \u201eWir wollen keine Besatzer aus der Westukraine\u201c sagt er. \u201eWir wissen zwar, dass Wiktor Janukowitsch ein Gangster ist\u201c sagt er \u00fcber den gest\u00fcrzten Pr\u00e4sidenten, \u201eaber ich hatte nie Angst, dass er Soldaten schicken w\u00fcrde, um auf uns zu schie\u00dfen\u201c In der Ostukraine traut man den Menschen aus dem Westen des Landes inzwischen offenbar fast alles zu \u2013 und umgekehrt genauso.\u201c<\/em><\/p>\n<p>An diesem Tag hatte der \u201eSpiegel\u201c \u2013 wie erw\u00e4hnt \u2013 im Zusammenhang mit dem Besuch des CIA-Chefs geschrieben, man k\u00f6nne den Besuch erst einordnen, wenn sich die Situation danach weiter zuspitzen sollte. Wie wir sehen, spitzte sich die Situation schon am selben Tag zu. Der \u201eSpiegel\u201c kam auf die von ihm selbst aufgeworfene Frage jedoch nicht mehr zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Zu den Anschuldigungen des Westens, Russland stecke hinter den Vorkommnissen in der Ost-Ukraine schrieb der \u201eSpiegel\u201c an diesem 15. April unter dem Titel: \u201eFakten-Check: Sagen die Russen die Wahrheit?\u201c:<\/p>\n<p><em>\u201eRusslands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow bestritt am Montag zum wiederholten Male alle westlichen Vorw\u00fcrfe, Moskau w\u00fcrde sich unstatthaft in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmischen. \u201eDort gibt es keine Agenten von uns\u201c sagte er. \u201eWenn es Fakten gibt, sollte man sich nicht genieren, diese vorzulegen\u201c Und: \u201eWenn ihr euch geniert, hei\u00dft das, dass es keine Fakten gibt\u201c\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dann ging der \u201eSpiegel\u201c auf einige Behauptungen und Fotos aus Kiew ein und schrieb weiter:<\/p>\n<p><em>\u201eDie \u201eFAZ\u201c nimmt diese Beweise ernst \u2013 wie es auch die Bunderegierung tut -, sagt aber zugleich: \u201eEine M\u00f6glichkeit, die Echtheit dieser Aufnahme zu pr\u00fcfen, gibt es nicht\u201c \u2026 K\u00f6nnen wir nach den sp\u00e4ter nichtigen \u201eBeweisen\u201c vor dem Irakkrieg ausschlie\u00dfen, dass auch westliche Geheimdienste \u201eschlampen\u201c oder \u201enachhelfen\u201c? \u2026 Fazit: Im Vergleich zum Geschehen auf der Krim ist die Lage in der Ostukraine sehr viel un\u00fcbersichtlicher. Doch daran, dass es russische Agenten und Einflussnahme gibt, ist kaum zu zweifeln. (Ebenso wenig daran, dass es dort westliche Agenten gibt.) Wie weit der russische Einfluss im Einzelfall reicht und was die bisher pr\u00e4sentierten Beweise wirklich wert sind, dar\u00fcber l\u00e4sst sich allerdings streiten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In den folgenden Tagen zeigte sich wieder, wie schon auf der Krim, wo schon Soldaten die Seiten gewechselt hatten, dass nicht nur das Land zwischen Russland und Europa gespalten war, sondern auch die Armee. Am 16. April liefen Einheiten der Armee zu den Demonstranten \u00fcber, wie auch deutsche Medien berichteten. Unter der \u00dcberschrift \u201eUkrainische Regierungstruppen laufen mit Panzern zu Separatisten \u00fcber\u201c schrieb z.B. \u201eN-TV\u201c:<\/p>\n<p><em>\u201eIn der Ostukraine sind Regierungseinheiten Medien zufolge mit mindestens zehn gepanzerten Fahrzeugen zu den prorussischen Separatisten \u00fcbergelaufen. Ein Video des Portals espreso.tv zeigte, wie die Truppen mit russischen Flaggen durch die Gro\u00dfstadt Kramatorsk rund 80 Kilometer n\u00f6rdlich von Donezk fuhren. Das russische Staatsfernsehen berichtete von \u00e4hnlichen Szenen im nahen Slawjansk. Den Berichten zufolge waren die Einheiten eigentlich zu einem \u00abAnti-Terror-Einsatz\u00bb gegen die nach Moskau orientierten Aktivisten in der Gegend befohlen, liefen dann aber \u00fcber.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dies sollte sich in den n\u00e4chsten Tagen fortsetzen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sei wieder eine Anmerkung von mir gestattet. Ich werde die \u201eSeparatisten\u201c als \u201eDemonstranten\u201c oder \u201eRebellen\u201c bezeichnen und weiche bewusst von den in den deutschen Medien genutzten Bezeichnungen ab. Der Grund ist, dass ich f\u00fcr vergleichbare Vorg\u00e4nge auch vergleichbare Begriffe verwenden m\u00f6chte. Als Menschen auf dem Maidan demonstriert, Geb\u00e4ude besetzt und Waffen gegen die Polizei eingesetzt haben, wurden sie als \u201eDemonstranten\u201c bezeichnet und nicht als \u201eTerroristen\u201c oder \u201eBanditen\u201c etc. Nun geschah im Osten das Gleiche: Demonstranten besetzten Pl\u00e4tze und Geb\u00e4ude und setzten sich auch mit Waffen gegen die Polizei zur Wehr, aber die Bezeichnungen in den Medien waren pl\u00f6tzlich andere. Es ist dabei unerheblich, ob Russland die Vorg\u00e4nge im Osten gesteuert, oder beeinflusst hat oder nichts dergleichen getan hat. Auch der Maidan war eindeutig vom Westen mindestens beeinflusst, ja sogar vom Westen gesteuert. Wenn man versuchen m\u00f6chte, neutral zu berichten, dann sollte man f\u00fcr vergleichbare Vorg\u00e4nge auch vergleichbare Begriffe benutzen und sie nicht nach Lage der eigenen Sympathie mit wertenden Bezeichnungen versehen. Die Benutzung von suggestiven Formulierungen ist keine Berichterstattung mehr, sondern schon Beeinflussung oder sogar Meinungsmache, wenn man das \u201eb\u00f6se Wort\u201c Propaganda vermeiden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Dazu \u00e4u\u00dferte sich auch Frau Krone-Schmalz in dem schon mehrfach zitierten ZAPP-Interview. Da dieses Interview ebenfalls an diesem 16. April ausgestrahlt wurde, wollen wir nun auf einige Punkte genauer eingehen. Der Hintergrund des Interviews war, dass die deutschen Medien \u201emit Leserbriefen \u00fcberh\u00e4uft\u201c wurden, in denen die Leser gegen die, ihrer Meinung nach, einseitige deutsche Berichterstattung protestierten. Frau Krone-Schmalz \u00e4u\u00dferte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Beschwerden der Leser und benannte Fehler, die die Medien ihrer Meinung nach gemacht haben. Sie nannte hier den Umgang mit Begriffen, mit denen die Medien unpr\u00e4zise umgingen. Dann sagte sie:<\/p>\n<p><em>\u201eIm Umgang mit Russland ist oft die Rede von \u201ewohl\u201c, \u201eoffensichtlich\u201c, \u201ewahrscheinlich\u201c. Auch die Frage von den Kollegen im Studio (an die Korrespondenten vor Ort, Anm. d. Verf.) sind ja darauf ausgerichtet: \u201eWas glauben Sie?\u201c \u201eWas meinen Sie?\u201c Da sollte man sich viel \u00f6fter verweigern. \u2026 Oder wenn von \u201epro-russischem Mob\u201c die Rede ist, wir reden ja auch nicht von \u201epro-europ\u00e4ischem Mob\u201c\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dann forderte sie, man m\u00fcsse als Journalist alle Interessen deutlich benennen, was die Medien nicht getan h\u00e4tten:<\/p>\n<p><em>\u201eDas EU-Assoziierungsabkommen ist als T\u00fcr in den Westen dargestellt worden. \u2026 Kaum berichtet worden ist, dass die EU nat\u00fcrlich auch Interesse hat, die Ukraine \u201er\u00fcber zuziehen\u201c. Dar\u00fcber m\u00fcssen Medien reden. Das ist am Anfang nicht passiert. \u2026 Br\u00fcssel ist als Hort der Freiheit, des Wohlstandes, der Chance f\u00fcr die Ukraine dargestellt worden. Was so sein kann, aber nicht nur so ist. Im Gegensatz dazu, ist alles was aus Moskau kam, mit einem negativen Vorzeichen belegt worden. \u2026 Nat\u00fcrlich nicht immer, aber es reicht, wenn der Mainstream so ist. Deshalb freue ich mich \u00fcber die Proteste der B\u00fcrger, das zeigt, wir haben m\u00fcndige B\u00fcrger, die sich das auf die Dauer nicht mehr gefallen lassen. \u2026 Unabh\u00e4ngig davon, ob ich jemanden, \u00fcber den ich berichte, mag oder nicht. Putin zum Beispiel wurde von den Medien nie ernst genommen. \u201eWie der schon aussieht\u201c und \u201eDer kommt ja aus dem KGB\u201c. Sich \u00fcber so etwas klar zu werden, die Dinge von allen Seiten zu betrachten, ist f\u00fcr mich seri\u00f6ser Journalismus. \u2026 Die Vorg\u00e4nge in der Ostukraine werden immer mit den Vorg\u00e4ngen auf der Krim verglichen, nie mit den Vorg\u00e4ngen in Kiew. Das w\u00e4re die bessere Parallele, bringt die \u201ePro-Westliche\u201c Argumentation aber durcheinander. Dazu geh\u00f6ren auch Schlagzeilen wie \u201eRussland z\u00fcndelt\u201c oder \u201eWer stoppt Russland\u201c. \u2026 Alle haben sofort den Begriff Annexion gebraucht, dabei ist der v\u00f6lkerrechtlich falsch. Fakt ist, dass das V\u00f6lkerrecht mindestens zwei widerstreitende Prinzipien in sich vereint. Die Unverletzlichkeit der Grenzen und Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker. Beide sind gleich wichtig. \u2026 Und es kann nicht sein, dass wir das Selbstbestimmungsrecht f\u00fcr bestimmte Gegenden der Welt akzeptieren, f\u00fcr andere Gegenden nicht. Ein konkretes Beispiel: Wenn sich 90 Prozent der Montenegriner f\u00fcr die EU entscheiden, finden wir das ein tolles Ergebnis. Wenn sich 97 Prozent der Krim-Bewohner f\u00fcr Russland entscheiden, kann das nicht stimmen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ab dem 17. April stockte die Antiterror-Operation schon merklich. Der \u201eSpiegel\u201c schrieb unter dem Titel: \u201eAufstand im Osten: Ukrainische Einheit zieht sich aus Gebiet Donezk zur\u00fcck\u201c:<\/p>\n<p><em>\u201eSie waren von prorussischen Bewaffneten und Anwohnern blockiert worden \u2013 nun haben sich ukrainische Regierungstruppen mit 15 gepanzerten Fahrzeugen aus dem Gebiet Donezk zur\u00fcckgezogen. Die Einheit im Osten des Landes werde in voller St\u00e4rke zur\u00fcck nach Dnjeprpetrovsk verlegt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Moskautreue Aktivisten hatten am Mittwoch bei Kramatorsk gewaltlos sechs gepanzerte Fahrzeuge \u00fcbernommen. Diese Mannschaften seien nun in ihre Basis zur\u00fcckgekehrt, betonte das Ministerium.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hier ist die Formulierung bemerkenswert: Der \u201eSpiegel\u201c schrieb nun, die Fahrzeuge seien \u201e\u00fcbernommen\u201c worden, die Berichte an dem entsprechenden Tag meldeten jedoch, die Mannschaften seien samt Fahrzeugen \u00fcbergelaufen und es wurden Videos davon ver\u00f6ffentlicht. Auch von einer R\u00fcckkehr der Mannschaften \u201ein ihre Basis\u201c hat, au\u00dfer dem Kiewer Ministerium, niemand berichtet.<\/p>\n<p><strong>Ende der Leseprobe<\/strong><\/p>\n<p>Es bleibt noch hinzuzuf\u00fcgen, dass es \u2013 wie gesehen \u2013 ab Mitte April 2014 zu ersten Kampfhandlungen kam, dass sie aber noch nicht wirklich eskalierten, weil die ukrainischen Soldaten keine Lust hatten, auf ihre Landsleute im Donbass zu schie\u00dfen. Viele ukrainische Einheiten \u2013 weit mehr, als hier aufgef\u00fchrt \u2013 sind damals zu den Rebellen \u00fcbergelaufen. Deshalb waren die Rebellen recht schnell gut bewaffnet, denn ganze Kasernen und Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte im Osten der Ukraine sind zu den Rebellen \u00fcbergetreten.<\/p>\n<p>Die K\u00e4mpfe eskalierten erst etwas sp\u00e4ter, als Kiew die aus den neonazistischen \u201eSicherheitskr\u00e4ften\u201c des Maidan gebildeten \u201eFreiwilligenbataillone\u201c in den Donbass schickte. Diese Einheiten trugen Namen wie <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/keine-nazis-die-glaubenssaetze-des-asow-bataillons\/\">\u201eAsow\u201c<\/a> und sollten wegen ihrer Brutalit\u00e4t schnell zu trauriger Ber\u00fchmtheit gelangen.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/auf-kommando-des-cia-chefs-wie-der-ukraine-krieg-am-15-april-2014-begann\/?doing_wp_cron=1681715710.6591370105743408203125\"><em>anti-spiegel.ru&#8230;<\/em><\/a><em> vom 17. April 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas R\u00f6per. Der k\u00fcrzliche Jahrestag des Beginns des Krieges in der Ukraine ist eine gute Gelegenheit, noch einmal auf die Ereignisse Mitte April 2014 zur\u00fcckzublicken. Ich werde dazu eine weitere Leseprobe aus meinem Buch \u00fcber &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12932,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,7],"tags":[34,18,11,49,27,19,46,17],"class_list":["post-12931","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-faschismus","tag-imperialismus","tag-rassismus","tag-repression","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12931","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12931"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12931\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12933,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12931\/revisions\/12933"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12931"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12931"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12931"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}