{"id":12944,"date":"2023-04-20T09:34:27","date_gmt":"2023-04-20T07:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12944"},"modified":"2023-04-20T09:34:28","modified_gmt":"2023-04-20T07:34:28","slug":"die-verbrechen-der-bandera-anhaenger-gegen-das-ukrainische-volk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=12944","title":{"rendered":"<strong>Die Verbrechen der Bandera-Anh\u00e4nger gegen das ukrainische Volk<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Stepan Geller. <\/em>Die F\u00fchrer der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres paramilit\u00e4rischen Fl\u00fcgels, der Ukrainischen Aufst\u00e4ndischen Armee (UPA), wie auch ihre faschistischen Anh\u00e4nger waren an zahlreichen Verbrechen beteiligt, die sich auch gegen das ukrainische Volk richteten. Dennoch werden ihre omin\u00f6sen Namen heute nicht mit Verbrechen gleichgesetzt, sondern sie gelten<!--more--> in der Ukraine als Nationalhelden, nach denen Stra\u00dfen, Pl\u00e4tze und Caf\u00e9s benannt werden. Im ganzen Land hat man ihnen zu Ehren Denkm\u00e4ler errichtet.<\/p>\n<p>Die ukrainischen b\u00fcrgerlichen Nationalisten argumentieren seit langem, dass die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik kein legitimer Staat wie die heutige b\u00fcrgerliche Ukraine gewesen sei. Die Sowjetukraine sei, so behaupten sie, \u00fcberhaupt keine Ukraine gewesen.<\/p>\n<p>F\u00fcr sie waren die Befreiung von der faschistischen Besatzung durch die Rote Armee im Oktober 1944 und der Sieg \u00fcber den Faschismus in Deutschland im Mai 1945 keine Befreiung, kein Sieg, sondern eine neue Besetzung der Ukraine durch Sowjetrussland. Sie akzeptieren nur den ukrainischen Staat als legitim, der im Sommer 1941 ausgerufen wurde, als die SS-Division \u201eNachtigall\u201c und Stepan Banderas Kommando \u201eRoland\u201c in das von den Nazis besetzte sowjetische Lvov (Lviv) einmarschierten. Und sie akzeptieren den ukrainischen kapitalistischen Staat, der als Ergebnis der Restauration des Kapitalismus und der Liquidierung der Sowjetunion durch die stalinistische B\u00fcrokratie [1991] entstand. Diejenigen, die ihre Vision einer kapitalistischen Ukraine nicht teilen oder sie damals nicht teilten, sind f\u00fcr die ukrainischen b\u00fcrgerlichen Nationalisten Leute, die politisch zu unterdr\u00fccken sind.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"525\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1024x525.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12945\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1024x525.jpg 1024w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-300x154.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-768x394.jpg 768w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Banderas OUN und Nazi-Funktion\u00e4re bei der gemeinsamen Feier zur ukrainischen Staatsgr\u00fcndung in der Westukraine, 7.\u00a0Juli\u00a01941<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Von 1944 bis 1953 tobte in der von der Sowjetunion eingenommenen Westukraine ein B\u00fcrgerkrieg. Auf der einen Seite stand die OUN-UPA, und auf der andern die stalinistisch gef\u00fchrte Rote Armee. In dieser Zeit erhielt die OUN-UPA, die zuvor mit den Nazis kollaboriert hatte, von den imperialistischen M\u00e4chten und ihren Geheimdiensten, einschlie\u00dflich der neu gegr\u00fcndeten CIA, erhebliche Finanzmittel, Waffen und andere Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Historiker gehen heute davon aus, dass die OUN-UPA im Westen der Ukraine in diesem B\u00fcrgerkrieg fast 25.000 sowjetische Soldaten, Polizisten und Grenzsoldaten, zweieinhalbtausend Parteimitglieder und etwa sechshundert Leiter von Kolchosen und Dorfr\u00e4ten t\u00f6teten. Unter den Ermordeten waren 30 Sekret\u00e4re von Bezirkskomitees, 32 Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende von Bezirksregierungen, 37 Sekret\u00e4re der regionalen Partei- und Komsomolaussch\u00fcsse sowie Hunderte von Abgeordneten der \u00f6rtlichen Sowjets. Nach Angaben des <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2022\/11\/04\/xfms-n04.html\">Historikers Grzegorz Rossoli\u0144ski-Liebe <\/a>ermordete die OUN-UPA au\u00dferdem mehr als 20.000 ukrainische Zivilisten.<\/p>\n<p>Dabei sind die vielen Zehn- und sogar Hunderttausenden von Juden und Polen in der Ukraine, die den ukrainischen Faschisten zum Opfer fielen, noch nicht mitgez\u00e4hlt. Sie waren schon zuvor, im Lauf der Besetzung der Ukraine durch die Nazis, abgeschlachtet worden. Leider hat die Geschichte die Gesamtzahl der Menschen, die die Banderisten ermordet haben, totgeschwiegen, aber die Erinnerung an die Gr\u00e4ueltaten der letzteren und an das von ihnen vergossene Blut der sowjetischen Bev\u00f6lkerung in der Ukraine hat sich tief in das Bewusstsein der Arbeiterklasse eingepr\u00e4gt.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"745\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1-1024x745.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12946\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1-1024x745.jpg 1024w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1-300x218.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1-768x559.jpg 768w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Polnische zivile Opfer des UPA-Massakers in Lipniki am 26. M\u00e4rz 1943 (via Wikimedia commons)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Erinnerungen daran werden Sie in keinem Buch finden, auch wenn Sie danach suchen sollten. Ich hatte das Gl\u00fcck, mit Betroffenen zu sprechen, die diese Gr\u00e4ueltaten \u00fcberlebt hatten. Und dank der <em>WSWS<\/em> k\u00f6nnen ihre Erinnerungen nun einem internationalen Publikum zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p>In meinem Leben habe ich viele Menschen getroffen, die meine Meinung \u00fcber die Bandera-Leute st\u00e4rker gepr\u00e4gt haben als jede schriftliche Quelle. Ein erstes zuf\u00e4lliges Gespr\u00e4ch f\u00fchrte ich mit meiner \u00e4lteren Nachbarin, die ich schon lange kannte und mit der ich bis zu ihrem Tod im Jahr 2021 Freundschaft pflegte. W\u00e4hrend eines gemeinsamen Spaziergangs im Sommer 2012 erz\u00e4hlte sie mir von einem Vorfall, der ihr in ihrer Jugend widerfahren war.<\/p>\n<p>Sie erinnerte sich, wie sie sich einmal in einem Caf\u00e9 am Bahnhof mit einem Mann, den sie dort kennengelernt hatte, am Tisch unterhielt. Dieser erblickte w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs einen Mann nicht weit von ihrem Platz an einem andern Tisch, erkannte ihn als einen Bandera-Anh\u00e4nger und machte sie auf ihn aufmerksam. Kurz nach diesem Vorfall erfuhr sie, dass ihr Bekannter mit durchschnittener Kehle im Wald aufgefunden worden sei. Dies geschah in der Westukraine.<\/p>\n<p>Mein zweites Gespr\u00e4ch \u00fcber die Bandera-Leute und ihre Verbrechen fand im M\u00e4rz 2013 statt. Ein alter Mann erz\u00e4hlte mir und einigen Freunden von seiner Kindheit in einem Dorf in der Region Iwano-Frankiwsk. Was er uns \u00fcber die Schrecken erz\u00e4hlte, die er als Kind erlebt hatte, war schockierend. Vier Jahre nach diesem Gespr\u00e4ch schlug ich vor, uns wieder zu treffen, damit ich seine Erinnerungen schriftlich festhalten konnte. Hier ist das, was ich vor fast 6 Jahren aufgezeichnet habe:<\/p>\n<p><em>Ich wurde im Jahr 1934 geboren. Die Banderisten haben meine Cousine umgebracht, und zwar nur aus dem Grund, weil sie nach dem Krieg in einer Kantine arbeitete und Essen f\u00fcr die sowjetischen Soldaten kochte.<\/em><\/p>\n<p><em>[Eines Tages] klopfte es des Nachts an das Fenster unseres Bauernhauses, und mein Stiefvater \u00f6ffnete die T\u00fcr. Sie schrien ihn an: \u201eHalt! Habt ihr eine Browning?\u201c Und er antwortete ihnen: \u201eWoher soll ich denn eine haben? Ich bin doch nur ein Bauarbeiter!\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Dann fesselten sie seine H\u00e4nde mit Stacheldraht, und am n\u00e4chsten Tag fand man ihn, blo\u00df in einem anderen Dorf, kopf\u00fcber in einen Brunnen geworfen, zusammen mit anderen ethnischen Polen.<\/em><\/p>\n<p>Der Mann erinnerte sich auch daran, wie er eines Tages in ein anderes Dorf ging:<\/p>\n<p><em>Ich sah einen Mann am Stra\u00dfenrand an einen Baum gelehnt. Ich rief ihn an: \u201eWohin gehen Sie, mein Herr? Gehen Sie denselben Weg wie ich?\u201c Ich sprach ihn weiter an: \u201eMein Herr?\u201c Dann beschloss ich, n\u00e4her heranzutreten und ihn zu ber\u00fchren: Er war geh\u00e4ngt worden.<\/em><\/p>\n<p>Der Mann trat dem Komsomol bei, jedoch erinnerte er sich: \u201eIch hatte Angst, meiner Mutter zu sagen, dass ich dem Komsomol beigetreten war. Sie h\u00e4tte sich Sorgen um mich machen k\u00f6nnen, denn man h\u00e4tte mich [an die ukrainischen Nationalisten] verraten k\u00f6nnen.\u201c Er fuhr fort:<\/p>\n<p><em>[Eines Tages] ging ich mit meinen Freunden zum Schwimmen im Fluss, und neben uns sa\u00dfen zwei Bandera-Leute. Sie sa\u00dfen da und prahlten: \u201eWir kamen zu einer H\u00fctte, und wir hatten viel gutes Material [Waffen] dabei. Wir f\u00fchlten uns stark, also t\u00f6teten wir alle; aber siehe da: Die alte Frau lebte noch. Und wir begannen, auf sie zu schie\u00dfen. Sie drehte sich um, und wir t\u00f6teten sie erst mit dem dritten Schuss.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Er erinnerte sich auch daran, wie der NKWD einmal Flugbl\u00e4tter unter den UPA-Banden verteilt hatte: Wenn ihr euch den sowjetischen Beh\u00f6rden ergebt, wird euch nichts geschehen. Viele [UPA-K\u00e4mpfer] kamen auch tats\u00e4chlich aus den W\u00e4ldern. Sie wurden jedoch noch in derselben Nacht von Bandera-K\u00e4mpfern get\u00f6tet, zusammen mit ihrer ganzen Familie.<\/p>\n<p>Er fuhr fort:<\/p>\n<p><em>Ich hatte in unserer Nachbarschaft ein M\u00e4dchen kennengelernt. Kurze Zeit sp\u00e4ter sah ich sie dann mit abgerissenem Kopf mitten auf der Stra\u00dfe liegen, neben einem Banderisten, der ebenfalls tot war. Sie waren wahrscheinlich vor der Verfolgung durch den NKWD geflohen, und der Banderist hatte sich und sie mit einer Granate in die Luft gesprengt.<\/em><\/p>\n<p>Bei den f\u00fchrenden Kr\u00e4ften der Bandera-Anh\u00e4nger vor Ort handelte es sich zumeist um wohlhabende Kulaken, die gro\u00dffl\u00e4chig Land besa\u00dfen.<\/p>\n<p>Die letzte Erinnerung, die ich aus seinen Worten aufgezeichnet hatte, wirft ein Licht auf die Legende, dass die Bandera-Leute w\u00e4hrend der Besatzung gegen die Nazis gek\u00e4mpft h\u00e4tten.<\/p>\n<p><em>Es hei\u00dft ja, dass die Banderisten gegen die Nazis gek\u00e4mpft h\u00e4tten. \u2013 In meiner ganzen Erinnerung entsinne ich mich nur an ein einziges Mal, als ein Deutscher einen Banderisten erschoss. Das war, als beide betrunken waren und anfingen, aufeinander zu schie\u00dfen. Der Deutsche t\u00f6tete den Banderisten auf der Stelle, w\u00e4hrend er selbst es bis ins Krankenhaus schaffte. \u2013 Die Bandera-Leute haben nicht gegen die Deutschen gek\u00e4mpft. Wenn die Deutschen irgendwo schossen, liefen sie weg oder versteckten sich. Als unsere Truppen sie angriffen, k\u00e4mpften sie mit den Deutschen gegen die Rote Armee.<\/em><\/p>\n<p>Mein drittes Gespr\u00e4ch fand mit meinem Nachbarn statt, der 1937 geboren wurde. Nach dem Krieg zog er f\u00fcr die Dauer des Dienstes seines Vaters in der Roten Armee in den Norden der Region Chmelnizkij. Er erz\u00e4hlte mir, wie sein Vater einmal zusammen mit seinen Soldaten in den Wald ging, um Brennholz zu holen. Sie wurden von Bandera-K\u00e4mpfern angegriffen, und sein Vater erlitt durch den Angriff einen schweren Schock.<\/p>\n<p>In dem Haus, in dem sie wohnten, hatten die Bandera-K\u00e4mpfer Waffen versteckt. Sie entdeckten dies erst nach einem Unfall, als sich ein Mann in seinem Alter beim Angeln mit einer Granate in die Luft sprengte. Er erz\u00e4hlte mir auch eine Geschichte, die er in seinem Dorf geh\u00f6rt hatte: Die Banderisten hungerten und waren auf der Suche nach Nahrung. Und viele im Dorf gaben ihnen nichts, sei es aus Angst oder weil sie es einfach nicht wollten. Ein \u00e4lterer Mann schlief mit seiner Kuh im Stall, um sie zu sch\u00fctzen, und band die Kuh an sein Bein. Als er aufwachte, fand er nur noch ihren Kopf an sein Bein gebunden und das, was von ihr \u00fcbrig war.<\/p>\n<p>Das letzte Gespr\u00e4ch fand im November 2018 statt. Es war ein Gespr\u00e4ch mit einer \u00e4lteren Frau, die mir von der gro\u00dfen Trag\u00f6die ihres Lebens erz\u00e4hlte: Sie wurde mit 18 Jahren zur Witwe, weil ihr Mann, der in die Westukraine gegangen war, auf einer Gesch\u00e4ftsreise von Bandera-K\u00e4mpfern get\u00f6tet wurde. In anderen Gespr\u00e4chen erfuhr ich, wie die Bandera-M\u00e4nner verwundete sowjetische Soldaten aus einem Milit\u00e4rkrankenhaus entf\u00fchrten und sie dann in den W\u00e4ldern t\u00f6teten und verbrannten. Sie brachen in die Kasernen ein, in denen sowjetische Soldaten schliefen, und t\u00f6teten sie.<\/p>\n<p>Wenn man all diese Erinnerungen und Geschichten von Menschen h\u00f6rt, die all dies selbst erlebt haben, wird einem klar, dass die Schilderungen des ukrainischen kommunistischen Schriftstellers Jaroslaw Halan wahr sind. In seinem ber\u00fchmten Pamphlet \u201eWhat Has No Name?\u201c schrieb er:<\/p>\n<p><em>Ein 14-j\u00e4hriges M\u00e4dchen kann den Anblick von Fleisch nicht ertragen. Wenn in ihrer Gegenwart Koteletts gebraten werden, wird sie blass und zittert wie Espenblatt.<\/em><\/p>\n<p><em>Vor ein paar Monaten, in der Osternacht, kamen bewaffnete M\u00e4nner in ein Bauernhaus in der N\u00e4he der Stadt Sarny und stachen mit Messern auf seine Bewohner ein. Das M\u00e4dchen sah mit vor Angst geweiteten Augen die Qualen ihrer Eltern mit an.<\/em><\/p>\n<p><em>Einer der Banditen setzte dem Kind eine Messerklinge an die Kehle, doch im letzten Moment kam ihm eine neue \u201eIdee\u201c in den Sinn.<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eLebe zum Ruhm von Stepan Bandera! Und damit du nicht verhungerst, \u00fcberlassen wir dir etwas zu essen. Los, Jungs, schneidet ihr Schweinefleisch auf\u201c &#8230; Den \u201eJungs\u201c gefiel das. Sie schnappten sich Teller und Sch\u00fcsseln aus den Regalen, und ein paar Minuten sp\u00e4ter wuchs vor dem entsetzten M\u00e4dchen ein Berg Fleisch aus den blutenden K\u00f6rpern ihres Vaters und ihrer Mutter.<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist aus den degenerierten Banditen, die sich \u201eukrainische Nationalisten\u201c nennen &#8211; Bandera, Bulbov, Melnikov &#8211; geworden. Ihre Taten in den letzten Jahren sind eine ununterbrochene Kette wilder Gr\u00e4ueltaten, monstr\u00f6ser und ungez\u00fcgelter Auftritte und beispielloser Provokationen.<\/em><\/p>\n<p>Halan, der 1948 als sowjetischer Korrespondent an den N\u00fcrnberger Prozessen gegen die F\u00fchrer Nazideutschlands teilnahm, wurde 1949 in Lvov (Lviv) selbst in seinem B\u00fcro von Bandera-Leuten get\u00f6tet, die ihm elfmal mit einer Axt in den Kopf schlugen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"658\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-2-1024x658.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12947\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-2-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-2-300x193.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-2-768x493.jpg 768w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild1-2.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die Leiche des sowjetischen antifaschistischen Schriftstellers Jaroslaw Halan nach seiner Ermordung durch zwei OUN-Mitglieder am 24. Oktober 1949<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute wie damals sind die Verbrechen derer, die sich als ideologische Nachfolger und Anh\u00e4nger von Bandera bezeichnen, praktisch unz\u00e4hlbar. Sie sind heute wie damals eine blutige Meute von Schakalen im Dienste des Kapitals, die von einem Kapitalisten zum anderen laufen. Auch wenn sie ihre Zahlmeister wechseln, \u00e4ndern sie nicht ihr Wesen. In ihren Gesichtern und K\u00f6pfen befindet sich nichts als R\u00fcckst\u00e4ndigkeit und tierischer Hass. Ihre Ideen sind reaktion\u00e4r.<\/p>\n<p>Aber genau diese Ideen von Bandera werden heute nicht nur von Imperialisten und b\u00fcrgerlichen ukrainischen Nationalisten propagiert, die die Verbrechen der OUN-UPA rechtfertigen, sondern auch von denen, die sich als ukrainische Nationalkommunisten bezeichnen. Sie versuchen, all diese Gr\u00e4uel mit der Behauptung zu rechtfertigen, dass die von Stalin in der Westukraine betriebene Politik daran Schuld sei.<\/p>\n<p>Aber ist es m\u00f6glich, diejenigen zu entschuldigen, die die St\u00e4dte und D\u00f6rfer der Westukraine in eine wahre H\u00f6lle verwandelten, die M\u00fctter und Kinder qu\u00e4lten, die die Brunnen mit Leichen von Ukrainern und Russen, Juden und Polen f\u00fcllten?<\/p>\n<p>Ja, es gab viele unter ihnen, die eingesch\u00fcchtert, get\u00e4uscht, beleidigt und zu Unrecht unterdr\u00fcckt worden waren. Doch f\u00fcr die Behauptung, die faschistischen Banderisten seien \u201eFreiheitsk\u00e4mpfer\u201c gegen den Stalinismus gewesen, gibt es keine Grundlage.<\/p>\n<p>Wir orthodoxen Trotzkisten sind der Meinung, dass es notwendig ist, die historische Wahrheit \u00fcber die Ereignisse der 1940er und fr\u00fchen 1950er Jahre in der Westukraine zu untersuchen und aufzukl\u00e4ren. Die stalinistische B\u00fcrokratie weigerte sich, den ukrainischen Faschismus durch die Mobilisierung der Arbeiterklasse zu bek\u00e4mpfen, und stattdessen organisierte sie eine gewaltsame b\u00fcrokratische Repression, die sich oft gegen v\u00f6llig unschuldige Menschen richtete. Als Trotzkisten haben wir den Stalinismus und die damit verbundene Repression und Gewalt immer scharf verurteilt und verurteilen sie noch heute.<\/p>\n<p>Dies kann jedoch in keiner Weise den Terror und den nationalen und politischen V\u00f6lkermord rechtfertigen, den die ukrainischen b\u00fcrgerlichen Nationalisten und Faschisten entfesselt haben. Diejenigen, die Tod, Angst, Leid und Tr\u00e4nen \u00fcber das ukrainische Land brachten, die in den Bauernh\u00fctten Blut vergossen und Brunnen mit Leichen f\u00fcllten, k\u00f6nnen keine Nationalhelden sein. Man kann nur eines sagen: Schande! Und Schande \u00fcber alle, die unter dem Deckmantel der Kritik am Stalinismus versuchen, die Verbrechen der OUN-Banden zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Die Menschen in der Ukraine und auf der ganzen Welt m\u00fcssen wissen und d\u00fcrfen niemals vergessen, wer das war, dessen Unterst\u00fctzung sich die Imperialisten bedienten und noch bedienen, um ihre Hegemonie zu sichern und die Arbeiter weiter unter das Joch des Kapitals zu zwingen.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/04\/18\/ukra-a18.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 20. April 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stepan Geller. 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