{"id":1307,"date":"2016-06-25T18:14:50","date_gmt":"2016-06-25T16:14:50","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1307"},"modified":"2016-06-25T18:14:50","modified_gmt":"2016-06-25T16:14:50","slug":"mexiko-schluss-mit-der-repression-gegen-die-lehrerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1307","title":{"rendered":"Mexiko: Schluss mit der Repression gegen die LehrerInnen!"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<div class=\"post_detail single\"><em>Sekretariat des B\u00fcros der IV. Internationale.<\/em> <!-- Begin content --><strong>Die mexikanische Regierung hat vom Kongress eine angebliche \u201eBildungsreform\u201c verabschieden lassen. <\/strong><\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div class=\"post_detail single\"><strong>In Wirklichkeit ist es eine Reform der Arbeitsverh\u00e4ltnisse, durch die die Rechte der Besch\u00e4ftigten und die gewerkschaftliche Organisierung angetastet werden; seitdem hat der Widerstand der Besch\u00e4ftigten im Bildungssektor des Landes gegen diese \u201eReform\u201c angehalten.<\/strong><\/div>\n<div id=\"content_wrapper\">\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"inner_wrapper\">\n<div class=\"sidebar_content fade-in animated4\">\n<div class=\"post_wrapper\">\n<div class=\"post_inner_wrapper\">\n<div class=\"post_wrapper_inner\">\n<div class=\"post_inner_wrapper\">\n<p>Die Regierung von Pr\u00e4sident Pe\u00f1a Nieto hat versucht, den Widerstand der Besch\u00e4ftigten im Bildungssektor des Landes, vor allem des Unterrichtspersonals in den Primarschulen, zu zerschlagen. Sie wollte die LehrerInnen zwingen, sich einer Beurteilung zu unterziehen, die praktisch einem Strafexamen gleichkommt, denn deren Ziel ist, diejenigen zu entlassen, bei denen davon auszugehen sein soll, dass sie es nicht schaffen. Dieser Test befolgt die marktorientierten Kriterien, die mit den Privatisierungen auf einer Linie liegen, die die neoliberalen Regierungen in Mexiko in allen Bereichen vorantreiben. So enth\u00e4lt die Beurteilung Kriterien, die keine R\u00fccksicht auf die regionalen und kulturellen Besonderheiten des Landes nehmen; sie zielt darauf ab, den Unterricht durch Ausschaltung dieser Besonderheiten zu normalisieren. Dabei werden die indigen LehrerInnen aufs Korn genommen, die eine andere Sprache als das Spanische sprechen, wenn das eine indigene Sprache und nicht Englisch ist. Dieser diskriminierende Inhalt der Beurteilung ist ein Vorwand f\u00fcr Entlassungen von LehrerInnen.<\/p>\n<p>Die Bewegung gegen die Bildungsreform beschloss, trotz der Entlassungsdrohungen, die auf denen lasten, die sie nicht bestehen, derartige Pr\u00fcfungen zu verweigern.<\/p>\n<p>Die Regierung weigert sich, mit der Bewegung gegen diese Reform Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, sie zieht offene Repression gegen immer gr\u00f6\u00dfere Teile des Unterrichtspersonals vor, insbesondere gegen die Nationale Koordination gegen die im Bildungswesen Besch\u00e4ftigten (Coordinadora Nacional de los Trabajadores de la Educaci\u00f3n, CNTE) in den Staaten Oaxaca, Guerrero, Chiapas und Michoac\u00e1n. In den \u00fcbrigen Staaten der Republik organisiert sich diese Opposition in anderen Gewerkschaftsstr\u00f6mungen.<\/p>\n<p>Seit einigen Wochen hat die offizielle Repression zugenommen. Zuerst haben Entlassungen eingesetzt oder ist die Auszahlung der Geh\u00e4lter von Tausenden von Besch\u00e4ftigten ausgesetzt worden, die nicht zu den Pr\u00fcfungen erschienen sind und die sich an den Streiks beteiligt haben, die von den Gewerkschaftsgliederungen organisiert wurden. Vor kurzem sind f\u00fchrende GewerkschafterInnen ins Gef\u00e4ngnis gesteckt worden \u2013 davon sind nicht nur Personen betroffen, die bei der Repression gegen Mobilisierungen verhaftet worden sind, sondern auch andere, die aufgrund von Haftbefehlen in ihren Wohnungen festgenommen und in weit von ihren Wohnorten entfernte Gef\u00e4ngnisse verbracht worden sind. Dies gilt f\u00fcr den Generalsekret\u00e4r der Gewerkschaftssektion 22 von Oaxaca, Ruben N\u00fa\u00f1ez, der in einem Bundesgef\u00e4ngnis im Staat Sonora, der im Norden liegt, inhaftiert ist.<\/p>\n<p>Das Schlimmste ist am letzten Wochenende passiert, als Tausende von Bundespolizisten im Staat Oaxaca Demonstrationen und Blockaden von mehreren Stra\u00dfen angegriffen haben. Am Sonntag, den 19. Juni, sind mindestens sechs Protestierende get\u00f6tet worden, Dutzende wurden verletzt und verhaftet. Vor kurzem haben sich die Eltern von Sch\u00fclerInnen und Sch\u00fclerInnen der Bewegung der LehrerInnen und ihrem Kampf angeschlossen. Zielscheibe der Repression an diesem Wochenende waren also nicht nur die Besch\u00e4ftigten im Bildungsbereich, sondern alle organisierten Sektoren der Bev\u00f6lkerung, vor allem die Eltern, die die LehrerInnen ihrer Kinder unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Lage versch\u00e4rft sich, denn im Laufe der folgenden Stunden hat sich die Repression auf andere Regionen des Landes ausgeweitet. Am Montag, den 20. Juni, sind selbst in Mexiko-Stadt die TeilnehmerInnen einer Versammlung zur Solidarit\u00e4t mit Oaxaca von der Polizei angegriffen worden.<\/p>\n<p>Es ist dringend, dass der Repression Einhalt geboten wird und dass der Kampf der LehrerInnen in Mexiko gegen die sogenannte Bildungsreform unterst\u00fctzt wird. Die Regierung spricht davon, dass sie einem Dialog mit der Bewegung zustimmen wird, wenn diese der \u201eReform\u201c zustimmt; das ist absurd, denn die LehrerInnen wollen ja gerade eben \u00fcber ihre Kritik an dieser Reform diskutieren. Die Regierung ist in Wirklichkeit auf nichts anderes aus als die Unterwerfung der LehrerInnen unter ihre Bedingungen.<\/p>\n<p>Im Moment ist internationale Solidarit\u00e4t mit der Bewegung der mexikanischen LehrerInnen wesentlich. Sie kann an die Solidarit\u00e4t ankn\u00fcpfen, die es in den letzten Monaten mit der Bewegung f\u00fcr das Wiederauftauchen der 43 Sch\u00fclerInnen der Bildungsanstalt in Ayotzinapa gegeben hat, an der LehrerInnen f\u00fcr Schulen auf dem Land und f\u00fcr Indigene ausgebildet werden. Denn genau auf solche Schulen und auf solche LehrerInnen zielt die \u201eReform\u201c ab, mit der die Bildung den Kriterien kapitalistischer Effizienz unterworfen werden soll.<\/p>\n<p>Die internationale Solidarit\u00e4tsbewegung mit den K\u00e4mpfen des mexikanischen Volks sollte in verschiedenen Formen zum Ausdruck gebracht werden \u2013 mit Erkl\u00e4rungen, Kundgebungen vor den mexikanischen Konsulaten und Botschaften, Protesten gegen Staatsbesuche von Pe\u00f1a Nieto. Der ganzen Welt sollte gezeigt werden, dass das mexikanische Volk in diesem Kampf nicht alleine ist und dass wir \u00fcberall fordern, dass mit der Repression in Mexiko Schluss gemacht wird und dass die neuen politischen Gefangenen freigelassen werden \u2013 die aktiven und die leitenden GewerkschafterInnen, die sich gegen die \u201eBildungsreform\u201c stellen.<\/p>\n<p><em>20. Juni 2016;<\/em> a<em>us dem Franz\u00f6sischen \u00fcbersetzt von Friedrich Dorn.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sekretariat des B\u00fcros der IV. Internationale. 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