{"id":13334,"date":"2023-07-13T09:07:31","date_gmt":"2023-07-13T07:07:31","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13334"},"modified":"2023-07-13T09:07:32","modified_gmt":"2023-07-13T07:07:32","slug":"die-ukraine-ist-nicht-vietnam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13334","title":{"rendered":"<strong>Die Ukraine ist nicht Vietnam<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Nathaniel Flakin. <\/em><strong>Was ist der Klassencharakter des Krieges in der Ukraine? Einige Sozialist:innen sehen ihn als einen nationalen Befreiungskrieg gegen den russischen &#8222;Imperialismus&#8220; und unterst\u00fctzen daher die Ukraine. Dadurch stellen sie sich aber auf die Seite der westlichen Imperialismen. Sozialist:innen brauchen eine unabh\u00e4ngige Position.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Der Krieg in der Ukraine hat die Linke mehr gespalten als jedes andere Ereignis der letzten Jahrzehnte. W\u00e4hrend sich ukrainische und russische Soldaten in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben gegen\u00fcberstehen, f\u00fchrt die internationale Linke ihre eigenen <em>\u201e<\/em>Krieg<em>\u201c<\/em>: ein Krieg der Analogien.<\/p>\n<p>Ist der Ukraine-Krieg mit dem Vietnamkrieg vergleichbar? Ist der Kampf der Ukraine wie der Kampf Chinas w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs? Oder ist die Ukraine doch eher wie Belgien oder Serbien im Ersten Weltkrieg? Durch Vergleiche versuchen sich Menschen die Welt zu erkl\u00e4ren \u2013 Marxisten sind da keine Ausnahme. Wie <a href=\"https:\/\/m.sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/trotzki\/1929\/leo-trotzki-brief-an-die-italienischen-anhaenger-der-linken-kommunisten\">Leo Trotzki sagte<\/a>,<\/p>\n<p><em>\u201eDie Nichtanwendung von Analogien mit Revolutionen fr\u00fcherer Jahrhunderte w\u00fcrde einfach bedeuten, dass man die Erfahrungen und Lehren der Menschheit nicht zunutze ziehen will. Der heutige Tag unterscheidet sich immer vom gestrigen. Aber man kann vom gestrigen Tag nicht anders lernen als nach der Methode der Analogien.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir haben uns von Anfang an konsequent sowohl <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/no-to-the-war-russian-troops-out-of-ukraine-nato-out-of-eastern-europe-no-to-imperialist-rearmament\/\">gegen Putins reaktion\u00e4ren Einmarsch in die Ukraine<\/a> als auch gegen die NATO gestellt. Denn dies ist ein Krieg zwischen Kapitalist:innen, mit US-Imperialist:innen auf der einen und russischen Oligarchen auf der anderen Seite. Sie sind bereit, Zehntausende ukrainische und russische Soldaten in den Tod zu schicken, um so ihre Profite und ihren geopolitischen Einfluss zu vergr\u00f6\u00dfern. Die Arbeiter:innenklasse hat in diesem Krieg nichts zu gewinnen. Im Gegenteil: Nur durch den Widerstand gegen alle kapitalistischen Regierungen kann die Arbeiter:innenklasse dem Blutvergie\u00dfen mit ihrem revolution\u00e4ren Kampf ein Ende setzen. <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/leon-trotsky-for-a-united-free-and-independent-workers-ukraine\/\">Wie Trotzki schon 1938<\/a>, als die Ukraine von der stalinistischen Unterdr\u00fcckung zerschlagen wurde, sagte, kann eine freie und unabh\u00e4ngige Ukraine nur mit <em>\u201ev\u00f6lliger Unabh\u00e4ngigkeit der proletarischen Partei als Avantgarde der Arbeiter\u201c<\/em>\u00a0gewonnen werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir sagen: \u201eWeder Putin noch NATO!\u201c, argumentiert ein anderer Teil der Linken, dass die Ukraine einen nationalen Befreiungskrieg gegen einen imperialistischen Aggressor f\u00fchrt, \u00e4hnlich wie die antikolonialen K\u00e4mpfe des zwanzigsten Jahrhunderts. Dies ist die Position von Gruppen wie Tempest und Workers Voice. Und gibt es auch die breite \u00dcbereinstimmung, dass Sozialist:innen nationale Befreiungskriege unterst\u00fctzen sollten. Seit der Gr\u00fcndung der Kommunistischen Internationale im Jahr 1919 war es f\u00fcr Sozialist:innen klar, dass alle K\u00e4mpfe gegen Imperialismus bedingungslos unterst\u00fctzt werden sollten, auch wenn sie von reaktion\u00e4ren Kr\u00e4ften gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>Von Hanoi und Saigon \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt durchaus einige historische Beispiele, in denen eine antikoloniale Bewegung Waffen von einer konkurrierenden imperialistischen Macht erhalten hat. Im Vorfeld des Osteraufstandes von 1916 versuchten die irischen Republikaner beispielsweise, von Deutschland Waffen f\u00fcr ihren Kampf gegen das britische Empire zu erhalten. <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/lenin\/works\/1916\/jul\/x01.htm\">Wladimir Lenin verteidigte diesen Aufstand<\/a> als v\u00f6llig legitim, trotz der Verbindungen zum deutschen Kaiser. Es gibt noch viele andere Beispiele daf\u00fcr, dass Marxist:innen das Recht, von einem gegen den Imperialismus k\u00e4mpfendem Volk, Waffen von \u00fcberall herzubekommen, verteidigen.<\/p>\n<p>Im letzten Jahr hat die US-Regierung <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/articles\/how-u-s-weapons-play-a-growing-role-in-the-ukraine-war-8ee548ef\">Waffen im Wert von mehreren Milliarden Dollar<\/a> nach Kiew geschickt. Nun w\u00fcrden Waffenlieferungen der NATO an sich Sozialist:innen nicht daran hindern, die Kriegsanstrengungen der Ukraine zu unterst\u00fctzen. Aber die entscheidende Frage bleibt dennoch: Werden diese Waffen f\u00fcr einen gerechten Befreiungskrieg geliefert?<\/p>\n<p>In der Zeitschrift <a href=\"https:\/\/www.tempestmag.org\/2023\/02\/no-arms-to-ukraine\/\">Tempest<\/a> argumentiert Nate Moore, dass <em>\u201ein den USA lebende Sozialist:innen trotz der durch die russische Invasion ausgel\u00f6sten zwischenimperialistischen Dynamik nicht gegen Waffenlieferungen f\u00fcr die Ukraine sein sollten\u201c<\/em>. Moore z\u00e4hlt mehrere F\u00e4lle auf, in denen antikoloniale Bewegungen Waffen von ausl\u00e4ndischen M\u00e4chten erhielten, darunter der Vietnamkrieg: <em>\u201eW\u00e4hrend des Vietnamkriegs lieferten die UdSSR und China, die miteinander und mit dem US-Imperialismus konkurrierten, Waffen an die Vietnamesen, um die USA zu bek\u00e4mpfen. Obwohl es sich um unterdr\u00fcckerische Staaten handelte, traten die Sozialisten des Dritten Lagers nicht daf\u00fcr ein, die Lieferung von Waffen an den vietnamesischen Widerstand zu verhindern.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und das ist wahr: Sozialisten in aller Welt riefen zu \u201eWaffen f\u00fcr den Vietcong\u201c auf, d.h. f\u00fcr die Nationale Befreiungsfront, die gegen die pro-imperialistische Marionettenregierung in S\u00fcdvietnam k\u00e4mpfte. Selbst Sozialisten, die gegen die stalinistischen F\u00fchrer der Sowjetunion und Chinas waren, jubelten den vietnamesischen Befreiungsk\u00e4mpfern zu.<\/p>\n<p>Diese Analogie hat jedoch einige schwerwiegende Einschr\u00e4nkungen. Der Vietcong war eine Massenbewegung von Bauern und Arbeitern unter der F\u00fchrung einer mit Moskau verb\u00fcndeten stalinistischen Partei. Diese Stalinist:innen hatten bereits die Gro\u00dfgrundbesitzer und Kapitalist:innen im n\u00f6rdlichen Teil ihres Landes enteignet. Der Krieg gegen die US-Besatzungstruppen im S\u00fcden fand breite Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung, da es sich eben nicht nur um einen Kampf um die formale Unabh\u00e4ngigkeit handelte. (S\u00fcdvietnam war schlie\u00dflich technisch gesehen ein unabh\u00e4ngiges Land.) Sie k\u00e4mpften f\u00fcr die Befreiung von der imperialistischen Ausbeutung. Diese \u00fcberw\u00e4ltigende moralische Kraft ist der Grund, warum eine Bauernarmee den gr\u00f6\u00dften imperialistischen Milit\u00e4rapparat der Welt besiegen konnte.<\/p>\n<p>Die Kriegsanstrengungen Vietnams wurden von der Sowjetunion und in geringerem Ma\u00dfe von der Volksrepublik China unterst\u00fctzt. Moore schreibt, dass es sich um \u201eunterdr\u00fcckerische Staaten\u201c handelte, was zwar stimmt, aber das ist auch sehr ungenau. Die Sowjetunion war aus der proletarischen Revolution von 1917 hervorgegangen. Da der neue Arbeiter:innenstaat isoliert war, hatte eine B\u00fcrokratie unter Stalin die Arbeiter:innenklasse in einer blutigen Konterrevolution politisch enteignet. Doch die wirtschaftlichen Grundlagen einer sozialistischen Gesellschaft \u2013 Planwirtschaft, Au\u00dfenhandelsmonopol usw. \u2013 blieben bestehen. Die Volksrepublik China hingegen war aus einem revolution\u00e4ren Kampf der Bauernschaft hervorgegangen. In China f\u00fchrten die Stalinisten von Anfang an eine b\u00fcrokratische Planwirtschaft ein. Die daraus resultierende Gesellschaft \u00e4hnelte der der Sowjetunion, aber es gab keine Arbeiter:innenr\u00e4te, die die Stalinist:innen h\u00e4tten zerschlagen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Um diese widerspr\u00fcchlichen Gesellschaftsformationen zu verstehen, sagen wir, dass UdSSR und die China degenerierte und deformierte Arbeiter:innenstaaten waren. Im Laufe ihrer Geschichte haben diese Staaten Eroberungskriege gef\u00fchrt. Aber das war kein \u201eImperialismus\u201c im marxistischen Sinne des Wortes. Imperialismus ist nicht nur Kriegstreiberei \u2013 er ist vielmehr eine Form der internationalen Ausbeutung, die auf der Notwendigkeit des Finanzkapitals nach st\u00e4ndiger Expansion beruht. In der UdSSR und in China gab es kein Finanzkapital. Die Kriege, die diese Staaten f\u00fchrten, dienten dem Schutz der Interessen der herrschenden B\u00fcrokratien, die von den Planwirtschaften abh\u00e4ngig waren. Deswegen unterst\u00fctzen sie den Vietnamesischen Kampf zum Rauswurf des Imperialismus und zur Enteignung der Gro\u00dfgrundbesitzer.<\/p>\n<p><strong>\u2026 nach Kiew und Donetsk<\/strong><\/p>\n<p>Passiert heute etwas Vergleichbares in der Ukraine? Die Regierung Selenskyjs k\u00e4mpft nicht f\u00fcr die Befreiung der Ukraine von imperialistischer Ausbeutung. Ganz im Gegenteil: Ihr erkl\u00e4rtes Ziel ist es, das Land in imperialistische B\u00fcndnisse wie die NATO und die EU zu integrieren. Die rechte Regierung schafft Gesetze ab, die Arbeiter:innen und Bauern sch\u00fctzen, damit so imperialistische Konzerne das Land besser ausschlachten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Kontrast k\u00f6nnte nicht gr\u00f6\u00dfer sein: Der Vietcong k\u00e4mpfte f\u00fcr die Enteignung der Gro\u00dfgrundbesitzer im Interesse der B\u00e4uer:innen. Selenskyjs Regierung k\u00e4mpft f\u00fcr die Enteignung von Kleinb\u00e4uer:innen im Interesse der landraubenden multinationalen Agrarunternehmen. Es ist kein Zufall, dass die Sowjetunion den Vietcong unterst\u00fctzt hat, w\u00e4hrend der US-Imperialismus Selenskyj unterst\u00fctzt. Es hat was mit dem Klassencharakter dieser Gesellschaften zu tun.<\/p>\n<p>Die Vietnamesen haben gegen den Imperialismus gek\u00e4mpft. Die ukrainische Armee k\u00e4mpft f\u00fcr den Imperialismus. Aus diesem Grund ist die politische Dynamik der beiden Kriege sehr unterschiedlich. In Vietnam wurden Massen von Menschen zu Kommunisten (leider von der stalinistischen Sorte). In der Ukraine hingegen haben die faschistischen Kr\u00e4fte stark zugenommen, <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/president-zelenskyy-bans-opposition-parties-in-ukraine\/\">w\u00e4hrend die meisten linken Parteien verboten wurden<\/a>. Die Siege der Vietnamesen haben den Imperialismus f\u00fcr das folgende Jahrzehnt geschw\u00e4cht; die Teilsiege der ukrainischen Kr\u00e4fte haben die NATO gest\u00e4rkt und die westlichen Milit\u00e4rhaushalte massiv erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>H\u00e4tte Genosse Moore seine Logik auf Vietnam angewandt, h\u00e4tte er sich wahrscheinlich nicht mit der stalinistisch gef\u00fchrten Regierung im Norden, sondern mit der pro-imperialistischen Regierung S\u00fcdvietnams solidarisiert. Der Marionettenstaat im S\u00fcden behauptete, die \u201eDemokratie\u201c gegen den \u201eTotalitarismus\u201c zu verteidigen, und zwar im B\u00fcndnis mit dem US-Imperialismus. Selenskyj hat viel mehr mit Ngo Dinh Diem gemeinsam als mit Ho Chi Minh.<\/p>\n<p><strong>Ein Anti-Imperialistischer oder ein Pro-Imperialistischer Krieg?<\/strong><\/p>\n<p>In mehr als einem Jahr des Ukraine-Krieges haben wir gesehen, wie die imperialistische Unterst\u00fctzung die rechte Regierung Selenskyjs gest\u00e4rkt und ihr erlaubt hat, neoliberale Angriffe gegen Arbeiter:innen und B\u00e4uer:innen durchzuf\u00fchren. Die Ukraine ist heute nichts weiter als ein Protektorat des US-Imperialismus, und selbst wenn sie einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Sieg gegen Russland erringen k\u00f6nnte, w\u00fcrde der Haushalt des Landes \u00fcber die Auslandsschulden, den IWF und \u00e4hnliche Instrumente von Washington kontrolliert werden. Moore bestreitet nicht, dass dies die Dynamik des letzten Jahres gewesen ist.<\/p>\n<p>Dennoch behauptet er, dass dieser Krieg zur Unterwerfung der Ukraine unter den westlichen Imperialismus irgendwie in einen Befreiungskrieg umgewandelt werden kann: <em>\u201eEine implizite Annahme der Position <\/em>\u201eStoppt die US-Waffen\u201c<em> ist, dass die Ukraine nicht in der Lage sein wird, dem US-Imperialismus entgegenzutreten, weil die bisher erhaltene Hilfe die Position des US-Imperialismus und seine Kontrolle \u00fcber den ukrainischen Staat \u00fcberm\u00e4\u00dfig gest\u00e4rkt hat. Damit wird nicht nur eine ungewisse Zukunft vorausgesagt, sondern, was noch schlimmer ist, wenig Vertrauen in den Kampf des ukrainischen Volkes zum Ausdruck gebracht \u2013 eine bevormundende und herablassende Haltung gegen\u00fcber einer Nation, die die russischen milit\u00e4rischen Erfolge seit der Invasion umgekehrt hat.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das ist v\u00f6llig falsch. Wir haben gro\u00dfes Vertrauen in die Kampfkraft der ukrainischen Arbeiter:innenklasse. Wir glauben, dass das ukrainische Proletariat einen Kampf f\u00fcr echte Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fchren kann \u2013 was nicht nur bedeuten w\u00fcrde, die russischen Invasionstruppen zur\u00fcckzuschlagen, sondern auch mit der NATO und ihren Lakaien durch die Verstaatlichung des imperialistischen Kapitals zu brechen. Moore hingegen scheint zu glauben, dass eine Ukraine als formal unabh\u00e4ngiger, halbkolonialer Vasallenstaat der NATO ein Ziel ist, f\u00fcr das es sich zu k\u00e4mpfen lohnt. Wahre \u201eSelbstbestimmung\u201c wird es in einem kapitalistischen Staat niemals geben.<\/p>\n<p>In seinem gesamten Artikel reduziert Genosse Moore alle Klassen in der Ukraine mit ihren antagonistischen Interessen und alle nationalen Gruppen auf ein einziges \u201eukrainisches Volk\u201c. Ein Oligarch, der hofft, durch Handelsabkommen mit der EU Milliarden zu scheffeln, ist anscheinend dasselbe wie ein armer Rentner, der sich ein Ende der Bombardierung w\u00fcnscht. Ein paramilit\u00e4rischer Nazi, der mit in den USA hergestellten Raketenwerfern bewaffnet ist, ist dasselbe <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/the-odyssey-of-trans-women-trying-to-flee-ukraine\/\">wie eine trans Frau, die aus dem Land fliehen m\u00f6chte<\/a>. Moore hat \u00fcberhaupt nichts \u00fcber eine bedeutende Minderheit in der Ukraine zu sagen, die Russland vorzieht \u2013 sie sind vermutlich vom \u201eukrainischen Volk\u201c ausgeschlossen, f\u00fcr das er zu sprechen vorgibt.<\/p>\n<p><strong>Waffen oder keine Waffen?<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Krieg halten wir an einem langj\u00e4hrigen sozialistischen Prinzipien fest: \u201eKein Mensch und kein Cent f\u00fcr den Militarismus!\u201c Das bedeutet, dass wir auch Waffenlieferungen von NATO-L\u00e4ndern an die ukrainische Regierung ablehnen, genauso wie wir Putins reaktion\u00e4re Invasion ablehnen. Wir haben gezeigt, dass die Arbeiter:innen die Kriegsmaschinerie stoppen k\u00f6nnen, im Hinblick auf die Aktionen der Arbeiter:innen in <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/greek-railroad-workers-block-delivery-of-u-s-tanks-to-ukraine\/\">Griechenland<\/a> und <a href=\"http:\/\/eftvoice.org\/belarus-rail-workers-sabotage-russias-attack-on-ukraine-how-an-independent-position-on-the-war-can-be-built\/\">Wei\u00dfrussland<\/a>.<\/p>\n<p>Die Regierung Bidens gibt nicht aus Sorge um die Demokratie Milliarden f\u00fcr Waffen aus. Dies passiert als Teil einer imperialistischen Strategie, die darauf abzielt, Russland und schlie\u00dflich China zu schw\u00e4chen. Imperialismus, wie er von Marxisten verstanden wird, beschr\u00e4nkt sich nicht auf milit\u00e4rische Man\u00f6ver. Der US-Imperialismus kontrolliert die Ukraine mit politischen und finanziellen Mitteln. In dieser Frage haben wir keine Differenzen mit Genosse Moore: <em>\u201eDie USA haben nat\u00fcrlich imperiale Interessen in diesem Konflikt. Durch Waffen und Hilfsg\u00fcter f\u00fcr die Ukraine hoffen sie, ihre Position gegen\u00fcber Russland langfristig zu st\u00e4rken.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Moore schreibt jedoch, dass es sich (noch) nicht um einen zwischenimperialistischen Konflikt handelt, da <em>\u201edie USA und die NATO nicht in die Ukraine einmarschiert sind\u201c<\/em>. Seine Schlussfolgerung ist, dass wir uns nicht gegen unsere <em>\u201eeigene\u201c<\/em> Regierung stellen m\u00fcssen. Stattdessen argumentiert er, dass wir uns der Politik der Biden-Administration mit ihren st\u00e4ndig wachsenden Waffenlieferungen <em>\u201enicht widersetzen\u201c<\/em> sollten. Moore f\u00e4hrt fort: <em>\u201eBedeutet die Unterst\u00fctzung von US-Waffenlieferungen f\u00fcr die Ukraine, dass wir den US-Staat ausdr\u00fccklich auffordern sollten, Waffen zu liefern? Nein. Das \u00fcberlassen wir den Ukrainern. Unsere Aufgabe ist es, ihrer legitimen Selbstverteidigung nicht in die Quere zu kommen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir sollen also nicht zu Waffenlieferungen aufrufen \u2013 aber wir sollen sie auch nicht ablehnen. Wir sollen die Politik des Wei\u00dfen Hauses neutral (passiv unterst\u00fctzend?) begleiten. Wenn es Moore aber ernst ist mit der Unterst\u00fctzung der Forderungen des \u201eukrainischen Volkes\u201c meint, dann muss er sehen, dass die meisten Ukrainer:innen die Waffenlieferungen der NATO bef\u00fcrworten. Viele selbstbezeichnende Sozialist:innen in der Ukraine bitten Leute wie Moore, Druck auf die NATO-Regierungen auszu\u00fcben, damit diese mehr Waffen liefern. Warum sollte er eine solche Bitte ablehnen? Wenn er der Meinung ist, dass diese Waffen eine fortschrittliche Rolle haben, sollte er sich offen f\u00fcr sie einsetzen.<\/p>\n<p><strong>Sozialist:innen und Waffen<\/strong><\/p>\n<p>Die International Workers League (LIT-CI), die internationale Tendenz der US-Gruppe Workers Voice, ist hier zumindest konsequent: Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr den \u201eukrainischen Widerstand\u201c kennt keine solchen Grenzen. Sie fordern den US-Imperialismus offen dazu auf, die Waffenlieferungen zu erh\u00f6hen \u2013 <a href=\"https:\/\/litci.org\/en\/the-shipment-of-tanks-and-weapons-to-ukraine-is-insufficient\/\">neben modernen Panzern fordern sie auch Kampfjets<\/a>. Man fragt sich: Warum nicht auch Atomwaffen, Genoss:innen von der LIT-CI? Das w\u00fcrde die russische Invasion sicherlich bremsen.<\/p>\n<p>Die LIT-CI tut so, als lie\u00dfe sich eine grunds\u00e4tzliche Ablehnung der NATO mit der Unterst\u00fctzung der zentralen NATO-Politik des letzten Jahres verbinden \u2013 als k\u00f6nne man eine Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben f\u00fcr die ukrainische Armee (die hofft, so bald wie m\u00f6glich der NATO beitreten zu k\u00f6nnen) bejubeln und gleichzeitig irgendwie gegen die NATO sein. <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/not-on-our-side-on-bernie-sanders-and-imperialism\/\">W\u00e4hrend wir Bernie Sanders und andere \u201eSozialist:innen\u201c in der Demokratischen Partei schon immer daf\u00fcr kritisiert haben<\/a>, dass sie f\u00fcr den US-Milit\u00e4retat stimmen, m\u00fcsste ein hypothetischer LIT-CI-Vertreter im US-Kongress an der Seite von Demokrat:innen und Republikaner:innen daf\u00fcr stimmen, dass noch weitere Milliarden an die R\u00fcstungsindustrie flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Diese Genoss:innen geben vor, dass sie nicht die Regierung Selenskyjs unterst\u00fctzen, sondern einen mythischen \u201eukrainischen Widerstand\u201c, der unabh\u00e4ngig von Selenskyj und der NATO ist. In mehreren Erkl\u00e4rungen konnten sie nicht sagen, wer einen solchen <em>\u201e<\/em>Widerstand<em>\u201c<\/em> bilden k\u00f6nnte. Die einzigen Kr\u00e4fte vor Ort sind die ukrainische Armee und Milizen unter strenger Kontrolle der Regierung \u2013 die einzigen Gruppen, die irgendeine Art von Autonomie haben, sind die Nazis!<\/p>\n<p>In einer anderen Erkl\u00e4rung \u2013 einer <a href=\"https:\/\/litci.org\/en\/debate-with-the-political-bureau-of-the-fourth-international-and-gilbert-achcar\/\">Polemik mit Gilbert Achcar<\/a>, der \u00e4hnliche Vorbehalte wie Moore hat sich f\u00fcr immer gr\u00f6\u00dfere Waffenlieferungen einzusetzen \u2013 schrieb die LIT-CI:<\/p>\n<p><em>\u201eWir halten es f\u00fcr absolut richtig, zu mobilisieren, um von allen Regierungen (auch denen der NATO-Mitgliedsl\u00e4nder) Waffenlieferungen an den ukrainischen Widerstand zu fordern.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mobilisieren f\u00fcr weitere Waffenlieferungen? Wir stellen fest, dass Workers\u2018 Voice, die sympathisierende Sektion der LIT-CI in den USA, eine solche Kampagne nicht aufgegriffen hat. Sie ver\u00f6ffentlichen im Allgemeinen nicht viele Artikel der LIT-CI \u00fcber die Ukraine auf ihrer Website und scheinen sich vor der Idee zu sch\u00e4men, eine Kampagne zur Unterst\u00fctzung von Bidens Politik zu f\u00fchren. Es ist positiv, dass Workers\u2018 Voice die Positionen der LIT-CI hier ignoriert. F\u00fcr uns Internationalist:innen ist dieses err\u00f6tende Schweigen \u00fcber ihre internationale Organisation jedoch diplomatisch und entpolitisierend. Workers\u2018 Voice sollte offen sagen, warum die LIT-CI hier falsch liegt und dass sie keine derartige Kampagne durchf\u00fchren werden, um damit das Wei\u00dfe Haus zu ermutigen, seine Politik fortzusetzen und zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p><strong>Totalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/lukacs\/works\/1924\/lenin\/postscript.htm\">In seinem Nachwort von 1967 zu seiner Studie \u00fcber Lenins Denken<\/a> hob Georg Luk\u00e1cs die Kategorie der \u201eTotalit\u00e4t\u201c als Schl\u00fcssel zum Leninismus hervor: <em>\u201eEs ist die Totalit\u00e4t, die den Weg zum Klassenbewusstsein, das auf die revolution\u00e4re Praxis gerichtet ist, richtig weist. Ohne Orientierung an der Totalit\u00e4t kann es keine historisch wahre Praxis geben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Keiner der Sozialist:innen, die die Kriegsanstrengungen der Ukraine unterst\u00fctzen, betrachtet die Gesamtheit. Sie wollen, dass wir diesen Krieg als einen Konflikt zwischen zwei ungleichen Staaten sehen \u2013 und nicht als Teil der wachsenden Spannungen zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten in einer Zeit, in der die Hegemonie der USA schwindet. Mit anderen Worten, sie wollen, dass wir einen willk\u00fcrlich definierten Teil des Krieges betrachten, getrennt von der Gesamtheit des globalen Imperialismus.<\/p>\n<p>Empirisch gesehen ist das Humbug. Die <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/washington-exposed-pentagon-leaks-unveil-damning-new-information-about-the-ukraine-war\/\">Leaks aus dem Pentagon<\/a> haben best\u00e4tigt, dass alle imperialistischen Gro\u00dfm\u00e4chte in der Ukraine sehr aktiv sind, auch mit eigenem Milit\u00e4rpersonal. Die Offensiven der Ukraine werden in Washington geplant. Hier hat die LIT-CI eine besonders seltsame Position. Sie fragen, was passieren w\u00fcrde, <em>\u201ewenn die NATO Russland angreift\u201c<\/em>, und antworten wie folgt: <em>\u201eIn dieser Situation m\u00fcsste Russland verteidigt werden, denn das w\u00fcrde die Aggression der imperialistischen NATO gegen ein schw\u00e4cheres und abh\u00e4ngigeres Land (Russland) bedeuten. Mit anderen Worten: Wir w\u00e4ren f\u00fcr die Niederlage der NATO.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Sollten also US-Truppen auf russische Truppen schie\u00dfen, w\u00fcrde sich die LIT-CI um 180 Grad drehen: Sie w\u00fcrde aufh\u00f6ren, Selenskyj zu unterst\u00fctzen und sich sofort auf die Seite der russischen Streitkr\u00e4fte stellen. Das Problem ist nat\u00fcrlich, dass es keine klare Linie zwischen imperialistischer \u201eUnterst\u00fctzung\u201c f\u00fcr die Ukraine und direkter imperialistischer Intervention gibt. Beide Positionen der LIT-CI, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine oder die hypothetische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Russland, sind falsch. Sie sind das Ergebnis eines extrem mechanischen Denkens, das die Gesamtheit der globalen Situation nicht versteht.<\/p>\n<p><strong>Serbien<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Ukraine-Krieg hat auch der Erste Weltkrieg zu <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/militarism-imperialism-and-self-determination-marxist-debates-on-the-war\/\">historischen Debatten in der marxistischen Linken<\/a> gef\u00fchrt. Im Jahr 1914 gab es einen legitimen nationalen Befreiungskrieg des belgischen Volkes gegen einen unprovozierten deutschen Angriff und eine deutsche Besatzung. Auch Serbien f\u00fchrte einen nationalen Verteidigungskrieg gegen eine imperialistische Macht, \u00d6sterreich-Ungarn, die es verschlingen wollte. H\u00e4tten Lenin und andere Marxist:innen versucht, einen dieser Teilkonflikte isoliert zu betrachten, h\u00e4tten sie den Belgiern und Serben volle Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren m\u00fcssen. Aber sie erkannten, dass dies bedeutet h\u00e4tte, sich auf die Seite der imperialistischen Alliierten zu stellen.<\/p>\n<p>Wie die meisten Sozialist:innen heute zugeben w\u00fcrden, war der Erste Weltkrieg keine Reihe von isolierten nationalen Befreiungskriegen \u2013 er war ein globaler Konflikt zwischen imperialistischen M\u00e4chten. Sozialist:innen mussten f\u00fcr die Niederlage ihrer \u201eeigenen\u201c Bourgeoisie k\u00e4mpfen. Dazu geh\u00f6rten die Sozialist:innen in Serbien, die sich mutig der \u201enationalen Verteidigung\u201c widersetzten, selbst als das \u201eVaterland\u201c von der Zerst\u00f6rung bedroht war. <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/reading-rosa-luxemburgs-junius-pamphlet-in-times-of-war\/\">Rosa Luxemburg lobte die serbischen Sozialist:innenen daf\u00fcr<\/a>, dass sie gegen die Kriegskredite stimmten. Diese Position macht nur Sinn, wenn wir die Gesamtheit betrachten.<\/p>\n<p>Heute m\u00fcssen sich die Sozialist:innen in den NATO-L\u00e4ndern gegen ihre \u201eeigenen\u201c imperialistischen M\u00e4chte stellen. Wenn die Spannungen zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten zunehmen, wird es zu neuen Konflikten und Kriegen kommen \u2013 und jede imperialistische Macht wird versuchen, ihre Aggression im Namen von \u201eDemokratie\u201c und \u201eSelbstbestimmung\u201c zu pr\u00e4sentieren. Das war schon immer die Sprache der Kriegspropaganda.<\/p>\n<p>Die Sozialist:innen m\u00fcssen f\u00fcr eine unabh\u00e4ngige Position k\u00e4mpfen. Das gilt auch f\u00fcr die Ukraine, wo die Sozialist:innen daf\u00fcr k\u00e4mpfen m\u00fcssen, dass die Arbeiter:innenklasse zu einem unabh\u00e4ngigen politischen Faktor wird, mit der Perspektive, das Land sowohl von der NATO als auch vom russischen Imperialismus zu befreien. Dies ist der einzige Weg, um reaktion\u00e4re Kriege zu beenden.<\/p>\n<p>Wir wollen die Genoss:innen in Tempest und Workers Voice, die mit den Positionen ihrer Organisationen unzufrieden sind \u2013 und wir respektieren diese Genoss:innen genug, um zu wissen, dass viele von ihnen sich mit der offiziellen Linie zutiefst unwohl f\u00fchlen \u2013 ermutigen diese Debatte zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/die-ukraine-ist-nicht-vietnam\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 13. Juli 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nathaniel Flakin. Was ist der Klassencharakter des Krieges in der Ukraine? Einige Sozialist:innen sehen ihn als einen nationalen Befreiungskrieg gegen den russischen &#8222;Imperialismus&#8220; und unterst\u00fctzen daher die Ukraine. 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