{"id":13414,"date":"2023-08-04T10:26:52","date_gmt":"2023-08-04T08:26:52","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13414"},"modified":"2023-08-04T10:26:53","modified_gmt":"2023-08-04T08:26:53","slug":"ein-drittel-der-amerikaner-ist-dafuer-truppen-in-die-ukraine-zu-senden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13414","title":{"rendered":"<strong>Ein Drittel der Amerikaner ist daf\u00fcr, Truppen in die Ukraine zu senden<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Florian R\u00f6tzer. <\/em><strong>Kriegsbef\u00fcrworter sind vor allem die j\u00fcngeren Amerikaner, die \u00dcber-59-J\u00e4hrigen lehnen eine Kriegsbeteiligung mit US-Soldaten mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit ab.<\/strong><\/p>\n<p>Newsweek hat eine <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/us-troops-ukraine-poll-russia-joe-biden-america-military-1816570\">Online-Umfrage<\/a> beauftragt. Befragt wurden am 25. und 26. Juli 1500 erwachsene Amerikaner. Ob die Umfrage repr\u00e4sentativ ist, scheint zweifelhaft zu sein.<!--more--> Dennoch ist erstaunlich oder erschreckend, dass ein nicht unerheblicher Teil der Amerikaner sogar US-Truppen in den Krieg in der Ukraine senden w\u00fcrde. Das sagen immerhin 31 Prozent, die damit der Politik der Biden-Regierung widersprechen, zwar die Ukraine milit\u00e4risch zu unterst\u00fctzen, sich aber aus dem Krieg herauszuhalten, was angesichts der massiven Unterst\u00fctzung mit Waffen, Training und Informationen eigentlich auch schon l\u00e4ngst eine Chim\u00e4re ist \u2013 zumal der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskij immer wieder betont, dass die Ukraine auch stellvertretend f\u00fcr den Westen k\u00e4mpft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend also fast ein Drittel die Entsendung von amerikanischen Truppen in die Schlachtfelder der Ukraine bef\u00fcrwortet, sagt ein Viertel, dass man die Idee weder unterst\u00fctzt noch ablehnt. Daraus lie\u00dfe sich schlie\u00dfen, dass die Entsendung von Truppen von mehr als der H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung nicht abgelehnt w\u00fcrde. Die Amerikaner w\u00e4ren also nicht kriegsm\u00fcde, was man gerne angenommen hatte, sondern bef\u00fcrworten eine interventionistische milit\u00e4rische Politik oder haben nichts dagegen. Die 34 Prozent, die gegen die milit\u00e4rische Beteiligung sind, w\u00e4ren mithin nur eine Minderheit.<\/p>\n<p>Die Stimmung in den\u00a0 USA k\u00f6nnte, sollte das Umfrageergebnis im Groben repr\u00e4sentativ sein, also schnell umschlagen. M\u00f6glicherweise w\u00e4re nur ein Vorfall erforderlich, bei dem amerikanische Soldaten zuf\u00e4llig oder absichtlich von russischen Truppen au\u00dferhalb der Ukraine get\u00f6tet werden, um in der Bev\u00f6lkerung einen Druck auf die Regierung auszul\u00f6sen, nun doch milit\u00e4risch selbst gewisserma\u00dfen als Sheriff einzugreifen und\u00a0 nicht nur milit\u00e4rische Hilfe zu leisten, um nicht klein beizugeben und Schw\u00e4che zu zeigen.<\/p>\n<p>In Zeiten des Wahlkampfs k\u00f6nnte es wom\u00f6glich zu einer solchen Entscheidung kommen, die auch noch den Vorteil h\u00e4tte, von anderen Problemen abzulenken, was man die Wag-the-Dog-Strategie nennt. Immerhin hat Biden schon Tausende von US-Soldaten an die Ostflanke der Nato verlegen lassen, die schnell eingreifen k\u00f6nnten. Und der Kriegsschauplatz ist weit entfernt von den USA.<\/p>\n<p>Ob sich die US-Regierung auch \u00fcber die K\u00f6pfe der Europ\u00e4er bzw. der Rest-Nato hinwegsetzen sollte, wurde nicht gefragt. Aber hier wurde ja schon lange Vorarbeit geleistet und von der Biden-Regierung verst\u00e4rkt, das \u201eNeue Europa\u201c, die osteurop\u00e4ischen und baltischen Staaten, an sich zu binden, die abgesehen von Ungarn, einen konfrontativeren Kurs gegen Russland durchaus begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnten, wie das schon einmal anl\u00e4sslich des Irak-Krieges der Fall war. Ob sich dann noch einmal Deutschland und Frankreich und Teile des \u201eAlten Europa\u201c entgegenstellen w\u00fcrden, ist fraglich, bei der Kriegsbegeisterung der Ampel-Regierung und der Union allemal.<\/p>\n<p>Interessant ist auch, welche Altersgruppen eher kriegerisch orientiert sind. Das sind, was man hierzulange auch schon feststellen konnte, vor allem die j\u00fcngeren Generationen, die weder den Weltkrieg noch den Kalten Krieg miterlebt haben \u2013 und die sich in einer Situation finden, dass ihre Staaten Berufsarmeen unterhalten, die man schneller mal in einen Krieg ziehen lassen kann, mit dem man selbst dann nichts zu tun hat und nicht einmal die M\u00fchen der Kriegsdienstverweigerung auf sich nehmen muss.<\/p>\n<p>Gerade einmal 4 Prozent der 18-26-J\u00e4hrigen (Generation Z) sind strikt gegen eine Entsendung von Truppen in die Ukraine, w\u00e4hrend 47 Prozent diese bef\u00fcrworten w\u00fcrden. Auch die 27-42-J\u00e4hrigen, die \u201eMillennials\u201c, bef\u00fcrworten eher stark eine Kriegsbeteiligung, w\u00e4hrend eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit von 84 Prozent der \u00dcber-59-J\u00e4hrigen eine Entsendung ablehnt: 59 Prozent lehnen dies ab, zus\u00e4tzlich 25 Prozent stark.<\/p>\n<p>Auch beim Nato-Beitritt der Ukraine ist eine Mehrheit auf Konfrontationskurs. 47 Prozent sind f\u00fcr eine Aufnahme der Ukraine in die Nato, 29 Prozent sind gleichg\u00fcltig (weder daf\u00fcr noch dagegen), nur 15 Prozent sind dagegen. Ein Viertel spricht sich sogar f\u00fcr die sofortige Aufnahme aus, 37 Prozent meinen, der Krieg m\u00fcsste erst beendet sein.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/umfrage-ein-drittel-der-amerikaner-ist-dafuer-truppen-in-die-ukraine-zu-senden\/\"><em>overton-magazin.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 4. August 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florian R\u00f6tzer. 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