{"id":13638,"date":"2023-09-27T16:54:54","date_gmt":"2023-09-27T14:54:54","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13638"},"modified":"2023-09-27T16:54:55","modified_gmt":"2023-09-27T14:54:55","slug":"fuer-klima-leninismus-eine-auseinandersetzung-mit-andreas-malm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13638","title":{"rendered":"<strong>F\u00fcr Klima-Leninismus: Eine Auseinandersetzung mit Andreas Malm<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Nathaniel Flakin.<\/em> <strong>Der schwedische \u00d6kologe Andreas Malm ruft zum \u201e\u00f6kologischen Leninismus\u201c, um die Klimakrise zu bek\u00e4mpfen. Aber der Leninismus bedeutet viel mehr.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><em>Eine Katastrophe von beispiellosem Ausma\u00df und eine Hungersnot drohen uns unabwendbar. Davon war schon in allen Zeitungen unz\u00e4hlige Male die Rede. Eine Unmenge von Resolutionen sind von den Parteien und von den Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bauerndeputierten angenommen worden, Resolutionen, in denen festgestellt wird, da\u00df die Katastrophe unvermeidlich ist, da\u00df sie ganz nahe bevorsteht, da\u00df ein verzweifelter Kampf gegen sie gef\u00fchrt werden mu\u00df und da\u00df \u201aheroische Anstrengungen\u2018 des Volkes notwendig sind, um den Untergang abzuwenden, und so weiter.<\/em><\/p>\n<p><em>Alle sagen das. Alle erkennen das an. F\u00fcr alle steht das fest.<\/em><\/p>\n<p><em>Und nichts geschieht. [\u2026] <\/em><\/p>\n<p><em>Dabei gen\u00fcgt ein ganz klein wenig Aufmerksamkeit und Nachdenken, um sich davon zu \u00fcberzeugen, da\u00df Mittel zur Bek\u00e4mpfung der Katastrophe und des Hungers vorhanden sind, da\u00df die Kampfma\u00dfnahmen v\u00f6llig klar und einfach, voll durchf\u00fchrbar, den Volkskr\u00e4ften durchaus angemessen sind und da\u00df diese Ma\u00dfnahmen nur deshalb, ausschlie\u00dflich deshalb nicht getroffen werden, weil ihre Verwirklichung die unerh\u00f6rten Profite eines kleinen H\u00e4ufleins von Gutsbesitzern und Kapitalisten beeintr\u00e4chtigen w\u00fcrde.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f1\"><em><sup>1<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>Diese Worte schrieb W.I. Lenin im Oktober 1917. Er sprach \u00fcber die drohende Gefahr einer Hungersnot in Russland. Doch mit ein paar kleinen Auslassungen beschreibt das Zitat auch unsere aktuelle Situation ganz gut. Jeder wei\u00df, dass die Klimakatastrophe in vollem Gange ist. Auf der COP27 im letzten Herbst gab es feierliche Erkl\u00e4rungen von fast allen b\u00fcrgerlichen Politiker:innen. Dennoch wird nichts unternommen. Die notwendigen Ma\u00dfnahmen w\u00e4ren einfach \u2013 doch sie w\u00fcrden die Profite der Kapitalist:innen schm\u00e4lern, und deshalb wird nichts getan.<\/p>\n<p>Extinction Rebellion (XR) blockiert in verschiedenen L\u00e4ndern Stra\u00dfen. In Deutschland versuchen verschiedene Aktivist:innengruppen mit zivilem Ungehorsam, die Regierung zum Handeln zu zwingen: Ende Gel\u00e4nde hat Kohleminen besetzt; in j\u00fcngster Zeit hat sich die Gruppe Letzte Generation auf den B\u00fcrgersteig geklebt und den Verkehr blockiert. Beide Gruppen waren schrecklichen Repressionen ausgesetzt. Gegen die Letzte Generation wird als \u201ekriminelle Vereinigung\u201c ermittelt und sie wurden sogar des \u201eKlima-Terrorismus\u201c beschuldigt. Erstaunlich ist: W\u00e4hrend ihre Taktik radikal erscheint, sind ihre Forderungen \u00e4u\u00dferst moderat: Sie wollen, dass die Politiker:innen \u201eauf die Wissenschaft h\u00f6ren\u201c, ein Tempolimit auf der Autobahn einf\u00fchren und andere kleinere Ma\u00dfnahmen umsetzen.<\/p>\n<p>Der wichtigste Theoretiker dieser Strategie \u2013 ziviler Ungehorsam, um die Regierungen zum Handeln zu zwingen \u2013 ist der schwedische Akademiker Andreas Malm. Malm wird aufgrund seiner Mitgliedschaft im Vereinigten Sekretariat der Vierten Internationale, das den rechten Fl\u00fcgel der heutigen trotzkistischen Bewegung bildet, manchmal als Trotzkist bezeichnet und steht reformistischen Positionen recht nahe. Sein Pamphlet \u201eWie man eine Pipeline in die Luft jagt\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f2\"><sup>2<\/sup><\/a> erregte weltweit Aufmerksamkeit und inspirierte die New York Times zu Meinungsbeitr\u00e4gen und sogar zu einem Spielfilm.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f3\"><sup>3<\/sup><\/a> Ein zweites Pamphlet, \u201eKlima|x\u201c, das w\u00e4hrend des Covid-Lockdowns geschrieben wurde, forderte einen \u201eKriegskommunismus\u201c und einen \u201e\u00f6kologischen Leninismus\u201c zur Bek\u00e4mpfung der Klimakrise.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f4\"><sup>4<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Als Leninisten finden wir das cool \u2013 aber Leninismus bedeutet viel mehr als das, was Malm vorschl\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Niemand ist Pazifist<\/strong><\/p>\n<p>Mehr als alles andere ist \u201eWie man eine Pipeline in die Luft jagt\u201c brillanter Clickbait. Malm schreibt kein einziges Wort dar\u00fcber, wie die Infrastruktur f\u00fcr fossile Brennstoffe zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnte. Stattdessen fragt er sich, warum das nicht schon mehr Menschen getan haben. Wie John Lancaster fragt:<\/p>\n<p><em>Liegt es daran, dass die Menschen, denen der Klimawandel am Herzen liegt, einfach zu nett und zu gebildet sind, um etwas in dieser Richtung zu tun? [\u2026] Oder liegt es daran, dass selbst die Menschen, die sich am st\u00e4rksten vom Klimawandel betroffen f\u00fchlen, sich nicht dazu durchringen k\u00f6nnen, an ihn zu glauben?<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f5\"><em><sup>5<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Klimabewegung ist Pazifismus ein absolutes Muss. Der Umweltsch\u00fctzer Bill McKibben zum Beispiel besteht darauf, dass nur Gewaltlosigkeit im Sinne von Martin Luther King Jr., Gandhi oder Nelson Mandela effektiv sein kann. Er will den Planeten retten \u2013 aber nur, wenn man es vermeiden kann, auch nur den geringsten Schaden an irgendjemandes Eigentum anzurichten. Fridays For Future hat den Ruf, die bravste Protestbewegung der Geschichte zu sein. Die Letzte Generation blockiert Stra\u00dfen in orangefarbenen Warnwesten und reagiert passiv auf \u00dcbergriffe von Autofahrer:innen. Den Vorwurf der \u201eGewalt\u201c und des \u201eTerrorismus\u201c aus dem Munde rechter Politiker:innen hat ihnen dieser extreme Pazifismus nicht erspart.<\/p>\n<p>In seinem Buch dekonstruiert Malm die pazifistischen Mythen der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft. Kapitalistische Politiker:innen verurteilen die \u201eGewalt\u201c der Unterdr\u00fcckten, rechtfertigen aber gleichzeitig das enorme Ausma\u00df an Gewalt durch ihre besonderen Formationen bewaffneter Menschen wie Polizei und Armeen. Bewegungen f\u00fcr eine fortschrittliche Ver\u00e4nderung konnten gewaltsame Auseinandersetzungen mit den herrschenden M\u00e4chten nie vermeiden. Nelson Mandela zum Beispiel mag als eine Art heilige Figur in Erinnerung bleiben, die stoisch jahrzehntelange Gef\u00e4ngnisaufenthalte in Kauf nahm. In Wirklichkeit war Mandela der Kopf einer bewaffneten Organisation \u2013 Umkhonto we Sizwe, \u201eDer Speer der Nation\u201c \u2013, die Bombenanschl\u00e4ge gegen das Apartheidregime ver\u00fcbte. Mandelas \u201eTerrorismus\u201c wurde einst von denselben Regierungen auf der ganzen Welt verurteilt, die ihn heute als pazifistische Ikone hochhalten. Der Mann selbst sagte einmal: \u201eIch habe so lange zu gewaltlosem Protest aufgerufen, wie er wirksam war.\u201c Auch King trug immer eine Waffe. F\u00fcr viele dieser ber\u00fchmten \u201ePazifist:innen\u201c war Gewaltlosigkeit eine taktische Entscheidung in einer bestimmten Situation.<\/p>\n<p>Pazifismus ist nie absolut. Als Beispiel f\u00fchrt Malm den Fall eines norwegischen Nazis an, der mit einer Schrotflinte in eine Moschee eindrang und plante, so viele Menschen wie m\u00f6glich zu ermorden. Drei Gl\u00e4ubige \u00fcberw\u00e4ltigten den Sch\u00fctzen, indem sie ihn festhielten und ihm auf den Kopf schlugen. Ein echter Pazifist w\u00fcrde die \u201eGewalt\u201c ablehnen, die darin besteht, einem Nazi den Sch\u00e4del zu zertr\u00fcmmern. Jeder vern\u00fcnftige Mensch w\u00fcrde nat\u00fcrlich eine solche Gewalttat als kleinen Preis akzeptieren, um einen Massenmord zu verhindern. Jeder macht also Ausnahmen von seinem Pazifismus. Wie Malm es ausdr\u00fcckt: \u201eEin Pazifistin, die Ausnahmen macht, stellt nichts anderes dar als eine Kriegstheoretikerin.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f6\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Marxist:innen waren noch nie Pazifist:innen. Aber die meisten Menschen haben ein Bauchgef\u00fchl daf\u00fcr, dass nicht alle Gewalt gleich ist \u2013 es kommt darauf an, welchem politischen Ziel sie dient und ob sie von den Unterdr\u00fcckern oder den Unterdr\u00fcckten ausgeht. Nur wenige lehnen die \u201eGewalt\u201c der H\u00e4ftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald ab, die sich gegen die Naziwachen erhoben.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f7\"><sup>7<\/sup><\/a> Und wie Malm \u00fcberzeugend darlegt, k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, anders \u00fcber den Klimawandel zu denken. Das kapitalistische System treibt uns auf die Ermordung jedes einzelnen Menschen zu. Sicherlich w\u00e4re ein gewisses Ma\u00df an Gewalt gerechtfertigt, um dieses Ergebnis zu verhindern.<\/p>\n<p>Diese Art von pragmatischer Einstellung ist die einzige Alternative zur Klimaverzweiflung. Wohlhabende Liberale wie Jonathan Franzen wollen, dass wir die Tatsache akzeptieren, dass wir nichts tun k\u00f6nnen, um die Zerst\u00f6rung des Planeten aufzuhalten. Malm ist entsprechend schockiert \u00fcber diese Vorstellung:<\/p>\n<p><em>[G]leicherma\u00dfen einfacher ist es auch, zumindest f\u00fcr manche, sich das Sterbenlernen vorzustellen als das K\u00e4mpfenlernen, sich mit dem Ende von allem, was einer lieb und teuer ist, auszus\u00f6hnen, als militanten Widerstand in Betracht zu ziehen.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f8\"><em><sup>8<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>Auch wenn die Situation \u201ehoffnungslos\u201c ist, ist es der Kampf, der uns menschlich macht. Die Aktionen von Nat Turner, den K\u00e4mpfern des Warschauer Ghettos usw. waren ebenfalls \u201ehoffnungslos\u201c. Dennoch inspirieren sie uns noch Jahrhunderte sp\u00e4ter. Wie Bertolt Brecht schrieb: \u201eWer verloren ist, k\u00e4mpfe!\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f9\"><sup>9<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Kriegskommunismus<\/strong><\/p>\n<p>Aber was ist das Ziel all dieses zivilen Ungehorsams und der Sabotage, die Malm vorschl\u00e4gt? Wenn dies die Taktik ist, was ist dann die Strategie?<\/p>\n<p>\u201eWie man eine Pipeline in die Luft jagt\u201c geht nicht wirklich auf diesen Schritt 2 ein: Was ist zu tun, nachdem der Sprengstoff explodiert ist? Malm, der einen kommunistischen Hintergrund hat, gibt seine Quellen nur unzureichend an. Sein Pamphlet enth\u00e4lt zwar Zitate des russischen Revolution\u00e4rs Leo Trotzki und der deutschen Linksterroristin Ulrike Meinhof, aber ihre Namen stehen in den Endnoten. Im Text werden sie auf eine \u201eStimme\u201c, die vor der Gefahr des Faschismus warnt, bzw. eine \u201ewestdeutschen Kolumnistin\u201c (!) reduziert.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f10\"><sup>10 <\/sup><\/a>Malm hat sich eindeutig zu Beginn der Covid-Pandemie radikalisiert, und in seinem n\u00e4chsten Pamphlet l\u00e4sst er die rote Fahne ungeniert wehen. Der Untertitel lautet im englischen Original \u201eKriegskommunismus im einundzwanzigsten Jahrhundert\u201c und der Text ist voller Verweise auf Lenin, Trotzki, die Bolschewiki und die Revolution. Malm stellt eine besonders faszinierende Analogie auf. Wenn wir versuchen, uns die kriegs\u00e4hnliche Mobilisierung vorzustellen, die n\u00f6tig w\u00e4re, um die Menschheit vor der Klimakatastrophe zu bewahren, stellen wir uns oft das US-amerikanische War Production Board aus dem Zweiten Weltkrieg vor.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f11\"><sup>11<\/sup><\/a> Aber es gibt ein besseres historisches Beispiel. Nach der russischen Revolution wurde die junge Sowjetunion von 21 imperialistischen Armeen \u00fcberfallen. Die Bolschewiki riefen den \u201eKriegskommunismus\u201c aus, um die schwache Macht der Arbeiter:innenklasse zu verteidigen. Mit roher Gewalt wurde Getreide von den Bauern:B\u00e4uerinnen beschlagnahmt, da dies die einzige M\u00f6glichkeit war, die Rote Armee und die St\u00e4dte zu versorgen. Es gab keine andere M\u00f6glichkeit, die Reaktion und den Faschismus aufzuhalten. In unseren kommenden, verzweifelten K\u00e4mpfen um das \u00dcberleben auf einem brennenden Planeten werden \u00e4hnlich gro\u00dfe Opfer erforderlich sein.<\/p>\n<p>Malm macht einen faszinierenden Punkt: Trotzki reiste bekanntlich in einem gepanzerten Zug von Front zu Front. Dieser Zug verbrannte Holz, also erneuerbare Energie. Die Rote Armee war gr\u00fcn!<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f12\"><sup>12<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Kriegskommunismus entfesselt die unvorstellbare Kraft einer echten Volksrevolution, wie die Geschichte immer wieder gezeigt hat, von Paris 1789 und Port-au-Prince 1791 \u00fcber Petrograd und Moskau 1917 bis nach Madrid und Barcelona 1936. Die Rote Armee hat den B\u00fcrger:innenkrieg in Russland gewonnen, weil Millionen von Arbeiter:innen, B\u00e4uerinnen und Bauern f\u00fcr ihre eigene Befreiung k\u00e4mpften. Sie hatten die Bauernh\u00f6fe, die Fabriken und die Staatsmacht \u00fcbernommen \u2013 und sie waren bereit, alles zu opfern, um ihre Errungenschaften zu verteidigen. Diese Art der revolution\u00e4ren Mobilisierung brauchen wir, um radikale und sofortige Ver\u00e4nderungen im globalen Produktionssystem durchzusetzen.<\/p>\n<p>Malms Idee des \u201eKriegskommunismus\u201c beinhaltet einige \u201edrakonische Beschr\u00e4nkungen und Einschnitte\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f13\"><sup>13<\/sup><\/a>: Dazu geh\u00f6ren der Stopp der Abholzung, die Reduzierung der Emissionen im Verkehr und die Enteignung der \u00d6lkonzerne. Sobald das fossile Kapital unter der Kontrolle der gesamten Gesellschaft steht, k\u00f6nnte der Staat nicht nur die Brennstofff\u00f6rderung einstellen, sondern auch die neu frei gewordenen Ressourcen nutzen, um Kohlenstoff aus der Atmosph\u00e4re zu entfernen.<\/p>\n<p>Doch Malms \u201e\u00f6kologischer Leninismus\u201c ist begrenzt. Tats\u00e4chlich ist es die einzige Art von Leninismus, die in der Zeitschrift Jacobin, die sonst f\u00fcr ihre sozialdemokratische Nostalgie bekannt ist, positiv erw\u00e4hnt wurde.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f14\"><sup>14<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Malm verwendet den Begriff Leninismus als Bezeichnung f\u00fcr eine disziplinierte politische Bewegung. Aber im Laufe der Geschichte haben sich viele Bewegungen einer Sache verschrieben: die Jesuiten, Scientology, die kaiserliche japanische Armee usw. Beim Leninismus geht es um Disziplin im Dienste eines bestimmten Programms: die Zerschlagung des kapitalistischen Staates durch die Arbeiter:innenklasse und die Schaffung einer Arbeiter:innenregierung zum Aufbau des Sozialismus.<\/p>\n<p><strong>Leninismus und der Staat<\/strong><\/p>\n<p>Lenins bestes Buch wurde w\u00e4hrend einer kurzen Flaute w\u00e4hrend der Revolution von 1917 geschrieben. In \u201eStaat und Revolution\u201c erkl\u00e4rte er, dass der Staat kein neutraler Verwalter der Gesellschaft ist.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f15\"><sup>15<\/sup><\/a> Vielmehr ist der Staat ein Instrument einer Klasse zur Unterdr\u00fcckung anderer Klassen. Der kapitalistische Staat verteidigt das Privateigentum an Produktionsmitteln und unterdr\u00fcckt die Arbeiter:innenklasse und die Armen. In diesem Sinne ist selbst die demokratischste Republik eine Diktatur der Bourgeoisie.<\/p>\n<p>Marx und Engels studierten die Erfahrungen des ersten Versuchs der Arbeiter:innenklasse, die politische Macht zu \u00fcbernehmen, in der Pariser Kommune von 1871, und kamen zu dem Schluss, dass die Arbeiter:innenklasse nicht einfach den bestehenden Staatsapparat \u00fcbernehmen kann. Stattdessen muss sie den b\u00fcrgerlichen Staat zerschlagen und durch einen proletarischen Staat ersetzen, der auf Gremien der Selbstorganisierung wie Arbeiter:innenr\u00e4ten basiert. Lenin f\u00fcgte hinzu, dass ein Arbeiter:innenstaat nur ein halber Staat w\u00e4re: Ein Staat, der der Kommune \u00e4hnelt, w\u00fcrde sich auf die gro\u00dfe Mehrheit der Gesellschaft st\u00fctzen, und sein Zweck w\u00e4re es, die Macht der Arbeiter:innen gegen die ehemaligen Kapitalist:innen zu verteidigen. Daher br\u00e4uchte er keinen gro\u00dfen b\u00fcrokratischen Apparat. Im Laufe der Entwicklung der neuen sozialistischen Gesellschaft w\u00fcrden die Arbeiter:innen zunehmend alle Verwaltungsaufgaben selbst \u00fcbernehmen, und jede Art von Staat w\u00fcrde \u00fcberfl\u00fcssig werden und verk\u00fcmmern.<\/p>\n<p>In einigen Punkten stimmt Malm mit Lenin \u00fcberein. Er weist darauf hin, dass die kapitalistischen Staaten sich als \u201ekonstitutionell nicht in der Lage zu sein scheinen\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f16\"><sup>16<\/sup><\/a>, im Interesse der Menschheit zu handeln, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Ihr einziger Zweck ist es, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Bourgeoisie immer mehr Kapital anh\u00e4ufen kann, selbst wenn das bedeutet, dass der Planet und alle Menschen darauf daf\u00fcr verbrannt werden.<\/p>\n<p>Malm weist gleichzeitig anarchistische Fantasien zur\u00fcck, dass die Staatsmacht von einem Tag auf den anderen abgeschafft werden kann \u2013 vor allem angesichts einer existenziellen Krise. \u201eEs macht geradezu den tautologisch wahren Anschein,\u201c schreibt er, \u201edass eine tats\u00e4chliche Transition eine gewisse Zwangsbefugnis erforderlich macht.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f17\"><sup>17 <\/sup><\/a><a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/bri-fern\/brief3.htm\">Er zitiert Lenin zustimmend:<\/a> \u201eWir brauchen eine revolution\u00e4re <em>Staatsmacht<\/em>, wir brauchen (f\u00fcr eine bestimmte \u00dcbergangsperiode) den <em>Staat<\/em>. Dadurch unterscheiden wir uns von den Anarchisten.\u201c<\/p>\n<p>So viel sollte allen ernsthaften Sozialist:innnen klar sein. Die Arbeiter:innenklasse muss die Macht der Kapitalist:innen und aller Institutionen, die sie sch\u00fctzen, wie die Polizei und das Gef\u00e4ngniswesen, \u00fcberwinden. Das geht nur mit Gewalt \u2013 und diese systematische Anwendung von Gewalt durch eine Klasse gegen eine andere ist genau das, was wir unter einem Arbeiter:innenstaat verstehen.<\/p>\n<p>Bezeichnenderweise l\u00e4sst Malm jedoch die folgenden S\u00e4tze aus Lenins Zitat weg:<\/p>\n<p><em>Wir brauchen einen Staat, aber nicht einen solchen, wie ihn die Bourgeoisie braucht, mit Machtorganen, die vom Volk getrennt sind und dem Volk entgegengestellt werden, wie Polizei, Armee und die B\u00fcrokratie (Beamtentum). Alle b\u00fcrgerlichen Revolutionen haben diese Staatsmaschine lediglich vervollkommnet, lediglich einer Partei genommen und einer anderen \u00fcbergeben.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Proletariat aber mu\u00df, wenn es die Errungenschaften der gegenw\u00e4rtigen Revolution behaupten und weitergehen will, wenn es Frieden, Brot und Freiheit erringen will, diese \u201afertige\u2018 Staatsmaschine, um Marx\u2019 Worte zu gebrauchen, \u201azerbrechen\u2018 und sie durch eine neue ersetzen, bei der Polizei, Armee und B\u00fcrokratie mit dem bis auf den letzten Mann bewaffneten Volk zu einer Einheit verschmolzen sind.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f19\"><em><sup>19<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>Ja, der Kampf um das \u00dcberleben der Menschheit angesichts der Erderw\u00e4rmung wird diese Art von revolution\u00e4rer Mobilisierung erfordern, bei der sich Milliarden von Menschen organisieren, um jeden letzten Rest der Macht der Kapitalist:innen zu zerst\u00f6ren. Der gesamte Produktionsapparat der Menschheit muss unter demokratische Kontrolle gestellt werden, um sich an eine Welt in Flammen anzupassen und so viel wie m\u00f6glich zu retten.<\/p>\n<p>Aber Malms \u201eLeninismus\u201c l\u00e4sst die Idee der Zerschlagung des Staates absichtlich aus. Er schreibt:<\/p>\n<p><em>Haben wir soeben nicht eingehend er\u00f6rtert, dass der kapitalistische Staat konstitutionell nicht in der Lage sei, diese Schritte zu unternehmen? Und doch steht uns kein anderer Staat zur Verf\u00fcgung. Kein auf Sowjets basierender Arbeiterstaat wird auf wundersame Weise \u00fcber Nacht das Licht der Welt erblicken. Keine Doppelherrschaft der demokratischen Organe des Proletariats scheint sich in absehbarer Zeit, wenn \u00fcberhaupt, zu materialisieren. Darauf zu warten, w\u00e4re sowohl unsinnig als auch str\u00e4flich, und so bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig, als mit diesem desolaten Staat zu arbeiten, der wie eh und je an die Kreisl\u00e4ufe des Kapitals gekettet ist. Die Bev\u00f6lkerung wird Druck aus\u00fcben m\u00fcssen, um das im Staat verdichtete Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zu verlagern, um dessen Apparat dazu zu zwingen, seine Fesseln zu kappen, und sie wird sich [\u2026] in Bewegung setzen m\u00fcssen [\u2026]. Dies hie\u00dfe jedoch eindeutig eine Abkehr vom klassischen Programm der Zerschlagung des Staats zugunsten des Aufbaus eines neuen \u2013 eines von mehreren Elementen des Leninismus, die reif (wenn nicht gar \u00fcberreif) f\u00fcr ihren eigenen Nachruf scheinen.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f20\"><em><sup>20<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>Das ist das theoretische \u00c4quivalent zum H\u00fctchenspiel: Malm beruft sich gerne auf das radikale Bild Lenins, aber er lehnt die \u201eZerst\u00f6rung des Staates\u201c ab. Was \u00fcbrig bleibt, ist der \u00fcbliche Reformismus. Malm fordert den kapitalistischen Staat auf, einen \u201eKriegskommunismus\u201c zu betreiben \u2013 und gibt gleichzeitig zu, dass dieser Staat nicht einmal minimale Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen ergreifen kann. Er schreibt, dass ein \u201eauf Sowjets basierender Arbeiterstaat\u201c nicht \u201e\u00fcber Nacht das Licht der Welt erblicken\u201c wird \u2013 aber das hat auch noch nie jemand vorgeschlagen. Ganz im Gegenteil: Die zentrale These des Leninismus ist, dass ein solcher Staat nur durch die bewussten Anstrengungen von Millionen und Milliarden von Arbeiter.innen geschaffen werden kann, wobei ihre Energien von einer revolution\u00e4ren Partei zentralisiert werden. Das ist genau das, wof\u00fcr Leninist:innen k\u00e4mpfen!<\/p>\n<p>Mit einer Formulierung zeigt Malm seine Verbundenheit mit dem reformistischen (\u201eeurokommunistischen\u201c) Theoretiker Nicos Poulantzas, obwohl sein Name diesmal nicht einmal in den Fu\u00dfnoten erw\u00e4hnt wird. W\u00e4hrend Marx und Engels argumentierten, dass der Staat ein \u201eein Ausschu\u00df, der die gemeinschaftlichen Gesch\u00e4fte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet,\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f21\"><sup>21 <\/sup><\/a>ist, konterte Poulantzas, dass der Staat in Wirklichkeit eine \u201eVerdichtung der Klassenkr\u00e4fte\u201c darstellt: \u201eDer Staat ist die materielle Verdichtung des Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses zwischen Klassen und Klassenfraktionen.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f22\"><sup>22<\/sup><\/a> Mit anderen Worten: F\u00fcr Poulantzas ist der Staatsapparat ein Ort des Kampfes zwischen den verschiedenen Klassen und die Arbeiter:innenklasse k\u00f6nne das Kr\u00e4ftegleichgewicht innerhalb des Staates verschieben und ihn schlie\u00dflich \u00fcbernehmen. Letztendlich ist dies nur eine unn\u00f6tig wortreiche Fassung der alten reformistischen Theorie, dass die Arbeiter:innenklasse die Macht innerhalb des b\u00fcrgerlichen Staates gewinnen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Diese Position zum Staat ist es, die den \u201eleninistischen\u201c Theoretiker Malm mit dezidiert nicht-sozialistischen aktivistischen Bewegungen wie XR, Ende Gel\u00e4nde und Letzte Generation verbindet. Sie alle wollen mit zivilem Ungehorsam den Staat zwingen, Notma\u00dfnahmen gegen die Klimakatastrophe zu ergreifen. Malm wei\u00df, dass dies unm\u00f6glich ist \u2013 und argumentiert, dass es keine Alternative gibt. Mit anderen Worten: Unsere einzige Hoffnung ist etwas, das sich in Geschichte und Theorie als v\u00f6llig unm\u00f6glich erwiesen hat. Letzten Endes ist das nur eine \u201esozialistische\u201c Version der Klimaverzweiflung.<\/p>\n<p><strong>Liberale mit der Bombe<\/strong><\/p>\n<p>Wie Leo Trotzki feststellte, ist die Kraft, die die Arbeiterklasse br\u00e4uchte, um die Bourgeoisie zu einer Politik im Interesse der Arbeiter zu zwingen, in Wirklichkeit weitaus gr\u00f6\u00dfer als die, die zur Eroberung der politischen Macht n\u00f6tig w\u00e4re.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f23\"><sup>23<\/sup><\/a> Malm sagt, dass es f\u00fcr die Arbeiter:innenklasse keine Zeit gibt, den b\u00fcrgerlichen Staat zu zerst\u00f6ren und den Sozialismus aufzubauen. Wir w\u00fcrden genau das Gegenteil behaupten: Es ist keine Zeit, um zuzulassen, dass die kapitalistischen Staaten weiterhin \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen, w\u00e4hrend wir unsere Anstrengungen in kleine Sabotageakte und die illusorische Hoffnung investieren, dass eine b\u00fcrgerliche Regierung irgendwie unseren Zielen dienen wird.<\/p>\n<p>In seiner Diskussion \u00fcber den \u201eKriegskommunismus\u201c \u00e4u\u00dfert Malm mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sozialdemokraten als f\u00fcr Leninisten:<\/p>\n<p><em>Nichts h\u00e4tte besser f\u00fcr den Planeten sein k\u00f6nnen, als wenn Jeremy Corbyn 2019 Premierminister von Gro\u00dfbritannien geworden w\u00e4re und Bernie Sanders 2016 die Pr\u00e4sidentschaftswahl der USA gewonnen h\u00e4tte.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f24\"><em><sup>24<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>Auf \u00e4hnliche Weise lobt er die brasilianische Regierung von Lula. Es ist nicht so, dass Malm glaubt, dass solche reformistischen Regierungen die Menschheit retten werden \u2013 er hofft vielmehr, dass eine solche Regierung unter dem Druck der Mobilisierungen \u201e\u00fcber sich hinauswachsen\u201c und den Kapitalismus abschaffen m\u00fcsste. Lula befindet sich jetzt in seiner dritten Amtszeit als brasilianischer Pr\u00e4sident, w\u00e4hrend die Zerst\u00f6rung des Amazonas weitergeht. Die Hoffnung, dass eine solche b\u00fcrgerliche Regierung unter dem Druck der Mobilisierungen pl\u00f6tzlich antikapitalistische Ma\u00dfnahmen ergreifen w\u00fcrde, ist genau das, was Malm und seine Mitdenker:innen im Vereinigten Sekretariat dazu gebracht hat, Syriza und Podemos zu unterst\u00fctzen. Statt Sozialismus bekam die Arbeiter:innenklasse nur Verrat und Demoralisierung.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f25\"><sup>25<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der \u201eLeninist\u201c Malm setzt also seine Hoffnungen auf genau die sozialdemokratischen Politiker:innen, die auch die Zeitschrift <em>Jacobin <\/em>unterst\u00fctzt. F\u00fcr Malm besteht das Ziel direkter Aktionen darin, reformistische Regierungen zu w\u00e4hlen, die sich endlich ernsthaft der Reduzierung der Kohlenstoffemissionen widmen. Das best\u00e4tigt, was Lenin schon vor mehr als einem Jahrhundert festgestellt hat: \u201eRevolution\u00e4re\u201c wie Malm, die zur Propaganda der Tat aufrufen, sind meistens nichts anderes wie die \u201eLiberalen mit der Bombe\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f26\"><sup>26<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Im <em>Jacobin <\/em>hat Chris Maisano eine pr\u00e4gnante Antwort auf Malm geschrieben: \u201eJage keine Pipeline in die Luft.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f27\"><sup>27<\/sup><\/a> Er argumentiert ziemlich \u00fcberzeugend: Wenn dein Ziel darin besteht, eine b\u00fcrgerliche Regierung dazu zu bringen, eine Art Green New Deal umzusetzen, dann musst du dich an b\u00fcrgerliche Taktiken halten, wie die Unterst\u00fctzung linker Kandidaten bei den Vorwahlen und Lobbyarbeit bei Kongressmitgliedern. Sozialdemokratische Ziele erfordern sozialdemokratische Mittel \u2013 und spektakul\u00e4re Sabotageakte w\u00e4ren da nur hinderlich.<\/p>\n<p>Malms Plan, den kapitalistischen Staat den Kriegskommunismus einf\u00fchren zu lassen, hat etwas Ruchloses an sich. In Russland wurden 1918 bis 1921 von den Arbeiter:innen unvorstellbare Opfer verlangt, um die errungene Macht zu verteidigen. Malm ruft zu \u00e4hnlichen Opfern auf \u2013 nur ohne die Macht.<\/p>\n<p>Wenn Malm \u201edrakonische Einschr\u00e4nkungen und K\u00fcrzungen\u201c fordert und gleichzeitig den kapitalistischen Staat beibeh\u00e4lt, kann das nur bedeuten, dass der Lebensstandard der Arbeiter:innen angegriffen wird, w\u00e4hrend die Profite der Kapitalist:innen gewahrt werden. Im Grunde ist es genau das, was die b\u00fcrgerlichen Regierungen bereits tun: \u201eGr\u00fcne\u201c Sparma\u00dfnahmen bedeuten, dass die Reichen ihre Privatjets rund um die Uhr in der Luft lassen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die Armen im Namen des \u201eKlimaschutzes\u201c auf das Fliegen verzichten sollen.<\/p>\n<p>Diese Art von Sparma\u00dfnahmen hat nichts mit Kriegskommunismus zu tun. Tats\u00e4chlich \u00e4hnelt es mehr den Ma\u00dfnahmen des deutschen Kaiserreichs im Ersten Weltkrieg. Unter der Diktatur des Kriegsamtes kam es tats\u00e4chlich zu einer Mobilisierung der gesamten Gesellschaft: Die Massen wurden gezwungen, in Sch\u00fctzengr\u00e4ben an der Front zu kauern, in Munitionsfabriken hart zu arbeiten oder Schlange zu stehen, um rationierte R\u00fcben zu bekommen. Kinder starben wie die Fliegen an Epidemien. Doch w\u00e4hrend b\u00fcrgerliche Politiker ein geteiltes nationales Opfer forderten, tranken Spekulanten Champagner und machten Rekordgewinne. Einige der rechten Stimmen in der SPD glaubten, dass diese staatliche Verwaltung der Wirtschaft ein Schritt in Richtung Sozialismus sei. Sie nannten es \u201eKriegssozialismus\u201c. R\u00fcckblickend ist klar, dass diese zeitweilige Kontrolle der Wirtschaft durch einen kapitalistischen Staat nur noch mehr Barbarei erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Es scheint, dass Malm mit seiner Verteidigung des kapitalistischen Staates dem \u201eKriegssozialismus\u201c viel n\u00e4her steht als dem \u201eKriegskommunismus\u201c.<\/p>\n<p><strong>Was ist Klima-Leninismus?<\/strong><\/p>\n<p>Der \u201e\u00f6kologische Leninismus\u201c, wie er von Malm formuliert wird, ist erstaunlich moderat. Seine beiden B\u00fccher enthalten keine antikapitalistische Perspektive. Vielmehr ist er der Meinung, dass ein Handeln in der Klimakrise erreicht werden kann, wenn gen\u00fcgend Menschen Sabotage betreiben. Als konkrete Beispiele nennt er das Ablassen von Luft aus den Reifen von SUVs<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f28\"><sup>28<\/sup><\/a> oder die vor\u00fcbergehende Besetzung von Kohlekraftwerken. In j\u00fcngerer Zeit haben Aktivist:innen gezielt Gro\u00dfkapitalisten ins Visier genommen, wie zum Beispiel, als sie die Megajacht eines der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KFC-1CPezVU\">Walmart-Erben mit orangefarbener Farbe bespr\u00fchten.<\/a> Was auch immer man von solchen Aktionen h\u00e4lt \u2013 oder sogar von der Sprengung einer Pipeline \u2013 sie sind einfach nicht genug. Selbst wenn es der Klimabewegung gel\u00e4nge, jeden Tag eine Pipeline in die Luft zu jagen, w\u00fcrde die Maschinerie des fossilen Kapitals weiterlaufen.<\/p>\n<p>Ein Reformist wie Chris Maisano von <em>Jacobin <\/em>sagt: Deshalb brauchen wir politische Macht! Das ist wahr. Aber Maisano geht davon aus, dass ein Corbyn, Sanders oder Lula an der Spitze des b\u00fcrgerlichen Staates bedeutet, dass die Arbeiter:innenklasse an der Macht ist. Malm scheint dem zuzustimmen, obwohl er radikalere Taktiken bef\u00fcrwortet. Das Problem ist, dass der kapitalistische Staat selbst dann, wenn ein aufrichtiger Reformist auf den Posten des Premierministers gelangt, \u201ekonstitutionell nicht in der Lage\u201c bleibt, die anstehende Katastrophe zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Was beinhaltet der \u201e\u00f6kologische Leninismus\u201c? Malm bietet eine Drei-Punkte-Definition an: 1) \u201e<em>die Krisen der Symptome in Krisen der Ursachen zu verwandeln<\/em>\u201e<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f29\"><sup>29<\/sup><\/a>; also die vom Kapitalismus verursachten Katastrophen als Chance f\u00fcr Ver\u00e4nderungen nutzen; 2) \u201eGeschwindigkeit als oberste Tugend\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f30\"><sup>30<\/sup><\/a>; 3) \u201ejegliche M\u00f6glichkeit [zu ergreifen], den Staat in diese Richtung zu dr\u00e4ngen, mit dem business as usual so massiv als n\u00f6tig zu brechen und die auf die Katastrophe hinarbeitenden Wirtschaftsbereiche der direkten \u00f6ffentlichen Kontrolle zu unterstellen\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f31\"><sup>31<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Nichts davon ist falsch, ganz im Gegenteil. Aber Malms Leninismus klingt mehr oder weniger wie sozialdemokratischer Reformismus \u2013 nur viel schneller. Das ist eigentlich der Weg von <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7P0JM3h7IQk\">Max Power:<\/a> \u201eder falsche Weg, aber schneller\u201c. Rosa Luxemburg hingegen wies darauf hin, dass Reform und Revolution zwei gegens\u00e4tzliche Programme sind:<\/p>\n<p><em>Wer sich daher f\u00fcr den gesetzlichen Reformweg anstatt und im Gegensatz zur Eroberung der politischen Macht und zur Umw\u00e4lzung der Gesellschaft ausspricht, w\u00e4hlt tats\u00e4chlich nicht einen ruhigeren, sicheren, langsameren Weg zum gleichen Ziel, sondern auch ein anderes Ziel, n\u00e4mlich statt der Herbeif\u00fchrung einer neuen Gesellschaftsordnung blo\u00df unwesentliche Ver\u00e4nderungen in der alten.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f32\"><em><sup>32<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>In diesem Sinne wollen wir uns f\u00fcnf weitere Ideen ansehen, die einen wirklichen Klima-Leninismus ausmachen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Die Zentralit\u00e4t der Arbeiter:innenklasse<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir m\u00fcssen die gesamte Weltwirtschaft radikal umgestalten. Aber welches soziale Subjekt kann schon hoffen, alles zu ver\u00e4ndern? Aktivist:innen, die sich monatelang im Untergrund verstecken, um einzelne Pipelines in die Luft zu jagen, werden niemals die Macht der Massen besitzen. Der Leninismus erkennt an, dass die Arbeiter:innenklasse \u2013 die Menschen, die ihre Arbeitskraft verkaufen und den Kapitalismus am Laufen halten \u2013 diejenigen sind, die den Kampf f\u00fcr eine andere Gesellschaft anf\u00fchren k\u00f6nnen. Das Proletariat kann alle unterdr\u00fcckten und ausgebeuteten Menschen in einem B\u00fcndnis vereinen, um die Bourgeoisie zu zerschlagen.<\/p>\n<p>Nicht wenige Klimaaktivist:innen werden die Arbeiter:innenklasse als Subjekt der radikalen Transformation ablehnen. (\u201eDas ist doch nur ein marxistisches Dogma von vor 150 Jahren!\u201c) Sie verweisen auf konkrete Erfahrungen der Klimabewegung in Deutschland, wo die IG BCE die sch\u00e4rfste Gegnerin selbst minimaler Klimaschutzma\u00dfnahmen war. Auch die IG Metall hat die Arbeitspl\u00e4tze ihrer Mitglieder in der Autoindustrie verteidigt und sich scheinbar nicht daf\u00fcr interessiert, dass diese Arbeitspl\u00e4tze zusammen mit dem Rest der Zivilisation durch den Klimawandel zerst\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Das beweist nur, dass die Arbeiter:innenklasse ohne Organisation ihr Potenzial nicht aussch\u00f6pfen kann. Derzeit werden die meisten Arbeiter:innenorganisationen von millionenschweren B\u00fcrokrat:innen geleitet. Diese B\u00fcrokrat:innen erhalten ihre Privilegien, indem sie mit den Kapitalist:innen verhandeln. Nur wenn die Arbeiter:innen daf\u00fcr k\u00e4mpfen, zu einem unabh\u00e4ngigen politischen Subjekt zu werden, entfalten sie ihre Macht, die Welt zu ver\u00e4ndern. Ein konkretes Beispiel daf\u00fcr sind die \u00d6larbeiter:innen in der Total-Raffinerie in Grandpuits in Frankreich.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f33\"><sup>33<\/sup><\/a> Ihnen wurde gesagt, dass sie im Rahmen einer \u201eGreenwashing\u201c-Kampagne des multinationalen Konzerns entlassen werden sollten. Sie organisierten Versammlungen der Belegschaft. Sie k\u00e4mpften nicht daf\u00fcr, dass weiterhin \u00d6l raffiniert und damit der Planet verbrannt wird \u2013 und sie akzeptierten auch nicht, dass sie im Namen des \u201egr\u00fcnen Kapitalismus\u201c auf die Stra\u00dfe gesetzt wurden. Sie schlossen sich mit Klimaaktivist:innen zusammen und k\u00e4mpften f\u00fcr ihre Arbeitspl\u00e4tze sowie f\u00fcr die Umgestaltung des Energiesektors unter Arbeiter:innenkontrolle. Man stelle sich das vor: \u00d6larbeiter:innen k\u00e4mpfen f\u00fcr saubere Energie! M\u00f6glich ist das dank der \u201eMagie\u201c der Selbstorganisation und sozialistischer Ideen.<\/p>\n<p>Die Raffinerie in Grandpuits ist nat\u00fcrlich nur ein kleines Beispiel. Aber es gibt noch andere kleine Beispiele von Arbeiter:innen, die ihre Arbeitspl\u00e4tze besetzen und erkennen, dass sie die Produktion im Interesse aller umstrukturieren k\u00f6nnen. Diese Beispiele zeigen, wie die Welt ganz anders regiert werden k\u00f6nnte \u2013 nicht zur Gewinnmaximierung f\u00fcr eine Handvoll parasit\u00e4rer Milliard\u00e4r:innen, sondern um die Bed\u00fcrfnisse aller Menschen zu erf\u00fcllen. Der Leninismus zeigt, dass die Arbeiter:innenklasse, angef\u00fchrt von einer revolution\u00e4ren Partei, die Welt ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Eine Revolution, um den b\u00fcrgerlichen Staat zu zerschlagen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Malm argumentiert richtigerweise, dass der kapitalistische Staat \u201ekonstitutionell nicht in der Lage\u201c ist, die Klimakatastrophe zu bew\u00e4ltigen. Wie wir oben dargelegt haben, hat Lenin gezeigt, wie Arbeiter:innen den kapitalistischen Staat zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Dies ist auf der Grundlage der Selbstorganisation der Arbeiter:innenklasse m\u00f6glich, wie etwa in den Arbeiter:innenr\u00e4ten, die in jedem revolution\u00e4ren Prozess auftauchen. Revolution\u00e4r:innen m\u00fcssen heute gegen die B\u00fcrokratie in den Gewerkschaften und den sozialen Bewegungen k\u00e4mpfen und die Selbstorganisation vorantreiben.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f34\"><sup>34<\/sup><\/a><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Eine revolution\u00e4re Partei<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Leninismus wei\u00df auch, dass die Arbeiter:innenklasse ihre historische Aufgabe nur durch entschlossenes Handeln erf\u00fcllen kann. Dies erfordert eine Partei, die sich aus den bewusstesten und entschlossensten K\u00e4mpfer:innen der Arbeiter:innenklasse zusammensetzt \u2013 eine Avantgardepartei. Eine solche Partei k\u00f6nnte bei Wahlen antreten, aber ihr Schwerpunkt liegt im Klassenkampf. Der Leninismus zielt darauf ab, eine Partei des Kampfes aufzubauen.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f35\"><sup>35<\/sup><\/a><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Die Presse als Ger\u00fcst<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Leninismus hat gezeigt, dass das Ger\u00fcst f\u00fcr den Aufbau einer revolution\u00e4ren Partei eine revolution\u00e4re Presse ist.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f36\"><sup>36<\/sup><\/a> Die Arbeiter:innen m\u00fcssen ihre eigenen Medien schaffen, um ihre Kampferfahrungen zu teilen und Lehren daraus zu ziehen. Vor einem Jahrhundert bedeutete dies eine Zeitung. Heute m\u00fcssen die revolution\u00e4ren Medien alle technischen M\u00f6glichkeiten nutzen.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Internationalismus<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Leninismus hat verstanden, dass eine sozialistische Transformation nicht in einem einzigen Land stattfinden kann. In Zeiten der Klimakatastrophe sind die stalinistischen Vorstellungen vom \u201eSozialismus in einem Land\u201c noch absurder als je zuvor. Malm geht davon aus, dass alle kapitalistischen Nationalstaaten auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben werden. Lenin hingegen sah die Russische Revolution lediglich als einen ersten Schritt zur Gr\u00fcndung einer sozialistischen Weltrepublik. Deshalb organisiert sich der Leninismus international.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f37\"><sup>37<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Klima-Leninismus fordert, kurz gesagt, nichts Geringeres als die vollst\u00e4ndige Zerst\u00f6rung jedes b\u00fcrgerlichen Staates. Das ist nicht einfach. Aber es ist die einzige realistische Option, die wir haben, um die Katastrophe aufzuhalten. Deshalb k\u00e4mpfen wir f\u00fcr den Aufbau einer Partei der Arbeiter:innenklasse f\u00fcr den Sozialismus.<\/p>\n<p><strong>Leninismus gegen die Verzweiflung<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat die Klimabewegung eine gewisse Demoralisierung erfahren. Es ist ein paar Jahre her, dass Fridays for Future Millionen von jungen Menschen auf der ganzen Welt mobilisiert hat. Sie hofften, dass die kapitalistischen Politiker:innen, bewegt durch die verzweifelten Schreie der Jugend, endlich auf die Wissenschaft h\u00f6ren w\u00fcrden. Aber die Regierungen tun weiterhin nichts. F\u00fcr jeden, der glaubt, dass diese Regierungen demokratisch sind, ist das kaum verst\u00e4ndlich \u2013 und so ist es leicht, zu verzweifeln.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel ist, zu verstehen, dass diese Politiker:innen kapitalistische Staaten lenken. Ihre einzige Aufgabe ist es, daf\u00fcr zu sorgen, dass ihre Kapitalist:innen ihr Kapital vermehren und im Wettbewerb mit anderen Kapitalist:innen erfolgreich sind. Wenn der Planet dabei verbrennt, ist das nicht wirklich ihr Problem. Deshalb bauen sie auch weiterhin Autos, Autobahnen und Kohlekraftwerke. Es ist nicht so, dass sie nicht an die Wissenschaft glauben \u2013 sie werden wahrscheinlich sogar besser informiert als wir. Das Problem ist, dass die Notma\u00dfnahmen, die wir zur Bew\u00e4ltigung der Krise brauchen, nur \u201evermittelst despotischer Eingriffe in das Eigentumsrecht\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f38\"><sup>38<\/sup><\/a> (Marx und Engels) geschehen k\u00f6nnen. Kein kapitalistischer Staat kann das tun. Und kein noch so gro\u00dfer ziviler Ungehorsam kann oder wird daran etwas \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Doch sobald wir verstehen, dass kapitalistische Staaten der Feind sind, erkennen wir, dass sie von der Arbeiter:innenklasse zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen und m\u00fcssen. Wir sehen, dass es auf der Welt Milliarden von Arbeiter:innen gibt, die die Maschinen des fossilen Kapitals zum Stillstand bringen k\u00f6nnen. Um noch einmal Brecht zu zitieren: \u201eWer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f39\"><sup>39<\/sup><\/a> Hier kommt die Strategie ins Spiel \u2013 der Leninismus gibt uns theoretische Werkzeuge, um den Kampf gegen den Kapitalismus zu organisieren.<\/p>\n<p>In dem eingangs zitierten Pamphlet forderte Lenin 1917 abschlie\u00dfend einen \u201er\u00fcckhaltlos konsequente[n] Bruch mit den Kapitalisten\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f40\"><sup>40<\/sup><\/a>. Er argumentierte, dass die einzige Hoffnung in der sozialistischen Revolution liege:<\/p>\n<p><em>Untergehen oder mit Volldampf vorw\u00e4rtsst\u00fcrmen. So wird die Frage von der Geschichte gestellt.<\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f41\"><em><sup>41<\/sup><\/em><\/a><\/p>\n<p>Entweder wir zerschlagen den kapitalistischen Staat oder wir verbrennen alle \u2013 das ist die Alternative.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f1_text\">1<\/a>. W.I. Lenin: Die drohende Katastrophe und wie man sie bek\u00e4mpfen soll, in: Ders.: Werke, Band 25, Dietz Verlag, Berlin 1960, S. 327-377, hier S. 331f., Hervorhebungen im Original, <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/09\/katastrophe.html\">https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/09\/katastrophe.html<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f2_text\">2<\/a>. Andreas Malm: Wie man eine Pipeline in die Luft jagt. K\u00e4mpfen lernen in einer Welt in Flammen, Matthes &amp; Seitz, Berlin 2020, Original: How to Blow Up a Pipeline. Learning to Fight in a World on Fire, London und New York City 2021.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f3_text\">3<\/a>. Ders.: History May Absolve the Soup Throwers, in: New York Times, 20. Oktober 2022, <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/10\/20\/opinion\/just-stop-oil-soup-sunflowers-climate.html\">https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/10\/20\/opinion\/just-stop-oil-soup-sunflowers-climate.html<\/a>,; Daniel Goldhaber: How to Blow Up a Pipeline, USA 2022.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f4_text\">4<\/a>. Andreas Malm: Klima|x, Matthes &amp; Seitz, Berlin 2020, Original: Corona, Climate, Chronic Emergency. War Communism in the Twenty-First Century, Verso Books, London und New York City 2020.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f5_text\">5<\/a>. John Lancaster: Warmer, Warmer, in: London Review of Books 29\/6 (2007), <a href=\"https:\/\/www.lrb.co.uk\/the-paper\/v29\/n06\/john-lanchester\/warmer-warmer\">https:\/\/www.lrb.co.uk\/the-paper\/v29\/n06\/john-lanchester\/warmer-warmer<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f6_text\">6<\/a>. Malm: Wie man eine Pipeline in die Luft jagt, S. 33.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f7_text\">7<\/a>. Nathaniel Flakin: 70 Jahre Befreiung von Buchenwald, in: Klasse Gegen Klasse, 11. April 2015, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/70-jahre-befreiung-von-buchenwald\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/70-jahre-befreiung-von-buchenwald\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f8_text\">8<\/a>. Malm: Wie man eine Pipeline in die Luft jagt, S. 162.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f9_text\">9<\/a>. Bertolt Brecht: Lob der Dialektik, in: Die Gedichte von Bertolt Brecht in einem Band, Vierte Auflage, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1981, S. 467f., hier S. 468, <a href=\"https:\/\/www.deutschelyrik.de\/lob-der-dialektik-1934.html\">https:\/\/www.deutschelyrik.de\/lob-der-dialektik-1934.html<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f10_text\">10<\/a>. Malm schreibt: \u201e\u201aProtest ist, wenn ich sage, das und das pa\u00dft mir nicht. Widerstand ist, wenn ich daf\u00fcr sorge, da\u00df das, was mir nicht pa\u00dft, nicht l\u00e4nger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich daf\u00fcr sorge, da\u00df alle andern auch nicht mehr mitmachen\u2018, gab eine westdeutsche Kolumnistin 1968 die Worte eines Black-Power-Aktivisten wieder.\u201c Das war tats\u00e4chlich Meinhof, die Gr\u00fcnderin der Roten Armee Fraktion. An anderer Stelle schreibt Malm: \u201eAnfang der 1930er-Jahre wurde von Monat zu Monat offensichtlicher, dass sich Deutschland in eine immer heiklere Lage man\u00f6vrierte, an deren Ende die \u201aMachtergreifung\u2018 der Nazis st\u00fcnde. \u201aWie viel wertvolle, unwiederbringliche Zeit ist vers\u00e4umt! Wahrhaftig, es ist ihrer nicht mehr viel geblieben\u2018, klagte eine jener am eindringlichsten vor der Gefahr warnenden Stimmen und forderte ihre Zuh\u00f6rerschaft dazu auf, keine M\u00fchen zu scheuen, sie [\u2026] zu bek\u00e4mpfen.\u201c Das war Leo Trotzki. Malm: Wie man eine Pipeline in die Luft jagt, S. 80 und 74.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f11_text\">11<\/a>. Diese Analogie haben auch wir gemacht: \u201eW\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs unterlag die US-Wirtschaft der Planwirtschaft durch das War Production Board (WPB). So wurde beispielsweise am 22. Februar 1942 die gesamte Automobilproduktion in den Vereinigten Staaten eingestellt. Fast \u00fcber Nacht verlagerten sich s\u00e4mtliche Produktionskapazit\u00e4ten auf den Bau von Panzern und Flugzeugen. Heute sagen die privaten Automobilhersteller, sie w\u00fcrden Jahrzehnte brauchen, um von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Das sind Jahrzehnte, die wir schlichtweg nicht haben. Die Produktion muss sofort und unter gesellschaftlicher Kontrolle radikal ver\u00e4ndert werden.\u201c Nathaniel Flakin und Roberto Belano: Ein \u201eGreen New Deal\u201c kann uns nicht retten. Eine Planwirtschaft schon, in: Klasse Gegen Klasse, 24. M\u00e4rz 2019, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/ein-green-new-deal-kann-uns-nicht-retten-eine-planwirtschaft-schon\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/ein-green-new-deal-kann-uns-nicht-retten-eine-planwirtschaft-schon\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f12_text\">12<\/a>. Leider funktioniert diese wunderbar zitierbare Analogie nicht ganz, denn die Verbrennung von Holz ist nicht erneuerbar: Die R\u00fcckgewinnung des Kohlenstoffs durch das Wachstum neuer B\u00e4ume k\u00f6nnte Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern. Aber aus literarischen Gr\u00fcnden gef\u00e4llt uns das trotzdem.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f13_text\">13<\/a>. Malm: Klima|x, S. 216.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f14_text\">14<\/a>. \u201eTo Halt Climate Change, We Need an Ecological Leninism\u201c. Interview mit Andreas Malm, in: Jacobin, 15. Juni 2020, <a href=\"https:\/\/jacobin.com\/2020\/06\/andreas-malm-coronavirus-covid-climate-change\">https:\/\/jacobin.com\/2020\/06\/andreas-malm-coronavirus-covid-climate-change<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f15_text\">15<\/a>. W.I. Lenin: Staat und Revolution. Die Lehre des Marxismus vom Staat und die Aufgaben des Proletariats in der Revolution, in: LEW Bd. 25, S. 393-507, <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/staatrev\/index.htm\">https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/staatrev\/index.htm<\/a>. \u201eStaat und Revolution\u201c ist ein ausgezeichnetes Buch \u2013 es ist kurz und \u00fcbersichtlich. Lies es, wenn du noch keine Gelegenheit dazu hattest!<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f16_text\">16<\/a>. Malm: Klima|x, S. 222.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f17_text\">17<\/a>. Ebd., S. 227.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f18_text\">18<\/a>. W.I. Lenin: Briefe aus der Ferne. Brief 1. \u00dcber die proletarische Miliz, in: Ders.: Werke, Band 23, Dietz Verlag, Berlin 1957, S. 334-347, hier S. 339, Hervorhebung im Original, <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/bri-fern\/\">https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/lenin\/1917\/bri-fern\/<\/a>. Siehe: Malm: Klima|x, S. 197.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f19_text\">19<\/a>. Ebd., S. 340.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f20_text\">20<\/a>. Malm: Klima|x, S. 227f.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f21_text\">21<\/a>. Karl Marx und Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, in: MEW Band 4, Dietz Verlag, Berlin 1959, S. 459-493, hier S. 464.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f22_text\">22<\/a>. The State, Social Movements, Party. Interview with Nicos Poulantzas (1979), in: Viewpoint Magazine, 18. Dezember 2017, <a href=\"https:\/\/viewpointmag.com\/2017\/12\/18\/state-social-movements-party-interview-nicos-poulantzas-1979\/\">https:\/\/viewpointmag.com\/2017\/12\/18\/state-social-movements-party-interview-nicos-poulantzas-1979\/<\/a>, eigene \u00dcbersetzung. F\u00fcr eine marxistische Kritik an Poulantzas siehe: Stefan Schneider: Den Staat zerst\u00f6ren oder \u00fcbernehmen?, in: Klasse Gegen Klasse, 17. M\u00e4rz 2015, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/den-staat-zerstoren-oder-ubernehmen\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/den-staat-zerstoren-oder-ubernehmen\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f23_text\">23<\/a>. In einem Beitrag \u00fcber 1848 bemerkte Trotzki \u00fcber die Bourgeoisie: \u201eUm diesen Feigling zur Erf\u00fcllung seiner Pflichten zu zwingen, h\u00e4tte das Proletariat auf jeden Fall nicht weniger Kraft und Reife ben\u00f6tigt als f\u00fcr die Organisation einer eigenen provisorischen Arbeiterregierung.\u201c Leo Trotzki: Ergebnisse und Perspektiven. Die treibenden Kr\u00e4fte der Revolution, in: Ders: Permanente Revolution. Ergebnisse und Perspektiven, 2. \u00fcberarbeitete Auflage, Mehring-Verlag, Essen 2016, S. 15-107, hier S. 46, <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1906\/erg-pers\/3-1789.htm\">https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/trotzki\/1906\/erg-pers\/3-1789.htm<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f24_text\">24<\/a>. Malm: Klima|x, S. 182.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f25_text\">25<\/a>. Diego Lotito und Josefina L. Mart\u00ednez: Syriza and Podemos. A Necessary Balance Sheet, in: Left Voice, 6. August 2016, <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/syriza-and-podemos-a-necessary-balance-sheet\/\">https:\/\/www.leftvoice.org\/syriza-and-podemos-a-necessary-balance-sheet\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f26_text\">26<\/a>. W.I. Lenin: Die Laufbahn eines russischen Terroristen, in: Ders.: Werke, Band 17, Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 30-32, hier S. 31, <a href=\"https:\/\/www.sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/lenin\/1911\/wladimir-i-lenin-die-laufbahn-eines-russischen-terroristen\">https:\/\/www.sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/lenin\/1911\/wladimir-i-lenin-die-laufbahn-eines-russischen-terroristen<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f27_text\">27<\/a>. Chris Maisano: Don\u2019t Blow Up a Pipeline, in: Jacobin, 29. Juli 2023, <a href=\"https:\/\/jacobin.com\/2023\/07\/climate-change-mass-politics-democracy-organizing-andreas-malm-bpra\">https:\/\/jacobin.com\/2023\/07\/climate-change-mass-politics-democracy-organizing-andreas-malm-bpra<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f28_text\">28<\/a>. Fairerweise muss man sagen, dass diese Aktion 2007 in Schweden stattfand, als SUVs nur von Wohlhabenden genutzt wurden. Heute sind SUVs vielerorts so weit verbreitet, dass jede Sabotage vor allem die Arbeiter:innenklasse treffen w\u00fcrde.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f29_text\">29<\/a>. Malm: Klima|x, S. 222, Hervorhebung im Original.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f30_text\">30<\/a>. Ebd., S. 226.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f31_text\">31<\/a>. Ebd., S. 227.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f32_text\">32<\/a>. Rosa Luxemburg: Sozialreform oder Revolution, in: Dies: Gesammelte Werke, Band. 1.1, 8. \u00fcberarbeitete Auflage, Berlin 2007, S. 367-466, hier S. 428f, Hervorhebungen im Original, <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/luxemburg\/1899\/sozrefrev\/\">https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/luxemburg\/1899\/sozrefrev\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f33_text\">33<\/a>. \u201eWir Arbeiter:innen sind f\u00fcr den \u00f6kologischen \u00dcbergang, aber nicht in den H\u00e4nden der Kapitalist:innen\u201c. Interview mit Adrien Cornet, in: Klasse Gegen Klasse, 8. Februar 2021, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wir-arbeiterinnen-sind-fuer-den-oekologischen-uebergang-aber-nicht-in-den-haenden-der-kapitalistinnen\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wir-arbeiterinnen-sind-fuer-den-oekologischen-uebergang-aber-nicht-in-den-haenden-der-kapitalistinnen\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f34_text\">34<\/a>. Nathaniel Flakin: Sowjetische Strategie. Eine Einf\u00fchrung, in: Klasse Gegen Klasse, 5. Mai 2020, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/sowjetische-strategie-eine-einfuehrung\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/sowjetische-strategie-eine-einfuehrung\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f35_text\">35<\/a>. Marina Garrisi: Die leninistische Konzeption der Partei, in: Klasse Gegen Klasse, 14. Juni 2023, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/die-leninistische-konzeption-der-partei\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/die-leninistische-konzeption-der-partei\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f36_text\">36<\/a>. Simon Zinnstein und Joachim Valente: Die Rolle der Zeitung im Aufbau einer revolution\u00e4ren Partei. Roter Faden Podcast, in: Klasse Gegen Klasse, 11. November 2022, <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/die-rolle-der-zeitung-im-aufbau-einer-revolutionaeren-partei-roter-faden-podcast\/\">https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/die-rolle-der-zeitung-im-aufbau-einer-revolutionaeren-partei-roter-faden-podcast\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f37_text\">37<\/a>. Nathaniel Flakin: Why Socialists Fight for an International Organization, in: Left Voice, 15. Februar 2020, <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/why-socialists-fight-for-an-international-organization\/\">https:\/\/www.leftvoice.org\/why-socialists-fight-for-an-international-organization\/<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f38_text\">38<\/a>. Marx und Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, S. 481, <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/marx-engels\/1848\/manifest\/index.htm\">https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/marx-engels\/1848\/manifest\/index.htm<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f39_text\">39<\/a>. Brecht: Lob der Dialektik, S. 468.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f40_text\">40<\/a>. Lenin: Die drohende Katastrophe, S. 374.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/#f41_text\">41<\/a>. \u00a0Ebd., S. 375.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/fuer-klima-leninismus\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a> vom 27. September 2023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nathaniel Flakin. Der schwedische \u00d6kologe Andreas Malm ruft zum \u201e\u00f6kologischen Leninismus\u201c, um die Klimakrise zu bek\u00e4mpfen. 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