{"id":13734,"date":"2023-10-14T12:29:18","date_gmt":"2023-10-14T10:29:18","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13734"},"modified":"2023-10-14T12:29:19","modified_gmt":"2023-10-14T10:29:19","slug":"die-herrschende-klasse-greift-uns-fuer-palaestina-solidaritaet-an-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13734","title":{"rendered":"<strong>Die herrschende Klasse greift uns f\u00fcr Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4t an!<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Statement der IMT Schweiz. <\/em><strong>Die gr\u00f6ssten b\u00fcrgerlichen Medien der Schweiz \u2013 20 Minuten, Tagesanzeiger, NZZ, Weltwoche \u2013 haben zur Hetzjagd gegen uns Kommunisten geblasen. Sie schiessen gegen uns, weil wir uns in Solidarit\u00e4t mit dem pal\u00e4stinensischen Volk organisieren.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/universitaet-zuerich-organisation-ruft-zu-pro-hamas-kundgebung-in-zuerich-auf-311280103959\">20 Minuten titelte<\/a> gestern Morgen auf ihrer Frontpage: \u00abUnbekannte Gruppe ruft zu Pro-Hamas Kundgebung in Z\u00fcrich auf\u00bb. In der Zwischenzeit haben die 20 Minuten und die NZZ ihre verleumderischen Titel angepasst.<\/p>\n<p>In ihren reisserischen Artikeln sagen sie, unsere Kundgebung sei ein \u00abAufruf zur Gewalt\u00bb und werfen uns vor, dass wir mit unserer Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4t antisemitische Hetze betreiben.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4ten Z\u00fcrich, Bern und Fribourg haben den marxistischen Studierenden die R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr ihre Veranstaltungen entzogen.<\/p>\n<p>Die Uni Z\u00fcrich schreibt: \u00abDie UZH toleriert keinen Aufruf zu Gewalt\u00bb. Der von \u2018Der Funke\u2019 und \u2018IMT\u2019 verbreitete Aufruf zur \u2018Intifada bis zum Sieg\u2019 ist nicht vereinbar mit der Haltung der UZH. Die UZH unterst\u00fctzt demokratisch gef\u00fchrte Diskussionen.\u00bb<\/p>\n<p>Am gleichen Abend wurden die Bullen mit drei Kastenwagen an die ETH mobilisiert zur Verhinderung der Kundgebung.<\/p>\n<p>Das Schweizer Establishment (wie auch beispielsweise in <a href=\"https:\/\/socialist.net\/the-establishment-vs-palestine-freedom-of-speech-under-attack\/\">Grossbritannien<\/a>) geht sofort in die Offensive gegen jegliche Versuche von Arbeitern und Jugendlichen, sich mit dem pal\u00e4stinensischen Kampf zu solidarisieren. Das demokratische Grundrecht auf Rede- und Versammlungsfreiheit wird mit Repression beantwortet.<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrgerliche Heuchelei<\/strong><\/p>\n<p>Diese hysterischen Reaktionen der gr\u00f6ssten Schweizer Medien sind aber kein Zeichen der St\u00e4rke, sondern der Schw\u00e4che. Es ist der verzweifelte Versuch der herrschenden Klasse in der Schweiz (und im ganzen Westen) den israelischen Imperialismus zu rechtfertigen, alle einzusch\u00fcchtern und zum Schweigen zu bringen, die gegen Unterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen wollen und jede Diskussion \u00fcber die israelische Aggression und die Besetzung Pal\u00e4stinas zu unterbinden.<\/p>\n<p>Dabei kennt ihre Heuchelei keine Grenzen: Das sind dieselben Medien, die jahrzehntelang weggesehen haben bei all den Gr\u00e4ueltaten des westlichen und israelischen Imperialismus im Nahen Osten.<\/p>\n<p>Wo sind die Schlagzeilen zu den Tausenden ermordeten Pal\u00e4stinenser der letzten Jahre? Sie packen hier die Moralkeule aus und sprechen vom \u00abRecht Israels auf Selbstverteidigung\u00bb.<\/p>\n<p>Sie alle stellen die Situation dar, als ob es ein Konflikt zwischen zwei gleichen Kr\u00e4ften w\u00e4re.<\/p>\n<p>Sie alle ignorieren die Tatsache, dass hier eine hochentwickelte imperialistische Macht ihr modernes Milit\u00e4r im gr\u00f6ssten Freiluftgef\u00e4ngnis der Welt einmarschieren l\u00e4sst! Und Hunderttausenden von Menschen Zugang zu Trinkwasser, Elektrizit\u00e4t und Gesundheitsversorgung verwehrt!<\/p>\n<p>Umso klarer muss unsere Antwort als Kommunisten sein: Wir m\u00fcssen das Recht der unterdr\u00fcckten Pal\u00e4stinenser auf Widerstand verteidigen.<\/p>\n<p><strong>Wir sind viele! Organisieren wir den Widerstand!<\/strong><\/p>\n<p>Diese b\u00fcrgerlichen Medien repr\u00e4sentieren nicht, was die Arbeiterklasse denkt.<\/p>\n<p>An die \u00abverbotene\u00bb Kundgebung in Z\u00fcrich sind ganze Gruppen gekommen, die angewidert waren vom Artikel in der 20 Minuten. Eine ganze Reihe von Arbeitern und Jugendlichen hat sich bei uns gemeldet, um sich dem aktiven Kampf anzuschliessen.<\/p>\n<p>Eine Nachricht \u00fcber unsere Webseite lautet:<\/p>\n<p><em>\u00abIch bin ein ungebildeter Mann, aber selbst ich weiss, wenn ein Volk jahrelang schikaniert wird, ihnen wortw\u00f6rtlich Haus und Land entzogen wird, dann passiert irgendwann mal genau das, was jetzt zu sehen ist. 90\u00a0% der Welt zeigt mit dem Finger auf Pal\u00e4stina und benutzt das Wort Terroristen. Was sind dann die Israelis, wenn sie nicht mal an Menschenrecht gebunden sind?\u00bb<\/em><\/p>\n<p>T\u00e4glich diskutieren und organisieren wir neue K\u00e4mpfer f\u00fcr den Kommunismus \u2013 und diskutieren seit Sonntag nur \u00fcber Pal\u00e4stina. Ein Bericht aus so einer Diskussion:<\/p>\n<p><em>\u00abSie kommt aus \u00c4gypten. Seit sie 7 ist, sieht sie die Bombardierungen Pal\u00e4stinas im Fernsehen. Sie hat beim Aufwachsen alle Verbrechen des Imperialismus hautnah miterlebt, kennt die Geschichte Israels und die Heuchelei des westlichen Imperialismus mitsamt JUSO. Sie hat die gesamte IMT-Position intuitiv verteidigt, als h\u00e4tte sie sie gekannt (von \u00abIsrael ist Aggressor\u00bb \u00fcber \u00abHamas sind nur F\u00fchrung, aber breite Massen m\u00fcssen k\u00e4mpfen und es ist gut, dass sie k\u00e4mpfen. Man darf das nicht mit Hamas verwechseln\u00bb bis hin dazu, dass die israelische Arbeiterklasse erst frei ist, wenn die Intifada siegt!). Als ich ihr unsere Position erkl\u00e4rt habe und gesagt habe, dass wir eine Internationale aufbauen, die den Kampf dieser Massen zum Sieg f\u00fchren wird, hat sie beinahe geweint, weil unsere Position einfach punktgenau stimmt und weil sie mitmachen will in einer internationalen Organisation, die das verteidigt.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen dem zunehmenden Unmut der Schweizer Jugend und Arbeiterschaft \u00fcber diesen barbarischen und einseitigen Krieg eine Stimme geben. Und uns gegen jegliche Repression und Propaganda der herrschenden Klasse zusammenschliessen!<\/p>\n<p>Wenn du dich auch erstickt f\u00fchlst unter dem dicken Schwall der b\u00fcrgerlich-hetzerischen Propaganda, w\u00e4hrend du eigentlich eifach deine Solidarit\u00e4t mit den Unterdr\u00fcckten dieser Welt ausdr\u00fccken willst \u2013 <a href=\"https:\/\/derfunke.ch\/theorie\/bist-du-kommunist-dann-organisier-dich\/\">dann organisier dich mit uns Kommunisten!<\/a><\/p>\n<p>Wir Kommunisten von der IMT sind offensichtlich die einzigen, die hingestanden sind, ohne einzuknicken gegen\u00fcber dem Druck der herrschenden Klasse.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum sie jetzt an uns ein Exempel statuieren. Sie brauchen uns, um eine fette Warnung an die ganze Linke zu schicken: \u00abWenn ihr es wagt, auch nur ein konsequentes Wort gegen den israelischen Staat zu sagen, dann bezeichnen wir euch fl\u00e4chendeckend als Antisemiten und Terror-Verherrlicher\u00bb.<\/p>\n<p>Davon lassen wir uns nicht im Geringsten einsch\u00fcchtern. Wir gehen in die Gegenoffensive. Daf\u00fcr brauchen wir dich und alle, die f\u00fcr die Befreiung des pal\u00e4stinensischen Volkes k\u00e4mpfen wollen!<\/p>\n<p><strong>SVP und der Verrat der Juso-F\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile hat auch SVP-Nationalrat Benjamin Fischer eingestimmt in die zynische Emp\u00f6rung <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/heftige-svp-vorwuerfe-streit-um-palaestina-plakat-der-funke-ist-nicht-in-der-juso-verankert-356406593254\">\u00fcber unser Plakat<\/a>. Das erstaunt nicht. Die SVP ist die Partei der Bonzen, denen kein Mittel zu schade ist, um die Interessen der Schweizer Kapitalisten zu verteidigen. Sie stehen stramm auf der Seite des israelischen Imperialismus in ihrer barbarischen Unterdr\u00fcckung eines ganzen Volkes.<\/p>\n<p>Ein absoluter Skandal ist, dass nun auch die JUSO-F\u00fchrung um Nicola Siegrist bei dieser Repression mitmacht. Auf Twitter erkl\u00e4rt die JUSO Schweiz, es sei korrekt, dass die Uni Z\u00fcrich unsere Veranstaltung nicht duldet und fordert andere Unis auf, dasselbe zu tun.<\/p>\n<p>In anderen Worten: Sie rufen zur Unterdr\u00fcckung unseres demokratischen Grundrechts auf, eine Veranstaltung in Solidarit\u00e4t mit dem unterdr\u00fcckten pal\u00e4stinensischen Volk zu organisieren!<\/p>\n<p>Im Moment, wo es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein m\u00fcsste, dass die Linke und die Arbeiterbewegung zusammenstehen in der Verteidigung des pal\u00e4stinensischen Volkes, schliesst sich die JUSO-F\u00fchrung der zynischen Hetze im Interesse des Imperialismus an.<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass diese Haltung nicht die Meinung aller JUSOs widerspiegelt.<\/p>\n<p>Wir rufen alle JUSOs dazu auf, in ihren Gruppen Position zu beziehen und sich bedingungslos auf die Seite des pal\u00e4stinensischen Volkes im Kampf gegen die imperialistische Unterdr\u00fcckung zu stellen.<\/p>\n<p>Diese skandal\u00f6se Haltung der JUSO-F\u00fchrung trifft nicht uns Kommunisten. Sie ist ein Verrat am pal\u00e4stinensischen Volk und an allen Unterdr\u00fcckten dieser Welt.<\/p>\n<p>Das wichtigste heute ist, dass Kommunisten durch die b\u00fcrgerliche Propaganda und ihre heuchlerische Moral hindurchschneiden und eine glasklare Klassenposition einnehmen.<\/p>\n<p><strong>Was ist unsere Position?<\/strong><\/p>\n<p>In jedem Krieg bedienen sich die kriegf\u00fchrenden Parteien immer wieder der Geschichten \u00fcber Gr\u00e4ueltaten \u2013 ob echten oder erfundenen \u2013, um ihre eigenen Gewalttaten und Morde zu rechtfertigen. Die Haltung der Kommunisten zum Krieg kann sich niemals auf sensationsl\u00fcsterne Propaganda st\u00fctzen, die in zynischer Weise zur Rechtfertigung der einen oder anderen Seite benutzt wird. Auch kann ein Krieg nicht mit der Frage gerechtfertigt werden, wer zuerst zugeschlagen hat. Unsere Haltung zum Krieg muss auf einer ganz anderen Grundlage basieren.<\/p>\n<p>Unsere Position ist sehr einfach:<\/p>\n<p><em>In jedem Kampf werden wir immer auf der Seite der armen unterdr\u00fcckten Menschen stehen, niemals auf der Seite der reichen und m\u00e4chtigen Unterdr\u00fccker.<\/em><\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall muss man sich die Frage stellen: Wer sind die Unterdr\u00fccker und wer sind die Unterdr\u00fcckten? Sind es die Pal\u00e4stinenser, die die Israelis unterdr\u00fccken? Niemand, der bei Verstand ist, glaubt das.<\/p>\n<p>Es sind nicht die Pal\u00e4stinenser, die Land besetzen, das ihnen nicht geh\u00f6rt, und es gewaltsam in Besitz nehmen. Es sind nicht die Pal\u00e4stinenser, die die israelischen Siedler von Land vertreiben, auf dem sie seit Generationen leben. Es ist genau andersherum.<\/p>\n<p>Es sind nicht die Pal\u00e4stinenser, die den israelischen B\u00fcrgern die elementarsten Rechte verweigern, sie einer brutalen Blockade unterwerfen und sie zu Ausgestossenen in ihrem eigenen Land machen.<\/p>\n<p>Ist es notwendig, die lange Liste der Verbrechen aufzuz\u00e4hlen, die der reaktion\u00e4re israelische Staat an den Pal\u00e4stinensern begangen hat?<\/p>\n<p>Wir haben keinen Platz, um diese Verbrechen zu erw\u00e4hnen, die Tag f\u00fcr Tag, Monat f\u00fcr Monat und Jahr f\u00fcr Jahr andauern und das Leben der Pal\u00e4stinenser zur H\u00f6lle machen.<\/p>\n<p>Die Pal\u00e4stinenser sind auf einen Status reduziert worden, der sich von einer Art Sklaverei nicht gross unterscheidet. Und Sklaven, die aller anderen Rechte beraubt sind, k\u00f6nnen nur auf das eine Recht zur\u00fcckgreifen, das ihnen bleibt: das Recht auf Aufstand.<\/p>\n<p>Genau das ist mit unserem Slogan gemeint: \u00abSolidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina: Intifada bis zum Sieg!\u00bb Intifadas bezeichnen Massenaufst\u00e4nde der Pal\u00e4stinenser, die sich gegen die Besatzung des israelischen Staates zur Wehr setzen.<\/p>\n<p>Im Laufe der Geschichte waren Sklavenaufst\u00e4nde in der Regel von extremer Gewalt begleitet, die lediglich ein Spiegel der extremen Unterdr\u00fcckung war, die sie selbst durch die Sklavenhalter erlitten hatten.<\/p>\n<p>Dies ist eine bedauerliche Tatsache. Aber sie befreit uns nicht von der Pflicht, die Revolte der Sklaven gegen die Sklavenhalter zu verteidigen.<\/p>\n<p><strong>Unterst\u00fctzen wir die Hamas?<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Feinde sagen: Damit unterst\u00fctzt ihr die Hamas. Auf diesen Vorwurf antworten wir: Wir haben die Hamas nie unterst\u00fctzt. Wir teilen weder ihre Ideologie noch heissen wir die von ihr angewandten Methoden gut.<\/p>\n<p>Wir sind Kommunisten und haben unsere eigenen Ideen, unser eigenes Programm und unsere eigenen Methoden: Sie basieren auf dem Klassenkampf zwischen Reichen und Armen, Unterdr\u00fcckern und Unterdr\u00fcckten. Dies bestimmt in jedem Fall unsere Haltung.<\/p>\n<p>Unsere Unterschiede zur Hamas sind grundlegend. Aber sie sind nicht ann\u00e4hernd so grundlegend wie die Unterschiede, die uns vom US-Imperialismus \u2013 der reaktion\u00e4rsten Kraft auf dem Planeten \u2013 und seinen Komplizen im Verbrechen, der israelischen herrschenden Klasse, trennen.<\/p>\n<p>Unsere Kritiker werden fragen: Seid ihr mit der T\u00f6tung so vieler unschuldiger Zivilisten einverstanden? Wir antworten ihnen, dass wir so etwas nie bef\u00fcrwortet haben. Wir billigen sie auch nicht.<\/p>\n<p>Unsere oberste Aufgabe ist es, die Situation objektiv zu verstehen. Moralische Erw\u00e4gungen sind v\u00f6llig unbrauchbar, um irgendetwas zu erkl\u00e4ren. Um zu verstehen, was geschieht, muss man die Frage anders stellen: Was hat zum Angriff der Hamas gef\u00fchrt?<\/p>\n<p>Kann man ihn von der jahrzehntelangen Unterdr\u00fcckung, Gewalt und Besetzung Pal\u00e4stinas durch den reaktion\u00e4ren Staat Israel trennen?<\/p>\n<p>Nein, nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>Israel ist ein m\u00e4chtiger und reicher Staat, der die Pal\u00e4stinenser seit Jahrzehnten mit einer Kombination aus roher Gewalt und wirtschaftlicher St\u00e4rke enteignet und unterdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Und wir m\u00fcssen auch die <a href=\"https:\/\/derfunke.ch\/deutsch\/international\/nahost\/israel-palaestina-nein-zur-invasion-des-gazastreifens-fuer-ein-ende-der-besatzung\/\">Kette von Ereignissen sehen<\/a>, die direkt zu der heutigen Situation gef\u00fchrt haben. Sie fiel nicht aus heiterem Himmel, wie man uns glauben machen will.<\/p>\n<p><strong>Ist der Kampf gegen das israelische Regime antisemitisch?<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Feinde stellen uns nun in die Ecke des Antisemitismus \u2013 wie immer, wenn es jemand wagt, sich dem israelischen Imperialismus zu widersetzen. Sie werfen zynisch <a href=\"https:\/\/www.derfunke.de\/rubriken\/theorie\/2554-antisemitismus-und-antizionismus-eine-klarstellung\">die Kritik am Zionismus mit Antisemitismus durcheinander<\/a>.<\/p>\n<p>Doch die Wahrheit ist simpel: <em>Es ist nicht antisemitisch, Israels Regierung zu kritisieren. <\/em>Wir kritisieren sie nicht auf Grundlage der Religion, sondern auf der Grundlage ihrer Taten: der jahrzehntelangen gewaltsamen Unterdr\u00fcckung des pal\u00e4stinensischen Volkes.<\/p>\n<p>Das Gegenteil zu behaupten ist eine bewusste L\u00fcge, die das israelische Regime st\u00fctzt und den gerechtfertigten Widerstand gegen die Unterdr\u00fccker delegitimiert.<\/p>\n<p>Wir haben nie auch nur mit einem einzigen Wort die j\u00fcdische Zivilbev\u00f6lkerung (weder in der Schweiz noch Israel) f\u00fcr die Unterdr\u00fcckung der Pal\u00e4stinenser verantwortlich gemacht.<\/p>\n<p>Das ist nicht unsere Position und jeder ehrliche Journalist h\u00e4tte die Pflicht, sich unsere Positionen anzusehen, bevor er mit der Antisemitismus-Keule um sich schl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Aber Ehrlichkeit und Interesse an Wahrheit ist kein Attribut dieser Damen und Herren, die tagein tagaus die Verbrechen der herrschenden Klasse verschweigen.<\/p>\n<p><strong>Die einzige L\u00f6sung ist die sozialistische Revolution!<\/strong><\/p>\n<p>Als Kommunisten k\u00e4mpfen wir f\u00fcr die sozialistische F\u00f6deration von ganz Pal\u00e4stina als Teil einer sozialistischen F\u00f6deration des Nahen Ostens. Das ist die einzige L\u00f6sung!<\/p>\n<p>Viel zu lange war der Nahe Osten mit seinen nat\u00fcrlichen Ressourcen, seinem riesigen ungenutzten Potenzial und gebildeten jungen Menschen balkanisiert \u2013 ein Erbe des Kolonialismus, der die Region in kleine Staaten aufteilte, die leicht beherrscht und ausgebeutet werden konnten.<\/p>\n<p>Dieses giftige Erbe war ein N\u00e4hrboden f\u00fcr endlose Kriege, nationalen und religi\u00f6sen Hass und andere zerst\u00f6rerische Kr\u00e4fte. Die Pal\u00e4stinenserfrage ist nur der offensichtlichste und ungeheuerlichste Ausdruck dieser Tatsache.<\/p>\n<p>Die Arbeiter haben kein Interesse daran, fremde Gebiete zu erobern oder andere V\u00f6lker zu unterjochen. Wenn die Macht in den H\u00e4nden der Arbeiterklasse liegt, k\u00f6nnen alle Probleme, mit denen die arabische Welt konfrontiert ist, friedlich, demokratisch und durch Abkommen gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>In einer demokratischen sozialistischen F\u00f6deration w\u00e4re es m\u00f6glich, br\u00fcderliche Beziehungen zwischen den V\u00f6lkern \u2013 Arabern und Juden, Sunniten und Schiiten, Kurden und Armeniern, Drusen und Kopten \u2013 herzustellen. Endlich w\u00e4re der Weg frei f\u00fcr eine dauerhafte und demokratische L\u00f6sung der Pal\u00e4stina-Frage.<\/p>\n<p>Es gibt genug Land, um einen wirklich autonomen, lebensf\u00e4higen und wohlhabenden pal\u00e4stinensischen Staat zu schaffen, mit voller Autonomie f\u00fcr Araber und Juden, nach dem Vorbild der Sowjetrepubliken, die von den Bolschewiki nach der Oktoberrevolution gegr\u00fcndet wurden.<\/p>\n<p>Sie sagen uns, eine Revolution sei unm\u00f6glich. Aber alles, was existiert, ist es wert, dass es zugrunde geht. Und die ganze Geschichte lehrt uns, dass Revolutionen nicht nur m\u00f6glich, sondern unvermeidlich sind.<\/p>\n<p>Das kapitalistische System ist durch und durch verrottet. Seine Fundamente br\u00f6ckeln und es taumelt vor dem Sturz. Wir m\u00fcssen ihm nur noch einen Stoss geben!<\/p>\n<p><strong>Was kannst DU heute daf\u00fcr tun?<\/strong><\/p>\n<p>Die israelische Invasion des Gazastreifens und die vollst\u00e4ndige Besetzung des Westjordanlandes, k\u00f6nnte den gesamten Nahen Osten in Brand setzen. Diese Situation ist ein Vorbote f\u00fcr revolution\u00e4re Ersch\u00fctterungen.<\/p>\n<p>Basel: auch hier diskutierten die Kommunisten \u00fcber Programm und Aktionen zu Pal\u00e4stina<\/p>\n<p>Wir im Funken und als IMT organisieren alle, die selbst zur Speerspitze dieser Revolution werden wollen! Bist du Kommunist? Unterst\u00fctzt du den Befreiungskampf der Pal\u00e4stinenser gegen den Imperialismus?<\/p>\n<p><em>Dann darfst du nicht isoliert bleiben!\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Wir sind schon so viele, die nicht mehr tatenlos zusehen k\u00f6nnen! Aber alleine zuhause k\u00f6nnen wir nichts tun. <em>Wir m\u00fcssen uns organisieren!<\/em><\/p>\n<p>Du kannst jeden Tag etwas tun f\u00fcr Pal\u00e4stina und den Kommunismus!<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.derfunke.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Flugblatt_Was-ko\u0308nnen-Kommunisten-tun.pdf\">Drucke unser Flugblatt <\/a>aus und verteile es in deiner Schule, unter deinen Freunden oder Arbeitskollegen. Organisiere eine Diskussionsrunde. Werde zum Fokuspunkt in deinem Betrieb, deiner Schulklasse. Verteidige dieses Programm und organisiere die n\u00e4chsten Kommunisten \u2013 dort wo du bist!<\/li>\n<li>Organisiert gemeinsam koordinierte Aktionen an der Uni oder Schule. Malt Plakate, organisiert Treffen, wo ihr mit Studikollegen und dem Personal an deiner Uni die wichtigsten Fragen zum Programm zu Pal\u00e4stina kl\u00e4rt. Zieh sie dann direkt mit in die Arbeit, um weitere Leute an die Demos f\u00fcr Pal\u00e4stina zu mobilisieren, gemeinsam hinzugehen und dort zusammen ein klares Programm f\u00fcr die Befreiung Pal\u00e4stinas zu verteidigen.<\/li>\n<li>Die b\u00fcrgerliche Presse verteidigt zynisch die Interessen des westlichen Imperialismus. Die reformistische Linke f\u00fcgt sich dem Druck der \u00ab\u00f6ffentlichen Meinung\u00bb. Die <a href=\"https:\/\/shop.derfunke.ch\/de\/funke-abo.html\">kommunistische Zeitung \u00abDer Funke\u00bb<\/a> verteidigt den unabh\u00e4ngigen Standpunkt der internationalen Arbeiterklasse und der Unterdr\u00fcckten. Arbeite f\u00fcr die kommunistische Zeitung. Sammle Zitate und mache Interviews mit denjenigen, die \u00fcber die Gewalt des israelischen Staates gegen das pal\u00e4stinensische Volk w\u00fctend sind. Schicke uns Berichte, Bilder und Videos an redaktion@derfunke.ch.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Du kannst sofort eine Rolle spielen und mithelfen, eine kommunistische Bewegung zum Kampf gegen den Imperialismus und f\u00fcr ein freies Pal\u00e4stina aufzubauen. Die Genossen von der IMT unterst\u00fctzen dich dabei und helfen dir dabei, Klarheit zu schaffen.<\/p>\n<p><strong>Vom Funken zum Weltenbrand! Intifada bis zum Sieg!<\/strong><\/p>\n<p>Flugblatt zum Download: <a href=\"https:\/\/www.derfunke.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Flugblatt_Was-ko\u0308nnen-Kommunisten-tun.pdf\">https:\/\/www.derfunke.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Flugblatt_Was-ko\u0308nnen-Kommunisten-tun.pdf<\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/derfunke.ch\/deutsch\/befreiungsbewegungen\/die-herrschende-klasse-greift-uns-fuer-palaestina-solidaritaet-an-jetzt-erst-recht\/\"><em>derfunke.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 14. Oktober 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Statement der IMT Schweiz. Die gr\u00f6ssten b\u00fcrgerlichen Medien der Schweiz \u2013 20 Minuten, Tagesanzeiger, NZZ, Weltwoche \u2013 haben zur Hetzjagd gegen uns Kommunisten geblasen. 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