{"id":13762,"date":"2023-10-18T10:07:54","date_gmt":"2023-10-18T08:07:54","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13762"},"modified":"2023-10-18T10:07:55","modified_gmt":"2023-10-18T08:07:55","slug":"junge-garde-der-bolschewiki-leninisten-in-der-ehemaligen-sowjetunion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13762","title":{"rendered":"<strong>Junge Garde der Bolschewiki-Leninisten in der ehemaligen Sowjetunion<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p>Am 15. Oktober 2023 veranstaltete die Junge Garde der Bolschewiki-Leninisten (YGBL) eine Feier zum 100. Jahrestag der Gr\u00fcndung der Linken Opposition. Die YGBL ist eine trotzkistische Jugendorganisation in der ehemaligen Sowjetunion. An ihrer Feier beteiligte sich auch der Vorsitzende der Socialist Equality Party (USA) und internationale Redaktionchef der <em>World Socialist Web Site<\/em>, David North.<!--more--><\/p>\n<p>Die Veranstaltung fand genau an dem Tag statt, an dem 100 Jahre zuvor 46 Alt-Bolschewiki im innerparteilichen Kampf ihre politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Leo Trotzki ausgesprochen und damit den Kampf der Linken Opposition gegen den Stalinismus aufgenommen hatten.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung demonstrierte eindrucksvoll die Entwicklung des Trotzkismus zur bedeutenden politischen und intellektuellen Kraft unter Jugendlichen und Arbeitern auf der ganzen Welt. Eine ganze Periode lang hatten die Verbrechen des Stalinismus, zu denen ein politischer V\u00f6lkermord an Generationen von Sozialisten und der Mord an Leo Trotzki geh\u00f6rt, sowie auch die Verr\u00e4tereien des Pablismus gro\u00dfe Teile der Arbeiterklasse vom revolution\u00e4ren Programm abgeschnitten.<\/p>\n<p>Heute beleben die Prinzipien des Trotzkismus den politischen Kampf einer neuen Generation von Revolution\u00e4ren in der ehemaligen Sowjetunion, die lange Zeit das Zentrum der stalinistischen Reaktion gegen den marxistischen Internationalismus gewesen war.<\/p>\n<p>David North betonte in seine Er\u00f6ffnungsrede die historische Bedeutung des Jahrestags und des jahrzehntelangen Kampfs des Internationalen Komitees der Vierten Internationale f\u00fcr die Prinzipien des Trotzkismus. Er \u00fcberbrachte Gr\u00fc\u00dfe im Namen des IKVI und seiner amerikanischen Sektion, der Socialist Equality Party, und erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p><em>Die Bedeutung dieser Veranstaltung ergibt sich aus der Tatsache, dass sie, genau 100 Jahre nach der Gr\u00fcndung der Linken Opposition, zeigt, dass in der ehemaligen Sowjetunion der Trotzkismus lebt. Eine neue Generation revolution\u00e4rer Jugend verteidigt die Prinzipien und Traditionen, die dem von Trotzki und seinen Mitstreitern \u2013 den fortschrittlichsten und bewusstesten Teilen der bolschewistischen Partei \u2013 begonnenen Kampf zugrunde lagen, in Russland, der Ukraine und all den verschiedenen Teilen der ehemaligen Sowjetunion und erf\u00fcllt sie mit neuem Leben.<\/em><\/p>\n<p><em>Trotzki wurde einmal als \u201eMann der Geschichte\u201c bezeichnet. Die Vierte Internationale, die aus der Linken Opposition hervorgegangen ist, ist eine Partei der Geschichte. Unsere Bewegung beinhaltet die gro\u00dfen und oft tragischen revolution\u00e4ren Erfahrungen der Arbeiterklasse \u00fcber eine ganze historische Epoche hinweg und ist ein konzentrierter Ausdruck davon. Bei der heutigen Veranstaltung kommen wir nicht umhin, uns dieses gro\u00dfen Erbes zu erinnern (&#8230;)<\/em><\/p>\n<p><em>Als jemand, der seit mehr als einem halben Jahrhundert in der trotzkistischen Bewegung aktiv ist, muss ich abschlie\u00dfend sagen, Genossen, dass die Tatsache, dass wir mit unseren Genossen in Russland, der Ukraine und anderen Teilen der Sowjetunion 100 Jahre Trotzkismus feiern, nicht nur eine Best\u00e4tigung des Kampfs des Trotzkismus ist, sondern auch eine Quelle enormen Optimismus\u2018. Der Trotzkismus lebt. Sein Einfluss breitet sich in der ganzen Welt aus. Die Vierte Internationale wird sich in der Praxis als Weltpartei der sozialistischen Revolution erweisen.<\/em><\/p>\n<p>North betonte, dass eine enge Beziehung zwischen den beiden gro\u00dfen Jahrestagen der revolution\u00e4ren Bewegung in diesem Herbst besteht: dem 100. Jahrestag der Gr\u00fcndung der Linken Opposition und dem 70. Jahrestag des Offenen Briefs von James P. Cannon, der zur Gr\u00fcndung des Internationalen Komitees der Vierten Internationale f\u00fchrte.<\/p>\n<p><em>Diese beiden Jahrestage sind eng miteinander verkn\u00fcpft. Sie beantworten die beiden gro\u00dfen Fragen unserer Zeit. Die erste Frage lautet: \u201eGab es eine Alternative zum Stalinismus?\u201c Sie wird durch einen R\u00fcckblick auf die Geschichte der Linken Opposition beantwortet.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn man jedoch diese Frage mit \u201eJa\u201c beantwortet und feststellt, dass der Trotzkismus die Alternative zum Stalinismus war, ergibt sich daraus sofort die zweite Frage: \u201eWer sind die Trotzkisten?\u201c Gibt es heute eine Bewegung, die zu Recht von sich behaupten kann, sich auf das Erbe des Trotzkismus zu st\u00fctzen? Auch diese Frage wird nicht weniger entschieden durch die Gr\u00fcndung des Internationalen Komitees der Vierten Internationale beantwortet.<\/em><\/p>\n<p>North f\u00fcgte hinzu:<\/p>\n<p><em>Welche Alternativen zum Programm des Trotzkismus sind in den 100 Jahren seit der Gr\u00fcndung der Linken Opposition entstanden? Wo gibt es andere und bessere Antworten auf die gro\u00dfen politischen Fragen unserer Zeit? In den Werken von Gramsci? In denen von Mao Zedong? Fidel Castro? Der Frankfurter Schule? Alle diese Variationen b\u00fcrgerlicher Ideologie, kleinb\u00fcrgerlicher Politik und nationalistischer Perspektiven sind Betrug. Keine dieser Personen oder Str\u00f6mungen haben ein Programm und ein Verm\u00e4chtnis hinterlassen, das Antworten auf die Probleme unserer Zeit geben w\u00fcrde. Nur das Werk Trotzkis und seine Weiterentwicklung in der Vierten Internationale haben sich der historischen Periode gewachsen gezeigt.<\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bild1-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"737\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bild1-3-1024x737.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13763\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bild1-3-1024x737.jpg 1024w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bild1-3-300x216.jpg 300w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bild1-3-768x553.jpg 768w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bild1-3.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Lenin und Trotzki (Mitte) bei Feierlichkeiten zum zweiten Jahrestag der Oktoberrevolution<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach der Rede von David North sprach Clara Weiss im Namen der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE), der Jugend- und Studierendenbewegung des IKVI. Seit letztem Herbst arbeitet die YGBL mit der IYSSE zusammen, um eine weltweite Bewegung der Jugend und Arbeiter gegen den Krieg aufzubauen. Sie sprach \u00fcber den Zusammenhang zwischen der Bedeutung des 100 Jahre andauernden Kampfs des Trotzkismus und dem V\u00f6lkermord, der sich gerade im Gazastreifen abspielt. Sie erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p><em>Wir feiern das hundertj\u00e4hrige Bestehen des Trotzkismus, w\u00e4hrend vor den Augen der Weltbev\u00f6lkerung eines der monumentalsten Verbrechen der Geschichte an den Pal\u00e4stinensern ver\u00fcbt wird. Wie der Krieg in der Ukraine ist auch das Grauen im Gazastreifen ein Produkt des unvollendeten 20. Jahrhunderts.<\/em><\/p>\n<p><em>Die marxistische Bewegung hat den Zionismus immer von einem linken, sozialistischen Standpunkt aus bek\u00e4mpft. Lenin und Trotzki beharrten darauf, dass das Schicksal des j\u00fcdischen Volks \u2013 wie das aller anderen unterdr\u00fcckten Nationalit\u00e4ten \u2013 mit der Entwicklung der sozialistischen Revolution in Russland verbunden ist. Die bolschewistische Regierung bewies bereits kurz nach ihrer Macht\u00fcbernahme in der Praxis, dass eine sozialistischen L\u00f6sung realisierbar ist, indem sie den schrecklichen antij\u00fcdischen Pogromen im B\u00fcrgerkrieg ein Ende setzte, die bis zum Holocaust die schlimmsten ihrer Art waren. In den 1920ern war der junge Sowjetstaat das einzige Land der Welt, in dem es gleiche Rechte und staatliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr jiddisch-sprachige und ukrainische Publikationen und Schulen gab.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Gr\u00fcndung des Staats Israel und die Vorherrschaft des Zionismus sind nicht zuletzt ein Produkt des stalinistischen Verrats am Programm der Oktoberrevolution. Der Stalinismus hat in den 1930ern die europ\u00e4ische Revolution abgew\u00fcrgt, die Machtergreifung Hitlers in Deutschland erm\u00f6glicht und damit die Grundlagen f\u00fcr den V\u00f6lkermord an den europ\u00e4ischen Juden im Holocaust geschaffen. Und es war der Stalinismus, der den Sozialismus in den Augen der Weltbev\u00f6lkerung durch den Gro\u00dfen Terror und das Wiederaufleben des Antisemitismus diskreditiert hat. Letzterer war ein besonders perverses Ergebnis der Neubelebung des gro\u00dfrussischen Chauvinismus und des nationalistischen Programms vom \u201eSozialismus in einem Land\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Internationale Komitee der Vierten Internationale hat in einem 33 Jahre andauernden erbitterten Kampf gegen die neostalinistische Tendenz des Pablismus die Perspektive der permanenten Revolution verteidigt, vor allem f\u00fcr die unterdr\u00fcckten Massen. Ebenso hat sie die trotzkistische Einsch\u00e4tzung des Stalinismus als konterrevolution\u00e4re Agentur des Imperialismus verteidigt. Im Kampf gegen die Workers Revolutionary Party von 1982 bis 1986 waren beide Fragen von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Verteidigung des trotzkistischen Programms.<\/em><\/p>\n<p><em>Heute sehen wir im Krieg in der Ukraine und dem v\u00f6lkerm\u00f6rderischen Angriff auf den Gazastreifen, wie dieser Kampf f\u00fcr Millionen von Arbeitern zur Frage von Leben und Tod wird. (&#8230;) Eine Bewegung der internationalen Arbeiterklasse gegen die Verbrechen am pal\u00e4stinensischen Volk hat bereits begonnen. Die fortschrittlichen Elemente werden das Programm des Trotzkismus aufgreifen, denn es ist das einzige politische und historische Programm, das den objektiven Bestrebungen und Bed\u00fcrfnissen der internationalen Arbeiterklasse entspricht.<\/em><\/p>\n<p>Danach sprachen vier Mitglieder der YGBL. Der Mitbegr\u00fcnder und Vorsitzende der Gruppe, Ostap Rerich, gab zun\u00e4chst einen \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung der Linken Opposition in den 1920er-Jahren und ihren Kampf gegen den Stalinismus. Er betonte, trotz der blutigen Unterdr\u00fcckung des marxistischen Widerstands gegen die sowjetische B\u00fcrokratie<\/p>\n<p><em>&#8230; haben der Ausschluss Trotzkis und der Bolschewiki-Leninisten aus der Partei, die Verbannung, Inhaftierung und sogar der politische V\u00f6lkermord der Linken Opposition nicht das Ende bereitet. Weil die Linke Opposition kein nationales Ph\u00e4nomen war, war sie nicht national beschr\u00e4nkt. Ihre Anh\u00e4nger waren auf der ganzen Welt verbreitet, und sie waren diejenigen, die im September 1938 die Vierte Internationale gr\u00fcndeten. Sie setzten die Arbeit Trotzkis und der Linken Opposition auch dann fort, als der politische V\u00f6lkermord seinen H\u00f6hepunkt erreichte. Und nach der Spaltung von 1953 und der Gr\u00fcndung des Internationalen Komitees der Vierten Internationale durch den orthodoxen Trotzkisten James P. Cannon setzte das IKVI den Kampf f\u00fcr die Sache der Linken Opposition gegen den Stalinismus und dessen pablistischen Kollaborateure zur Verteidigung von Trotzkis Programm fort \u2013 bis auf den heutigen Tag.<\/em><\/p>\n<p><em>Nur das Internationale Komitee der Vierten Internationale, das die Arbeit Trotzkis und der Linken Opposition fortsetzte, hielt daran fest, dass die stalinistische B\u00fcrokratie die UdSSR zu keiner Selbstreform f\u00fchren werde (wie es Pablo und Mandel behaupteten) sondern zur Wiedereinf\u00fchrung des Kapitalismus. Das IKVI warnte vor der Wiedereinf\u00fchrung des Kapitalismus in der Sowjetunion, w\u00e4hrend Ted Grant von der stalinistischen B\u00fcrokratie \u201eArbeiterdemokratie\u201c forderte und Jelzins Russland einen Arbeiterstaat nannte. Das Internationale Komitee der Vierten Internationale f\u00fchrte einen unerbittlichen Kampf f\u00fcr die historische Wahrheit und warnte das Proletariat der Sowjetunion unabl\u00e4ssig vor den Folgen, die ihm durch die Wiedereinf\u00fchrung des Kapitalismus drohen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir begehen den 100. Jahrestag der Linken Opposition angesichts der wachsenden globalen Krise des kapitalistischen Systems, angesichts der Massenstreiks und des Aufstands der Pal\u00e4stinenser gegen das Netanjahu-Regime, angesichts des provozierten Stellvertreterkriegs [in der Ukraine], der anhaltenden Corona-Pandemie und der Gefahr eines dritten imperialistischen Kriegs, die allesamt auf die Widerspr\u00fcche des Kapitalismus zur\u00fcckgehen.<\/em><\/p>\n<p><em>(&#8230;) Die Junge Garde der Bolschewiki-Leninisten wei\u00df, dass sie sich f\u00fcr den richtigen Weg entschieden hat, und dass ihr Kurs \u2013 der Aufbau der Sektion des IKVI in der gesamten ehemaligen Sowjetunion \u2013 das Weltproletariat zum Sieg des Kommunismus f\u00fchren wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Lang lebe der 100. Jahrestag unserer Bewegung!<\/em><\/p>\n<p><em>Lang lebe das Internationale Komitee der Vierten Internationale!<\/em><\/p>\n<p>Lew Nowitzki gab daraufhin einen \u00dcberblick \u00fcber den objektiven Kontext, in dem sich der Kampf der Linken Opposition entwickelt hatte. Er betonte, dass die Linke Opposition und die Stalin-Fraktion unterschiedliche gesellschaftliche Kr\u00e4fte der sowjetischen Gesellschaft repr\u00e4sentierten: \u201eAuf der einen Seite standen die proletarischen und halbproletarischen Klassen, auf der anderen die kleinb\u00fcrgerlichen und b\u00fcrokratischen Schichten.\u201c Er schloss:<\/p>\n<p><em>&#8230; Trotz aller R\u00fcckschl\u00e4ge und Niederlagen m\u00fcssen wir die Fackel des Kampfs, die wir von der letzten Generation von Trotzkisten geerbt haben, weitertragen und zum siegreichen Ende f\u00fchren. Letztlich h\u00e4ngt davon das Schicksal der Welt und der Menschheit ab. Wir sind bereits vor mehr als drei Jahren in das Jahrzehnt der sozialistischen Revolution eingetreten, und das Jahrzehnt n\u00e4hert sich bereits seiner Mitte. Es h\u00e4ngt vor allem von uns ab, ob es eine sozialistische Perspektive geben wird oder nicht, ob die internationale Arbeiterklasse einen weltweiten Atomkrieg verhindern wird oder nicht. Alle diese Aufgaben liegen jetzt vor uns, und wir m\u00fcssen sie bew\u00e4ltigen. Letztlich ist es die proletarische Avantgarde, die \u00fcber den Ausgang der proletarischen Revolution und damit \u00fcber den gesamten weiteren Verlauf der menschlichen Entwicklung entscheiden wird.<\/em><\/p>\n<p>Andrei Ritzki sagte in seinem Redebeitrag, seine Hinwendung zum Trotzkismus und zum Internationalen Komitees sei vom Studium von Wadim Rogowins Werken inspiriert worden. Durch sie habe er verstanden, dass es in der bolschewistischen Partei eine Alternative zum Stalinismus gab: \u201eHier k\u00f6nnen wir sehen, wie ein gro\u00dfes historisches Werk die politische Orientierung einer Organisation wie der unseren beeinflussen kann.\u201c<\/p>\n<p>Ritzki betonte auch, dass die Entlarvung der Pseudolinken \u201enur auf der Grundlage der Lehren der trotzkistischen Bewegung und des Internationalen Komitees sowie des gegenw\u00e4rtigen Kampfs der Arbeiterklasse auf internationaler Ebene m\u00f6glich ist. Die Tatsache, dass wir den 100. Jahrestag des Beginns dieses Kampfs feiern, zeigt die tiefen historischen Wurzeln unserer Bewegung. Wir m\u00fcssen uns alle Lehren aus diesem Kampf aneignen.\u201c<\/p>\n<p>Die letzte Rednerin auf der Veranstaltung war Carla, eine junge Trotzkistin aus Kasachstan. Sie erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p><em>Liebe Genossen und Freunde! Ich spreche zu euch aus Alma-Ata in Kasachstan. Vor genau 95 Jahren wurde eine der wichtigsten Figuren der Oktoberrevolution, der Gr\u00fcnder der Roten Armee und einer der Organisatoren ihrer Siege im B\u00fcrgerkrieg, Lew Dawidowitsch Trotzki, von Stalins Regime in diese Stadt verbannt. Stalin und sein Propagandaapparat verf\u00e4lschten die Geschichte und stellten Trotzki als Feind der Revolution dar, obwohl der wahre Feind und Totengr\u00e4ber der Oktoberrevolution Stalin selbst war. (&#8230;) Ich halte es f\u00fcr notwendig, eine Sektion des Internationalen Komitees der Vierten Internationale in dieser Stadt aufzubauen, damit sich endlich die Wahrheit durchsetzt. Denn am Ende ist die Rache der Geschichte st\u00e4rker als die Rache selbst des m\u00e4chtigsten Generalsekret\u00e4rs.<\/em><\/p>\n<p><em>#Titelbild: Grafik der YGBL f\u00fcr die Veranstaltung anl\u00e4sslich des 100. Jahrestags der Linken Opposition am 15. Oktober 2023<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/10\/18\/vshc-o18.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 18. Oktober 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. Oktober 2023 veranstaltete die Junge Garde der Bolschewiki-Leninisten (YGBL) eine Feier zum 100. Jahrestag der Gr\u00fcndung der Linken Opposition. Die YGBL ist eine trotzkistische Jugendorganisation in der ehemaligen Sowjetunion. 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