{"id":13823,"date":"2023-10-28T12:01:46","date_gmt":"2023-10-28T10:01:46","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13823"},"modified":"2023-10-28T12:01:47","modified_gmt":"2023-10-28T10:01:47","slug":"eine-kurze-geschichte-des-juedischen-anti-zionismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13823","title":{"rendered":"<strong>Eine kurze Geschichte des j\u00fcdischen Anti-Zionismus<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Nathaniel Flakin. <\/em><strong>Wenn es um den Krieg gegen Gaza geht, wird oft behauptet, dass es sich um einen ewigen Konflikt zwischen israelischen J\u00fcd:innen und Palestin\u00e4nser:innen handle. Dennoch gibt es eine lange Geschichte j\u00fcdischer Sozialist:innen, die gegen den Zionismus k\u00e4mpfen, was Lehren f\u00fcr den heutigen Kampf bietet.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>In den letzten Wochen wurden \u00fcber 1000 Israelis und mehr als dreimal so viele Palestin\u00e4nser:innen get\u00f6tet. Wo liegt der Ursprung der Gewalt? Der Konflikt wird h\u00e4ufig als uralter Kampf zwischen Religionen dargestellt. Der israelische Premierminister Netanyahu <a href=\"https:\/\/www.gov.il\/en\/departments\/news\/excerpt-from-pm-netanyahu-s-remarks-at-the-opening-of-the-knesset-s-winter-assembly-16-oct-2023\">sprach<\/a> von \u201eKampf zwischen den Kindern des Lichtes und den Kindern der Dunkelheit\u201c, die Hamas <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hamas-Charta\">sieht<\/a> den Konflikt als Konflikt zwischen Muslimen und J\u00fcd:innen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich haben Christ:innen, Muslime und J\u00fcd:innen in Pal\u00e4stina, aber mehrere Jahrhunderte lang relativ friedlich zusammengelebt. Erst mit dem Aufkommen des Imperialismus, insbesondere seit der zionistischen Kolonisierung im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert begann der \u201eewige\u201c Konflikt.<\/p>\n<p>Oft wird gesagt, dass alle J\u00fcd:innen Zionist:innen seien, und das Jede:r die:der sich gegen Israel stellt, Antisemit:in sei. Das ist eine L\u00fcge. In der Diaspora und in Israel hat es seit jeher Anti-Zionist:innen gegeben, die gemeinsam mit den Palestin\u00e4nser:innen f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben k\u00e4mpften.<\/p>\n<p><strong>Fr\u00fche sozialistische Anti-Zionist:innen<\/strong><\/p>\n<p>Als die zionistischen Ideen Ende des 19. Jahrhunderts erstmals formuliert wurden, hielten die meisten j\u00fcdischen Arbeiter:innen diese f\u00fcr l\u00e4cherlich. Proletarische J\u00fcd:innen verspotteten in Liedern <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LCs93RPZ7pU\">\u201eOy, Ir Narishe Tsionistn\u201c<\/a> (\u201cN\u00e4rrische kleine Zionisten\u201d). Die popul\u00e4rste j\u00fcdische Arbeiter:innenorganisation war der \u201eAllgemeine J\u00fcdische Arbeiterbund in Litauen, Polen und Russland\u201c, besser bekannt als <a href=\"https:\/\/isj.org.uk\/aufstieg-und-fall-des-judischen-bunds\/\">\u201eDer Bund\u201c<\/a>. Anstatt auf ein Ende der Unterdr\u00fcckung in einem fernen Land zu hoffen, f\u00fchrten sie den Befreiungskampf an den Orten, wo sie lebten, gemeinsam mit nicht-j\u00fcdischen Arbeiter:innen.<\/p>\n<p>Rosa Luxemburg, eine der wichtigsten j\u00fcdischen Revolution\u00e4r:innen, <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Themen\/Rosa_Luxemburg\/rl_ausstellung_deutsch.pdf\">schrieb<\/a> in einem Brief an ihre Freundin, die SPD\/USPD-Politikerin Mathilde Wurm: \u201eMir sind die armen Opfer der Gummiplantagen in Putumayo, die [Schwarzen Menschen] in Afrika, mit deren K\u00f6rper die Europ\u00e4er Fangball spielen, ebenso nahe. Wei\u00dft Du noch die Worte aus dem Werke des Gro\u00dfen Generalstabs \u00fcber den Trothaschen Feldzug in der Kalahari: \u203aUnd das R\u00f6cheln der Sterbenden, der Wahnsinnsschrei der Verdurstenden verhallten in der erhabenen Stille der Unendlichkeit\u2039, in der so viele Schreie ungeh\u00f6rt verhallen, sie klingt in mir so stark, da\u00df ich keinen Sonderwinkel im Herzen f\u00fcr das Ghetto habe. Ich f\u00fchle mich in der ganzen Welt zu Hause, wo es Wolken, V\u00f6gel und Menschentr\u00e4nen gibt\u201c.<\/p>\n<p>Der Bund war keine Ausnahme. Sozialist:innen und Kommunist:innen verschiedener Str\u00f6mungen lehnten den Zionismus ab. Leo Trotzki <a href=\"https:\/\/www.workersliberty.org\/story\/2020-07-06\/decomposition-zionism-and-what-might-succeed-it-1904\">nannte<\/a> den sechsten Zionisten Kongress 1903 eine \u201eerb\u00e4rmliche und leere\u201c Veranstaltung, gef\u00fchrt von einem \u201eschamlosen Abenteurer\u201c. Neben b\u00fcrgerlichen Zionist:innen wie Theodor Herzel, gab es auch solche die eine \u201esozialistische\u201c Kolonisierung Pal\u00e4stinas bef\u00fcrworteten. Organisationen wie Poale Zion und Hashomer Hatzair gr\u00fcndeten sich auf der Basis des sozialistischen Zionismus. Bereits im fr\u00fchen 20. Jahrhundert bemerkten j\u00fcdische Marxist:innen dass der \u201esozialistische Zionismus\u201c Kollaboration mit der j\u00fcdischen Bourgeoisie und eine Unterst\u00fctzung von Kolonialismus und Imperialismus bedeutete und nur zu einem neuen nationalen Konflikt in Pal\u00e4stina und einer St\u00e4rkung des Antisemitismus f\u00fchren w\u00fcrde. So schrieb etwa Karl Kautsky, dass j\u00fcdische Arbeiter:innen f\u00fcr \u201edie Revolution in Russland\u201c k\u00e4mpfen sollten, statt nach Pal\u00e4stina zu emigrieren.<\/p>\n<p><strong>Kommunistische Partei Pal\u00e4stinas<\/strong><\/p>\n<p>Die erste kommunistische Organisation in Pal\u00e4stina wurde 1919 von j\u00fcdischen Migrant:innen gegr\u00fcndet. Die <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40921\/die-kp-palaestinas-in-der-zwischenkriegszeit\">\u201ePartei der sozialistischen Arbeiter\u201c<\/a> (Hebr\u00e4isch Mifleget Poalim Sozialistiim; MPS) wurde nach einer Spaltung in der internationalen sozialistisch-zionistischen Organisation Poale Zion gegr\u00fcndet. Der linke Fl\u00fcgel von Poale Zion, gest\u00e4rkt durch die Oktoberrevolution, wurde kommunistisch. Im Zuge ihrer Migration nach Pal\u00e4stina realisierten einige j\u00fcdische Arbeiter:innen, dass das Ziel eines exklusiv j\u00fcdischen \u201esozialistischen\u201c Staates auf pal\u00e4stinensischem Gebiet eine reaktion\u00e4re Utopie war. Sie nahmen den Kampf gegen den britischen Imperialismus auf und bem\u00fchten sich um die Einheit von j\u00fcdischen und pal\u00e4stinensischen Arbeiter:innen. Ihr Ziel war die multi-ethnische Pal\u00e4stinensische Sowjetrepublik. Nach einer Reihe von Spaltungen und Fusionen wurde die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistische_Partei_Pal%C3%A4stinas\">\u201ePalestinische Kommunistische Partei\u201c<\/a> (PKP) 1923 gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Der Name der Partei war Yiddish, da ihre Gr\u00fcnder:innen die Sprache der Diaspora gegen\u00fcber Hebr\u00e4isch, der offiziellen Sprache des sich formierenden Staates Israel, bevorzugten. Doch trotz der vielversprechenden Anf\u00e4nge ging die PKP am <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-stalin-zur-gruendung-des-staates-israels-beitrug\/\">Stalinismus zugrunde<\/a> \u2013 nicht nur politisch sondern auch physisch. Die stalinistisch degenerierte Komintern gab einen Zickzack-Kurs vor und wies die PKP an, den b\u00fcrgerlichen arabischen Nationalismus unkritisch zu unterst\u00fctzen. In der zweiten H\u00e4lfte der 1930er lie\u00df Stalin mit den Moskauer Prozessen den Antisemitismus in der Sowjetunion wieder aufleben. Anf\u00fchrer:innen der Oktoberrevolution, viele von ihnen j\u00fcdisch, wurden als Spione und Verr\u00e4ter:innen gebrandmarkt, die ihre j\u00fcdische Herkunft verheimlicht h\u00e4tten. Im Zuge des Gro\u00dfen Terrors wurden die meisten PKP-Kader umgebracht, ebenso wie viele weitere j\u00fcdische Kommunist:innen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter entschied Stalin sich, die Gr\u00fcndung des israelischen Staates zu unterst\u00fctzen. Die Unterst\u00fctzung geschah nicht nur auf diplomatischem Wege, die stalinistische Tschechoslowakei lieferte Waffen an zionistische Milizen, um ethnische S\u00e4uberungen durchzuf\u00fchren. W\u00e4hrenddessen wurden in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten extrem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wurzelloser_Kosmopolit\">antisemitische Kampagnen<\/a> und Schauprozesse abgehalten. Im neuen Staat Israel war die stalinisierte Kommunistische Partei nicht nur ideologisch zionistisch, sondern spielte auch eine wichtige Rolle bei der Beschaffung von Waffen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Nakba.<\/p>\n<p><strong>Revolution\u00e4re Kommunistische Liga Pal\u00e4stinas<\/strong><\/p>\n<p>Links-oppositionelle Kommunist:innen in Pal\u00e4stina formierten sich als <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Revolutionary_Communist_League_(Mandatory_Palestine)\">\u201eRevolution\u00e4re Kommunistische Liga\u201c<\/a> (RKL). Die meisten Mitglieder waren J\u00fcd:innen, manche von ihnen geboren in Pal\u00e4stina, andere vor dem Faschismus geflohen. Sie stellten sich gegen den imperialistischen Plan, Pal\u00e4stina zu teilen und forderten einen geeigneten sozialistischen Staat, in dem arabische und j\u00fcdische Menschen zusammenlebten. F\u00fcr dieses \u201eVerbrechen\u201c wurden sie von der britischen Besatzungsmacht interniert.<\/p>\n<p>Die RKL war allerdings keine ausschlie\u00dflich j\u00fcdische Organisation. Nach dem 1939 geschlossenen Hitler-Stalin-Pakt wurde der pal\u00e4stinensische Kommunist Jabra Nicola Teil der Partei und blieb sein Leben lang Trotzkist. Nach Ende des zweiten Weltkriegs kehrten einige RKL-Aktive nach Europa zur\u00fcck und wurden zu Anf\u00fchrer:innen der revolution\u00e4r-sozialistischen Bewegung. Yigael Gluckstein nahm das Pseudonym Tony Cliff an und leitete die \u2018Socialist Workers Party\u2019 (SWP) in Gro\u00dfbritannien. Jakob Moneta und Rudi Segall wurden wichtige Mitglieder der \u2018Gruppe Internationale Marxisten\u2019 (GIM) in Deutschland. Die RKL kollabierte allerdings nach den Schrecken der Nakba, auch wenn einige Mitglieder ihre sozialistischen \u00dcberzeugungen nie ablegten.<\/p>\n<p><strong>Matzpen: Die Israelische Sozialistische Organisationen<\/strong><\/p>\n<p>1962 formierte sich eine Neue Linke in Israel, nachdem kritische junge Aktivist:innen aus der pro-sowjetischen kommunistischen Partei \u2018Maki\u2019 ausgeschlossen wurden. Sie gr\u00fcndeten die Israelische Sozialistische Organisation, besser bekannt als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matzpen_(Organisation)\">Matzpen<\/a> (Hebr\u00e4isch f\u00fcr Kompass), der Namen ihres Magazins. Matzpen vereinte junge Aktivist:innen, die sich 1967-68 politisiert hatten, und die langj\u00e4hrigen Trotzkisten Jabra Nicola und Jakob Taut.<\/p>\n<p>Taut verdient eine kurze Biografie: Er wuchs als Arbeiter in Berlin auf und floh 1934 nach Pal\u00e4stina. Er war nie pro-zionistisch, erhielt aber nirgendwo anders eine Aufenthaltserlaubnis. Taut arbeitete in der \u00d6lraffinerie in Haifa. Dort legte eine zionistische Terrororganisation 1948 eine Bombe, die sechs arabische Arbeiter:innen t\u00f6tete. Als Antwort begann ein w\u00fctender Mob, J\u00fcd:innen zu massakrieren, Taut kam mit schweren Verletzungen davon. Dieses furchtbare Trauma konnte seinen internationalistischen Geist nicht brechen \u2013 er hielt an der \u00dcberzeugung fest, dass J\u00fcd:innen und Pal\u00e4stinenser:innen durch den gemeinsamen Kampf gegen den Zionismus eine friedliche Zukunft erreichen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Matzpen war stets eine kleine Gruppe, sie erhoben aber laut ihre Stimme gegen die Besatzung der pal\u00e4stinensischen Gebiete in 1967, sodass alle in Israel, einschlie\u00dflich dem Premierminister, \u00fcber sie sprachen. Sie unterst\u00fctzen auch den Aufbau der israelischen Black Panthers \u2013 eine Gruppe von J\u00fcd:innen nordafrikanischer oder nah-\u00f6stlicher Herkunft \u2013 die gegen ihre Diskriminierung k\u00e4mpften.<\/p>\n<p>Mitglieder von Matzpen reisten durch Europa und die USA, um der internationalen Linken die Widerspr\u00fcche in Israel zu erkl\u00e4ren. Matzpen arbeitete mit der PLO und linken pal\u00e4stinensischen Gruppen wie der DFLP zusammen, mit dem Ziel, eine Allianz zwischen der pal\u00e4stinensischen Befreiungsbewegung und unterdr\u00fcckten Sektoren in Israel zu schmieden.<\/p>\n<p>Mitte der 1970er spaltete sich die Organisation in die Tel-Aviv-Sektion, welche eine \u201eundogmatische\u201c Politik verfolgte und die Jerusalem-Sektion, die dem Trotzkismus sehr nahe stand. Beide trugen den Namen Matzpen, letztere verwendete jedoch auch wieder die Bezeichnung RKL. W\u00e4hrend der ersten Intifada wurde der RKL-Anf\u00fchrer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michel_Warschawski\">Michel Warschawski<\/a> f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung der pal\u00e4stinensischen Befreiungsk\u00e4mpfer:innen zu drei Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt.<\/p>\n<p>2003 wurde eine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=upoACIfPIzs\">spektakul\u00e4re Dokumentation<\/a> \u00fcber Matzpen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcdischer Anti-Zionistischer Aktivismus heute<\/strong><\/p>\n<p>Auch heute gibt es in Israel und international noch viele aktive Anti-Zionist:innen. W\u00e4hrend der riesigen Protestbewegung dieses Jahr (welche mehrheitlich den ethnonationalistischen Charakter des israelischen Staates nicht hinterfragten), formierte sich ein <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/es-gibt-keine-demokratie-in-der-apartheid\/\">Anti-Apartheid Block<\/a>, in dem hunderte und manchmal tausende Aktivist:innen die Demokratie auch f\u00fcr Pal\u00e4stinenser:innen einforderten.<\/p>\n<p>Viele der linken Organisation in Israel sind allerdings nicht anti-zionistisch. Maki, die kommunistische Partei, wurde in den 1960ern reformiert und ist nun non-zionitisch statt anti-zionistisch. Ma\u2019avak Sotzialisti, die israelische Sektion der International Socialist Alternative (bis 2019 Comittee for a Workers\u2018 International), wurde in den 1990ern gegr\u00fcndet und bekennt sich zum Trotzkismus, leidet aber unter demselben Problem. Diese Gruppen glauben, dass eine Zweistaatenl\u00f6sung den durch den Imperialismus ausgel\u00f6sten Konflikt beheben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wir haben erhebliche politische und strategische Differenzen mit vielen der sozialistischen Organisationen in Israel. Wir halten es jedoch f\u00fcr wichtig zu zeigen, dass es seit der Entstehung des Zionismus anti-zionistische J\u00fcd:innen gegeben hat. Die Behauptung, dass alle Israelis, oder sogar alle J\u00fcd:innen zionistisch seien, hat noch nie gestimmt. Die Schaffung eines sozialistischen, multi-ethnischen und laizistischen Pal\u00e4stinas, mit gleichen demokratischen Rechten f\u00fcr alle Einwohner:innen, als Teil einer sozialistischen Konf\u00f6deration des Nahen Ostens, ist die einzige L\u00f6sung f\u00fcr den angeblich ewigen Konflikt.<\/p>\n<p>Wie schon die <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wie-stalin-zur-gruendung-des-staates-israels-beitrug\/\">s\u00fcdafrikanischen Trotzkist:innen 1938<\/a> sagten:<\/p>\n<p><em>Die Fortsetzung des alten zionistisch-imperialistischen Kurses wird den Keil des Hasses und des Chauvinismus tiefer treiben, wird die Kluft zwischen Arabern und Juden vergr\u00f6\u00dfern und wird ewigen Zwist und B\u00fcrgerkrieg f\u00f6rdern und die Existenz der j\u00fcdischen Gemeinschaft selbst gef\u00e4hrden. Und wenn wir dies sagen, habenA wir nicht die Zionisten im Sinn. Wir meinen die gro\u00dfe Masse der j\u00fcdischen Arbeiter und Kleinbauern. Sie k\u00f6nnen das j\u00fcdische Problem in Pal\u00e4stina sehr leicht l\u00f6sen. Was wir brauchen, ist die Solidarit\u00e4t und Zusammenarbeit der j\u00fcdischen und arabischen Arbeiter und Bauern und ein vereinigter Kampf f\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges freies Pal\u00e4stina der Arbeiter und Bauern, befreit von den Fesseln des Imperialismus-Kapitalismus.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/eine-kurze-geschichte-des-juedischen-anti-zionismus\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 28. Oktober 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nathaniel Flakin. Wenn es um den Krieg gegen Gaza geht, wird oft behauptet, dass es sich um einen ewigen Konflikt zwischen israelischen J\u00fcd:innen und Palestin\u00e4nser:innen handle. 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