{"id":13843,"date":"2023-11-01T09:45:22","date_gmt":"2023-11-01T07:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13843"},"modified":"2023-11-01T09:45:23","modified_gmt":"2023-11-01T07:45:23","slug":"weltweite-palaestina-demonstrationen-am-vergangenen-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13843","title":{"rendered":"<strong>Weltweite Pal\u00e4stina-Demonstrationen am vergangenen Wochenende<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Ars\u00e8ne Justo. <\/em><strong>Am vergangenen Wochenende versammelten sich weltweit Hunderttausende, um sich mit den pal\u00e4stinensischen Opfern der israelischen Aggression zu solidarisieren und ein Ende des Massakers zu fordern. Die Welt sah die wohl gr\u00f6\u00dften Antikriegsproteste seit 20 Jahren.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Israel eine neue Phase in seiner Offensive in Gaza begonnen hat, gab es am vergangenen Wochenende weltweit Massendemonstrationen f\u00fcr ein Ende des kolonialistischen Massakers, das Israel derzeit begeht. Dazu sind Hunderttausende zusammengekommen, im Mittleren Osten, Nordafrika und in einer wachsenden Zahl von L\u00e4ndern weltweit. Vergleichbare internationale Antikriegsmobilisierungen gab es zuletzt in der Bewegung gegen den Irakkrieg vor circa 20 Jahren.<\/p>\n<p>Der Mittlere Osten und die Maghreb-Staaten waren wieder Vorreiter in der pro-pal\u00e4stinensischen Mobilisierung. Dort hatten schon in den Wochen zuvor gro\u00dfe Demonstrationen stattgefunden, beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/Egypte-Face-au-massacre-a-Gaza-le-regime-d-Al-Sissi-dans-la-tourmente-palestinienne\">in \u00c4gypten<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/Solidarite-avec-la-Palestine-des-dizaines-de-milliers-d-Algeriens-reprennent-la-rue\">in Algerien<\/a>. Bagdad war ebenfalls Schauplatz intensiver Mobilisierungen. Auch in Hebron im Westjordanland versammelten sich viele Pal\u00e4stinenser:innen, die sich mit der Parole \u201eUnterst\u00fctzt nicht das T\u00f6ten pal\u00e4stinensischer Kinder!\u201c an die Weltgemeinschaft richteten. In Casablanca, Marokko, ergoss sich ein Meer pal\u00e4stinensischer Fahnen auf einer ebenfalls massiven Versammlung. In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben sich auch mehrere tausend Menschen, viele von ihnen mit Kufiya bekleidet, versammelt, nachdem Israel in den letzten Wochen mehrmals auch Ziele im S\u00fcden des Libanon attackiert hatte. In der T\u00fcrkei hat die regierende AKP eine riesige Demonstration organisiert; Erdo\u011fan hofft, seine politische Stellung zu verbessern, indem er sich als bedingungsloser Unterst\u00fctzer Pal\u00e4stinas und der Hamas inszeniert.<\/p>\n<p>Doch auch in der angels\u00e4chsischen Welt kam es zu gro\u00dfen Mobilisierungen. So versammelten sich am Sonntag in London Hunderttausende, w\u00e4hrend der britische Premier Rishi Sunak die israelische Operation mit der Rechtfertigung der \u201eSelbstverteidigung\u201c bedingungslos unterst\u00fctzt. Eine Vielzahl von Organisationen haben das zum Anlass genommen, die Demonstration zu unterst\u00fctzen, so zum Beispiel die Umweltschutzorganisation <em>Fossil Free London,<\/em> der britische Fl\u00fcgel der antirassistischen Bewegung <em>Black Lives Matter<\/em> oder die j\u00fcdische antizionistische Organisation <em>Na\u2019amood.<\/em><\/p>\n<p>Der pal\u00e4stinensische Befreiungskampf findet im Vereinigten K\u00f6nigreich besonderen Anklang, weil vielen dort die Parallele zwischen der israelischen Kolonisierung Pal\u00e4stinas und der Kolonialgeschichte des britischen Empire besonders gegenw\u00e4rtig ist. Au\u00dferdem tr\u00e4gt das Vereinigte K\u00f6nigreich eine besondere Verantwortung f\u00fcr die aktuelle Lage in Pal\u00e4stina, dessen Kolonialmacht es schlie\u00dflich 30 Jahre lang war. Die staatliche Nachrichtenagentur der T\u00fcrkei, <em>Anadolu<\/em>, zitierte den 73-j\u00e4hrigen Patrick, der am Sonntag in London auf der Stra\u00dfe war: \u201eAls Ire dr\u00fccke ich meine Solidarit\u00e4t mit den Pal\u00e4stinenser:innen aus, denn das, was gerade in Gaza passiert, ist so \u00e4hnlich schon in Irland passiert\u201c.<\/p>\n<p>Am vergangenen Freitag, dem 27. Oktober, blockierten mehrere tausend Aktivist:innen von <em>Jewish Voice for Peace<\/em> in New York City mit einem riesigen Sit-In die Grand-Central-Station. 300 von ihnen wurden von der Polizei festgenommen. Auch andernorts in den USA fanden Versammlungen statt, so die Demonstration \u201eFlood Brooklyn for Gaza\u201c in New York oder wichtige Mobilisierungen in Detroit und San Francisco am 28. Oktober. Der US-Pr\u00e4sident Joe Biden h\u00e4lt w\u00e4hrenddessen weiter an seiner bedingungslosen Unterst\u00fctzung Israels fest.<\/p>\n<p>In Frankreich kam es ebenfalls zu massiver Repression. Eine Vielzahl von Veranstaltungen wurde verboten, was jedoch tausende von Demonstrant:innen nicht abhielt, am vergangenen Samstag auf die Stra\u00dfe zu gehen. Am Sonntag haben sich au\u00dferdem mehrere zehntausend Demonstrant:innen in Madrid versammelt, etwa 5000 in Athen, tausende in Rom, hunderte in Warschau und Zagreb und ebenfalls viele tausend in Genf, Oslo, Wellington, Stockholm, Berlin, Toronto, Neu-Delhi und vielen anderen St\u00e4dten.<\/p>\n<p>Derweil versammelten sich mehr als 100.000 Menschen zu einer Demonstration in Kozhikode im indischen Bundesstaat Kerala, zu dem die <em>Indian Union Muslim League<\/em> mit dem Slogan \u201eRetten wir Pal\u00e4stina! Retten wir die Menschheit! Beenden wir die israelische Attacke auf Gaza! Es lebe das freie Pal\u00e4stina!\u201c aufgerufen hatte. In Malaysia haben sich mehrere tausend Demonstrant:innen vor der amerikanischen Botschaft in Kuala Lumpur versammelt. Schlie\u00dflich schlossen sich auch in Islamabad und Quetta in Pakistan Tausende den Demonstrationen an, zu denen Jamiat Ulema Islam und Jammat-e-Islami aufgerufen hatten.<\/p>\n<p>Diese zahlreichen Versammlungen, die weltweit mehrere hunderttausend Menschen auf die Stra\u00dfen gebracht haben, bezeugen eine immense internationale Solidarit\u00e4t mit dem pal\u00e4stinensischen Volk. Seit dem Irakkrieg 2003 war keine Antikriegsbewegung mehr so massiv. Es liegt an uns, diese Wut \u00fcber das Massaker in Pal\u00e4stina, die weltweit verbreitet ist, in eine echte Bewegung zu verwandeln, der es gelingt, Israel und seine imperialistischen Verb\u00fcndeten zur\u00fcckzuschlagen und die gegenw\u00e4rtige ethnische S\u00e4uberung in Gaza zu beenden.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals am 30. Oktober bei <\/em><a href=\"https:\/\/www.revolutionpermanente.fr\/Royaume-Uni-Inde-Etats-Unis-Liban-nouveau-week-end-de-solidarite-historique-avec-la-Palestine\">R\u00e9volution Permanente<\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p><em>#Titelbild: Auch im kanadischen Toronto gingen am vergangenen Samstag Tausende in Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina auf die Stra\u00dfe. Bild: Greg finnegan \/ Shutterstock<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/weltweite-palaestina-demonstrationen-am-vergangenen-wochenende\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 1. November 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ars\u00e8ne Justo. Am vergangenen Wochenende versammelten sich weltweit Hunderttausende, um sich mit den pal\u00e4stinensischen Opfern der israelischen Aggression zu solidarisieren und ein Ende des Massakers zu fordern. 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