{"id":13856,"date":"2023-11-02T10:57:08","date_gmt":"2023-11-02T08:57:08","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13856"},"modified":"2023-11-02T10:58:36","modified_gmt":"2023-11-02T08:58:36","slug":"arbeiter-gegen-kriegsgeschaefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13856","title":{"rendered":"<strong>Arbeiter gegen Kriegsgesch\u00e4fte<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Gerrit Hoekman. <\/em><strong>Appell belgischer Transportarbeitergewerkschaften gegen Waffenlieferungen an Israel. Britische Kollegen blockieren R\u00fcstungsbetrieb<\/strong><\/p>\n<p>Die sozialistischen belgischen Transportgewerkschaften in Flandern und der Wallonie, BBTK und BTB, haben ihre Mitglieder am Dienstag aufgefordert,<!--more--> sich nicht mehr am Transport von Waffen nach Israel zu beteiligen. \u00bbW\u00e4hrend in Pal\u00e4stina ein V\u00f6lkermord stattfindet, sehen Arbeiter an verschiedenen Flugh\u00e4fen in Belgien Waffenlieferungen in Richtung des Kriegsgebiets\u00ab, zitierte <em>Reuters<\/em> aus einer gemeinsamen Pressemitteilung mit den christlichen Gewerkschaften ACV Puls und ACV Transcom.<\/p>\n<p>\u00bbWir, mehrere in der Bodenlogistik t\u00e4tige Gewerkschaften, fordern unsere Mitglieder auf, keine Fl\u00fcge abzufertigen, die milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung nach Pal\u00e4stina\/Israel transportieren\u00ab, hei\u00dft es in dem Aufruf. \u00bbAls Gewerkschaften stehen wir an der Seite derjenigen, die sich f\u00fcr den Frieden einsetzen.\u00ab Sie fordern einen sofortigen Waffenstillstand und verlangten von der belgischen Regierung keine Waffenlieferungen \u00fcber belgische Flugh\u00e4fen zu dulden.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaften folgen damit einem <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461863.gaza-krieg-solidarit%C3%A4t-in-der-praxis.html\">entsprechenden Aufruf ihrer Kolleginnen und Kollegen in Pal\u00e4stina am 16. Oktober<\/a>. Die belgische Regierung wollte sich am Mittwoch nicht dazu \u00e4u\u00dfern, ob Waffen \u00fcber Belgien in das Kriegsgebiet geliefert werden, wie aus der <em>Reuters<\/em>-Meldung hervorgeht. Belgien habe ein lange Tradition, sich an Waffenlieferung an den erstbesten K\u00e4ufer zu beteiligen, schrieb Lode Vanoost am Dienstag auf der linken fl\u00e4mischen Nachrichtenseite <em>De Wereld Morgen<\/em>. Vanoost geh\u00f6rt seit 2012 fest zur Redaktion. Besonders L\u00fcttich sei ein wichtiges Drehkreuz f\u00fcr die israelische Frachtfluggesellschaft Challenge Airlines, die regelm\u00e4\u00dfig zwischen den USA, Belgien und Tel Aviv pendelt, berichteten die niederl\u00e4ndischen <em>Luchtvaartnieuws<\/em> am Mittwoch.<\/p>\n<p>\u00bbWir unterst\u00fctzen euren Aufruf, die Lieferungen von Waffen an Israel zu boykottieren, die gegen das pal\u00e4stinensische Volk eingesetzt w\u00fcrden\u00ab, hie\u00df es bereits am 17. Oktober in einem Brief der italienischen Basisgewerkschaft SI Cobas an die Gewerkschaften in Pal\u00e4stina. \u00bbAls gro\u00dfe Gewerkschaft im Logistiksektor werden sich die Besch\u00e4ftigten von SI Cobas gegen jeden Waffentransport nach Israel aussprechen, von dem sie Kenntnis erlangen.\u00ab Eine gerechte L\u00f6sung der Pal\u00e4stina-Frage komme nicht von den \u00bbGro\u00dfm\u00e4chten oder den kapitalistischen Regierungen der Region\u00ab, sondern nur \u00bbdurch den gemeinsamen Kampf der Arbeiter des Nahen Ostens, alle Ethnien und Religionen eingeschlossen\u00ab.<\/p>\n<p>Angesichts der Repression, die staatliche Beh\u00f6rden und Unternehmen in vielen Staaten der Welt gegen Werkt\u00e4tige anwenden, die sich mit Gaza solidarisch erkl\u00e4ren, erfordert es einigen Mut, gegen den Mainstream zu schwimmen. \u00bbDie Kriminalisierung der Unterst\u00fctzungsbekundung f\u00fcr das pal\u00e4stinensische Volk, das Opfer der Bombeneinschl\u00e4ge ist, muss sofort aufh\u00f6ren\u00ab, erkl\u00e4rte die franz\u00f6sische Gewerkschaft Conf\u00e9d\u00e9ration G\u00e9n\u00e9rale du Travail (CGT) am 18. Oktober.<\/p>\n<p>In Gro\u00dfbritannien blockierten rund 150 Gewerkschaftsmitglieder in Sandwich in der Grafschaft Kent die Zufahrten zu Instro Precision, einer Tochter des israelischen Waffenherstellers Elbit Systems, \u00bbum gegen den Einsatz britischer Waffenexporte beim aktuellen V\u00f6lkermord am pal\u00e4stinensischen Volk zu protestieren\u00ab, berichtete <em>Novara Media<\/em> am 26. Oktober. Hunderte Mitglieder der britisch-irischen Gewerkschaft Unite unterzeichneten eine Erkl\u00e4rung, in der sie ihre Gewerkschaft auffordern, Arbeiterinnen und Arbeiter finanziell zu unterst\u00fctzen, wenn sie sich weigern, Waffen zu bauen, die f\u00fcr Israel bestimmt sind. Au\u00dferdem solle Unite &#8222;nicht mehr in Unternehmen investieren&#8220;, die direkt oder indirekt an der Belagerung des Gazastreifens beteiligt sind. \u00bbDie meisten Menschen (&#8230;) sind der Meinung, dass es Vorschriften geben sollte, wo die Waffen landen, und dass sie nicht dazu verwendet werden sollten, Zivilisten wahllos zu t\u00f6ten\u00ab, sagte ein Unite-Mitglied gegen\u00fcber <em>Novara Media.<\/em> Das sollte nicht nur f\u00fcr Israel, sondern auch f\u00fcr die Hamas und den \u00bbIslamischen Dschihad\u00ab gelten, m\u00fcsste man hinzuf\u00fcgen. Woher die Waffen stammen, d\u00fcrfte aber noch viel schwieriger nachzuvollziehen sein.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462329.gaza-krieg-arbeiter-gegen-kriegsgesch%C3%A4fte.html\"><em>jungewelt.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 2. November 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerrit Hoekman. 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