{"id":13859,"date":"2023-11-02T12:01:42","date_gmt":"2023-11-02T10:01:42","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13859"},"modified":"2023-11-02T12:01:44","modified_gmt":"2023-11-02T10:01:44","slug":"hamas-nur-eine-weitere-terroristische-organisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13859","title":{"rendered":"<strong>Hamas: nur eine weitere terroristische Organisation?<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Jeremy Dewar. <\/em><strong>Die Hamas wird von den USA, Kanada, der EU, Deutschland, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Japan und Australien als \u201eterroristische Organisation\u201c eingestuft. Andere L\u00e4nder, vor allem Saudi-Arabien, haben ihren milit\u00e4rischen Fl\u00fcgel verboten.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die rechte Politikerin und britische Innenministerin Suella Braverman erkl\u00e4rte, die Organisation lebe einen \u201emittelalterlichen Antisemitismus\u201c und sei \u201edem Islamischen Staat (ISIS) ebenb\u00fcrtig\u201c. Dies wird von der Labour-Partei und sogar von einigen Linken, die die Organisation als \u201efaschistisch\u201c bezeichnen, aufgegriffen.<\/p>\n<p>Vieles soll die Menschen davon abhalten, sich n\u00e4her mit der Hamas, ihrer Ideologie und Praxis zu befassen. Insbesondere sollen wir pauschal die Botschaft schlucken, dass die Hamas den Gazastreifen diktatorisch regiert und ihre Beziehung zu den Pal\u00e4stinenser:innen im Gazastreifen einseitig und ausbeuterisch ist.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist vielschichtiger und offenbart eine Massenorganisation mit tiefen Wurzeln in der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>Urspr\u00fcnge und Ideologie<\/strong><\/p>\n<p>Die Hamas geht auf eine Initiative des pal\u00e4stinensischen Ablegers der \u00e4gyptischen Muslimbruderschaft zur\u00fcck, der Anfang der 1980er Jahre zu Zwecken der Bildung, der religi\u00f6sen Unterweisung und sozialen Wohlfahrt gegr\u00fcndet wurde. Sie wurde im Dezember 1987 gegr\u00fcndet, f\u00fcnf Tage nachdem die erste Intifada gegen die israelische Besatzung ausbrach. Hamas ist ein Akronym f\u00fcr Islamische Widerstandsbewegung, bedeutet aber auf Arabisch \u201eBegeisterung\u201c.<\/p>\n<p>Die israelischen Beh\u00f6rden duldeten ihre Aktivit\u00e4ten zun\u00e4chst als konservativ-religi\u00f6ses Gegengewicht zu den s\u00e4kularen nationalistischen und \u201emarxistischen\u201c Befreiungsbewegungen und Guerillaorganisationen. Sie war bei weitem nicht die erste bewaffnete pal\u00e4stinensische Widerstandsorganisation. Die s\u00e4kulare Fatah unter Jassir Arafat und die marxistisch-leninistische Volksfront f\u00fcr die Befreiung Pal\u00e4stinas unter der F\u00fchrung von George Habasch waren zwischen dem Krieg von 1967 und der Intifada von 1987 die dominierenden Kr\u00e4fte in der Pal\u00e4stinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Anfang der 1980er Jahre entstand eine weitere islamistische Gruppe, der Islamische Dschihad.<\/p>\n<p>Nachdem ihre K\u00e4mpfer:innen 1982 aus dem S\u00fcdlibanon vertrieben worden waren, gab die PLO den Guerillakampf auf, den sie in den 1960er und 1970er Jahren gef\u00fchrt hatte, und ihr Prestige sank. Sie beteiligte sich an den Abkommen von 1992, erkannte schlie\u00dflich den Staat Israel an und verurteilte den \u201eTerrorismus\u201c als Preis f\u00fcr die Gr\u00fcndung der neuen Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde. Schon bald verstrickte sie sich in Korruption und Zusammenarbeit mit der israelischen Unterdr\u00fcckung im Westjordanland und im Gazastreifen.<\/p>\n<p>Nachdem Arafat sowohl den bewaffneten Kampf als auch das Ziel eines einzigen s\u00e4kularen Staates aufgegeben hatte, entschied er sich f\u00fcr den Schatten der Macht in einem zersplitterten Staat im Westjordanland, der immer noch unter israelischer Milit\u00e4rkontrolle stand. Damit \u00fcberlie\u00df er der Hamas den militanten Widerstand als politisches Geschenk.<\/p>\n<p>Dies wurde durch die Tatsache beg\u00fcnstigt, dass die israelischen Unterdr\u00fccker:innen weiterhin an der Schraube drehten, auch bei der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde. Die jungen Pal\u00e4stinenser:innen verlangten nach einer wirksamen Widerstandsbewegung, die bereit und in der Lage ist, sich mit der Waffe in der Hand gegen die m\u00f6rderische Unterdr\u00fcckung der Proteste der Bev\u00f6lkerung durch die IDF zu wehren.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndungscharta der Hamas aus dem Jahr 1988 erkl\u00e4rte es zur Pflicht aller Muslim:innen auf der ganzen Welt, den pal\u00e4stinensischen Waqf (heiliges Gebiet) \u201evom Fluss bis zum Meer\u201c zu verteidigen und zu befreien. Sie benannte \u201edie Juden\/J\u00fcdinnen\u201c als Feind:innen und erkl\u00e4rte, dass nur eine kleine Anzahl von ihnen bleiben d\u00fcrfe. Ihr Ziel ist eine islamische Gesellschaft, die religi\u00f6s und sozial konservativ ist. In dieser Hinsicht stellt ihre Ideologie ein Spiegelbild der zionistischen Hardlinerdoktrin dar.<\/p>\n<p>Somit ist die Ideologie der Hamas eine durch und durch reaktion\u00e4re, antisemitische Utopie. Ihre Gr\u00fcndungscharta vertritt alle antisemitischen Verschw\u00f6rungstheorien, wonach die Juden\/J\u00fcdinnen hinter jedem Krieg und jeder Revolution stecken, und f\u00fchrt als Beweis die ber\u00fcchtigte F\u00e4lschung der zaristischen Geheimpolizei, die Protokolle der Weisen von Zion, an. Obwohl sich Sprecher:innen der Hamas davon distanziert haben, wurde es nie aufgehoben und bleibt eine m\u00e4chtige Waffe in den H\u00e4nden Israels und seiner Unterst\u00fctzer:innen.<\/p>\n<p>Denjenigen, die behaupten, die Hamas sei faschistisch und unterscheide sich nicht von ISIS, muss jedoch eine Reihe von Punkten entgegengehalten werden. Erstens ist die Hamas im Gegensatz zu ISIS eine Massenorganisation, die durch ihre Schulen und Universit\u00e4ten, ihre Krankenh\u00e4user und Wohlfahrtsprogramme und ihre Tausende von Widerstandsk\u00e4mpfer:innen tief in der pal\u00e4stinensischen Gesellschaft verwurzelt ist, insbesondere im Gazastreifen.<\/p>\n<p>ISIS geh\u00f6rt zum takfirischen Zweig des Islamismus, der andere Muslim:innen als Abtr\u00fcnnige betrachtet, gegen die ein terroristischer Krieg gef\u00fchrt werden kann. Folglich glaubt er daran, den Islam \u201evon oben\u201c aufzuerlegen, unabh\u00e4ngig von den W\u00fcnschen der Bev\u00f6lkerung. Die Hamas hingegen glaubt an eine Islamisierung \u201evon unten\u201c und hat bei vielen Gelegenheiten auf die Bed\u00fcrfnisse und Bestrebungen ihrer Basis reagiert.<\/p>\n<p>In den seltenen F\u00e4llen, in denen lokale Hamaskommandeur:innen versucht haben, strenge islamische Bekleidungsvorschriften durchzusetzen, sind diese immer gescheitert und haben fast nie den Segen der F\u00fchrung erhalten. Vielmehr hat sie ihre Vision als an das historische Kalifat angelehnt beschrieben, in dem christliche und j\u00fcdische Gemeinschaften toleriert wurden.<\/p>\n<p>Weder ihr Sozialsystem noch ihre Korruptionsfreiheit sind jedoch der eigentliche Grund f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Massen. Vielmehr ist es ihr Ruf der \u201eStandhaftigkeit\u201c bei der Verfolgung der urspr\u00fcnglichen gemeinsamen Ziele aller pal\u00e4stinensischen Bewegungen, einschlie\u00dflich des Rechts auf R\u00fcckkehr f\u00fcr alle 1948 und 1967 Vertriebenen und ihre Nachkommen. Dennoch ist ihre Bilanz nicht ganz so kompromisslos, wie es den Anschein haben mag, und der Grund daf\u00fcr ist ihre Abh\u00e4ngigkeit von verschiedenen Staaten der arabischen und islamischen Welt.<\/p>\n<p><strong>Kompromisse seit Oslo<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich weigerte sich die Hamas, an den Gespr\u00e4chen teilzunehmen, die zu den Osloer Vertr\u00e4gen f\u00fchrten, weil dies die Anerkennung des Existenzrechts Israels bedeuten w\u00fcrde. Aber schon damals gab es in ihren Reihen und ihrer F\u00fchrung eine Debatte \u00fcber die Teilnahme, da die Gespr\u00e4che von den Pal\u00e4stinenser:innen, die eine Art von Staatlichkeit anstrebten, damals massiv unterst\u00fctzt wurden. In den folgenden Jahren wurde weiter dar\u00fcber diskutiert, ob man Israel anerkennen und eine Hudna (Waffenstillstand) auf der Grundlage eines vor\u00fcbergehenden pal\u00e4stinensischen Staates in den Grenzen von 1948 mit Jerusalem als Hauptstadt, dem Abzug der israelischen Truppen und dem Abbau der Siedlungen vereinbaren sollte.<\/p>\n<p>Obwohl sie sich bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2005, die Mahmud Abbas von der Fatah gewann, der Stimme enthielt, kandidierte die Hamas bei den allgemeinen pal\u00e4stinensischen Wahlen 2006 und erlangte eine Mehrheit in der Legislative und die Kontrolle \u00fcber den Gazastreifen. In ihrem Wahlprogramm verzichtete sie auf die antisemitische Sprache ihrer Charta (ohne sie zu verleugnen) und erkl\u00e4rte den zionistischen Staat Israel und nicht \u201edie Juden\/J\u00fcdinnen\u201c zum Feind. Au\u00dferdem erkannte sie ihn faktisch an.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach ihrem Wahlsieg stellten die \u201edemokratischen\u201c imperialistischen M\u00e4chte USA und EU die Finanzierung der allgemeinen Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde ein und leiteten alle Hilfen \u00fcber das B\u00fcro von Abbas weiter. Die Versuche der Hamas, eine Einheitsregierung zu bilden, scheiterten, was zum so genannten Bruderkrieg von 2007 f\u00fchrte, der damit endete, dass die Fatahkr\u00e4fte aus dem Gazastreifen vertrieben wurden und die Hamas den Streifen beherrschte, den Israel 2005 ger\u00e4umt hatte, um ihn noch st\u00e4rker zu blockieren.<\/p>\n<p>Zwei weitere Kriege mit Israel in den Jahren 2008 \u2013 2009 (Operation Gegossenes Blei) und 2014 (Operation Schutzkeil) sowie Einf\u00e4lle im Jahr 2021 f\u00fchrten zur Zerst\u00f6rung eines Gro\u00dfteils der Infrastruktur des Gazastreifens. In der Zwischenzeit haben Israels Blockade und das Verbot der Organisation als \u201eterroristisch\u201c durch den westlichen Imperialismus versucht, die Hamas zu isolieren und ruinieren. Heute sind nur noch der Iran und Katar bereit, ihre F\u00fchrung aufzunehmen und ihr Hilfe und diplomatische Dienste zukommen zu lassen.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/p>\n<p>Der fundamentalistische rechte Fl\u00fcgel Israels, der unter den Regierungen von Benny Gantz und Benjamin Netanjahu gest\u00e4rkt wurde, bleibt mit der unersch\u00fctterlichen Unterst\u00fctzung durch die USA, sowohl unter Trump als auch unter Biden, die entscheidende Kraft in Israel-Pal\u00e4stina.<\/p>\n<p>Es stimmt nicht, dass die Hamas darauf nur mit Raketen geantwortet hat. In den Jahren 2018 \u2013 2019 kam es zu Massenprotesten entlang der Grenze zum Gazastreifen; israelische Scharfsch\u00fctz:innen t\u00f6teten 190 unbewaffnete Demonstrant:innen und verletzten Tausende. Dann, im Jahr 2020, brach die sogenannte Dritte Intifada mit Massendemonstrationen in den Fl\u00fcchtlingslagern und wichtigsten St\u00e4dten des Westjordanlandes aus. Nat\u00fcrlich wurde auch diese von den IDF unterdr\u00fcckt. Im Jahr 2021 kam es zu einem pal\u00e4stinensischen Generalstreik.<\/p>\n<p>Bewaffnete rechte Siedler:innen mit Unterst\u00fctzung durch die IDF machten das Jahr 2022 zum blutigsten Jahr im Westjordanland seit Jahren, als sie ihre Kontrolle \u00fcber das Land brutal ausweiteten. Selbst die v\u00f6llig friedliche BDS-Kampagne wird in westlichen L\u00e4ndern verboten, w\u00e4hrend Kritik an Israel unterdr\u00fcckt oder als \u201eantisemitisch\u201c stigmatisiert wird.<\/p>\n<p>Kein Wunder, dass der Ruf nach bewaffnetem Widerstand immer lauter wird. Der Aufschwung der Bewegung L\u00f6wengrube im Westjordanland in den letzten zwei Jahren (mit Beteiligung der Hamas) spiegelt diese Realit\u00e4t wider. Und deshalb wird der Widerstand auch dann weitergehen und bewaffnet sein, wenn die Infrastruktur der Hamas im Gazastreifen in diesem Krieg zerst\u00f6rt, d.\u00a0h. er zu einem politischen V\u00f6lkermord wird.<\/p>\n<p>Der Ausbruch vom 7. Oktober mag den Plan der USA, Israels und Saudi-Arabiens zur \u201eNormalisierung\u201c der Beziehungen und zur Wiederherstellung eines gr\u00f6\u00dferen Einflusses der USA in der Region gestoppt haben, aber das bleibt ihr Ziel. Die Aktion erm\u00f6glichte es rivalisierenden zionistischen Parteif\u00fchrer:innen auch, ihre Reihen zu schlie\u00dfen und die israelische Bev\u00f6lkerung zu vereinen, gerade als sich die schwersten Spaltungen in der Geschichte des Staates abzeichneten. Schlimmer noch, sie gab den Zionist:innen Deckung f\u00fcr ihre rachs\u00fcchtigen Vergeltungsma\u00dfnahmen und lieferte einen Vorwand, um noch mehr Pal\u00e4stinenser:innen im Westjordanland aus ihren H\u00e4usern zu vertreiben, ja sogar die gesamte Bev\u00f6lkerung zu verjagen, was das erkl\u00e4rte Ziel einiger Mitglieder der Regierung Netanjahu ist.<\/p>\n<p>In den Fehlern der Hamas zeigt sich auch der Fehler im Programm des pal\u00e4stinensischen b\u00fcrgerlichen Nationalismus, ob s\u00e4kular oder islamistisch. Auch wenn es die dringenden Bed\u00fcrfnisse der am meisten unterdr\u00fcckten Menschen zum Ausdruck bringt, ist es als Strategie auf die Unterst\u00fctzung durch benachbarte Regime angewiesen, die es dann f\u00fcr ihre eigenen Zwecke manipulieren. Im Grunde hat die Hamas die fatale stalinistische Etappentheorie, die sich f\u00fcr die verschiedenen PLO-Fraktionen als Sackgasse erwies, nicht \u00fcberwunden. Stattdessen hat sie ihr lediglich einen islamistischen Anstrich verpasst und die \u201eVolksfront\u201c durch eine reaktion\u00e4re klerikale Diktatur ersetzt.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz m\u00fcssen alle Sozialist:innen und konsequenten Demokrat:innen die Hamas gegen die IDF unterst\u00fctzen, sofern sie sich der zionistischen Besatzung und dem Apartheidstaat widersetzt. Aber wir k\u00f6nnen weder ihr soziales und politisches Programm noch ihre Kampfmethoden unterst\u00fctzen, weder eine elit\u00e4re Guerillastrategie noch Massaker an hilflosen israelischen Zivilist:innen.<\/p>\n<p>Echte Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina bedeutet, f\u00fcr eine radikal andere Strategie einzutreten, deren Elemente sich in den drei Intifadas gezeigt haben: Mobilisierungen mit bewaffneter Selbstverteidigung und Appelle an die umliegende und internationale Arbeiter:innenklasse, sich gegen Israel und den Versuch des Westens zu erheben, die Hamas von der Landkarte zu tilgen, womit sie jede Form des Widerstands meinen, wenn nicht gar das pal\u00e4stinensische Volk als Ganzes.<\/p>\n<p>Wir fordern die Aufhebung der Gesetze, die die Hamas als terroristische Organisation etikettieren. Israel ist der eigentliche Massenterrorist, wie wir heute sehen k\u00f6nnen. Die riesigen weltweiten Demonstrationen zeigen die breite Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr Gaza und die pal\u00e4stinensische Sache. Diese Mobilisierungen m\u00fcssen zu direkten Aktionen \u00fcbergehen, die den Waffen- und Handelsverkehr mit Israel blockieren, einschlie\u00dflich Streiks der Gewerkschaften, um die israelfreundlichen Regierungen und Politiker:innen zu zwingen, sich aus dem Gazastreifen zur\u00fcckzuziehen und die Einfuhr von Lebensmitteln, Treibstoff, Unterk\u00fcnften, medizinischer Ausr\u00fcstung und Hilfsg\u00fctern zu erm\u00f6glichen. Sie m\u00fcssen die Forderung nach einer dauerhaften Aufhebung der jahrzehntelangen Belagerung des Gazastreifens und dem Abzug nicht nur der IDF, sondern auch der Kriegsschiffe und Flugzeuge der USA und Gro\u00dfbritanniens beinhalten.<\/p>\n<p>Diese unmittelbaren und strategischen Fragen unterstreichen die Notwendigkeit einer internationalen Partei der Arbeiter:innenklasse, die die Kr\u00e4fte in Pal\u00e4stina, den umliegenden L\u00e4ndern des Nahen Ostens und innerhalb Israels selbst vereint, egal wie weit entfernt Letzteres im Moment auch erscheinen mag. Bewaffnet mit der Strategie der permanenten Revolution und der Taktik der Massenaktion k\u00f6nnen Revolution\u00e4r:innen damit beginnen, die F\u00fchrungskrise zu l\u00f6sen, die so viele Niederlagen und so viel Leid nicht nur in Pal\u00e4stina, sondern in allen umliegenden L\u00e4ndern verursacht hat.<\/p>\n<p><em>#Titelbild: Pal\u00e4stinenser begutachten die Sch\u00e4den nach einem israelischen Luftangriff auf das El-Remal-Quartier in Gaza-Stadt am 9. Oktober 2023. Israel hat am 10. Oktober den Kampf gegen Hamas-K\u00e4mpfer fortgesetzt und zehntausende Soldaten und schwere Panzer um den Gazastreifen zusammengezogen, nachdem es einen massiven Schlag gegen den \u00dcberraschungsangriff der militanten Pal\u00e4stinenser angek\u00fcndigt hatte. Foto von Naaman Omar apaimages Quelle: Palestinian News &amp; Information Agency (Wafa) im Auftrag von APAimages, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/arbeiterinnenmacht.de\/2023\/11\/01\/hamas-nur-eine-weitere-terroristische-organisation\/\"><em>arbeiterinnenmacht.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 2. November 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeremy Dewar. Die Hamas wird von den USA, Kanada, der EU, Deutschland, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Japan und Australien als \u201eterroristische Organisation\u201c eingestuft. 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