{"id":13892,"date":"2023-11-08T13:22:37","date_gmt":"2023-11-08T11:22:37","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13892"},"modified":"2023-11-08T13:22:39","modified_gmt":"2023-11-08T11:22:39","slug":"usa-protestaktionen-verzoegern-kriegsmaterial-fuer-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13892","title":{"rendered":"<strong>USA: Protestaktionen verz\u00f6gern Kriegsmaterial f\u00fcr Israel<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Bryan Dyne. <\/em>Eine Protestaktion von Einwohnern der Stadt Tacoma (Washington) verhinderte am Hafen der Stadt mehrere Stunden lang, dass die <em>MV Cape Orlando<\/em> mit Kriegsger\u00e4t f\u00fcr Israel beladen wurde. Die Aktion, die am Montagmorgen vor Sonnenaufgang begann, wurde von Tausenden auf der ganzen Welt aufmerksam verfolgt. Das zeigt, dass der Widerstand gegen Israels Genozid im Gazastreifen<!--more--> weiter zunimmt.<\/p>\n<p>Kurz vor 17 Uhr Ortszeit meldeten die Teilnehmer der Aktion jedoch, dass man sie aufgefordert habe, nach Hause zu gehen. Im Gegensatz zur Schiffsblockade am letzten Freitag wurde die Aktion am Montag vom Ortsverband der Democratic Socialists of America (DSA) unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Die <em>Cape Orlando<\/em> geh\u00f6rt zur Bereitschafts-Reserveflotte der USA, die dem Verkehrsministerium untersteht. Sie unterst\u00fctzt die weltweiten US-Milit\u00e4raktionen. Das Schiff wurde bereits f\u00fcr den Transport von Material f\u00fcr die US-Milit\u00e4raktionen in Afghanistan und im Irak eingesetzt. In den sozialen Netzwerken erschienen zahlreiche Appelle: \u201eBlockiert das Schiff!\u201c, um zu verhindern, dass es den israelischen Angriff unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Am Dienstag kam es zu zwei weiteren Protestaktionen \u00e4hnlicher Art: die erste in der Boeing-Bombenfabrik in St. Charles (Missouri) und die zweite unter Hafenarbeitern im spanischen Barcelona. Die Protestaktion in St. Charles wurde sp\u00e4ter von den lokalen Beh\u00f6rden aufgel\u00f6st, w\u00e4hrend sich die Hafenarbeiter in Barcelona weiterhin weigern, f\u00fcr Israel bestimmte Schiffe zu be- oder entladen.<\/p>\n<p>Der Protest im Boeing-Werk St. Charles am Montagmorgen dauerte mehrere Stunden, da sich Demonstranten den Fahrzeugen in den Weg stellten, um sie an der Einfahrt auf den Parkplatz zu hindern.<\/p>\n<p>Eine Teilnehmerin, Hoda Kadetia, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber dem lokalen Fernsehsender des Fox-Netzwerks: \u201eIn Gaza findet ein V\u00f6lkermord statt, den die USA direkt finanzieren, ohne dass es rote Linien gibt. Damit unterst\u00fctzen wir alle, die wir in den USA leben und hier Steuern zahlen, diesen V\u00f6lkermord. Und wir wollen hiermit sagen: nicht in unserem Namen.\u201c<\/p>\n<p>Das Boeing-Werk in St. Charles liegt nur wenige Kilometer von Ferguson (Missouri) entfernt, wo die Polizei im Jahr 2014 den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2014\/10\/15\/ferg-o15.html\">Michael Brown<\/a> ermordet hatte. Der Mord an Brown l\u00f6ste zahlreiche n\u00e4chtliche Proteste aus, bis der demokratische Gouverneur des Bundesstaates, Jay Nixon, mit Unterst\u00fctzung des damaligen Pr\u00e4sidenten Barack Obama die Nationalgarde von Missouri einsetzte.<\/p>\n<p>Die militanten Aktionen in Amerika sind eine Fortsetzung der Proteste in Oakland (Kalifornien), wo die <em>Cape Orlando<\/em> zuvor angelegt hatte. Dort waren mehrere Demonstranten an Bord des Schiffes geklettert, um es am Ablegen zu hindern. Laut unbest\u00e4tigten Berichten in den sozialen Medien hat mindestens ein Arbeiter aus Solidarit\u00e4t mit den Protesten und dem Schicksal der Pal\u00e4stinenser die Arbeit niedergelegt.<\/p>\n<p>Das Schiff sollte urspr\u00fcnglich am Sonntagnachmittag in Tacoma eintreffen, versp\u00e4tete sich aber um mehr als 14 Stunden \u2013 zweifellos auf Anweisung der Biden-Regierung, um weitere pro-pal\u00e4stinensische Proteste zu vermeiden.<\/p>\n<p>Die Protestaktion am Montag dauerte mehr als 13 Stunden. Die <em>Cape Orlando<\/em> wurde u.a. durch Kajaks und andere kleine Boote am Auslaufen gehindert. Hunderte von Demonstranten wurden von zahlreichen weiteren sympathisierenden Einwohnern unterst\u00fctzt, die Lebensmittel, wetterfeste Kleidung und Planen spendeten.<\/p>\n<p>Es gab zwar keine Berichte \u00fcber weitere Versuche, erneut an Bord des Schiffs zu gelangen. Allerdings sollen sich mindestens zwei Arbeiter aus Solidarit\u00e4t mit den Protesten geweigert haben, Material f\u00fcr Israel zu verladen.<\/p>\n<p>An der <em>Cape Orlando<\/em>\u00a0trafen mehrere Polizeitransporter mit Beamten in Kampfausr\u00fcstung ein. Zudem wurden die Webcams, die der \u00d6ffentlichkeit einen Blick auf das Husky Terminal 7 erm\u00f6glichen, wo der Protest stattfand, abgeschaltet.<\/p>\n<p>BreakThrough News hat in den sozialen Netzwerken erkl\u00e4rt, der Hafen wolle Milit\u00e4rpersonal statt zivilen Arbeitern einsetzen, um das Schiff zu beladen. Die Nachrichtenseite ver\u00f6ffentlichte die Meldung eines Arbeiters, er habe sich geweigert, angesichts der \u201eGefahr f\u00fcr Sicherheit und Gesundheit\u201c zu arbeiten, und sie k\u00f6nnten schlie\u00dflich \u201ekeine Streikposten \u00fcberqueren\u201c. Dies ist ein weiterer Ausdruck der Feindseligkeit der Arbeiter gegen\u00fcber dem anhaltenden Angriff auf den Gazastreifen.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft ILWU hat sich zu den Aufrufen an die Arbeiter, das Verladen der Waren zu boykottieren, nicht ge\u00e4u\u00dfert. Im Gegenteil, sie forderte die Arbeiter ausdr\u00fccklich auf, die Fracht der <em>Cape Orlando<\/em> zu verladen, und unterst\u00fctzte damit den israelisch-amerikanischen Kriegskurs in Gaza.<\/p>\n<p>Die ILWU hat sich auch nicht zu dem Aufruf der Palestinian General Federation of Trade Unions Gaza (PGFTU) und 31 weiterer Gewerkschaften vom 16. Oktober ge\u00e4u\u00dfert, die die Arbeiter auf der ganzen Welt aufriefen, \u201ejegliche Komplizenschaft zu beenden und die Bewaffnung Israels zu beenden\u201c. Ebenso wenig hat sie die <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/11\/02\/idxs-n02.html\">Erkl\u00e4rung<\/a> der belgischen Gewerkschaften des Flughafen-Bodenpersonals kommentiert, die dazu aufgerufen haben, f\u00fcr den Krieg in Pal\u00e4stina bestimmtes Milit\u00e4rmaterial nicht zu transportieren.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/11\/07\/xuge-n07.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 8. November 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bryan Dyne. Eine Protestaktion von Einwohnern der Stadt Tacoma (Washington) verhinderte am Hafen der Stadt mehrere Stunden lang, dass die MV Cape Orlando mit Kriegsger\u00e4t f\u00fcr Israel beladen wurde. 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