{"id":13934,"date":"2023-11-20T12:35:23","date_gmt":"2023-11-20T10:35:23","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13934"},"modified":"2023-11-20T12:35:25","modified_gmt":"2023-11-20T10:35:25","slug":"demonstrierende-juden-freiheit-fuer-palaestina-bedeutet-freiheit-fuer-uns-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=13934","title":{"rendered":"<strong>Demonstrierende Juden: \u201eFreiheit f\u00fcr Pal\u00e4stina bedeutet Freiheit f\u00fcr uns alle\u201c<\/strong>"},"content":{"rendered":"<p><em>Kimie Saito &amp; Joshua Rodriguez &amp; Jacob Crosse. <\/em>Am Mittwoch den 15. November 2023 nahmen mehr als 1.000 Menschen unter F\u00fchrung der Gruppen Jewish Voice for Peace (JVP) und IfNotNow trotz str\u00f6mendem Regen und einem Aufgebot von Hunderten Polizisten an einer friedlichen Demonstration in Hollywood (Kalifornien) teil. Sie forderten eine sofortige Waffenruhe<!--more--> in dem v\u00f6lkerm\u00f6rderischen Krieg, den Israel mit Unterst\u00fctzung der USA und der Nato in Gaza f\u00fchrt.<\/p>\n<p>An der Kundgebung beteiligten sich Menschen jeder Herkunft, Religion und Ethnie. Sie begann mit einem Marsch im De Longpre Park und endete mit einer Blockade des Hollywood Boulevard, einem bei Touristen beliebten Ort im Herzen der amerikanischen Film- und Unterhaltungsbranche. Tausende von Demonstranten, viele davon Juden, besetzten die Kreuzung und skandierten: \u201eWaffenruhe jetzt!\u201c<\/p>\n<p>Die Teilnehmer der Kundgebung trugen schwarze T-Shirts, auf denen auf der Vorderseite \u201eNot in our name\u201c (Nicht in unserem Namen) und auf der R\u00fcckseite \u201eJews say ceasefire now\u201c (Juden sagen: Waffenruhe jetzt) zu lesen war.<\/p>\n<p>Die JVP erkl\u00e4rte in einer Pressemitteilung, die Demonstration habe an einem Ort stattgefunden, \u201eder in den K\u00e4mpfen der Arbeiterbewegung und ihrer Geschichte\u201c eine historische Rolle gespielt habe.<\/p>\n<p>Weiter schrieb die JVP: \u201eJ\u00fcdische Menschen in der Unterhaltungsbranche wurden in der Vergangenheit wegen solcher politischer Unterdr\u00fcckung auf schwarze Listen gesetzt und zum Schweigen gebracht, und wir erleben heute, wie sich diese Unterdr\u00fcckung gegen diejenigen wiederholt, die Pal\u00e4stinenser unterst\u00fctzen und V\u00f6lkermord und Besatzung ablehnen. Genau wie unsere Vorg\u00e4nger in Hollywood lassen auch wir uns nicht zum Schweigen bringen und sagen laut: ,Nie wieder \u2013 f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Die Protestveranstaltung in Hollywood fand zeitgleich mit einer \u00e4hnlichen Veranstaltung von JVP und IfNotNow vor der Parteizentrale der Demokraten in Washington D.C. statt. Obwohl beide Kundgebungen von gewaltfreien j\u00fcdischen Teilnehmern und Bef\u00fcrwortern einer Waffenruhe dominiert wurden, ging die Polizei in Washington D.C. gewaltsam gegen die Demonstranten vor, als diese sich in der N\u00e4he der Aus- und Eing\u00e4nge des Geb\u00e4udes an den Armen unterhakten und eine Waffenruhe forderten.<\/p>\n<p>Laut IfNotNow wurden bei der Protestveranstaltung in Washington D.C. 90 Personen durch die Capitol Police verletzt. Ein Polizist, der zuvor am Abend ein von Demonstranten aufgestelltes Kerzenarrangement zertreten hatte, spr\u00fchte Pfefferspray ins Gesicht einer j\u00fcdischen Frau, die einfach nur dastand. Mehrere andere Polizisten wurden dabei beobachtet, wie sie Demonstranten schlugen, traten und ihre Fahrr\u00e4der benutzten, um Demonstranten wegzudr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Nachdem die Polizei wild um sich geschlagen hatte, ver\u00f6ffentlichten Politiker der Demokraten und Republikaner, von denen viele einen Tag zuvor an der Pro-V\u00f6lkermord-Kundgebung \u201eMarch for Israel\u201c teilgenommen hatten, darunter der Minderheitsf\u00fchrer Hakeem Jeffries und der Sprecher des Repr\u00e4sentantenhauses Michael Johnson, verschiedene Statements, in denen sie die Teilnehmer der Kundgebung gegen den V\u00f6lkermord f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr die Gewalt der Polizei verantwortlich machten.<\/p>\n<p>Bei der Demonstration in Hollywood wurde zwar niemand von der Polizei verletzt, allerdings setzte das Los Angeles Police Department trotz des friedlichen Charakters der Veranstaltung mehrere Stunden lang Hunderte von Beamten ein, um die Teilnehmer zu bedrohen. Selbst nach Beendigung der Veranstaltung, die ohne Verhaftungen ablief, wurden Hunderte von Polizisten auf einem nahegelegenen Parkplatz beobachtet.<\/p>\n<p>Reporter der <em>World Socialist Web Site<\/em> sprachen mit mehreren Teilnehmern der Kundgebung. Die Studentinnen Natasha und Liliana von der University of California stimmten beide der Ansicht zu, dass im Gazastreifen \u201eein V\u00f6lkermord\u201c stattfindet, und betrachten ihn als \u201ev\u00f6llig falsch\u201c.<\/p>\n<p>Natasha erkl\u00e4rte: \u201eEs gibt hier keine Diskussion, es gibt nur schwarz und wei\u00df. Es gibt ein Recht und ein Unrecht, und Israel ist v\u00f6llig im Unrecht, weil es einen V\u00f6lkermord an einer ganzen Bev\u00f6lkerung ver\u00fcbt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas Westjordanland und ganz Pal\u00e4stina wurde von Israel besetzt\u201c, f\u00fcgte sie hinzu, \u201edas muss jetzt ein Ende haben. Ich kann nicht glauben, dass man dar\u00fcber \u00fcberhaupt diskutiert.\u201c<\/p>\n<p>Natasha erkl\u00e4rte weiter: \u201eDie Menschen in Europa und wir alle sind gegen diesen V\u00f6lkermord. Es ist die Regierung, die sich uns entgegenstellt. Es gibt keine echte Demokratie mehr. Es ist alles Betrug. Weil wir alle&#8230; gegen diesen V\u00f6lkermord sind. Alle sind dagegen, aber die Regierung setzt sich \u00fcber uns hinweg. Sie benutzen unser Geld, um einen V\u00f6lkermord zu finanzieren.\u201c<\/p>\n<p>Liliana, die ein Plakat mit der Aufschrift \u201eHitler ist als Netanjahu zur\u00fcckgekehrt\u201c trug, stimmte zu und erkl\u00e4rte: \u201eEs ist 75 Jahre her, und es geht um sterbende Kinder, nicht um Krieg, denn es gibt keinen Krieg. Die ganze Zeit \u00fcber hat eine Seite die andere angegriffen, und das muss aufh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Indra, eine Krankenschwester aus Los Angeles, erkl\u00e4rte: \u201eIch bin hier, um meine Kollegen zu unterst\u00fctzen, die jetzt in Gaza sind und ermordet werden. Das ist einfach absolut schrecklich, was da passiert. Als Krankenschwester und Mensch finde ich, wir m\u00fcssen dieses T\u00f6ten beenden.\u201c<\/p>\n<p>Lenny, ein Sozialarbeiter, erkl\u00e4rte, er sei zu der Kundgebung gekommen, weil \u201eich \u00fcber den V\u00f6lkermord, der im Gazastreifen stattfindet, einfach entsetzt bin\u201c. Kitty, eine ehemalige Lehrerin, pflichtete ihm bei und erkl\u00e4rte: \u201eIch stimme ihm vollkommen zu. Ich weine jeden Tag \u00fcber das, was dort passiert.\u201c<\/p>\n<p>Elsie erkl\u00e4rte, sie sei zu der Kundgebung gekommen, um f\u00fcr ein \u201eEnde der Besatzung und eine Waffenruhe in dem V\u00f6lkermord\u201c zu demonstrieren.<\/p>\n<p>Sie erkl\u00e4rte weiter: \u201eFreiheit f\u00fcr Pal\u00e4stina bedeutet Freiheit f\u00fcr uns alle. Der amerikanische Imperialismus und der westliche Imperialismus, all das muss ein Ende haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben hier j\u00fcdische Menschen, die auf unserer Seite stehen\u201c, f\u00fcgte sie hinzu. \u201eAlso ist Zionismus nicht gleich Judentum, und wir kennen den Unterschied zwischen beiden&#8230; Die Medien klammern sich an jeden Strohhalm. Sie k\u00f6nnen uns nicht mehr kontrollieren, vor allem weil wir jetzt soziale Netzwerke haben. In gewisser Weise verlieren sie die Kontrolle dar\u00fcber,<\/p>\n<p><em>#Titelbild: Ein Teil der Protestkundgebung in Hollywood (Kalifornien) (Foto: SEP-USA\/WSWS) [Photo: SEP-US\/WSWS]<\/em><\/p>\n<p>uns zu versklaven.\u201c<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/11\/19\/lnuq-n19.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 20. November 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kimie Saito &amp; Joshua Rodriguez &amp; Jacob Crosse. Am Mittwoch den 15. 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