{"id":1431,"date":"2016-08-18T08:31:57","date_gmt":"2016-08-18T06:31:57","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1431"},"modified":"2016-08-18T08:31:57","modified_gmt":"2016-08-18T06:31:57","slug":"brexit-was-ist-das-fuer-1-arbeiterklasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1431","title":{"rendered":"Brexit: Was ist das f\u00fcr 1 Arbeiterklasse?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer den Brexit eine \u00bbRevolte der Arbeiter\u00ab nennt, meint die wei\u00dfe britische Arbeiterklasse. Aber was sagen Gro\u00dfbritanniens Migrant_innen?<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><em>Hsiao-Hung Pai<\/em>. Ein paar Tage vor dem britischen Referendum \u00fcber den Verbleib in der EU reiste ich zum Yarl&#8217;s-Wood-Abschiebezentrum nach Bedfordshire. Ich wollte eine Freundin besuchen, die dort seit f\u00fcnf Monaten in Abschiebehaft sa\u00df. Sie stammt aus einer s\u00fcdchinesischen Arbeiterfamilie und lebte hier bis Anfang des Jahres als Sprachstudentin. Im Zuge der von Innenministerin Theresa May angeordneten versch\u00e4rften Razzien gegen Migrant_innen ohne Papiere wurde sie verhaftet. Damals jobbte sie gerade in einem China-Imbiss in Manchester.<\/p>\n<p>Die Bedingungen in der Abschiebehaft ver\u00e4ngstigten sie zusehends. Sie fragte mich, wie sich das Referendum wohl auf diejenigen auswirken werde, die nicht aus Gro\u00dfbritannien kommen.<\/p>\n<p>Britannien beherbergt so viele Parallelgesellschaften. W\u00e4hrend ich langsam die Hoffnung aufgab, meiner verhafteten Freundin helfen zu k\u00f6nnen, wurde das Leave-Ergebnis bekanntgegeben. W\u00e4hler_innen sangen, sie h\u00e4tten sich \u00bbihr Land zur\u00fcckgeholt\u00ab. Politik und Medien erkl\u00e4ren uns, dass dies eine \u00bbRevolte der Arbeiterklasse\u00ab sei, was mich irritiert. Wenn dem so ist, wer ist dann meine verhaftete Freundin, wer sind die Zehntausenden wie sie, die ihre Ersparnisse zusammenkratzen, um hierher zu reisen und den Lebensunterhalt ihrer Familien aufzubessern? Wer sind die Zehntausende Menschen, die sich entschieden haben, dieses Land zu ihrer Heimat zu machen? Und wer sind ihre Nachkommen, die als Brit_innen geboren und aufgewachsen sind und sich nun jeden Tag abm\u00fchen, um \u00fcber die Runden zu kommen?<\/p>\n<p>Offensichtlich meinen diejenigen, die \u00bbArbeiterklasse\u00ab sagen, die wei\u00dfe britische Arbeiterklasse. Kein Zweifel, dies war eine Anti-Establishment-Wahl. \u00d6konomische Unsicherheit und Entrechtung bildeten einen sehr realen Hintergrund f\u00fcr das Leave-Votum von vielen aus der wei\u00dfen britischen Arbeiterklasse. Doch die Leave-Wahl ist zugleich eine fehlgeleitete Anti-Establishment-Wahl, die sich gegen vermeintliche \u00bbAu\u00dfenseiter\u00ab in Gro\u00dfbritannien richtet: EU-Gastarbeiter_innen, Muslime und andere Minderheiten, Fl\u00fcchtlinge und Asylsuchende. Viele wei\u00dfe britische Arbeiter_innen w\u00e4hlten Leave, weil sie meinen, dass Arbeitsmigrant_innen &#8211; oder alle anderen, die \u00bbnicht dazugeh\u00f6ren\u00ab &#8211; von der Entrechtung der wei\u00dfen britischen Arbeiterklasse profitiert h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Wahl hat die Arbeiterklasse entlang ethnischer Herkunft gespalten und unterschiedliche Gruppen von Arbeiter_innen gegeneinander in Stellung gebracht. Die Realit\u00e4t, die die Brexit-Bef\u00fcrworter_innen pr\u00e4sentieren, ist falsch. Viele ethnische Minderheiten und Arbeitsmigrant_innen sind ebenfalls \u00f6konomisch unsicher und entrechtet. Zudem m\u00fcssen sie t\u00e4glich mit Rassismus und den Folgen der britischen Anti-Einwanderungspolitik fertig werden.<\/p>\n<p><strong>Was sagen die Arbeiter_innen in Londons Chinatown?<\/strong><\/p>\n<p>Ich begebe mich nach Londons Chinatown, um mit den Arbeiter_innen dort zu sprechen. So wie ihr Schicksal von der Einwanderungspolitik bestimmt wird, so ist es auch ihre Sicht auf den Brexit. Die chinesischen Arbeiter_innen, die sich hier niedergelassen haben und einen offiziellen Einwanderungsstatus besitzen, haben alle f\u00fcr \u00bbRemain\u00ab gestimmt. Eine chinesische Supermarktarbeiterin aus der Lisle Street erz\u00e4hlt mir, dass sie Angst davor habe, was der Brexit f\u00fcr \u00bbLeute wie sie\u00ab (Nichteinheimische) bringen werde. F\u00fcr die, die keinen offiziellen Einwanderungsstatus haben, die Asylsuchenden, die auf eine Entscheidung \u00fcber ihren Status warten und von denen die meisten in Restaurant- und Imbissk\u00fcchen arbeiten, bedeutet der Brexit hingegen sehr wenig. Ein Mann, der als K\u00fcchenhilfe sein Geld verdient, sagt mir w\u00e4hrend seiner Pause vor der Restaurantt\u00fcr: \u00bbWir haben hier keine Rechte, also macht Leave oder Remain keinen Unterschied f\u00fcr uns. Wir leben und arbeiten sowieso in getrennten Welten.\u00ab<\/p>\n<p>Ein paar Schritte weiter sehe ich ein Dutzend ungarische Arbeiter eines chinesischen Supermarktes, angestellt f\u00fcr Verladearbeiten, sechs Tage die Woche. Die Jobs in Chinatown waren ihre ersten in Gro\u00dfbritannien. Weil sich Razzien und Kontrollen h\u00e4uften und aus Angst vor hohen Strafen, haben Arbeitgeber_innen papierlose Chines_innen schon vor Jahren durch EU-Arbeiter_innen ersetzt. Die nehmen die k\u00f6rperlich anstrengende Arbeit nur deshalb an, weil die L\u00f6hne zu Hause unertr\u00e4glich niedrig sind. Ein Wochenlohn in London entspricht einem Monatslohn in Ungarn.<\/p>\n<p>Doch jetzt sind sogar die Chinatownl\u00f6hne bedroht. Es sieht so aus, als ob den ungarischen Arbeiter_innen nun das bl\u00fcht, was den Chines_innen widerfahren ist, die vor ihnen hier besch\u00e4ftigt waren: Schon bald werden sie mit Aufenthaltskontrollen zu tun haben; die Jobunsicherheit wird noch zunehmen, falls es ihnen \u00fcberhaupt gelingt zu bleiben. Sie sind sehr verunsichert angesichts der ungewissen Zukunft: \u00bbWir haben Angst, dass wir zur\u00fcckgeschickt werden\u00ab, sagt einer. \u00bbWir wissen einfach nicht, was mit uns passieren wird. Alles kann passieren.\u00ab<\/p>\n<p>Aber wenn man mit den Gesch\u00e4ftsleuten hier spricht, sind die Gef\u00fchle zum Brexit ganz andere. Eine Chinesin mittleren Alters, in erster Generation britisch, die ein gro\u00dfes Restaurant in der Gerrard Street betreibt, bezeichnet Gro\u00dfbritannien als \u00bbunser Land\u00ab. Sie berichtet: \u00bbDie Abstimmung fiel zuf\u00e4llig auf den Geburtstag meines Sohnes. Ich sagte ihm, dass er sich immer an diesen historischen Tag erinnern wird. Aber ich bin nicht w\u00e4hlen gegangen, weil es f\u00fcr mich keinen Unterschied macht. Mein Sohn und seine Generation denken anders. Sie stimmten Remain.\u00ab<\/p>\n<p>Ich gehe in ein anderes Restaurant, Golden Phoenix, in derselben Stra\u00dfe. Der Manager Kenny Li ist f\u00fcr den Brexit. Er ist Brite, malaysisch-chinesische Herkunft, in zweiter Generation und managt dieses Restaurant seit drei Jahren. \u00bbIch wollte, dass Gro\u00dfbritannien die EU verl\u00e4sst, weil es gut f\u00fcrs Gesch\u00e4ft ist\u00ab, erkl\u00e4rt er. \u00bbIch habe auch aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden Leave gew\u00e4hlt &#8211; f\u00fcr die n\u00e4chste Generation, f\u00fcr meine Kinder. Ich will, dass sie weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmark haben.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Motivationsschub f<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>r Rassist_innen<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Teile der chinesischen H\u00e4ndlercommunity den Brexit aus Gesch\u00e4ftsinteresse bef\u00fcrworten, sind andere britische Chines_innen besorgt um ihren Platz in der britischen Gesellschaft: ihre Rechte, ihre Sicherheit, ihr Wohlergehen. Sie haben den Eindruck, dass der Rassismus, den sie seit ihrer Ankunft hier erleben, durch das Referendum neuen Auftrieb bekommen hat.<\/p>\n<p>Der in Hackney lebende Aktivist Jabez Lam hat als Mitarbeiter des Wohnungsamts seit \u00fcber zwei Jahrzehnten mit F\u00e4llen rassistischer Angriffe auf britische Chines_innen zu tun: \u00bbIn den Wochen vor dem Referendum haben wir gesehen, wie die Leave-Kampagne mit Plakaten und Fernsehspots ihre Botschaft zur Immigration verbreitete. Das unzureichende Gesundheits- und Bildungswesen, die schlechte Wohnungsversorgung, die hohe Arbeitslosenquote &#8211; an allem soll die Migration schuld sein.\u00ab Lam denkt, dass Dekaden harter Integrationsarbeit und multikultureller \u00d6ffnung durch Hass und Intoleranz abgel\u00f6st wurden. \u00bbIn den n\u00e4chsten Monaten und Jahren werden ethnische Minderheiten mit mehr Feindseligkeiten und Hass rechnen m\u00fcssen. Attacken und \u00dcbergriffe auf ethnische Einrichtungen wie Gesch\u00e4fte und religi\u00f6se St\u00e4tten werden zunehmen.\u00ab<\/p>\n<p>Viele Minderheiten- und Migrantencommunities sind bereit jetzt mit wachsendem Rassismus und Hassverbrechen konfrontiert. In Huntington in der Grafschaft Cambridgeshire wurden am Tag des Referendums Nachrichten mit der Aufschrift \u00bbRaus aus der EU, kein polnisches Ungeziefer mehr\u00ab in die Briefk\u00e4sten polnischer Familien geworfen. Karten mit rassistischen Botschaften wurden in der N\u00e4he von Grundschulen verteilt. Die Polish and Social Cultural Association im Westen Londons wurde mit rassistischen Schmierereien besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Barbara Drozdowicz, Direktorin des Eastern European Advice Centre mit Sitz in London, erz\u00e4hlt mir: \u00bbDass Rassismus salonf\u00e4hig geworden ist, ist das gr\u00f6\u00dfte Problem, mit dem wir seit der Leave-Wahl konfrontiert sind.\u00ab Der Brexit verst\u00e4rke die erlebten Vorurteile, die fester Bestandteil des Arbeitslebens vieler Osteurop\u00e4er_innen in Gro\u00dfbritannien seien. \u00bbWir erleben Rassismus am Arbeitsplatz, unsere Kinder werden in der Schule schikaniert &#8211; nur Wochen vor dem Referendum beging ein polnischer Teenager wegen rassistischer Schikanen an einer Schule in Cornwall Selbstmord.\u00ab<\/p>\n<p>Drozdowicz sagt: \u00bbWeil Rassismus die allt\u00e4gliche Erfahrung ist, sehen ihn viele Osteurop\u00e4er als Preis an, den du zahlen musst, um in Gro\u00dfbritannien zu arbeiten. Sie sehen es als die Norm in diesem Land. Deshalb zeigen sie rassistische Vorf\u00e4lle kaum an und unternehmen auch nur selten etwas dagegen.\u00ab<\/p>\n<p>Miqdaad Versi vom Muslim Council of Britain hat Berichte \u00fcber mehr als 100 rassistische Vorf\u00e4lle seit der Leave-Wahl gesammelt. \u00bbFr\u00fcher waren die T\u00e4ter meist Hassmailschreiber, die ihre ausl\u00e4nderfeindlichen Schlachten online austrugen, jetzt tauchen immer mehr Berichte \u00fcber k\u00f6rperliche und verbale Angriffe im echten Leben auf\u00ab, hei\u00dft es in dem Bericht. Es ist klar, dass die rassistischen Vorf\u00e4lle nicht allein gegen Menschen aus der EU gerichtet sind, sondern gegen alle, die als anders und \u00bbfremd\u00ab wahrgenommen werden, selbst wenn sie in Gro\u00dfbritannien geboren und aufgewachsen sind. Die Brexit-Kampagne versuchte, auch die Communities von Migrant_innen und ethnischen Minderheiten zu spalten und die Leute gegeneinander aufzuhetzen (Arbeiter_innen aus der EU gegen Arbeiter_innen aus Commonwealth-L\u00e4ndern zum Beispiel). In Wahrheit teilen wir alle die Erfahrung des wachsenden Rassismus nach dem Referendum.<\/p>\n<p><strong>Nationalismus und Niederlage der Arbeiterklasse<\/strong><\/p>\n<p>Der Brexit ist keine \u00bbArbeiterklassenrevolte\u00ab, aber er reflektiert sehr wohl die Geschichte der Niederlagen und der Entfremdung der britischen Arbeiterklasse. Zentral f\u00fcr diese Niederlagen war der Verfall der Organisationen der Arbeiterklasse. Der Nationalismus in den Gewerkschaften &#8211; wie er in der Idee \u00bbBritische Jobs f\u00fcr britische Arbeiter\u00ab zum Ausdruck kommt &#8211; scheint ein Symptom f\u00fcr diese Niederlage zu sein. Flexible und unsichere Besch\u00e4ftigung ist die Norm f\u00fcr gro\u00dfe Teile der wei\u00dfen Arbeiterklasse, genauso wie f\u00fcr die Arbeiter_innen, die ethnischen Minderheiten angeh\u00f6ren. Aber letztere sind oft zus\u00e4tzlich mit rassistischer Diskriminierung am Arbeitsplatz und in Institutionen belastet. F\u00fcr sie ist Imperialismus-Nostalgie keine Option.<\/p>\n<p>Darren Carroll, ein Maler und Dekorateur aus Luton (Grafschaft Bedfordshire), den ich traf, als ich f\u00fcr mein Buch \u00bbAngry White People\u00ab recherchierte, war immer stolz darauf, zur Arbeiterklasse zu geh\u00f6ren. Er versteht sehr gut, wie die Abstimmung die Communities gespalten hat. \u00bbWenn ich mit Leuten rede, dann wei\u00df ich genau, dass es bei der Leave-Wahl vor allem um Immigration ging, nicht so sehr um die EU\u00ab, sagt er.<\/p>\n<p>Darren h\u00e4lt das Anti-Einwanderer-Klima, das die Leave-Wahl erzeugt hat, f\u00fcr Gift. Es betrifft ihn auch ganz pers\u00f6nlich. \u00bbDie Verlobte meines j\u00fcngeren Sohnes kommt aus Litauen. Wegen des Referendums bewirbt sie sich jetzt um einen Job in Litauen. Das hei\u00dft, mein Sohn muss auch nach Litauen ziehen. Die Politiker erz\u00e4hlen uns gern, dass EU-Arbeiter in den n\u00e4chsten zwei Jahren nichts zu bef\u00fcrchten haben. Es bedeutet nur, dass die Leute ihr Leben nicht mehr planen k\u00f6nnen\u00ab, sagt er. \u00bbInnerlich hat sie die Koffer l\u00e4ngst gepackt, sie ist bereit f\u00fcr die Abreise. Und solange sie noch hier ist, muss sie mit der Angst vor den Feindseligkeiten leben und mit dem Gef\u00fchl, dass sie nicht willkommen ist.\u00ab<\/p>\n<p><strong><em>Hsiao-Hung Pai<\/em><\/strong><em> ist Journalistin und Autorin. Sie hat mehrere B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, zuletzt \u00bbAngry White People: Coming Face-to-face with the British Far Right\u00ab. Ihre Website: hsiaohung.squarespace.com<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dc<\/em><em>bersetzung: Renate M<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ller. Der Text ist eine leicht gek<\/em><em>\u00fc<\/em><em>rzte Fassung des Artikels <\/em><em>\u00bb<\/em><em>When they call Brexit a working-class revolt, they mean the white british working class<\/em><em>\u00ab<\/em><em>, der am 11. Juli auf <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.opendemocracy.net\/uk\/hsiao-hung-pai\/when-they-call-brexit-working-class-revolt-they-mean-white-british-working-class\">opendemocracy.net<\/a><\/em><em> erschien. Wir danken opendemocracy.net f\u00fcr die Erlaubnis zum Nachdruck.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak618\/38.htm\">ak &#8211; analyse &amp; kritik &#8211; zeitung f\u00fcr linke Debatte und Praxis \/ Nr. 618 \/ 16.8.2016<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer den Brexit eine \u00bbRevolte der Arbeiter\u00ab nennt, meint die wei\u00dfe britische Arbeiterklasse. 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