{"id":14473,"date":"2024-05-09T10:53:19","date_gmt":"2024-05-09T08:53:19","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=14473"},"modified":"2024-05-09T10:53:20","modified_gmt":"2024-05-09T08:53:20","slug":"ukraine-2014-das-zweite-massaker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=14473","title":{"rendered":"Ukraine 2014 &#8211; Das zweite Massaker"},"content":{"rendered":"<p><em>Arnold Sch\u00f6lzel. <\/em><strong>\u00dcber den 9. Mai 2014 in Mariupol schweigen oder l\u00fcgen westliche Medien<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der \u00bbAntiterroristischen Operation\u00ab standen etwa 100.000 Mann unter F\u00fchrung Kiews rund 30.000 bewaffneten Milizion\u00e4ren im Donbass gegen\u00fcber. Die USA unterst\u00fctzten den Feldzug von Anfang an, obwohl im April noch in Genf<!--more--> zwischen der Ukraine, Russland, den USA und der EU Verhandlungen \u00fcber eine Deeskalation stattgefunden hatten. Sie endeten am 17. April trotz eines Abschlussdokuments im Wesentlichen ohne Ergebnis.<\/p>\n<p>Bereits am 7. April 2014 sprach das russische Au\u00dfenministerium davon, dass in die zu erwartende Milit\u00e4roperation ungef\u00e4hr 150 Spezialisten des privaten Milit\u00e4runternehmens \u00bbGreystone\u00ab aus den USA involviert seien. Sie agierten in Uniformen der ukrainischen Spezialeinheit \u00bbSokol\u00ab. Am 12. April 2014 kam der damalige CIA-Chef John O. Brennan in geheimer Mission nach Kiew. Er gab nach Aussagen verschiedener Politiker gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Anwendung von Waffengewalt gegen die Aufst\u00e4ndischen im Donbass und f\u00fcr einen Angriff auf die Stadt Slowjansk. Jedenfalls beschloss dies der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine am n\u00e4chsten Tag, am 13. April. Am 21.\/22. April 2014 folgte US-Vizepr\u00e4sident Joseph Biden, der weitere 50 Millionen US-Dollar f\u00fcr die Putschisten im Gep\u00e4ck hatte. Seitdem sprechen die US-Offiziellen von einer russischen \u00bbInvasion\u00ab in der Ukraine. NATO-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg erkl\u00e4rte am 13. Februar 2023 dagegen richtig: \u00bb(\u2026) von 2014 an hat die NATO die gr\u00f6\u00dfte Verst\u00e4rkung der kollektiven Verteidigung in einer Generation ins Werk gesetzt, weil der Krieg nicht im Februar letzten Jahres begonnen hatte. Er begann 2014.\u00ab<\/p>\n<p>\u00dcber den Krieg berichten westliche Medien von Anfang an nur sp\u00e4rlich. Das gilt sowohl f\u00fcr das Massaker von Odessa am 2. Mai wie auch f\u00fcr das in Mariupol am 9. Mai. Der Tag ist zu diesem Zeitpunkt noch als \u00bbTag des Sieges\u00ab gesetzlicher Feiertag in der Ukraine. In der Westukraine werden aber bereits Veteranen der Roten Armee am Gedenken gehindert und beschimpft \u2013 seit 2022 wird das insbesondere in Berlin und dem Rest der BRD auch so gehalten. An jenem 9. Mai waren in Videos aus Mariupol Panzer mit ukrainischen Flaggen zu sehen, die durch die Stadt rasen und auf unbewaffnete Zivilisten schie\u00dfen. Ebenso wie in Odessa gibt es nie eine Untersuchung durch Kiew. In BRD-Medien \u2013 au\u00dfer in <em>jW<\/em> \u2013 findet keine Berichterstattung statt oder es wird gelogen wie im <em>Spiege<\/em>l: \u00bbUkrainische Truppen sind in Mariupol mit prorussischen Separatisten zusammengesto\u00dfen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00c4hnlich unter dem Radar blieb der Umgang mit den Angriffen auf andere ostukrainische St\u00e4dte im Mai sowie im Juni 2014. Die Kiewer Truppen setzten dabei Artillerie und Kampfflugzeuge ein, ohne dass in westlichen Medien davon Notiz genommen wurde. Die schwersten Sch\u00e4den gab es in der Stadt Slowjansk am 8. und 9. Juni 2014. Die Angreifer feuerten u.\u2009a. mit Raketenwerfern vom Typ \u00bbGrad\u00ab auf Wohnhochh\u00e4user. Nachrichtenportale zeigten Brandruinen, darunter die eines der \u00e4ltesten Geb\u00e4ude der Stadt, das heutige Kulturzentrum \u00bbKaufmannshaus\u00ab, das den Zweiten Weltkrieg \u00fcberstanden hatte. Getroffen wurden au\u00dferdem eine Kirche, Verwaltungsgeb\u00e4ude, eine M\u00f6bel- und eine Lackfabrik. Strom und Wasser gab es praktisch nicht mehr. Auch in anderen St\u00e4dten wie Kramatorsk, Lugansk und Mariupol setzten sich die K\u00e4mpfe fort, es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Hunderttausende fl\u00fcchteten in diesen Wochen ins benachbarte Russland, heute leben dort laut Sch\u00e4tzungen etwa f\u00fcnf Millionen Ukrainer.<\/p>\n<p><em>#Titelbild: Das brennende Polizeipr\u00e4sidium von Mariupol am 9. Mai 2014. Marko Djurica\/REUTERS<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/474938.ukraine-2014-das-zweite-massaker.html\"><em>jungewelt.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 9. Mai 2024<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arnold Sch\u00f6lzel. \u00dcber den 9. Mai 2014 in Mariupol schweigen oder l\u00fcgen westliche Medien<br \/>\nZu Beginn der \u00bbAntiterroristischen Operation\u00ab standen etwa 100.000 Mann unter F\u00fchrung Kiews rund 30.000 bewaffneten Milizion\u00e4ren im Donbass gegen\u00fcber. 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