{"id":14748,"date":"2024-08-01T10:13:28","date_gmt":"2024-08-01T08:13:28","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=14748"},"modified":"2024-08-01T10:13:30","modified_gmt":"2024-08-01T08:13:30","slug":"verrat-an-der-linken-ebnete-meloni-den-weg-interview-mit-christian-de-vito","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=14748","title":{"rendered":"Verrat an der Linken ebnete Meloni den Weg \u2013 Interview mit Christian de Vito"},"content":{"rendered":"<p><em>Manfred Ecker. <\/em>Die radikalen europ\u00e4ischen Linksparteien haben in den vergangenen Jahren die Hoffnungen von Millionen Menschen inspiriert und wieder entt\u00e4uscht. Ein wirkliches Lehrst\u00fcck ist dabei die Geschichte der italienischen Kommunisten, deren Versagen mit dem Machtantritt der Faschisten bestraft worden ist.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Linkswende: Gerade noch waren die Kommunisten die dynamischste Partei Italiens mit fast 100.000 Mitgliedern, 18 Jahre sp\u00e4ter sind sie von der Bildfl\u00e4che verschwunden und die Faschisten sind an der Macht. Du warst acht Jahre lang Mitglied der Rifondazione Comunista und kannst uns sicher spannendes berichten. Gestern wurden die Ergebnisse der EU-Wahlen bekannt gegeben, das Ergebnis ist erschreckend. Melonis Fratelli d\u2019Italia haben in Italien die Wahl mit 28,8 Prozent der Stimmen gewonnen, in \u00d6sterreich die FP\u00d6 mit 25,3 Prozent. Und ich denke, man muss die Verantwortung f\u00fcr den Erfolg der Faschisten auch beim Versagen der Linken suchen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Christian De Vito:<\/strong> Ja genau, Ja genau, wir k\u00f6nnen ja die Faschisten schlecht daf\u00fcr anklagen, dass sie die Chancen nutzen, die andere ihnen geben. Rifondazione hatte bei Millionen Hoffnungen auf einen positiveren Verlauf der Geschichte geweckt. Aber zuerst zur\u00fcck in der Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Kommunistische Partei Italiens (PCI) eine Massenpartei mit zwei Million Mitgliedern. Sie war bis 1947 in der Regierung und wurde dann, wie auch die franz\u00f6sische Partei, aus der Regierung geworfen. Es war die Periode des Kalten Kriegs. Bis in die 90er-Jahre nahm sie an keiner Regierung mehr teil. Das hei\u00dft nicht, dass sie sich nicht an einer Klassen-\u00fcbergreifenden Kollaboration beteiligte. Sie trat in zahlreiche regionale Regierungen ein. In Turin, der gro\u00dfen Industriestadt, stellte sie sogar den B\u00fcrgermeister, auch in Genua und Rom. Die Partei war also w\u00edrklich gro\u00df und wie man von Togliatti und seiner Partei sagte, sie hatte zwei Gesichter: sie predigte Revolution und praktizierte Reformismus. In den 1950er-Jahren war die Partei schon auf einem Kurs einer radikalen Transition zu einem reineren Kapitalismus. Das hei\u00dft, die PCI beteiligte sich am Kampf um Landreformen und f\u00fcr die Beseitigung der verbliebenen feudalen Strukturen. Togliatti war nie ein Revolution\u00e4r, aber sein Diskurs war revolution\u00e4r, er war ein echter Stalinist.<\/p>\n<p><strong>LW: gab es unabh\u00e4ngige Aktion der Arbeiter_innen?<\/strong><\/p>\n<p>CdV: Nicht vonseiten der PCI oder ihrer Mitglieder ausgehend, aber es gab kleinere Gruppen, wie Bandiera Rossa oder Stella Rossa in Neapel, Rom und im Norden, aber sie waren nie gro\u00df genug und die meisten ihrer Leute traten mit der Zeit der PCI bei. Darunter gab es trotzkistische und bordigistische Gruppen. Und nat\u00fcrlich gab es viele Partisanen, die sich weigerten ihre Waffen abzugeben und solche die ihre Waffen versteckten und ber\u00fchmterweise die GAP, die Stadtguerilla, die ab Ende 1943 in den St\u00e4dten gegen die Deutschen gek\u00e4mpft haben. Nach dem beinahe t\u00f6dlichen Attentat auf Togliatti 1948, kam es zu mehreren Erhebungen, wo dann auch die Waffen der Partisanen mitgef\u00fchrt wurden. Man sieht also recht deutlich, die Partei war in der Hand von Leuten, die zu allen Kompromissen bereit waren und das rhetorisch kaschierten, aber in der Basis gab es viele echte Revolution\u00e4re. Die PCI war damals eine sehr pr\u00e4sente Massenpartei, die sich mehr oder weniger spiegelbildlich zur Katholischen Kirche organisiert hat. Wo die Kirche ihre H\u00f6fe und Sportpl\u00e4tze hatte, errichteten die Kommunisten ihre Case del Popolo und Einrichtungen f\u00fcr ihre Jugend. Sie versuchten offensichtlich nach Gramsci, gegnerisches Terrain zu erobern und unabh\u00e4ngige Arbeiterklassenkultur am Leben zu erhalten.<\/p>\n<p><strong>LW: Das erinnert sehr an Don Camillo und Peppone.<\/strong><\/p>\n<p>CDV: Genau, in den Filmen sieht man sehr sch\u00f6n dieses Spiegelbild: der rote Priester und der schwarze Priester. Und beim roten Priester herrschen ebenfalls sehr strenge hierarchische Verh\u00e4ltnisse, mit einer Frau, die zuhause bleibt und Kindern, die dem Vater folgen m\u00fcssen. In der Emilia Romana heirateten die Kommunisten manchmal nicht in der Kirche, sondern vor einem Bild von Stalin. Es gibt diesen Scherz unter den linken Kommunisten, dass es zwei Kirchen gab.<\/p>\n<p><strong>LW: Bis 1968 verl\u00e4uft die Geschichte also eher langweilig, aber mit 1968 \u00e4ndert sich vieles, stimmt das so?<\/strong><\/p>\n<p>CDV: In Italien war 1969 das Jahr der Arbeiter. Wir erlebten den \u201eHei\u00dfen Herbst\u201c und mehr noch als in anderen L\u00e4ndern kooperierten Studierende und Arbeiter:innen. Sie formten sogar neue Organisationen, manche waren links der PCI, manche mehr bewegungsorientiert, aber die Grundidee war immer, die Vorhut der Studierendenproteste und die Vorhut der Arbeiter:innen zusammenzubringen und eine revolution\u00e4re Organisation aufzubauen. Das war die Idee hinter Lotta continua, hinter Avanguardia operaia und anderen Gruppen, nicht nur Reformen an der Universit\u00e4t oder andere kleine Reformen, man wollte die ganze kapitalistische Gesellschaft in eine sozialistische umwandeln. Die Bewegung hielt bis Ende der Siebzigerjahre und brach nach der Niederlage der Fiat-Arbeiter 1980 in Turin in sich zusammen. Die 80erjahre waren dann die langen Jahre des Niedergangs, nicht nur f\u00fcr die PCI, sondern f\u00fcr die gesamte Linke. Und schlie\u00dflich l\u00f6ste sich die Partei 1991 nach dem Fall der Berliner Mauer selbst auf. Die Mehrheit der Mitglieder ging in die neue gegr\u00fcndete Partei der demokratischen Linken (PDS), eine radikale Minderheit tat sich mit den \u00dcberbleibseln der radikalen Linken aus den 70ern zusammen und gr\u00fcndete die Partito della Rifondazione Comunista (PRC).<\/p>\n<p><strong>LW: 1968 war auch das Jahr des Prager Aufstands, der f\u00fcr viele kommunistischen Parteien der Welt gro\u00dfe Probleme bedeutete. Auf welcher Seite der Barrikaden steht man als Kommunist, auf der Seite der Panzer oder auf der Seite der aufst\u00e4ndischen Arbeiter_innen? Die Parteien stellten sich oft auf der anderen Seite auf als ihre Basis.<\/strong><\/p>\n<p>Genau, die italienische PCI hat allerdings schon in den Jahren vor 1968 begonnen sich von Moskau zu distanzieren und war deshalb 1968 in der Lage sich auf die Seite der Aufst\u00e4ndischen zu stellen. Sonst h\u00e4tte sie sich massiv von den Protesten entfremdet und h\u00e4tte nicht mit der Bewegung der Siebzigerjahre wachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>LW: Am besten wir lassen die deprimierenden 80er-Jahre aus und springen zu 1991 und der Periode danach.<\/strong><\/p>\n<p>Wie gesagt hat sich die Rifondazione 1991 gegr\u00fcndet und hat einige radikale Organisationen inkorporieren k\u00f6nnen. Meine Organisation, die trotzkistische Comunismo dal Basso ist nicht beigetreten, solange Rifondazione noch die Anbindung an die regierenden Parteien gesucht hat und ihren Platz in den vorderen Reihen bekommen wollte. Sie \u00fcbte sich wie die PCI in revolution\u00e4rer Sprache und Auftritt und bot gleichzeitig den Regierungsparteien eine Kooperation an. In ihrer mentalen Landkarte kannten sie keinen anderen Weg, die PRC wiederholte die klassische zentristische Politik der PCI. Immer schielten sie zu den Zentrumsparteien. Von 1996 bis Oktober 1998 unterst\u00fctzte die PCR die Regierung Prodi. Als sich die Pensionsreform von 1998, die mit Unterst\u00fctzung der PRC zustande kam, als noch schlimmer herausstellte als die von 1992, war dann Schluss mit diesem Weg. Die PRC entzog der Regierung die Unterst\u00fctzung. Das war ein sehr interessanter Moment, weil zwei Tage sp\u00e4ter auch der rechte Fl\u00fcgel, die Stalinisten, die Partei verlie\u00dfen. Die PRC brach auf mehrfache Weise mit ihrer Vergangenheit und \u00f6ffnete sich.<\/p>\n<p><strong>LW: War das der Zeitpunkt, wo ihr mit Comunismo dal Basso der PCR beigetreten seid?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, wir haben die Entwicklung der PCR schon l\u00e4nger begleitet, und waren wie gesagt wegen ihrer Unterst\u00fctzung f\u00fcr das neoliberale Kabinett von Prodi sehr kritisch. Aber jetzt hatten wir es mit einer Partei zu tun, die nach dem Bruch mit den Stalinisten wirklich attraktiv f\u00fcr den Grassroots-Teil der Partei geworden ist, und der war immer noch massiv. Sie hatte damals 90.000 Mitglieder und etwa in der Stadt Florenz wo ich 1995 hingezogen bin, 43 Ortsgruppen, 20 davon in Betrieben und der Uni, und der Rest auf dem Niveau von Nachbarschaftsversammlungen. Das war eine wirkliche Massenpartei, obwohl die Mitglieder noch sehr passiv waren, aber wir sahen die Chance die Mitglieder in Aktivit\u00e4t zu bringen. Und tats\u00e4chlich, mit den Massenbewegungen der Europ\u00e4ischen Sozialforen und der lokalen Foren wurden die Mitglieder sehr aktiv.<\/p>\n<p><strong>LW: Sp\u00fcrte Rifondazione die Proteste von 1999 in Seattle?<\/strong><\/p>\n<p>Ohja, sie haben das sehr intensiv diskutiert und Teile der Partei haben sofort drauf reagiert. Sie hatten schon 1994 den Aufstand der Zapatistas unterst\u00fctzt, hatten Delegationen nach Chiapas entsandt, Solidarit\u00e4tsgruppen aufgebaut und selbst Massenversammlungen in den St\u00e4dten organisiert und waren mit den Gruppen in den Sozialzentren aktiv. Deshalb haben sie Seattle 1999 auch besser verstanden als man es von einer altmodischen KP erwarten h\u00e4tte d\u00fcrfen. Seattle haben sie als Teil einer neuen Protestwelle verstanden, die dabei war, sich aufzubauen. So fruchtbar war der Boden, den wir beackerten. Wir mussten nicht zu den Geh\u00f6rlosen predigen, wir hatten es mit einer Masse von Leuten zu tun, die schon von den Jahren zuvor sensibilisiert waren.<\/p>\n<p><strong>LW: Wir haben Rifondazione Comunista das erste Mal in Prag kennengelernt, bei den Protesten gegen das Gipfeltreffen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) und der Weltbank. Damals kam die Partei gemeinsam mit einer Gruppe, die man als ideologische Konkurrenz verstanden hat, die Tute Bianche.<\/strong><\/p>\n<p>Das war ein sehr interessantes Ph\u00e4nomen. Die Tute Bianche waren ganz klar Autonome, aber die Giovani Comunisti, die kommunistische Jugend, hatte sehr enge Beziehungen zu den Disobbedienti und war mit ihnen in den besetzten Zentren aktiv.<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise geht es ja nicht gut aus, wenn gleichzeitig die Partei ihr Profil nicht hochh\u00e4lt und ihre Mitglieder in Massenaktivit\u00e4ten gehen, dann geht sowohl der Zusammenhalt verloren und die Mitglieder wechseln oder treten aus.<\/p>\n<p>Genau das ist passiert, aber einige Jahre ging es wie beschrieben weiter, vor allem weil die Bewegung so dynamisch war. Du musst dir vorstellen wir hatten oft 3, 4, 5 Treffen am Tag, eines war eine Massenversammlung, die kleineren Treffen waren immerhin noch mit 30 Leuten und oft mussten wir die R\u00e4ume wechseln, weil sie zu klein wurden. Die Partei ist sogar noch von 90.000 auf 100.000 gewachsen, sie hat aber die neuen Mitglieder kaum halten k\u00f6nnen, hat wieder und wieder tausende neue Mitglieder gewonnen und verloren.<\/p>\n<p><strong>LW: Der n\u00e4chste Kontakt der \u00f6sterreichischen Protetstbewegung mit Rifondazione war 2001 bei den Protesten gegen das Weltwirtschaftsforum in Salzburg, und dann reisten die Bewegungen aus ganz Europa zwei Mal nach Italien, einmal nach Genua zu den G8-Protesten und dann nach Florenz zum Europ\u00e4ischen Sozialforum.<\/strong><\/p>\n<p>2006 hat Rifondazione ihre Politik ge\u00e4ndert, ganz typisch f\u00fcr eine zentristische Organisation. Seit 2004 haben sie sich auf einen Regierungseintritt vorbereitet und 2006 war es dann soweit. Diesmal haben sie die Regierung nicht nur unterst\u00fctzt, sie sind Teil davon geworden. Sie stellten einen Minister, zwei Vizeminister und sechs oder sieben Vize-Staatsekret\u00e4re. Und in dem Moment ist die Partei kollabiert. In Florenz sind von 40 Ortsgruppen in zwei Jahren nur 13 \u00fcbriggeblieben. An der Universit\u00e4t sind von 50 Mitgliedern nur sechs oder sieben geblieben, und das multipliziert mit dem ganzen Land und du verstehst das Ausma\u00df des Zusammenbruchs.<\/p>\n<p><strong>Leider habt ihr von Comunismo dal Basso den Untergang von Rifondazione auch nicht \u00fcberlebt.<\/strong><\/p>\n<p>Comunismo dal Basso war im Grunde genommen in dem Moment unsichtbar, als sie eine Anlaufstelle h\u00e4tte bieten sollen. Wenn man in eine gro\u00dfe Partei wie Rifondazione eintritt und seine Eigenst\u00e4ndigkeit behalten will, dann muss man Profil zeigen, anstatt sich anzupassen. Unsere Mitglieder waren unheimlich aktiv in der Zeit der Bewegung und sind in die Strukturen richtig eingetaucht. Aber sie h\u00e4tten vor allen Dingen eines tun sollen \u2013 Comunismo dal Basso sein. Das haben wir nicht getan, obwohl wir weiter unsere eigene Zeitung produziert und verkauft haben. (33) Aber wir hatten w\u00e4hrend der Zeit der Bewegung praktische keine landesweiten Versammlungen, nur die Zeitung. Wir sind dann genauso schnell kollabiert wie Rifondazione.<\/p>\n<p><strong>LW: Um es den Leser:innen verst\u00e4ndlicher zu machen. Rifondazione wurde als zum einen als die antikapitalistische Kraft gesehen und dann ab dem Sozialforum in Florenz auch als die treibende Kraft gegen die US-Kriege in Afghanistan und Irak.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Sozialforums in Florenz sind eine Million Menschen gegen den Krieg marschiert, in einer Stadt mit vielleicht 350.000 Einwohner:innen. Das ist als w\u00fcrden 6 Millionen Menschen in Wien marschieren. Und sp\u00e4ter drei Millionen gegen den Irakkrieg in Rom, und immer war Rifondazione die zentrale Kraft dahinter. Und dann trat Rifondazione in die Regierung Prodi ein, die h\u00e4rtesten Sozialabbau betrieb, den Krieg in Afghanistan unterst\u00fctzte und sogar Soldaten entsandte. Sie dachten wirklich, die Aktivist:innen, die zu Millionen aktiv waren und gesagt haben, wir wollen diesen Krieg nicht, die w\u00fcrden das akzeptieren. Das haben sie nat\u00fcrlich nicht getan. Au\u00dferdem hatte der Betrug einen Effekt auf die breitere Bewegung. Es gab ja nicht nur die gro\u00dfen antikapitalistischen und Antikriegsproteste, sondern die beteiligten Gewerkschaften haben sich dabei radikalisiert und sind zu Millionen gegen Ma\u00dfnahmen Berlusconis auf die Stra\u00dfen gegangen. Jeder der dabei war, hat diese Selbsterm\u00e4chtigung, die Macht der Massen gesp\u00fcrt, und all das wurde ausverkauft und betrogen. Nat\u00fcrlich war der negative Effekt davon ganz tief in die Gesellschaft hinein zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p><strong>LW: Um zur Gegenwart zu kommen, in Genua starb Carlo Giuliani durch die Kugel eines Polizisten und Aktivist:innen wurden durch Einheiten des Innenministers Fini gefoltert. Fini hat denselben politischen Background wie Giorgia Meloni, oder? Fini war Minister in der Berlusconi Regierung f\u00fcr die Alleanza Nazionale, die aus dem neofaschistischen Movimento Sociale Italiano hervorging. Giorgia Meloni ist mit 15 bei den Faschisten eingetreten und die haben nach zwei Namens\u00e4nderungen als Fratelli d\u2019Italia die Wahlen in Italien gewonnen.<\/strong><\/p>\n<p>Alle drei Parteien, das Movimento Sociale Italiano, die Alleanza Nazionale und die Fratelli d\u2019Italia haben die Flamme als Parteisymbol, und zwar ist die Flamme gemeint, die auf Mussolinis Grab brennt. Soviel ist \u00fcber den Bruch in den Kontinuit\u00e4ten zu sagen, von denen Meloni immer spricht. Es gibt gen\u00fcgend Kontinuit\u00e4ten und au\u00dferdem gruppieren sich aktuell lauter radikale faschistische Gruppen um die Fratelli, um Zugang zu \u00c4mtern und zu Geld zu erlangen. Die Fratelli sind wirklich gef\u00e4hrlich. Sie stellen nicht nur die Premierministerin, sondern auch faschistische Banden auf den Stra\u00dfen. Nach jedem Parteievent kommt es zu \u00dcberf\u00e4llen auf linke Zentren, auf Bars, oder auf Migranten. Meloni kann gleichzeitig strukturelle Ver\u00e4nderungen in der Legislative durchsetzen, sie kombiniert das auch mit einer Bewegung auf den Stra\u00dfen. Das ist alles sehr ern\u00fcchternd, ich wei\u00df, aber wie anfangs gesagt, wir m\u00fcssen dort hinsehen, wo wir etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, und lernen welche Fehler die Linke gemacht hat. Nur wir k\u00f6nnen Faschismus aufhalten.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/linkswende.org\/verrat-an-der-linken-ebnete-meloni-den-weg\/\"><em>linkswende.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 1. August 2024<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manfred Ecker. Die radikalen europ\u00e4ischen Linksparteien haben in den vergangenen Jahren die Hoffnungen von Millionen Menschen inspiriert und wieder entt\u00e4uscht. 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