{"id":15021,"date":"2024-11-05T12:36:32","date_gmt":"2024-11-05T10:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15021"},"modified":"2024-11-05T12:36:34","modified_gmt":"2024-11-05T10:36:34","slug":"die-einheitsfront-klassenkampf-im-heutigen-imperialismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15021","title":{"rendered":"Die Einheitsfront: Klassenkampf im heutigen Imperialismus"},"content":{"rendered":"<p><em>Miguel Gonz\u00e1lez Cabezas.<\/em> Die Arbeiter:innenklasse ist im Kapitalismus nicht geeint. Im Gegenteil, sie ist durch Konkurrenz und die \u00dcberschneidungen von Geschlecht und Rasse gespalten. Diese Spaltung wird in Zeiten der Krise und des Aufstiegs des Faschismus noch deutlicher. Am bekanntesten ist das Konzept der Einheitsfront im Kampf gegen den Faschismus. Historisch war sie jedoch<!--more--> viel mehr als ein antifaschistischer Notbehelf, sondern eine Strategie, die Einheit der Arbeiterklasse zu erreichen. Diese Einheit muss ein strategisches Ziel jeder revolution\u00e4ren Organisation sein. Der Artikel er\u00f6rtert die Geschichte der Einheitsfronttaktik und versucht, sie mit den Analysen des schwarzen Marxisten George Padmore zu verbinden.<\/p>\n<p>Die \u201eEinheitsfront\u201c ist eine Strategie, die darauf eingeht, wie revolution\u00e4re Arbeiter:innen sich zu denen verhalten sollten, die glauben, dass das kapitalistische System eher reformiert als gest\u00fcrzt werden kann. Das Bewusstsein der meisten Arbeiter:innen ist in nicht-revolution\u00e4ren Zeiten reformistisch, und Organisationen, die sich f\u00fcr Reformen einsetzen, dominieren die Arbeiter:innenbewegung. Die Frage der Einheitsfront wurde daher in verschiedenen Kontexten und Epochen immer wieder aufgeworfen und nahm je nach Kontext, den Hauptaufgaben der Arbeiter:innenklasse, ihrem Bewusstsein und dem Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen reformistischen und revolution\u00e4ren Organisationen unterschiedliche Formen an. Von zentraler Bedeutung f\u00fcr diese Strategie sind Massenmobilisierung, radikale Bewegungen und Massenstreiks.<\/p>\n<p>Tony Cliff erkl\u00e4rt in seiner Lenin-Biographie dessen Verst\u00e4ndnis von Strategie und Taktik: Taktik sind Ma\u00dfnahmen f\u00fcr bestimmte Aufgaben innerhalb des Klassenkampfes, w\u00e4hrend die revolution\u00e4re Strategie die Taktiken kombiniert, die die Arbeiter:innenklasse zur Eroberung der Macht f\u00fchren. Diejenigen, die die Einheitsfront nur als Taktik betrachten, verstehen vielleicht nicht, was die Einheitsfront in verschiedenen historischen oder geografischen Kontexten miteinander verbindet. Diese Strategie kann verschiedene Formen annehmen. Von den Gewerkschaften, die eine rudiment\u00e4re Form der Einheitsfront im wirtschaftlichen Kampf darstellen, bis zu den Sowjets, der h\u00f6chsten Form der Einheitsfront im Kampf um die proletarische Macht. Wir k\u00f6nnen ihre Merkmale wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Annehmbare Forderungen: Sie vereinigt revolution\u00e4re und nichtrevolution\u00e4re Arbeiter:innen in einem gemeinsamen Kampf, indem sie Forderungen vertritt, die sowohl f\u00fcr Revolution\u00e4re als auch f\u00fcr Teile der nichtrevolution\u00e4ren Arbeiter:innenklasse akzeptabel sind.<\/li>\n<li>Einheit der Aktion, Unabh\u00e4ngigkeit der Organisation: Die beteiligten Kr\u00e4fte behalten ihre Unabh\u00e4ngigkeit, so dass auch die Revolution\u00e4re ihre Ziele verfolgen und ihre politische Vision artikulieren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Interner Kampf: Ideen, Strategien und Taktiken werden zwischen reformistischen und revolution\u00e4ren Str\u00f6mungen er\u00f6rtert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um die Wirksamkeit der Einheitsfront zu gew\u00e4hrleisten, sollten wir die Pr\u00e4misse betonen, von der wir ausgehen: Massenmobilisierung. Die Einheitsfront zielt darauf ab, die aktive Beteiligung und Mobilisierung durch konkrete Aktionen wie Demonstrationen, Streiks und andere Formen des direkten Engagements aufrechtzuerhalten. Diesen Ideen und Methoden folgend, sollten revolution\u00e4re Organisationen reformistische Arbeiter:innen gewinnen und anziehen und so das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen reformistischen Richtungen und revolution\u00e4reren Arbeitern und Militanten auf den Kopf stellen.<\/p>\n<p>Die Einheit f\u00fcr sich allein ist wertlos, unabh\u00e4ngig von ihrem Inhalt und ihren Zielen. Wenn die Einheit unter den Pr\u00e4missen einer Volksfront (wir werden sp\u00e4ter noch n\u00e4her auf diese Frage eingehen) oder eines Regierungsabkommens gebildet wird, bedeutet dies eine b\u00fcrokratische Einheit von oben, gegen die Massenbewegungen. Wenn wir von Einheitsfront sprechen, treten wir f\u00fcr eine Organisation der Arbeiterbewegung ein, welche auf eine gemeinsame Praxis der teilnehmenden Lager abzielt.<\/p>\n<p>Auch wenn es sich bei der Einheitsfront um eine Strategie handelt, hat sie ein sehr wichtiges taktisches Merkmal. Reformistische Organisationen (wir sprechen hier von sozialdemokratischen Parteien, Gewerkschaften oder ich w\u00fcrde sogar wagen, reformistische Klimabewegungen mit einzubeziehen) sind so, weil sie eine soziale und materielle Kristallisation ausdr\u00fccken. Jenseits dieser sozialen und materiellen Kristallisationen gibt es eine Unebenheit des Bewusstseins, die sich in einer Ambivalenz gegen\u00fcber dem Status quo ausdr\u00fcckt. Der Wille zum Kampf lebt zusammen mit der Akzeptanz und Passivit\u00e4t gegen\u00fcber dem Status quo. Die Aufgabe der revolution\u00e4ren Organisationen ist es, trotz dieses widerspr\u00fcchlichen Bewusstseins, die positiven Aspekte und die praktische Transformation der realen Welt zu verst\u00e4rken. Niemand wird als Revolution\u00e4r geboren, revolution\u00e4re Subjekte entstehen im Laufe des Kampfes.<\/p>\n<p>In Anlehnung an diese \u00dcberlegungen k\u00f6nnen wir feststellen, dass reformistische Organisationen zwar taktische Verb\u00fcndete sind, aber strategische Feinde bleiben. Die politischen Ziele sind letztendlich entgegengesetzt: Kapitalismus mit einem bescheidenen Gesicht (und einem verrottenden K\u00f6rper) oder der Umsturz der gesamten Ordnung.<\/p>\n<p><strong>Einheitsfront im Kampf gegen Faschismus.<\/strong><\/p>\n<p>Die Theorie der Einheitsfront wurde von Marxisten wie Trotzki, Lenin und Antonio Gramsci w\u00e4hrend des revolution\u00e4ren Aufschwungs nach dem Ersten Weltkrieg entwickelt. Mit dem Scheitern der revolution\u00e4ren Offensive 1917-1923 und dem Aufstieg des Faschismus wurde die Frage der Einheitsfront mit noch gr\u00f6\u00dferer Sch\u00e4rfe gestellt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1928 entwickelte die 3. Internationale unter Stalin die These vom Sozialfaschismus: Die Komintern argumentierte, dass die Sozialdemokratie trotz ihres fortschrittlichen Anscheins letztlich den Interessen des kapitalistischen Systems diene und in Krisenzeiten den Faschismus unterst\u00fctze oder ihm den Weg ebne. Die kampflose Kapitulation der Arbeiterbewegung 1933 vor den Nazis offenbarte wie untauglich diese Strategie war. Daraufhin schlug die Komintern die Strategie der Volksfronten als Mittel zum Kampf gegen den Faschismus vor. Diese Fronten bedeuteten ein breites B\u00fcndnis, das ein breites Spektrum politischer Gruppen, darunter Kommunisten, Sozialisten, Liberale und andere fortschrittliche Kr\u00e4fte, zusammenf\u00fchrte. Ziel ist es, eine einheitliche Front gegen die faschistische Bedrohung zu schaffen und ideologische Differenzen beiseite zu schieben, um sich auf gemeinsame Ziele zu konzentrieren. Wie wir bereits beschrieben haben, bedeuteten die Volksfronten historisch eine \u00dcbereinkunft der kommunistischen Richtungen mit reformistischen und liberalen Parteien, um zu verhindern, dass die Faschisten an die Macht kommen.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel f\u00fcr das Scheitern der Volksfrontstrategie war der Spanische B\u00fcrgerkrieg, in dem zugunsten einer Zusammenarbeit mit den b\u00fcrgerlichen Parteien im Kampf gegen den faschistischen Feind selbstorganisierte Arbeiter:innenmilizen, Landvergesellschaftung und Arbeiterorganisationen unterdr\u00fcckt und demobilisiert wurden.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen die unterschiedlichen Ans\u00e4tze der Einheitsfront und der Volksfront wie folgt zusammenfassen: Der Schwerpunkt der Einheitsfront dr\u00e4ngt auf die Praxis der Arbeiter von unten, w\u00e4hrend die Volksfront zur Demobilisierung der Arbeiter:innen und einer Orientierung auf den b\u00fcrgerlichen Staat tendiert.<\/p>\n<p><strong>Kolonialismus und Faschismus.<\/strong><\/p>\n<p>Um die Analyse der Einheitsfront als Strategie zu vertiefen und zu versuchen, einige Verbindungen zur heutigen Situation und N\u00fctzlichkeit zu ziehen, m\u00f6chte ich mich mit der Kritik befassen, die Schwarze Marxisten an der Analyse des Faschismus durch die Komintern und im Allgemeinen durch eurozentrische Marxismen \u00fcben. Im Besonderen m\u00f6chte ich mich auf die Analyse konzentrieren, die George Padmore (Trinidad 1909 \u2013 London 1959) \u00fcber Faschismus, Imperialismus und einen vereinigten Klassenkampf entwickelt hat.<\/p>\n<p>George Padmore ist als einer der V\u00e4ter der afrikanischen Unabh\u00e4ngigkeit bekannt. Zwischen<\/p>\n<p>1929 und 1934 diente er der Komintern als Berater f\u00fcr antikoloniale und schwarze Befreiungsk\u00e4mpfe und nahm an der Ersten Internationalen Konferenz schwarzer Arbeiter teil, die 1930 in Hamburg stattfand. Nach der stalinistischen Macht\u00fcbernahme in den 30er Jahren verwandelte sich die Komintern von einem Mittel zur Erm\u00f6glichung einer Weltrevolution in ein Mittel zur F\u00f6rderung der russischen Au\u00dfenpolitik. In diesem Zusammenhang wird Padmore wegen seiner Kritik an der Autonomie der schwarzen Arbeiterorganisationen und der Zusammenarbeit mit den \u201edemokratischen\u201c imperialistischen M\u00e4chten Frankreich, USA und Gro\u00dfbritannien unter den Pr\u00e4missen der Volksfronten aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Er bleibt sein ganzes Leben lang in verschiedenen Organisationen aktiv, wie z.B. der Gr\u00fcndung der International African Friends of Abysinia, der Organisation des V. Panafrikanischen Kongresses in Manchester, und arbeitet sp\u00e4ter in seinem Leben eng mit Nkrumah zusammen, indem er dessen Regierung ber\u00e4t.<\/p>\n<p>Seine Ideen drehen sich um die Fragen der Artikulation von Klassen- und Rassenunterdr\u00fcckung. Er analysierte die Rolle der Schwarzen im Verh\u00e4ltnis zum Kapital und die Verflechtung von Klasse und Rasse. Er analysierte Rassismus als ein Produkt von Kolonialismus und der urspr\u00fcnglichen Akkumulation. \u00c4hnlich sah er Rassismus als Waffe der Bourgosie und fordete den gemeinsamen Kampf schwarzer und wei\u00dfer Arbeiter gegen diesen. Er kritisierte jedoch auch die schwarze Bourgeoisie und ihr damaliges Projekt des \u201eschwarzen Zionismus\u201c. Ein bekanntes Beispiel sind die Bewegung von Marcus Garvey und die Gr\u00fcndung des Staates Liberia in Afrika als neue Heimat f\u00fcr Schwarze aus den USA.<\/p>\n<p>Seine Analyse des Verh\u00e4ltnisses zwischen Imperialismus und Faschismus ist nach wie vor relevant, da sie an der Wurzel der kapitalistischen kolonialen Beherrschung der Welt ansetzt. Padmore hat Frantz Fanon und Aime Cesaire bei deren Theoriebildung f\u00fcr die Negritude-Bewegung um einige Jahre vorgegriffen: Die Methoden der Ausbeutung und des V\u00f6lkermordes wurden in den Kolonien entwickelt. Z.B. die Konzentrationslager wurden erstmals w\u00e4hrend des kubanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieges errichtet, als der spanische General Valeriano Weyler die Bev\u00f6lkerung in den St\u00e4dten konzentrierte. Infolgedessen wurden 10 % der Zivilbev\u00f6lkerung der Insel ausgehungert. In diesem Sinne \u00fcbernahm Hitler die entmenschlichenden Methoden und Philosophien des britischen Kolonialsystems und anderer europ\u00e4ischer Imperialm\u00e4chte, um das faschistische System aufzubauen. Diesen f\u00fcgte er eine neue industrielle Dimension des Todes hinzu, die ohne Beispiel war.<\/p>\n<p>F\u00fcr George Padmore war der Hauptfeind der Menschheit der Imperialismus. Er \u00fcbte harte Kritik an den kommunistischen Parteien der Dritten Internationale wegen ihrer Zusammenarbeit mit den \u201eguten\u201c imperialistischen Nationen gegen den Faschismus. F\u00fcr ihn war der gemeinsame Feind der Imperialismus, den sowohl Faschismus als auch Demokratien gegen ihre Bev\u00f6lkerungen einsetzten. Nur durch die \u00dcbernahme dieser antiimperialistischen Perspektive k\u00f6nne die Klasseneinheit erreicht werden.<\/p>\n<p>Als Beispiel f\u00fcr diese Kritik, und um auf die Volksfront w\u00e4hrend des Spanischen B\u00fcrgerkriegs<\/p>\n<p>zur\u00fcckzukommen, schrieb Padmore 1938 einen Artikel mit dem Titel \u201eWarum die Mauren Franco helfen\u201c. Darin kommentiert er die Ausrichtung der Volksfrontregierung auf die europ\u00e4ischen Kolonialinteressen in Afrika, insbesondere auf Frankreich, so:<\/p>\n<p><em>\u201eNicht die politisch r\u00fcckst\u00e4ndigen Mauren sind daf\u00fcr verantwortlich zu machen, dass sie von den Kr\u00e4ften der Reaktion gegen die spanischen Arbeiter und Bauern eingesetzt werden, sondern die F\u00fchrer der Volksfront, die mit ihrem Versuch, die Politik des spanischen Imperialismus fortzusetzen, es Franco erm\u00f6glicht haben, die Einheimischen in den Diensten des Faschismus auszubeuten.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>George Padmore<\/em><\/p>\n<p>Hier bezog er sich darauf, dass die spanischen Aufst\u00e4ndischen den K\u00e4mpfern in Marokko nicht die Unabh\u00e4ngigkeit versprechen wollten. H\u00e4tten sie von den Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfern das Angebot zur Kooperation mit der Befreiungsbewegung in Spanisch-Marokko angenommen, h\u00e4tte Franco sich nie in Marokko halten k\u00f6nnen, um von dort Spanien mithilfe marokkanischer Truppen zu \u00fcberfallen.<\/p>\n<p>Im Anschluss an die antiimperialistische Kritik an den eurozentrischen Ans\u00e4tzen im Kampf gegen den Faschismus, die von schwarzen Marxisten wie Padmore formuliert wurde, haben wir gesehen, wie wichtig es ist, die wahren Ursachen und Urspr\u00fcnge des Faschismus zu verstehen: Der Faschismus ist ein Produkt der Krise des Kapitals und des westlichen Imperialismus.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerungen: Einheitsfront heute.<\/strong><\/p>\n<p>Die aktuelle Krise des Kapitalismus \u00e4u\u00dfert sich in einer Vielzahl von Krisen. Einerseits stehen wir vor globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiekrise, Versorgungskrise, Pandemierisiko und kriegerischen Konflikten (wie in der Ukraine und im Gazastreifen), die Symptome f\u00fcr die Ersch\u00f6pfung des von den USA dominierten Modells der kapitalistischen Globalisierung sind; zwischen-imperialistischer Wettbewerb: Der relative Niedergang der USA versch\u00e4rft den Wettbewerb zwischen allen imperialistischen Nationen, was sich in wirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Konflikten \u00e4u\u00dfert. Die Erweiterung der NATO ordnet die EU den Pl\u00e4nen der USA unter; Inflation und Ungleichheit: Die globale kapitalistische Politik hat die Inflation nicht verhindert, wodurch die Arbeiterklasse verarmt und ihre F\u00e4higkeit, sich zu verteidigen, geschw\u00e4cht wird.<\/p>\n<p>Als Organisation der revolution\u00e4ren Linken k\u00e4mpfen wir f\u00fcr eine Einheitsfront im Sinne einer gemeinsamen Praxis und eines gemeinsamen Kampfes. Wie wir in diesem Artikel gesehen haben, ist es unsere Aufgabe zu betonen, dass der Aufstieg des Faschismus mit der Entmenschlichung und Gewalt des Imperialismus verbunden ist. In diesem Sinne zeigen die Unterst\u00fctzung des Staates Israel und der Aufstieg faschistischer Parteien im Westen, wie weit die westlichen imperialistischen herrschenden Klassen noch mit der Entmenschlichung und Gewalt gehen k\u00f6nnen, die einst das koloniale Projekt der Weltherrschaft kennzeichneten.<\/p>\n<p>Wir sollten aus der Geschichte gelernt haben, dass nur eine umfassende und radikale Einheitsfront den Aufstieg der Faschisten schlagen kann. Wir sollten jedoch nicht aus Verzweiflung \u00fcber die St\u00e4rke der Rechten in eine falsche Volksfrontpolitik verfallen, welche im Kampf gegen Faschismus, Frieden mit dem Imperialismus schlie\u00dft \u2013 und bspw. Israel und die USA unterst\u00fctzen, um B\u00fcndnisse mit den Parteien gegen die FP\u00d6 schmieden zu d\u00fcrfen. In Frankreich beginnt beispielsweise die Diskussion dar\u00fcber, ob die Linke durch eine Allparteien-Allianz inklusive Liberale den drohenden Wahlsieg Le Pens verhindern kann. Diese Strategie f\u00fchrt genauso sicher in die Niederlage, wie ein sektiererisches auf der Seite stehen. Wir m\u00fcssen f\u00fcr Einheitsfronten k\u00e4mpfen, aber unter der Bedingung, dass sie die Masse zum politischen Kampf mobilisiert.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/linkswende.org\/die-einheitsfront-klassenkampf-in-zeiten-von-imperialismus-und-faschismus\/\"><em>linkswende.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 5. November 2024 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Miguel Gonz\u00e1lez Cabezas. Die Arbeiter:innenklasse ist im Kapitalismus nicht geeint. Im Gegenteil, sie ist durch Konkurrenz und die \u00dcberschneidungen von Geschlecht und Rasse gespalten. 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