{"id":15163,"date":"2024-12-31T12:44:25","date_gmt":"2024-12-31T10:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15163"},"modified":"2024-12-31T12:44:26","modified_gmt":"2024-12-31T10:44:26","slug":"die-aktuellen-konflikte-von-der-ukraine-ueber-den-nahen-osten-bis-asien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15163","title":{"rendered":"Die aktuellen Konflikte von der Ukraine \u00fcber den Nahen Osten bis Asien"},"content":{"rendered":"<p><em>Anti-Spiegel.<\/em><strong> Der russische Au\u00dfenminister Lawrow hat ein Interview gegeben, \u00fcber das die westlichen Medien wieder nur sehr bruchst\u00fcckhaft berichten, weshalb ich hier das gesamte Interview ver\u00f6ffentliche.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die russische Nachrichtenagentur TASS hat ein Interview mit dem russischen Au\u00dfenminister Lawrow gef\u00fchrt, in dem alle aktuelle Krisenherde der internationalen Politik angesprochen wurden. Leider haben westliche Medien wie der Spiegel nur sehr bruchst\u00fcckhaft \u00fcber das Interview berichtet und Lawrows Aussagen eingeordnet, anstatt ihren Lesern Lawrows Aussagen im Ganzen zu zeigen und ihnen die M\u00f6glichkeit zu geben, sich selbst eine Meinung zu bilden. Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass die westlichen Medien ihre Leser nicht informieren, sondern indoktrinieren wollen.<\/p>\n<p>Daher habe ich das gesamte, nicht allzu lange <a href=\"https:\/\/www.mid.ru\/ru\/foreign_policy\/news\/1989723\/\">Interview<\/a> \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p><strong>Beginn der \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Gibt es Anzeichen daf\u00fcr, dass die Verhandlungen \u00fcber eine diplomatische L\u00f6sung des Konflikts um die Ukraine Anfang n\u00e4chsten Jahres nach der Amtseinf\u00fchrung von Donald Trump wieder aufgenommen werden k\u00f6nnten? Hat die russische Seite die Absicht oder oder gibt es eine Notwendigkeit zur Wiederherstellung der bilateralen Beziehungen mit den USA unter der neuen Regierung?<\/p>\n<p><strong>Lawrow:<\/strong> Wir haben keine offiziellen Signale zur ukrainischen Regulierung erhalten. Bis zum 20. Januar, dem Datum der Amtseinf\u00fchrung, hat Donald Trump den Status eines \u201egew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten\u201c und alle Richtlinien in allen Bereichen werden vom derzeitigen Pr\u00e4sidenten Joe Biden und seiner Regierung bestimmt. Und bisher ist nur dieser befugt, im Namen der USA mit Russland in Kontakt zu treten. Das kommt von Zeit zu Zeit vor, wie wir regelm\u00e4\u00dfig mitteilen, aber von Verhandlungen \u00fcber die Ukraine ist bei solchen Kontakten keine Rede.<\/p>\n<p>Den zahlreichen Leaks und dem Interview von Donald Trump mit dem Time Magazine vom 12. Dezember zufolge spricht er davon, die Kampfhandlungen entlang der Kontaktlinie \u201eeinzufrieren\u201c und den Europ\u00e4ern weitere Verantwortung f\u00fcr die Konfrontation mit Russland zu \u00fcbertragen. Wir sind nat\u00fcrlich nicht zufrieden mit den Vorschl\u00e4gen der Vertreter des Teams des gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten, die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO um 20 Jahre zu verschieben und ein Kontingent von Friedenstruppen \u201ebritischer und europ\u00e4ischer Streitkr\u00e4fte\u201c in der Ukraine einzusetzen.<\/p>\n<p>Die prinzipielle Haltung Russlands zu der Regulierung ist bekannt. Das wurde vom russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin wiederholt ge\u00e4u\u00dfert, unter anderem w\u00e4hrend der Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Jahres am 19. Dezember. Wir waren und sind stets verhandlungsbereit.<\/p>\n<p>Es ist jedoch wichtig zu verstehen, mit wem und wor\u00fcber man sprechen soll. Das sind keineswegs leere Fragen. Der Pr\u00e4sident hat sie auch bei dem von mir erw\u00e4hnten Treffen mit Journalisten ausf\u00fchrlich dargelegt. Ich f\u00fcr meinen Teil m\u00f6chte besonders betonen, dass wir nur \u00fcber verl\u00e4ssliche, rechtsverbindliche Vereinbarungen sprechen k\u00f6nnen, die die Ursachen des Konflikts beseitigen und einen Mechanismus enthalten m\u00fcssen, der verhindert, dass sie verletzt werden.<\/p>\n<p>Was die Aussichten f\u00fcr die russisch-amerikanischen Beziehungen angeht: Wenn die USA dazu bereit sind, sind wir offen f\u00fcr die Wiederaufnahme des politischen Dialogs, den Washington nach Beginn der Milit\u00e4roperation unterbrochen hat. Da es die Amerikaner waren, die ihn unterbrochen haben, und nicht wir, ist es an ihnen, den ersten Schritt tun.<\/p>\n<p>Vielleicht hat irgendjemand noch Illusionen, ich habe sie schon lange nicht mehr. Urteilen Sie selbst. Selbst wenn Donald Trump versucht, die bilateralen Beziehungen wiederherzustellen, muss er \u201egegen den Strom schwimmen\u201c und dabei den partei\u00fcbergreifenden Konsens ber\u00fccksichtigen, der sich in den USA zur Eind\u00e4mmung Russlands entwickelt hat, auch durch die Unterst\u00fctzung des Neonazi-Regimes in Kiew. Und das ist gar nicht so einfach. Dar\u00fcber hinaus wird Russland in amerikanischen Doktrinen als \u201eGegner\u201c bezeichnet. Also schauen wir mal. Wenn die Amerikaner unsere Interessen ber\u00fccksichtigen, wird der Dialog schrittweise wiederhergestellt. Wenn sie sie nicht ber\u00fccksichtigen, bedeutet das, dass alles so bleibt, wie es ist.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wladimir Selensky hat zugegeben, dass die ukrainische Armee nicht in der Lage ist, die verlorenen Gebiete zur\u00fcckzuholen. Was sagt Russland das? Glauben Sie, dass die NATO die russischen Warnungen hinsichtlich der Unzul\u00e4ssigkeit der Mitgliedschaft der Ukraine in der Organisation in irgendeiner Weise beachtet hat?<\/p>\n<p><strong>Lawrow:<\/strong> Wir glauben keinen Erkl\u00e4rungen, sondern Fakten, insbesondere wenn es um das Kiewer Regime geht.<\/p>\n<p>Bisher hat Kiew die Aufgabe, die \u201eterritoriale Integrit\u00e4t der Ukraine\u201c innerhalb der Grenzen von 1991 wiederherzustellen und die russischen Truppen \u00fcber diese Grenzen hinaus zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, nicht aufgegeben. Diese Aufgabe steht in der \u201eSelensky-Formel\u201c. Im Oktober fanden Treffen zur Vorbereitung eines zweiten \u201eFriedensgipfels\u201c statt. Sie wollen, wie wir wissen, Russland dazu einladen, um uns eine Art Ultimatum zu stellen. Ich habe mehrfach erkl\u00e4rt, dass wir nicht an dem \u201eFriedensgipfel\u201c teilnehmen werden, selbst wenn wir eine Einladung erhalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Es ist unm\u00f6glich zu erraten, was Wladimir Selenskys \u00f6ffentliches Eingest\u00e4ndnis \u00fcber die Unm\u00f6glichkeit, die verlorene Gebieten mit Gewalt zur\u00fcckzuholen, bedeutet. Diese Figur verk\u00fcndet st\u00e4ndig irgendwas. Um ehrlich zu sein, haben wir aufgeh\u00f6rt, das zu verfolgen.<\/p>\n<p>Was unsere Warnungen vor der Unzul\u00e4ssigkeit der Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO in jedweder territorialen Konstellation betrifft, so besteht, soweit man das beurteilen kann, in dieser Frage keine Einigkeit unter den B\u00fcndnismitgliedern. Da die langj\u00e4hrige Expansion der NATO eine der Hauptursachen der Ukraine-Krise war, geh\u00f6rt die Sicherstellung des blockfreien Status der Ukraine weiterhin zu den Zielen der Milit\u00e4roperation, die erreicht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wann wird der Westen aufh\u00f6ren zu versuchen, \u201eFarbrevolutionen\u201c in der N\u00e4he der russischen Grenzen durchzuf\u00fchren? Wird Georgien Ihrer Meinung nach mit der aktuellen Situation zurechtkommen?<\/p>\n<p><strong>Lawrow:<\/strong> Diese Frage muss man den westlichen Politikern stellen. Die Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten, einschlie\u00dflich unserer n\u00e4chsten Nachbarn, geh\u00f6rt seit langem zu ihrem au\u00dfenpolitischen Arsenal. Seit vielen Jahren nutzen Washington und seine Satelliten dieses Instrument, um geopolitische Rivalen einzud\u00e4mmen und Unerw\u00fcnschte auszuschalten. Die Beispiele Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien und die Ukraine sind der Beweis daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Was in Georgien geschieht, ist eine Folge der Anwendung von \u201eDoppelstandards\u201c, wenn unter dem Vorwand einer imagin\u00e4ren Sorge um Demokratie und Menschenrechte alles getan wird, um die Ergebnisse von Wahlen zu \u201eumzuspielen\u201c, die sogar von einer solchen Struktur mit angeschlagenem Ruf, wie der OSZE-BDIMR als frei bezeichnet wurden. Warum soll man sie \u201eumspielen\u201c? Nur weil den Strippenziehern in Washington und Br\u00fcssel die Wahl des Volkes nicht gefiel.<\/p>\n<p>Die USA und die EU versuchen, Tiflis in das verlogene Dilemma \u201emit uns oder gegen uns\u201c zu bringen. Unterdessen scheint die georgische Regierung eine souver\u00e4ne Politik aufbauen zu wollen, die den nationalen Interessen entspricht, und nicht zum Spielball in den H\u00e4nden der Westler werden zu wollen, die Georgien in Richtung Destabilisierung, wirtschaftliche Probleme und eine Versch\u00e4rfung der Beziehungen zu Russland dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Ich habe keinen Zweifel daran, dass das georgische Volk alles versteht und vorw\u00e4rts gehen wird. Wir unsererseits werden uns nicht in die inneren Angelegenheiten Georgiens einmischen. Wir sind entschlossen, die russisch-georgischen Beziehungen genau in dem Ma\u00dfe zu normalisieren, in dem Tiflis dazu bereit ist.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie sehen Sie die Entwicklung der Ereignisse in Syrien nach dem Machtwechsel? Warum hat sich Ihrer Meinung nach die Situation in dem Land so schnell entwickelt? Stimmt es, dass im gesamten Nahen Osten eine globale Umverteilung der Einflusssph\u00e4ren stattfindet?<\/p>\n<p><strong>Lawrow:<\/strong> Wir beobachten die Entwicklung der Lage in Syrien aufmerksam. Es ist noch zu fr\u00fch, um weitreichende Schlussfolgerungen zu den dort stattfindenden Ereignissen zu ziehen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen jedoch bereits jetzt sagen, dass einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die Verschlechterung der Lage die Unf\u00e4higkeit der vorherigen F\u00fchrung war, unter den Bedingungen des langwierigen B\u00fcrgerkriegs die Grundbed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung zu befriedigen. Nach \u00fcberzeugenden Erfolgen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus unter Beteiligung der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkr\u00e4fte haben sich die Hoffnungen der Syrer, dass sich ihr Leben zum Besseren ver\u00e4ndern w\u00fcrde, nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Das ist gr\u00f6\u00dftenteils die Schuld Washingtons, das die rohstoffreichste nord\u00f6stliche Region Syriens faktisch besetzt hat und an der Spitze einer Koalition seiner Satelliten auch erheblichen Sanktionsdruck auf Damaskus aus\u00fcbt. Diese Art der \u201eStrangulierung\u201c der syrischen Wirtschaft hat st\u00e4ndig soziale Unzufriedenheit hervorgerufen.<\/p>\n<p>In dieser Situation war die Regierung gezwungen, unpopul\u00e4re Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, insbesondere die Subventionen f\u00fcr gesellschaftlich wichtige G\u00fcter und Dienstleistungen zu k\u00fcrzen oder abzuschaffen. Die Proteststimmung in der Gesellschaft wuchs und die Unterst\u00fctzung der B\u00fcrger f\u00fcr die Regierung nahm stetig ab.<\/p>\n<p>Wir haben dem befreundeten syrischen Volk vielf\u00e4ltige Hilfe geleistet, unter anderem durch die Bereitstellung humanit\u00e4rer Hilfe, die Wiederherstellung der w\u00e4hrend des Konflikts zerst\u00f6rten sozialen Infrastruktur und die Schaffung einer materiellen Basis f\u00fcr die R\u00fcckkehr syrischer Fl\u00fcchtlinge und vor\u00fcbergehend Vertriebener. Wir haben tatkr\u00e4ftig zu einer politischen L\u00f6sung beigetragen, auch im Rahmen des Astana-Formats.<\/p>\n<p>Man kann jedoch feststellen, dass es der fr\u00fcheren Regierung trotz unserer dringenden Empfehlungen und aktiven Unterst\u00fctzung nicht gelungen ist, einen konstruktiven Dialog mit den Gegnern und einflussreichen regionalen Nachbarn aufzubauen, um einen vollwertigen politischen Prozess einzuleiten und auch die schwerwiegenden sozio\u00f6konomische Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Was den zweiten Teil der Frage betrifft, w\u00fcrde ich die Ereignisse im Nahen Osten und in Nordafrika anders charakterisieren. Die dramatischen und tragischen Ereignisse, die wir erlebt haben, sind unserer Meinung nach gr\u00f6\u00dftenteils das Ergebnis des unverantwortlichen und destruktiven Vorgehens der USA. Um seinen Einfluss in diesem Teil der Welt aufrechtzuerhalten, hat sich Washington aktiv in die inneren Angelegenheiten arabischer Staaten eingemischt und aggressiv k\u00fcnstliche Trennlinien gezogen. Die Menschen im Irak und in Libyen k\u00e4mpfen immer noch mit den Folgen der Abenteuer der USA und ihrer Satelliten. Die Quelle chronischer Spannungen ist der anhaltende pal\u00e4stinensisch-israelische Konflikt, in dem Washington eine alleinige Vermittlerrolle spielen wollte.<\/p>\n<p>Die Kombination der genannten Faktoren f\u00fchrte im Oktober letzten Jahres zur Destabilisierung der milit\u00e4rpolitischen Lage im Nahen Osten. Seitdem erstreckt sich der \u201eBogen der Gewalt\u201c vom pal\u00e4stinensisch-israelischen Konfliktgebiet bis zum Libanon und zum Roten Meer. Die iranisch-israelische Konfrontation hat einen gef\u00e4hrlichen Punkt erreicht. \u00dcber das, was in Syrien passiert, habe ich bereits gesprochen.<\/p>\n<p>Russland ist stets bestrebt, in der Region die Entwicklung von Methoden zur L\u00f6sung von Konflikten voranzutreiben, die vor allem die direkt Beteiligten zufrieden stellen. Die f\u00fchrende Rolle im Prozess der Normalisierung der Situation sollte den Staaten des Nahen Ostens selbst zukommen. Wir sind bereit, sie dabei zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Im Westen spricht man st\u00e4ndig von der angeblichen Beteiligung von nordkoreanischen Soldaten an Kampfhandlungen der Milit\u00e4roperation und bezeichnet das als eine neue Eskalation seitens Russlands. Dabei ist ihre Rhetorik Moskau gegen\u00fcber kategorisch und anklagend. Wie k\u00f6nnen Sie das kommentieren?<\/p>\n<p><strong>Lawrow:<\/strong> Wir haben den Hype \u00fcber dieses Thema, der im Westen st\u00e4ndig angeheizt wird, wiederholt kommentiert. In letzter Zeit sind medialen Leaks noch aggressiver geworden. Sie lassen sich kurz mit den Worten des ber\u00fchmten russischen Sprichworts beantworten: \u201eDes Diebes M\u00fctze brennt.\u201c<\/p>\n<p>Wer Russland etwas vorwirft, muss sich selbst im Spiegel betrachten. Soldaten und S\u00f6ldner der NATO beteiligen sich auf Seiten der ukrainischen Streitkr\u00e4fte offen an der Planung und Durchf\u00fchrung von Milit\u00e4roperationen. Die NATO ist an der Invasion der Region Kursk und an Angriffen mit Langstreckenraketen auf russisches Territorium beteiligt. Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat dies in seinen j\u00fcngsten \u00f6ffentlichen Reden deutlich zum Ausdruck gebracht. Von welcher Eskalation unsererseits kann \u00fcberhaupt die Rede sein?<\/p>\n<p>Unter den Bedingungen des Informationskrieges kann man von Vertretern des Westens keine Objektivit\u00e4t erwarten. Wir werden ihre antirussischen Unterstellungen ruhig und argumentativ widerlegen.<\/p>\n<p>Was die Zusammenarbeit mit der Demokratischen Volksrepublik Korea betrifft, werden wir sie im Einklang mit dem bilateralen Abkommen \u00fcber die umfassende strategische Partnerschaft aufbauen, das k\u00fcrzlich in Kraft getreten ist. Es sieht unter anderem eine gemeinsame Reaktion auf Bedrohungen gegen eine der Vertragsparteien vor.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Ein weiterer Spannungspunkt in der Welt ist Taiwan. China arbeitet daran, dieses Problem zu l\u00f6sen. Gleichzeitig sind die USA in der Vergangenheit wiederholt mit provokativen Aktionen in diesem Bereich aufgefallen. Glauben Sie, dass die Trump-Administration diesen Prozess beeinflussen wird? Wie real ist die Gefahr eines gr\u00f6\u00dferen Krieges in der Region?<\/p>\n<p><strong>Lawrow:<\/strong> Wir spekulieren nicht \u00fcber die Pl\u00e4ne der k\u00fcnftigen US-Regierung, das ist Sache der Politikwissenschaftler. Wenn wir die allgemeine Situation in der Region bewerten, verschlechtert sie sich weiter. Die USA und ihre Satelliten erkl\u00e4ren ihr Bekenntnis zum \u201eEin-China\u201c-Prinzip, bestehen jedoch auf der Aufrechterhaltung des Status quo, was bedeutet, dass die aktuelle Situation auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten wird. Gleichzeitig gehen die Amerikaner in der Taiwanstra\u00dfe provokativ vor, liefern Waffen nach Taipeh und entwickeln einen quasi-politischen Dialog mit der dortigen Regierung. Alles in allem tr\u00e4gt das sicherlich zum Anwachsen separatistischer Gef\u00fchle bei, und die Methoden sind denen sehr \u00e4hnlich, die die Amerikaner einst verwendet haben, um in der Ukraine ein antirussisches Sprungbrett zu schaffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist es offensichtlich, dass eine derartige Linie Washingtons, die es unter Verletzung seiner Verpflichtungen gegen\u00fcber Peking in Bezug auf Taiwan verfolgt, auf dem Wunsch beruht, den milit\u00e4rpolitischen Druck auf die Volksrepublik China zu erh\u00f6hen, und zur Untergrabung der regionalen Sicherheit an der Ostspitze des eurasischen Kontinents f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Unsere grunds\u00e4tzliche Position zur Taiwan-Frage hat sich nicht ge\u00e4ndert. Das wurde nach dem Besuch des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin in der Volksrepublik China erneut in der gemeinsamen Erkl\u00e4rung der Staats- und Regierungschefs Russlands und Chinas dargelegt. Da hier jedes Wort z\u00e4hlt, zitiere ich einen Auszug aus dieser Erkl\u00e4rung: \u201eDie russische Seite bekr\u00e4ftigt ihr Bekenntnis zum \u201eEin-China\u201c-Prinzip, erkennt an, dass Taiwan ein integraler Bestandteil Chinas ist, lehnt die Unabh\u00e4ngigkeit Taiwans in jeder Form ab und unterst\u00fctzt entschieden die Ma\u00dfnahmen der chinesischen Seite zum Schutz seiner eigenen Souver\u00e4nit\u00e4t und territorialen Integrit\u00e4t sowie zur Vereinigung des Landes.\u201c Wir werden uns weiterhin an diesen Bestimmungen orientieren.<\/p>\n<p><strong>Ende der \u00dcbersetzung<\/strong><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2024\/lawrow-im-o-ton-ueber-alle-aktuellen-konflikte-von-der-ukraine-ueber-den-nahen-osten-bis-asien\/\"><em>anti-spiegel.ru&#8230;<\/em><\/a><em> vom 31. Dezember 2024<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anti-Spiegel. 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