{"id":15407,"date":"2025-04-22T11:52:07","date_gmt":"2025-04-22T09:52:07","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15407"},"modified":"2025-04-22T11:52:09","modified_gmt":"2025-04-22T09:52:09","slug":"rolle-des-dollars-als-weltreservewaehrung-unter-beschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15407","title":{"rendered":"Rolle des Dollars als Weltreservew\u00e4hrung unter Beschuss"},"content":{"rendered":"<p><em>Nick Beams. <\/em>Zun\u00e4chst war es nur ein leises Raunen in relativ abgelegenen Teilen der Finanzpresse. Doch nun werden die Stimmen lauter: Der US-Dollar k\u00f6nnte seine Funktion als globale Leitw\u00e4hrung verlieren, nachdem alle Arrangements und Mechanismen der Nachkriegsordnung unter dem Wirtschaftskrieg zusammenbrechen, den Pr\u00e4sident Trump gegen den Rest der Welt entfesselt hat.<!--more--><\/p>\n<p>Vergangene Woche erschien in der <em>Financial Times<\/em> ein Artikel mit der Schlagzeile: \u201eVerliert die Welt das Vertrauen in den allm\u00e4chtigen US-Dollar?\u201c Die Antwort lautet eindeutig: Ja.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der Besorgnis ist eine ungew\u00f6hnliche Entwicklung auf den Finanzm\u00e4rkten. Unter \u201enormalen\u201c Bedingungen f\u00fchren Verwerfungen an den Finanzm\u00e4rkten zu einer Aufwertung des Dollars, da Investoren sichere H\u00e4fen suchen und US-Staatsanleihen nachfragen.<\/p>\n<p>Seit dem sogenannten \u201eTag der Befreiung\u201c, an dem Trump seine \u201ereziproken Z\u00f6lle\u201c ank\u00fcndigte, flie\u00dft jedoch Kapital aus US-Staatsanleihen ab und der Dollar verliert an Wert. Der Goldkurs \u2013 ein echter Wertspeicher im Gegensatz zu Schulden und Krediten \u2013 klettert indes unvermindert auf Rekordh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Diese Bewegung hat sich kurzzeitig verlangsamt, als Trump eine 90-t\u00e4gige Pause der reziproken Z\u00f6lle (die f\u00fcr viele L\u00e4nder zwischen 30 und 50 Prozent liegen) ank\u00fcndigte, um Verhandlungen zu erm\u00f6glichen. Doch die Frage bleibt: Was passiert nach dieser Pause?<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der kurzfristigen Entwicklung ist eines gewiss: Eine R\u00fcckkehr zum Status quo ante wird es nicht geben, denn Trump hat unmissverst\u00e4ndlich gewarnt, dass niemand \u201eungestraft davonkommen\u201c werde. Diese Woche fanden in Washington bereits Gespr\u00e4che zwischen seiner Administration und Japan statt. Der japanische Handelsbeauftragte kehrte ohne Ergebnis zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Bedeutung der neuen Situation wurde von der FT-Kolumnistin Rana Foroohar in ihrem Kommentar \u201eAmerica the Unstable\u201c (\u201eAmerika, die Unbest\u00e4ndige\u201c) auf den Punkt gebracht.<\/p>\n<p>Foroohar begann mit der Feststellung, dass ihre \u201eKernbotschaft\u201c aus dem Zollchaos und seinen Folgen sei, dass Amerika unter Trump zu einem \u201eSchwellenmarkt\u201c geworden sei.<\/p>\n<p>In fr\u00fcheren Zeiten politischer und wirtschaftlicher Spannungen stiegen die amerikanischen Aktien und die W\u00e4hrung aufgrund des Status des Dollars als \u201esicherer Hafen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eEs schien keine Rolle zu spielen, dass alle Faktoren, die den amerikanischen Unternehmen Auftrieb gaben \u2013 von niedrigen Zinsen \u00fcber Finanzstrukturen bis hin zur Globalisierung selbst \u2013 ausgesch\u00f6pft waren. Der US-Verm\u00f6gensmarkt schien immun gegen jegliches Szenario, das sowohl die W\u00e4hrung als auch die Verm\u00f6genspreise zum Einsturz bringen k\u00f6nnte. Trump hat der exorbitanten Privilegierung Amerikas endlich ein Ende gesetzt\u201c.<\/p>\n<p>Sie schloss mit der Bemerkung, dass sie zuvor die M\u00f6glichkeit ausgeschlossen h\u00e4tte, dass Amerika zum Epizentrum einer Schuldenkrise im Stil der Schwellenm\u00e4rkte werden k\u00f6nnte, aber \u201ejetzt nicht mehr\u201c.<\/p>\n<p>Trumps Ma\u00dfnahmen \u2013 die Zollerh\u00f6hungen, die die Wirtschaft verlangsamen werden, und die vorgeschlagenen Steuersenkungen f\u00fcr Unternehmen \u2013 werden Billionen Dollar zu der bereits als \u201eunhaltbar\u201c bezeichneten Schuldenlast hinzuf\u00fcgen, die derzeit bei 36 Billionen Dollar liegt und weiter steigt.<\/p>\n<p>In einem Anfang des Monats ver\u00f6ffentlichten Bericht fasste George Saravelos, globaler Leiter der Devisenforschung bei der Deutschen Bank, die wachsende Einsch\u00e4tzung in f\u00fchrenden globalen Finanzkreisen zusammen.<\/p>\n<p>\u201eTrotz Pr\u00e4sident Trumps Kehrtwende bei den Z\u00f6llen ist der Schaden f\u00fcr den Dollar angerichtet\u201c, schrieb er in einem Bericht. \u201eDer Markt bewertet die strukturelle Attraktivit\u00e4t des Dollars als globale Reservew\u00e4hrung neu und durchl\u00e4uft einen Prozess der De-Dollarisierung\u201c.<\/p>\n<p>Die Krise ist jedoch nicht nur das Ergebnis von Trumps Handlungen. Sie hat sich von langer Hand vorbereitet und ist das Ergebnis eines langen Niedergangs der wirtschaftlichen Position der USA.<\/p>\n<p>Trump hat, wie inzwischen offen zugegeben wird, die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten wirtschafts-, handels- und finanzpolitischen Mechanismen mit der Axt traktiert, weil sie seiner Meinung nach entscheidend zur Schw\u00e4chung der USA beigetragen haben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich erkl\u00e4rt Trump \u2013 f\u00fcr den, \u00e4hnlich wie f\u00fcr Henry Ford, \u201eGeschichte Mumpitz\u201c ist \u2013 nicht, warum diese Mechanismen geschaffen wurden und warum die USA bei ihrer Etablierung eine f\u00fchrende Rolle spielten. Ausschlaggebend war, wie so oft in seinen Ausf\u00e4llen, der Verweis auf die \u201enationale Sicherheit\u201c.<\/p>\n<p>Ziel der Nachkriegspolitik war es, eine R\u00fcckkehr zu den Verh\u00e4ltnissen der Zwischenkriegszeit zu verhindern. Nicht zuletzt aus der Erkenntnis heraus, dass solche Verh\u00e4ltnisse in den gro\u00dfen kapitalistischen L\u00e4ndern, einschlie\u00dflich der USA, zu revolution\u00e4ren K\u00e4mpfen der Arbeiterklasse f\u00fchren w\u00fcrden, wie dies Ende der 1930er Jahre der Fall gewesen war.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsordnung der Nachkriegszeit st\u00fctzte sich auf drei S\u00e4ulen: erstens die Etablierung des US-Dollars als internationale, goldgedeckte W\u00e4hrung; zweitens die Senkung der Z\u00f6lle und die F\u00f6rderung des Freihandels, um erneute Handels- und W\u00e4hrungskriege wie in den 1930er Jahren zu vermeiden; drittens der Wiederaufbau Europas durch den Marshall-Plan. Alle drei basierten auf der St\u00e4rke und industriellen Leistungsf\u00e4higkeit der amerikanischen Wirtschaft.<\/p>\n<p>Entgegen den Behauptungen verschiedener b\u00fcrgerlicher \u00d6konomen und nicht weniger selbsternannter Marxisten, der darauf folgende kapitalistische Wirtschaftsboom der Nachkriegszeit habe die marxistische Analyse des historisch unvermeidlichen \u00f6konomischen Zusammenbruchs des kapitalistischen Systems widerlegt, hat die Nachkriegsordnung ihre grundlegenden Widerspr\u00fcche nicht \u00fcberwunden \u2013 vor allem nicht den zwischen dem Weltmarkt und seiner Aufteilung in rivalisierende Nationalstaaten und Gro\u00dfm\u00e4chte.<\/p>\n<p>Innerhalb von nur 25 Jahren \u2013 aus historischer Sicht eine kurze Zeitspanne \u2013 traten diese Widerspr\u00fcche offen zutage. Am 15. August 1971 hob Pr\u00e4sident Nixon angesichts wachsender Handels- und Zahlungsbilanzdefizite die Golddeckung des US-Dollars auf und brach damit einseitig das Bretton-Woods-Abkommen von 1944.<\/p>\n<p>Dies war ein deutliches Signal, dass die Macht des amerikanischen Kapitalismus, die Grundlage der Nachkriegsordnung, zu schwinden begann.<\/p>\n<p>Das Ende des Bretton-Woods-Systems markierte den Beginn einer neuen Weltfinanzordnung. Noch in den 1950er und 1960er Jahren wurden Wechselkurse fixiert und Kapital- und Finanzstr\u00f6me streng reguliert, um W\u00e4hrungskriege zu vermeiden.<\/p>\n<p>Doch mit dem Ende des Dollar-Gold-Standards begannen die W\u00e4hrungen frei zu schwanken, Kapital- und Devisenkontrollen wurden zunehmend aufgehoben. Ein neues internationales Wirtschaftssystem entstand, das auf Kredit und freiem Kapitalverkehr beruhte.<\/p>\n<p>Der US-Dollar fungierte weiterhin als Basis des internationalen Finanzsystems, erfuhr aber eine tiefgreifende Transformation. Er war nun eine Fiat-W\u00e4hrung, die nicht mehr durch Gold, also realen Wert, gedeckt war, sondern allein durch den amerikanischen Staat. Eine neue globale W\u00e4hrungsordnung entstand.<\/p>\n<p>Wie es in dem FT-Artikel hei\u00dft: \u201eObwohl Nixon 1971 den Dollar vom Gold abkoppelte, blieb der Greenback im Zentrum des monet\u00e4ren Universums. Tats\u00e4chlich hat seine Bedeutung im expandierenden und immer st\u00e4rker vernetzten globalen Finanzsystem sogar noch zugenommen. Weit davon entfernt, die Bedeutung des Dollars zu schm\u00e4lern, hat der Nixon-Schock sie in vielerlei Hinsicht gefestigt.\u201c<\/p>\n<p>Die Befreiung des Dollars von den Beschr\u00e4nkungen der Goldbindung und die damit einhergehenden staatlichen Regulierungen zur Aufrechterhaltung eines festen Wechselkurssystems befreiten die Finanzwelt von den Zw\u00e4ngen des alten Regimes und er\u00f6ffneten enorme neue Wege der Profitakkumulation.<\/p>\n<p>In zunehmendem Ma\u00dfe, vor allem in der US-Wirtschaft, f\u00fchrte dies zu dem, was als Finanzialisierung bezeichnet wird, die Anh\u00e4ufung von Profiten durch spekulative und parasit\u00e4re Methoden.<\/p>\n<p>Je mehr sich diese Methoden entwickelten, desto mehr wurden die Regulierungen des Finanzkapitals, die als Reaktion auf die Krise der 1930er Jahre eingef\u00fchrt worden waren, abgebaut. Dies gipfelte 1999 in der Aufhebung des letzten noch aus der Depressionszeit stammenden Gesetzes, des Glass-Steagall Act, durch die Clinton- Regierung.<\/p>\n<p>1991 er\u00f6ffnete die Liquidierung der Sowjetunion durch die stalinistische B\u00fcrokratie, verbunden mit der Restauration des Kapitalismus in China und der Aufgabe nationaler Entwicklungspolitik durch die b\u00fcrgerlichen nationalen Regime in den ehemaligen Kolonien, neue Profitm\u00f6glichkeiten durch die Globalisierung der Produktion.<\/p>\n<p>Die USA wollten sie nutzen und forderten Chinas Eintritt in die neue Weltordnung. Die Clinton-Regierung dr\u00e4ngte auf den Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation, den die USA sp\u00e4ter unter Pr\u00e4sident George W. Bush ratifizierten.<\/p>\n<p>Die USA sahen in der billigeren Arbeitskraft Chinas eine Goldgrube f\u00fcr Profite und gingen davon aus, dass China ihnen in der neuen Ordnung untergeordnet bleiben w\u00fcrde. Aber die kapitalistische Wirtschaft hat ihre eigene unerbittliche Logik, die hinter dem R\u00fccken der imperialistischen F\u00fchrer wirkt, egal wie m\u00e4chtig sie sind.<\/p>\n<p>Die chinesische kapitalistische Oligarchie erkannte, dass sie angesichts der Transformation des Landes von einer Bauernnation zu einer Nation mit Hunderten Millionen Arbeitern und einer aufstrebenden Mittelschicht in der Wertsch\u00f6pfungskette aufsteigen musste.<\/p>\n<p>Sie konnte sich nicht darauf beschr\u00e4nken, billige Konsumg\u00fcter zu liefern. Sie musste ihre Produktion auf anspruchsvollere G\u00fcter ausweiten, die auf fortschrittlicher Technologie basierten, wenn sie ihr Wirtschaftswachstum aufrechterhalten und das, was sie \u201esoziale Stabilit\u00e4t\u201c nannte, bewahren wollte.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung stellte die Hegemonie der USA jedoch vor eine existentielle Herausforderung. Die Obama- Regierung erkannte dies 2011, als sie ihre Wende nach Asien einleitete. Ihr Handelsbeauftragter Michael Froman schrieb 2014 einen Artikel in <em>Foreign Affairs<\/em>, in dem er die geschw\u00e4chte Position der USA einr\u00e4umte. Er erkl\u00e4rte, das Welthandelssystem m\u00fcsse \u201erevitalisiert\u201c werden, damit die USA ihre F\u00fchrungsrolle behalten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Diese Bem\u00fchungen blieben jedoch erfolglos, da die Handels- und Zahlungsbilanzdefizite weiter anstiegen. Und die US-Staatsverschuldung wuchs weiter in einem Tempo, das als \u201eunhaltbar\u201c eingestuft wurde.<\/p>\n<p>Die USA konnten ihren Schuldenkurs nur aufgrund der Rolle des Dollars als Weltreservew\u00e4hrung fortsetzen. Solange Investoren im In- und Ausland sowie andere Regierungen weiterhin Geld in den Schuldenmarkt pumpten, konnte der imperialistische US-Staat mit seinen enormen Milit\u00e4rausgaben weiter funktionieren.<\/p>\n<p>Der <em>CNN<\/em>&#8211; und Nachrichtenkommentator Fareed Zakaria erl\u00e4uterte diesen Zusammenhang bereits 2023:<\/p>\n<p>\u201eAmerikanische Politiker haben sich daran gew\u00f6hnt, Geld scheinbar ohne R\u00fccksicht auf das Defizit auszugeben \u2013 die Staatsverschuldung hat sich in den letzten 20 Jahren von rund 6,5 Billionen Dollar auf heute 31,5 Billionen Dollar fast verf\u00fcnffacht. Die Fed hat eine Reihe von Finanzkrisen gel\u00f6st, indem sie ihre Bilanz von rund 730 Milliarden Dollar vor 20 Jahren um das Zw\u00f6lffache auf heute rund 8,7 Billionen Dollar ausgeweitet hat. All dies funktioniert nur aufgrund des einzigartigen Status des Dollars. Wenn dieser Status schwindet, wird Amerika eine Z\u00e4sur erleben, wie es sie noch nie gegeben hat.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts dieser Krise wird in einigen Kreisen die Meinung vertreten, dass der Dollar trotz seiner Schwierigkeiten weiterhin als Weltw\u00e4hrung fungieren wird.<\/p>\n<p>Der FT-Artikel \u00fcber die Dollarkrise zitiert die Bemerkungen von Mark Sobel, einem ehemaligen Beamten des Finanzministeriums und derzeitigem US-Vorsitzenden von OMFIF, einem Think-Tank f\u00fcr Finanzfragen.<\/p>\n<p>\u201eDie Dominanz des Dollars wird auf absehbare Zeit bestehen bleiben, weil es keine praktikablen Alternativen gibt\u201c, erkl\u00e4rte er. \u201eIch bezweifle, dass Europa seine Angelegenheiten in den Griff bekommt, und China wird seinen Kapitalverkehr nicht so bald \u00f6ffnen. Was ist also die Alternative? Es gibt einfach keine\u201c.<\/p>\n<p>Sobels Behauptungen \u00fcber die Unf\u00e4higkeit Europas und Chinas, eine Alternative zum Dollar zu bieten, sind zweifellos richtig.<\/p>\n<p>Seine Analyse ist jedoch unvollst\u00e4ndig, da sie auf einer fehlerhaften Logik beruht, die die Lehren aus der historischen Erfahrung ignoriert. Sie basiert auf der Annahme, dass, da der Welthandel und die globalen Finanzen eine internationale W\u00e4hrung erfordern, der Dollar weiterhin diese Rolle spielen muss, weil es nichts gibt, was ihn ersetzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Logik der gegenw\u00e4rtigen Situation ist jedoch weder, dass die Rolle des Dollars fortbestehen kann, noch dass eine andere nationale W\u00e4hrung an seine Stelle treten wird. Vielmehr wird die Weltwirtschaft zunehmend in rivalisierende Handels-, Finanz- und W\u00e4hrungsbl\u00f6cke zerfallen \u2013 ein Kampf jeder gegen jeden \u2013 wie in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen mit all den verheerenden Folgen.<\/p>\n<p>Bei all ihrer Irrationalit\u00e4t und blanken Wahnsinn steckt eine Logik hinter Trumps Politik. Jede seiner \u00c4u\u00dferungen und jede seiner Anordnungen wird mit der nationalen Sicherheit gerechtfertigt \u2013 dass die gegenw\u00e4rtige Wirtschaftsordnung die milit\u00e4rische Kriegsf\u00e4higkeit der Vereinigten Staaten untergraben habe und dass dies um jeden Preis korrigiert werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Die Krise des Dollars bedeutet also, dass sich die Bedingungen f\u00fcr einen neuen Weltkrieg rasch entwickeln, in dem f\u00fcr die USA China \u2013 die existenzielle Bedrohung ihrer Hegemonie \u2013 das Hauptziel ist.<\/p>\n<p>Mit Z\u00f6llen von 145 Prozent und der Aussicht auf weitere Erh\u00f6hungen sowie Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Hightech-G\u00fcter nach China haben die USA eine regelrechte Wirtschaftsblockade gegen Peking verh\u00e4ngt. Wie lange wird es dauern, bis daraus ein offener milit\u00e4rischer Konflikt wird? Die Geschichte zeigt, dass es eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter dazu kommen wird.<\/p>\n<p>In den USA und weltweit haben die herrschenden Klassen keine L\u00f6sung f\u00fcr die Krise des kapitalistischen Systems, \u00fcber das sie pr\u00e4sidieren. \u00dcberall reagieren sie auf den Zusammenbruch mit Wirtschaftskrieg, Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben und Aush\u00f6hlung demokratischer Rechte durch die Errichtung faschistischer und autorit\u00e4rer Regime.<\/p>\n<p>Die internationale Arbeiterklasse ist die einzige gesellschaftliche Kraft, die in der Lage ist, die historische Krise des kapitalistischen Systems, die sich in der Dollarkrise so deutlich manifestiert, auf progressive Weise zu l\u00f6sen. Damit diese Kraft jedoch wirksam werden kann, muss sie die Perspektive der sozialistischen Revolution annehmen und daf\u00fcr k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>#Titelbild: Ein Geldwechsler auf dem Ferdowsi-Platz, dem bevorzugten Ort f\u00fcr Devisenhandel in Teheran (Iran), 05.04.2025 [AP Photo\/Vahid Salemi]<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/04\/21\/rdwr-a21.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 22. April 2025 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nick Beams. Zun\u00e4chst war es nur ein leises Raunen in relativ abgelegenen Teilen der Finanzpresse. 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