{"id":15440,"date":"2025-05-13T15:54:44","date_gmt":"2025-05-13T13:54:44","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15440"},"modified":"2025-05-13T15:54:45","modified_gmt":"2025-05-13T13:54:45","slug":"konrad-adenauer-meinetwegen-auch-hitler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15440","title":{"rendered":"Konrad Adenauer: \u201eMeinetwegen auch Hitler\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>Werner R\u00fcgemer.<\/em> Konrad Adenauer hat alle politischen Regime des 20. Jahrhunderts erlebt und mitgepr\u00e4gt: Die Monarchie (als Spitzenbeamter und Oberb\u00fcrgermeister der Frontstadt K\u00f6ln), die Weimarer Republik (u.a. als Pr\u00e4sident des Preu\u00dfischen Staatsrats), den Nationalsozialismus (durch seine privilegierte Unt\u00e4tigkeit), die unmittelbare Nachkriegszeit (CDU-Gr\u00fcndung) und<!--more--> schlie\u00dflich die Bundesrepublik (Gr\u00fcndungskanzler). Diese politischen Regime und die Rollen Adenauers sehen sehr unterschiedlich aus, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sicherten den Bestand des Kapitalismus in Deutschland und Westeuropa. Es ist aufschlussreich, wie unterschiedlich diese Rollen, subjektiv verortet in der politischen \u201eMitte\u201c, aussehen k\u00f6nnen und doch dasselbe Ziel haben. Dabei waren \u201eDeutschland\u201c und \u201edas deutsche Volk\u201c f\u00fcr Adenauer immer nationalistische und populistische Parolen \u2013 aber das Territorium f\u00fcr das Kapital in Deutschland war nie festgelegt, sondern hatte bewegliche Grenzen. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_1\">1<\/a>]<\/p>\n<p><strong><em>\u201eMeinetwegen auch Hitler\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nach seiner Abwahl als K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeister im M\u00e4rz 1933 und nach der Regierungs\u00fcbernahme durch Hitler fand Adenauer Aufnahme im Benediktinerkloster Maria Laach in der Eifel. Dessen Abt, sein Freund Ildefons Herwegen, predigte \u00f6ffentlich den Segen Gottes auf Hitler herab. Von dort schrieb Adenauer im Juni 1933 an seine Freundin Dora Pferdmenges, Gattin des Gesellschafters der Bank Sal. Oppenheim und Aufsichtsratsmitglied der Dresdner Bank: Meine Partei, das katholische Zentrum, hat versagt, weil es sich \u201ein den letzten Jahren nicht rechtzeitig mit neuem Geiste erf\u00fcllt\u201c hat. \u201eMeines Erachtens ist unsere einzige Rettung ein Monarch, ein Hohenzoller oder meinetwegen auch Hitler, erst Reichspr\u00e4sident auf Lebenszeit, dann kommt die folgende Stufe. Dadurch w\u00fcrde die Bewegung in ein ruhigeres Fahrwasser kommen\u201c. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_2\">2<\/a>]<\/p>\n<p>Der christliche Monarchist Adenauer konstatierte also, dass die b\u00fcrgerlichen Honoratiorenparteien wie auch seine eigene Partei nicht in der Lage gewesen waren, angesichts der St\u00e4rke der Arbeiterbewegung und der Massendemokratie, den Kapitalismus als System zu retten. Die brutalere Variante der Hitler-Diktatur war f\u00fcr ihn dann die n\u00e4chstliegende. Er bejahte sie als die nach den Umst\u00e4nden einzig m\u00f6gliche L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong><em>Politische Mitte<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Diese Beurteilung der Lage hat eine lange Vorgeschichte. Gehen wir zun\u00e4chst nur kurz zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Februar 1932 hatte Adenauer in seiner letzten Wahlkampfrede seine Partei, das Zentrum, als politische Mitte definiert: \u201eSeit dem Jahre 1918 hat sich Deutschland nicht mehr in einer so gefahrvollen Situation befunden wie jetzt. Zwei radikale Lager stehen sich gegen\u00fcber: Auf der einen Seite die radikalisierte Rechte mit einer privaten Armee, auf der anderen Seite die Kommunisten, die au\u00dferordentlich gef\u00e4hrlich sind, nicht nur wegen ihrer Organisation, ihrer Waffen und Hemmungslosigkeit, sondern noch gef\u00e4hrlicher wegen ihrer geistigen Ideen, die sie ins Volk schleudern. Zwischen diesen beiden Lagern stehen eigentlich nur wir\u2026 Es ergibt sich daher f\u00fcr uns eine Aufgabe von mindest so gro\u00dfer Bedeutung wie 1918\/19, die Aufgabe, eine Mitte zu sammeln, die absolut notwendig ist, damit das Volk nicht in zwei Teile zerf\u00e4llt; alles zu tun, was die Gegens\u00e4tze mildert und beseitigt\u2026 In diesem Wahlkampfe kann es sich nicht darum handeln, ob es dem einen oder anderen Stande schlechter geht; in diesem Wahlkampfe handelt es sich um viel gr\u00f6\u00dfere und h\u00f6here Dinge, es handelt sich um die Gesamtexistenz des Deutschen Volkes.\u201c [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_3\">3<\/a>]<\/p>\n<p>Wie sah nun die \u201eMitte\u201c aus, die Adenauer sammeln wollte? Aus seiner Rede geht schon hervor, dass er die SPD und die Gewerkschaften nicht meint. In der Mitte zwischen KPD und NSDAP gab es f\u00fcr ihn nur das katholische Zentrum. Da gab es also gar nichts zum Sammeln.<\/p>\n<p>Er musste also doch woanders sammeln. Deshalb n\u00e4herte sich Adenauer ab Mitte 1932 auch formell der NSDAP in verschiedenen Formen.<\/p>\n<p>Nachdem im Staat Preu\u00dfen ab Mai 1932 nach der Wahl aus SPD und Zentrum keine Regierung mehr zustande kam, forderte Adenauer: Zur \u00dcberwindung der Krise m\u00fcssen \u201ealle konservativen Kr\u00e4fte zwischen Zentrum und NSDAP\u201c versammelt werden. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_4\">4<\/a>] Zur Sammlung der Mitte geh\u00f6rte dann also die NSDAP und Adenauer bezeichnete sie besch\u00f6nigend als \u201ekonservativ\u201c!<\/p>\n<p>Am 6. August 1932 schrieb er: \u201eDie Zentrumspartei verlangt dringend den Eintritt der Nationalsozialisten in die Reichsregierung. Sie wird bereit sein, alsdann diese Regierung zu tolerieren. Der Begriff des Tolerierens ist dehnbar zwischen positiver Mitarbeit und Gewehr bei Fussstehen.\u201c [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_5\">5<\/a>]<\/p>\n<p>Wir sehen also auch einen extremen biegsamen Opportunismus innerhalb dessen, was ihm als \u201ekonservativ\u201c galt: Mit den Nazis konnte man z.B. entweder abwarten oder auch positiv zusammenarbeiten. Das alles m\u00fcndet folgerichtig in das \u201eMeinetwegen auch Hitler\u201c.<\/p>\n<p><strong><em>Mit der Sozialdemokratie gegen die Arbeiterbewegung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Adenauer konnte bei Bedarf auch anders, jedenfalls kurzzeitig, aber f\u00fcr dasselbe Ziel. Wir gehen jetzt etwas weiter zur\u00fcck. Er hatte die Situation von 1933 mit der von 1918\/19 verglichen. 1918 war durch die verbreitete Kritik am Krieg und am Kaiserreich und durch die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te und Streiks der Bestand des Kapitalismus durchaus gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Adenauer war schon vor dem 1. Weltkrieg der h\u00f6chste Beamte in K\u00f6ln (Erster Beigeordneter), im Krieg wurde er 1917 zum Oberb\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt. Er war verantwortlich f\u00fcr die kriegswirtschaftliche Steuerung der Stadt. K\u00f6ln war die Festungs- und Frontstadt im Westen gegen den Erzfeind Frankreich. Adenauer war \u00fcberzeugter Monarchist und hetzte gegen Frankreich. Von K\u00f6ln aus starteten zu Kriegsbeginn 1914 die ersten Bombardierungen der Kriegsgeschichte von St\u00e4dten aus der Luft. Zeppeline flogen von hier mit ihren Bomben zu den Abw\u00fcrfen \u00fcber L\u00fcttich und Antwerpen, dann auch London. Nach K\u00f6ln hatte die Ruhr- und die Chemieindustrie ihre Produktionsst\u00e4tten verlagert.<\/p>\n<p>Adenauer geh\u00f6rte zum Kreis der Durchhaltepolitiker und Durchhalteindustriellen, die trotz drohender Niederlage keine Friedensverhandlungen, sondern weiter ihre Kanonen und Giftgase verkaufen wollten. \u00dcber die Toten des britischen Bombardements an Pfingsten 1918 sagte Adenauer: \u201eSie sind gestorben f\u00fcr Deutschland\u201c. Er hoffte auf die neue Offensive im Westen und forderte in der Stadtvertretung die K\u00f6lner Bev\u00f6lkerung auf, \u201ealle Unbilden des Krieges weiterhin mit Ausdauer und Vaterlandsliebe zu ertragen.\u201c [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_6\">6<\/a>]<\/p>\n<p>Zum Durchhalten machte er Zugest\u00e4ndnisse an die Sozialdemokratie und an die Arbeiter. Obwohl die SPD nach dem preu\u00dfischen Kommunalwahlrecht keine Sitze im K\u00f6lner Stadtrat hatte, verzichteten Adenauer und die beiden Parteien der Liberalen und des Zentrums 1916 auf die Aufstellung eigener Kandidaten und lie\u00dfen drei SPD-Mitglieder reinrutschen, darunter den beredten Chefredakteur des SPD-Organs \u201eRheinische Zeitung\u201c, Wilhelm Vollmann. Adenauer traf sich mit Gewerkschaftsf\u00fchrern. Er unterst\u00fctzte die Erh\u00f6hung der L\u00f6hne in der R\u00fcstungsindustrie. Aus dem Stadthaushalt finanzierte er Essen f\u00fcr die Kinder von R\u00fcstungsarbeiterinnen.<\/p>\n<p><strong><em>Rettung der Stadt K\u00f6ln vor der Revolution<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Als im November 1918 Matrosen mit dem Zug nach K\u00f6ln kommen wollten, forderte Adenauer den Kommandanten der Festung K\u00f6ln auf, die Matrosen auf offener Strecke aufzuhalten. Er riskierte ein Blutbad. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_7\">7<\/a>] Aber der Festungskommandant konnte der Aufforderung nicht nachkommen, denn seine Offiziere und Soldaten waren weggelaufen. Die Matrosen stiegen am Hauptbahnhof aus und wurden begeistert begr\u00fc\u00dft. Adenauer schaltete blitzschnell um. Er stellte dem Arbeiter- und Soldatenrat das Rathaus zur Verf\u00fcgung, Telefon, Schreibkr\u00e4fte und Lebensmittel inklusive. Er f\u00f6rderte aber auch die \u00dcbernahme der F\u00fchrung des Arbeiter- und Soldatenrats durch die SPD-Funktion\u00e4re Wilhelm Sollmann und Johannes Meerfeld. Aber gleichzeitig gr\u00fcndete er den parallelen Wohlfahrtsausschuss. Da holte er Sollmann auch dazu, au\u00dferdem das Zentrum, Unternehmer und die Industrie- und Handelskammer. Hier wurden die praktischen Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Man lie\u00df den Arbeiter- und Soldatenrat im Rathaus sich totlaufen und dann durch die britische Besatzungsregierung aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Adenauer r\u00fchmte sich, so mit der Sozialdemokratie die Stadt K\u00f6ln vor der Revolution gerettet zu haben. Aber er begr\u00fc\u00dfte die Weimarer Demokratie keinesfalls, sie war eine Notl\u00f6sung. Er hing immer noch der Monarchie an. Er kritisierte \u00f6ffentlich die \u201esch\u00e4ndliche, verh\u00e4ngnisvolle Flucht\u201c von Kaiser Wilhelm II. ins Exil, [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_8\">8<\/a>] das ihm in der niederl\u00e4ndischen Monarchie gew\u00e4hrt worden war.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Weimarer Republik arbeitete der K\u00f6lner OB mit der rechten Sozialdemokratie im Stadtrat zusammen, mit Sollmann, Meerfeld und dem sp\u00e4teren DGB-Vorsitzenden Hans B\u00f6ckler. Er machte zwei rechte Sozialdemokraten zu Dezernenten. Der eine, Meerfeld, bekam noch die Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t dazu. Ab Mitte der 1920er Jahre hielt er die SPD dann allerdings schrittweise auf Distanz.<\/p>\n<p><strong><em>Taktisches B\u00fcndnis mit der KPD, Bewunderung f\u00fcr Mussolini<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wenn es gar nicht anders ging, dann paktierte Adenauer auch mit den Kommunisten, jedenfalls einmal. Es ging um eines der Renommierprojekte des Oberb\u00fcrgermeisters, den Bau einer neuen Verkehrsbr\u00fccke \u00fcber den Rhein, die M\u00fclheimer Br\u00fccke. Die Ausf\u00fchrung einer modernen H\u00e4ngebr\u00fccke, die von den befreundeten Konzernen Felten &amp; Guilleaume und Krupp gebaut werden sollte, war teuer. Die SPD lehnte ab. Adenauer fing die gro\u00dfe Fraktion der KPD ein mit dem Argument, in Leningrad w\u00fcrde die Sowjetregierung nur noch solche modernen H\u00e4ngebr\u00fccken bauen. So br\u00fcskierte er seine getreuen SPD-B\u00fcndnispartner wie Wilhelm Sollmann, den Fraktionschef im Stadtrat, brachte aber das Projekt durch.<\/p>\n<p>Gegen Ende der Weimarer Republik kamen aber die rein taktischen B\u00fcndnispartner SPD und KPD f\u00fcr die rettende Sammlung der Mitte gegen Hitler \u00fcberhaupt nicht mehr infrage. Gleichzeitig stieg seine Bewunderung f\u00fcr Mussolini. Adenauer dr\u00e4ngte ihn, mit einem Stand an der gro\u00dfen internationalen Presseausstellung \u201ePressa\u201c 1928 in K\u00f6ln teilzunehmen \u2013 \u00fcbrigens: auch die aufstrebende Sowjetunion bekam einen gro\u00dfen Pavillon. 1929 gratulierte er Mussolini zum Abschluss des Lateranvertrages mit dem Vatikan und zur Etablierung des Katholizismus als Staatsreligion. Adenauer setzte zudem die Berufung Carl Schmitts, des sp\u00e4teren \u201eKronjuristen Hitlers\u201c, als hochbezahlten Professor an der K\u00f6lner Universit\u00e4t durch.<\/p>\n<p>Wir kommen nun zu der bestimmenden Konstante im politischen Leben Adenauers.<\/p>\n<p><strong><em>Die Konstante: enge Beziehungen zu den f\u00fchrenden Kapitalisten<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Im pers\u00f6nlichen und politischen Leben Adenauers gab es in allen Regierungsformen in Deutschland und bei allen taktischen Man\u00f6vern eine Konstante: die enge, vielfach auch ganz pers\u00f6nliche Beziehung zum Spitzenpersonal des rheinischen, dann des deutschen und danach auch des US-Kapitals.<\/p>\n<p>K\u00f6ln war seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Standort der vier Investmentbanken, die die Industrie im Ruhrgebiet, teilweise auch in Luxemburg und Belgien finanzierten: Sal. Oppenheim, Schaafhausen, J. H. Stein und Levy. Sie finanzierten z.B. in Luxemburg den Stahlkonzern ARBED und die Banque International de Luxembourg (BIL). Adenauers erste F\u00f6rderer waren Louis Hagen, der Eigent\u00fcmer der Bank Levy, Rheinbraun-Chef Paul Silverberg und Joseph Neven DuMont, der Eigent\u00fcmer der mit dem preu\u00dfischen K\u00f6nigshaus und Reichskanzler Bismarck eng verbundenen K\u00f6lnischen Zeitung. Hagen war bis 1932 Pr\u00e4sident der K\u00f6lner IHK, Silverberg war dessen Nachfolger. Beide wurden mit jeweils f\u00fcnf Dutzend Mandaten die Aufsichtsratsk\u00f6nige der Weimarer Republik.<\/p>\n<p>Auch die R\u00fcstungsindustriellen des Ruhrgebiets wie Gustav Krupp, August und Ernst Thyssen, Hugo Stinnes und der Chef des Chemiekonzerns Bayer, Carl Duisberg, waren gegen Ende des 1. Weltkriegs mit dem K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeister befreundet. Sie hatten Betriebe in die Frontstadt K\u00f6ln verlegt und setzten sich ab 1917 f\u00fcr die Fortsetzung des Krieges ein. Sie erzwangen die Absetzung des f\u00fcr Friedensverhandlungen geneigten Reichskanzlers Bethmann-Hollweg.<\/p>\n<p>Ab 1921 erhielt Adenauer hochdotierte Aufsichtsratsposten: bei RWE, Rheinbraun, Deutsche Lufthansa, Deutsche Bank, Ruhrgas und in einer Reihe kommunaler Unternehmen. Mit den Tantiemen wurde er nicht nur der reichste Politiker des Deutschen Reiches, sondern best\u00fcckte auch eine dicke schwarze Kasse zur populistischen Landschaftspflege: Spenden an Karnevals-, Krieger- und Frauenvereine, an Polo- und Aeroclubs, an \u201enotleidende Beamte\u201c. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_9\">9<\/a>]<\/p>\n<p>In zwei Industriellengruppen beriet Adenauer in einer Art Nebenregierung die politische Umgr\u00fcndung des Deutschen Reiches, gegen die Weimarer Republik. Zum einen im <strong>Bund zur Erneuerung des Reiches<\/strong>. Zum anderen im \u00e4hnlich zusammengesetzten <strong>Reichswirtschaftsrat<\/strong> mit Duisberg, Ernst von Borsig (Borsigwerke) und Albert V\u00f6gler (Vereinigte Stahlwerke): Man setzte sich u.a. im Preu\u00dfischen Staatsrat gegen Verstaatlichungen durch die Reichsregierung und f\u00fcr die Privatisierung etwa der Reichsbahn ein.<\/p>\n<p>August Thyssen schrieb ihm 1925: \u201eHoffentlich kommt bald die Stunde, wo Sie mit t\u00fcchtigen Leuten an die Spitze der Regierung treten, die unsere Bed\u00fcrfnisse verstehen.\u201c<\/p>\n<p>1927 gr\u00fcndete Adenauer mit dem Kabelfabrikanten Guilleaume von Felten &amp; Guilleaume, dem Braunkohle-Chef Silverberg, dem Kaufhausunternehmer Alfred Tietz und den Bankiers Oppenheim, Hagen, von Schnitzler und dem Freiherrn Kurt von Schr\u00f6der (beide in der Bank J.H. Stein) die K\u00f6lner Sektion des Rotary Clubs. Von Schr\u00f6der wird ab Ende 1932 die Kanzlerschaft Hitlers einf\u00e4deln.<\/p>\n<p>Adenauer agierte mit den Ruhrindustriellen ebenfalls in der Deutschen Kolonialgesellschaft (DKG) und forderte als deren Vizepr\u00e4sident die R\u00fcckgabe der deutschen Kolonien. Bei der Ausstellung Pressa 1928 prangte auf gro\u00dfem Plakat ein Ausspruch von Adenauer: \u201eWir m\u00fcssen f\u00fcr unser Volk mehr Raum haben und daher Kolonien\u201c. Daneben hingen zwei Landkarten, eine mit dem Umriss Deutschlands und der \u00dcberschrift \u201e60 Millionen ohne Raum\u201c; daneben die Landkarte Afrikas mit der \u00dcberschrift \u201eRaum ohne Volk\u201c.<\/p>\n<p>Ab 1921 war Adenauer Pr\u00e4sident des Preu\u00dfischen Staatsrats. Er betrieb ihn als eine Art Nebenregierung, z.B. im Verh\u00e4ltnis zu Mussolini, zu dem der Reichsau\u00dfenminister Gustav Stresemann Distanz hielt. Adenauer setzte mit Mussolini, gegen die Reichsregierung, das Italienische Kulturinstitut in K\u00f6ln durch und lie\u00df es aus der Stadtkasse finanzieren \u2013 es war das einzige derartige Institut in Deutschland vor 1933.<\/p>\n<p><strong><em>Prinzipiell kein Widerstand gegen den Nationalsozialismus<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Adenauer lehnte jeglichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus prinzipiell ab. Wegen seiner Prominenz suchten ihn Vertreter aller Widerstandsrichtungen auf: KPD, Zentrum, christliche Gewerkschafter, G\u00f6rdeler-Kreis mit Stauffenberg. Adenauer lehnte jegliche Zusammenarbeit ab.<\/p>\n<p>Er hielt engen pers\u00f6nlichen Kontakt mit Pferdmenges, dessen Bank Oppenheim bzw. dann ab 1939 Bank Pferdmenges kriegswichtig und an Arisierungen beteiligt war; mit Carl Duisberg, dem IG Farben-Chef; mit Friedrich Flick und ab 1940 mit dem neuen Deutsche-Bank-Chef Hermann-Josef Abs.<\/p>\n<p>Adenauer erhielt vom nationalsozialistischen Regime \u2013 durch die Vermittlung Hermann G\u00f6rings \u2013 nicht nur seine Oberb\u00fcrgermeister-Pension, sondern auch die Erstattung f\u00fcr seine enteignete Villa in K\u00f6ln. Er hielt Verbindungen zu ausl\u00e4ndischen Unternehmern aufrecht, konnte ins Ausland reisen, in der Schweiz Urlaub machen, G\u00e4ste empfangen, Auslandssender h\u00f6ren. Er war \u00fcber die Judenverfolgung in Deutschland und im Ausland zeitnah informiert, er stabilisierte das Unrechtssystem durch seinen prominenten Nicht-Widerstand und machte sich mitschuldig. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_10\">10<\/a>]<\/p>\n<p><strong><em>Nach dem 2. Weltkrieg:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gegen Linke in der CDU, gegen SPD, Verbot der KPD<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Krieg beschwor Adenauer wieder die Mitte zwischen Linken und Rechten. Er wandte sich aber scharf gegen die Linke, nicht nur gegen SPD und KPD, sondern auch gegen die gewerkschaftlich orientierte Linke innerhalb der CDU, zum einen durch die Demagogie des Ahlener Programms: Die Aussage, dass \u201edas kapitalistische Wirtschaftssystem den staatlichen und sozialen Interessen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden\u201c sei, glaubten Adenauer und sein Mitverfasser Pferdmenges selbst \u00fcberhaupt nicht, aber sie mussten 1947 zun\u00e4chst die antikapitalistische Stimmung der gewerkschaftsnahen CDU-Basis ber\u00fccksichtigen. Zwei Jahre sp\u00e4ter, in den \u201eD\u00fcsseldorfer Leits\u00e4tzen\u201c, dem Programm f\u00fcr die erste Bundestagswahl 1949, waren solche Formulierungen vollst\u00e4ndig verschwunden.<\/p>\n<p>Zum anderen halfen die US-Milit\u00e4rregierung und die CIA. Sie sorgten u.a. daf\u00fcr, dass der wichtigste Konkurrent um den CDU-Vorsitz, der gewerkschaftsnahe Ex-Kanzler des Deutschen Reiches und ebenfalls Zentrumspolitiker, Joseph Wirth, ausgebootet wurde, etwa durch Verweigerung von Visa: Erst 1948, als alles entschieden war, durfte Wirth aus der Schweiz, wohin er, im Unterschied zu Adenauer, ins Exil gegangen war, in die Westzonen ausreisen.<\/p>\n<p>Im Kanzleramt traf sich Adenauer mit seinem K\u00fcchenkabinett aus Pferdmenges, Abs, G\u00fcnter Henle (Kl\u00f6ckner) und dem BDI-Pr\u00e4sidenten Berg h\u00e4ufiger als mit seinen Ministern. Er stimmte insbesondere seine Au\u00dfenpolitik, aber auch die Entlassung von verurteilten Unternehmern mit dem US-Hochkommissar John McCloy (Weltbank, Rockefeller, Chase Manhattan) ab. Dabei ging es auch um den nachtr\u00e4glichen Transfer der Gewinne der US-Niederlassungen in Deutschland, die f\u00fcr die Nazis ab 1933 produziert hatten: Ford, General Motors, IBM, Standard Oil, Coca Cola und viele weitere.<\/p>\n<p>Adenauer hatte seit dem Dawes-Plan (1924) engen Kontakt mit Wall-Street-Bankern. F\u00fcr die Stadt K\u00f6ln hatte er Kommunalanleihen an der Wall Street aufgenommen und nicht zur\u00fcckgezahlt. F\u00fcr die Ansiedlung von Ford gew\u00e4hrte er am Stadtrat vorbei heimliche Steuervorteile und f\u00f6rderte die Gr\u00fcndung der US-Handelskammer.<\/p>\n<p>Adenauers Intimfreund und Finanzberater Pferdmenges organisierte dann ab 1948 zusammen mit dem BDI-Pr\u00e4sidenten Berg die heimliche Bespendung der f\u00fcr die Adenauer-Regierungen erforderlichen Parteien CDU, FDP, Deutsche Partei und BHE. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_11\">11<\/a>] Auch diese Konstellation wird wieder als Sammlung der \u201eMitte\u201c ausgegeben, obwohl sie nach rechts offen und gegen Links gerichtet war.<\/p>\n<p>Da die neu gegr\u00fcndete Bundesrepublik Deutschland zun\u00e4chst au\u00dfenpolitisch durch die Hohen Kommissare der Westalliierten vertreten wurde, hatte der neugegr\u00fcndete Staat kein Au\u00dfenministerium. Das Ausw\u00e4rtige Amt wurde deshalb erst 1951 neu aufgebaut, und zwar unter Adenauer, der zus\u00e4tzlich das Amt des Au\u00dfenministers \u00fcbernahm. Deshalb erhielt dieses Ministerium einen noch h\u00f6heren Anteil an Ex-Nazis.<\/p>\n<p>Adenauer lie\u00df nicht nur die SPD und dann vor allem den aufstrebenden Politiker Willy Brandt \u00fcberwachen und diskriminieren, sondern er lie\u00df auch grundgesetzwidrig die Kommunisten verfolgen und die KPD verbieten. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_12\">12<\/a>]<\/p>\n<p><strong><em>Dreimal Separatstaat: Voller Erfolg beim dritten Versuch<\/em><\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Adenauer und seine Freunde aus Banken und Industrie waren die jeweiligen Grenzen Deutschlands nicht verbindlich, sondern zweitrangig. Beim Ruf nach deutschen Kolonien hatten Adenauer und seine Freunde in der Deutschen Kolonialgesellschaft das auch schon demonstriert. Sie experimentierten mit weiteren ver\u00e4nderten staatlichen Grenzen, zun\u00e4chst nach dem 1. Weltkrieg im nahen Westeuropa, innerhalb des Deutschen Reiches und dann nach dem 2. Weltkrieg auch transatlantisch.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr warb Adenauer beim Wahlvolk populistisch mit dem \u201eDeutschland\u201c-Klischee. Der Toten aus dem britischen Bombenkrieg \u00fcber K\u00f6ln gedachte er tr\u00f6stend als \u201egestorben f\u00fcr Deutschland\u201c. Er appellierte bis zur Bundesrepublik an das deutsche Volk als Einheit, propagierte deutsche Interessen, \u201eTreue dem deutschen Volke!\u201c und \u201eLiebe dem deutschen Vaterland!\u201c<\/p>\n<ol>\n<li><strong><em> Rheinischer Separatstaat<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gegen die Demokratisierung der Weimarer Republik \u2013 Verstaatlichungen, 8-Stunden-Tag, Legalisierung der Gewerkschaften und Betriebsr\u00e4te \u2013 experimentierten Adenauer und seine Unternehmens- und Bankiersfreunde und das gehobene katholische Milieu im Rheinland mit Konzepten eines rheinischen Separatstaates und einer eigenen Notenbank. Am deutschen Au\u00dfenministerium vorbei nahm der f\u00fchrende Ruhrindustrielle Hugo Stinnes 1923 Adenauer mit nach Paris, um auszuloten, ob in der franz\u00f6sischen Regierung Interesse an einer westeurop\u00e4ischen Wirtschaftsunion bestehe. Frankreich und das Ruhrgebiet sollten mit Belgien und Luxemburg in eine Zoll- und Wirtschaftsunion zusammengefasst werden. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#foot_13\">13<\/a>] So sollte der Versailler Vertrag durch eine grenz\u00fcberschreitende, halbstaatliche Selbstorganisation des Kapitals unterlaufen werden: Der bisherige deutsche Staat und seine Grenzen waren kein Essential. Aber insbesondere wegen der Ablehnung durch die Bank of England und die franz\u00f6sische Nationalbank \u2013 auf deren Beziehungen der Separatstaat und seine Notenbank angewiesen gewesen w\u00e4re \u2013 ruderte man pragmatisch schnell zur\u00fcck zum \u201eDeutschen Reich\u201c in seinen bisherigen Grenzen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong><em> Preu\u00dfischer Staat als Separatstaat innerhalb des Deutschen Reiches<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Aber auch innerhalb des Deutschen Reiches wurden gegen die Weimarer Verfassung (halb)staatliche Grenzen eingezogen. Der Preu\u00dfische Staat bestand innerhalb des Deutschen Reiches als eigener Staat weiter, mit eigener Regierung, mit Landtag und einem Oberhaus, dem Staatsrat. Dieser preu\u00dfische Teil- und Separatstaat umfasste zwei Drittel des deutschen Territoriums. Er war f\u00fcr Adenauer der monarchistische Wurmfortsatz, ein Staat im Staate, ein innerer Gegenstaat innerhalb des Deutschen Reichs und ein Bollwerk gegen die Weimarer Demokratie. Adenauer war von Anfang bis Ende, von 1921 bis 1933, Pr\u00e4sident des Preu\u00dfischen Staatsrates. Er hielt an dieser Funktion fest, w\u00e4hrend er Angebote f\u00fcr eine Kanzlerschaft des Deutschen Reiches ablehnte. Im Staatsrat pl\u00e4dierte Adenauer fr\u00fcher als sonstwo f\u00fcr die Zusammenarbeit des Zentrums mit der NSDAP. Gleichzeitig spielte der ge\u00fcbte Demagoge populistisch mit kritischen Spitzen gegen das protestantische Preu\u00dfen, mit dem man als guter Katholik nichts zu tun haben wolle. Im Verh\u00e4ltnis zum faschistischen Staat Mussolinis machte Adenauer als K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeister seine eigene Au\u00dfenpolitik gegen die distanzierte Haltung des Reichsau\u00dfenministers Stresemann.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong><em> Separatstaat Bundesrepublik Deutschland<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach 1945 lehnte Adenauer, in \u00dcbereinstimmung mit den westlichen Alliierten und insbesondere mit der US-Regierung und den US-Konzernen, die Erhaltung eines deutschen Gesamtstaates bedingungslos ab. Ein neues staatliches Gebilde, der westdeutsche Teil- und Separatstaat, war f\u00fcr die Rettung des deutschen und westeurop\u00e4ischen Kapitals vor Demokratisierung und Enteignung sowie f\u00fcr die Interessen des US-amerikanischen Kapitals entscheidend. Daf\u00fcr wurde Deutschland gespalten, wurden staatliche und wirtschaftliche Funktionen auch transnational und transatlantisch an die Europ\u00e4ische Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl, an die Europ\u00e4ische Gemeinschaft, dann an die Europ\u00e4ische Wirtschaftsgemeinschaft und die Europ\u00e4ische Union, an die Europ\u00e4ische Atomunion sowie an die NATO (sie hat neben der milit\u00e4rischen auch eine parlamentarische Ebene und wirtschaftliche Aufgaben) \u00fcbertragen, ohne demokratische Legitimation.<\/p>\n<p><em>Von Werner R\u00fcgemer jetzt erschienen: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverst\u00e4ndliche Notizen zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. K\u00f6ln 2018, Papyrossa-Verlag, 357 Seiten, 19,90 Euro. <\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_1\">\u00ab1<\/a>] \u201ePopulistisch\u201c bedeutet: Dem Volk (populus) bzw. dessen Mehrheit werden Gemeinsamkeiten vorgegaukelt (Deutschland als auch soziale Einheit) und damit Versprechungen gemacht (Arbeitspl\u00e4tze, Wohlstand, Frieden, Heimat, Sicherheit f\u00fcr alle), die durch die politische und wirtschaftliche Praxis gar nicht eingehalten werden k\u00f6nnen oder sollen.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_2\">\u00ab2<\/a>] Freundschaft in schwerer Zeit. Die Briefe Konrad Adenauers an Dora Pferdmenges 1933 \u2013 1949. Bonn 2007, S. 68<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_3\">\u00ab3<\/a>] Adenauer im Dritten Reich, hg. von Hans Peter Mensing. Berlin 1991, S. 53f.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_4\">\u00ab4<\/a>] Henning K\u00f6hler: Adenauer. Eine politische Biographie. Berlin 1994, S. 268<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_5\">\u00ab5<\/a>] G\u00fcnther Schulz (Hg.): Konrad Adenauer 1917 \u2013 1933, K\u00f6ln 2007, S. 184<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_6\">\u00ab6<\/a>] Mario Kramp: 1914: Vom Traum zum Albtraum. K\u00f6ln 2014, S. 84<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_7\">\u00ab7<\/a>] Werner Biermann: Konrad Adenauer. Ein Jahrhundertleben. Berlin 2017, S. 109<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_8\">\u00ab8<\/a>] Biermann ebd. S. 113<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_9\">\u00ab9<\/a>] Werner R\u00fcgemer: Colonia Corrupta, K\u00f6ln 2015, 8. erweiterte Auflage, S. 35ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_10\">\u00ab10<\/a>] Werner R\u00fcgemer: 1933 \u2013 K\u00f6lns Oberb\u00fcrgermeister Konrad Adenauer wird durch einen Bankier abgel\u00f6st, in: Ders.: Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. K\u00f6ln 2017, S. 79ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_11\">\u00ab11<\/a>] Werner R\u00fcgemer: Colonia Corrupta. K\u00f6ln 2015 (8. Auflage), S. 15ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_12\">\u00ab12<\/a>] Josef Foschepoth: Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im kalten B\u00fcrgerkrieg. G\u00f6ttingen 2017<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351#note_13\">\u00ab13<\/a>] Peter Wulf: Hugo Stinnes. Wirtschaft und Politik 1918 \u2013 1924. Stuttgart 1979, S. 34 und 57 S. 493 und 201<\/p>\n<p><em>#Titelbild: \u201eIm Grunde genommen bleibt dieser 8. Mai 1945 die tragischste und fragw\u00fcrdigste Paradoxie der Geschichte f\u00fcr jeden von uns. Warum denn? Weil wir erl\u00f6st und vernichtet in einem gewesen sind.\u201c \u2013 Theodor Heuss. Bundespr\u00e4sident Heuss und Bundeskanzler Adenauer in Villa Hammerschmidt Bonn, 17.9.1953. Bild: Bundesarchiv, <a href=\"https:\/\/www.bild.bundesarchiv.de\/dba\/de\/search\/?query=Bild+146-1983-098-20\">Bild 146-1983-098-20<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en\">CC-BY-SA 3.0<\/a><\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=46351\">nachdenkseiten.de&#8230;<\/a> vom 13. Mai 2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werner R\u00fcgemer. Konrad Adenauer hat alle politischen Regime des 20. 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