{"id":15620,"date":"2025-07-23T11:48:35","date_gmt":"2025-07-23T09:48:35","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15620"},"modified":"2025-07-23T11:48:36","modified_gmt":"2025-07-23T09:48:36","slug":"hitlers-krieg-gegen-die-sowjetunion-zugleich-ein-us-stellvertreter-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15620","title":{"rendered":"Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion: Zugleich ein US-Stellvertreter-Krieg"},"content":{"rendered":"<p><em>Werner R\u00fcgemer.<\/em><strong> Die USA unterst\u00fctzten die Sowjetunion gegen den \u00dcberfall der Hitler-Wehrmacht \u2013 das ist weltweit bekannt. Aber zuvor hatten die USA Hitler politisch gef\u00f6rdert, die Hitler-Wehrmacht zur modernsten Armee ausger\u00fcstet und auch die anderen faschistischen Diktaturen Mussolini, Salazar, Franco und Tschiang Kai-shek in China unterst\u00fctzt. US- Konzerne und Wall Street-Banken<\/strong><!--more--> <strong>unterst\u00fctzten dann Hitler-Deutschland auch im Krieg, etwa durch die W\u00e4sche von Raubgold und Raubaktien in weltmarktf\u00e4hige Devisen. So wurde der Krieg verl\u00e4ngert, forderte noch mehr Opfer \u2013 und wurde durch die US-F\u00f6rderung zum bisher gr\u00f6\u00dften US-Stellvertreterkrieg, gegen den gemeinsamen Hauptfeind \u2013 zu dem die Sowjetunion sofort nach dem Krieg auch offiziell erkl\u00e4rt wurde, logischerweise. <\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong> Versailles: Gegenentwurf zur \u201ekommunistischen Weltrevolution\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Versailler \u201eFriedens\u201ckonferenz nach dem 1. Weltkrieg galt unter F\u00fchrung von US-Pr\u00e4sident Woodrow Wilson nicht dem Frieden, sondern im \u201enationalen Interesse\u201c der USA dem Kampf gegen das Vordringen der \u201ebolschewistischen Doktrin nach Westen\u201c.<\/p>\n<p>Als sich abgezeichnet hatte, dass die sozialistische Revolution unter Lenin erfolgreich blieb, wegen der Unterst\u00fctzung im Volk, hatten die USA 1918 noch w\u00e4hrend des Krieges die Invasion in Russland organisiert, nicht nur mit den Alliierten, sondern auch zusammen mit dem Deutschen Kaiserreich, dem eigentlich verteufelten Todfeind: aber gegen den Sozialismus war man beste Freunde.<\/p>\n<p>Auch wurden antikoloniale Kr\u00e4fte von Wilson in Versailles abgewiesen, so etwa die vietnamesische Befreiungsbewegung unter Ho Chi Minh, die um Hilfe gebeten hatte. Die USA f\u00fchrten den Kolonialismus fort \u2013 die deutschen Kolonien wurden Japan, England und Frankreich zugeteilt.<\/p>\n<p><strong>US-Stellvertreter: Faschistische Diktatoren weltweit<\/strong><\/p>\n<p>Die USA hatten im 1. Weltkrieg die europ\u00e4ischen Alliierten kreditiert und ausger\u00fcstet. Damit beschleunigten US-Konzerne und Banken nach dem Krieg ihre Investitionen in Europa. Zur Absicherung der Gewinne f\u00f6rderten die USA alle faschistischen Diktatoren, die Arbeiterbewegungen und Demokra- tie zerst\u00f6rten und die L\u00f6hne niedrig hielten.<\/p>\n<p><strong>Italien: Mussolini<\/strong><\/p>\n<p>Es begann mit Benito Mussolini. Wie in vielen europ\u00e4ischen Staaten hatten auch in Italien seit 1917 Arbeiter gegen den Krieg gestreikt. Nach dem Krieg bildeten sich landesweit Arbeiterr\u00e4te. 1920 hatten etwa eine Million Arbeiter ihre Fabriken besetzt. Die Zeitung <em>L\u2019Ordine Nuovo<\/em> (Die neue Ordnung) der Kommunistischen Partei unter Antonio Gramsci fand Zuspruch.<\/p>\n<p>Doch die faschistischen Schwarzhemden-Trupps des gewendeten Ex-Sozialisten Benito Mussolini kn\u00fcppelten und schossen den Generalstreik brutal nieder. Nach dem Marsch auf Rom 1922 wurde Mussolini von K\u00f6nig Emmanuele III. als neuer Regierungschef inthronisiert. Er war der \u00bbF\u00fchrer\u00ab, der Duce.<\/p>\n<p>Er wurde in den USA als europ\u00e4ische Leitfigur gefeiert. Elbert Gary, mit den Bankern John Pierpont Morgan und Andrew Carnegie Gr\u00fcnder des fusionierten Stahlkonzerns US Steel, forderte 1923: \u201eAuch wir brauchen einen Mann wie Mussolini\u201c. Henry Luce, Herausgeber der Magazine <em>Time<\/em>, <em>Fortune<\/em> und <em>Life<\/em>, pr\u00e4sentierte den Duce als \u201eden wichtigsten politischen F\u00fchrer der Gegenwart.\u201c Der US-Botschafter in Italien, Washburn Child, trat gegen alle diplomatischen Gepflogenheiten in die faschistische Partei ein.<\/p>\n<p>Die USA verkl\u00e4rten ihr Eindringen in Italien als Hilfe f\u00fcr den Wiederaufbau des kriegsgesch\u00e4digten Landes \u2013 wie in Deutschland und anderen Staaten Europas. Der Duce versprach den staatlichen Schutz f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investitionen und f\u00f6rderte die Privatisierung \u00f6ffentlicher Einrichtungen. Der von den US-Konzernen gelobte<\/p>\n<p><em>corporate state<\/em> und sein Verbot der Gewerkschaften garantierten niedrige L\u00f6hne. US-Konzerne kauften Anteile an den wichtigsten italienischen Unternehmen, so an FIAT (Autos), Pirelli (Autoreifen), Montecatini (Chemie). Ford er\u00f6ffnete eine Fabrik.<\/p>\n<p>1935 \u00fcberfiel Italien die Kolonie \u00c4thiopien (\u00bbAbessinienkrieg\u00ab). Es wurde der bis dahin h\u00f6chstmotorisierte Krieg, durch die Kriegsfahrzeuge und das Benzin aus den USA, von Ford, General Motors (GM) und Standard Oil.<\/p>\n<p><strong>Portugal: Salazar<\/strong><\/p>\n<p>In Portugal entstand 1910 durch eine Revolution eine demokratisch-parlamentarische Republik, die Monarchie wurde abgeschafft. Auch hier waren die alten Kr\u00e4fte der Gro\u00dfagrarier, der Kirche, der wenigen Industriellen und des Milit\u00e4rs dagegen. Nach einem Generalsputsch wurde der \u00d6konomie-Professor Antonio Salazar 1928 zun\u00e4chst als Finanzminister eingesetzt, regierte dann ab 1932 als Diktator nach Mussolinis Vorbild, ebenfalls in enger Verbindung mit dem Vatikan. Sein wichtigstes Ziel: \u201ePortugal vor dem Kommunismus retten!\u201c<\/p>\n<p>In den USA schw\u00e4rmte das Magazin Life 1940 vom \u201ebei weitem besten Diktator der Welt, dem gr\u00f6\u00dften Portugiesen seit Heinrich dem Seefahrer.\u201c Die Fordham University in New York verlieh Salazar 1938 die Ehrendoktorw\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Spanien: Franco<\/strong><\/p>\n<p>General Franco, verheiratet mit der Erbin eines adligen Gro\u00dfgrundbesitzers, lie\u00df sich ebenfalls als \u201eF\u00fchrer\u201c (Caudillo) feiern. Er organisierte 1936 den Putsch gegen die Regierung in Madrid. Hitler half mit Soldaten, Waffen, Geld, Kriegsschiffen, Flugzeugen.<\/p>\n<p>Trotz des vom US-Kongress beschlossenen Neutralit\u00e4t lieferte DuPont Bomben, Ford, Studebaker und GM lieferten 12.000 Milit\u00e4rfahrzeuge, Texas Oil und Standard Oil lieferten Treibstoffe. Die Roosevelt-Regierung anerkannte 1939 die faschistische Franco-Regierung sofort nach deren Sieg, gemeinsam mit Hitler-Deutschland und dem Vatikan.<\/p>\n<p><strong>China: Tschiang Kei-shek<\/strong><\/p>\n<p>1925, nach dem Tod Sun Yatsens, des Initiators der 1912 gegr\u00fcndeten Republik China, setzten sich die alten feudalen Oligarchen-Clans durch. Ihre F\u00fchrungsfigur war der Hitler-Fan Tschiang Kaishek: \u201eWas China am meisten braucht ist Faschismus.\u201c<\/p>\n<p>Neben Hitler-Deutschland unterst\u00fctzten die USA den chinesischen Diktator: General Joseph Stilwell wurde Tschiangs Generalstabschef. F\u00fcr den Kampf gegen die Volksbefreiungsarmee unter Mao Tse-tung zahlten die USA die Geh\u00e4lter der 4,3 Millionen Milit\u00e4rs sowie f\u00fcr Flugzeuge, Artillerie, Gewehre und Munition. Auch die pers\u00f6nliche luxuri\u00f6se Lebensf\u00fchrung Tschiangs wurde finanziert, nach dem Motto: \u201eEr ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn.\u201c<\/p>\n<p><strong>Deutschland: Adolf Hitler<\/strong><\/p>\n<p>Henry Ford war nach dem 1. Weltkrieg der erfolgreichste US-Unternehmer, auch international. Ab 1919 gr\u00fcndete er Filia- len in Europa, in Irland, D\u00e4nemark, Spanien, Frankreich, 1922 in Italien, 1924 in den Niederlanden und Schweden, 1925 die erste Filiale in Deutschland \u2013 die zweite sollte 1930 folgen.<\/p>\n<p>Der Gewerkschaftshasser Ford entdeckte neben Mussolini 1922 auch den noch unbekannten Adolf Hitler \u2013 und Hitler hatte auch schon Ford entdeckt. Der Reporter der <em>New York Times<\/em> besuchte Hitler im Dezember 1922 in dessen Hauptquartier in M\u00fcnchen, berichtete \u00fcber das Foto Fords und die antisemitischen Schriften Fords auf Hitlers Schreibtisch sowie \u00fcber die bereits begonnene Unterst\u00fctzung Fords f\u00fcr den \u201eantisemitischen bayerischen Parteichef\u201c. So unterst\u00fctzte Ford den Putschversuch der Hitler-Truppe 1923 in M\u00fcnchen und zahlte ab dann j\u00e4hrlich 50.000 Dollar an Hitler zu dessen Geburtstag. Gro\u00dfindustrielle aus Deutschland, dann auch aus der Schweiz und den Niederlanden kamen erst Jahre sp\u00e4ter als Sponsoren hinzu.<\/p>\n<p>So hatten sich US-Konzerne 1929 mit 1.300 Filialen in Westeuropa etabliert, hatten auch Aktien wichtiger Unternehmen gekauft, hatten den Markt f\u00fcr US-Waren ge\u00f6ffnet, vor allem in Deutschland, hier auch mithilfe der Kreditprogramme Dawes-Plan (1924) und Young-Plan (1930). So waren in Deutschland Anfang der 1930er Jahre die f\u00fchrenden US-Konzerne pr\u00e4sent, etwa Ford, GM, Otis Elevator, Remington, Goodyear, DuPont, Coca Cola, IBM, ITT, Texaco, United Fruit, American Metal, John Deere, International Harvester, Standard Oil, Singer.<\/p>\n<p>Fox T\u00f6nende Wochenschau, die deutsche Tochterfirma des Hollywood-Konzerns 20th Century Fox, produzierte schon vor 1933 Werbefilme f\u00fcr Hitlers Wahlk\u00e4mpfe mit Titeln wie \u201eDer F\u00fchrer\u201c und \u201eHitlers Kampf um Deutschland\u201c. Goebbels war \u00fcberzeugt: Hollywood-Filme sind die bessere Propaganda, weil man die Propaganda nicht bemerkt. Goebbels schickte Regisseure wie Leni Riefenstahl nach Hollywood zum Lernen. Nazi-Deutschland wurde zum gr\u00f6\u00dften K\u00e4ufer von Hollywood-Filmen.<\/p>\n<p><strong>US-Konzerne: Hitler ist besser als Roosevelt<\/strong><\/p>\n<p>Die Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft (DAPG, sp\u00e4ter Esso) war eine 100-Prozent-Tochter von Standard Oil: DPAG-Chef Emil Helfferich wurde 1933 sofort Mitglied im <em>Freundeskreis Reichsf\u00fchrer SS<\/em>, auch <em>Himmler\u00ad Kreis<\/em> genannt.<\/p>\n<p>Den US-Konzernen war Hitler n\u00e4her als Roosevelts <em>New Deal<\/em>: In den USA bek\u00e4mpften sie die Arbeitsgesetze und setzten professionelle Gewerkschaftsfeinde (<em>union buster<\/em>, spezialisierte Agenturen wie die Pinkerton Detective Agency) gegen Gewerkschaften und Belegschaftsvertreter ein.<\/p>\n<p>Mit der Aufr\u00fcstung unter Hitler ab 1935 produzierten Ford, GM und Chrysler in ihren westeurop\u00e4ischen und vor allem deutschen Filialen zehntausende Milit\u00e4rfahrzeuge f\u00fcr die Wehrmacht. GM und Ford produzierten schlie\u00dflich fast 90 Prozent der gepanzerten 3-Tonnen-Leichtkraftwagen und 70 Prozent der mittleren und Schwer-Lkw. Ford stellte von Pkw auf Kriegs-Lkw um und erreichte den weitaus gr\u00f6\u00dften Produktionsumfang im Kriegsjahr 1944.<\/p>\n<p>Pratt&amp;Withney und Boeing produzierten Antriebe f\u00fcr Raketen und Kampfflugzeuge. ITT war am Hersteller von Jagdflugzeugen beteiligt, Focke-Wulf. ITT produzierte in der aufgekauften Firma Huth Radarteile.<\/p>\n<p><strong>US-Konzerne: Wir sind \u201ejudenfrei\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Schon 1930, drei Jahre vor Hitlers Machtantritt, stellte GM in R\u00fcsselsheim ein NSDAP- Mitglied in der Werkszeitschrift <em>Opel\u00ad-Geist<\/em> als Redakteur ein. Dieses Blatt propagierte im Nazi-Jargon den \u201eWillen zur Werksgemeinschaft\u201c. Das sei ein Bestandteil des Wiederaufstiegs \u201eunseres Volkes\u201c bis zum \u201eendg\u00fcltigen Sieg\u201c.<\/p>\n<p>Auch die Aussonderung von Juden vollzogen US-Filialen nach 1933 mit. Ford Deutschland erkl\u00e4rte 1936, man werde \u201enur noch mit arischem Personal\u201c arbeiten. GM trennte sich von j\u00fcdischen Zulieferern. Als \u201ejudenfrei\u201c pr\u00e4sentierten sich auch andere US-Unternehmen. \u201eCoca-Cola eiskalt\u201c- Transparente hingen bei Goebbels\u2019 Propagandareden im Sportpalast neben dem Hakenkreuz. Coca-Cola-Wagen begleiteten Aufm\u00e4rsche der Hitlerjugend. Coca-Cola schaltete Werbung im Reichsrundfunk, in Partei- und Tageszeitungen, in popul\u00e4ren Illustrierten und im f\u00fchrenden Antisemitenblatt <em>\u201eDer St\u00fcrmer\u201c<\/em>. Coca Cola wurde offizieller Getr\u00e4nkesponsor der Olympiade 1936 in Berlin. Das Unternehmen agierte als Teil des Hitler-Staates \u2013 wie es auch als Teil des US-Staates agierte.<\/p>\n<p>IBM hatte 1925 das deutsche Datenverarbeitungs-Unternehmen Dehomag gekauft. Mit Hitlers Regierungsantritt gingen die Ums\u00e4tze in Deutschland sprunghaft in die H\u00f6he. \u201eWir sezieren den deutschen Volksk\u00f6rper\u201c, erkl\u00e4rte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der 1934 er\u00f6ffneten IBM-Produktionsst\u00e4tte in Berlin.<\/p>\n<p><strong>Hitler-Orden f\u00fcr US-Konzernchefs: Ford, IBM, GM<\/strong><\/p>\n<p>1937 hatte Hitler den Verdienstorden vom Deutschen Adler (DAO) eingerichtet, f\u00fcr Ausl\u00e4nder, die sich um das Deutsche Reich verdient machten. Als einer der ersten er- hielt ihn IBM-Chef Thomas Watson: Er hatte durchgesetzt, dass die Jahrestagung der Internationalen Handelskammer 1937 mit 2.500 Delegierten aus 42 Staaten in Berlin stattfand. Man tagte unter Hakenkreuzfahnen in der Kroll-Oper, dem Sitz des Reichstags. Henry Ford erhielt den Orden 1938 zu seinem 75. Geburtstag. James Mooney, als Vizepr\u00e4sident von GM f\u00fcr die Auslandsfilialen zust\u00e4ndig, erhielt im selben Jahr den Adlerorden in Gold.<\/p>\n<p><strong>USA retten die Olympiade 1936 f\u00fcr Hitler in Berlin<\/strong><\/p>\n<p>1931 hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympiade 1936 an Deutschland vergeben. Doch ab 1933 wurden in NS-Deutschland Juden aus Sportvereinen ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Deshalb wurde weltweit gegen die Abhaltung der Spiele in Deutschland protestiert. Als einzige Regierungen schlossen sich die sowjetische und die republikanische in Spanien an. Doch der Pr\u00e4sident des Amerikanischen Olympischen Komitees (AOC), Avery Brundage, organisierte die internationale Gegenbewegung. Brundage, gr\u00f6\u00dfter Immobilieninvestor in Chicago, bewunderte Hitler und war bekennender Antisemit: \u201eIn meinem Club in Chicago sind auch keine Juden zugelassen.\u201c Die Boykottbewegung sah er als \u201ej\u00fcdisch-kommunistische Verschw\u00f6rung\u201c.<\/p>\n<p>Auch der IOC-Vizepr\u00e4sident Sigfrid Edstr\u00f6m zog mit: Der Chef des schwedischen Elektronikkonzerns ASEA machte mit dem Deutschen Reich gute Gesch\u00e4fte. Ebenso beteiligte sich Karl Ritter von Halt, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Mitglied im <em>Freundeskreis Reichsf\u00fchrer SS<\/em>, f\u00fchrender deutscher Sportfunktion\u00e4r und seit 1929 Mitglied des IOC. Auch die faschistischen Achsenm\u00e4chte Italien und Japan sowie das Apartheidregime S\u00fcdafrika warben f\u00fcr die Olympischen Spiele 1936 in Berlin \u2013 sie fanden gl\u00e4nzend statt. Der erfolgreiche Organisator Brundage stieg danach auf, wurde 1952 IOC-Pr\u00e4sident und blieb es bis 1972. Noch 1971 bekannte er: \u201eDie Berliner Spiele waren die sch\u00f6nsten der modernen Zeit.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nazikritischer US-Botschafter in Berlin: durch Hitler-Fan ersetzt<\/strong><\/p>\n<p>1933 hatte US-Pr\u00e4sident Roosevelt den Historiker William Dodd als neuen Botschafter in Deutschland berufen. Er war \u00fcberzeugter Liberaler und Bewunderer deutscher klassischer Kultur. Er kritisierte Nazi-Deutschland \u2013 und machte sich bei US-Konzernen, der Wall Street und im State Department immer unbeliebter.<\/p>\n<p>Auf ihr Dr\u00e4ngen wurde Dodd 1937 durch den Hitler-Fan Hugh Wilson ersetzt. Der lobte: Hitler habe \u201esein Volk aus moralischer und wirtschaftlicher Verzweiflung herausgeholt und zu Stolz und Wohlstand gef\u00fchrt \u2026 und Deutschland gegen kommunistische Einfl\u00fcsse widerstandsf\u00e4hig gemacht und Arbeiterforderungen nach h\u00f6heren L\u00f6hnen unterdr\u00fcckt\u201c.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/hitlers-krieg-gegen-die-sowjetunion-zugleich-ein-us-stellvertreter-krieg\/\"><em>hintergrund.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 23. Juli 2025<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werner R\u00fcgemer. Die USA unterst\u00fctzten die Sowjetunion gegen den \u00dcberfall der Hitler-Wehrmacht \u2013 das ist weltweit bekannt. 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