{"id":15623,"date":"2025-07-24T10:20:46","date_gmt":"2025-07-24T08:20:46","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15623"},"modified":"2025-07-24T10:20:47","modified_gmt":"2025-07-24T08:20:47","slug":"vor-500-jahren-der-deutsche-bauernkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15623","title":{"rendered":"Vor 500 Jahren: Der Deutsche Bauernkrieg"},"content":{"rendered":"<p><em>Oda Lux &amp; Bruno Tesch. <\/em>Der \u201egro\u00dfartigste Revolutionsversuch in der Geschichte des deutschen Volkes\u201c, so Friedrich Engels in seiner Schrift \u201eDer deutsche Bauernkrieg\u201c, endete mit einer unbarmherzigen Niederlage und der weiteren Zersplitterung Deutschlands unter der Herrschaft der gro\u00dfen F\u00fcrsten, der einzigen Klasse, die als Siegerin die Fr\u00fcchte des konterrevolution\u00e4ren Sieges davontrug. <!--more-->\u00dcber Jahrhunderte pr\u00e4gte die Niederlage der B\u00e4uer:innen zugleich auch die Lage in Deutschland, so dass eine Betrachtung des Bauernkrieges auch nach 500 Jahren notwendig bleibt.<\/p>\n<p><strong>Die Klassenlage der B\u00e4uer:innenschaft<\/strong><\/p>\n<p>Engels beschreibt in seiner 1883 ver\u00f6ffentlichten Flugschrift <em>\u201eDer deutsche Bauer\u201c <\/em>die Entwicklung der b\u00e4uerlichen Verh\u00e4ltnisse in Deutschland. Die anf\u00e4ngliche Markgenossenschaft mit gemeinschaftlichen Bebauungsformen war \u00fcber die Einrichtung des Haus- und Hofplatzes \u2013 urspr\u00fcnglich auch ein rechtlicher Schutzraum \u2013 dem st\u00fcckweisen Privatbesitz an Grund und Boden gewichen, der von einzelnen Familien vererbbar bewirtschaftet wurde. Dies bedingte auch, dass diese Strukturen die Herausbildung eines gemeinsamen Klasseninteresses und dessen organisierte Wahrnehmung erschwerten.<\/p>\n<p>Im feudalen Gemeinwesen st\u00fclpte sich dem freien B\u00e4uer:innentum als zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dftem produzierenden Teil der Gesellschaft und f\u00fcr die Nahrungsversorgung zust\u00e4ndig \u2013 etwa 90\u00a0% der Bev\u00f6lkerung waren im Deutschland des 16. Jahrhunderts in der Landwirtschaft t\u00e4tig \u2013 die Herrschaft anderer Klassen \u00fcber. Adel und Klerus residierten \u00fcber den b\u00e4uerlichen Massen und lie\u00dfen sich von ihnen m\u00e4sten. Ersterer nahm in der Regel das Land in Besitz, hatte jedoch in seinen jeweiligen Hoheitsgebieten f\u00fcr den leiblichen Schutz der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung zu sorgen. Diese war als \u201ePrivileg\u201c vom Waffendienst befreit, musste aber unentgeltliche Frondienste, z.\u00a0B. bei Bauvorhaben und Transporten, f\u00fcr ihre Grundherr:innen leisten. Der Geistlichkeit fiel im Feudalstaat die Funktion der sozialen und ideologischen Aufsicht und Verwaltung (\u201eSeelsorge\u201c) zu. Aber sie verf\u00fcgte auch \u00fcber betr\u00e4chtlichen Landbesitz (Kl\u00f6ster) und in L\u00e4ndern wie Italien auch \u00fcber weltlichen. Auch den kirchlichen Tr\u00e4gerschaften gegen\u00fcber waren die B\u00e4uer:innen abgabepflichtig. So beanspruchten die Kl\u00f6ster D\u00f6rferbesitz.<\/p>\n<p>Die Zahl ihrer Abgabenempf\u00e4nger:innen mehrte sich fortschreitend. Zudem wurde im s\u00fcd- und mitteldeutschen Raum die Realteilung angewendet. Die Zahl der zu bewirtschaftenden Einheiten verkleinerte sich, aber die zur Verf\u00fcgung stehende Produktionsfl\u00e4che blieb gleich der wie vor der Aufteilung, was entsprechend geringere Ertr\u00e4ge nach sich zog. Dies und Missernten zwangen viele B\u00e4uer:innen dazu, sich in v\u00f6llige Abh\u00e4ngigkeit von Grundherrschaft zu begeben.<\/p>\n<p><strong>Gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen<\/strong><\/p>\n<p>Der pomp\u00f6se Titel f\u00fcr das staatliche Konstrukt \u201eHeiliges R\u00f6misches Reich Deutscher Nation\u201c bem\u00e4ntelt die gesellschaftlichen Widerspr\u00fcche, die sich seit dem Mittelalter auf deutschem Gebiet vollzogen und auf Ver\u00e4nderung dr\u00e4ngten. Im Gegensatz zu anderen L\u00e4ndern wie Frankreich oder Britannien bestand keine echte Zentralmacht mit Verwaltungszentrum.<\/p>\n<p>Zwar monarchisch gef\u00fchrt, zerfiel das Reich doch in st\u00e4ndische Verb\u00e4nde mit nur wenigen gemeinsamen Institutionen wie Reichstag und Reichskammergericht. Seit dem 15. Jahrhundert war das Reich strukturell nicht mehr zu au\u00dfengerichteter Kriegsf\u00fchrung und Machterweiterung in der Lage.<\/p>\n<p>Im Inneren befanden sich auch die herrschenden Klassen in einem Wandlungsprozess. Teile des Adels verarmten, viele widerstreitende Herrschaftsanspr\u00fcche, oft mit milit\u00e4rischen Mitteln ausgetragen, in die teilweise auch klerikale W\u00fcrdentr\u00e4ger verwickelt waren, Schacher um Landbesitz machten das deutsche Gebiet zu einem territorial, rechtlich und wirtschaftspolitisch un\u00fcbersichtlichen, kontraproduktiven Gebilde. Auch innerhalb des Klerus, der dank seiner herausgehobenen intellektuellen Stellung schon seit dem Mittelalter soziale Fragen theoretisierte, mehrten sich nun Widerst\u00e4nde gegen Amtsmissbr\u00e4uche, z.\u00a0B. Bereicherung der geistlichen Oberschicht durch Ablasshandel, in der noch einheitlichen christlichen Kirche. Dies spiegelte sich in den Bestrebungen zu ihrer Reformierung wider, was sich sp\u00e4ter auch in Territorien unterschiedlicher Konfession analog den rivalisierenden Landesherrschaften niederschlug.<\/p>\n<p>Zugleich hatten sich St\u00e4dte als Bewegungsraum f\u00fcr den Formierungsprozess einer neuen Klasse, des B\u00fcrger:innentums, etabliert. Sie waren jedoch st\u00e4ndisch eingebunden. Seine Machtpositionen konnte es letztlich nur regional geltend machen. Ehedem freie Reichsst\u00e4dte hatten vielfach ihre Selbstst\u00e4ndigkeit eingeb\u00fc\u00dft und befanden sich in Abh\u00e4ngigkeit von weltlichen Landesherren bzw. Bisch\u00f6fen. Die urbanen Bewohner:innen hatten sich auch klassenm\u00e4\u00dfig aufgesplittet. Ihre Oberschicht, die st\u00e4dtischen Patrizierfamilien, profitierte ihrerseits von dem den B\u00e4uer:innen auferlegten Abgabensystem, w\u00e4hrend die plebejischen Elemente, meist Tagel\u00f6hner:innen, sich materiell und rechtlich kaum besser standen als die auf dem Lande Lebenden.<\/p>\n<p>Selbst Gr\u00fcndungen wie der Bund der Kaufmannschaft im norddeutschen Raum, die Hanse oder Handelsh\u00e4user wie die Fugger, die von S\u00fcddeutschland aus operierten und am aufkommenden kolonialen Boom der fr\u00fchen Neuzeit teilhatten und als Kriegsunternehmer sogar kaiserliche Potentaten zeitweise in finanzielle Abh\u00e4ngigkeit brachten, vermochten die gesellschaftlichen Schranken nicht zu durchbrechen. Die Grundlage f\u00fcr eine neue kapitalistische Produktionsweise war noch nicht geschaffen, w\u00e4hrend zugleich die feudale Gesellschaftsformation ihren Zerfallsprozess durchlief.<\/p>\n<p>Der N\u00e4hrboden f\u00fcr einen gesellschaftlichen G\u00e4rungsprozess hatte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts angereichert und g\u00fcnstigere Voraussetzungen bereitet als 100 Jahre zuvor, als es im damals politisch fortgeschrittenen B\u00f6hmen (heute Tschechien) zu Erhebungen um einige st\u00e4dtische Zentren wie T\u00e1bor herum kam, die sich sp\u00e4ter versprengt, doch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum fortsetzten und als Hussitenkriege, benannt nach dem Theologen und zeitweisen Kanzler der Prager Universit\u00e4t Jan Hus, Eingang in die Geschichte fanden. Diese Widerst\u00e4nde gegen die bestehende Ordnung reihen sich wiederum in Vorl\u00e4uferorganisationen \u201eketzerischer\u201c Gemeinschaften auf europ\u00e4ischem Boden wie Waldenser:innen (S\u00fcdfrankreich), Pikard:innen (Nordfrankreich, B\u00f6hmen), Lollard:innen (England) ein.<\/p>\n<p>Es waren verarmte Kleriker an der Basis, die auf die Massen Einfluss nahmen und von dem durch Ablass und andere Tricksereien angeh\u00e4uften Reichtum wenig hatten. Denn sie predigten in den Kirchen, spendeten Trost und die Sakramente. Ebenso sahen sie das Elend und konnten aus einer christlichen \u00dcberzeugung heraus zu einer Kritik der Obrigkeit kommen. Ihre Weltverbessererei \u00e4hnelt daher dem Ansporn der utopischen Sozialist:innen, die Ideen hatten, die ihrer Zeit voraus waren und im selben Moment dem Druck der kapitalistischen Gesellschaft nie langfristig h\u00e4tten standhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine politisierte Bewegung, die im Kern die b\u00e4uerliche Bev\u00f6lkerung erfasste, bildete sich im 15. Jahrhundert, allerdings auf Schweizer Boden, in Form des \u201eBundschuh\u201c. Die gebr\u00e4uchliche Fu\u00dfbekleidung der Bauern und B\u00e4uerinnen diente als Erkennungszeichen. Auf einer ihrer Zusammenk\u00fcnfte formulierten die Anh\u00e4nger:innen 1439 Forderungen wie die Abschaffung von Kirchenabgaben, die Beseitigung adeliger Vorrechte bei der Nutznie\u00dfung der W\u00e4lder, Jagd und Fischgr\u00fcnde und gipfelten in dem Wahlspruch <em>\u201eWir mogen von Pfaffen und Adel nit genesen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Hergang der Geschehnisse<\/strong><\/p>\n<p>Die Bundschuh-Bewegung griff auch in den alemannischen Raum S\u00fcdwestdeutschlands aus und nahm programmatisch etliches vorweg, was sich dann im Fr\u00fchjahr 1525 in dem 12 Artikel umfassenden Manifest von B\u00e4uer:innengruppen der Region wiederfindet.<\/p>\n<p>Es beginnt mit der freien Wahl und m\u00f6glichen Abwahl eines kirchlichen Vorstehers der Gemeinde. Dieser Amtstr\u00e4ger wird von der Gemeinde durch die steuerliche Abf\u00fchrung des Zehnten (10\u00a0% der Eink\u00fcnfte) besoldet. Zus\u00e4tzliche Abgaben sind abzuschaffen.<\/p>\n<p>Jedem\/r soll das Recht auf Jagd und Fischfang zugestanden werden. Ebenso sollen W\u00e4lder f\u00fcr Holzeinschlag zu Bau- und Brennstoffbedarf freistehen. Artikel 10 postuliert die Wieder\u00fcberf\u00fchrung der von den Herrschenden angeeigneten Wiesen und \u00c4cker in Gemeindehand.<\/p>\n<p>In Punkt 8 und 11 wird gefordert, dass \u201eehrbare Leute\u201c die Pachtabgabe an den Grundbesitzer festsetzen und \u00fcberwachen m\u00f6gen, sowie die Abschaffung der Erbschaftsteuer.<\/p>\n<p>Die Belastung durch Frondienste soll verringert werden. Artikel 3 behandelt die Abschaffung der Leibeigenschaft, also des Rechts der Grundherr:innen, \u00fcber Leben und Tod der B\u00e4uer:innen zu entscheiden. Ein sp\u00e4terer Passus klagt \u00fcber die rechtliche Willk\u00fcr bei der Strafbemessung.<\/p>\n<p>Der abschlie\u00dfende Paragraf bringt noch einmal zum Ausdruck, was sich durch alle Artikel hindurchzieht, n\u00e4mlich dass sie die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit ihrer Anliegen ausschlie\u00dflich aus dem Inhalt der Bibel beziehen. In der Anrufung dieser Instanz dr\u00fcckt sich die gro\u00dfe Furcht vor den Konsequenzen seitens der Obrigkeit aus.<\/p>\n<p>Die Forderungen d\u00fcrften nach heutiger Lesart wohl als reformerisch betrachtet werden. Aber auch wenn ihre Verfasser:innen als in einer feudalistischen Weltsicht befangen erscheinen, musste dieses Dokument in den Augen der herrschenden Klassen als aufr\u00fchrerische Ungeheuerlichkeit und Angriff auf ihre Machtbasis wirken. Treffend bemerkt Franz Mehring dazu, dass die deutschen B\u00e4uer:innen 1525 das forderten, was die franz\u00f6sischen ab dem Jahr 1789 erreichen konnten, dass sie durchaus fortschrittliche radikale b\u00fcrgerliche Forderungen stellten, wenngleich sie andererseits in den unreifen Verh\u00e4ltnissen ihrer Zeit befangen blieben.<\/p>\n<p>Dank der technischen Revolution des Buchdrucks konnten innerhalb von zwei Monaten insgesamt 25.000 Exemplare gedruckt und verbreitet werden. Ihr Einfluss auf die folgenden Aufst\u00e4nde d\u00fcrfte betr\u00e4chtlich gewesen sein, obwohl unklar ist, wie viele Bauern und B\u00e4uerinnen die Schrift erreicht hat und ob sie bzw. wie viele von ihnen sie \u00fcberhaupt lesen konnten. Sicher ist davon auszugehen, dass der Inhalt der Schrift v.\u00a0a. durch Mundpropaganda und Reden kursierte.<\/p>\n<p>Bereits vorher belie\u00dfen es b\u00e4uerliche Gruppen nicht bei Deklarationen, vielmehr waren immer wieder lokale Unruhen, vorzugsweise s\u00fcdlich der Mainlinie, aufgeflammt, die aber schnell wieder erloschen. Im Jahr 1525 traf sich dann der angestaute soziale Unmut mit den kirchlichen Reformbestrebungen und entfachte einen revolution\u00e4ren Fl\u00e4chenbrand.<\/p>\n<p>Vor allem die d\u00f6rfliche Oberschicht wollte Ver\u00e4nderungen. Dorfvorsteher, Handwerker:innen und Ackerb\u00fcrger:innen aus den Kleinst\u00e4dten trugen den Aufstand und dr\u00e4ngten vielerorts die armen B\u00e4uer:innen zum Anschluss an die aufst\u00e4ndischen Haufen.<\/p>\n<p>In Gestalt des studierten Predigers Thomas M\u00fcntzer erwuchs der aufst\u00e4ndischen Bewegung eine f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeit. \u00dcber einen zun\u00e4chst theologischen Disput mit Luther, der auf der Stufe reiner Reformen im kirchlichen Sektor stehen blieb und der im Bauernkrieg voll und ganz die Seite der Obrigkeit ergriff, radikalisierte sich M\u00fcntzer. Er entwickelte Vorstellungen eines Umsturzes, die die st\u00e4ndische Gesellschaftsordnung und deren neue Gesellschaft betrafen, auf der er G\u00fctergemeinschaft zu bauen hoffte, und ging dabei auch weit \u00fcber die 12 Artikel von Memmingen hinaus zu fr\u00fchkommunistischen, ihrer Zeit weit vorausliegenden, wenn auch letztlich utopischen Zielen. Anders als andere Theoretiker:innen erkannte er aber auch, dass die alte Ordnung nur durch die Mobilisierung der besonders Unterdr\u00fcckten zum Einsturz gebracht werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>In M\u00fcntzers Person paarte sich das intellektuelle R\u00fcstzeug zur programmatischen Wegweisung mit dem n\u00f6tigen Organisationstalent zur Vorbereitung und F\u00fchrung von k\u00e4mpferischen Auseinandersetzungen. Er richtete eine eigene Druckerei ein und nutzte die Schienen des bestehenden Nachrichtennetzwerks, das die aufstandsbereiten mitteldeutschen mit den s\u00fcdwestdeutschen Kreisen verband, und nahm F\u00fchlung mit den dortigen Bauernf\u00fchrer:innen auf.<\/p>\n<p>In der Hochphase der K\u00e4mpfe versuchte er, die verschiedenen Einheiten zu koordinieren, und lie\u00df Kanonen gie\u00dfen.<\/p>\n<p>In seinem unmittelbaren Wirkungskreis M\u00fchlhausen versuchte M\u00fcntzer mit Tatkraft, einiges von seinen Vorstellungen umzusetzen: u.\u00a0a. Beseitigung von Privilegien, Aufl\u00f6sung der Kl\u00f6ster, Einquartierung von Obdachlosen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Th\u00fcringen arbeitete er an der Organisierung des verabredeten Aufstands. Da dies nicht in aller \u00d6ffentlichkeit vor sich gehen konnte, andererseits die Obrigkeiten nicht \u00fcber einen ausgebauten geheimdienstlichen Apparat verf\u00fcgten, wurden die herrschenden Klassen vom Ausbruch der Kampfhandlungen zur Jahreswende 1524\/1525 und im folgenden Fr\u00fchling \u00fcberrascht, und die Emp\u00f6rer:innen genossen zu Beginn sogar Vorteile.<\/p>\n<p>Doch dies hielt nicht lange an. Wie Karl Kautsky in seinem Werk \u201eVorl\u00e4ufer des neueren Sozialismus\u201c, Band 2, S. 79, darlegt:<\/p>\n<p><em>\u201eZur Zeit der Reformation (\u2026) wurde die Verschw\u00f6rung noch besonders erleichtert durch das kolossale Misstrauen der Herrschenden untereinander. (\u2026) Die Zerrissenheit Deutschlands erschwerte ein planm\u00e4\u00dfiges Zusammenwirken der Obrigkeiten verschiedener Lokalit\u00e4ten. (\u2026) Es mu\u00dfte ihnen erst das Wasser an die Kehle gehen, ehe sie sich zu einer \u201areaktion\u00e4ren Masse\u2018 vereinigten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Bei der als \u201eEntscheidungsschlacht\u201c apostrophierten milit\u00e4rischen Konfrontation am 25. Mai 1525 erlitten die Aufst\u00e4ndischen gegen die vereinigten Truppen von Landgrafen und Herz\u00f6gen eine verheerende Niederlage. Ebenso erging es den anderen Aufstandsversuchen. Sie wurden nach dem Verst\u00e4ndnis der reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte \u201egottgef\u00e4llig\u201c hingemetzelt.<\/p>\n<p><strong>Woran ist die Revolution gescheitert?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht zuletzt entschied die Frage des milit\u00e4rischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses \u00fcber den Ausgang der Auseinandersetzung. Insgesamt z\u00e4hlten die Aufst\u00e4ndischen bei den Zusammenst\u00f6\u00dfen mit den feindlichen Truppen h\u00f6chstens 30.000 Streitkr\u00e4fte. Au\u00dferdem waren sie ihren Gegnern in der Regel hoffnungslos unterlegen. Die schlecht bewaffnete und milit\u00e4risch unge\u00fcbte Schar der 8.000 von Frankenhausen sah sich wohlger\u00fcsteten und erprobten Kriegern gegen\u00fcber, die \u00fcber zahlreiche Gesch\u00fctze verf\u00fcgten. Die schlie\u00dflich mangelnde Koordination und Strategie bei der Weiterf\u00fchrung der K\u00e4mpfe gab der vereinten Reaktion die Gelegenheit, die Revolutionszellen zu isolieren und einzeln zu zermalmen.<\/p>\n<p>Tiefer liegende Ursachen f\u00fcr das Scheitern sind in den sozialen Verh\u00e4ltnissen zu finden.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen hatten die Bestrebungen M\u00fcntzers, ein Zusammenwirken der revolution\u00e4ren Bewegungen der verschiedenen Gegenden herbeizuf\u00fchren, nur geringen Erfolg. Z.\u00a0B. folgten ganze 300 Leute aus der Stadt M\u00fchlhausen seinem Aufruf, den B\u00e4uer:innen zur Hilfe zu eilen.<\/p>\n<p>Zwar fand er unter den Bergarbeiter:innen v.\u00a0a. aus den nahen Mansfelder Gruben sicherlich viele Anh\u00e4nger:innen; in der entscheidenden Stunde waren sie aber nicht auf dem Frankenhausener Schlachtfeld erschienen. Belegt ist ein gemeinsames Vorgehen von b\u00e4uerlichen und Bergarbeiterstreitkr\u00e4ften nur im Erzgebirge nach der Katastrophe von Frankenhausen.<\/p>\n<p>Die B\u00e4uer:innen blieben in den K\u00e4mpfen zumeist unter sich und konnten nicht auf Bundesgenoss:innen aus anderen Klassen und Schichten z\u00e4hlen. Auch die B\u00e4uerinnenschaft selbst war keine homogene Klasse. Die nicht von Realteilung und deren Folgen betroffenen Teile im Westen, Norden und Osten erhoben sich nicht. Die Wirksamkeit der Propaganda f\u00fcr t\u00e4tige Ver\u00e4nderung reichte zwar dazu, dass Aufst\u00e4nde ungef\u00e4hr zeitgleich losbrachen, doch im Fortgang der Ereignisse trat dann wieder b\u00e4uerlicher und kleinst\u00e4dtischer lokaler Partikularismus hervor.<\/p>\n<p>Weder gab es eine einheitliche Zielsetzung \u2013 M\u00fcntzers Vorstellungen wurden auch von seinen Mitstreiter:innen nicht allenthalben geteilt \u2013 noch lie\u00dfen sich die verschiedenen Konzepte zur Ver\u00e4nderung miteinander vereinen. Das B\u00fcrger:innentum wollte ein vereinheitlichteres Wirtschaftsgebiet und mehr Unabh\u00e4ngigkeit von den herrschenden Klassen, war aber bereit, sich mit ihnen zu arrangieren und einen historischen Kompromiss zu schlie\u00dfen, auch auf Kosten der in der Rangordnung noch weiter unten stehenden B\u00e4uer:innenschaft. Die wollte das Joch der Unterdr\u00fccker:innen absch\u00fctteln und im Bestfall egalit\u00e4re gesellschaftliche Teilhabe oder doch wenigstens alte Freir\u00e4ume f\u00fcr sich wiederhergestellt wissen. Die Revolution blieb also bei einem Versuch.<\/p>\n<p><strong>Folgerungen<\/strong><\/p>\n<p>G\u00fcnter Vogler, einer der wichtigsten Historiker zum Bauernkrieg, f\u00fchrte u. a. in seinem Artikel \u201eDas Konzept ,deutsche fr\u00fchb\u00fcrgerliche Revolution\u2018. Genese \u2013 Aspekte \u2013 kritische Bilanz\u201c seine \u00dcberlegungen zur Charakterisierung und Einordnung der Bauernkriege als \u201efr\u00fchb\u00fcrgerliche Revolution\u201c aus. Er legt darin dar, dass die beiden Komponenten \u2013 Reformation und Bauernkrieg \u2013 sich in der Bewertung erg\u00e4nzen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Vogler f\u00fchrt an, dass das St\u00e4dteb\u00fcrger:innentum an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert keine monolithische Einheit darstellt. Seine Differenziertheit spiegelt sich in dem Weiterbestehen einfacher Warenproduktion, die sich jedoch zunehmend in einen fr\u00fchkapitalistischen Produktions- und Austauschprozess einbindet, was auch den Anteil der Lohnarbeit erh\u00f6hte und das Spektrum der sozialen Schichten im unteren Segment der Gesellschaft erweiterte.<\/p>\n<p>Ein Krisenbewusstsein der sozialen Ver\u00e4nderungen ist zu der Zeit allgemein vorhanden, doch es nimmt verschiedene Erscheinungsformen an und ist gepr\u00e4gt von jeweiligen gesellschaftlichen Interessen.<\/p>\n<p>Die Reformation wird als eine Art Katalysator herausgestellt: Die lutherischen Ideen boten den B\u00e4uer:innen u.\u00a0a. einen Ansatzpunkt durch die Betonung des Gemeindegedankens und er\u00f6ffneten auch die Perspektive, die Dorfgemeinde zu st\u00e4rken. Zur F\u00f6rderung von Selbstbehauptung gegen obrigkeitliche \u00dcbergriffe trugen auch die Berufung auf christliche Freiheit und g\u00f6ttliches Recht bei. Die Reformationsbewegung, die zun\u00e4chst in St\u00e4dten und bei einigen Adelsh\u00e4usern Anklang gefunden hatte, erhielt w\u00e4hrend der Bauernkriege durch die Aufnahme dieser Grundideen eine gest\u00e4rkte soziale Basis.<\/p>\n<p>Vogler meint, von beiden Komponenten, Reformation und Bauernkrieg, gingen systemsprengende Impulse aus, und es sei dementsprechend gerechtfertigt, hier den Revolutionsbegriff anzuwenden. Er begr\u00fcndet dies mit dem Verlangen nach <em>\u201eRespektierung der Normen des Evangeliums, Beseitigung des privilegierten Status der Geistlichkeit, S\u00e4kularisierung des kirchlichen Besitzes, Verb\u00fcrgerlichung des Kirchenwesens (gemeint ist wohl Zugang des B\u00fcrger:innentums zu Kirchen\u00e4mtern; d. Verf.), Anhebung der sozialen und politischen Rolle der Gemeinden, (\u2026) Streben der Untertanen nach Landstandschaft (Rechtsschutz) und politischer Mitsprache, Aufhebung der Leibeigenschaft\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Der gesellschaftliche Prozess mit seinen vielf\u00e4ltigen Konflikten war von der Tendenz gepr\u00e4gt, den Weg zu einer b\u00fcrgerlichen Gesellschaft zu \u00f6ffnen. Die st\u00e4dtische Umgebung bot die besten Voraussetzungen, die reformatorischen Ideen praktisch zu wenden. Neugestaltungen \u2013 oftmals weitreichender Art \u2013, so argumentiert Vogler, wurden zuerst \u00fcberwiegend in st\u00e4dtischen Kommunen eingeleitet, die Eigentums-, Rechts- und Statusfragen ansprachen. Spezifische Anliegen der l\u00e4ndlichen Gesellschaft, die das Gleiche behandelten, w\u00e4ren mit b\u00fcrgerlichen Interessen durchaus kompatibel gewesen.<\/p>\n<p>Er kommt zu dem Schluss, dass die Revolution unter unausgereiften Bedingungen ausgel\u00f6st wurde, und damit wurden auch Probleml\u00f6sungen limitiert. 1525 waren weder der reine Widerspruch zwischen Kapital und Lohnarbeit noch die historischen Umst\u00e4nde, die sie hervorgebracht haben, die Industrialisierung, denkbar.<\/p>\n<p>Diese Folgerung unterscheidet sich nicht grundlegend von denen eines Friedrich Engels oder Franz Mehring. Gegen Lassalle h\u00e4lt auch dieser fest: <em>\u201eEr wollte eine wirkliche Revolution nur anerkennen, wo ein altes Prinzip durch ein neues ersetzt werde, und indem er den Grundbesitz als das Prinzip des Mittelalters, die Industrie als das Prinzip der neuen Zeit auffa\u00dfte, sprach er dem Bauernkrieg mit Unrecht den revolution\u00e4ren Charakter ab, weil er am Prinzip des Grundeigentums festgehalten und vom Prinzip der Industrie nichts gewu\u00dft habe.\u201c<\/em> (Mehring, Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters, in Mehring, Gesammelte Schriften, Band 5, S. 38)<\/p>\n<p>Zugleich stellten aber Mehring und Engels eine wichtige Schlussfolgerung heraus, die bei Vogler und seinem Begriff der \u201eAuftaktrevolution\u201c in der fr\u00fchb\u00fcrgerlichen Phase eher unklar bleibt, n\u00e4mlich die Rolle des B\u00fcrger:innentums in der \u201efr\u00fchb\u00fcrgerlichen Revolution\u201c. Im <em>\u201eDeutschen Bauernkrieg\u201c<\/em> zieht Engels eine Parallele zwischen der Rolle dieser Klasse in den Bauernkriegen und in der Revolution 1848 \u2013 nur eine Minderheit k\u00e4mpfte, die Mehrheit agierte z\u00f6gerlich und suchte ihren Frieden mit der Obrigkeit. Dabei wird die geschichtliche Grundlage f\u00fcr die besonders servile, obrigkeitsgl\u00e4ubige Rolle des deutschen B\u00fcrger:innentums gelegt, die mit der Niederlage der B\u00e4uer:innen \u00fcber Jahrhunderte verfestigt wird.<\/p>\n<p>Schon im Bauernkrieg entschieden sich nicht nur die st\u00e4dtischen Patrizier:innen f\u00fcr die Konterrevolution, sondern auch die Masse des noch st\u00e4ndisch gepr\u00e4gten, erst in der Entstehung begriffenen B\u00fcrger:innentums. Wenn man den Begriff der \u201efr\u00fchb\u00fcrgerlichen Revolution\u201c verwenden will, so handelte es sich um eine ohne B\u00fcrger:innentum. Es distanzierte sich davon und stellte sich auf die Seite der Schl\u00e4chter:innen. Besonders etliche unter den heute noch so gefeierten \u201eHumanisten\u201c, wie Melanchthon u.\u00a0a., verleumdeten und hetzten aufs \u00dcbelste gegen die B\u00e4uer:innen. Der \u201egro\u00dfe Reformator\u201c Martin Luther forderte in seiner Schrift \u201eWider die m\u00f6rderischen und r\u00e4uberischen Rotten der Bauern\u201c ihre brutale Niederschlagung durch die F\u00fcrstenh\u00e4user, was diese in ihrem heiligen Eifer auch taten.<\/p>\n<p><strong>Folgen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die B\u00e4uer:innenschaft bedeutete die Niederschlagung der Aufst\u00e4nde in Deutschland eine historische Niederlage. Ihr Los als unterdr\u00fcckteste Klasse blieb \u00fcber Jahrhunderte unver\u00e4ndert. Auch die offizielle Aufhebung der Leibeigenschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts st\u00fcrzte sie letztlich nur in neue Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>Was \u00e4nderte sich in Deutschland? Das F\u00fcrstentum, der Hochadel, siegte und spaltete sich in einen katholischen und einen protestantischen Fl\u00fcgel. Die einfache Bev\u00f6lkerung hatte gewiss nichts davon, denn der Kompromiss, auf den sich beide Seiten einigten, war eine religi\u00f6se Koexistenz, die schon ein Jahrhundert sp\u00e4ter (Drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg) auch politische Auswirkungen haben sollte. Sie hatten nun die Wahl, sich von protestantischer oder katholischer Seite ausbeuten zu lassen. Dies schw\u00e4chte dar\u00fcber hinaus das Kaisertum und die Entstehung einer absoluten Monarchie, verz\u00f6gerte die nationale Einheit, gest\u00fctzt auf das B\u00fcrger:innentum, zu Lasten v.\u00a0a. der Landesf\u00fcrst:innen.<\/p>\n<p>Die Zahl der Verlierer:innen des Krieges erstreckte sich nicht nur auf die B\u00e4uer:innen, sondern auch auf die Geistlichkeit, die ihren Reichtum und ihre Macht, vor allem in den protestantischen Gebieten, eingeb\u00fc\u00dft hatte. Aus Sicht des Kleinadels kam das Resultat des Krieges ebenfalls einer Niederlage gleich, denn auch er wurde entmachtet. Allerdings nicht durch die B\u00e4uer:innenschaft, sondern durch die F\u00fcrstengeschlechter, die sich durchgesetzt hatten. Gerade im Heiligen R\u00f6mischen Reich zeigte sich, was der R\u00fcckfall zur Monopolisierung der Macht in den H\u00e4nden der Sieger:innen bedeutete, sodass sich fr\u00fchere Klassen oder Subklassen geschlagen geben mussten. Selbst die st\u00e4dtische Oberschicht hatte nicht gesiegt, noch lange nicht.<\/p>\n<p>Im Gegenteil. Die Bourgeoisie emanzipierte sich in Deutschland selbst wirtschaftlich \u00e4u\u00dferst schwerf\u00e4llig. Erst durch die napoleonische Eroberung und die Einf\u00fchrung moderner Produktionsmethoden erhielt sie einen Schub voran. V.\u00a0a. politisch blieben ihr die T\u00fcren verschlossen. Ihr Revolutionsversuch 1848 scheiterte kl\u00e4glich. Das gew\u00fcnschte einheitliche Wirtschaftsgebiet wurde nicht aus eigener Machtf\u00fclle, sondern durch den monarchisch gef\u00fchrten Obrigkeitsstaat erst 1871 von oben hergestellt. Die deutsche Bourgeoisie spielte in allen Phasen der Entwicklung ihrer Gesellschaft schon eine erb\u00e4rmliche Rolle. Fortschritt musste ihr \u2013 selbst in ihrem eigenen Interesse \u2013 von anderen aufgezwungen werden.<\/p>\n<p>Auch wenn die Bauernaufst\u00e4nde und vor allem ihre politisch fortgeschrittensten F\u00fchrer:innen wie Thomas M\u00fcntzer gewisserma\u00dfen zu fr\u00fch kamen, so verdeutlicht ihre Rolle zugleich, dass in allen Wendepunkten der deutschen Geschichte die Kraft der Revolution ausschlie\u00dflich aus den untersten, ausgebeuteten Klassen kam.<\/p>\n<p><strong>Anhang: Ungel\u00f6ste Fragen<\/strong><\/p>\n<p>An Erkenntnisse aus dem Bauernkrieg k\u00f6nnen wir in Deutschland nicht mehr ankn\u00fcpfen, da sich Sozialstruktur und Status der restlichen B\u00e4uer:innen im Agrarkapitalismus nicht mehr mit der aus dem 15. und 16. Jahrhundert vergleichen lassen.<\/p>\n<p>Aber nach wie vor ist die Agrarfrage international immer noch nicht gel\u00f6st. Hunderte Millionen sind weiterhin in den imperialisierten L\u00e4ndern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in der Landwirtschaft t\u00e4tig und m\u00fcssen unter menschenunw\u00fcrdigsten Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen dahinvegetieren. Sie sind auch die erste Adresse als Bundesgenoss:innen f\u00fcr die Arbeiter:innenklasse im weltweiten Kampf zum Sturz des Kapitalismus.<\/p>\n<p>Deshalb geh\u00f6rt ein Agrarprogramm in das unverzichtbare Arsenal einer revolution\u00e4ren internationalistischen Organisation. Als Schl\u00fcsselforderungen gelten:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Land denen, die es bebauen!<\/li>\n<li>Enteignung des Gro\u00dfgrundbesitzes, Landaufteilung an die Kleinb\u00e4uer:innen bzw. Verstaatlichung der Gro\u00dfbetriebe und Plantagen mit Landarbeiter:innen unter deren Kontrolle!<\/li>\n<li>Anreize zum genossenschaftlichen Zusammenschluss durch gemeinschaftliche Nutzung von Maschinen, D\u00fcnge- und Futtermitteln!<\/li>\n<li>Freier Zugang zu Ressourcen, insbesondere Wasser und Energievorr\u00e4ten!<\/li>\n<li>Schutz vor Umwelt- und Klimasch\u00e4den!<\/li>\n<li>Schutz vor imperialistischer Ausbeutung und finanzieller Abh\u00e4ngigkeit!<\/li>\n<li>Einebnung der Kluft zwischen Stadt und Land!<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>#Titelbild: Schlacht bei Frankenhausen vom 15. <\/em><em>Mai 1525. Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.bauernkrieg2025.de\/de\/das-bauernkrieg-wiki\/bauernkrieg\"><em>https:\/\/www.bauernkrieg2025.de\/de\/das-bauernkrieg-wiki\/bauernkrieg<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/arbeiterinnenmacht.de\/2025\/07\/10\/vor-500-jahren-bauernkrieg\/\"><em>arbeiterinnenmacht.de&#8230;<\/em><\/a><em> vom 24. 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