{"id":15630,"date":"2025-07-25T10:04:31","date_gmt":"2025-07-25T08:04:31","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15630"},"modified":"2025-07-25T10:04:33","modified_gmt":"2025-07-25T08:04:33","slug":"schweizer-steuerpolitik-foerdert-ungleichheit-statt-ausgleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15630","title":{"rendered":"Schweizer Steuerpolitik f\u00f6rdert Ungleichheit statt Ausgleich"},"content":{"rendered":"<p><em>Hans Baumann und Robert Fluder. <\/em><strong>Das reichste Prozent der Schweiz besitzt 45 Prozent der gesamten Privatverm\u00f6gen. Vor gut 30 Jahren waren es erst 32 Prozent. <\/strong><\/p>\n<p>Gem\u00e4ss Bundesverfassung m\u00fcssten die Steuerzahlenden entsprechend ihrer Leistungsf\u00e4higkeit zu den staatlichen Einnahmen beitragen, und<!--more--> die Steuerprogression sollte den sozialen Ausgleich f\u00f6rdern. In der Praxis sieht das heute ganz anders aus. In kaum einem anderen Land konzentriert sich der Besitz so einseitig bei Wenigen.<\/p>\n<p><strong>Steuerf\u00f6deralismus versch\u00e4rft Ungleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Abbildung 1 zeigt, wie die steuerliche Belastung in verschiedenen Kantonen in Abh\u00e4ngigkeit vom Einkommen zunimmt. Sie zeigt aber auch, dass die Steuerbelastungen in den Kantonen sehr verschieden sind. Die Kantone Waadt und Bern besteuern die mittleren Einkommen deutlich h\u00f6her als Z\u00fcrich, Obwalden und insbesondere Zug. Noch gr\u00f6sser sind die Unterschiede f\u00fcr die Reichen. Bei einer halben und bei einer ganzen Million Einkommen sind die Belastungen in den Kantonen der Zentralschweiz nur etwa halb so hoch wie in den Kantonen Bern und Waadt. Im Kanton Genf werden die h\u00f6chsten Einkommen am st\u00e4rksten besteuert. \u00a0<\/p>\n<p><em>Abbildung 1: Steuerliche Belastung der kantonalen und kommunalen Steuern in Prozent des Einkommens (ledige Personen)<\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"762\" height=\"401\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15631\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1.jpg 762w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-300x158.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 762px) 100vw, 762px\" \/><\/a><\/figure>\n<p><em>Quelle: Steuerrechner der ESTV. Kantonshauptst\u00e4dte.<\/em><\/p>\n<p><em><u>Anmerkung<\/u><\/em><em>: in Prozent des Bruttoeinkommens. Ber\u00fccksichtigt sind s\u00e4mtliche gesetzlichen Abz\u00fcge, die ohne Nachweis get\u00e4tigt werden k\u00f6nnen. (8.4.2025)<\/em><\/p>\n<p>Bei den Verm\u00f6genssteuern sind die kantonalen Unterschiede noch gr\u00f6sser. So betr\u00e4gt der Steuersatz f\u00fcr 1 Million Franken Verm\u00f6gen in den Kantonen Zug, Nidwalden, Obwalden und Schwyz nur gerade zwischen 1,2 und 1,4 Promille, w\u00e4hrend dieser in den Kantonen Basel-Landschaft, Waadt und Neuenburg \u00fcber 6 Promille betr\u00e4gt. W\u00e4hrend also eine Person in einem Kanton 1200 Franken an Verm\u00f6gensteuern bezahlt, muss diese in einem anderen Kanton 6000 Franken bezahlen, das heisst f\u00fcnf Mal so viel.<\/p>\n<p>Gross sind die kantonalen Unterschiede auch bei den Unternehmenssteuern: In Zug betr\u00e4gt der Steuersatz 11,8 Prozent w\u00e4hrend dieser in Bern bei 20,5 Prozent und in Z\u00fcrich bei 19,6 Prozent liegt. Zus\u00e4tzlich unterscheiden sich die Unternehmenssteuern noch von Gemeinde zu Gemeinde. Auch hier kann somit die Belastung je nach Kanton oder Gemeinde fast doppelt so hoch sein.<\/p>\n<p>Aufgrund der unterschiedlichen Steuers\u00e4tze und Abzugsm\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen Spitzenverdienende und Unternehmen grosse Summen an Steuern sparen. Deshalb haben sich in den letzten Dekaden die wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Kantonen vergr\u00f6ssert. Es sind vor allem die Steueroasen, welche diese Entwicklung vorantreiben. So geh\u00f6ren die Kantone Obwalden, Schwyz und Zug zu den Kantonen mit dem h\u00f6chsten Durchschnittseinkommen und gleichzeitig der h\u00f6chsten Einkommensungleichheit (Abbildung 2)<\/p>\n<p><em>Abbildung 2: Durchschnittseinkommen und Einkommensungleichheit nach Kanton 2021<\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"701\" height=\"491\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15632\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-1.jpg 701w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-1-300x210.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><\/a><\/figure>\n<p><em>Quelle: ESTV, Steuerstatistik, Kennzahlen f\u00fcr das Jahr 2021.<\/em><\/p>\n<p><em>Anmerkung: Vertikale Achse Gini-Koeffizient des steuerbaren Einkommens pro Kanton, horizontale Achse: durchschnittliches steuerbares Einkommen pro Kanton.<\/em><\/p>\n<p><strong>Steuerschlupfl\u00f6cher f\u00fcr die Reichsten &nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Es existieren viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Steueroptimierung und Steuerabz\u00fcge, die vor allem bei h\u00f6heren Einkommen massive Steuereinsparungen erm\u00f6glichen. Ein extremes Beispiel ist die Pauschalbesteuerung reicher Einwanderer. Zudem haben wohlhabende Personen die M\u00f6glichkeit, ihr Verm\u00f6gen mittels Beteiligungsgesellschaften zu verwalten, was ebenfalls Steuerersparnisse erm\u00f6glicht. Auf diese Weise zahlen sehr reiche Personen laut der \u00d6konomin Isabel Martinez von der ETH-Konjunkturforschungsstelle (Kof) prozentual kaum mehr Steuern als Mittelstandsfamilien.<\/p>\n<p>Bei den direkten Steuern scheint sich auf den ersten Blick der Grundsatz einer Steuerbelastung nach Leistungsf\u00e4higkeit zu best\u00e4tigen. Denn das einkommensreichste Prozent der Bev\u00f6lkerung bezahlt gem\u00e4ss \u00abVerteilungsradar\u00bb des Luzerner Wirtschaftsinstituts IWP gut 23 Prozent aller direkten Steuern, obwohl sein Anteil an der gesamten Einkommenssumme mit 11 Prozent deutlich tiefer liegt. Auch f\u00fcr die reichsten 10 Prozent scheint es sich zu best\u00e4tigen. Sie tragen \u00fcber 53 Prozent zum Steueraufkommen bei. Ihr Anteil an der gesamten Einkommenssumme liegt mit fast 34 Prozent deutlich tiefer.&nbsp;<\/p>\n<p>Gemessen am Verm\u00f6gen wird der Grundsatz der Leistungsf\u00e4higkeit aber nicht eingehalten. Beim Verm\u00f6gen besitzt das reichste Prozent sogar rund 45 Prozent aller Verm\u00f6gen, die reichsten 10 Prozent gar 78 Prozent und damit deutlich mehr als sie zum Steuerertrag beitragen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><em>Abbildung 3: Anteile der reichsten 1% und 10% am Einkommen, Verm\u00f6gen sowie Steuern und obligatorischen Abgaben 2020\/ 2021<\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"672\" height=\"366\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15633\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-2.jpg 672w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-2-300x163.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px\" \/><\/a><\/figure>\n<p><em>Quellen: H\u00e4ner-M\u00fcller et.al. 2024, Martinez 2024, Fluder et.al. 2023, Baumann, Fluder 2020, ESTV: Statistik Bundessteuern, EFV: \u00d6ffentliche Finanzen der Schweiz, 2021-2024, BSV: Schweizerische Sozialversicherungsstatistik, 2024,<\/em><\/p>\n<p><em>Anmerkung: Bei den Steuern und Abgaben wurden das einkommensreichste 1 Prozent beziehungsweise die reichsten 10 Prozent als Berechnungsgrundlage genommen. Olbigatorische Abgaben inklusive obligatorische Krankenkasse und BVG. Beim BVG wurde ein Arbeitnehmerbeitrag von 15 Prozent angenommen.<\/em><\/p>\n<p>Steuern sind jedoch nur ein Teil der Belastung der Haushalte durch den Staat. F\u00fcr das massgebende verf\u00fcgbare Einkommen m\u00fcssen alle obligatorischen Abgaben, wie Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge und Krankenkassenpr\u00e4mien betrachtet werden. Diese Zwangsabgaben haben in den letzten Jahren zugenommen und \u00fcbersteigen heute den Betrag der direkten Steuern von Bund, Kanton und Gemeinden.&nbsp;<\/p>\n<p>Das System der obligatorischen Abgaben ist stark degressiv. F\u00fcr eine vierk\u00f6pfige Familie mit mittlerem Einkommen sind allein die Krankenkassenpr\u00e4mien h\u00f6her als die direkten Steuern. Bei den h\u00f6chsten Einkommen fallen sie hingegen weniger ins Gewicht. Wegen des kleinen Anteils an Lohneinkommen ist bei den Reichsten der Anteil der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge am Einkommen nur gering. Dazu kommt, dass die Pr\u00e4mien der Krankenkassen pro Person unabh\u00e4ngig vom Einkommen bemessen werden und somit alle in gleichem Mass belastet werden.<\/p>\n<p>Werden die gesamten Abgaben an den Staat betrachtet, so zeigt sich ein ern\u00fcchterndes Resultat: In der Schweiz gibt es keine Umverteilung durch Steuern und Abgaben. Gesamthaft sind sie praktisch \u00abverteilungsneutral\u00bb. Das reichste Einkommensprozent und die obersten 10 Prozent bezahlen kaum mehr Steuern und Abgaben als ihr Anteil am Einkommen betr\u00e4gt. \u00dcber die H\u00e4lfte der Ertr\u00e4ge des Bundes, also Mehrwertsteuer, Stempelabgaben, Z\u00f6lle et cetera, sind in diesen Berechnungen noch nicht enthalten. In der Summe sind sie ebenfalls degressiv oder bestenfalls verteilungsneutral. Sie tragen also nichts zu einer sozialen Umverteilung bei.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Steuersenkungen als Treiber der Ungleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Die Verteilung der Einkommen und Verm\u00f6gen ist in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten ungleicher geworden. Bei der Verm\u00f6gensungleichheit nimmt die Schweiz einen Spitzenplatz ein, in kaum einem anderen Industrieland konzentriert sich der Besitz so einseitig bei wenigen Tausend Familien. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Steuerpolitik. Gem\u00e4ss der Swiss Inequality Database (SID) des Luzerner Wirtschaftsinstituts IWP betrug in den 1950er und 1960er Jahren der Anteil der zehn Prozent Reichsten am Steueraufkommen noch \u00fcber 70 Prozent, nahm dann ab und schwankte in den letzten 20 Jahren zwischen 50 und 55 Prozent. Dieser R\u00fcckgang trat ein, obwohl in dieser Zeit der Einkommensanteil der reichsten 10 Prozent von knapp 30 auf 34 Prozent gestiegen ist.<\/p>\n<p>Hauptgrund f\u00fcr die r\u00fcckl\u00e4ufigen Steuern der reichsten zehn Prozent waren Steuersenkungen f\u00fcr Unternehmen und reiche Personen. Insbesondere die Abschaffung der Erbschaftssteuer f\u00fcr direkte Nachkommen in fast allen Kantonen hat dazu gef\u00fchrt. In den letzten Jahrzehnten kamen noch Einkommens-, Verm\u00f6gens- und Unternehmenssteuersenkungen hinzu.<\/p>\n<p>Am markantesten ist die Reduktion bei der Unternehmenssteuer. Sie hat sich seit 1980 von 33 auf heute noch 14,4 Prozent mehr als halbiert. Hinzu kamen noch weitere Erleichterungen wie zum Beispiel die Teilbesteuerung von Dividenden.<\/p>\n<p><em>Abbildung 4: Entwicklung der durchschnittlichen Unternehmenssteuern in Prozent und der Verm\u00f6genssteuern in Promille bei 5 Millionen Verm\u00f6gen<\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"675\" height=\"450\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15634\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-3.jpg 675w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-3-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px\" \/><\/a><\/figure>\n<p><em>Quelle: KPMG, Clarity on Swiss Taxes, 2025, Durchschnittlicher Steuersatz aller Kantone in Prozent des Gewinns. ESTV, Steuerbelastung nat\u00fcrlicher Personen in den Gemeinden.<\/em><\/p>\n<p>Durch diese und weitere Steuersenkungen in den Kantonen, die \u00fcber den Ausgleich der kalten Progression hinausgingen, ist die Besteuerung hoher Einkommen deutlich gesunken. Das zeigt sich besonders deutlich f\u00fcr die Steuer f\u00fcr ein Einkommen von 500\u2019000 Franken in den beiden Kantonen Z\u00fcrich und Zug. In Z\u00fcrich reduzierte sich die Belastung um fast einen Drittel, im Kanton Zug sogar um 45 Prozent.<\/p>\n<p><em>Abbildung 5: Besteuerung eines Reineinkommens von CHF 500\u2019000 durch Kantons- und Gemeindesteuern in Prozent (Ledige Person ohne Kinder)<\/em><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"667\" height=\"403\" src=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15635\" srcset=\"https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-4.jpg 667w, https:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bild1-4-300x181.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/figure>\n<p><em><u>Quelle<\/u><\/em><em>: ESTV, Steuerbelastung nat\u00fcrlicher Personen in den Gemeinden durch Kantons-, Gemeinde und Kirchensteuer<\/em><\/p>\n<p>Auch die Verm\u00f6genssteuer wurde in den letzten Jahrzehnten gesenkt. Der Steuersatz fiel im Durchschnitt aller Kantone von \u00fcber 8 Promille im Jahr 1980 auf heute unter 5 Promille.<\/p>\n<p><strong>Grosser Reformbedarf<\/strong><\/p>\n<p>Die Steuerpolitik tr\u00e4gt in der Schweiz nicht zur R\u00fcckverteilung von Verm\u00f6gen und Einkommen bei. Vielmehr befeuert sie die Ungleichheit. Die Schweiz ist in den letzten Jahrzehnten unsolidarischer geworden.<\/p>\n<p>Die aktuelle Diskussion um fehlende Bundesmittel und die Sparvorschl\u00e4ge des Bundesrates bei der sozialen Wohlfahrt, bei Bildung und Forschung oder der Klimapolitik korrespondieren schlecht mit der Verm\u00f6genskonzentration und den Milliarden, die wohlhabende Personen und Unternehmen in den letzten Jahrzehnten an Steuern gespart haben. An den finanziellen Mitteln fehlt es offensichtlich nicht, aber am politischen Willen, den Reichtum im Lande f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der grossen politischen Herausforderungen zu mobilisieren.<\/p>\n<p><em>#Titelbild: <\/em><em>Steueroasen in der Zentralschweiz wie Zug versch\u00e4rfen die soziale Ungleichheit in der Schweiz \u00a9 Tourismus Zug<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/schweizer-steuerpolitik-foerdert-ungleichheit-statt-ausgleich\/\"><em>infosperber.ch&#8230;<\/em><\/a><em> vom 25. Juli 2025<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Baumann und Robert Fluder. Das reichste Prozent der Schweiz besitzt 45 Prozent der gesamten Privatverm\u00f6gen. Vor gut 30 Jahren waren es erst 32 Prozent.<br \/>\nGem\u00e4ss Bundesverfassung m\u00fcssten die Steuerzahlenden entsprechend ihrer Leistungsf\u00e4higkeit zu den &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15636,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,3],"tags":[18,45,22,73],"class_list":["post-15630","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-schweiz","tag-imperialismus","tag-neoliberalismus","tag-politische-oekonomie","tag-steuerpolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15630"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15637,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15630\/revisions\/15637"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}