{"id":1594,"date":"2016-10-28T10:59:34","date_gmt":"2016-10-28T08:59:34","guid":{"rendered":"http:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1594"},"modified":"2016-10-28T10:59:42","modified_gmt":"2016-10-28T08:59:42","slug":"chavismus-und-revolution-was-geschieht-in-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=1594","title":{"rendered":"Chavismus und Revolution. Was geschieht in Venezuela?"},"content":{"rendered":"<p><em>Reinaldo Iturriza.<\/em> <strong>In klassischen Begriffen ausgedr<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>ckt ist der Wirtschaftskrieg nichts anderes als ein klarer Ausdruck der Versch\u00e4rfung des Klassenkampfes.<\/strong> <strong>Und dies angesichts einer origin\u00e4r chavistischen Basis,<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong> die<\/strong><strong> sich von keiner Partei mehr vertreten f\u00fchlt, und die mehrheitlich trotz allem weiter ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Nicol\u00e1s Maduro ausdr\u00fcckt.<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong> Der Chavismus als &#8222;verfluchte Tatsache&#8220;<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Chavismus ist, um es mit den Worten von John William Cooke zu sagen, &#8222;eine verfluchte Tatsache f\u00fcr die Politik des bourgeoisen Staates.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a> Cooke bezog sich nat\u00fcrlich auf den Peronismus in einem Text von 1967, aber das Urteil trifft auch auf den venezolanischen Fall zu.<\/p>\n<p>\u00dcberbordend, mehrschichtig, so kann man ihn nicht definieren, nicht einmal w\u00e4hrend seiner Anfangsjahre. Der Chavismus ist seit seiner Entstehung ein &#8222;verfluchtes&#8220; Ph\u00e4nomen f\u00fcr die Bourgeoisie, denn was ihn zusammenh\u00e4lt, ist nicht seine F\u00e4higkeit, Unzufriedenheit zu b\u00fcndeln, sondern sein entschiedener Antagonismus zum Status quo. Ein Antagonismus, der in den Folgejahren im Get\u00f6se des Kampfes antikapitalistische Z\u00fcge annehmen w\u00fcrde und wie Ch\u00e1vez ebenso wie die fortschrittlichsten Kr\u00e4fte an seiner Seite vehement vorgebracht haben.<\/p>\n<p>Wenn zu Beginn der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts die Partei Acci\u00f3n Democr\u00e1tica den Aufstieg der entstehenden Mittelklasse bedeutete, welcher wiederum die geordnete Eingliederung der popularen Klassen in die politische Sph\u00e4re erm\u00f6glichte \u2012 stets der nationalen Bourgeoisie untergeordnet und den Interessen das transnationalen Kapitals h\u00f6rig und mit dem Zweck, die Grundsteine einer liberalen, b\u00fcrgerlichen Demokratie zu legen (eine Aufgabe, die bereits Medina Angarita angefangen hatte) \u2012 so liegt im Falle des Chavismus der Protagonismus fast immer bei den popularen Klassen, auf ausdr\u00fccklichen Wunsch von Ch\u00e1vez und weil der Chavismus als solcher mehr Teilhabe und Radikalit\u00e4t verlangt. Er ist nicht mehr das Subjekt, das &#8222;wohl geordnet&#8220; Einfluss nimmt, sondern eines, das seine Kr\u00e4fte in die Neugr\u00fcndung der Republik investiert, ein historisches Unternehmen, das alsbald dazu f\u00fchrt, dass wirtschaftlichen Kr\u00e4ften Grenzen auferlegt und progressive Rechte erk\u00e4mpft werden, insbesondere im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich.<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a><\/p>\n<p>Dieser Chavismus ist lebendig und anhaltend, trotz seines oftmals geisterhaften Erscheinungsbilds und seiner Abwesenheit in vielen der Analysen, die \u00fcber Venezuela geschrieben werden. Eine Auslassung, die h\u00e4ufig der Absicht folgt, die historisch Unsichtbaren weiter zu ignorieren, die heute revolution\u00e4re politische Subjekte eines Wandlungsprozesses sind; oder die der Blindheit gewisser Linker folgt, die \u2013 da sie die Revolution ihrer Tr\u00e4ume nicht erf\u00fcllt sehen \u2013 die von Frauen und M\u00e4nnern aus Fleisch und Blut gemachte Revolution als Albtraum verwerfen. Wieder trifft auch auf den Chavismus zu, was Cooke zum Peronismus schrieb: &#8222;Er existiert, er lebt und er wird nicht beerdigt, nur weil er den Tr\u00e4umern von einer perfekten Revolution mit Zeichendreieck und Rei\u00dffeder missf\u00e4llt.&#8220;<\/p>\n<p>Mit seinen Irrt\u00fcmern und Erfolgen, seinen Fehlern und seinen Tugenden hat der Chavismus es verstanden, seinen Weg zu finden, w\u00e4hrend &#8222;die Komplizen der Geschichte die Richtung verloren und weiterhin nicht verstanden haben, dass anstelle von r\u00fcckschauenden Analysen bereits gel\u00f6ster R\u00e4tsel, sich ihr Arsenal an Hypothesen und Erw\u00e4gungen nun in den aktuellen Fragen und Problemen bew\u00e4hren muss&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>, um bei Cooke zu bleiben.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu jenen, die ihn als Schuldigen f\u00fcr die Umsetzung eines &#8222;gescheiterten Modells&#8220; bezeichnen, dessen einziger und illegitimer Nutznie\u00dfer er selbst sei, ist der Chavismus Ausdruck der Krise des \u00d6lrentenkapitalismus und insbesondere seines politischen Korrelats. Dem gegen\u00fcber haben die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verm\u00e4chtnistr\u00e4ger dieses Kapitalismus, der Ende der 70er Jahre kollabierte (der milit\u00e4rische Kern von dem, was Mitte der 90er zu einem m\u00e4chtigen zivil-milit\u00e4rischen Subjekt werden w\u00fcrde, entstand mit Beginn der 80er Jahre), nicht eine Sekunde lang ihre Bem\u00fchungen unterbrochen, die bolivarische Demokratie zu vernichten.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Die Rebellion der <\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>konomischen Kr<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>fte, die den Markt kontrollieren<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Desorientiert und \u00fcberfordert mit der Situation, hat die politische B\u00fcrokratie des Chavismus den Begriff vom &#8222;Wirtschaftskrieg&#8220; so oft benutzt und missbraucht, dass er Gefahr l\u00e4uft, bedeutungslos zu werden. Dabei ist es dringend n\u00f6tig, die Bedeutung dieser brutalen Attacke zu verstehen, deren Opfer die venezolanische Gesellschaft ist.<\/p>\n<p>Die Unf\u00e4higkeit, die zunehmenden Grausamkeiten der gegen die Bolivarische Revolution gerichteten \u00f6konomischen Gegenkr\u00e4fte politisch klar zu machen, w\u00fcrde neben den eigenen Fehlern teilweise erkl\u00e4ren, weshalb die Vorstellung an Boden gewinnt, dass die Regierung verantwortlich sei f\u00fcr die Warenknappheit, die Inflation und den Mangel. Mit Sicherheit ist die aktuelle Situation jedoch im Grunde eine direkte Konsequenz der De-facto-Regierung, die von den \u00f6konomischen Kr\u00e4ften errichtet wurde, die den Markt kontrollieren und die enge Verbindungen mit den Institutionen des Staates haben, der historisch immer funktional f\u00fcr die Eliten war.<\/p>\n<p>Der Wirtschaftskrieg ist weder eine Erfindung von Nicol\u00e1s Maduro, noch begann er mit dessen Regierungsantritt (April 2013). Tats\u00e4chlich stammt der Begriff von Ch\u00e1vez selbst. In einer Reihe von Texten der \u00d6konomin Pasqualina Curcio, die wichtig sind um die venezolanische Realit\u00e4t zu verstehen, identifiziert Curcio &#8222;die zwei Hauptstrategien\u201c des Wirtschaftskriegs:<\/p>\n<ol>\n<li>&#8222;Eine durch die Manipulation des Wechselkurses auf dem parallelen und illegalen Markt induzierte Inflation&#8220; und 2. &#8222;Die planm\u00e4\u00dfige Unterversorgung durch die Manipulation der Verteilungsmechanismen f\u00fcr Grundbedarfsg\u00fcter&#8220;.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese Strategien sind durch folgende Merkmale der nationalen Wirtschaft umsetzbar:<\/p>\n<ol>\n<li>&#8222;Konzentration der Produktion, der Importe und der Verteilung von Waren und Dienstleistungen in wenigen H\u00e4nden, das hei\u00dft das Vorhandensein von Monopolen und Oligopolen (besonders auf den M\u00e4rkten der G\u00fcter des t\u00e4glichen Bedarfs oder die in der Produktion und im Transportwesen gebraucht werden)&#8220; und 2. Die gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit von Importen\u201c<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Curcio sieht den Beginn der Eskalation gegen die nationale \u00d6konomie mittels der Manipulation des parallelen und illegalen Wechselkurses im Juli 2012, zeitgleich mit dem Beginn der Wahlkampagne zur Pr\u00e4sidentschaftswahl. &#8222;Ab August 2012 war eine Ver\u00e4nderung hin zu einem exponentiellen Anstieg des Wechselkurses festzustellen, das hei\u00dft, pl\u00f6tzlich zeigt sich ein untypisches Verhalten des Wechselkurses auf dem Parallelmarkt, das sich weder mit den seit 1999 noch mit denen seit 1983 registrierten vergleichen l\u00e4sst.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der parallele Wechselkurs in den Jahren zwischen 1999 (Beginn der Regierung Ch\u00e1vez) und 2011 durchschnittlich um 26 Prozent variierte, so waren es zwischen 2012 und 2015 rund 223 Prozent. Folgenderma\u00dfen war der Anstieg auf die Jahre verteilt: von 2011 auf 2012: 31 Prozent, 2012 auf 2013: 224 Prozent, 2013 auf 2014:\u00a0161 Prozent und 475 Prozent von 2014 auf 2015.<\/p>\n<p>Curcio erkl\u00e4rt: &#8222;Der Verlauf des parallelen und illegalen Wechselkurses zeigt ein Muster. Es ergibt sich der Fakt, dass die monatlichen Schwankungen steigen und jedes Mal gr\u00f6\u00dfer werden, wenn Wahlprozesse waren oder das venezolanische Volk Momente gro\u00dfer politischer Spannung erlebte. Unmittelbar nach dem politischen Ereignis oder nachdem die Menschen an den Wahlurnen waren, registriert man geringere Schwankungen, auch wenn der Kurs trotz einiger Ausnahmen generell weiterhin steigt und manchmal auch sank. Seit Mitte 2012 hat sich dieses Muster verst\u00e4rkt. Von diesem Moment an waren die Schwankungen meistens sehr stark und erh\u00f6hten den Wechselkurs. Der Dollarkurs auf dem Parallelmarkt stieg zwischen August 2012 und Juni 2015 um 10.940 Prozent, das hei\u00dft vom Wechselverh\u00e4ltnis 9,42 Bol\u00edvares Fuertes (BsF) pro US-Dollar auf 1.040 BsF pro Dollar. Die gr\u00f6\u00dften Schwankungen traten im Oktober 2012 (w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahlen, die Ch\u00e1vez gewann), im Dezember des gleichen Jahres (w\u00e4hrend der Gouverneurswahlen), im April 2013 (w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahlen nach Ch\u00e1vez&#8216; Tod) und im Dezember 2013 (w\u00e4hrend der Kommunalwahlen) auf. Seit Ende des Jahres 2013 bis Januar 2016 ist der parallele Dollarwechselkurs unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig angestiegen. Am 6. Dezember 2015 waren Parlamentswahlen, bei denen der Chavismus geschlagen wurde.&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a><\/p>\n<p>Dieses Verhaltensmuster des parallelen Wechselkurses \u00e4hnelt dem Verlauf der Inflationsrate: zwischen 1998 und 2011 gibt es eine lineare Tendenz mit einem Minimum von 12,3 Prozent im Jahr 2001 und einem Maximum von 31,2 Prozent im Jahr 2002 (Jahr des gescheiterten Putsches gegen Ch\u00e1vez und des Erd\u00f6lstreiks) bis im Jahr 2012 ein exponentieller Anstieg beginnt. Die Inflation im Jahr 2013 betr\u00e4gt dann 56,2 Prozent, im Jahr 2014 68,5 Prozent, bis sie dann im Jahr 2015 180 Prozent erreicht.<\/p>\n<p>Curcio zeigt nicht nur auf, dass der parallele Wechselkurs sich nicht im Verh\u00e4ltnis zu den internationalen Devisenreserven, der monet\u00e4ren Liquidit\u00e4t oder der angeblichen Einschr\u00e4nkung bei der Zuteilung von Devisen verh\u00e4lt. Sie stellt dar\u00fcber hinaus fest, dass zwischen den Jahren 1999 und 2014 etwa 65 Prozent des Deviseneinkommens (das zu 98 Prozent aus dem Erd\u00f6lexport stammt) f\u00fcr den Import von Waren genutzt wurden, wobei 94 Prozent dieser Mittel an den Privatsektor gingen.<\/p>\n<p>Zwischen 1999 und 2013 machten die Importe 35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. &#8222;Ungef\u00e4hr 20 Prozent der Warenimporte entfallen auf den direkten Konsum&#8220;, w\u00e4hrend &#8222;58 Prozent auf weiterzuverarbeitende Produkte, auf Rohstoffe und Investitionen f\u00fcr die Produktionsprozesse entfallen&#8220;. Das hei\u00dft, dass fast 80 Prozent &#8222;der Waren, die wir importieren, dem Produktionsprozess zugef\u00fchrt werden und Teil der Kostenstrukturen der Unternehmen bilden.&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a><\/p>\n<p>Noch schlimmer ist, dass lediglich drei Prozent aller registrierten Wirtschaftseinheiten des Landes die Devisen f\u00fcr diese Importe kontrollieren. Folglich ist &#8222;die Referenz, nach der die Importfirmen die Preise in Bol\u00edvar festsetzen, der Wechselkurs. Deshalb ist der Wechselkurs bestimmend f\u00fcr die Real\u00f6konomie in Venezuela, denn es sind letztendlich die Importmonopole, welche die Macht haben, die Preise der Waren festzusetzen, die mehrheitlich in die Weiterverarbeitung gehen. Auch im Produktionsprozess kalkuliert man auf Grundlage der Preise der importierten Waren. Der Wechselkurs dient somit auch als Indikator f\u00fcr die Preise der Waren, die im Land produziert und vertrieben werden.&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a><\/p>\n<p>Die Schl\u00fcsselfrage ist: Welchen Wechselkurs nutzen die Importmonopole als Referenz, um die Preise festzusetzen? Den parallelen und illegalen Wechselkurs, der 14,5 mal h\u00f6her ist, als der reale gesch\u00e4tzte Wert der Nationalw\u00e4hrung.<\/p>\n<p>So agieren kurz zusammengefasst die \u00f6konomischen Kr\u00e4fte, die den Wirtschaftskrieg gegen die venezolanische Gesellschaft aktiv vorantreiben, was eine drastische Verringerung der Kaufkraft der Bev\u00f6lkerung nach sich zieht. Au\u00dferdem zeigt Curcio auf, dass entgegen aller Annahmen, zumindest zwischen dem ersten Quartal 2012 bis zum zweiten Quartal 2015 die Produktion der Hauptnahrungsmittel nicht geschrumpft ist und der Konsum in allen Schichten der Bev\u00f6lkerung konstant blieb.<\/p>\n<p>Curcio f\u00fchrt weiter aus, dass die Praxis der planm\u00e4\u00dfigen Warenverknappung f\u00fcr einige Produkte bereits seit 2003 besteht. 2013 verallgemeinerte sich diese Praxis. &#8222;Im Fall Venezuelas haben die Niveaus der Warenverknappung seit 203 keinen Bezug zu den Produktionsniveaus. Sowohl die Produktion als auch der Import haben sich relativ konstant gehalten. Es sind also Waren von diesem Mangel betroffen, die zwar produziert wurden, aber irregul\u00e4r auf nicht zul\u00e4ssige Art und Weise und nicht in gen\u00fcgenden Mengen in den L\u00e4den verkauft wurden&#8230; Diese Waren sind erst nach vielen Schwierigkeiten und Hindernissen (lange Schlangen oder h\u00f6here Preise auf dem Schwarzmarkt) erworben und konsumiert worden. In anderen Worten: Die Waren wurden produziert und auch verkauft; die Firmen produzierten, verteilten (auf anderen Wegen) und verkauften weiter.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a><\/p>\n<p>Die Rebellion der \u00f6konomischen Kr\u00e4fte, die den Markt kontrollieren, wird angef\u00fchrt von der importierenden Handelsbourgeoisie, deren F\u00fchrung wiederum die Monopole und Oligopole des Nahrungsmittelsektors innehaben. Der Mangel, den die venezolanische Bev\u00f6lkerung in den vergangenen vier Jahren erleiden musste, ist im Wesentlichen eine Konsequenz der Aus\u00fcbung einer tyrannischen Macht, die niemand gew\u00e4hlt hat, die den Willen des Volkes immer ignoriert hat und der wenig daran liegt, die demokratischen Formen zu wahren.<\/p>\n<p>In seinem Buch &#8222;Gewaltt\u00e4tiges Venezuela&#8220; beschreibt Orlando Araujo eine &#8222;Oligarchie von H\u00e4ndlern und Bankiers&#8220;, die &#8222;eine \u00f6konomische Macht erreicht und anh\u00e4uft, die sich in politische Macht \u00fcbersetzt und sich im Leben der Institutionen widerspiegelt. Es ist keine Klasse, die Reichtum schafft, wie es historisch gesehen die Bourgeoisie in den fr\u00fchen Phasen des Kapitalismus war. Diese Klasse baut nicht den Kapitalismus in Venezuela auf, sie ist einfach nur das koloniale Abbild eines fremden und weiter fortgeschrittenen Kapitalismus. Ihre Rolle ist, Agent dieses Kapitalismus zu sein, ihre Funktion ist vermittelnd und ihre \u00f6konomische Macht ist abgeleitet aus dem gr\u00f6\u00dferen und m\u00e4chtigeren Kapitalismus. Ihre Eink\u00fcnfte stammen nicht aus einer gewagten Kombination von Produktionsfaktoren, sondern von einer Provision: Der Provision eines Zwischenh\u00e4ndlers, der ausw\u00e4rts kauft und inl\u00e4ndisch verkauft. Es handelt sich also nicht um eine produktive Bourgeoisie, sondern um eine unfruchtbare (&#8222;sterile&#8220;) Bourgeoisie.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a><\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu stellte er schon im Jahr 1968 die dringende Notwendigkeit &#8222;einer mit einem gewissen Optimismus so bezeichneten &#8218;Nationalistischen Bourgeoisie&#8216; heraus, bestehend aus einer Gruppe t\u00e4glich zunehmender neuer Unternehmer, die sich in der Landwirtschaft und der Industrie der inl\u00e4ndischen Produktion von nationalen G\u00fctern widmen. Es sind die kapitalistischen Landwirte und die Industriellen im produzierenden Gewerbe. Sie sind erst in j\u00fcngster Zeit aufgetaucht und k\u00f6nnen nur als Nachkriegsph\u00e4nomen erkl\u00e4rt werden, auch wenn sie noch nicht voll entwickelt und noch ohne definitives und pr\u00e4zises Aussehen sind.&#8220; <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a><\/p>\n<p>In \u00dcbereinstimmung mit der Erkl\u00e4rung Curcios hat die von Araujo als &#8222;nutzlos&#8220; bezeichnete Bourgeoisie die F\u00fchrungsrolle im Wirtschaftskrieg, und der anhaltende unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Anstieg der Preise hat die Bev\u00f6lkerung dazu gezwungen, ihre Ausgaben neu zu strukturieren und dabei die Priorit\u00e4ten auf Nahrungsmittel, Gesundheit und Transport zu legen \u2012 ausgerechnet jene Sektoren, die den Importmonopolen und -oligopolen besonders ausgeliefert sind.<\/p>\n<p>Inzwischen hat der Nachfrager\u00fcckgang der nicht vorrangigen Waren zu einem R\u00fcckgang beim produzierenden Gewerbe gef\u00fchrt. &#8222;Der R\u00fcckgang der Produktionsvolumina bei diesen Firmen und infolgedessen ihrer Gewinnh\u00f6he ist eine Folge des Wirtschaftskriegs, der nicht nur die Haushalte durch den Kaufkraftverlust betrifft, sondern auch und vor allem seit dem zweiten Quartal des Jahres 2015 die Firmen, die nicht zu den Schwerpunktsektoren geh\u00f6ren. Bis zu einem gewissen Punkt betraf der Wirtschaftskrieg nur die venezolanischen Haushalte und die Arbeiterklasse, allerdings wirkt er nun auf die Gewinnh\u00f6hen der Firmen zur\u00fcck.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a><\/p>\n<p>Anders gesagt, die &#8222;nutzlose Bourgeoisie&#8220; greift nicht nur das venezolanische Volk an, sondern auch die Interessen des wenigen, was es an &#8222;produzierender Bourgeoisie&#8220;, geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Nicol<\/strong><strong>\u00e1<\/strong><strong>s Maduro und der Klassenkampf<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Au\u00dfer der Abh\u00e4ngigkeit von den Importen und der Kontrolle, die Monopole und Oligopole in Schl\u00fcsselbereichen der nationalen \u00d6konomie aus\u00fcben, identifiziert Curcio eine dritte Schw\u00e4che: &#8222;Die mangelhafte und geringe Intervention des Staates in die Wirtschaft als Regulator der Monopole.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii]<\/a><\/p>\n<p>Oftmals wird diese Schw\u00e4che allzu leichtfertig und mit sehr wenig Genauigkeit bei der Analyse der fehlenden Entschiedenheit von Nicolas Maduro zugeschrieben. Anders gesagt, die mangelhafte Intervention in die Wirtschaft entspreche der mangelhaften Amtsaus\u00fcbung des Pr\u00e4sidenten. Ohne zu beabsichtigen, seine Verpflichtungen als Staatschef nicht anzuerkennen, scheint es mir notwendig, die Dinge abzuw\u00e4gen.<\/p>\n<p>An erster Stelle, lassen wir eine grundlegende Frage stehen: wie mehr als deutlich ist, hat sich der Wirtschaftskrieg gegen das venezolanische Volk mit einer nie zuvor dagewesenen Intensit\u00e4t verst\u00e4rkt, genau als die Kampagne f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaftswahl im Juli 2012 begann, mit der klaren Absicht, den Kandidaten der Bourgeoisie, Henrique Capriles Radonski, zu beg\u00fcnstigen. In klassischen Begriffen ausgedr\u00fcckt ist der Wirtschaftskrieg nichts anderes als ein klarer Ausdruck der Versch\u00e4rfung des Klassenkampfes.<\/p>\n<p>Ein historischer Umstand, auf den wir uns an anderer Stelle bezogen haben, der oft ignoriert wird, was zu allen Arten analytischer Irrt\u00fcmer f\u00fchrt, ist die taktische Wendung<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn14\" name=\"_ednref14\">[xiv]<\/a>, zu der die antichavistischen Kr\u00e4fte als Konsequenz ihrer Lesart der Ergebnisse der Pr\u00e4sidentschaftswahlen am 3. Dezember 2006 vornahmen, bei denen Hugo Ch\u00e1vez mit einem gro\u00dfen Vorsprung gewann (62,8 Prozent gegen 36,9 des oppositionellen Hauptkandidaten). Mit diesen Wahlen erreichte eine Etappe ihren H\u00f6hepunkt, die gekennzeichnet war von aufeinanderfolgenden und krachenden Niederlagen des Antichavismus und sie sind bestrebt, die Kontrolle \u00fcber die Regierung auch auf dem Weg der Gewalt zu erlangen. Seit 2007 wird eine &#8222;Zerm\u00fcrbungsstrategie&#8220; gefahren<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn15\" name=\"_ednref15\">[xv]<\/a>, die Legitimit\u00e4t des Chavismus wird &#8222;anerkannt&#8220;, und der Schwerpunkt wird auf die &#8222;Ineffizienz&#8220; der Regierung gelegt. Der Chavismus wird imitiert, einige seiner Ideen werden sich zum Teil angeeignet und umgedeutet. Die sehr klare Abicht war, den Chavismus von innen auszuh\u00f6hlen und darin besteht, grob gesagt, die antichavistische Re-Polarisierung (Die Anerkennung, dass man eine Minderheit ist und um Mehrheit zu werden, einen Teil des Chavismus erobern oder mindestens seine Demobilisierung ausl\u00f6sen muss).<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn16\" name=\"_ednref16\">[xvi]<\/a><\/p>\n<p>Diese &#8222;Zerm\u00fcrbungsstrategie&#8220; begann mit dem Wirtschaftskrieg: in der Pr\u00e4sidentschaftswahlkampagne von 2012, mit einem Capriles Radonski, der sich selbst zum &#8222;progressiven&#8220; Kandidaten erkl\u00e4rte und wortgleich S\u00e4tze wiederholte, die Ch\u00e1vez oft verwendete und er imitierte sogar dessen K\u00f6rpersprache. <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn17\" name=\"_ednref17\">[xvii]<\/a><\/p>\n<p>Der Sieg von Comandante Ch\u00e1vez am 7. Oktober 2012 (mit 55 Prozent der Stimmen) stellte zugleich einen gro\u00dfen R\u00fcckschlag f\u00fcr diese &#8222;Verschlei\u00dfstrategie&#8220; dar, was den Antichavismus in einen gef\u00e4hrlichen Zustand der &#8222;strategischen Unsicherheit&#8220; versetzte.<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn18\" name=\"_ednref18\">[xviii]<\/a> W\u00e4hrend Ch\u00e1vez in seiner gefeierten Rede &#8222;<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/81879\/golpe-de-timon\">Das Steuer herumrei\u00dfen<\/a>&#8220; (vom 20. Oktober 2012), den demokratischen, revolution\u00e4ren, sozialistischen und kommunit\u00e4ren Charakter des bolivarischen Prozesses erneut bekr\u00e4ftigte, \u00fcberwog die Unklarheit \u00fcber die Strategien, die der Antichavismus annehmen w\u00fcrde. Die zentrale Frage war: w\u00fcrde er wieder den gewaltsamen Weg nehmen?<\/p>\n<p>Wenn gesagt wird, dass Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro in wenig mehr als drei Jahren mit gleich vielen Angriffen umgehen musste wie Ch\u00e1vez in 14 Jahren, so ist das keine \u00dcbertreibung. Bald dr\u00fcckte sich die &#8222;strategische Unsicherheit&#8220; in einer Vertiefung des Wirtschaftskrieges aus (eine Art brutale antichavistische Re-Polarisierung), wie wir bereits gesehen haben, aber auch in einem Wiederaufflammen der antichavistischen Gewalt, zuerst zwischen dem 15. und 19. April 2013, mit einer Bilanz von elf ermordeten Personen <a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn19\" name=\"_ednref19\">[xix]<\/a> und dann mit den &#8222;Guarimbas&#8220; (Anm.d. Red.: Gewaltaktionen der Opposition in den Stra\u00dfen) zwischen Februar und Juni 2014, mit 43 Toten und 878 Verletzten.<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn20\" name=\"_ednref20\">[xx]<\/a> Das hei\u00dft, der Einsatz aller Kampfformen gegen die bolivarischen Regierung und vor allem gegen ihre soziale Unterst\u00fctzungsbasis, als Ausdruck der internen Streitigkeiten innerhalb der Bourgeoisie um die F\u00fchrung des Antichavismus.<\/p>\n<p>In dem Ma\u00df, wie sich diese Streitigkeiten entwickelten, mit ihrem Saldo an Toten, Leid und Zerst\u00f6rung vor allem im popularen Lager, und w\u00e4hrend der Wirtschaftskrieg den Zusammensto\u00df innerhalb der popularen Klassen mit der Verallgemeinerung des Ph\u00e4nomens des &#8222;Bachaqueo&#8220;(Anm.d.Red.: Handel mit staatlich subventionierten G\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs auf dem Schwarzmarkt zu \u00fcberh\u00f6hten Preisen) sch\u00fcrte,<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn21\" name=\"_ednref21\">[xxi]<\/a> fand ein leiser, unblutiger, und wenig analysierter Konflikt statt: die Versch\u00e4rfung des Klassenkampfes im Innern der chavistischen Bewegung, mit den entsprechenden Ausdr\u00fccken in der nationalen Regierung und allgemein in den staatlichen Institutionen.<\/p>\n<p>In der Lage zu sein zu erkl\u00e4ren, wie es zum Beispiel sein kann, dass ein Teil der B\u00fcrokratie die Import-Monopole und -Oligopole oder die Interessen der Bank beg\u00fcnstigt, ist eine enorme Last f\u00fcr den revolution\u00e4ren Chavismus, der \u00fcberall im Land verteilt ist, im Allgemeinen ohne Verbindung zueinander, eingetaucht in sein jeweiliges Gebiet und meist auf der Ebene der Gemeinden aktiv, abgetrennt von den Initiativen der politischen B\u00fcrokratie. Dieser Chavismus hat die historische Pflicht, eine Analyse zu erarbeiten welche die Analyse des Handels der \u00f6konomischen Kr\u00e4fte durch \u00d6konomen wie Pasqualina Curcio erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Wir sprechen von einem Chavismus, der sich von keiner Partei vertreten f\u00fchlt und schon gar nicht von dem selbsternannten &#8222;kritischen Chavismus&#8220;, der sich fast mit keinem einzigen Regierungsvertreter identifiziert und der mehrheitlich trotz allem weiter seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr Nicol\u00e1s Maduro ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Alfredo Serrano bilanzierte das &#8222;chavistische \u00f6konomische Denken&#8220; und f\u00fchrte aus, wie dieses &#8222;es vermied, die Versuche zur \u00c4nderung des Produktionsmodells auf der Basis des Entwicklungsmodells der Dependenztheorie zu kopieren. Der Chavismus will etwas Eigenes, Spezifisches, bei dem aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wurde. Die \u00c4nderung des Produktionsmodells bestand f\u00fcr die chavistische \u00d6konomie darin, Produkte und Importe zu ersetzen, aber immer nur und in dem Ma\u00df, wenn dies zwingend begleitet wurde durch die Ersetzung der Produzenten. Anders gesagt, wenn keine neuen Produzenten hinzukommen, kleine und mittlere Unternehmen, Vereinigungen, Kooperativen, lokale kommunale Produzenten, auch staatliche \u2013 dann wird dieses Modell zerst\u00f6rt oder nur partiell umgesetzt, denn es werden nur neue Produkte geschaffen, aber mit den alten Produzenten und damit wird der ungerechte und schlecht verteilte Akkumulationsprozess fortgesetzt.\u201c<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn22\" name=\"_ednref22\">[xxii]<\/a><\/p>\n<p>Aber diese Basis &#8222;neuer Produzenten&#8220; existiert nicht nur, wie wir bereits gesagt haben, sondern stellt aktuell auch das Klarste am Chavismus dar. Wer au\u00dfer Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro spricht mit diesem Teil des Chavismus? Wer baut Beziehungen zu ihm im Sinn einer Allianz und nicht im Sinn einer Bevormundung oder eines Klientelismus auf?<\/p>\n<p>\u00dcber diese Fragen hinaus und abseits der ungl\u00fccklichen Erkl\u00e4rungen von Regierungsfunktion\u00e4ren, welche die &#8222;Enteignungen&#8220; negativ beurteilen, ohne eine Spur von Analyse der Gr\u00fcnde der Unproduktivit\u00e4t einiger Unternehmen, die unter der Kontrolle des Staates oder der Arbeiter stehen, ist es notwendig, sich zu fragen: Wie ist das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis innerhalb der Regierung hinsichtlich der wirtschaftlichen Orientierung, die \u00fcbernommen werden muss, um dem Angriff der wirtschaftlichen Kr\u00e4fte der Monopole und Oligopole gegen die venezolanische Gesellschaft zu stoppen? Wie ist das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis dar\u00fcber hinaus? Welche Position haben die mittleren Kader oder Funktion\u00e4re, sagen wir, beim staatlichen \u00d6lunternehmen PDVSA, Banken und Finanzen, Industrie und Handel und allgemein in den Institutionen, die dem Amt des Vizepr\u00e4sidenten f\u00fcr Wirtschaft zugeordnet sind?<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, welches sind \u2013 \u00fcber die allgemeinen Orientierungen von Nicol\u00e1s Maduro hinaus und unabh\u00e4ngig vom Willen der Individuen \u2013 die grunds\u00e4tzlichen T\u00e4tigkeiten und Entscheidungen der Institutionen, die direkt mit dem \u00f6konomischen Bereich verbunden sind? Mit welchen privaten wirtschaftlichen Akteuren werden B\u00fcndnisse eingegangen, Vereinbarungen getroffen, Verhandlungen gef\u00fchrt? Zwar sind viele der Handlungen \u00f6ffentlich, aber die Mehrheit nicht. Diese Undurchsichtigkeit der Handlungsweisen erkl\u00e4rt zum Teil die Schwierigkeit, uns eine genaue Vorstellung vom Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen, sagen wir es mal so, den reformistischen Tendenzen, die auf Verhandlungen mit eben den Kr\u00e4ften setzen, die heute die venezolanische Demokratie destabilisieren; und den revolution\u00e4ren Tendenzen, die sich, genau weil wir eine besonders schwierige Periode in der Wirtschaft durchlaufen, an den Prinzipien des &#8222;chavistischen wirtschaftlichen Denkens&#8220; orientieren, im Widerstreit mit der &#8222;nutzlosen Bourgeoisie&#8220; stehen und, um es in den Worten von Ch\u00e1vez in seiner letzten Ansprache (am 8. Dezember 2012) zu sagen, &#8222;immer gemeinsam mit dem Volk und den Interessen des Volkes untergeordnet&#8220; handeln.<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn23\" name=\"_ednref23\">[xxiii]<\/a><\/p>\n<p>Aufgrund des zivil-milit\u00e4rischen Charakters des chavistischen Subjekts, kann man diese Frage nicht weglassen: wie ist das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis innerhalb der bolivarischen Streitkr\u00e4fte in Bezug auf die hier ausgef\u00fchrten Themen?<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen und oft mit sichtlichen Schwierigkeiten, hatte Comandante Ch\u00e1vez die F\u00e4higkeit, zwischen den verschiedenen Tendenzen zu schlichten und es gelang ihm fast immer, die revolution\u00e4re durchzusetzen. Kann jemand so weltfremd sein, zu ignorieren, dass Nicol\u00e1s Maduro, unabh\u00e4ngig von seinen F\u00e4higkeiten und Schw\u00e4chen, seiner Begabung als politischer Anf\u00fcher, nicht nur mit gr\u00f6\u00dferen Schwierigkeiten konfrontiert ist, sondern unweigerlich oft ein Gefangener der Umst\u00e4nde, eine Geisel der K\u00e4mpfe zwischen Str\u00f6mungen ist, mit ihren entsprechenden zersetzenden Folgen und ganz entgegen seiner W\u00fcnsche?<\/p>\n<p>Nicol\u00e1s Maduro musste zugleich mit seinem eigenen Kampf um die F\u00fchrerschaft mit Schwierigkeiten umgehen, mit objektiven Beschr\u00e4nkungen sowohl innerhalb der chavistischen Bewegungen wie auch im Kampf gegen den Antichavismus, der, wie wir bereits ausgef\u00fchrt haben, nicht mehr und nicht weniger als bruderm\u00f6rderische Gewalt und einen brutalen Wirtschaftskrieg gegen das venezolanische Volk bedeutet.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Die politische Kultur des Chavismus verteidigen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In &#8222;Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&#8220; warnt Karl Marx vor den Gefahren, die es mit sich bringe, sich &#8222;au\u00dferhalb des allgemeinen Antagonismus der Klassen\u201c zu w\u00e4hnen und\u00a0den Kampf aufzunehmen, ohne &#8222;die Interessen und Positionen der verschiedenen Klassen zu untersuchen&#8220;. Das Ergebnis, so erkl\u00e4rte er, sei immer die Niederlage und zudem ohne Erkenntniszuwachs: &#8222;Entweder ist alles aufgrund eines Details in der Durchf\u00fchrung fehlgeschlagen oder es ist ein unvorhergesehener Zufall eingetreten, der dieses Mal den Erfolg vereitelt hat.&#8220;<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn24\" name=\"_ednref24\">[xxiv]<\/a><\/p>\n<p>Die Situation, die die venezolanische Demokratie durchl\u00e4uft, die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nde, denen sich die Bolivarische Revolution stellen musste, vor allem seit August 2012 und der Wahlniederlage vom 6. Dezember 2015: Nichts davon hat mit Durchf\u00fchrungsdetails oder unvorhersehbaren Zuf\u00e4llen zu tun. Die Gr\u00fcnde muss man in den Strategien der sich gegen\u00fcberstehenden Kr\u00e4fte suchen, in ihren Positionen und Interessen.<\/p>\n<p>Den Fokus auf die Figur des Pr\u00e4sidenten zu legen \u2013 was die Mehrheit derjenigen macht, die sich vom &#8222;Madurismus&#8220; abgrenzt \u2013 auf die Korruptionsf\u00e4lle, auf das &#8222;Fehlen von Regierung&#8220; oder auf den vorherrschenden &#8222;Zerfall&#8220;, auf die &#8222;moralischen Zersetzung&#8220; des venezolanischen Volkes, um nur ein paar der abgedroschenen Klischees der j\u00fcngsten Zeit zu nennen\u00a0 \u2012 dies engt uns im besten Fall dabei ein, Schl\u00fcsse \u00fcber die Auswirkungen des Wirtschaftskriegs zu ziehen, im schlechtesten Fall bringt es uns in die schmerzhafte Lage, das antichavistische Denken zu reproduzieren, kaum vier Jahre nachdem seine F\u00fchrung sich gezwungen sah, das Gegenteil zu tun: (eine schlechte Kopie) der politischen Kultur des Chavismus zu reproduzieren.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 hat das Zentrum Gumilla in einer Studie Schl\u00fcsselinformationen dar\u00fcber geliefert, wie die venezolanische Gesellschaft nach elf Jahren Bolivarischer Revolution die Demokratie einsch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr fast zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung bedeutete Demokratie demnach: starker Staat, politische Demokratisierung (starker Staat mit aktiver Teilhabe der Bev\u00f6lkerung), Verringerung der Schere zwischen Arm und Reich, Sozialpolitiken gegen Ausgrenzung, Verstaatlichung der Basisindustrien, Begrenzungen der Macht privater Unternehmen, Respekt vor der Verfassung und den Menschenrechten allgemein, Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und politische Pluralit\u00e4t (Vereinigungsfreiheit), freie, faire und regelm\u00e4\u00dfige Wahlen und gro\u00dfer Spielraum f\u00fcr privatwirtschaftliche Initiativen (wiederum reguliert durch einen starken Staat).<a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_edn25\" name=\"_ednref25\">[xxv]<\/a><\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen Kr\u00e4fte, die gegen die venezolanische Demokratie aufbegehren, haben in den letzten vier Jahren alles getan, um diese politische Kultur des Chavismus anzugreifen, die vom venezolanischen Volk geschaffen, auf eigene Faust und in unvergesslichen Tagen geschmiedet wurde.<\/p>\n<p>Nun muss der revolution\u00e4re Chavismus\u00a0\u2013 diese &#8222;verflucht Tatsache&#8220; f\u00fcr die Bourgeoisie\u00a0\u2013 Sch\u00f6pfer und Erbe dieser politischen Kultur, alle \u00dcberreste des antichavistischen, zersetzenden, giftigen, demoralisierenden Sentiments absch\u00fctteln und sich auf die H\u00f6he der historischen Umst\u00e4nde bringen. Und daf\u00fcr sorgen, dass die Demokratie sich durchsetzt.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/162635\/geschieht-venezuela\">amerika21.de&#8230;<\/a> vom 24. Oktober 2016<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> John William Cooke. Obras completas. Tomo V. La revoluci\u00f3n y el peronismo. Colihue. Buenos Aires, Argentina. 2011. S. 221.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> John William Cooke, ebd. S. 24.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> John William Cooke, ebd. S. 223.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> Pasqualina Curcio. <a href=\"https:\/\/es.scribd.com\/doc\/307118877\/La-Mano-Visible-Del-Mercado-i-Trabajo-completo\">La mano visible del mercado. Guerra econ\u00f3mica en Venezuela (2012-2016). Manipulaci\u00f3n del tipo de cambio e inflaci\u00f3n inducida (I)<\/a>. 5. April 2016. S. 3.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> Pasqualina Curcio, ebd. S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> Pasqualina Curcio. <a href=\"http:\/\/www.15yultimo.com\/2016\/08\/17\/los-ciclos-politicos-del-dolar-paralelo-pasqualina-curcio\/\">Los ciclos pol\u00edticos del d\u00f3lar paralelo<\/a>. 17. August 2016.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Pasqualina Curcio. La mano visible del mercado. Guerra econ\u00f3mica en Venezuela (2012-2016). Manipulaci\u00f3n del tipo de cambio e inflaci\u00f3n inducida (I), S. 18.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Pasqualina Curcio, ebd. S. 19.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> Pasqualina Curcio. <a href=\"https:\/\/es.scribd.com\/doc\/310376048\/La-Mano-Visible-Del-Mercado-II\">La mano visible del mercado. Guerra econ\u00f3mica en Venezuela (2012-2016). \u00bfControl de precios o boicot en el suministro? (II)<\/a>. 25. April 2016. S. 3-4.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a> Orlando Araujo. Venezuela violenta. Banco Central de Venezuela. Caracas, Venezuela. 2013. S. 102.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a> Orlando Araujo, S. 105.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a> Pasqualina Curcio. La mano visible del mercado. Guerra econ\u00f3mica en Venezuela (2012-2016). Manipulaci\u00f3n del tipo de cambio e inflaci\u00f3n inducida (I), S. 29.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a> Pasqualina Curcio, ebd. S. 3.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2008\/03\/03\/contra-el-malestar\/\">Contra el malestar<\/a>. 3 .M\u00e4rz 2008.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2010\/06\/10\/desde-que-llego-el-socialismo-i\/\">Desde que lleg\u00f3 el socialismo\u2026 (I)<\/a>. 10. Juni 2010.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref16\" name=\"_edn16\">[xvi]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2010\/10\/19\/la-repolarizacion-antichavista-radicalizacion-y-dialogo\/\">La repolarizaci\u00f3n antichavista: radicalizaci\u00f3n y di\u00e1logo<\/a>. 19. Oktober 2010.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref17\" name=\"_edn17\">[xvii]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2013\/03\/18\/que-sera-de-venezuela-despues-de-chavez\/\">\u00bfQu\u00e9 ser\u00e1 de Venezuela despu\u00e9s de Ch\u00e1vez?<\/a> 18. M\u00e4rz 2013.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref18\" name=\"_edn18\">[xviii]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2013\/01\/08\/confianza-en-nosotros-mismos\/\">Confianza en nosotros mismos<\/a>. 8. Januar 2013.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref19\" name=\"_edn19\">[xix]<\/a> Foro Itinerante de Participaci\u00f3n Popular. <a href=\"http:\/\/minci.gob.ve\/2016\/04\/victimas-de-la-arrechera\/\">V\u00edctimas de la arrechera. La violencia fascista en Venezuela del 15 al 19 de abril de 2013<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref20\" name=\"_edn20\">[xx]<\/a> Von den 43 toten Opfern wurden sieben von Angeh\u00f6rigen der Polizei oder des Milit\u00e4rs get\u00f6tet, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen 36 als Folge von Aktionen der Guarimbas starben. Siehe: AVN <a href=\"http:\/\/www.avn.info.ve\/contenido\/defensor-del-pueblo-fascismo-fue-causa-principal-43-v%C3%ADctimas-guarimba\">\u201cDefensor del Pueblo: Fascismo fue causa principal de v\u00edctimas de las guarimbas\u201d<\/a>. 18. Januar 2016.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref21\" name=\"_edn21\">[xxi]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2015\/01\/20\/guerra-economica-novedades-en-el-frente\/\">Guerra econ\u00f3mica: novedades en el frente<\/a>. 20. Januar 2015.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref22\" name=\"_edn22\">[xxii]<\/a> Alfredo Serrano. El pensamiento econ\u00f3mico de Hugo Ch\u00e1vez. Vadell Hermanos Editores. Caracas, Venezuela. 2014. S. 522-523.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref23\" name=\"_edn23\">[xxiii]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.psuv.org.ve\/temas\/noticias\/transcripcion-completa-palabras-presidente-chavez-su-ultima-cadena-nacional-081212\/#.V8JjvJjhDcc\">Transcripci\u00f3n completa de las palabras del Presidente Ch\u00e1vez en su \u00faltima cadena nacional (8\/12\/12)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref24\" name=\"_edn24\">[xxiv]<\/a> Carlos Marx. Obras escogidas. El Dieciocho Brumario de Luis Bonaparte. Editorial Progreso. Mosc\u00fa, URSS. S. 122. [Diese Stelle konnte in <a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/me\/me08\/me08_111.htm\">Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte <\/a>\u00a0nicht ausfindig gemacht werden. Anm. maulwuerfe.ch].<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/maulwuerfe.ch\/wp-admin\/post-new.php#_ednref25\" name=\"_edn25\">[xxv]<\/a> Reinaldo Iturriza L\u00f3pez. <a href=\"https:\/\/elotrosaberypoder.wordpress.com\/2010\/05\/13\/que-ha-sido-del-chavismo-originario\/\">\u00bfQu\u00e9 ha sido del chavismo originario?<\/a> 13. Mai 2010.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reinaldo Iturriza. In klassischen Begriffen ausgedr\u00fcckt ist der Wirtschaftskrieg nichts anderes als ein klarer Ausdruck der Versch\u00e4rfung des Klassenkampfes. 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