{"id":15954,"date":"2025-11-28T12:38:11","date_gmt":"2025-11-28T10:38:11","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15954"},"modified":"2025-11-28T12:38:12","modified_gmt":"2025-11-28T10:38:12","slug":"maga-krise-formiert-sich-eine-anti-trump-bewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15954","title":{"rendered":"MAGA-Krise: Formiert sich eine Anti-Trump-Bewegung?"},"content":{"rendered":"<p><em>Hamza Khiri, Juan Andres Gallardo &amp; James Dennis Hoff. <\/em><strong>Epstein-Akten, Regierungs-Shutdown und Millionen auf den Stra\u00dfen. Trumps zweite Amtszeit ist gepr\u00e4gt von Machtk\u00e4mpfen und Skandalen. Wie kann die Arbeiter:innenklasse den Widerstand gegen seine brutale Regierung in einem Moment der Schw\u00e4che auf die n\u00e4chste Stufe heben?<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nur 11 Monate hat Trump gebraucht, um den perfekten Sturm zu entfachen, der zu seinem drastischsten Popularit\u00e4tsverlust seit seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres gef\u00fchrt hat. Die wirtschaftliche Lage, die hohen Lebenshaltungskosten und die eingefrorenen L\u00f6hne, der gr\u00f6\u00dfte Regierungsstillstand in der Geschichte, der Hunderttausende Menschen an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, und der Verdacht, dass die Akten zum Fall Epstein zur\u00fcckgehalten werden, belasten seine ohnehin schon angeschlagene Popularit\u00e4t, die nun auf nur noch 38 Prozent gesunken ist.<\/p>\n<p>Der am Dienstag ver\u00f6ffentlichte Bericht der neuen Reuters\/Ipsos-Umfrage liefert einige eindringliche Daten \u00fcber den Imageverlust des Pr\u00e4sidenten, w\u00e4hrend die MAGA-Welt (Make America Great Again, die soziale Basis, die ihn an die Macht gebracht hat) in interne Machtk\u00e4mpfe versinkt und die von Trump selbst angeheizten Verschw\u00f6rungstheoretiker:innen den Druck auf die Regierung versch\u00e4rfen.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Einigkeit innerhalb der MAGA-Bewegung, die Trump im letzten Jahr zum Wahlsieg verhalf, scheint nun aufgrund der offensichtlichen Korruption und Misswirtschaft der US-Regierung zu br\u00f6ckeln. Zunehmend gewinnen Figuren der US-amerikanischen Rechten an Prominenz, die ihre Unzufriedenheit mit Trump publik machen. Dies war abzusehen, da MAGA in den 10 Jahren seit dem ersten Wahlsieg Trumps mehrere Transformationen durchgemacht hat. Die Bewegung verbindet mittlerweile breite Teile der Bev\u00f6lkerung mit einer Anti-Establishment Haltung: Von verarmten Arbeiter:innen der aussterbenden Kohleindustrie, \u00fcber esoterische Impfgegner:innen und christlichen Fundamentalist:innen bis zu den faschistischen Milizen und der Alt-Right-Anh\u00e4ngerschaft. Ziel der Trump-Kampagne, die diese Gruppen unter dem Slogan \u201cMake America Great Again\u201d verband, war, die Korruption der Regierung und die Herrschaft der Elite zu beenden. Angesichts der bisherigen Aktivit\u00e4ten der Trump-Regierung, der vielleicht korruptesten US-Regierung aller Zeiten, scheinen viele seiner Anh\u00e4nger:innen desillusioniert zu sein. Seine W\u00e4hler:innenschaft, die zu einem gro\u00dfen Teil aus Arbeiter:innen im mittleren Westen besteht, sieht ihre Lebensgrundlage nach Jahren der Krise existenziell gef\u00e4hrdet. Doch anstatt der erhofften Wirtschaftsstabilisierung dank Trumps Sinn f\u00fcr \u201cDeals\u201d, werden ihnen Subventionen und Sozialleistungen massenhaft gestrichen.&nbsp;<\/p>\n<p>Wie aus dem Bericht von Reuters\/Ipsos hervorgeht, ist der R\u00fcckgang der Zustimmungsrate nach Themen am st\u00e4rksten in den Bereichen Wirtschaft und Lebenshaltungskosten. Wir erinnern uns, dass Trump die Wahl vor allem mit dem Versprechen gewonnen hat, die Kaufkraft wiederherzustellen, wodurch er seine W\u00e4hler:innenschaft sogar auf Teile der traditionell demokratischen Basis ausweiten konnte. Aber diese Versprechen wurden nicht nur nicht eingehalten, die wirtschaftlichen Bedingungen haben sich inmitten der Preissteigerungen, die auf den Zollkrieg folgten, der anhaltenden Stagnation der L\u00f6hne und der Verwerfungen, die die mehr als 40-t\u00e4gige Schlie\u00dfung der Regierung in der heimischen Wirtschaft von Millionen Menschen verursacht hat, noch weiter verschlechtert.&nbsp;<\/p>\n<p>So wird im Bericht geschrieben: \u201eIn diesem Jahr wurde der Pr\u00e4sident besonders von der Wahrnehmung geplagt, dass er nicht genug tut, um Haushalten bei den t\u00e4glichen Ausgaben zu helfen \u2013 ein Problem, das auch die Biden-Regierung hart getroffen und zu Trumps Sieg \u00fcber Bidens Vizepr\u00e4sidentin Kamala Harris bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen im letzten Jahr beigetragen hat.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Inflationsrate ist seit Trumps Amtsantritt im Januar im historischen Vergleich hoch geblieben. Die Verbraucherpreise in den USA stiegen in den zw\u00f6lf Monaten bis September um 3 Prozent, trotz der Abschw\u00e4chung des Arbeitsmarktes. Etwa 65 Prozent der Befragten \u2013 darunter jede:r dritte Republikaner:in \u2013 sind mit Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten unzufrieden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Skandal um Epstein-Akten<\/strong><\/p>\n<p>Zudem haben die neuen Enth\u00fcllungen rund um die Dokumente des verurteilten Sexualstraft\u00e4ters Jeffrey Epstein in den USA eine politische Ersch\u00fctterung ausgel\u00f6st, die im Zentrum der MAGA-Bewegung Wirkung zeigt. Die Enth\u00fcllung der \u201cClient List\u201c, die im Wahlkampf noch als triumphale Geste der Transparenz pr\u00e4sentiert wurde, ist inzwischen zu einer unkontrollierbaren Krise f\u00fcr Donald Trump und seine Verb\u00fcndeten geworden.<\/p>\n<p>Jeffrey Epstein war ein US-amerikanischer Finanzmagnat, der \u00fcber Jahrzehnte hinweg ein Netzwerk von Beziehungen zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Elite der USA und der Welt aufgebaut hat. Der langj\u00e4hrige Freund Trumps betrieb ein Netzwerk f\u00fcr sexuellen Missbrauch und Handel mit Minderj\u00e4hrigen und veranstaltete Partys auf seiner Privatinsel, an denen einflussreiche Pers\u00f6nlichkeiten wie ehemalige Pr\u00e4sidenten, Mitglieder des K\u00f6nigshauses und Prominente aus der Unterhaltungsbranche teilnahmen.<\/p>\n<p>Die Debatte um die Epstein-Akten erhielt erneut Aufmerksamkeit durch die Ver\u00f6ffentlichung von mehr als 20.000 E-Mails und Dokumenten im Zusammenhang mit dem Fall, die unter anderem direkte Verweise auf Trump enthalten. Darunter befinden sich Berichten zufolge auch Korrespondenzen, in denen Epstein erw\u00e4hnt, dass Trump \u201emehrere Stunden mit einem der Opfer\u201d in seinem Haus verbracht habe. Der Umgang des Wei\u00dfen Hauses mit dem Fall verschlimmerte die Lage zus\u00e4tzlich. In der entscheidenden Phase der Debatte setzte Trump Abgeordnete wie Lauren Boebert und Nancy Mace massiv unter Druck, ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Ver\u00f6ffentlichung der Akten zur\u00fcckzuziehen. Diese Interventionen scheiterten jedoch. Und als deutlich wurde, dass die Offenlegung nicht mehr zu verhindern war, vollzog Trump eine abrupte Kehrtwende. In einem versp\u00e4teten Versuch, die Kontrolle zur\u00fcckzugewinnen, erkl\u00e4rte er \u00f6ffentlich, die Republikaner sollten \u201ef\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung der Epstein-Akten stimmen, denn wir haben nichts zu verbergen\u201c. Die Reaktionen innerhalb der republikanischen Partei offenbaren nun ein tiefer liegendes Problem. F\u00fchrende Vertreter:innen des extrem rechten Fl\u00fcgels, darunter Marjorie Taylor Greene, haben die Haltung der Trump-Regierung scharf angegriffen und den Umgang mit den Akten als \u201erote Linie\u201c bezeichnet, als etwas, das selbst f\u00fcr \u00fcberzeugte MAGA-W\u00e4hler:innen nicht akzeptabel ist.&nbsp;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich hat das von den Republikanern kontrollierte Repr\u00e4sentantenhaus am Dienstag die Ma\u00dfnahme verabschiedet, mit der das Justizministerium aufgefordert wird, die Epstein-Akten zu ver\u00f6ffentlichen. Auch der Senat f\u00fchrte eine Abstimmung im Eilverfahren durch. Doch die ganze Episode hat ihren Schaden am Vertrauen der Basis bereits angerichtet.&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser Zeit haben sich besonders rechte Figuren der MAGA-Bewegung profilieren k\u00f6nnen. So konnte Marjorie Taylor Greene, die bisher durch antisemitische und rassistische Verschw\u00f6rungstheorien Bekanntheit erlangte, durch ihren \u00f6ffentlich ausgetragenen Kampf gegen Trump als Stimme gegen die Elite, diesmal inklusive Trump, darstellen. Sie war eine der ersten Republikaner:innen, die die Ver\u00f6ffentlichung der Epstein-Akten forderte und die ihren Unmut \u00fcber die Vertuschungsversuche \u00e4u\u00dferte. Au\u00dferdem konnte sie sich durch ihre Position gegen die Unterst\u00fctzung Israels hervorheben, Als eine von wenigen US-Politiker:innen hat sie den Genozid in Gaza als ebensolchen benannt. Nun darf man nicht den Fehler machen, Taylor Greene wegen dieser \u00c4u\u00dferungen als Verb\u00fcndete oder als Stimme f\u00fcr Pal\u00e4stina zu deuten.&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Einen vertrat Verschw\u00f6rungstheorien \u2013 QAnon, j\u00fcdische Weltall-Laser, Landesweiter Wahlbetrug 2020 \u2013 die selbst Trump dazu veranlassten, sie als \u201eWacky Marjory\u201c (durchgeknallte Marjory) zu betiteln,&nbsp; Zum Anderen ist sie eine Hetzerin, die Antifa und Black Lives Matter zu Terrorgruppen erkl\u00e4rt hat und mehrfach gesagt hat, dass muslimische Repr\u00e4sentant:innen nicht in die Regierung geh\u00f6ren. Weil es fast keine anderen Stimmen im Parlament gibt, die sich gegen den Genozid aussprechen, konnte Taylor Greene und andere Figuren der extremen Rechten wie Candace Owens oder Nick Fuentes an Beliebtheit gewinnen. Der Genozid in Gaza und die Bombardierung Katars sowie die Verwicklung der USA in den \u201e12-t\u00e4gigen Krieg\u201d zwischen Israel und dem Iran hatten bereits Ablehnung unter dem isolationistischen Teil seiner MAGA-Basis hervorgerufen, die in Frage stellten, dass es Interesse von \u201eAmerica First\u201d liege, Israel zu helfen.<\/p>\n<p>Diese Positionen wurden von Leuten wie dem Influencer und White-Supremacy-Aktivisten Nick Fuentes noch weiter versch\u00e4rft, der k\u00fcrzlich von dem Journalisten und Star-Moderator der konservativen Rechten, Tucker Carlson, interviewt wurde, wo Fuentes seinem Antisemitismus und Rassismus freien Lauf lie\u00df. Das passiert, w\u00e4hrend in Foren von extrem rechten Trollen viele Anh\u00e4nger von Fuentes, sogenannte Groypers, seit Monaten alle m\u00f6glichen Verschw\u00f6rungstheorien verbreiten.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Umfragedaten zeigen auch, dass, obwohl Trumps Anh\u00e4nger:innen mehrheitlich die brutale Behandlung von Migrant:innen und Massenabschiebungen oder die Entsendung der nationalen Garde in Staaten, die ihm nicht gehorchen, guthei\u00dfen, dies nicht ausreicht, um \u00fcber die katastrophale Gesamtbilanz seiner Amtsf\u00fchrung hinwegzut\u00e4uschen.<\/p>\n<p><strong>Widerstand gegen Trump formiert sich<\/strong><\/p>\n<p>Im Schatten der parlamentarischen Unruhen formiert sich ein noch breiterer gesellschaftlicher Widerstand gegen die Trump-Regierung, der weit \u00fcber parteiinterne Konflikte hinausreicht. W\u00e4hrend sich im Kongress erste Absetzbewegungen abzeichneten und selbst loyale MAGA-Abgeordnete \u00f6ffentlich Zweifel \u00e4u\u00dferten, gingen am 18. Oktober Millionen von Menschen auf die Stra\u00dfen der USA. Die \u201eNo Kings\u201c-M\u00e4rsche, die bereits im Juni erstmals gegen die autorit\u00e4re Regierung demonstrierten, wuchsen im Oktober mit ca. 7 Millionen Teilnehmer:innen zu einer der gr\u00f6\u00dften Massenmobilisierungen gegen einen amtierenden US-Pr\u00e4sidenten in der j\u00fcngeren Geschichte an.<\/p>\n<p>In St\u00e4dten wie New York, Boston, Chicago, Los Angeles und San Diego str\u00f6mten Hunderttausende zusammen. Allein in Chicago f\u00fcllten bis zu 250.000 Demonstrierende dutzende Stra\u00dfenbl\u00f6cke um ihrem enormen Zorn \u00fcber Trumps Umgang mit demokratischen Institutionen, seiner Au\u00dferkraftsetzung verfassungsrechtlicher Grenzen und dem Einsatz des Nationalgardisten gegen Zivilisten Ausdruck zu verleihen. Immer h\u00e4ufiger war dabei die Forderung nach einem <a href=\"https:\/\/www.chicago.gov\/city\/en\/depts\/mayor\/press_room\/press_releases\/2025\/october\/weekend-roundup-no-kings.html\">Generalstreik<\/a> zu h\u00f6ren. Noch aussagekr\u00e4ftiger sind die Proteste in zahlreichen St\u00e4dten im mittleren Westen und S\u00fcden der USA, normalerweise republikanische Hochburgen, bei denen Tausende auf die Stra\u00dfe gingen.&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Mobilisierungen richten sich nicht nur gegen Trumps autorit\u00e4ren Regierungsstil, sondern auch gegen konkrete Angriffe seiner Administration: Den massiven Einsatz von ICE gegen Migrant:innen, die milit\u00e4rische Pr\u00e4senz auf den Stra\u00dfen mehrerer Gro\u00dfst\u00e4dte sowie wiederholte \u00dcbergriffe auf Gewerkschaften, trans-Feindlichkeit und die Unterst\u00fctzung des Genozids in Gaza. Schilder, auf denen ICE als \u201eTrumps Gestapo\u201c bezeichnet wurde, waren ebenso verbreitet wie Solidarit\u00e4tsbekundungen mit Pal\u00e4stina.&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu kommen die elektoralen Niederlagen der Republikaner. In New York konnte der sozialdemokratische Zohan Mamdani eindrucksvoll die B\u00fcrgermeisterwahlen f\u00fcr sich entscheiden, obwohl das Trump-Lager alles in seiner Macht stehende versuchte, um dies zu verhindern. Hinzu kommen Wahlniederlagen in Virginia und New Jersey, und eine erfolgreiche Abstimmung f\u00fcr eine Neuaufteilung der Kongresswahlkarte zugunsten der demokratischen Partei. Dieser Trend zeigt die wachsende Stimmung gegen das Trump-Regime, das sich auch an der Wahlurne manifestiert, dies ist jedoch keinesfalls gleichbedeutend mit einem Aufschwung der Demokraten, die den Kampf gegen die Rechte nicht annehmen werden.<\/p>\n<p>Die aktuellen Entwicklungen offenbaren eher eine Anti-Trump-Haltung, die die Demokraten nicht als Rettung, sondern als kleineres \u00dcbel sieht. Dies zeigen auch ihre <a href=\"https:\/\/www.realclearpolling.com\/polls\/favorability\/democratic-party\">Beliebtheitswerte<\/a>, die weiterhin Trumps unterirdische Werte unterbieten. Die \u201eNo Kings\u201c-Proteste waren gr\u00f6\u00dftenteils von Gewerkschaften und NGOs organisiert, die der demokratischen Partei nahestehen. Diese versucht, wie schon bei Black Lives Matter, die Bewegung zu kooptieren und in eine Wahlmaschine f\u00fcr sich zu kanalisieren. Zwar spricht der B\u00fcrgermeister von Chicago von einem Generalstreik und andere Vertreter:innen \u00fcber den Kampf gegen den ICE-Terror auf den Stra\u00dfen, ihre realen Taten bleiben jedoch weit dahinter. Die Krise der demokratischen Partei seit der Wahlniederlage 2016 hat sie mittlerweile ihre Hegemonie \u00fcber die Arbeiter:innenklasse gekostet. Zu oft sind sie mit halbgaren Ma\u00dfnahmen Trumps Angriffe begegnet und immer wieder in internen Machtk\u00e4mpfen den progressiven Fl\u00fcgel um Bernie Sanders unterbunden.&nbsp;<\/p>\n<p>Um tats\u00e4chlich einen wirksamen Widerstand gegen Trump aufzubauen, braucht es die Selbstorganisierung der Arbeiter:innenklasse. Diese hat nun mehrmals mit riesigen Mobilisierungen gezeigt, dass sie gewillt ist zu k\u00e4mpfen. Sie darf sich nicht erneut der verr\u00e4terischen Volksfront der demokratischen Partei ergeben, die in der n\u00e4chsten Amtsperiode die Angriffe auf die Arbeiter:innen fortsetzen wird. Es braucht Ma\u00dfnahmen, die einen Generalstreik im ganzen Land tats\u00e4chlich umsetzbar machen, das bedeutet, dass alle Arbeiter:innen in ihren Betrieben f\u00fcr demokratische Versammlungen einstehen m\u00fcssen, in denen sie notwendige Ma\u00dfnahmen besprechen. Es braucht Gewerkschaften, die sich von der B\u00fcrokratie der demokratischen Partei l\u00f6sen und tats\u00e4chlich bis zum Ende mit streikenden Arbeiter:innen k\u00e4mpfen. Es braucht landesweite Koordinierung von unabh\u00e4ngigen Streiks und Protesten, die sich nicht blo\u00df gegen die schlimmsten Angriffe von Trump verteidigt, sondern einen langfristigen Prozess f\u00fchrt, indem sie das kapitalistische System auseinandernimmt, dass sie immer wieder in solche Krisen st\u00fcrzen wird. Daf\u00fcr braucht es endlich eine echte revolution\u00e4re Arbeiter:innenpartei in den USA, die \u00fcber die Verwaltung des Kapitalismus durch Demokraten und Republikaner, hinausgeht.&nbsp;<\/p>\n<p>In diesem Sinne ver\u00f6ffentliche unsere US-amerikanische Schwesterzeitung <em>Left Voice <\/em>einen <a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/its-time-for-a-decisive-step-toward-a-socialist-working-class-party-dsa-must-break-with-the-democratic-party\/\">Aufruf an die Democratic Socialists of America (DSA)<\/a>, die der demokratischen Partei untersteht, ihre Verbindung zu dieser b\u00fcrgerlichen Partei zu trennen und den Schritt zum Aufbau einer sozialistischen Arbeiter:innenpartei zu unternehmen.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/maga-krise-formiert-sich-eine-anti-trump-bewegung\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 28. November 2025<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamza Khiri, Juan Andres Gallardo &amp; James Dennis Hoff. Epstein-Akten, Regierungs-Shutdown und Millionen auf den Stra\u00dfen. Trumps zweite Amtszeit ist gepr\u00e4gt von Machtk\u00e4mpfen und Skandalen. 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