{"id":15974,"date":"2025-12-08T15:50:22","date_gmt":"2025-12-08T13:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15974"},"modified":"2025-12-08T15:50:23","modified_gmt":"2025-12-08T13:50:23","slug":"zehntausende-schueler-streiken-bundesweit-gegen-militarismus-und-wehrpflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=15974","title":{"rendered":"Zehntausende Sch\u00fcler streiken bundesweit gegen Militarismus und Wehrpflicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von Berlin, M\u00fcnchen und Dresden bis nach Dortmund, Essen und Stuttgart \u2013 in \u00fcber 90 St\u00e4dten gingen am Freitag 5. Dezember zehntausende junge Menschen auf die Stra\u00dfe und protestierten gegen die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht. Die Proteste sind ein m\u00e4chtiger Ausdruck der enormen Opposition gegen den deutschen Militarismus und die Gefahr eines dritten Weltkriegs.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der bundesweite Schulstreik am 5. Dezember richtete sich gegen das \u201eWehrdienst\u2011Modernisierungsgesetz\u201c, das am selben Tag im Bundestag mit den Stimmen der Regierungsparteien SPD und Union verabschiedet wurde. Damit kommt ab dem neuen Jahr 2026 die verpflichtende Erfassung und Musterung f\u00fcr alle 18-j\u00e4hrigen M\u00e4nner und sobald die Zahl der \u201eFreiwilligen\u201c nicht ausreicht, auch die Einberufung zum Milit\u00e4r.<\/p>\n<p>Allein in Sachsen demonstrierten rund 2000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. \u201eHoch mit der Bildung, runter mit der R\u00fcstung\u201c, riefen sie in Dresden. \u201eWir sind kein Kanonenfutter!\u201c oder \u201eMerz an die Front\u201c stand auf selbstgebastelten Plakaten in Essen. Ein Spruch rief die ausl\u00e4nderfeindliche Hetze des Bundeskanzlers in Erinnerung: \u201eF\u00fcr\u2019s Stadtbild zu schlecht, f\u00fcr die Front gut genug.\u201c<\/p>\n<p>Die meisten Teilnehmer verbanden den Kampf gegen die Wehrpflicht mit dem Kampf gegen Militarismus und Krieg insgesamt und einige thematisierten auch die Ursache dieser Entwicklung im Kapitalismus, auch wenn oft Unklarheit in der Einsch\u00e4tzung aktueller Kriegsentwicklungen und der aktiven Rolle der Bundesregierung als Kriegstreiber bestand.<\/p>\n<p>Doch viele der beteiligten Organisatoren haben alles daran gesetzt, die Proteste auf eine Ablehnung gegen den \u201eZwangsdienst\u201c zu beschr\u00e4nken und die eigentliche Frage \u2013 die Vorbereitung der deutschen Regierung auf Kriege \u2013 auszuklammern. Kein Wunder: Unter ihnen sind mit der Gr\u00fcnen Jugend, den Jusos und der Linksjugend die Jugendorganisationen derselben Parteien vertreten, die die Aufr\u00fcstung unterst\u00fctzen und f\u00fcr die Kriegskredite gestimmt haben. Auch die Gewerkschaften Verdi und GEW, die sich in Worten hinter den Schulstreik stellen, haben sich f\u00fcr die Aufr\u00fcstung ausgesprochen.<\/p>\n<p>Die International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) betonten demgegen\u00fcber, dass die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht unmittelbar mit der R\u00fcckkehr des deutschen Militarismus verbunden ist. In ihrem <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/12\/04\/wehr-d04.html\">Flugblatt<\/a>, das sie in ganz Deutschland verteilten, hei\u00dft es:<\/p>\n<p><em>Die R\u00fcckkehr der Wehrpflicht ist Teil der Militarisierung der ganzen Gesellschaft. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs will die deutsche Regierung wieder eine ganze Generation in Reih und Glied marschieren lassen, bereit, ihr Leben f\u00fcr die Wirtschaftsinteressen der herrschenden Klasse zu opfern. Die Regierung aus Union und SPD treibt die Wiederaufr\u00fcstung aggressiv voran.<\/em><\/p>\n<p>Der Kapitalismus f\u00fchre wie im 20. Jahrhundert wieder zu Barbarei und Krieg, so die IYSSE weiter. Deshalb sei die einzige realistische Perspektive, um Wehrpflicht und Krieg zu stoppen, die internationale Mobilisierung der Arbeiterklasse auf der Grundlage eines sozialistischen Programms. Eine solche Bewegung m\u00fcsse sich gegen s\u00e4mtliche kapitalistischen Parteien richten, die alle den Militarismus vorantrieben.<\/p>\n<p>\u00dcber diese Perspektive diskutierten Vertreter der IYSSE in Berlin, Essen, N\u00fcrnberg, Stuttgart und M\u00fcnchen mit streikenden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern.<\/p>\n<p><strong>Berlin<\/strong><\/p>\n<p>In Berlin hatte der Senat aus SPD und CDU einen Brief an alle Schulleitungen verschickt und diese aufgefordert, Sch\u00fclern, die an den Protesten teilnehmen wollen, zu \u201einformieren\u201c, dass dies unerlaubte Fehlstunden und Probleme mit der Krankenversicherung zur Folge h\u00e4tte. Dieser Drohung zum Trotz versammelten sich 3000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am Halleschen Tor und auf dem Oranienplatz.<\/p>\n<p>Viele Sch\u00fcler stimmten der Perspektive, dass die Arbeiterklasse gegen die Militarisierung mobilisiert werden muss, zu. So sagte <strong>Laurenz<\/strong>: \u201eDie Arbeiter sind die Betroffenen, aber auch die, die dagegen einstehen m\u00fcssen und es nicht einfach laufen lassen d\u00fcrfen.\u201c Drei andere Sch\u00fcler schlossen sich mit folgenden Worten der Perspektive an: \u201eWir sollten auf jeden Fall mehr streiken, auch die Arbeiter. Auch bei anderen Themen wie f\u00fcr Pal\u00e4stina.\u201c<\/p>\n<p>Andere sprachen sich gegen die enorme Aufr\u00fcstung aus. \u201eWenn alle L\u00e4nder international immer weiter aufr\u00fcsten f\u00fchrt das nur zu einer ewigen Spirale und nimmt kein Ende. Eigentlich muss \u00fcberall abger\u00fcstet werden um endlich Frieden zu schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Dem Argument der herrschenden Klasse, dass die Aufr\u00fcstung nur der Verteidigung diene, wurde mit Skepsis begegnet. Von unseren Reportern auf die Frage angesprochen sagte <strong>Lene<\/strong>: \u201eDas ist alles nur ein Deckmantel, um die wahren Gr\u00fcnde zu verschleiern. Am Ende werden die Politiker und die Reichen nicht an der Front stehen, sondern die Armen und Einkommensschwachen, w\u00e4hrend die anderen Zuhause im Warmen sitzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Essen<\/strong><\/p>\n<p>In Essen demonstrierten etwa 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gegen die Einf\u00fchrung der Wehrpflicht.<\/p>\n<p><strong>Elisa<\/strong> (18 J.) erkl\u00e4rt: \u201eIch bin gegen Krieg. Ich finde, Konflikte kann man auch anders l\u00f6sen. Es ist eine schlimme Vorstellung, dass mein Bruder oder Verwandte in den Krieg m\u00fcssen.\u201c Ihr Mitsch\u00fcler, der 15-j\u00e4hrige <strong>Johann<\/strong>, h\u00e4lt die Gefahr, dass es einen hei\u00dfen Krieg geben k\u00f6nnte, f\u00fcr real. Er kritisiert, dass Geld f\u00fcr den Klimaschutz jetzt stattdessen in die R\u00fcstung flie\u00dft.<\/p>\n<p>Der 15-j\u00e4hrige <strong>Bilal<\/strong>, der Klassensprecher einer 10. Klasse an einer Essener Gesamtschule ist, sagt: \u201eJetzt sehen wir, dass sie sehr viel Geld ins Milit\u00e4r reinwerfen und nicht in die Ausbildung zum Beispiel, das sollten wir auf jeden Fall \u00e4ndern.\u201c Sch\u00fcler in seiner Klasse w\u00fcrden schon seit Jahren dagegen protestieren, dass sie selber die Toiletten sauber machen m\u00fcssen. Die Stimmung unter seinen Mitsch\u00fclern sei mehrheitlich gegen die Wehrpflicht, aber: \u201eDie meisten haben sich heute nicht getraut, mitzukommen, weil der Schulleiter es uns verboten hat.\u201c<\/p>\n<p>Die 16-j\u00e4hrige Sch\u00fclerin <strong>Nati<\/strong> ist entsetzt, dass Kinder wieder dazu gezwungen werden sollen, mit der Waffe zu k\u00e4mpfen. Sie macht sich auch Sorgen \u00fcber den Rechtsruck in Deutschland. Noch nicht einmal 100 Jahre seien seit der Nazi-Zeit vergangen und trotzdem werde die Geschichte nicht aufgearbeitet, damit sie sich in der Zukunft nie wiederhole. \u201eStattdessen sagen wir wieder, wir brauchen eine Wehrpflicht, wir brauchen Leute an der Front, anstatt in diese Welt zu gucken und zu sehen, dass wir genug Kriege haben und wir niemanden mehr dazu zwingen sollten, wieder in so eine Situation zu kommen.\u201c<\/p>\n<p>Krieg komme vom Kapitalismus, stimmt sie zu. Sie findet es gut, f\u00fcr eine internationale Vereinigung der Arbeiterklasse und Jugend zu k\u00e4mpfen, wie es die IYSSE vertritt. Das nationale Denken lehne sie ab \u2013 vor allem mit Blick auf die NS-Vergangenheit. Sie ist au\u00dferdem dagegen, dass Deutschland in den Krieg gegen Russland eingreift: \u201eDann sterben junge Menschen auf dem Schlachtfeld f\u00fcr einen Krieg, den sie nicht k\u00e4mpfen sollten.\u201c<\/p>\n<p>Die \u201esoziale Ungerechtigkeit unserer Gesellschaft\u201c h\u00e4lt sie f\u00fcr ein gro\u00dfes Problem: \u201eDie Reichen bereichern sich immer mehr, w\u00e4hrend die \u00e4rmere Gesellschaft immer mehr leidet, die Obdachlosen immer h\u00e4ufiger werden und das Problem von Hunger und Zuhause immer gr\u00f6\u00dfer wird. Und dann diskutieren wir immer noch \u00fcber die Frage, ob wir diesen ganz kleinen Prozentteil von Superreichen nicht wirklich mehr besteuern k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Blagovest und Leon<\/strong> gehen auf ein Berufskolleg in Gladbeck und sind extra zur Demonstration nach Essen gekommen. Der 20-j\u00e4hrige Blagovest sieht die Ursache f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht vor allem darin, dass Politiker und Banken im Krieg mehr Geld verdienen wollen. Leon (18) sagt, die etablierten Parteien w\u00fcrden keine Alternative mehr bieten: \u201eDie gleichen Leute sind immer oben. Also egal, welche Partei, die machen immer das Gleiche. Es passiert immer noch was Schlimmeres, was gegen die Menschheit geht. Und das macht einem nat\u00fcrlich sehr Angst.\u201c Leon betont: \u201eEs geht um unsere Zukunft als Menschheit.\u201c Kommt es zu einem gro\u00dfen Krieg, w\u00fcrden alle sterben \u2013 \u201eegal, was f\u00fcr eine Hautfarbe du hast oder wen du geheiratet hast\u201c.<\/p>\n<p><strong>Stuttgart<\/strong><\/p>\n<p>In Stuttgart nahmen rund 1500 Sch\u00fcler an dem Protest gegen die Wehrpflicht teil. Viele Sch\u00fcler wiesen auf die Verbindung von Krieg und Kapitalismus hin. So hie\u00df auf einem Plakat: \u201eLasst euch nicht kaufen, ihr seid schlie\u00dflich keine Politiker\u201c oder \u201eMustert euch halt selbst\u201c. Auf einem Banner an der Spitze des Demozugs war \u201eRotfront, statt Ostfront\u201c zu lesen.<\/p>\n<p>Mehrere Jugendliche sprachen sich neben der Wehrpflicht auch gegen die horrende Aufr\u00fcstung und die deutsche Rolle im Ukrainekrieg und in Gaza aus. <strong>Valentin<\/strong>, ein 17-j\u00e4hriger Sch\u00fcler zeigte den Zusammenhang zwischen Krieg und Kapitalismus auf. \u201eIch will doch nicht f\u00fcr die Kapitalinteressen einiger weniger sterben.\u201c Zur Perspektive einer internationalen Antikriegsbewegung der Arbeiterklasse erkl\u00e4rte er: \u201eJa, das finde ich gut, dass w\u00e4re wichtig.\u201c<\/p>\n<p><strong>Leo und Julius<\/strong>, beide 17, betonten, dass die Aufr\u00fcstung finanziert werde, indem in den Sozialbereichen gek\u00fcrzt wird. \u201eWir sind heute hier, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren, aber auch, damit die Stimme der Jugend geh\u00f6rt wird. \u00dcberall fehlt das Geld in den Schulen, ein F\u00fchrerschein kostet mittlerweile 4000 Euro, man muss das Geld f\u00fcr die Menschen investieren nicht f\u00fcr den Krieg\u201c, so die beiden Sch\u00fcler.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcnchen<\/strong><\/p>\n<p>In M\u00fcnchen versammelten sich \u00fcber 1000 Sch\u00fcler am Giesinger Bahnhof. Viele trugen handgemachte Schilder, um ihre Opposition zur Wehrpflicht auszudr\u00fccken oder die Regierung zu gei\u00dfeln. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler waren sich weitgehend einig, dass der Regierung nicht zu trauen sei und sie gegen ihre Interessen agiere. Die Perspektive der IYSSE stie\u00df auf rege Zustimmung. Viele Sch\u00fcler thematisierten, dass die K\u00fcrzungen im Bildungs- und Sozialwesen f\u00fcr die Aufr\u00fcstung durchgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>N\u00fcrnberg<\/strong><\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg protestierten \u00fcber 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gegen die geplante Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht. Mit selbstgestalteten Plakaten mit Slogans wie \u201eWir wollen in Frieden leben und nicht im Kriege sterben!\u201c oder \u201eWir sollen sterben f\u00fcr eure Kapitalinteressen? Widersetzen\u201c verliehen sie der weitverbreiteten Opposition gegen Krieg Ausdruck. Der Protest wurde auch von vielen besorgten Eltern unterst\u00fctzt, die Plakate hochhielten mit \u201eMeine Kinder geb ich nicht\u201c.<\/p>\n<p><strong>Fabi\u00e9n<\/strong>, ein Sch\u00fcler aus N\u00fcrnberg, brachte die Opposition vieler Jugendlicher pr\u00e4gnant zum Ausdruck. Er erkl\u00e4rte, er sei beim Streik, \u201eweil wir zusammen gegen die anstehenden Gesetze zur Wehrpflicht demonstrieren wollen\u201c, und betonte, dass diese Angriffe nur im Kontext einer tiefergehenden kapitalistischen Krise verstanden werden k\u00f6nnen. Die herrschenden M\u00e4chte k\u00f6nnten ihre globalen Interessen \u201enur noch mit Autorit\u00e4t und Gewalt verteidigen\u201c, weshalb Militarismus, Aufr\u00fcstung und Krieg immer weiter eskalieren. Scharf verurteilte er die Heuchelei der Linkspartei, die \u00f6ffentlich gegen die Wehrpflicht auftrete, w\u00e4hrend sie zugleich das \u201eSonderverm\u00f6gen f\u00fcr die Bundeswehr\u201c unterst\u00fctze. Solche Organisationen w\u00fcrden \u201emit Scheinheiligkeit posieren\u201c und seien kein Teil einer echten Antikriegsbewegung.<\/p>\n<p>Auch<strong> Moritz,<\/strong> der an der Uni Erlangen studiert, wies die Heuchelei der Linkspartei und Gr\u00fcnen deutlich zur\u00fcck. Er bezeichnete ihr Auftreten auf Anti-Wehrpflicht-Protesten als \u201everlogen\u201c, weil sie gleichzeitig \u201ef\u00fcr das Sonderverm\u00f6gen mit abstimmen\u201c und damit die Aufr\u00fcstung mittragen. Wer \u00f6ffentlich gegen die Wehrpflicht auftrete und zugleich Kriegskredite unterst\u00fctze, zeige, dass \u201edas R\u00fcckgrat fehlt, um wirklich etwas zu ver\u00e4ndern\u201c.<\/p>\n<p>Er kritisierte, dass solche Parteien der Bev\u00f6lkerung \u201eein linkes Denken anzureden\u201c versuchen, das sich auf ein paar soziale Forderungen im Rahmen des bestehenden Systems beschr\u00e4nkt und daher notwendigerweise an Grenzen st\u00f6\u00dft: Es seien \u201eleere Forderungen, die innerhalb dieses parlamentarischen Kontextes irgendwo vermeintlich Sinn machen\u201c, aber keine reale Alternative bieten. Ihre Politik sei nicht sozialistisch, sondern diene dazu, die Jugend und Arbeiter in die Sackgasse parlamentarischer Illusionen zu f\u00fchren. Gleichzeitig betonte Moritz jedoch ausdr\u00fccklich, dass junge Menschen, die aus ehrlichem Interesse aus der Linkspartei oder Gr\u00fcnen kommen, nicht ausgeschlossen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Beide Jugendlichen machten deutlich, dass der Kampf gegen die Wehrpflicht nur gewonnen werden kann, wenn er nicht auf die Jugend beschr\u00e4nkt bleibt, sondern zu einer bewussten, internationalen Bewegung der Arbeiterklasse wird. Fabi\u00e9n betonte, dass \u201ealle unterdr\u00fcckten Bev\u00f6lkerungsgruppen mobilisiert werden m\u00fcssen\u201c, um Militarismus und Repression entgegenzutreten und das kapitalistische System, das diese Angriffe hervorbringt, zu \u00fcberwinden. Moritz erg\u00e4nzte, dass die aktuellen Schulstreiks lediglich den \u201eersten Schritt der Politisierung\u201c darstellen und dass die entscheidende Aufgabe darin besteht, daraus einen \u201eArbeiterprotest\u201c zu entwickeln.<\/p>\n<p><em>#Titelbild: Demonstration gegen die Wehrpflicht in Berlin, 05.12.2025<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/12\/06\/strk-d06.html\"><em>wsws.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 8. Dezember 2025<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Berlin, M\u00fcnchen und Dresden bis nach Dortmund, Essen und Stuttgart \u2013 in \u00fcber 90 St\u00e4dten gingen am Freitag 5. Dezember zehntausende junge Menschen auf die Stra\u00dfe und protestierten gegen die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht. 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