{"id":16040,"date":"2025-12-26T13:41:53","date_gmt":"2025-12-26T11:41:53","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16040"},"modified":"2025-12-26T13:41:54","modified_gmt":"2025-12-26T11:41:54","slug":"rosa-luxemburg-ueber-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16040","title":{"rendered":"Rosa Luxemburg \u00fcber Weihnachten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wir ver\u00f6ffentlichen Rosa Luxemburgs Artikel: \u201eDes Erl\u00f6sers Geburt\u201c \u00fcber das Weihnachtsfest, der heute vor genau 120 Jahren auf der Titelseite des \u201eVorw\u00e4rts\u201c erschien.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mehr als neunzehn Jahrhunderte sind verflossen, seit die gl\u00e4ubige Menschheit die Geburt des Zimmermannssohnes aus Nazareth feiert, der dem Menschengeschlechte als Erl\u00f6ser verk\u00fcndet ward. In einer furchtbaren Zeit der Zersetzung des alten R\u00f6merreiches, da Millionen in ausweglosem Elend, in Sklaverei und Erniedrigung versanken, in dieser d\u00fcsteren sozialen Nacht ging die Morgenr\u00f6te der christlichen Erl\u00f6sung auf, von den Elenden und Enterbten mit frommem Glauben und jauchzender Hoffnung begr\u00fc\u00dft. Und heute wieder, wie seit bald zweitausend Jahren werden die Glocken von unz\u00e4hligen Kircht\u00fcrmen in unz\u00e4hligen St\u00e4dten und D\u00f6rfern mit eherner Zunge die Wiederkehr jenes freudigen Tages preisen, in hohen Pal\u00e4sten und niedrigen H\u00fctten werden Tannenb\u00e4ume im Kerzenlicht und Flitterschmuck ergl\u00e4nzen zur freudigen Feier der Geburt des Erl\u00f6sers.<\/p>\n<p>Doch wo ist die Erl\u00f6sung geblieben? Darben nicht heute Millionen in t\u00e4glicher Pein, wie vor Jahrtausenden? Und werden sie nicht wie damals von den Reichen mit F\u00fc\u00dfen getreten, die doch schwerer in das Himmelreich kommen sollten, denn ein Kamel das Nadel\u00f6hr passieren?<\/p>\n<p>Es ist nichts als eine pf\u00e4ffische L\u00fcge, wenn dem Volke eingeredet wird, das Christentum habe eine seelische und nicht eine leibliche Erl\u00f6sung verhei\u00dfen und vollbracht, das Reich Jesus sei nicht von dieser Welt. Nichts als ein unbestimmter Wunsch auf die Gl\u00fcckseligkeiten des Jenseits, sondern als ein Evangelium der Erl\u00f6sung von dem materiellen Elend, der sozialen Ungleichheit und der sozialen Ungerechtigkeit hienieden auf Erden ward die christliche Lehre gepredigt und aufgenommen. Die Erl\u00f6sung von den ungeheuerlichen Folgeerscheinungen der Klassenherrschaft, von gesellschaftlichen Kontrasten, von t\u00e4glicher Not, von Bedr\u00fcckung des Menschen durch den Menschen, der Volksmasse durch eine Handvoll M\u00e4chtiger \u2013 das war das Evangelium der ersten Apostel des Christentums und das war es, was ihnen die Anh\u00e4nger und die Gl\u00e4ubigen in hellen Scharen zuf\u00fchrte. So irdisch, so realistisch, so sinnlich war diese Erl\u00f6sung gemeint, da\u00df die ersten Christen sofort an die Wurzel des sozialen \u00dcbels, an die Eigentumsverh\u00e4ltnisse die Axt mit wuchtigem Hiebe anlegten. Das Evangelium der christlichen Erl\u00f6sung war ein durch Jahrhunderte hallender schmetternder Trompetenruf zum Kriege wider die Reichen und das Privateigentum. \u201eIhr Elenden\u201c, rief der heilige Basilius im vierten Jahrhundert den Reichen zu, \u201ewie wollt Ihr Euch vor dem ewigen Richter verantworten? Ihr erwidert uns: Wie habe ich unrecht, da ich nur f\u00fcr mich behalte, was mir geh\u00f6rt? Ich aber frage Euch: Was nennt Ihr Euer Eigentum? Von wem habt Ihr es erhalten? Wodurch werden die Reichen reich, als durch die Besitznahme von Dingen, die allen geh\u00f6ren? Wenn jeder f\u00fcr sich nicht mehr n\u00e4hme, als er zu seiner Erhaltung braucht, und den Rest den anderen lie\u00dfe, dann g\u00e4be es weder Reiche noch Arme.\u201c<a href=\"https:\/\/rosaluxemburgwerke.de\/buecher\/band-6\/seite\/846#ftn.idm139890065960912-overlay\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Und zwei Jahrhunderte sp\u00e4ter donnerte noch ein anderer wackerer Gottesstreiter, Gregor der Gro\u00dfe: \u201eEs gen\u00fcgt nicht, da\u00df man anderen ihr Eigentum nicht nimmt, man ist nicht schuldlos, solange man G\u00fcter sich vorbeh\u00e4lt, die Gott f\u00fcr alle geschaffen hat. Wer den anderen nicht gibt, was er hat, ist ein Totschl\u00e4ger und M\u00f6rder, denn da er f\u00fcr sich beh\u00e4lt, was zur Erhaltung der Armen gedient h\u00e4tte, kann man sagen, da\u00df er tagaus, tagein so viele erschl\u00e4gt, als von seinem \u00dcberflu\u00df leben konnten.\u201c&nbsp;Diese schneidende Sprache f\u00fchrten die J\u00fcnger Jesu wider die soziale Ungleichheit der Menschen und mit solchen rein irdischen Argumenten f\u00fchrten sie die Sache der Enterbten, die zu erl\u00f6sen der gro\u00dfe Nazarener seine Schule stiftete.<\/p>\n<p>Allein, die materiellen Verh\u00e4ltnisse erwiesen sich st\u00e4rker als die feurigste Rede der christlichen Apostel. Die Worte eines Chrisostomos, des Mannes mit dem goldenen Munde, die Donnerstimme des gro\u00dfen Gregors verhallten wie die Stimme des Rufers in der W\u00fcste. Der Strom der geschichtlichen Entwicklung, dem das christliche Evangelium des Kommunismus und der Abschaffung des Reichtums eine Zeitlang zu trotzen versuchte, ri\u00df das k\u00fchne Boot der Welterl\u00f6ser mit, kehrte es um und zwang es, mit dem Gang der Verh\u00e4ltnisse zu schwimmen. Die Klassengesellschaft hat die zu ihrer Vernichtung verk\u00fcndete Lehre in ihren eigenen Dienst gespannt, die Erl\u00f6serin \u2013 Kirche wurde zu einem neuen Pfeiler der jahrtausende alten Sklaverei der Volksmassen. Aus dem Evangelium der sozialen Gerechtigkeit haben die herrschenden Klassen und ihre Diener, die Kirchendiener, ein Evangelium der Barmherzigkeit, aus der Religion Freier und Gleicher eine Religion der Bettler und der Auss\u00e4tzigen gemacht, aus der irdischen sozialen Erl\u00f6sung von Hunger, Not und Erniedrigung \u2013 ein Wolkenkukkucksheim der \u201eSeelenerl\u00f6sung\u201c nach dem Tode. Dieser unbarmherzige Proze\u00df der historischen Umschmelzung der christlichen Erl\u00f6sungslehre dauert bis auf unsere Tage fort. Die mittelalterliche feudale Gesellschaft hatte den urw\u00fcchsigen, k\u00fchnen christlichen Kommunismus zu der krankhaften, tr\u00e4nenreichen christlichen Barmherzigkeit, zur Lehre des weltabgeschiedenen Klosterlebens verrenkt. Die kapitalistische Neuzeit hat die christliche Charitas zur Heuchelei, zum frechen Hohn auf die christliche Lehre gemacht. In jeder Klassengesellschaft, wo die Not der Massen eine soziale Notwendigkeit, ist die Heuchelei eine \u00f6ffentliche, staatliche Einrichtung. Mit jedem weiteren Schritte in der Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft wird die mit dem christlichen Glauben getriebene Heuchelei der herrschenden Klassen gr\u00f6ber und ungeschminkter.<\/p>\n<p>Elende Heuchelei ist dieses offizielle Weihnachtsfest, wo zur Feier der Geburt des Erl\u00f6sers der Armen, der Geburt in der Krippe, von der reichen Bourgeoisie am Tannenbaum ein Luxus getrieben wird, der den notleidenden, frierenden, darbenden Massen Hohn spricht. Elende Heuchelei die frommen Gebete und die himmelw\u00e4rts verdrehten Blicke der salbungsvollen Kirchendiener, die zum Weihnachtsfest, zur Geburtsfeier des milden Menschenfreundes r\u00fcstend, zuvor eilig zu neuen Mordwerkzeugen und neuen Lasten f\u00fcr die Bedr\u00fcckten ihren Segen geben. Elende Heuchelei dies ganze offizielle Christentum der heutigen Gesellschaft, das sich eine Adventnacht ausw\u00e4hlte, um durch einen r\u00e4uberischen \u00dcberfall Millionen flei\u00dfiger Arbeiter den letzten Bissen t\u00e4glichen Brotes vom Munde zu rei\u00dfen und kurz vor Glockenschlag des Weihnachtsfestes den schwarzen Br\u00fcdern in Afrika neue Greuel des Krieges, neue furchtbare Vernichtungsbotschaft ins Land schickt als Bescherung. Das einzig Wahre an dem heutigen christlichen Weihnachtsfest, aus dem jeder innere lebendige Geist verschwunden, von dem nur der tote Brauch und das sinnliche Blendwerk geblieben, ist das ewig gr\u00fcne Tannenb\u00e4umchen, der duftige Gru\u00df der reinen frischen Natur, das B\u00e4umchen, das die christlichen Kirchendiener der alten naiven Heidenwelt und ihrem Sonnenkultus gestohlen und mitten in das fremde, unnat\u00fcrliche Milieu der christlich-b\u00fcrgerlichen Heuchelei gepflanzt haben \u2013 zur Freude der Kinder und der kindlichen Erwachsenen.<\/p>\n<p>Dieser Welt der offiziellen christlichen Heuchelei gegen\u00fcber stehen wir proletarische \u201eRotte\u201c, wir \u201eVaterlandslosen\u201c, wir Ge\u00e4chteten, wir \u201eElenden\u201c, und mit <a href=\"https:\/\/www.deutschelyrik.de\/prometheus.html\">Prometheus <\/a>fragen wir:<\/p>\n<p><em>Ich dich ehren? Wof\u00fcr?<\/em><\/p>\n<p><em>Hast du die Schmerzen gelindert<\/em><\/p>\n<p><em>Je des Beladenen?<\/em><\/p>\n<p><em>Hast du die Tr\u00e4nen gestillet<\/em><\/p>\n<p><em>Je des Ge\u00e4ngsteten?<\/em><\/p>\n<p>Auch wir feiern die Ankunft des Erl\u00f6sers, des&nbsp;<em>wahren<\/em>&nbsp;Erl\u00f6sers der Menschheit. In jeder verfallenden Gesellschaft, in der die aufstrebende, unterdr\u00fcckte Klasse durch ihren Kampf neue Bahnen der Entwicklung nicht auszuhauen vermag, da taucht der Glaube an einen wundert\u00e4tigen Erl\u00f6ser auf, die erm\u00fcdete, verzweifelte Menschheit klammert sich an die Darstellung einer m\u00e4chtigen, rettenden Pers\u00f6nlichkeit, die durch ihre Wunderwirkung alle erl\u00f6sen wird. Das alte Volk der Hebr\u00e4er erwartete seine Befreiung aus der \u00e4gyptischen Sklaverei von Mose, in dem verfallenden Rom steht Christus als Erl\u00f6ser auf, in den Anf\u00e4ngen der kapitalistischen Gesellschaft, bevor noch das moderne Proletariat auf die geschichtliche B\u00fchne trat, suchte ein Fourier lange den M\u00e4chtigen und Reichen, der ihm helfen sollte, seinen Erl\u00f6sungsplan f\u00fcr die Menschheit zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Uns hat der Erl\u00f6ser Sozialismus den starken Hammer des Klassenkampfes und der Erkenntnis in die H\u00e4nde gedr\u00fcckt und zugerufen: Erl\u00f6set euch selbst! Die Selbsterl\u00f6sung der Menschheit durch den Kampf des klassenbewu\u00dften Proletariats, die Erl\u00f6sung der Masse nicht durch einen wundert\u00e4tigen Erl\u00f6ser, sondern durch die Masse selbst, \u2013 das ist der erl\u00f6sende Gedanke des Sozialismus, das&nbsp;<em>unser<\/em>&nbsp;Erl\u00f6sungsevangelium.<\/p>\n<p>Auch wir feiern unser Weihnachtsfest, auch wir stecken Lichter auf unseren Weihnachtsbaum, auch unter uns ist heut\u2019 Freude, und Hoffnung und Glaube ziehen in unsere Herzen. Denn unsere Erl\u00f6sung vollzieht sich schon mit jedem Tage, mit jeder Stunde. H\u00f6rt Ihr vom Osten das Stimmengewirr und den L\u00e4rm des Kampfes? Dort brechen bereits unsere Br\u00fcder ihre schwersten Ketten, die Selbsterl\u00f6sung der Masse beginnt, der z\u00fcndende Blitz der sozialistischen Erkenntnis hat bereits die alte Finsternis erhellt, der starke Hammer des Klassenkampfes wird geschwungen, das Volk wird zum Schmiede des eigenen Schicksals.<\/p>\n<p>Auch dort in dem \u201eheiligen Ru\u00dfland\u201c wurde Jahrhunderte lang Weihnachten gefeiert. In dem alten frommen \u201eM\u00fctterchen Moskau\u201c erdr\u00f6hnten allj\u00e4hrlich zur Geburt des Erl\u00f6sers die bet\u00e4ubenden schweren Glocken von den vierzig mal vierzig schwerf\u00e4lligen byzantinischen Kirchen mit ihren breiten, schreiend goldenen Kuppeln. In der neueren Zarenhauptstadt, in Petersburg, wurden allj\u00e4hrlich zur Feier der christlichen Weihnacht am Newastrande krachende Salutsch\u00fcsse gegeben. Fromm bekreuzten sich dreimal mit eiliger Geb\u00e4rde und besonderer orthodoxer Fingerstellung die offiziellen russischen Christen und ber\u00fchrten in flei\u00dfigem Erdengru\u00df unz\u00e4hlige mal den Boden mit der schwei\u00dfperlenden Stirn. Jahrein \u2013 jahraus jubelte die russische Christenheit ob der Geburt des Erl\u00f6sers, dieweil Millionen Muschiks an Hungertyphus und Skorbut starben, wegen r\u00fcckst\u00e4ndiger Steuern mit Nagaikas [Kn\u00fctteln] ausgepeitscht wurden, dieweil Hunderte Fabrikproletarier in 16st\u00fcndiger Fron verkr\u00fcppelten und bei geringster Auflehnung erschossen wurden, dieweil Kibitkas mit eint\u00f6nigem Schellengel\u00e4ute \u00fcber die unendliche Schneesteppe Sibiriens fegten und einen Schub Verbannter nach dem anderen in das gro\u00dfe Totenhaus der Zwangsarbeit in den Bergwerken lebendig ablieferten. Und es war knapp zwei Wochen nach dem letzten orthodoxen Weihnachtsfest, als in Petersburg der Zug der Zweihunderttausend mit dem Kruzifix in der Hand vor das Zarenschlo\u00df zog, um in des Erl\u00f6sers Namen um Erl\u00f6sung von der furchtbaren Sklaverei zu flehen. Noch waren die feierlichen Glockent\u00f6ne der Weihnachtsfeier in den L\u00fcften nicht verklungen, als sie von krachenden Gewehrsalven \u00fcbert\u00f6nt wurden, und des Erl\u00f6sers Kruzifix senkte sich blutbespritzt zu Boden, entfiel der todesstarren Hand der Bittenden unter dem Kugelregen des allerchristlichen Zaren. Darauf ermannte sich die Volksmasse und griff zur Selbsterl\u00f6sung, von der Bitte und der Hoffnung zum Kampf, vom Kruzifix \u2013 zum roten Banner der Sozialdemokratie.<\/p>\n<p>Ein Jahr ist seitdem verflossen, heute kehren die Weihnachten wieder, die heilige Nacht zieht im heiligen \u201eRu\u00dfland\u201c herauf \u2013 \u00fcber einem rauchenden Tr\u00fcmmerhaufen der ehemaligen christlichen Zwingburg. Noch ist hei\u00df der Kampf und furchtbar der Opfer Zahl. Doch die Erl\u00f6sung, die&nbsp;<em>Selbsterl\u00f6sung<\/em>&nbsp;des russischen Volkes,&nbsp;<em>unser aller<\/em>&nbsp;Selbsterl\u00f6sung hat begonnen. Das rote Banner,&nbsp;<em>unserer<\/em>&nbsp;Erl\u00f6sung Zeichen, flattert aus dem Kampfgew\u00fchl immer wieder siegreich in den L\u00fcften auf und Millionen und Abermillionen Enterbter, Erl\u00f6sungsharrender scharen sich um die Sturmfahne auf dem ganzen Erdenrund. Klopfenden Herzens, des Glaubens und der Hoffnung voll, senden wir heut hei\u00dfe Blicke nach dem Osten und begleiten jede Bewegung der stolzen Standarte mit Jubel. Die ersten W\u00e4lle der alten Gesellschaft fangen an zusammenzust\u00fcrzen, die rote Fahne f\u00fchrt siegreich den ersten Sturmlauf aus.<\/p>\n<p>Und so feiern wir heute&nbsp;<em>unser<\/em>&nbsp;Weihnachtsfest, durch einen Abgrund getrennt von der heuchlerischen b\u00fcrgerlichen Christenwelt mit ihren heuchlerischen Feiern, Gebeten und Glocken. Um unseren gr\u00fcnen Lebensbaum geschart, fest im Glauben und froh in der Hoffnung auf der Menschheit nahende Erl\u00f6sung, gest\u00fctzt auf den nie versagenden Hammer \u2013 unserer Arbeit und unserer Befreiung Symbol, feiern wir unser Arbeitsfest, wir Millionen Elender und Enterbter, ein stolz und trotzig und kr\u00e4ftig Geschlecht und rufen der verlogenen herrschenden Christenwelt zu, wie <a href=\"https:\/\/www.deutschelyrik.de\/prometheus.html\">Prometheus<\/a>:<\/p>\n<p><em>Hier sitz\u2019 ich, forme Menschen<\/em><\/p>\n<p><em>Nach meinem Bilde,<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Geschlecht, das mir gleich sei,<\/em><\/p>\n<p><em>Zu leiden, zu weinen,<\/em><\/p>\n<p><em>Zu genie\u00dfen und zu freuen sich<\/em><\/p>\n<p><em>Und Dein nicht zu achten,<\/em><\/p>\n<p><em>Wie ich!<\/em><\/p>\n<p>Vorw\u00e4rts (Berlin),<\/p>\n<p>Nr. 301 vom 24. Dezember 1905, S. 1.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/rosa-luxemburg-ueber-weihnachten\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom 26. Dezember 2025<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir ver\u00f6ffentlichen Rosa Luxemburgs Artikel: \u201eDes Erl\u00f6sers Geburt\u201c \u00fcber das Weihnachtsfest, der heute vor genau 120 Jahren auf der Titelseite des \u201eVorw\u00e4rts\u201c erschien.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16041,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6],"tags":[25,87,113,22,62,27],"class_list":["post-16040","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","tag-arbeiterbewegung","tag-arbeitswelt","tag-kultur","tag-politische-oekonomie","tag-rosa-luxemburg","tag-russland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16040"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16040\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16042,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16040\/revisions\/16042"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/16041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}