{"id":16133,"date":"2026-03-07T16:09:40","date_gmt":"2026-03-07T14:09:40","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16133"},"modified":"2026-03-07T16:09:41","modified_gmt":"2026-03-07T14:09:41","slug":"iran-und-die-permanente-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16133","title":{"rendered":"Iran und die permanente Revolution\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><em>Maryam Alaniz &amp; Nathaniel Flakin.\u00a0 <\/em><strong>Auch heute bietet die Iranische Revolution wichtige Lehren, wie der Imperialismus und reaktion\u00e4re Regierungen besiegt werden k\u00f6nnen \u2013 und wie nicht.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Seit den Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten sind alle Augen auf Iran gerichtet. Dabei behaupteten die M\u00e4chte des Zionismus und Imperialismus nicht mehr nur, die Welt vor der iranischen Atombombe zu retten. Sie nehmen sogar in Anspruch, den Massen in Iran den Weg aus der Unterdr\u00fcckung der Mullahs zu weisen. Umso dringender ist es heute, sich mit dem gr\u00f6\u00dften Versuch der Selbstbefreiung der iranischen Arbeiter:innen und Unterdr\u00fcckten zu besch\u00e4ftigen: der Revolution von 1979.&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em>Auch wenn der erste Satz auch heute geschrieben worden sein k\u00f6nnte: Die vorliegende \u00dcbersetzung ist 2021 in unserer US-amerikanischen Schwesterpublikation <\/em>Left Voice Magazine<em> erschienen. Der Artikel setzt sich unter anderem mit Positionen mit einer trotzkistischen Gruppe auseinander, die sich Iranische Tendenz der Bolschewiki-Leninisten nennt. <\/em><a href=\"https:\/\/leninist.org\/\"><em>Ihre Onlinepr\u00e4senz<\/em><\/a><em> wurde in der Zwischenzeit seit mehreren Jahren nicht mehr aktualisiert, weshalb wir keine Aussage dar\u00fcber treffen k\u00f6nnen, ob sie trotz der Repression des Regimes fortbesteht und ob sich ihre Positionen wom\u00f6glich ver\u00e4ndert haben.<\/em><\/p>\n<p>Iran ist heute Schauplatz der gr\u00f6\u00dften geopolitischen Spannungen weltweit. Die Golfregion wird von Flugzeugtr\u00e4gern, Drohnen, Hackern, Zentrifugen und Attent\u00e4tern beherrscht, doch sie ist auch Schauplatz machtvoller Klassenk\u00e4mpfe: Die multiethnische Arbeiter:innenklasse tr\u00e4gt ebenso wie die Jugend und die Frauenbewegung heroische K\u00e4mpfe gegen eine repressive Regierung aus. Diese fortschrittlichen Kr\u00e4fte stehen vor der Frage: K\u00f6nnen sie das obskurantistische Regime st\u00fcrzen, ohne den imperialistischen Kr\u00e4ften und ihren Vasallen in die H\u00e4nde zu spielen? K\u00f6nnte die Arbeiter:innenklasse einen erfolgreiche sozialistische Revolution anf\u00fchren und einen revolution\u00e4ren Prozess in der Region loszutreten?<\/p>\n<p>Die Iranische Revolution begann vor 46 Jahren: Am 11. Februar 1979 kapitulierte die Armee nach zwei Tagen des Stra\u00dfenkampfs und setzte damit dem Regime des Schahs (K\u00f6nig) ein Ende. Diese Erfahrung bietet Lektionen f\u00fcr heute. Viele erinnern sich an die Revolution nur daf\u00fcr, dass sie die Mullahs an die Macht brachte. Doch tats\u00e4chlich war es ein gro\u00dfer Arbeiter:innenaufstand, der \u201eklassische\u201c Merkmale einer Revolution wie Arbeiter:innenr\u00e4te beinhaltete. Wie konnte diese Revolution besiegt werden? Und was w\u00e4re die Alternative gewesen? Iran bietet uns heute ein deutliches Beispiel, warum Revolution\u00e4r:innen ein Programm der <em>permanenten <\/em>Revolution brauchen. Um das zu verstehen, werden wir uns zun\u00e4chst die Geschichte der Revolution ansehen.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine Revolution gegen den Imperialismus<\/strong><\/p>\n<p>Die materiellen, sozialen und politischen Wurzeln des Sturzes des Schahs lassen sich zu dem komplexen Prozess der kapitalistischen Entwicklung in Iran zur\u00fcckverfolgen. Imperialistische Kr\u00e4fte, darunter Gro\u00dfbritannien und das wirtschaftlich r\u00fcckst\u00e4ndigere Russland, zwangen Iran auf den Weltmarkt und es wurde zum Schauplatz des Konflikts zwischen den beiden M\u00e4chten.&nbsp;<\/p>\n<p>Iran, das \u201eschon fast vollst\u00e4ndig zur Kolonie geworden\u201c war, wie es Lenin 1917 in seinem klassischen Werk \u00fcber den Imperialismus beschrieb, wurde in das globale kapitalistische System verwickelt, nachdem 1908 umfangreiche \u00d6lreserven im S\u00fcden gefunden worden waren.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#14e07352-4be6-4088-b9bf-911148193eb8\"><sup>1<\/sup><\/a> Kurz darauf wurde Iran zu einem wichtigen Energielieferant f\u00fcr die imperialistischen M\u00e4chte, insbesondere durch die britisch kontrollierte Anglo-Persian Oil Company \u2013 damals das weltweit profitabelste britische Unternehmen.&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Faktoren trugen zum ungleichen und kombinierten Charakter der sozialen Entwicklung Irans bei. Ein in den st\u00e4dtischen Gebieten konzentriertes Proletariat breitete sich gemeinsam mit der \u00d6lindustrie und verwandten Sektoren aus, doch diese Sektoren waren \u201evon einem Ozean von Landarbeitern umgeben, deren Leben und Arbeit von vorkapitalistischen Beziehungen bestimmt wurde.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#cc2ad999-ddaf-4876-86ab-80689801ac05\"><sup>2<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien besa\u00df bis 1952 ein Monopol \u00fcber iranisches \u00d6l, als der Premierminister Mohammad Mossadegh die Anglo-Iranian Oil Company verstaatlichte (die ihren Namen 1935 ge\u00e4ndert hatte). Der britische Imperialismus schlug zur\u00fcck, indem er zu einem internationalen Boykott iranischen \u00d6ls aufrief. Er tat sich schlie\u00dflich mit den USA zusammen, um 1953 einen Milit\u00e4rputsch zu orchestrieren, der den demokratisch gew\u00e4hlten Mossadegh aus dem Amt trieb, und den Schah Reza Pahlavi, der aus dem Land geflohen war, wieder einsetzte. Obwohl der Imperialismus den Schah als milden \u201eModernisierer\u201c darstellte, war das Marionettenregime f\u00fcr seine Brutalit\u00e4t ber\u00fcchtigt und wurde von einer SAVAK genannten Geheimpolizei gest\u00fctzt, die eng mit der CIA zusammenarbeitete.<\/p>\n<p>Fortan bewahrte die brutale Diktatur des Schahs den \u00d6lreichtum des Iran f\u00fcr die imperialistischen Bourgeoisien. W\u00e4hrend die Kassen des Schahs anschwollen, wuchs der Unmut. In den 1960er Jahren begann der Schah mit der \u201eWei\u00dfen Revolution\u201c (auch bekannt als \u201eRevolution des Schah und des Volkes\u201c) eine Reihe aggressiver Sozial- und Wirtschaftsreformen. Diese sollten die letzten \u00dcberbleibsel feudaler Beziehungen auf dem Land aufl\u00f6sen, das Kapital der Landbesitzer in die Industrie und urbane Projekte verschieben und das Hineinstr\u00f6men ausl\u00e4ndischen Kapitals bef\u00f6rdern.&nbsp;<\/p>\n<p>Politisch wollte der Schah mit der Wei\u00dfen Revolution unter Arbeiter:innen und B\u00e4uer:innen Unterst\u00fctzung sammeln, indem er ihnen bessere Lebensbedingungen versprach. Er wird dazu mit dem Ausspruch zitiert, die Revolution m\u00fcsse von oben kommen, sonst komme sie von unten.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#df316069-a819-4d17-b726-8fe55a8b1927\"><sup>3<\/sup><\/a> Wie jedoch der Historiker Ervand Abrahamian bemerkte, hatten die Reformen eine widerspr\u00fcchliche Wirkung: \u201eDie Wei\u00dfe Revolution sollte eine Rote Revolution verhindern. Stattdessen bereitete sie einer Islamischen Revolution den Weg.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#2ab999b7-f602-4798-aed6-40eb546a86f9\"><sup>4<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich vertiefte das Programm der kapitalistischen \u201eModernisierung\u201c und die ungleiche Verteilung seiner Vorteile die sozialen Spannungen. Das betraf insbesondere das traditionelle Kleinb\u00fcrger:innentum und den Klerus, deren wachsende Unzufriedenheit den Funken bildete, der in Iran den revolution\u00e4ren Eifer entz\u00fcndete.<\/p>\n<p>Zu den benachteiligten Sektoren der Mittelklassen geh\u00f6rten die <em>bazaari <\/em>(ein vom Wort f\u00fcr Markt auf Farsi abgeleiteter Begriff). Dabei handelte es sich um einen heterogenen Sektor, der aus H\u00e4ndler:innen und Handwerker:innen bestand. Dieser sah angesichts der \u201eModernisierung\u201c des Schahs seine Bedeutung schwinden, denn jene hatte die Verbreitung von Superm\u00e4rkten und massenproduzierten Waren im Wirkungsbereich des westlichen Kapitals beschleunigt. Die <em>bazaaris <\/em>besa\u00dfen Verbindungen zu den modernen Mittelklassen, weil viele iranische Universit\u00e4tsstudierende aus Familien kleiner H\u00e4ndler:innen stammten. Historisch hingegen waren die <em>bazaaris <\/em>mit dem schiitischen Klerus Irans, bekannt als <em>ulama<\/em>, verb\u00fcndet. Dieser bildete eine weitere Schicht des traditionellen Kleinb\u00fcrgertums. Vor den Landreformen hatten die <em>ulama <\/em>durch verschiedene Formen religi\u00f6ser Institutionen gro\u00dfe Teile des Landes besessen.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Reformen des Schahs st\u00e4rkte das B\u00fcndnis zwischen diesen Sektoren des Kleinb\u00fcrger:innentums und diese reagierten, indem sie einen heterodoxen schiitischen Populismus entfalteten, um eine oppositionelle Koalition gegen die monarchistische Diktatur zu versammeln. Ayatollah Ruhollah Khomeini wurde in den 1960er Jahren wegen seiner unnachgiebigen Ablehnung des Programms des Schahs zum Anf\u00fchrer&nbsp;dieser Oppositionsbewegung.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Agrarreformen des Regimes f\u00fchrten zudem zu einem rasanten Zustrom landloser B\u00e4uer:innen in die sich f\u00fcllenden St\u00e4dte und damit in den kapitalistischen Arbeitsmarkt. W\u00e4hrend viele dieser l\u00e4ndlichen Migrant:innen in st\u00e4dtische Lohnabh\u00e4ngige in ungelernter Arbeit verwandelt wurden, war die iranische Industrie nicht in der Lage so viel Arbeitskraft zu absorbieren. So entstand Arbeitslosigkeit und ein st\u00e4dtisches Subproletariat lie\u00df sich in Slums um St\u00e4dte wie Teheran nieder. In den 1960er und 1970er Jahren waren Massenproteste und Demonstrationen zu einer gew\u00f6hnlichen Erscheinung in der iranischen Gesellschaft geworden. 1977 setzten die st\u00e4dtischen Armen schlie\u00dflich eine Kettenreaktion in Gang, die letztlich zur Iranischen Revolution f\u00fchrte.&nbsp;<\/p>\n<p>Im Sommer jenes Jahres wurden mehrere Slumbewohner:innen von Sicherheitskr\u00e4ften get\u00f6tet, als sie gegen den Abriss ihrer Nachbarschaften protestierten. In den folgenden Monaten errang der Protest die Unterst\u00fctzung einer k\u00e4mpferischen Studierendenbewegung. Darunter waren zahlreiche Iraner:innen, die im Ausland studiert hatten und von den weltweiten antiimperialistischen Mobilisierungen aufger\u00fcttelt worden waren. Im Dezember wurden die Universit\u00e4ten wegen der massenhaften Proteste geschlossen.&nbsp;<\/p>\n<p>Am 6. August 1978, dem Jahrestag des Putsches von 1953, ging das Cinema Rex, ein Kino in einem Arbeiter:innenviertel in der Stadt Abadan, in Flammen auf. Mehr als 400 Menschen kamen ums Leben. Zwar blieben die genauen Umst\u00e4nde des Feuers im Unklaren, doch nahmen Viele an, dass der SAVAK den Brand gelegt hatte. Die Spannungen eskalierten am 8. September. Der Tag ging als Schwarzer Freitag in die Geschichte ein: Der Schah ordnete die gewaltsame Unterdr\u00fcckung der Proteste an und zwischen 1.000 und 3.000 Demonstrant:innen wurden erschossen. Die Arbeiter:innenklasse antwortete mit all ihrer Wut.&nbsp;<\/p>\n<p>Am Tag nach dem Schwarzen Freitag traten beinahe 1.000 Arbeiter:innen in der zentralen \u00d6lraffinerie Teherans in den Streik. Der Streik breitete sich rasch auf weitere Raffinieren und Fabriken aus und kostete das angeschlagene Regime t\u00e4glich mehr als 50 Millionen US-Dollar. In vielen Betrieben entstanden Streikkomitees, um die Streikaktivit\u00e4ten zu koordinieren. Die Arbeiter:innen Irans versetzten dem Regime den entscheidenden Schlag, als sie Ende 1978 einen Generalstreik organisierten und die gesamte Wirtschaft zum Erliegen brachten.&nbsp;<\/p>\n<p>Die viermonatige Streikwelle fand mit dem Sturz des Schahs ihren H\u00f6hepunkt, der am 16. Januar 1979 aus dem Land floh. Das emanzipatorische Potenzial des Klassenkampfs der Arbeiter:innen war \u00fcberdeutlich sichtbar. Im folgenden Machtvakuum entwickelten sich embryonale Arbeiter:innenr\u00e4te, die den russischen Sowjets \u00e4hnelten. Diese <em>shoras<\/em>, die aus den Streikkomitees entstanden waren, fingen an, ihre Macht auszu\u00fcben, indem sie Fabriken enteigneten und unter Arbeiter:innenkontrolle stellten.&nbsp;<\/p>\n<p>Arme B\u00e4uer:innen vom Land richteten, inspiriert vom Beispiel dieser Arbeiter:innen, ihre eigenen l\u00e4ndlichen <em>shoras <\/em>ein und begannen, die gro\u00dfen Landg\u00fcter, auf denen sie arbeiteten, zu \u00fcbernehmen. Doch trotz dieser Eskalation des Klassenkampfes degenerierte die Revolution in eine Islamische Republik, die von ruchlosen Klerikern regiert wird. 1983 war die b\u00fcrgerliche Ordnung wieder hergestellt. Die <em>shoras<\/em>, die unabh\u00e4ngigen Gewerkschaften und s\u00e4mtliche linken Parteien waren verboten und zerschlagen. Wie war eine solche Niederlage m\u00f6glich?<\/p>\n<p><strong>Khomeinis Konterrevolution<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Iran in Aufruhr war, begann der US-Imperialismus zu bef\u00fcrchten, dass der Kapitalismus in Frage gestellt werden k\u00f6nnte. Der Historikerin Nikki Keddie zufolge war das US-Au\u00dfenministerium \u201ein Kontakt mit s\u00e4kularen und religi\u00f6sen Figuren, die Teil einer Regierungskoalition werden k\u00f6nnten, mit der die US-Regierung handeln k\u00f6nnte.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#a9b576f9-ef79-4292-8ece-13fe27d15061\"><sup>5<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Einen solchen potenziellen Verb\u00fcndeten sahen die USA in Khomeini, der 14 Jahre lang im Exil gewesen war, zuletzt in Frankreich. Auch wenn er versprach, US-Interessen zu wahren, unterhielt der Ayatollah eine komplexe Beziehung zu Washington. Er erkannte, dass die aufst\u00e4ndischen Massen, die er anzuziehen versuchte, einen starken Hass gegen den Imperialismus hegten.<\/p>\n<p>Die \u00dcbernahme der US-Botschaft in Teheran und die folgende Geiselnahme boten Khomeini eine ideale M\u00f6glichkeit, sein Prestige bei den Massen zu st\u00e4rken und sich als Antiimperialist zu pr\u00e4sentieren. Unter dem Deckmantel dieser neuen Krise verhandelten iranische Funktion\u00e4re mit Ronald Reagans Wahlkampfteam, um eine Entlassung der Geiseln in iranischer Gewalt erst nach den US-Wahlen 1980 zu erm\u00f6glichen. Damit machten sie die Siegeschancen des Amtsinhabers Jimmy Carter zunichte. Nur Minuten nach dem Ende von Reagans Rede zu seinem Amtsantritt verk\u00fcndete das iranische Regime die Befreiung der Geiseln.&nbsp;<\/p>\n<p>Die USA best\u00e4rkten au\u00dferdem das irakische Regime Sasam Husseins, Iran anzugreifen, und belieferte ihn mit Waffen. Damit begann ein acht Jahre andauernder Krieg, dem \u00fcber eine halbe Million Menschen zum Opfer fielen. Der Krieg sollte die revoltierenden Massen niederhalten, doch er erm\u00f6glichte es auch Khomeini, mit der Gr\u00fcndung der Islamischen Republik eine klerikale Diktatur zu errichten.<\/p>\n<p>In diesem Prozess verloren die Vereinigten Staaten einen ihrer strategischen St\u00fctzpunkte, der entscheidend gewesen war, um ihre Vorherrschaft in der Region zu sichern. Um die b\u00fcrgerliche Ordnung mit einer gr\u00f6\u00dferen Distanz zum Imperialismus wiederherzustellen, begann das neue klerikal gef\u00fchrte, b\u00fcrgerlich-nationalistische Regime eine Periode der politischen und sozialen Repression gegen seine politische Opposition, insbesondere die Linke sowie unterdr\u00fcckte Nationalit\u00e4ten, die wie die Kurd:innen f\u00fcr Selbstbestimmung k\u00e4mpften.&nbsp;<\/p>\n<p>Das neue Regime zu festigen bedeutete auch zu zerst\u00f6ren, was die Arbeiter:innenklasse 1979 aufgebaut hatte: die <em>shoras<\/em>. Diese Arbeiter:innenorgane hatten trotzig f\u00fcr Arbeiter:innenkontrolle und die Enteignung der Fabriken gek\u00e4mpft. Sie stellten objektiv eine initiale Form der Doppelmacht dar, auch wenn ihnen die Koordination fehlte. Zun\u00e4chst ignorierten sie die Anweisung Khomeinis zur Aufl\u00f6sung und forderten stattdessen Lohnerh\u00f6hungen, verbesserte Lebensbedingungen und die Verstaatlichung verschiedener Industrien. Doch mit dem Voranschreiten der Konterrevolution gerieten die <em>shoras <\/em>in die Defensive. Im April 1980 erreichte der Prozess der \u201eIslamisierung\u201c, der nach der Verabschiedung einer theokratischen Verfassung im Vorjahr begonnen hatte, die Betriebe und zerst\u00f6rte die autonomen Arbeiter:innenorganisationen.&nbsp;<\/p>\n<p>Khomeinis Rolle als reaktion\u00e4re Figur mit bonapartistischer Herrschaftsweise wurde durch seine starke Abh\u00e4ngigkeit vom Repressionsapparat, aber auch von einer populistischen islamischen Rhetorik deutlich, die die Klassenspaltung zwischen der Bourgeoisie und den arbeitenden Massen vers\u00f6hnen sollte. Der vereinigende Diskurs des Khomeinismus wob, so die iranische Soziologin Val Moghadam, \u201eeinen radikal-populistischen islamischen Diskurs, der sich als sehr \u00fcberzeugend erwies \u2013 ein Diskurs, der sich einige Konzepte der Linken (Ausbeutung, Imperialismus, Weltkapitalismus) aneignete, Kategorien einer Dritte-Welt-Ideologie (Dependenz, Volk) und populistische Begriffe (die arbeitenden Massen) gebrauchte und gewisse religi\u00f6se Konzepte mit neuer und radikaler Bedeutung auflud.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#40876020-ad9c-439b-b8c9-6f4efd4621ba\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Khomeini st\u00fctzte einen Gro\u00dfteil seiner radikalen islamischen Rhetorik auf die Schriften Ali Shariatis, den Viele als wahren Ideologen der Islamischen Revolution ansehen. Der in Frankreich ausgebildete Soziologe war von postkolonialen Theoretiker:innen wie Frantz Fanon inspiriert worden und f\u00fchrte eine \u201eislamische Version der \u201aBefreiungstheologie\u2018 ein\u201c, wie Claudia Cinatti schreibt.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#af2d14be-c38d-4dea-a526-3200a3ea1fbf\"><sup>7<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dennoch l\u00e4sst sich die Iranische Revolution, trotz ihrer religi\u00f6sen Dimension, nicht allein durch ihre kulturellen Aspekte erkl\u00e4ren, wie dies postmoderne Denker:innen wie Michel Foucault versucht haben.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#9b8f64b9-da35-44f3-b4c6-83a14e6aa8f4\"><sup>8<\/sup><\/a> Stattdessen kann dieser paradoxe revolution\u00e4re Prozess am besten durch die Linse des Klassenkampfes verstanden werden. Genauer gesagt brachte der Aufstand der Arbeiter:innenklasse, der Mittelklassen und der st\u00e4dtischen Armen in Reaktion auf den ungleichen Prozess kapitalistischer Entwicklung und gegen den verhassten, diktatorischen und von den USA gest\u00fctzten Schah die weit verbreitete soziale Unruhe gegen die Monarchie und den Imperialismus hervor.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Iranische Revolution besa\u00df einen zutiefst demokratischen Charakter. Doch in ihrer Entwicklung bildete sie zunehmend Merkmale einer Arbeiter:innenrevolution aus. Wenn es der Arbeiter:innenklasse also nicht gelang, die politische Macht zu \u00fcbernehmen, dann lag das an der politischen Schw\u00e4che der Linken und dem Fehlen einer revolution\u00e4ren F\u00fchrung, die dazu in der Lage gewesen w\u00e4re, ein Programm der sozialistischen Revolution voranzutreiben.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Linke in Iran<\/strong><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Organisationen der Linken in Iran waren auf verschiedene Weise an die Idee gebunden, dass die Iranische Revolution nicht sozialistisch sein k\u00f6nne.&nbsp;<\/p>\n<p>Irans gr\u00f6\u00dfte linke Partei war die Tudeh-Partei (Partei der Massen), die mindestens 100.000 Mitglieder und bedeutenden Einfluss unter Arbeiter:innen besa\u00df. Tudeh war zu einem Zeitpunkt auf die Sowjetunion orientiert, als das Zentrum des weltweiten Stalinismus auf den Kollaps zusteuerte. Die Partei glaubte, die Revolution k\u00f6nne eine fortschrittlichere b\u00fcrgerliche Regierung schaffen, \u00e4hnlich wie jene, die 1953 gest\u00fcrzt worden war \u2013 ein B\u00fcndnis mit dem nationalistischen Fl\u00fcgel der Bourgeoisie wurde als eine notwendige Etappe auf dem Weg zum Sozialismus betrachtet. Gest\u00fctzt auf diese Theorie einer Revolution in Etappen unterst\u00fctzte Tudeh Khomeini, selbst dann noch, als sein Regime immer gr\u00f6\u00dfere Teile der Linken zu unterdr\u00fccken begann.<\/p>\n<p>Nach dem Sieg der kubanischen Revolution 1959 \u00fcbernahmen linke Organisationen weltweit die von Che Guevara inspirierte Guerillastrategie. In Iran gab es zwei solche Organisationen, die in den 1960er Jahren entstanden waren. Zun\u00e4chst waren da die Volksmudschaheddin Irans (nach der englischen Schreibung ihres persischen Namens abgek\u00fcrzt MEK), die eine linke Lesart des Islam mit marxistischen Ideen zu verbinden versuchten. Die zweite Organisation, die Volksfedajin, waren traditioneller \u201emarxistisch-leninistisch\u201c, also stalinistisch. Nachdem sie unter dem Regime des Schahs den bewaffneten Kampf aufgenommen hatten, mobilisierten sie w\u00e4hrend der Revolution hunderttausende Unterst\u00fctzer:innen.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Schw\u00e4che dieser Guerillagruppen bestand nicht nur darin, dass sie kleine bewaffnete Einheiten, die nat\u00fcrlich von den Massen isoliert waren, als entscheidendes revolution\u00e4res Subjekt betrachteten. Die Theorie des langandauernden Volkskrieges, wie sie von Mao Zedong entwickelt wurde, oder jene der <em>foco <\/em>von Che Guevara waren nie als Strategien gedacht gewesen, die den Kapitalismus besiegen und den Sozialismus aufbauen w\u00fcrden. Vielmehr handelte es sich um grundlegend <em>etappistische <\/em>Strategien, die milit\u00e4rische Mittel einsetzten, um gemeinsame Regierungen der Arbeiter:innen, B\u00e4uer:innen und der angeblich \u201enationalen\u201c oder \u201efortschrittlichen\u201c Fl\u00fcgel der Bourgeoisie zu bilden.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#adeb8a83-9e16-4e46-adc8-a54948bb271d\"><sup>9<\/sup><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Mudschaheddin und die Fedajin eine unendlich \u201emilitantere\u201c Anmutung besa\u00dfen als Tudeh, teilten sie dasselbe strategische Ziel: die Errichtung einer \u201efortschrittlichen\u201c b\u00fcrgerlichen Regierung. Diese Guerillas repr\u00e4sentieren eine Form der Klassenkollaboration \u2013 einen Reformismus mit Gewehr. Sie waren dauerhaft dar\u00fcber gespalten, welcher Fl\u00fcgel der Bourgeoisie der \u201efortschrittliche\u201c sein sollte. Die Mudschaheddin identifizierten urspr\u00fcnglich Khomeini als fortschrittlich, wandten sich jedoch bald schon den eher pro-imperialistischen Fl\u00fcgeln der herrschenden Klasse zu. Die MEK setzte sich sp\u00e4ter zum pro-imperialistischen Regime im Irak ab. Die Fedajin spalteten sich zwischen einer Mehrheit, die das neue Regime kritisch unterst\u00fctzte, und einer Minderheit, die einen neuerlichen Guerillakrieg gegen es f\u00fchrte. Selbst diese Minderheit hielt jedoch an ihrer etappistischen Konzeption fest.&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Etappismus, den der Stalinismus von der Sozialdemokratie \u00fcbernommen und der internationalen kommunistischen Bewegung auferlegt hatte, gab es eine Alternative. Der Trotzkismus in Iran wurde von zwei unterschiedlichen Organisationen vertreten. Die Sozialistische Arbeiterpartei (HKS) war von iranischen Studierenden gegr\u00fcndet worden, die sich dem Vereinigten Sekretariat der Vierten Internationale w\u00e4hrend ihres Studiums in Gro\u00dfbritannien angeschlossen hatten. Die HKS war mit der europ\u00e4ischen F\u00fchrung des Vereinigten Sekretariats um Ernest Mandel verbunden. Die Revolution\u00e4re Arbeiterpartei (HKE) war hingegen von iranischen Studierenden gegr\u00fcndet worden, die zuvor in den Vereinigten Staaten gewesen waren. Sie stand der US-amerikanischen Socialist Workers Partei nahe, die freundschaftliche Beziehungen zum Vereinigten Sekretariat pflegte, deren Anf\u00fchrer aber begonnen hatten, mit dem Programm der permanenten Revolution zu brechen (auch wenn sie diesen Schritt \u00f6ffentlich erst einige Jahre sp\u00e4ter vollzogen).&nbsp;<\/p>\n<p>Diese beiden Tendenzen unterschieden sich darin, wie sie sich zu der antiimperialistischen Bewegung stellten, die von den Mullahs kooptiert worden war. Die HKE war bereit, jedes sozialistische Prinzip aufzugeben, um ihre Unterst\u00fctzung des neuen Regimes beibehalten zu k\u00f6nnen. Sie leistete sogar kritische Unterst\u00fctzung f\u00fcr ein Dekret, das Frauen zum Tragen islamischer Kleidung verpflichtete. Warum? \u201eDie wirkliche Frage ist [\u2026] der Kampf der gesamten Gesellschaft gegen den US-amerikanischen Imperialismus.\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#7cacd69d-6321-4da4-bb8e-c4d080951881\"><sup>10<\/sup><\/a> Die HKE hielt an ihrer Unterst\u00fctzung selbst dann noch fest, als das Regime hart gegen die Linke, darunter auch die Trotzkist:innen, vorging.&nbsp;<\/p>\n<p>Die HKS stritt hingegen ab, dass Khomeini einen \u201eechten Antiimperialismus\u201c vertrete: Sie erkl\u00e4rte vorausahnend, \u201e[e]chter Antiimperialismus bedeutet [\u2026] die Errichtung einer Planwirtschaft\u201c<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#81d27898-0637-4dc5-8882-e7b13509af30\"><sup>11<\/sup><\/a>. Der HKS gelang es, ein gewisses politisches Gewicht zu erreichen, insbesondere unter den arabischen Arbeiter:innen der Provinz Chuzestan, die sowohl f\u00fcr ihre eigenen nationalen als auch sozialen Forderungen k\u00e4mpften. Dieses Gewicht jedoch erregte die Aufmerksamkeit des Regimes. Mitglieder der HKS wurden bereits 1979 festgenommen und zum Tode verurteilt.&nbsp;<\/p>\n<p>Letztlich waren die trotzkistischen Tendenzen \u2013 die von Exilant:innen gegr\u00fcndet worden waren, die mit dem Ausbruch der Revolution nach Iran zur\u00fcckgekehrt waren \u2013 nicht organisiert genug, um der zunehmend m\u00f6rderischen Repression zu widerstehen. Bis 1983 wurden sie zerschlagen und ins Exil getrieben. In jenem Jahr zogen Mitglieder des Vereinigten Sekretariats eine Bilanz der Unterst\u00fctzung ihrer Str\u00f6mung f\u00fcr Pro-Khomeini-Positionen, denn die HKE war eine offizielle Sektion.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#716749ee-7de0-421c-9035-538991beadd1\"><sup>12<\/sup><\/a> Es scheint jedoch, als h\u00e4tten die Jahrzehnte des Exils zu ihrer Aufl\u00f6sung gef\u00fchrt. Wir wissen heute von keiner trotzkistischen Tendenz in Iran \u2013 mit einer Ausnahme, der wir uns im folgenden Abschnitt widmen werden.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#adecbe3d-bfe5-424b-97ea-131bea6a9823\"><sup>13<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Gesondert genannt werden m\u00fcssen die Tendenz um Mansoor Hekmat, dessen Erbe von verschiedenen \u201earbeiterkommunistischen\u201c Fraktionen im Exil fortgef\u00fchrt wird, sowie die Komala-Partei im iranischen Kurdistan. Als die Iranische Revolution am Horizont aufstieg, brach Hekmat mit dem zentralen Dogma aller stalinistisch beeinflussten Str\u00f6mungen, indem er feststellte, dass die Idee einer \u201efortschrittlichen nationalen Bourgeoisie\u201c ein Mythos war. Hekmat verteidigte jedoch gleichzeitig ein ebenso vorurteilsbehaftetes Dogma, das der Stalinismus aus dem reformistischen Marxismus der Zweiten Internationale \u00fcbernommen hatte: die Idee, Iran sei noch nicht \u201ereif\u201c f\u00fcr den Sozialismus. Indem er diese beiden inkompatiblen Thesen kombinierte, entwickelte Hekmat eine interessante Hypothese, die derjenigen \u00e4hnelte, die Lenin 1905 in Russland aufgestellt hatte: Die iranische Arbeiter:innenklasse k\u00f6nnte, indem sie sich als unabh\u00e4ngiger politischer Pol aufstellt, die demokratische Revolution anf\u00fchren, die auszuf\u00fchren die iranische Bourgeoisie zu schwach und zu feige war. Eine solche zutiefst demokratische, von der Arbeiter:innenklasse angef\u00fchrte Revolution in Iran w\u00fcrde zum Funken f\u00fcr sozialistische Revolutionen in fortgeschritteneren L\u00e4ndern werden; jene w\u00fcrden wiederum erm\u00f6glichen, dass Irans radikale Demokratie zum sozialistischen Aufbau voranschreite.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#dd6acaef-40fa-44ff-ad27-b4cf53b59a34\"><sup>14<\/sup><\/a> Dies \u00e4hnelte sehr der Hypothese Karl Kautsky f\u00fcr Russland 1905.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#885741a7-d968-4c60-956f-f0b64f75f2b6\"><sup>15<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Diese Ausarbeitung ist vor allem deshalb interessant, weil sie so ungen\u00fcgend ist. Sie hebt den notwendigen theoretischen Durchbruch hervor, der erstmals Leo Trotzki 1906 gelungen war: Die Arbeiter:innenklasse kann sich an der Spitze des Kampfes f\u00fcr Demokratie und die Errichtung ihrer eigenen Macht in Form einer Arbeiter:innenregierung niemals auf ein demokratisches Programm beschr\u00e4nken. Selbst wenn die Arbeiter:innenpartei dies versuchte, w\u00fcrde ihr die Bourgeoisie mit Behinderungen, Sabotage und schlie\u00dflich einer blutigen Konterrevolution begegnen. Wie k\u00f6nnten die Arbeiter:innen die Macht in H\u00e4nden halten und doch die Wirtschaft den Ausbeutern \u00fcberlassen?<\/p>\n<p>Trotzkis Theorie der permanenten Revolution sagte pr\u00e4zise den Verlauf voraus, den die n\u00e4chste Russischen Revolution w\u00fcrde 1917 nehmen m\u00fcssen \u2013 w\u00e4hrend die finnischen Sozialist:innen in ihrer eigenen Revolution 1917\/18 ein Programm der \u201edemokratischen Diktatur der Arbeiter und Bauern\u201c anwendeten, in der Hoffnung, die Kapitalist:innen w\u00fcrden sich einer demokratischen Regierung der Arbeiter:innenklasse unterordnen. Sie waren in ihren eigenen Widerspr\u00fcchen gefangen und wurden blutig besiegt.<a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#65175117-c1f9-4586-b56e-30e7dadde8ce\"><sup>16<\/sup><\/a> Die Revolution wird demnach in ihrem \u00dcbergang von demokratischen zu sozialistischen Aufgaben \u201epermanent\u201c \u2013 und schlie\u00dflich in einer zweiten Bedeutung in der Ausbreitung vom nationalen zum internationalen Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p>Das Theorie-Programm der permanenten Revolution ist auch heute f\u00fcr Iran bedeutsam. Die Arbeiter:innen Irans k\u00e4mpften tapfer gegen die Diktatur des Schahs, doch konnten sie keine bleibende Errungenschaft erreichen, ohne mit dem Imperialismus zu brauchen und die sozialistische Reorganisierung der Gesellschaft in Angriff zu nehmen. Die iranische Bourgeoisie hatte z\u00f6gerlich gegen den Schah gek\u00e4mpft, doch als ihre Privilegien durch die Massenbewegung bedroht waren, schlug sie mit aller Wut zu. Deshalb muss die Arbeiter:innenklasse im B\u00fcndnis mit anderen unterdr\u00fcckten Sektoren darum k\u00e4mpfen, die wirtschaftliche und politische Macht der Kapitalist:innen (zuhause und im Ausland) zu zerst\u00f6ren. Das ist der einzige Weg, die Demokratie zu erreichen und zu bewahren.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lehren f\u00fcr die Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p>Mit Blick auf die Bilanz der Jahre 1979 und 1980 wird deutlich, dass die revolution\u00e4r-sozialistische Linke zwei Fehler vermeiden muss.&nbsp;<\/p>\n<p>Der erste Fehler w\u00e4re, irgendwelche Hoffnungen auf irgendeinen Fl\u00fcgel der herrschenden Klasse zu setzen \u2013 seien es \u201eReformer\u201c, die auf kooperativere Beziehungen mit imperialistischen M\u00e4chten hoffen, oder \u201eHardliner\u201c mit einem konfrontativeren Ton. Vor zehn Jahren sahen wir, wie gro\u00dfe Teile der Jugend und der Linken Hoffnungen auf \u201emoderate\u201c Figuren innerhalb des Regimes in der Gr\u00fcnen Bewegung hegten. Diese Figuren hatten jedoch nur ver\u00e4nderte Formen imperialistischer Vorherrschaft zu bieten \u2013 eine Abh\u00e4ngigkeit, die durch neue Formen der Repression nach innen durchgesetzt werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Der zweite Fehler w\u00e4re, die gerechtfertigte Gegnerschaft zum klerikalen Regime zu einer Unterst\u00fctzung f\u00fcr die imperialistischen M\u00e4chte werden zu lassen. Dies ist verschiedenen Tendenzen der iranischen Linken widerfahren, darunter besonders der MEK, die heute noch als bizarre Sekte besteht, die nur noch von den verr\u00fccktesten \u201eFalken\u201c in Washington ernst genommen wird. Jenseits solcher Extrembeispiele gibt es eine viel weiter verbreitete Tendenz unter iranischen Linken, eine neutrale Position gegen\u00fcber Konflikten zwischen dem Imperialismus und dem iranischen Regime einzunehmen. Als ein solches Beispiel zitieren wir aus dem Artikel <a href=\"https:\/\/leninist.org\/1397\/05\/02\/left-reformism-letter-mogherini\/\">\u201eConsiderations on the Open Letter to Mogherini\u201c<\/a> (\u00dcberlegungen zu dem Offenen Brief an Mogherini) einer Gruppe, die sich die Iranische Tendenz der Bolschewiki-Leninisten nennt. Sie beginnen mit einer korrekt klingenden Prinzipienerkl\u00e4rung:&nbsp;<\/p>\n<p><em>Unserer Meinung nach ist es eine Frage von Leben und Tod f\u00fcr die Arbeiter:innenbewegung, die politische Unabh\u00e4ngigkeit der Arbeiter:innenklasse von verschiedenen Fraktionen des herrschenden kapitalistischen Regimes in Iran und gleichzeitig vom Imperialismus zu sch\u00fctzen. Unsere Aufgabe ist es, mit dem kapitalistischen Staat (welche Regierungsform er auch annimmt) ein f\u00fcr alle Mal Schluss zu machen.&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Doch ziehen sie die schlechtest m\u00f6gliche Schlussfolgerung:&nbsp;<\/p>\n<p><em>Angesichts des drohenden imperialistischen milit\u00e4rischen Angriffs, schlagen wir uns weder auf die Seite der \u201aeinheimischen\u2018 Bourgeoisie noch der \u201aausl\u00e4ndischen\u2018 Kr\u00e4fte. Stattdessen ist in diesem Fall unsere unmittelbare Aufgabe, deren Kriegsmaschinerie zu l\u00e4hmen und den Krieg in eine Revolution gegen beide reaktion\u00e4ren Seiten zu verwandeln, indem wir eine dritte, revolution\u00e4re Front er\u00f6ffnen; eine Front aus der Arbeiter:innenklasse Irans, der Region und der kriegf\u00fchrenden L\u00e4nder. Unsere Aufgabe ist es also, das reaktion\u00e4re Wesen beider Seiten dieses kapitalistischen Kriegs und ihrer Infanterien offenzulegen.<\/em><\/p>\n<p>Diese Gruppe nimmt f\u00fcr sich das Erbe der Bolschewiki-Leninist:innen, der Linken Opposition der Kommunistischen Internationale angef\u00fchrt von Leo Trotzki, in Anspruch, doch scheint sie nichts von Trotzkis antiimperialistischen Positionen zu wissen. Es ist absolut richtig, dass die Regime der Vereinigten Staaten und Irans beide b\u00fcrgerlich, kapitalistisch, reaktion\u00e4r und repressiv sind. Doch bedeuten diese Schlagworte, dass wir einfach ein Gleichheitszeichen zwischen Washington und Teheran setzen k\u00f6nnen? Der US-Imperialismus ist der gr\u00f6\u00dfte, jemals geschaffene Massenmord-Apparat. Die Islamische Republik ist dagegen eine chronisch instabile Regionalmacht, die kaum an ihren eigenen Grenzen milit\u00e4risch eingreifen kann. Eine Analogie zu finden, f\u00e4llt nicht schwer. Marxist:innen haben niemals das pro-imperialistische Regime Saddam Husseins im Irak unterst\u00fctzt. Die USA konnten allerdings einen Massenmord in einem Ma\u00dfstab begehen, der f\u00fcr Hussein schlicht unm\u00f6glich gewesen w\u00e4re: W\u00e4hrend Letzterer 15.000 Menschen mit Giftgas umbrachte, l\u00f6schten Erstere 500.000 Menschen mit \u201efriedlichen\u201c Sanktionen aus.&nbsp;<\/p>\n<p>Stellen wir uns einen Krieg zwischen dem US-Imperialismus gegen Iran vor. Ein Sieg des Imperialismus gegen Iran w\u00fcrde schlicht eine Niederlage f\u00fcr die arbeitenden und unterdr\u00fcckten Menschen weltweit bedeuten. Eine Niederlage eines US-Angriffs \u2013 selbst eine Niederlage durch eine reaktion\u00e4re Kraft wie die Islamische Republik \u2013 w\u00fcrde Befreiungsk\u00e4mpfen \u00fcberall einen m\u00e4chtigen Schub an Selbstvertrauen verleihen. Trotzki skizzierte diese antiimperialistische Perspektive in einer Diskussion im Jahr 1938:&nbsp;<\/p>\n<p><em>In Brasilien, das jetzt von einem halbfaschistischen Regime beherrscht wird, zu dem sich jeder Revolution\u00e4r nicht anders als mit Hass verhalten kann. Nehmen wir jedoch an, dass England morgen in einen milit\u00e4rischen Konflikt mit Brasilien ger\u00e4t. Ich frage Sie, auf wessen Seite wird die Weltarbeiterklasse in diesem Konflikt stehen? Ich antworte darauf f\u00fcr mich: In diesem Fall werde ich auf der Seite des \u201afaschistischen\u2018 Brasilien gegen das \u201ademokratische\u2018 Gro\u00dfbritannien stehen. Warum? Weil es im Konflikt zwischen ihnen \u00fcberhaupt nicht um Demokratie und Faschismus gehen w\u00fcrde. Wenn England gewinnt, wird es in Rio de Janeiro einen weiteren Faschisten einpflanzen und Brasilien doppelte Ketten auferlegen. Im Gegenteil, wenn Brasilien gewinnt, wird es dem nationalen und demokratischen Bewusstsein des Landes einen starken Impuls geben und zum Sturz der Diktatur Vargas f\u00fchren. Die Niederlage Englands w\u00fcrde gleichzeitig dem britischen Imperialismus einen Schlag versetzen und der revolution\u00e4ren Bewegung des britischen Proletariats Auftrieb geben.<\/em><\/p>\n<p>Die Linke Irans wie auch international muss Teil antiimperialistischer Mobilisierungen gegen die US-Aggression sein, w\u00e4hrend sie jede politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Mullahs verweigert. Genau diese Art der Mobilisierung wird die Inkompetenz und die Sabotage des korrupten klerikalen Regimes entlarven. In jenem Moment kann sich die Arbeiter:innenklasse als potenzielle Anf\u00fchrerin aller ausgebeuteten und unterdr\u00fcckten Menschen im Kampf f\u00fcr die Demokratie \u2013 und damit f\u00fcr die Freiheit vom Imperialismus \u2013 pr\u00e4sentieren. Jede Position eines \u201eDritten Lagers\u201c oder eines \u201eAnti-Anti-Imperialismus\u201c \u2013 so verst\u00e4ndlich sie auch sein m\u00f6gen als Reaktion auf den falschen Antiimperialismus des Regimes und als Produkt einer Demoralisierung des Exils \u2013 kann diesen fortschrittlichen Kampf nur in reaktion\u00e4ren H\u00e4nden belassen.&nbsp;<\/p>\n<p>Irans m\u00e4chtige Arbeiter:innenklasse kann sich die Methoden von 1979 wieder aneignen. Die Iranische Revolution war einer der letzten gro\u00dfen K\u00e4mpfe der internationalen Arbeiter:innenklasse, bevor sie der volle Angriff der <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/an-den-grenzen-der-burgerlichen-restauration\/\">b\u00fcrgerlichen Restauration<\/a> traf. Die Niederlage der iranischen Arbeiter:innen bereitete dem Triumphzug des Neoliberalismus den Weg. Eine erfolgreiche Revolution in Iran h\u00e4tte dem Imperialismus und seine Lakaien in der ganzen Region einen schweren Schlag versetzt und Arbeiter:innen weltweit inspiriert.&nbsp;<\/p>\n<p>Heute kann die iranische Arbeiter:innenklasse erneut die Avantgarde f\u00fcr die Arbeiter:innen der Region sein, die von einer Vielzahl reaktion\u00e4rer Cliquen dem Imperialismus unterworfen werden. Eine solche Perspektive erfordert jedoch, eine neue revolution\u00e4re F\u00fchrung aufzubauen \u2013 auf Grundlage einer Bilanz der fr\u00fcheren Revolution.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals am 7. Februar 2021 <\/em><a href=\"https:\/\/www.leftvoice.org\/permanent-revolution-in-iran\/\"><em>im <\/em>Left Voice Magazine<\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#14e07352-4be6-4088-b9bf-911148193eb8-link\">1.<\/a> W. I. Lenin: Der Imperialismus als h\u00f6chstes Stadium des Kapitalismus. Gemeinverst\u00e4ndlicher Abri\u00df, in: Ders.: Werke, Band 22, Dietz Verlag, Berlin 1960, S. 189\u2013309, hier S. 262.]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#cc2ad999-ddaf-4876-86ab-80689801ac05-link\">2.<\/a> Assef Bayat: Workers and Revolution in Iran, Zed Books, London 1987, S. 22. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#df316069-a819-4d17-b726-8fe55a8b1927-link\">3.<\/a> Die Formulierung verweist auf ein Zitat aus der Autobiographie des Schahs: \u201eDemokratie ist ein historischer Proze\u00df, der nicht befohlen werden kann, weder von unten noch von oben, wenngleich meine eigene Erfahrung besagt, da\u00df allm\u00e4hliche Einf\u00fchrung von oben, die Zeit f\u00fcr Anpassungen l\u00e4sst, wirksamer ist als gewaltsame Herstellung von unten.\u201c Reza Schah Pahlewi: Antwort an die Geschichte. Die Schah-Memoiren, F. A Herbig Verlagsbuchhandlung, M\u00fcnchen und Berlin [1983], S. 377.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#2ab999b7-f602-4798-aed6-40eb546a86f9-link\">4.<\/a> Ervand Abrahamian: A History of Modern Iran, Cambridge University Press, New York 2008, S. 140. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#a9b576f9-ef79-4292-8ece-13fe27d15061-link\">5.<\/a> Nikki Keddie: Modern Iran. Roots and Results of a Revolution, Yale University Press, New Haven 2006, S. 235. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#40876020-ad9c-439b-b8c9-6f4efd4621ba-link\">6.<\/a> Val Moghadam: Socialism or Anti-Imperialism? The Left and Revolution in Iran, in: New Left Review 166 (November\/Dezember 1987), S. 14. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ft-ci.org\/Islam-politico-antiimperialismo-y-marxismo\">7.<\/a> Claudia Cinatti: Islam pol\u00edtico, antiimperialismo y marxismo, in: Revista Herramienta 35, [27. Juni 2025]. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#9b8f64b9-da35-44f3-b4c6-83a14e6aa8f4-link\">8.<\/a> Janey Afary und Kevin B. Anderson: Foucault and the Iranian Revolution. Gender and the Seductions of Islamism, University of Chicago Press, Chicago 2003.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#adeb8a83-9e16-4e46-adc8-a54948bb271d-link\">9.<\/a> Siehe Emilio Albamonte und Mat\u00edas Maiello: Estrategia socialista y arte militar, Kapitel 6, Ediciones IPS, Buenos Aires 2017, S. 363\u2013423.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#7cacd69d-6321-4da4-bb8e-c4d080951881-link\">10.<\/a> Iranian Socialists Explain Issues Facing Women, Interview mit Mahsa Hashemi, in: Intercontinental Press 18\/30 (4. August 1980), S. 830\u2013832, hier S. 831. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#81d27898-0637-4dc5-8882-e7b13509af30-link\">11.<\/a> &nbsp;Iranian Socialist Workers Party (HKS): The Iranian Parliament and the American Hostages, in: Intercontinental Press 18\/29 (28. Juli 1980), S. 805\u2013807, hier S. 807. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/marxist.com\/revolution-counterrevolution-iran120903.htm\">12.<\/a> Saber Nikbeen: Revolution and Counter-revolution in Iran. A Marxist View, in: Socializm va Enghelab (1984), [28. Juni 2025].<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/#adecbe3d-bfe5-424b-97ea-131bea6a9823-link\">13.<\/a> Zur Geschichte des iranischen Trotzkismus siehe Robert Alexander: International Trotskyism, 1929\u20131985. A Documented Analysis of the Movement, Duke University Press, Durham, NC 1991, S. 558\u2013567. Eine j\u00fcngere Verteidigung der HKE liefert Barry Sheppard: The Party. The Socialist Workers Party 1960\u20131988, A Political Memoir, Band 2: Interregnum, Decline and Collapse, 1973\u20131988, Resistance Books, London 2005, S. 143\u2013178 und 220\u2013231.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/hekmat-mansoor\/1978\/proletariat.htm\">14.<\/a> 1978 behauptete Hekmat, \u201edie Revolution in Iran ist nicht unmittelbar eine sozialistische, sondern eine demokratische Revolution\u201c. Doch gleichzeitig sei sie \u201euntrennbarer Teil der sozialistischen Weltrevolution.\u201c Mansoor Hekmat: The Iranian Revolution and the Role of the Proletariat (Theses), [28. Juni 2025]. Eigene \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutsche-digitale-bibliothek.de\/item\/FW5ROGA7BL7T4I5LQXGTUQGRWB6AIOD6\">15.<\/a> &nbsp;Im Kontrast zur Mehrheit der damaligen Sozialist:innen, die davon ausgingen, die n\u00e4chste Russische Revolution w\u00fcrde unvermeidlich b\u00fcrgerlich und demokratisch sein, schrieb Kautsky 1906, diese verspreche, \u201eeine Aera europ\u00e4ischer Revolutionen [zu er\u00f6ffnen], die mit der Diktatur des Proletariats endingen werden, mit der Anbahnung der sozialistischen Gesellschaft.\u201c Karl Kautsky: Alte und neue Revolutionen, in: 1949 \u2013 1798 \u2013 1905 [Illustrierte Festzeitung], Buchhandlung Vorw\u00e4rts, Berlin [1905], S. 3\u20135, hier S. 5, [28. Juni 2025]. [Der Scan des Landesarchivs Baden-W\u00fcrttemberg ist leider von sehr minderwertiger Qualit\u00e4t. Eine andere Fassung existiert online unseres Wissens nach nicht, A. d. \u00dc.]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/wp-content\/uploads\/archive\/finnland.pdf\">16.<\/a> Siehe o.A. [Nathaniel Flakin]: Als der Nordstern rot wurde. Revolution und Konterrevolution in Finnland 1917\/1918, zweite Auflage, o.O. 2010, [28. Juni 2025].<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/iran-und-die-permanente-revolution\/\"><em>klassegegenklasse.org&#8230;<\/em><\/a><em> vom7. M\u00e4rz 2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maryam Alaniz &amp; Nathaniel Flakin.\u00a0 Auch heute bietet die Iranische Revolution wichtige Lehren, wie der Imperialismus und reaktion\u00e4re Regierungen besiegt werden k\u00f6nnen \u2013 und wie nicht.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16134,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,6,7],"tags":[87,18,86,184,22,42,83,4,21,46,17],"class_list":["post-16133","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","category-geschichte-und-theorie","category-international","tag-arbeitswelt","tag-imperialismus","tag-iran","tag-permanente-revolution","tag-politische-oekonomie","tag-sozialdemokratie","tag-stalinismus","tag-strategie","tag-trotzki","tag-usa","tag-widerstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16133"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16135,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16133\/revisions\/16135"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/16134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}