{"id":16190,"date":"2026-03-26T17:11:28","date_gmt":"2026-03-26T15:11:28","guid":{"rendered":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16190"},"modified":"2026-03-30T11:18:14","modified_gmt":"2026-03-30T09:18:14","slug":"warum-die-zionisten-bewusst-den-antisemitismus-foerdern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maulwuerfe.ch\/?p=16190","title":{"rendered":"Warum die Zionisten bewusst den Antisemitismus f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p><em>Thomas R\u00f6per.<\/em><strong>Mit dem Etikett des &#8222;Antisemiten&#8220; werden Kritiker der westlichen Politik aus Diskussionen ausgeschlossen. Es ist daher an der Zeit, sich des Themas einmal anzunehmen.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auf die Idee zu diesem Artikel bin ich durch einen Artikel mit der \u00dcberschrift \u201e<a href=\"https:\/\/forumgeopolitica.com\/de\/artikel\/anti-zionismus-ist-nicht-antisemitismus\">Anti-Zionismus ist nicht Antisemitismus<\/a>\u201c gekommen. Nicht, dass der Artikel viel enthalten h\u00e4tte, was mir neu gewesen w\u00e4re, aber es war interessant, das, was ich schon lange denke, einmal so niedergeschrieben zu sehen. Daher habe ich beschlossen, dem Thema einen eigenen Artikel zu widmen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich begebe ich mich damit auf d\u00fcnnes Eis, weil das Thema Antisemitismus in Deutschland besonders heikel ist. Und nat\u00fcrlich werden mir meine Kritiker wegen diesem Artikel mal wieder vorwerfen, ich sei selbst ein Antisemit. Dabei ist das Gegenteil der Fall, denn dieser Artikel ist alles andere als antisemitisch, er ist im Gegenteil ein Pl\u00e4doyer zur Verteidigung der Juden, die wegen der Untaten der Zionisten angefeindet werden, obwohl sie selbst nichts f\u00fcr die Verbrechen k\u00f6nnen, die Leute wie Netanjahu angeblich im Namen und zum Wohle der Juden anrichten.<\/p>\n<p><strong>Die \u201eAntisemitismus-Keule\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Kritik an der israelischen Regierung f\u00fchrt im Westen \u2013 und vor allem in Deutschland \u2013 dazu, dass man als Antisemit bezeichnet wird. Ich war \u00fcberrascht, als ich als Kommentar zu einem meiner kritischen Artikel \u00fcber die Aktivit\u00e4ten von George Soros gelesen habe, ich sei ein Antisemit, weil ich Soros kritisiere. Dabei war und ist es mir v\u00f6llig egal, ob Soros Jude ist oder nicht und ich habe das nie thematisiert, sondern mich ausschlie\u00dflich an seinen Aktivit\u00e4ten abgearbeitet. Aber es reicht f\u00fcr viele offenbar schon aus, wenn man die Handlungen eines Menschen kritisiert, der zuf\u00e4lligerweise Jude ist, um als Antisemit bezeichnet zu werden.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201cAntisemit\u201d wird im Westen benutzt, um Kritiker mundtot zu machen, denn mit Antisemiten darf man nicht reden. Man schlie\u00dft damit Kritiker aus dem Diskurs aus, ohne auf ihre Argumente einzugehen \u2013 und erst recht, ohne sie zu widerlegen.<\/p>\n<p>Jeder, der beispielsweise Netanjahus Vernichtungskrieg in Gaza kritisiert hat, riskierte, als Antisemit bezeichnet und vom Diskurs ausgeschlossen zu werden. Diese Strategie des Westens ist nicht nur b\u00f6sartig, sondern die Antisemitismus-Keule f\u00f6rdert damit im Grunde das, was sie offiziell doch angeblich verhindern will, n\u00e4mlich dass jemand die Verbrechen der israelischen Politik als Verbrechen \u201eder Juden\u201c wahrnimmt, was Antisemitismus bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die Antisemitismus-Keule f\u00f6rdert also de facto den Antisemitismus, obwohl sie ihn angeblich doch bek\u00e4mpfen will.<\/p>\n<p>Wie kann das sein? Und ist das ein \u201eUnfall\u201c, oder ist das gewollt?<\/p>\n<p>Um das zu verstehen, m\u00fcssen wir uns anschauen, was Antisemitismus, Judaismus und Zionismus eigentlich sind und was sie voneinander unterscheidet.<\/p>\n<p><strong>Judaismus, Zionismus, Antisemitismus<\/strong><\/p>\n<p>Was Judaismus, also das Judentum, ist, ist schnell erkl\u00e4rt. Das Judentum ist die \u00e4lteste monotheistische Weltreligion, die vor etwa 3.000 Jahren entstand und den Glauben an einen einzigen Gott predigt, w\u00e4hrend die anderen, vor 3.000 Jahren etablierten Religionen viele verschiedene G\u00f6tter anbeteten. Das Judentum ist also die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des j\u00fcdischen Volkes.<\/p>\n<p>Der Zionismus hingegen ist eine politische Bewegung, die in ihrer organisierte Form beim ersten Zionisten-Kongress 1897 in Basel gegr\u00fcndet wurde. Man muss verstehen, dass es sich dabei um keine religi\u00f6se, sondern um eine politische Bewegung handelt, die mit dem Judentum de facto nichts zu tun hat, sondern es f\u00fcr ihre Interessen instrumentalisiert.<\/p>\n<p>Der Zionismus wurde 1897 auf dem Zionisten-Kongress von dem Wiener Journalisten Theodor Herzl gegr\u00fcndet, einem im Habsburger Reich \u201eassimilierten Juden\u201c, also jemandem, der eher als \u00d6sterreicher denn als Jude lebte. Und mit der Religion des Judentums hatte er nichts am Hut.<\/p>\n<p>Die Ziele der Zionisten waren daher auch nicht religi\u00f6ser Art, sondern sehr weltlich und machtpolitisch. Das erkl\u00e4rte Ziel dieser politischen Bewegung war die Gr\u00fcndung des Staates Israel. Mit der Gr\u00fcndung Israels als Staat haben sich die Zionisten jedoch nicht aufgel\u00f6st, sondern sie haben ihre Ziele entsprechend weiterentwickelt. Heute ist das erkl\u00e4rte Ziel des Zionismus die Schaffung von Gro\u00dfisrael, das den Gro\u00dfteil des Nahen Ostens beherrschen soll.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck hat Netanjahu den Vernichtungskrieg in Gaza gef\u00fchrt und zu diesem Zweck hat US-Pr\u00e4sident Trump, in dessen Umfeld die Zionisten sehr stark vertreten sind, vor einem Jahr gefordert, die Pal\u00e4stinenser sollten Gaza verlassen und in andere L\u00e4nder umsiedeln. Zu diesem Zweck treibt die israelische Regierung die Zersiedlung des urspr\u00fcnglich pal\u00e4stinensischen Westjordanlandes voran. Zu diesem Zweck greift Netanjahu gerade den Libanon an und l\u00e4sst seinen Finanzminister <a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2026\/israelischer-minister-fordert-annexion-des-suedlibanon\/\">von Annexion des S\u00fcdlibanon sprechen<\/a>.<\/p>\n<p>Die abscheulichen Verbrechen der israelischen Regierung in Gaza, bei der Vertreibung der Pal\u00e4stinenser aus ihren H\u00e4usern im Westjordanland und bei der Vertreibung der Menschen aus dem S\u00fcdlibanon wecken bei vielen Menschen Gef\u00fchle des Hasses. Aber eben nicht auf die T\u00e4ter in der israelischen Regierung, sondern leider auf \u201edie Juden\u201c, in deren Namen Netanjahu vorgibt, zu handeln, die aber in Wahrheit nichts daf\u00fcr k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen \u201edie Franzosen\u201c ja auch nichts f\u00fcr die politischen Fehler von Pr\u00e4sident Macron.<\/p>\n<p>Eine zentrale These der Zionisten ist die These von der Gef\u00e4hrdung der Juden, und die Pogrome in Europa im 19. Jahrhundert und der Judenhass der deutschen Nazis lieferten daf\u00fcr den Grund. Aber die Zionisten instrumentalisieren das Thema und benutzen es, denn ohne den Antisemitismus w\u00fcrde der Zionismus seinen Existenzzweck verlieren. Und ohne den Antisemitismus w\u00fcrde den Zionisten die Rechtfertigung f\u00fcr ihre Verbrechen fehlen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich begr\u00fcnden Politiker und Journalisten in Deutschland ihr Wegsehen bei Netanjahus Verbrechen ja mit der Schuld der Deutschen. Und in ganz Europa wird \u00e4hnlich argumentiert: Weil der j\u00fcdische Staat in seiner Existenz bedroht sei, habe er angeblich das Recht, sich mit Methoden zu verteidigen, die klar V\u00f6lkermord sind. Ohne den Antisemitismus als Rechtfertigung f\u00fcr das Vorgehen Israels w\u00e4re die Reaktion auf den Gaza-Krieg eine ganz andere gewesen.<\/p>\n<p>Die Zionisten verstecken sich hinter Antisemitismus und Judentum, um ungestraft ihre Verbrechen begehen zu k\u00f6nnen. Das ist nicht meine krude Fantasie, das hat Theodor Herzl, der Gr\u00fcnder des ersten Zionisten-Kongresses, in <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/TheCompleteDiariesOfTheodorHerzl_201606\/TheCompleteDiariesOfTheodorHerzlEngVolume1_OCR\/page\/n48\/mode\/1up\">seinen Tageb\u00fcchern<\/a> selbst geschrieben:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Antisemiten werden unsere verl\u00e4sslichsten Freunde werden, die antisemitischen L\u00e4nder unsere Verb\u00fcndeten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und das war kein leeres Gerede.<\/p>\n<p><strong>Zusammenarbeit der Zionisten mit Hitler<\/strong><\/p>\n<p>Als Hitler 1933 an die Macht kam, forderten j\u00fcdische Organisationen im Ausland wegen Hitlers offenem Judenhass einen Boykott deutscher Produkte. Aber das hinderte die Zionisten nicht daran, den Kontakt zu Hitler zu suchen, denn sie erkannten, dass sie und die Nazis ein gemeinsames Interesse hatten.<\/p>\n<p>Die Nazis wollten die Juden aus Deutschland vertreiben, um ihren \u201erassisch reinen arischen Staat\u201c zu schaffen. Und die Zionisten wollten so viele Juden wie m\u00f6glich in das damals britisch besetzte Pal\u00e4stina umsiedeln, um dort die einheimischen Pal\u00e4stinenser zu verdr\u00e4ngen und endlich den j\u00fcdischen Staat Israel gr\u00fcnden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Also taten sich Nazis und Zionisten zusammen. Schon am 10. August 1933 unterzeichneten der deutsche Reichswirtschaftsminister und der Direktor der 1902 von Theodor Herzl gegr\u00fcndeten Anglo-Palestine Bank das Ha\u2019avara-Abkommen. In dem Abkommen regelten Nazi-Deutschland und die Zionisten die Umsiedlung von Juden aus Deutschland nach Pal\u00e4stina, wobei sie deren Verm\u00f6gen untereinander aufteilten.<\/p>\n<p>In Deutschland gab es seit 1931 die Reichsfluchtsteuer, mit der verhindert werden sollte, dass Auswanderer ihr Kapital aus Deutschland abziehen. Nach Hitlers Machtergreifung wurde die Steuer instrumentalisiert, um Verm\u00f6gen auswandernder, vor allem j\u00fcdischer Deutscher per Steuer zu konfiszieren. Das Ha\u02bfavara-Abkommen erm\u00f6glichte es den Betroffenen, einen Teil ihres Verm\u00f6gens nach Pal\u00e4stina zu transferieren, w\u00e4hrend ein bestimmter Prozentsatz des zu \u00fcbertragenden Verm\u00f6gens als Reichsfluchtsteuer vom deutschen Fiskus einbehalten wurde.<\/p>\n<p>Und schon waren alle Beteiligten zufrieden: Die Nazis wurden Juden los, die Zionisten bekamen Siedler f\u00fcr Pal\u00e4stina. Die Leidtragenden waren die betroffenen deutschen Juden, die einen gro\u00dfen Teil ihres Verm\u00f6gens verloren, das Nazis und Zionisten untereinander aufteilten.<\/p>\n<p>Wenn das wei\u00df, dann bekommt der Satz von Herzl \u201eDie Antisemiten werden unsere verl\u00e4sslichsten Freunde werden, die antisemitischen L\u00e4nder unsere Verb\u00fcndeten\u201c pl\u00f6tzlich einen Sinn, denn ohne Hitlers Antisemitismus w\u00e4re die Staatsgr\u00fcndung Israels wohl nicht m\u00f6glich gewesen. Etwa 50.000 bis 60.000 deutsche Juden haben das Abkommen bis 1939 genutzt und sind nach Pal\u00e4stina gegangen. Und die zweite Auswanderungswelle kam nach dem Holocaust, der auch den moralischen Druck schaffte, um die Gr\u00fcndung des Staates Israel zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Das Beispiel des Ha\u02bfavara-Abkommens zeigt, dass die Zionisten keine pro-j\u00fcdische Bewegung sind, denn wer pro-j\u00fcdisch ist, h\u00e4tte unm\u00f6glich mit Hitler zusammengearbeitet und die Verm\u00f6gen der aus Deutschland vertriebenen Juden mit den Nazis geteilt. Die Zionisten sind eine machtpolitische Bewegung, die das Judentum f\u00fcr ihre machtpolitischen Ziele missbraucht.<\/p>\n<p>Ich unterstelle den Zionisten nicht, den Holocaust gewollt zu haben, aber sie haben zweifelsfrei das Leid der Juden, die in den 1930er Jahren aus Deutschland vertrieben wurden, ausgenutzt, um sich zu bereichern und die Staatsgr\u00fcndung Israels in Pal\u00e4stina zu erreichen. Gleichzeitig haben sie offiziell aber in den 1930er Jahren gegen Hitler und Nazi-Deutschland getrommelt, weil es die Juden unterdr\u00fcckt hat.<\/p>\n<p>Gibt es ein besseres Beispiel, um einem Unwissenden die Bedeutung des Begriffes \u201ezynische Doppelmoral\u201c zu erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p>Wenn Sie von all dem hier zum ersten Mal geh\u00f6rt haben, wundert mich das nicht. Bis heute wird das Thema, wenn es denn \u00fcberhaupt behandelt wird, stark gesch\u00f6nt. Die Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung beispielsweise leitet ihren <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/die-wohnung\/195259\/das-haavara-transfer-abkommen\/\">Artikel<\/a> \u00fcber das Abkommen wie folgt ein:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Zionistische Weltorganisation und das Reichswirtschaftsministerium einigten sich 1933 auf ein Abkommen, mit dem sie das Ziel verfolgten, durch die Erleichterung der Mitnahme von Eigentum die Auswanderung von Juden nach Pal\u00e4stina zu f\u00f6rdern.\u201c<\/em><\/p>\n<p>So wird die Auspl\u00fcnderung der zur Auswanderung aus ihrer Heimat gezwungenen deutschen Juden auf einer offiziellen Seite der Bundesrepublik Deutschland zur \u201eErleichterung der Mitnahme von Eigentum f\u00fcr die Auswanderung von Juden nach Pal\u00e4stina\u201c. Darauf muss man erst einmal kommen!<\/p>\n<p>Ich denke, das Beispiel zeigt exemplarisch, wie die Zionisten die Juden damals f\u00fcr ihre Zwecke missbraucht und vom Antisemitismus profitiert haben. Und das ist bis heute ihre Politik und Vorgehensweise.<\/p>\n<p>So schlie\u00dft sich der Kreis: Die Zionisten brauchen den Antisemitismus, um sich als dessen Opfer aufspielen zu k\u00f6nnen und ihre verbrecherischen Ziele ungestraft umzusetzen. Das erkl\u00e4rt auch, warum so viele Juden Gegner des Zionismus sind.<\/p>\n<p><strong>Das Beispiel Iran-Krieg<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Beispiel aus der Geschichte k\u00f6nnen wir uns auch noch anschauen, wie das Prinzip heute funktioniert.<\/p>\n<p>Als der Staat Israel gegr\u00fcndet wurde, wurde mit der gleichen UNO-Resolution auch die Gr\u00fcndung eines Pal\u00e4stinenser-Staates beschlossen, die Israel aber verhindert hat und bis heute verhindert. Das Ziel der Zionisten war nach der Gr\u00fcndung von Israel die Schaffung von Gro\u00dfisrael \u2013 und der erste Schritt war die \u00dcbernahme der Gebiete, auf denen eigentlich der Pal\u00e4stinenser-Staat entstehen sollte. Und bekanntlich hat Israel die Gr\u00fcndung dieses Staatesdanach immer offen abgelehnt und verhindert.<\/p>\n<p>Auf die Gr\u00fcndung von Israel folgten Jahrzehnte mit Kriegen gegen die arabischen Nachbarn, in deren Verlauf Israel immer mehr Gebiete annektierte. Allerdings begannen die arabischen Staaten irgendwann in den 1970er oder 1980er Jahren, die Existenz Israels zu akzeptieren und es begann eine Phase der Entspannung, was die Gefahr in sich barg, dass \u201eFrieden ausbrechen\u201c k\u00f6nnte und dass den Zionisten der Feind abhanden kommt, denn nach einer Auss\u00f6hnung mit \u00c4gypten, Jordanien und anderen Staaten der Region waren nur noch die staatenlosen und in Fl\u00fcchtlingslager gezw\u00e4ngten Pal\u00e4stinenser mit ihren Terrororganisationen als Feind Israels \u00fcbrig, der das Vorgehen der israelischen Regierung h\u00e4tte rechtfertigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber ohne Feinde ist die Gr\u00fcndung von Gro\u00dfisrael auf Kosten der Gebiete ihrer Nachbarstaaten unm\u00f6glich. Die Zionisten brauchten also einen Feind, mit dem sie ihre aggressive Politik auch weiterhin begr\u00fcnden konnten.<\/p>\n<p>Da kam ihnen die Revolution im Iran 1979 gerade recht, denn die iranische F\u00fchrung stellte sich auf die Seite der Pal\u00e4stinenser und wurde wegen deren Unterdr\u00fcckung zum erkl\u00e4rten Feind Israels und unterst\u00fctzte die pal\u00e4stinensischen Gruppen, die sich als Freiheitsk\u00e4mpfer ansehen, aber in Israel und im Westen als Terroristen bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Obwohl der Iran keines seiner Nachbarl\u00e4nder angegriffen hat, obwohl der Iran gute Beziehungen zu fast allen L\u00e4ndern au\u00dfer Israel gesucht hat, wurde er vom Westen zum Feind erkl\u00e4rt, weil der Iran antisemitisch sei. Das stimmt \u00fcbrigens nicht, denn die iranische Regierung ist nicht gegen die Juden im eigenen Land vorgegangen, die genie\u00dfen sogar einige Sonderrechte und d\u00fcrfen beispielsweise Alkohol herstellen, der im Iran eigentlich streng verboten ist. Der Gegner der iranischen Regierung ist das \u201ezionistische Regime\u201c in Israel, nicht das Judentum.<\/p>\n<p>Aber hier greift wieder Herzls These \u201eDie Antisemiten werden unsere verl\u00e4sslichsten Freunde werden, die antisemitischen L\u00e4nder unsere Verb\u00fcndeten\u201c, denn der Iran wurde zur neuen Rechtfertigung f\u00fcr die aggressive Politik Israels, deren Ergebnis wir in den letzten Jahren erleben mussten und derzeit im Iran-Krieg sehen.<\/p>\n<p>Die Propaganda der Zionisten hat sich im Westen so sehr im Mainstream festgesetzt, dass die hauptberufliche Kriegstreiberin Marie-Agnes Strack-Zimmermann am 19. M\u00e4rz 2026 in der ARD ungestraft <a href=\"https:\/\/x.com\/clashreport\/status\/2034746989267538000\">sagen<\/a> durfte:<\/p>\n<p>\u201eDer Iran ist die Pestbeule auf dieser Erde.\u201c<\/p>\n<p>Wenn man \u201eIran\u201c durch \u201eJuden\u201c austauscht, dann ist das exakt die Terminologie, die auch die deutschen Nazis benutzt haben.<\/p>\n<p>Solche rassistischen, ja nazistischen \u00c4u\u00dferungen sind Deutschland eigentlich verboten und nicht einmal in Bezug auf Russland w\u00e4re so eine \u00c4u\u00dferung denkbar, aber wenn es gegen die Gegner der Zionisten geht, gelten andere Regeln.<\/p>\n<p>Dass Strack-Zimmermann so etwas ungestraft sagen darf, ist das Ergebnis der medialen Macht der Zionisten.<\/p>\n<p><strong>Die Macht der Zionisten<\/strong><\/p>\n<p>Ich will hier gar nicht darauf eingehen, warum das so ist, ich will nur die Ist-Situation beschreiben.<\/p>\n<p>Die USA sind der wichtigste Unterst\u00fctzer Israels und der zionistischen Pl\u00e4ne. In den USA kann niemand Pr\u00e4sident werden, der Israel kritisiert. Aber in den USA sind nur zwei Prozent der Bev\u00f6lkerung Juden und <a href=\"https:\/\/www.pewresearch.org\/religion\/2025\/01\/02\/faith-on-the-hill-2025\/\">im US-Kongress<\/a> sind von 532 Mitgliedern lediglich 32 Juden, das sind sechs Prozent. Trotzdem wird dort stramm zionistisch abgestimmt.<\/p>\n<p>Darum stellen sich viele die Frage, wer hier das Sagen hat: Ist Israel ein Ableger der USA, oder hat die zionistische Lobby die USA \u00fcbernommen?<\/p>\n<p>Aber die Frage ist rein rhetorischer Natur, denn Fakt ist, dass Israel und die USA im Grunde als ein geopolitische Gebilde handeln. Wer dabei der Hund und wer der Schwanz ist, ist im Grunde unwichtig. Mal, wie unter der Biden-Regierung, liegt die Dominanz eher in den USA, mal, wie unter Trump, liegt die Dominanz klar bei Israel. Nur trennen lassen sich die USA und Israel nicht.<\/p>\n<p>Die Macht der Zionisten l\u00e4sst sich aber auch an anderen Beispielen erkennen. Nehmen wir Deutschland. Annalena Baerbock war lange <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201208005623\/https:\/www.leo-baeck-foundation.org\/en\/board-of-trustees\/\">im Stiftungsrat der Leo Baeck Foundation<\/a>, die nach eigenen Angaben \u201edas Judentum in Europa festigen und ausbauen sowie eine Perspektive des interreligi\u00f6sen Dialogs schaffen\u201c m\u00f6chte. Zu diesem Zweck unterst\u00fctzt die Foundation diverse Ausbildungseinrichtungen. Laut den auf deren Seite genannten Projekten wird dabei schwerpunktm\u00e4\u00dfig die Ausbildung \u201ekonservativer Rabbiner\u201c gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Wie passt die F\u00f6rderung \u201ekonservativer Rabbiner\u201c, die nun wirklich so konservativ sind, dass deutsche Konservative, die die Gr\u00fcnen regelrecht mit Nazis gleichsetzen, im Vergleich dazu Leuchtt\u00fcrme der Progressivit\u00e4t sind, in das angeblich so progressive Weltbild der Gr\u00fcnen und zu der von Baerbock verk\u00fcndeten \u201efeministischen Au\u00dfenpolitik\u201c?<\/p>\n<p>Wie sehr der Zionismus die deutsche Politik beherrscht, zeigt sich an dem Satz, Israels Sicherheit w\u00e4re \u201edeutsche Staatsraison\u201c, wie Merkel es verk\u00fcndet hat. Ich bestreite die deutsche Verantwortung f\u00fcr den Holocaust in keiner Weise, aber meine Lehre daraus ist, dass Deutschland sich gegen jede Art von V\u00f6lkermord stellen muss. Meine Lehre daraus ist nicht, dass Deutschland jedes Verbrechen der israelischen F\u00fchrung decken muss.<\/p>\n<p>Das sehen aber so ziemlich alle deutschen Politiker anders. Der deutsche Bundeskanzler f\u00e4hrt den zionistischen Kurs ohne R\u00fccksicht auf Verluste und bezeichnet de v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA auf den Iran kritiklos als notwendig und gerechtfertigt \u2013 und kritisiert den Iran daf\u00fcr, dass er sich gegen den Angriff verteidigt.<\/p>\n<p>Und damit steht er in der politischen F\u00fchrungsriege nicht allein, das ist dort als unumst\u00f6\u00dfliches Mantra gesetzt.<\/p>\n<p>Dass dieser Krieg weltweit den Antisemitismus befeuert, weil sehr viele (oder die meisten) Menschen eben nicht zwischen der israelischen F\u00fchrung und \u201eden Juden\u201c trennen, interessiert all die westlichen Unterst\u00fctzer der Zionisten um Netanjahu nicht.<\/p>\n<p>Sie beklagen sogar den dadurch wachsenden Antisemitismus, denn offenbar kennen sie das Motto der Zionisten \u201eDie Antisemiten werden unsere verl\u00e4sslichsten Freunde werden, die antisemitischen L\u00e4nder unsere Verb\u00fcndeten\u201c nicht.<\/p>\n<p>Auch der Iran-Krieg best\u00e4tigt dieses von Herzl ausgegebene Motto, denn wieder schlie\u00dft sich der Kreis: Die Zionisten f\u00fchren einen brutalen Angriffskrieg, und wenn das jemand kritisiert, dann wird das als Antisemitismus bezeichnet und als Berechtigung des Krieges genommen, weil der Krieg ja den Antisemitismus bek\u00e4mpfen soll, der angeblich die Existenz Israels gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Ich wiederhole es: Dieser Artikel ist alles, aber nicht antisemitisch. Dieser Artikel soll all denen, die pauschal \u201eden Juden\u201c sie Schuld f\u00fcr Netanjahus Verbrechen geben und vielleicht gegen \u201edie Juden\u201c demonstrieren oder Juden deswegen auf der Stra\u00dfe anp\u00f6beln oder gar angreifen, die Augen \u00f6ffnen. Die meisten Juden sind, wie Umfragen zeigen, keineswegs einverstanden mit dem, was Netanjahu tut, aber die Zionisten haben sie gleichsam in Geiselhaft genommen.<\/p>\n<p><em>Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2026\/warum-die-zionisten-bewusst-den-antisemitismus-foerdern\/\"><em>anti-spiegel.ru&#8230;<\/em><\/a><em> vom 26. M\u00e4rz 2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas R\u00f6per.Mit dem Etikett des &#8222;Antisemiten&#8220; werden Kritiker der westlichen Politik aus Diskussionen ausgeschlossen. 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